Beiträge von Korallenwelt

    Keine Behandlung, Licht wegen Algenwachstum reduzieren, vor allem das weiße Licht und lieber 6 Wochen warten! Dann bist Du auf der absolut sicheren Seite! 2-3 Wochen sind Minimum!

    Mein Reden: Weißkehldoktorfische sind die teuersten Fische, die es gibt! Schreibt nur immer keiner so!


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    Zu Bearbeitungsmöglichkeiten und Werkzeugen geht es im 2. Teil:

    https://www.youtube.com/watch?v=OxTKUa5Blcc

    Das Video wäre sonst zu lang geworden. Aber wir möchten den Leuten schon die Angst nehmen unsere Produkte auch nach ihren Bedürfnis abzuändern. Das ist nicht schwer, kann eigentlich nicht schief gehen und keine große Sache, solange man das nicht auf dem Wohnzimmertisch macht. Geht zwar auch, aber eigentlich nur, wenn keine Frau im Haus ist.

    Schachtplatten stellen wir hier auch vor, die meisten Leute haben leider wenig Vorstellungen davon, wie man einen Schacht verkleiden kann, den die Aquarienbauer dummerweise in allen Größen einbauen, die ein Glasschneider so hergibt.

    Wir hoffen damit, den Leuten etwas die Angst zu nehmen und schon vorgebildet mit den Händlern zu sprechen - auch als Anfänger!

    Da wir in Zeiten zunehmenden Onlinehandels sehr oft einen Großteil der Beratung von hier aus direkt machen müssen, haben wir uns entschlossen, neue Wege zu gehen.
    Zum Einen haben wir gar nicht die Zeit, die Kunden des Onlinehandels umfassend zu informieren, zum Anderen wäre das auch ökonomisch Unfug.

    Natürlich sind es zwei vollkommen verschiedene Dinge, ein Riffkeramik - Dekorationselement bei seinem Fachhändler anzufassen, es eingehend zu prüfen und auszuwählen oder auf ein Minibildchen in irgendeinem Shop zu klicken und abzuwarten, was da so geliefert wird.

    Somit wollen wir nicht nur dem Kunden die Auswahl erleichtern, sondern auch den Handel in jedweder Form unterstützen. Jeder Händler kann die Videos nach Belieben auf seinen Webseiten Verlinken oder direkt in den Shop einbauen.

    Die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen wollen wir also direkt aus unserem Haus beantworten, mit kurzen Tipps und Erläuterungen der Unterschiede und einem kleinen "3D - Versuch", damit jemand, der sich das erste Mal mit Riffkeramik beschäftigt, schon eine ungefähre Vorstellung davon hat, was er für sein Becken braucht und was alles möglich ist. Spezifischere Fragen können dann direkt mit uns oder dem Handel abgeklärt werden.


    Wir fangen mit Rückwandplatten an, die selbstverständlich:

    1. hochporös sind, aber dennoch mehr wiegen, als das Wasser, welches sie verdrängen, sonst würden sie ja schwimmen
    2. natürlich von allein stehen und NICHT zwingend angeklebt sein müssen
    3. viele Ablagen für Korallen haben
    4. und selbstverständlich von unten nach oben dünner werden

    Außerdem gibt´s im 2. Teil noch Tips zu Bearbeitungsmöglichkeiten und Einbau


    Jedem Profi mag das vollkommen logisch und simpel erscheinen, aber ich muß diese Fragen fast täglich neu beantworten, daher dieser Film, der dem Fortgeschrittenen natürlich viel zu lang ist, dem Anfänger gar nicht lang genug sein kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=qIwtXfW9ch0


    Selbstverständlich sind wir auch nicht allwissend, daher dieser Fred in dem wir weiterhin fleißig Fragen sammeln, auf die wir selber noch nicht gekommen sind oder die wir wiederverdrängt haben! Also bitte keine Scheu, dumme Fragen soll es ja eigentlich nicht geben.

    Zitat

    Ich habe das mal aus einem Bericht von J.Kokott heraus gelesen.
    Zitat: "Die Algen produzieren mittels Photosynthese Nahrung, und zwar Zuckeralkohole, Fettsäuren und Aminosäuren."

    Dann hast Du falsch herausgelesen, Jörg Kokott hat nicht die Fotosynthese erfunden, da steht "mittels" was sehr unglücklich formuliert ist!

    Zitat

    Das würde bedeuten dass einiges, was wir in unsere Becken kippen, mitunter sinnlos verpufft, weil es gar nicht an seine "Zieladresse" gelangen kann?

    Willkommen im Klub....

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    Zitat

    ich widerspreche ungerne, aber es werden auch Amino- und Fettsäuren produziert.

    Von welcher Photosynthese sprichst Du?

    Zitat

    dass die "interne" Aminosäurenproduktion dadurch stagnieren könnte, weil ja immer genügend "Baumaterial" von ausserhalb zugeführt wird?

    Wie Du schon schreibst: INTERN. Dazu müßte das Zeug zunächst mal in die Zellen gelangen, was nicht immer einfach ist. Pauschal läßt sich sowas ohnehin nicht sagen, das müßte für jede Substanz einzeln betrachtet werden, denn schon unterschiedliche Aminosäuren haben ja ganz unterschiedliche,chemische Eigenschaften und lassen sich nicht über die selben Transportwege durch Zellmembranen schleusen.

    Marc, solche Platten machen wir oft für Leute, allerdings direkt aus unserer Keramikmasse, so bekommt man sie dünner hin und Du kannst sie einfach mit einem Klecks Aquabond auch unter Wasser ankleben.
    Mach uns einfach eine Skizze, wie die ungefähr aussehen sollen. Gut sind welche, die direkt in die Ecken passen, da schieben die Pumpen den Sand nicht so schnell drauf und das Meiste bleibt liegen.

    Unter Wasser in einem besetzten Becken zu mörteln, kann ich nicht empfehlen!

    Jetzt mal zu den vorher angesprochenen Korallen. Das Riff ist sehr schön, nicht ganz mit dem Roten Meer vergleichbar, aber mit vielen, interessanten Wirbellosen, vor allem Filtrierern, da das Wasser auch nicht so klar ist. Aber diese großen Schwämme sind schon beeindruckend.

