Beiträge von Korallenwelt

    Nein Michael, da verwechselst Du etwas.

    Das Meeresleuchten machen, abgesehen vom Hauptverursacher Noctiluca höchstens noch Seestachelbeeren.

    Diese Mneniopsis hier haben so irrisierende Flimmerbänder, die auch tagsüber in allen Regenbogenfarben leuchten.

    Hier mal der große Quallenspezi Daniel aus dem Zooaquarium Berlin beim betrachten meiner Beute.
    Er will versuchen, die Tiere wenigstens mehrere Monate am Leben zu erhalten. Dazu müssen sie zunächst auf normale Atlantikdichte umgewöhnt werden, ein sehr langer Prozeß. Dann müssen die Tiere etwas fressen, was ihre normale Lebensfunktion aufrecht erhält, Artemien sind da oft ungeeignet und müssen mühsam angereichert werden.

    Ich habe daher mehrere "Chargen" gefangen, die jeweils Tiere unterschiedlicher Größe enthalten. Wir hoffen damit, mehr Erfahrungen zu sammeln, ob Jungtiere eine solche Umgewöhnung besser akzeptieren, ähnlich wie bei Fischen.

    Naja, ich möchte ja nach und nach zeigen, wie es entsteht, noch ist es ja nicht fertig. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut.

    Nun ist es also dort, wo es hingehört: Mitten im Dschungel. noch ist eine einfache Holverkleidung drumherum, die der Betreiber aber noch ändern will.
    Auch hier kommt ein energiesparendes Konzept zum Einsatz, bei dem das Wasser keine Höhen überwinden muß.

    Das Problem ist dann immer, den Schäumer zu verkleiden, weil ja der Schaumtopf oben ordentlich über die Wasseroberfläche hinausragt.

    Eine Vollverkleidung wiederum macht das Becken sehr klein.

    Es gibt ja heute Abschäumer, die keine 20cm mehr breit sind, sehr leise arbeiten und nicht mal 30W nehmen. Rückförderung mit einer Nanostream, die gerade mal 7W nimmt. Ich habe jetzt schon mehrere solcher Becken gesehen und war durchaus begeistert.

    Das gesparte Geld kann man besser in Tiere oder ordentliche Beleuchtung investieren.

    Stimmt, so heißt die Reihe wohl. Claudia hinten im Bild ist die Redakteurin und muß sich jede Woche neue Themen ausdenken.
    Ist aber immer ein schlechter Kompromiß, Fernsehleute dabei zu haben und selsbt vernünftig zu arbeiten.
    So habe ich die Tiere gefangen und die anderen haben gefilmt.

    Die Quallen gibt es natürlich tageszeitunabhängig. Ihr Auftreten richtet sich vielmehr nach nach Strömung und Windrichtung. Leider sind sie extrem schwer zu fotografieren, weil man den durchsichtigen Körper weder im Sucher und erst recht nicht im Live View erkennt.

    Aber es sind wunderschöne Tiere, die es mittlerweile in Massen gibt. Die Medienpanik, sie würden unsere Fischlarven fressen, sind natürlich totaler Blödsinn.
    Aber es wurde wieder viel geschrieben.

    Ich tendiere allerdings eher dazu, auch wenn optisch natürlich nicht so gelungen, die Technik direkt im Becken zu belassen.

    Dafür gibt es inzwischen viele gute Beispiele. Optisch zwar aufwendiger zu kaschieren, aber energetisch extrem sparsam. Den Hauptenergieanteil schluckt dann das Licht!

    Gestern gab´s hier großen Bahnhof. Eigentlich wollten die Cracks vom alten Zooaquarium Berlin die seit zwei Jahren eingewanderten Rippenquallen für Ihre Ausstellung fangen. Da sowas immer schlecht planbar ist, buchten sie gleich mehrere Tage bei uns. So kam es dann zufällig auch noch zu einer Begegnung mit den Jungs vom Meeresmuseum Stralsund, wo wir ja die ganze Ostseeabteilung in eine Korallenriffausstellung umbauen.