    Auf dem Riffdach gab es früher große Flächen, die mit einer sehr dickstämmigen Acropora - Art bewachsen waren. Diese gibt es nur noch ganz selten als neu gewachsene Einzelexemplare. Der Rest ist vor Jahren abgestorben. Der Tsunami ist aber schon 10 Jahre her, so lange dürften die Skelette der Brandung nicht trotzen. Aber immerhin, es gibt Hoffnung

    Bei Züchtern müssen wir uns weniger Sorgen machen, Wolfgang, wenn die ihre Sache ernsthaft betreiben, haben sie gar keine Zeit für solchen Firlefanz! Außerdem betreiben sie schon aus Sicherheitsgründen mehrere Kreisläufe, routinemäßige Kontrollen würden auf Dauer richtig in´s Geld gehen.
    Die kippen ja auch keine Spurenelemente in ihre Becken: Kalkreaktor und Wasserwechsel sind hier das Mittel der Wahl.

    Das heißt natürlich nicht, daß der eine oder andere über genaue Beobachtung und Versuche mit wirklich guten, reproduzierbaren Analysen nicht auch weiterkommt, aber wie gesagt, die spielen ja auch in einer anderen Liga.
    Jemand der seit vielen Jahren Papageien züchtet hat ja auch einiges mehr an Erfahrung, als jemand der sich seinen ersten Wellensittich gekauft hat.

    Zitat

    kalkwasserzugabe passt automatisch betreffend calciumbedarf

    SO habe ich das nicht formuliert! Wenn man immer einen bestimmten Wert anstrebt, muß man diesen auch messen!
    Wer aber nur einfach ein schönes Aquarium haben will oder Anfänger ist, hat mit der Kalkwassermethode eine ganz einfache Möglichkeit, immer genügend Calcium im Becken zu haben, so er, auch das schrieb ich, kein Steinkorallenzüchter werden will.

    Wer Gewicht auf einen genauen Wert legen will, möge sich einen guten Test mit Referenz kaufen und regelmäßig messen - jeder wie er mag. Dazu braucht man keine ICP.

    Zitat

    ...angehend ph und gefährlichkeit kannst du dich ja vielleicht weiter mit Armin unterhalten

    haben wir schon vor seinem Becken gemacht, da gings aber mehr um Phosphatfällung.

    Mir ist auch durchaus bewußt, daß die Kalkwassermethode in Deutschland unterschiedliche Verbreitung gefunden hat. Bei vielen, die durch die "Berliner Schule" beeinflußt sind, ist Kalkwasser einfach hängengeblieben.

    Vielleicht nehme ich mir die Zeit und stelle diese hier im Forum nochmals ausgiebig in Wort & Bild vor. Und natürlich kann man darüber auch kontrovers diskutieren.
    Bei richtiger Anwendung ist Balling genauso sicher und einfach für den, der eine Dosierpumpe hat.

    Mit Kalkreaktoren wäre ich sehr vorsichtig, aber das ist jetzt wieder ein noch ganz anderes Thema!

    Zitat

    ich habe dazu nun gezielte fragen gestellt,und immer noch keine antwort bekommen - ich nehme inzwischen an,er hat gar keine ...

    Welche meinst Du? Diese:

    Zitat

    wie gross dürfen/sollten die becken denn genau sein,(die grösse des kalkmixers spielt dabei keine rolle ?)
    an welchem bestaz machst du das fest (wenn nicht an steinis oder weichen)

    Die Größe des Kalkwassermixers spielt, zumindest chemisch, überhaupt keine Rolle, da alle Geräte, bei richtiger Funktion immer eine gesättigte Lösung erzeugen.
    Entscheidend ist der Durchfluß, den man am besten natürlich kontinuierlich über Tropfen erzeugt. So kann insgesamt eine größere Menge Kalkwasser pro Tag zugegeben werden als bei einmaliger Dosierung.

    10 Liter Kalkwasser auf einen Schlag in ein 100 Liter Becken gekippt, ist sicherlich nicht so lustig für die Bewohner, aber das hängt natürlich stark von der Pufferkapazität des jeweiligen Beckens ab. Deshalb sollte man ja auch seine Tiere gut beobachten und sich eine gute Routine angewöhnen.

    Ich kenne auch Leute, denen das Gefummel mit den Kanistern zu umständlich ist, die "lösen" einfach einen gestrichenen Löffel Calciumoxid in einem Meßbecker "auf" ( Eingeweihte schmunzeln schon ob des Löslichkeitsproduktes) und kippen das täglich in´s Becken - und zwar jahrelang.

    Sowas würde ICH natürlich niemals empfehlen :grinning_squinting_face:

    obschon ich eingestehen muß, daß die Becken sehr gut stehen!

    Ich mache keinen Unterschied zwischen Stein- und Weichkorallen, man muß immer das schwächste Glied in der Kette beobachten. Wenn Tiere nach der Kalkwasserzugabe sich stundenlang nicht öffnen, bekommt es ihnen sicherlich nicht und die Dosierung war zu hoch, wobei das, siehe oben, immer entscheidend von der Pufferkapazität des jeweiligen Beckens abhängt. Da hilft mir eine einfache pH Messung auch nicht weiter.

    Thomas Du kannst aber gern einen eigenen Kalkwasserfred aufmachen, in dem wir gern in Wort und Bild dieses Thema ausführlich und für jeden nachvollziehbar darlegen. Jeder hat sicherlich so seine eigene Methode der Anwendung.

    Mit Mikrogramm - Analysen hat das, zumindest unmittebar, ja nichts zu tun.


    Stephan:

    Zitat

    wir haben nicht Mittelchen a und b rein gekippt und auch keine werte gezielt geändert lediglich das Zinn und kupfer Problem gesucht

    ... und ich habe ja nicht die Methode an sich verteufelt, sondern gesagt, daß es ja scheinbar bei Dir ein guter Ansatz war, derartig auf Fehlersuche zu gehen.
    Aber, siehe die anderen Diskusionsteilnehmer, es ist ja nicht alltäglich, daß Aquarianer Lötstellen oder Kupferwicklungen mit Meerwasserkontakt haben.

    Ich habe stundenlange Präsentationen der von Dir beschriebenen Firma life gesehen und kann Dir versichern, daß es dort wirklich um das ging, was die meisten hier vermuten.

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    komisch in der Aquaristik ist das immer wenn jemand was besonderes hat sich die anderen drauf stürzen und das als aller schlechtestes hinstellen wollen.

    Das darf man so nicht verallgemeinern. Peter Gilbers von Reefanalytics arbeitet mit einer ICP schon 5 Jahre und hat lange Zeit gebraucht, sich dort einzuarbeiten. Auch er hat Chemie studiert. Ich kenne ihn als äußerst seriösen und vorsichtigen Menschen, was die Argumentation seiner Meßwerte betrifft. Und so macht es auch Sinn.

    Deshalb geben auch die meisten Salzhersteller ihn als Referenzlabor an, das passiert sicherlich auch nicht von selber.

    Wie gesagt, wer sich für Wasserchemie interessiert, der sollte sich, je nach Vorbildung, langsam aber stetig in die Materie einlesen. Armin´s Buch ist ein guter Anfang. Ein paar genaue eigene Tests, gepaart mit einer Referenz sind eine prima Ausgangsbasis, seine eigenen Fähigkeiten zu schulen.

    Bei Nitrattets empfehle ich immer mehrere verschiedener Hersteller parallel zu benutzen - da kommen schon mal die ersten Erkenntnisse....

    Wenn es dann mit ICP Werten weitergehen soll, ist man nicht schlecht beraten, auch dort das gleiche Wasser von verschiedenen Laboren prüfen zu lassen.
    Und bevor man irgendwas ändert, würde ich dringend die Diskussion mit fachlich versierten Leuten suchen.


    Auch wenn ich mich zum x-ten Mal wiederhole:

    Mein "Wert" ist falsch - was muß ich ändern?

    führt nicht selten in die Katastrophe, weil die Leute lernen, in solchen Schablonen zu denken und schlimmer noch, zu handeln.
    Das führt leider allzu oft zum Tod von Tieren und zu einem Meeresaquarianer weniger. Das ist dann leider schade, denn vielleicht hätte derjenige viele Jahre ein tolles Becken gehabt, wenn er nicht versucht hätte, über eine Hürde zu springen, der er nicht gewachsen war.
    Wäre er weniger aufgeregt gewesen, hätte sich einfach mal kurz zurückgelehnt, hätte er vielleicht gesehen, daß man einfach nur drumherum zu gehen braucht.

    Wir sind gespannt Stephan, wie sich Dein Becken in ein paar Jahren entwickelt und was dann noch alles routinemäßig gemessen wird.

    Zitat

    ich bin schon 30 jahre dabei,deswegen müsst ihr mir glauben (und lass auch mal den begriff "chemiestudium" aus in der antwort)

    Zitat

    Fängst du jetzt auch mit jahrelangen Erfahrungen an

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    Dieses jahrelange Getue und großwissen aus 30 Jahren Erfahrung ist halt nicht immer das beste. Und die Angaben mit dem kalkwasser sind einfach Quatsch. Manchmal muß man sich das auch eingestehen.

    Danke für die Blumen Jungs, aber gerade das ist ein schönes Beispiel:

    1986 hat uns Dietrich Stüber aus West -Berlin, auch heute noch als DER weltweit anerkannte Begründer der modernen Riffaquaristik die Kalkwassermethode nähergebracht. Das ist witzigerweise ziemlich genau 30 Jahre her, damals noch per Brief - die Mauer war noch ziemlich hoch! Dennoch wären sicherlich die meisten der heutigen Forenmitglieder froh, wenn sie solche Becken hätten, wie die damaligen Berliner Meeresaquarianer.
    Man nahm einfach gesättigtes Kalkwasser und ergänzte damit sein Verdunstungswasser. Da gab´s nix Mystisches und auch gar nichts zu Messen:
    Transportable pH Meßgeräte oder gar Calciumtests gab es in der DDR gar nicht und auch im Westen war soetwas nicht geläufig.
    Es blieb also gar nichts anderes übrig, als seine Tiere genau zu beobachten und daraus Schlüsse zu ziehen.

    Wenn man also täglich 5 Liter verdunstetes Wasser durch gesättigtes Kalkwasser ersetzte, konnten sich daraus etwa 6g Korallenkalk bilden, den lösbaren Kalk aus Bodengrund und Dekorationsmaterial nicht mitgerechnet. Ich denke Thomas, das reicht für die meisten Becken der Normalaquarianer vollkommen aus. Und um genau die geht es ja hier. Wer ein Super - Steinkorallenbecken haben will, kauft sich auch einen Calciumtest, darüber braucht man wohl nicht zu diskutieren!

    Bis heute verfahren wir so und in den meisten Großaquarien wird es genauso gemacht, die haben gar nicht die Zeit, irgendwelche Lösungen anzurühren und Dosierpumpen zu kontrollieren.

    Diese Art der Kalkzugabe ist nun seit Jahrzehnten hunderttausendfach erprobt und funktioniert einwandfrei. Warum sollte ich da den pH Wert messen, wenn ich zu allererst das Wohlbefinden meiner Tiere im Auge habe? Es ist immer eine gleiche Menge gesättigten Kalkwassers. Es ist auch vollkommen egal, ob der Calciumwert anfangs um 100mg höher liegt, weil noch nicht genug Verbraucher vorhanden sind. All das spielt für den Normalaquarianer, der hier Rat sucht, überhaupt keine Rolle.

    Aber der Grundtenor hier ist immer: Der „Wert“ ist falsch - man muß was machen!

    Aber eine solche Herangehensweise führt selten zum Erfolg, schon gar nicht bei Anfängern.

    Viel Erfahrung führt eben auch dazu, es etwas gelassener anzugehen und nicht gleich an Stellschrauben zu drehen.

    Apropos Erfahrung: Ich denke, genau dafür ist ein Forum da: um Erfahrungen auszutauschen! Und jemand der einige Jahrzehnte Meeresaquaristik macht, vielleicht sogar beruflich, hat eben einen deutlich größeren Erfahrungsschatz und springt eben nicht gleich auf jeden Zug auf, der gerade vorbeifährt. Jahrzehnte bedeuten eben auch Jahrzehnte Spaß und wohl auch Erfolg, sonst würde man wohl kaum so lange durchhalten - selbstverständlich immer auch gepaart mit Rückschlägen, aus denen alle nur lernen können!

    Derzeit befinde ich mich, zusammen mit einem befreundeten Archtitekten, der dieses Becken gebaut hat:

    Beckenplanung die 2. 180x80x65

    in Verhandlungen zu Aquarienplanungen - noch nicht Bau - denen ein Umbau im deutlich zweistelligen Millionenbetrag zugrunde liegt.
    Die Auftraggeber, alles gestandene Meeresaquarianer, die selbst die beiden größten deutschen Meeresaquarien betreiben, haben uns dazu eingeladen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß das deshalb passiert, weil die mich irgendwie witzig finden oder ich ihnen was von schönen Meßmethoden im Mikrogrammbereich erzählen kann….
    Dazu gehört schon deutlich mehr!