    Ich persönlich finde es immer sehr gut, mal mit denen zu reden und zu arbeiten, die vor Ort wirklich die Arbeit machen und nicht wichtige Artikel in Zeitungen absondern. Da kann man viel lernen. Ich habe dann auch gleich die besten Tauchstellen an der hiesigen Ostsee rausgesucht.
    Dummerweise brachten die gleich ein ganzes Fernsehteam mit. Ohne geht´s ja heute gar nicht mehr. "Knut" läßt grüßen, hier im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Einnahmen aus dem Eisbärenhype werden zum Teil in den Umbau des Aquariums fließen.

    Meine kriminelle Energie ist ja hinlänglich bekannt...

    Ich dachte immer ich könnte auch mal in positiver Hinsicht berühmt werden...


    Zu diesem ganzen Artenschutzquatsch habe ich aber meine eigene Meinung. Ich habe es ja durch mein Studium in zwei Deutschlands ja sehr anschaulich mitbekommen.

    Als ich Kind war, war es das normalste auf der Welt, daß man als naturwissenschaftlich begeisterter Erdenbürger auch mal einen Laubfrosch oder ein paar Molche in einem Terrarium hielt und aus Kaulquappen kleine Frösche machte. Das waren unvergessliche Erlebnisse. Wenn man heute einen Frosch von einem Tümpel in einen anderen verfrachten will, weil ersterer austrocknet, geht schon nichts mehr ohne Entnahmegenehmigung, wenn ich den mit nach Hause nehme, sitze ich quasi schon im Knast.
    Wenn ich mir aber ein Auto mit 230er Reifen kaufe und in einer Nacht aus Spaß 5000 Kröten bei Ihrer Wanderung totfahre, ist das vielleicht moralisch verwerflich, aber mehr auch nicht. Kann ich wochenlang wiederholen, bis es keine Kröten mehr gibt.

    Manchmal glaube ich, dieser ganze Artenschutzkäse ist nur für ein paar Beamtenarbeitsplätze gemacht....

    Eine schöne Aufgabe für ein tolles Haus:

    Die Biosphäre Potsdam, eine wirklich sehenswerte Indoor Tropenanlage mit dieversen Tieren und vor allem Pflanzen, bekommt von Korallenwelt eine neue Schlammspringeranlage gesponsort.
    Das alte 150 x 50cm Becken ist viel zu klein für die Tiere und die Mangroven. Jetzt wird ein neues Domizil mit richtiger Felslandschaft gebaut, wo auch die Mangroven bis zu 2 m hoch wachsen können.

    Hier haben die Chefplaner mal wieder ganze Arbeit geleistet, denn die Anlage, eine große 2000 Quadratmeter Halle hat natürlich gar keinen richtigen Zugang... :winking_face_with_tongue: Braucht man ja auch eigentlich nicht, wenn da 20m hohe Bäume drin stehen...
    Also gings mit der Anlieferung nur auf die harte Tour:

    Der Chef persönlich an der Deichsel:

    Ich bin irgendwann auf das 4/3 System von Olympus umgestiegen, weil die versprachen, kleinere Spiegelreflexkameras bauen zu können.
    Meine erste E 1 war aber genauso groß, wie die Minoltas, die ich vorher hatte.
    Die Mitbewerber waren allerdings schon deutlich größer. Die E 3 ist noch größer geworden, was mir nicht gefiel. Wenn man da ein UW Gehäuse drum herum baut, schleppt man sich zu Tode.
    Für die 400er Serie gibt es schon ein passendes Polycarbonatgehäuse. Zusammen mit der Kamera ist es schön klein und leicht.

    Das ganze Werbegequatsche von Live View tec. ist aber totaler Humbug, die Displas aller Kameras, die ich kenne, sind so schlecht, daß man unter Wasser bei Sonnenschein gar nichts erkennt, da muß man schon auf 20m runter.

    Ich habe eine 420er gekauft, von der Olympus behauptet, sie passe nicht ins UW Gehäuse. Allerdings sollte sie gehäusemäßig baugleich mit den Vorgängern sein. Also ausprobiert und paßt. Sie hat ein etwas größeres Display, was ja nicht nachteilig ist, aber ansonsten ist alles ok.

    Ich weiß gar nicht, was für bekloppte Werbestrategen heute in solch großen Firmen sitzen, die ihre eigenen Produkte nicht kennen. Statt dessen bringen sie fast monatlich neue Modelle auf den Markt...

    ... schöne neue Welt!

    Kathrin, mit DIR will ich über alles reden.... :smiling_face:

    Hier nur noch die abschließenden Dekobilder des großen 30.000 Liter Beckens.
    Ich mache mal am Montag einen eigenen Fred auf, wie man sowas gestaltet, sicher kann man daraus auch viele Anregungen für kleinere Becken mitnehmen.
    Jetzt springe ich erstmal in die Ostsee, wer weiß, ob´s nochmal so einen Sonnentag in den nächsten vier Wochen gibt...
    Euch allen ein schönes Wochenende!

    Max, die Rückwnad ist oben nur zwei cm dick. Das was Du mit den roten Pfeilen markiert hast ist der Abstand von der Ober- zur Unterkante, allerdings perspektivisch verzeichnet durch die Draufsicht im Weitwinkelbild.

    Ich habe ja beschrieben, wie man eine Kammer macht, das geht in jeder beliebigen Größe. Die Keramik kann oben auch so eine Art Kamm haben, aber eben viel natürlicher.

    Das Tunze Ding kenne ich nicht, aber mach´ doch einfach eine genügend große Kammer, in die das hineinpaßt und dann bist Du auch für die Zukunft gewappnet und kannst später mal umdisponieren, wenn Du willst.
    Von vorn sieht man doch sowieso nicht, was da drin ist!

    Hallo Gerald!
    Obwohl schon seit Jahren über dieses Thema ständig berichtet wird, bin ich wohl wirklich der erste, der das wirklich mal ausprobiert hat....
    Und die traurige Antwort ist: NEIN!
    Die Becken waren alle mit Aquascience T5 bestückt, in der Regel 4 Stück in der Mischung blau, duo und 2 x special.
    Aber selbst in dem Flourescensbecken, welches mit 4 x blau beleuchtet wurde, brachten die hellsten LED, die es derzeit zu kaufen gibt (siehe: http://www.leds.de)
    Keinen wirklich nennenswerten Effekt. Ich habe extra Bilder für´s Forum gemacht, aber leider ohne sichtbare Ergebnisse im wahrsten Sinne des Wortes, die sehen mit und ohne LED Spots gleich aus.
    Für das Auge ist der Effekt schon wahrnehmbar, aber wirkliche Kringel werden kaum erzeugt.
    Es handelte sich um 5W High Power LED

    Ein wirklich großer Verlußt!

    Im vergangenen Jahr verstarb nach langer Krankheit leider auch sein Freund und "Papst" der DDR Meeresaquaristik Heinz Schöne. Was die beiden, fast ohne Mittel, auf die Beine gestellt haben, ist heute fast undenkbar.

    Naja, dafür wären die auch umgefallen, wenn sie damals ein heutiges Korallenriffaquarium gesehen hätten.

    Max: Zunächst mal....

    Wegkloppen kann man immer, wie wir Norddeutschen sagen! Es ist zehnmal einfacher, wenn Du Dir Hammer und Zange nimmst und aus normalen Rückwandplatten, genau die Stellen frei brichst, in die Du die Miniriffe quasi "hineinstellen" willst. Das geht in nicht mal zwei Minuten und Du hast noch schön Material übrig, welches Du irgendwo verbasteln kannst.

    Technikkammer: Das hier ist die einfachste und für den Aquarianer flexibelste Lösung, hier mit integrierter Wavebox, kein Glasschacht oder irgendwas, einfach die Platten aneinanderstellen und fertig:

    Naja Stefan, es war nur mein Sicht der Dinge, die muß Max ja nicht gefallen. Ich weiß nur nicht, wie ich das hier darstellen soll.