    Und wenn man jahrzehntelang die Sorgen und Nöte der Anfänger in der Meeresaquaristik kennt und weiß, was die alles anstellen, nur weil sie mal irgendwo etwas gelesen haben oder ein Meßwert vermeintlich nicht stimmt, dann hat das auch irgendwann etwas mit Verantwortung gegenüber lebenden Tieren zu tun.

    Bernd hat das sehr schön zusammengefaßt - vielen Dank dafür.

    Einige hier sollten akzeptieren, daß die Meisten einfach nur ein schönes, funktionierendes Aquarium haben und nicht mal den Unterschied zwischen SPS und LPS wissen wollen und damit eigentlich goldrichtig liegen.
    Die Spezialisten wissen schon, wo sie was suchen sollen und tauschen sich ja hier auch munter aus.

    Leider sind wir heute im Zeitalter absoluter „Verbrauchsaquaristik“ angekommen, egal ob Meßwerte, Spurenelemente oder auch Tiere.
    Natürlich wissen wir heute viel mehr über Korallenvermehrung als früher und ich denke, die meisten Korallen stammen durchaus aus Nachzuchten. Aber diese Erfolge sind in den seltensten Fällen auf Meßwerte zurückzuführen, sondern auf stetiges Beobachten.

    Und auch neue Meßmethoden können Sinn machen, wenn sie, wie bei Dir Stephan, solche Schwachstellen aufdecken helfen, auch wenn diese ja nun nicht gerade alltäglich sind. Eine Pumpe die Kupfer an´s Wasser „abgibt“ sollte für mein Verständnis zunächst erst einmal einen Kurzschluß erzeugen, aber das nur nebenbei. Niemand ist fehlerfrei, schon gar kein technisches Gerät.

    Zitat

    das rum gereite auf den Ampeln ist auch so ein Thema.
    es zeigt doch nur Abweichungen zu den von Triton empfohlenen Werten nicht mehr nicht weniger.

    …und vor allem zeigt es, wie arglos, Du bist das beste Beispiel dafür, diese „Werte“ geglaubt werden, wenn sie nicht in der richtigen Beziehung betrachtet werden. Wenn nicht mal der Salzgehalt stimmt, ist alles andere Unfug, dann müßten nämlich haufenweise Warnampeln „angehen“ - tun sie aber komischerweise nicht. Das sagt schon alles!


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    und das alles nur als eine Geschäfts Idee ab tun.

    Nun Stephan, wenn sich jemand hinstellt und das (fast) alleinige Meßmonopol auf irgendwelche „Werte“ beansprucht, die kein normaler Kunde irgendwie nachprüfen kann, GLEICHZEITIG aber individuelle Lösungen zum Nachdosieren anpreist,


    DANN gehen bei mir aber die Warnampeln an und zwar alle auf rot!!!


    Das hat schon irgendwie etwas junkyhaftes, ohne jemandem nahetreten zu wollen.

    Zumal es jetzt von dieser Firma auch noch normale Spurenelemente gibt. Wie geht das zusammen?

    Ich würde immer die Messung von der Nachdosierung trennen, zumindest monetär. Und ich rate nochmals jedem Mitelsenden, nur das an seinem Aquarium zu machen, was man auch selbst versteht und nachprüfen kann.

    Ein einfacher, regelmäßiger Wasserwechsel ist immer noch die simpelste Methode 95% aller chemischen „Meerwasserprobleme“ in den Griff zu bekommen. Das funktioniert locker seit über einem halben Jahrhundert - millionenfach! Das ist nicht übermäßig teuer und andere Methoden müssen erst noch beweisen, daß sie das besser und billiger können, wie behauptet wird.


    Generell freue ich mich als „erfahrener“ Meeresaquarianer, der das nun fast ein Vierteljahrhundert macht, auch immer noch, wie ein Kind über spannende, neue Entwicklungen und kann auch noch gut staunen über:

    tolles LED Licht

    moderne energiesparende Pumpen mit tollen Strömungsprogrammen

    und auch tatsächlich über feine Nuancen in Wasserwerten, wenn sie korrekt und reproduzierbar ermittelt und von den richtigen Leuten interpretiert und durchaus auch kontrovers diskutiert werden.


    Aber kein durchschnittlicher Aquarianer braucht soetwas und schon überhaupt kein Anfänger.

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    dass die Leute sich - infolge der kostenträchtigen Analyse - mehr um ihre Becken kümmern, sie besser beobachten und z.B. den vernachlässigten Pflegemaßnahmen mehr Aufmerksamkeit schenken?

    Zitat

    Großzügige Wasserwechsel zum Senken eines hohen Kupferwertes beseitigen ja nebenbei auch das möglicherweise woanders liegende wirkliche Problem.

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    Althergebrachtes: Nicht alles was neu ist, ist automatisch gut und sinnvoll, nicht alles was auf Erfahrungswerten beruht, ist automatisch schlecht oder überholt und umgekehrt.

    Zitat

    Und wenn jemand über Jahre oder Jahrzehnte erfolgreich Meerwasseraquaristik betreibt ohne ICP-OES Analytik, dann reibt er sich zurecht verwundert die Augen, wenn man ihm jetzt sagt, dass er eigentlich keine Ahnung von Aquaristik hat.

    Zitat

    Und um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Am nächsten kommen einer solchen Analyse so betrachtet vielleicht gute Beobachtungsgabe, reichlich Erfahrung (eigene und anderer), Grundwissen und ein wenig eigenes analytisches Denken .


    Sehr schön formuliert, Wolfgang!

    Stephan, auch für Dich noch ein schönes Tucholsky - Zitat:


    Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: »Lieber Freund, das mache ich schon seit zwanzig Jahren so!« - Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen.


    Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch und versuche möglichst nach obiger Maxime zu handeln. Das bringt hin und wieder ein blaues Auge, aber aus Erfahrungen lernt man ja auch.

    Aber Achtung, jetzt tut´s wieder weh:

    Wenn dann geschäftstüchtige Zeitgenossen mir etwas als der Weisheit letzten Schluß verkaufen (!) , was bei meinen Anorganik - Professoren allenfalls mit Rauswurf geendet hätte, ist absolute Skepsis durchaus angebracht. Nicht nur bei mir!

    Zitat

    wenn dein Aquarium pro Tag 1° KH verbraucht,

    Bedeutet das ja nicht, daß der Wert nach 5 Tagen 0,4 ist! Du mußt nicht 15g jeden Tag zugeben.

    Gib einfach nur einen gestrichenen Eßlöffel voll täglich bei der Fütterung zu und miß einmal wöchentlich nach. Es sollte nicht allzu lange dauern, bis sich der Wert bei 8-10 eingepegelt hat. Fällt er später wieder, kannst Du die Dosis immer noch erhöhen.

    Stephan, die von Dir hier geposteten Werte suggerieren, daß durch Behebung einer schadhaften Lötstelle an der Lampe (???) der Zinnwert innerhalb einer Zeitspanne X um das über 300 fache gefallen ist!

    Sowas glaubst Du doch wohl selbst nicht!


    Armin: Bei den heute verwendeten Beckengrößen gebe ich Dir teilweise recht, ich hatte niemals Becken kleiner 300 Liter Wasserinhalt und solange man keinen Kalkschlamm in das Becken kippt, passiert da nichts. Das gesamte Meeresmuseum funktioniert seit 30 Jahren so - ein wirklich großer Laden - und ich selbst habe das auch noch nie anders gemacht, weil mir Balling zu umständlich ist.

    Thomas, ich rede immer noch von Aquarien in den ersten 1-2 Jahren, in denen die Leute noch "anfällig" für alle möglichen Meßwerte sind. Darum geht es ja hier in diesem Fred. Wer ein Becken voller Steinkorallen hat, sollte öfter seinen Calciumwert testen.


    Zitat

    Meiner meinung nach haben es viele leute mit reinem steinkorallbesatz zu eilig,es gab mal zeiten (mein gott jetzt fange ich auch damit an :face_with_rolling_eyes: ),da wurde den anfängern empfohlen,erstmal mit weichkorallen und fischen zu starten

    Ja und daran hat sich bis heute auch nichts geändert! Wenn man manche Bilder sieht, was für Korallen die Leute nach einer Woche kaufen, sträuben sich einem die Nackenhaare. Ich würde das nicht zwingend an Stein- oder Weichkorallen festmachen, aber in der Anfangsphase ist schon ein guter Händler gefragt und nicht der Klick im knallquietschbunten Online Shop.

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    Thomas, für einen Anfänger halte ich folgendes Prozedere für sinnvoll:

    Phosphat & Karbonathärte wöchentlich
    Magnesium monatlich

    So halte ich das auch bei uns!

    Der Salzgehalt (Dichte) ist für mich kein chemischer Meßwert, sondern die GRUNDLAGE eines Meerwasserbeckens und muß regelmäßig kontrolliert werden, je nachdem, wie groß das Becken und die Verdunstung ist. Wöchentlich wäre gut, aber das geht mit einem Refraktometer ganz einfach und ist eine Sekundensache. Ab und zu mit einer Dichtespindel gegenprüfen.

    Wenn man die Kalkwassermethode regelmäßig und vernünftig anwendet, kann man sich eigentlich Calciummessungen sparen. Wenn ich das verdunstete Wasser immer durch Kalkwasser ersetze, habe ich auch immer genug Calcium im Wasser. Wir machen das hier mit Kalkwasserrührgeräten. Bei vernünftiger Abschäumung ist eine Überdosierung aufgrund des natürlichen Kalk - Kohlensäuregleichgewichtes auszuschließen. Bei der Ballingmethode können eher Fehler unterlaufen, wenn man sich beim Ansetzen der Lösungen nicht 100%ig sicher ist, da kann man vielleicht Calcium ab und zu messen.

    pH habe ich noch nie gemessen, verwende aber auch keine zentimeterhohen Sandschichten oder Kalkreaktoren.

    Bleiben also eigentlich nur drei Wasserwerte. Die kann man als Anfänger verstehen, es gibt ausgezeichnete Tests mit Referenzen dafür und wenn man das nach ein paar Monaten verinnerlicht und Spaß dran hat, kann man mehr versuchen. Nitrat und Silikat sind sicherlich im Zusammenhang mit Algenwachstum interessant.

    Wer später, wenn er Ursachen und Wirkung verinnerlicht hat und weiß, wie seine Tiere auf welche Veränderungen reagieren, sich nach und nach an andere Elemente herantraut, die durch mehrere(!) gute Messungen glaubhaft belegt sind, ist ja schon Profiaquarianer und weiß dann hoffentlich, was er tut und kann mit Fehlschüssen umgehen.
    Auch ich habe schon Phosphat in Aquarien zudosiert. Das ging ziemlich nach hinten los...

    Wer aber nicht weiß, wieviel Gramm Meersalz in einem Liter Wasser gelöst sind, sollte nicht über Mikrogramm von irgendwas philosophieren. Das bringt ihn selbst und seine Tiere nicht weiter.


    Armin:

    Zitat

    Stark überhöhte und dadurch problematische Spurenelementkonzentrationen können zumindest zum Teil ebenfalls erkannt werden.

    Das ist zwar per se richtig, nur läuft es leider in der Praxis genau umgekehrt und das Geschäftsmodell mancher Firmen zielt ja genau darauf ab:

    "Mir fehlen 0,000.00Xmg -wo kriege ich das jetzt ganz schnell her und wie muß ich dosieren?"

    DAS ist gängige Praxis und hier bis zum Erbrechen nachlesbar.
    Ein einfacher Wasserwechel im Falle eines "Mangels" so er denn überhaupt vorläge, wäre die simpelste, aber eben selten praktizierte Lösung

    Zitat

    Lieber ein paar Spurenelementangaben weniger, dafür aber ein Komplettpaket mit Angabe aller grundlegenden Parameter wie Salinität, KH usw.

    Zitat

    aber nach ein wenig mehr als "ein paar" eckdaten sollte man meiner meinung nach schon gehen , besonders als anfänger

    Nein, Thomas - sollte es NICHT! Zumindest nicht am Anfang. Wenn man regelmäßig Wasser wechselt und Calcium zudosiert, braucht man nur noch die Nährstoffwerte über Phosphat zu kontrollieren, Nitrat ist fast egal und ohnehin nur sehr schwer meßbar, und den Magnesiumwert im Auge zu behalten - das war´s.

    Eventuell die Karbonathärte, wenn man mit Riffkeramik arbeitet. Mehr braucht keiner, der sich nicht für Chemie interessiert und schon gar kein Anfänger. Was passiert, wenn diese sich nicht dran halten, kann man hier hundertfach nachlesen und habe ich oben verlinkt!

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    so einfach wie du es hier beschreibst ,ist es ja nun wirklich nicht ...