    Hier mal ein Becken, welches wir gerade vorhin fertiggestellt haben. Ich könnte mir vorstellen, daß ihm das zu dicht dekoriert ist, obwohl es nur mit Rückwandsteinen und Ästen gemacht wurde, sozusagen im Do It Yourself Verfahren.
    Ich werde das mal in einem eigenen Fred dokumetieren, damit hier nicht wieder die Werbediskussion aufkommt.

    Eine mit Sand bestreute Rückwandplatte sieht auch aus, wie eine mit Sand bestreute Rückwandplatte.

    Mir ist einfach noch nicht ganz klar, wo das Problem liegt. Die Miniriffe sind ja ok, aber was spricht dagegen, sie mit normlen Rückwänden zu kombinieren?
    Klar kann man die immer auch flach bauen, aber mein Geschmack wäre das nicht.

    Versuche mal zu formulieren oder besser noch zu skizzieren, was Dir genau vorschwebt. Bauen kann man alles mögliche.

    So sieht es normalerweise aus, wenn man das passend für Dein Becken macht, hier Beispiel von Matthias Kannegießer:

    Ich denke mir, daß Du mit Rückwandsteinen am Besten bedient wärst. Damit kan man schön experimentieren und das Ganze schon mal gut in der Ebene üben, bevor man es fest an die Rückwand klebt, aber mach erstmal das Bild!

    Max: Zunächst mal: Die Platten aus Riffkeramik, die wir herstellen sind ca 2-4cm dick, dies hat statische Gründe, denn sonst bekommt man die ja gar nicht in den Ofen. Darauf erfolgt der Aufbau. Diesen kann man gestalten, wie man will, aber grundsätzlich ist es dann ein Riff, wenn "die längsten Zipfel" so etwa 30cm in den Raum hineinragen. Ob das nun eine große Tasche, ein Acropora Teller oder nur eine dünne Spitze ist, kann der Besitzer ja selbst entscheiden, je nach dem, wie luftig er den Aufbau haben will. Du siehst auf dem Bild zunächst einen Querschnitt durch die Statik einer Rückwandplatte. Das sind ca 3cm, es wäre eine 55cm hohe.
    Die Schachtplatte darunter deutet an, wie man darauf den Aufbau verteilt, hier mit einem Acroporateller als am weitesten in den Raum ragendes Element. Die Dicke der eigentlichen Platte ist ja viel geringer, wie man unschwer an den beiden Bohrungen erkennen kann.
    So wie auf dem Bild werden die Platten gebaut, wenn der Kunde nicht ausdrücklich etwas anderes wünscht. Man kann es schon sehr viel luftiger bauen, aber es darf auch nicht aussehen, wie ein paar verteilte Tonklumpen auf einer Keramikplatte.

    Ich schaue mal, ob ich im Lager etwas nach Deinem Geschmack finden kann, um es zu fotografieren.

    Da wir aber öfter solche Anfragen bekommen, muß ich mal eines klarstellen:

    Nach meinem Geschmack (aber der ist ja zum Glück nicht bindend) macht es keinen Sinn, eine Glasplatte mit einer 2cm dicken Keramikplatte zu verkleiden. Man hat vielleicht eine etwas riffelige Struktur und natürlich die Filterwirkung aufgrund der Porösität, aber wirklich gut sieht das nicht aus.
    Am Ende werden dann meist Steine davor gestapelt. Das hätte man mit eine Glasscheibe genauso machen können....

    Die Schachtplatte würde ich ruhig 2cm höher setzen.
    Wenn die Säule kommt (ist Freitag hier rausgegangen und kommt mit UPS) läßt sich der Aufbau nochmals deutlich auflockern.

    Beim Einfahren nur die Ruhe bewahren und nach Anleitung verfahren, dann wird´s auch ein Erfolg!