    DOCH! Meeresaquaristik ist relativ einfach, wenn man nicht ständig an seinem Becken herumfummelt und an allen möglichen Schrauben dreht - möglichst noch gleichzeitig. DANN wird´s kompliziert!

    Zitat

    ...gerade die entwicklung im technischem bereich hat dazu geführt , das besonders korallen immer bessere bedingungen bekommen

    Welche?

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    nicht zuletzt wäre es auch deshalb fein, wenn man grössere gewissheit bekommen könnte , was man im becken hat ,und was man zufügen sollte

    Ja das wäre sogar sehr fein, aber ich kenne dazu keine wirklich belastbaren Aussagen, die einer wissenschaftlichen Prüfung standhalten, es sei denn, man verarmt sein Meerwasser gezielt und testet dann.
    Das kann aber bei regelmäßigem WW nicht passieren!

    Natürlich messe ich beispielsweise Silikat, wenn ich plötzlich Kieselalgen habe, dazu gibt es ja vernünftige Tests oder Labore, wie Reefanalytics. Aber in der Praxis läuft es ja genau umgekehrt (Genau das kann man hier ständig lesen!):

    Mein "WERT" "stimmt nicht" was soll ich jetzt machen?

    Und Eingeweihte ahnen schon, was alles schon gemacht wurde....

    Zitat

    vielleicht wachsen dann ja die korallen doch ein bischen schneller

    Das kann man beispielsweise gezielt mit bestimmten organischen Verbindungen, die man übrigens mit herkömmlichen Methoden NICHT messen kann, ganz wunderbar unterstützen.
    Für mich stellt sich aber die Frage:

    Wer braucht das?

    Anfangs freut man sich natürlich, aber die Korallen würden auch so wachsen und bei den wirklich erfolgreichen Aquarianern, die hier nur noch selten schreiben, nervt das andauernde Wachstum eher mehr - frag mal Dietmar. Man muß ja ständig auslichten!
    Korallenzüchter freut´s natürlich, aber die spielen in einer anderen Liga und wissen genau, was sie tun!

    Zitat

    um nicht von makroalgen zu sprechen,die noch weit anspruchsvoller als viele sps sind ,auch wenn das nicht so modern ist...oder bei der zucht,wäre es auch interessant,herauszufinden,ob was welche rolle spielen könnte

    Ja, natürlich, da bin ich ganz bei Dir, bei Korallen ja auch, aber all das ist nichts für Anfänger oder Leute, die von Chemie keine Ahnung haben. Das hatte ich ja oben auch so geschrieben. Und wenn der Appetit beim Essen kommt, Armin´s Buch dazu empfohlen!
    Das ist schon mal eine prima Grundlage, wenn man wissen will, was die Welt im Innersten zusammenhält, um es mit olle Goethe zu sagen.

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    oder grossanlagen,die nicht warten wollen,bis man misstände sehen kann , sondern lieber im voraus die kontrolle behalten wollen

    Genau DAS ist mein Beruf und da könnte ich Dir eine Menge Geschichten erzählen, aber die gehören nicht hierher!
    Nur soviel: Die Zahlengläubigkeit in diesem Metier ist NICHT weniger anzutreffen als hier! Was aber scheinbar daran liegt, daß sich Leute offenbar von vielen Kommastellen unglaublich beeindrucken lassen, auch wenn´s der größte Unsinn ist!

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    die ICP messungen sind ja noch ganz im anfang

    Das ist schlichtweg falsch. Es ist ein gut bestelltes Feld von Leuten die damit viel Erfahrung haben.

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    sind wohl die mehrzahl der heutigen becken auch grösser als früher

    Auch das ist falsch! Glaube es mal einfach jemandem, der das jetzt 24 Jahre beruflich macht! Becken sind heute deutlich kleiner und wurden insgesamt durch den Nanohype nicht mehr!

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    aber wir sind ja noch nicht so alt,das wir das wahrscheinlich noch erleben dürfen

    Ich habe ja schon eine Menge erlebt, Du kannst gern hier vorbeikommen und ich kann Dir tagelang Geschichten erzählen!
    Oder wir besuchen große Schauaquarien oder Forschungseinrichtungen - sehr lehrreich!

    In den von Dir angesprochenen Großaquarien sind übrigens ganz andere Wasserparameter interessant, als für uns Hobby - Korallenriffaquarianer:

    Was meinst Du wohl, was ein ausgewachsener, Sandtigerhai oder Napoleonlippfsch kosten? Dafür kann man schöne Riffbecken bauen.....

    "20 oder gar 40 Jahre Erfahrung als professioneller Meeresaquarianer läßt man nicht mal eben "weg" Stefan, dafür habe ich viel zu viele "Methoden" und absolut unverzichtbare Techniken gesehen, über die heute kein Mensch mehr spricht. Das Meiste kam aus Amiland!


    Natürlich gibt es heute mehr Becken, die toller sind als früher, ich glaube aber auch daß es VIEL mehr Becken gibt, die gleich wieder aufgegeben werden, weil die Besitzer erstens auf dem Holzweg sind (siehe "Meßmethoden") und sich mit Dingen einlassen, die sie überhaupt nicht verstehen und zweitens die Becken viel zu klein und somit instabil sind.

    Wenn man vor 20 Jahren ein durchschnittliches Becken mit gutem Salz betrieben hat, war man genauso erfolgreich, wie heute. Ein paar prima Gimmicks, wie LED Lampen, stromsparendere Pumpen, flüsterleise Abschäumer, usw. nehmen wir natürlich gern mit.

    So wie derzeit von Einigen die Messerei vermarktet oder hochgejubelt wird, richtet sie mehr Schaden als Nutzen an, macht die Taschen einiger Weniger voll und läßt oft genug frustrierte Anfänger zurück, die bald aufgeben. Damit ist ja keinem geholfen

    Wie gesagt, ein paar chemische Eckdaten, die jeder für sich individuell festlegt und vor allem auch versteht (!), können hilfreich sein, sind aber niemals Grundlage. Wir haben, seitdem in unser Hobby ICP Messungen vorgedrungen sind, keine schneller, besser oder bunter wachsende Korallen oder Fische.
    Wenn man sich mit sowas einläßt, ist mindestens chemisches Grundverständnis notwendig und eine ausgesprochen fundierte, fachliche Beratung.

    Ein bischen rot, gelb und grün sollte man als das sehen was es ist: vollkommen nutzlos!

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    .

    Zitat

    und um die eckdaten in den griff zu bekommen,wie schaffst du das ,ohne zu messen ?
    und weisst du immer so genau , was du dir ins becken kippst , selbst wenn es augenscheinlich als "nicht seltsam" erscheint ?

    Thomas, durch jahrelange Beobachtung und regelmäßigen Wasserwechsel, wobei der Schwerpunkt auf regelmäßig liegt, egal in welchem Turnus!
    Kontrolle der Dichte ist natürlich wichtig, ebenso eine Calciumzufuhr.

    Deswegen findest Du ja gerade bei Anfängern diese ständig wiederkehrende Leier nach den Wasserwerten: Wer ein paar Jahre Erfahrung hat, der braucht sowas nicht.

    Ein paar Eckwerte sind wichtig, die hatte ich ja oben beschrieben, der Rest ist eigentlich nur für Leute, die chemisch interessiert sind. Und da kann man sich mit Peter wirklich trefflich auseinandersetzen und braucht keine "Warnampel"!
    Man muß gemessene Werte immer in die richtigen Zusammenhänge einordnen, ansonsten sind sie schlichtweg wertlos.

    Und Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Betrieb eines Meerwasserbeckens sind sie schon mal gar nicht, die ganze Messerei gab es vor 20 Jahren ja überhaupt nicht, aber trotzdem tolle Meerwasserbecken!

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    Butch, Du hast in Deiner Wasserprobe fast

    1000mg Natrium "zuviel" und jetzt willst Du ernsthaft über

    0,0089mg/l Kupfer nachdenken?

    Hattest Du mal Chemieunterricht?

    Hier die Zahlen nochmal übereinandergeschrieben! Glaubt hier wirklich ernsthaft jemand, das irgendein seriöser Laborant dieser Welt beides derartig in´s Verhältnis setzt:

    1,000.000 mg/l Na das wäre ja nur der Meß"FEHLER"
    0,008.900 mg/l Cu

    Einfach die Finger aus dem Becken und weiter, wie bisher, OHNE irgenwelche "Analytik", die offenbar die meisten hier dazu verführt, irgendwie an dem Becken herumzufummeln.

    Laß es doch einfach, das Becken sieht doch toll aus!

    (Rät Dir jemand, der übrigens ziemlich erfolgreich Chemie studiert hat! Aber das nur nebenbei.)

    Armin:

    Zitat

    So bedeutet z.B. 9% weniger Natrium einfach nur, dass die Salinität nicht 35 sondern 32 beträgt. Das ist nix schlimmes :winking_face:

    "Nix Schlimmes" ???

    Na Du bist ja sportlich!
    Was soll denn der normale Kunde mit so einer Wasseranalyse anfangen, bei der alle möglichen "Ampeln" angehen oder eben auch nicht, je nach Sichtweise des "Ampelherstellers", wenn nicht einmal klar darauf hingewiesen wird, welchen Salzgehalt die Probe hat und wie alle anderen Werte dazu in Bezug zu setzen sind.
    Die "stimmen" dann nämlich komischerweise wieder.

    Wie geht denn sowas? Hat da einer das chemische Rechnen neu erfunden?

    Man kann von einer Analyse doch wohl erwarten, das der WICHTIGSTE Parameter in der Meerwassermessung überhaupt, nämlich ein korrekter Salzgehalt als Erstes korrekt angegeben und lieber zweimal gemessen wird. Ansonsten ist der ganze Rest nämlich für die Tonne.

    Oder soll der ZAHLENDE Kunde sich darum gefälligst selbst kümmern?
    Das wäre dann schon ein sehr merkwürdiges Geschäftsmodell!

    Sowas ist mir bei Reefanalytics jedenfalls noch nicht untergekommen!

    Ich stelle das hier auch noch einmal rein, weil es zum Thema gehört, aber noch in einem anderen Fred Verwendung findet.
    Leider fallen immer wieder Anfänger oder Hilfesuchende auf so schöne "Angebote" der Meßwerterfassung herein und sind dann noch verwirrter, als vorher!

    Zitat

    zeigt aber das doch das meiste unserer Meßerei eher schätzen ist

    Genau, Wolfgang, nur leider glauben viele an sowas und machen gar das Wohlbefinden ihrer Tiere davon abhängig.
    Und logische Zweifel werden dann auch noch schöngeredet:


    Zitat

    Zitatmanchmal ein Artikel , ein Bericht von jemand bekannten aus der Branche und schon zweifelt man alles an. Echt schade und vor allem etwas unfair.


    Das ist schlicht, die Unwahrheit, Claude! Diese "Analysen" kann jeder überall im Internet finden und werden ja auch vom Anbieter selbst veröffentlicht!
    Wenn meine Studenten ihrem Professor mit sowas kommen würden, bräuchten sie sich vermutlich um ihren Abschluß keine Gedanken mehr zu machen, bis dahin würden sie nicht kommen!

    Da werden einfach irgendwelche Zahlenwerte veröffentlicht, ohne diese überhaupt in irgendeinen Zusammenhang zu bringen. Man muß das auch interpretieren können. Ob ein normaler Kunde dazu in der Lage ist, möchte ich doch stark anzweifeln.

    Von der Probennahme wollen wir erst gar nicht reden - wirklich ein schwieriges Feld und nur von routinierten Wissenschaftlern reproduzierbar in guter Qualität hinzubekommen. Wie das ein normaler Meeresaquarianer machen soll, ist mir sehr schleierhaft.

    Aber selbst wenn das alles funktionieren sollte:

    Ich habe hier "Analysen", da liegt der NATRIUMwert, also DIE Hauptkomponente des Meerwassers, schon um 9% daneben (!!!!!) - da geht komischerweise nicht mal eine "Warnampel" an.
    Um das einmal für jeden verständlich zu machen: Der "FEHLER" bei Natrium beträgt fast

    1,000.000 g/l und da will mir einer weismachen, daß er

    0,000.000.1 g/l Titan, Cadmium oder sonstwas

    GENAU messen kann????

    DA würde bei mir als Kunde aber eine Warnampel angehen!!! Was nützen denn solche Zahlenspiele. Schlimm wird es vor allem dann, wenn die Leute anfangen, irgendwie an Ihrem Becken herumzumanipulieren und irgendwelches Zeug da rein zu schütten!


    Nochmal für ALLE:

    Ein Meeresaquarium lebt nicht davon, daß man an irgendwelchen Wasserwerten umherspielt!

    Man muß seinen Salzgehalt im Griff haben und mit einiger Regelmäßigkeit Wasser wechseln: DANN kann schon mal fast nichts schief gehen!

    Wer jetzt gern Wasserwerte zur Beruhigung messen möchte, ist mit:


    Calcium
    Phosphat und der
    Karbonathärte


    sehr gut beraten und absolut auf der richtigen Seite.

    Ist das Aquarium etwas älter, sollte man ab und zu


    Magnesium messen.


    Wer daran viel Spaß findet und Chemie in der Schule NICHT abgewählt hat, der kann sich auch mal mit Nitrat oder Iod beschäftigen, muß aber wissen, in welchen Formen Stickstoff auftritt und wie er die Ergebnisse interpretiert. Dazu gibt es hier im Forum genug versierte Leute.
    Bei allen Messungen ist eine Multireferenz von Reefanalytics hilfreich, bevor ich etwas am Becken ändere, eigentlich unabdingbar.

    So wird ein Schuh draus und man lernt als Meeresaquarianer langsam aber stetig, seine Werte in den richtigen Zusammenhang zu bringen und auch zu beobachten, wie seine Tiere darauf reagieren. DAS ist doch am Ende das Wichtigste, es geht letztendlich um deren Wohlbefinden und nicht um einen lebendigen Chemiebaukasten!

    Egal wie tief man in die Materie eindringen will, Armin Glasers Buch "Meerwasserchemie" sollte dabei immer ein hilfreicher Ratgeber sein, es ist didaktisch so gut aufgebaut, daß man es auch versteht, wenn man kein Chemie in der Schule hatte.

    Zitat

    manchmal ein Artikel , ein Bericht von jemand bekannten aus der Branche und schon zweifelt man alles an. Echt schade und vor allem etwas unfair.

    Das ist schlicht, die Unwahrheit, Claude! Diese "Analysen" kann jeder überall im Internet finden und werden ja auch vom Anbieter selbst veröffentlicht!
    Wenn meine Studenten ihrem Professor mit sowas kommen würden, bräuchten sie sich vermutlich um ihren Abschluß keine Gedanken mehr zu machen, bis dahin würden sie nicht kommen!

    Da werden einfach irgendwelche Zahlenwerte veröffentlicht, ohne diese überhaupt in irgendeinen Zusammenhang zu bringen. Man muß das auch interpretieren können. Ob ein normaler Kunde dazu in der Lage ist, möchte ich doch stark anzweifeln.

    Von der Probennahme wollen wir erst gar nicht reden - wirklich ein schwieriges Feld und nur von routinierten Wissenschaftlern reproduzierbar in guter Qualität hinzubekommen. Wie das ein normaler Meeresaquarianer machen soll, ist mir sehr schleierhaft. Jens hat das in einem anderen Fred schon diskutiert:

    Toller Artikel

    Aber selbst wenn das alles funktionieren sollte:

    Ich habe hier "Analysen", da liegt der NATRIUMwert, also DIE Hauptkomponente des Meerwassers, schon um 9% daneben (!!!!!) - da geht komischerweise nicht mal eine "Warnampel" an.
    Um das einmal für jeden verständlich zu machen: Der "FEHLER" bei Natrium beträgt fast

    1,000.000 g/l und da will mir einer weismachen, daß er

    0,000.000.1 g/l Titan, Cadmium oder sonstwas

    GENAU messen kann????

    DA würde bei mir als Kunde aber eine Warnampel angehen!!! Was nützen denn solche Zahlenspiele. Schlimm wird es vor allem dann, wenn die Leute anfangen, irgendwie an Ihrem Becken herumzumanipulieren und irgendwelches Zeug da rein zu schütten!


    Nochmal für ALLE:

    Ein Meeresaquarium lebt nicht davon, daß man an irgendwelchen Wasserwerten umherspielt!

    Man muß seinen Salzgehalt im Griff haben und mit einiger Regelmäßigkeit Wasser wechseln: DANN kann schon mal fast nichts schief gehen!

    Wer jetzt gern Wasserwerte zur Beruhigung messen möchte, ist mit:

    Calcium
    Phosphat und der
    Karbonathärte


    sehr gut beraten und absolut auf der richtigen Seite.

    Ist das Aquarium etwas älter, sollte man ab und zu


    Magnesium messen.


    Wer daran viel Spaß findet und Chemie in der Schule NICHT abgewählt hat, der kann sich auch mal mit Nitrat oder Iod beschäftigen, muß aber wissen, in welchen Formen Stickstoff auftritt und wie er die Ergebnisse interpretiert. Dazu gibt es hier im Forum genug versierte Leute.
    Bei allen Messungen ist eine Multireferenz von Reefanalytics hilfreich, bevor ich etwas am Becken ändere, eigentlich unabdingbar.

    So wird ein Schuh draus und man lernt als Meeresaquarianer langsam aber stetig, seine Werte in den richtigen Zusammenhang zu bringen und auch zu beobachten, wie seine Tiere darauf reagieren. DAS ist doch am Ende das Wichtigste, es geht letztendlich um deren Wohlbefinden und nicht um einen lebendigen Chemiebaukasten!

    Egal wie tief man in die Materie eindringen will, Armin Glasers Buch "Meerwasserchemie" sollte dabei immer ein hilfreicher Ratgeber sein, es ist didaktisch so gut aufgebaut, daß man es auch versteht, wenn man kein Chemie in der Schule hatte.


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    Sehr schön waren Jungsfischschwärme von Ptereleotris monoptera, falls sie es denn sind, denn für die Andamanensee sind sie nicht beschrieben. Die Erwachsenen leben paarweise und in einer erstaunlichen "Symbiose" mit meiner Namensvetterin Amblygobius lutheri.

    Obschon einen deutlich höheren Aktionsradius als die Baggergrundel, verschwindet bei Gefahr zuerst der Krebs, dann die A. lutheri und zuletzt das Paar monoptera in der gemeinsamen Höhle. Das Ganze geht so blitzschnell, daß auch mehrere Stunden Beobachtung nicht ausreichten, mit der Hundertstel Blitzsynchronisation ein scharfes Bild hinzubekommen. Trotzdem eine interessante Partnerschaft, von der ich bisher noch nichts gehört habe.
    All das spielt sich mitten im abgezäunten Badebereich ab:

    Ben, Rohre immer im Originaldurchmesser der Pumpenstutzen verwenden.
    Auf ein paar Watt mehr oder weniger kommt es natürlich wirklich nicht an, aber so eine Düse ist doch in minutenschnelle gemacht, das würde ich vor einem Umbau auf jeden Fall erstmal ausprobieren!

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