Beiträge von Korallenwelt

    Das Problem bei Komplettsets ist ja eigentlich, daß man selten das Maß hat, was der Kunde wünscht. An diesem Beispiel soll natürlich auch geziegt werden, wie schnell man soetwas umsetzen kann. Leider wohnt der Aquarienbauer nicht gerade um die Ecke.
    Bei der Bestückung mit Technik kann man flexibel reagieren und später auch noch ändern, wobei in diesem Fall auf absolute Profi Technik und minimalen Stromverbrauch wert gelegt wurde.

    Stefan:
    Ich finde allerdings Sand auch immer sehr ansprechend, zumal, wenn er schön weiß bleibt, und das tut er bei ausreichender Strömung. Ich habe bei mir ca. 1cm Sand! Mehr nicht! Und das funktioniert anscheinend genauso gut wie der Mörtel.

    Wenn man weiß, was man tut und sich wirklich auf minimale Höhe beschränkt, ist das alles kein Problem.

    Aber in heutigen Zeiten globalen Online Shoppings werden immer mehr Wundermittelchen und Zauberfuttersorten angeboten, die Anfängern schnellen Erfolg garantieren sollen. Guter Rat ist meist weit weg und Geduld rar.

    Da kann so ein Bodengrund schnell zur Zeitbombe mutieren. Insofern ist man mit der Mörtelmethode auf der sichereren Seite, aber natürlich schützt auch der bei zuviel Sorglosigkeit nicht!

    Hier das Becken mit fast fertiger Innendeko, noch ohne die kleinen Höhlen.

    Der Nachteil ist natürlich, daß dieses System relativ starr ist und man später große Umräumaktionen nur noch mit der Brechstange bewerkstelligen kann.
    In diesem Fall ist das aber so gewollt, die Ärztin wird bestimmt nicht ihr Becken umdekorieren.

    Ich steh ohnehin auf dem Standpunkt, daß unsere Riffkeramik ohnehin nur die Grundlage einer guten Dekoration ist, letztendlich machen das die Korallen!

    Ja Stefan, zufällig habe ich gestern noch mit unserem Aquarienbauer Peter Voigt telefoniert und wir wollen jetzt drei halbwegs akzeptable Größen zur Probe bauen, so etwa 100cm, 120cm und vielleicht 160cm.
    Das sind Aquarien, die noch halbwegs transportable sind, wobei das 160er sicherlich einer persönlichen Abholung bedarf.
    Bei uns selbst werden die Becken noch zusätzlich eingefahren, weil wir darüber einen Anleitungsfilm drehen wollen, darüber aber später mehr.
    Bei Glasbau Voigt kann man die dann fertig dekoriert und mit der notwendigsten Technik bekommen. Untergestelle baut er ja sowieso selbst, so daß man sich die Höhe schnell auf Maß fertigen lassen kann. Er pulvert die Stahlgestelle auch.
    Witzig, daß Du danach fragst.

    Hier noch einige Mörteldetails, um zu zeigen, daß das Ganze keine komplizierte Sache ist. Der Bodengrund des Beckens wurde bereits einmal nachgewässert, da es ja morgen ausgeliefert wird.
    Auf dem Boden selbst gibt es mehrere große Ablegersteine, die unterhölt sind, gleiches gilt z.T. für die Füße der Mitteldekorationen. Somit entstehen viele Schlafplätze, die innerartliche Aggressionen vermindern sollen - ein Fakt, über den ich früher kaum nachgedacht habe, der mir aber sehr wichtig erscheint.

    Beobachtet man zum Beispiel magnifica Schertgrundeln in der Natur, so kommen die meistens in Gruppen vor, im Aquarium, und sei es noch so groß, bleibt irgendwie immer nur ein paar übrig.
    Da in dieses Becken 10 Demoisellen und 5 Chromis einziehen sollen, haben wir hier schon etwas vorgesorgt.

    Die Rückwandplatten selbst sind nur ganz schwach punktuell verklebt und dann vermörtelt. Auch die Kammtaschen sind nicht mehr zu sehen.
    Optisch muß das Becken eine Augenweide sein und es darf auf gar keinen Fall irgendwelche Technik erkennbar bleiben, obwohl ALLE technischen Geräte IM Becken verbaut sind.

    Klar macht er das gut. Man sieht noch gut die unterschiedliche Färbung der gerade gewässerten Keramik und des weißen Mörtels.

    Ach so, das Maß: 170 x 65 x 65cm. Es sind alles Frauen in der Praxis, da sind dann Höhe und Tiefe auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen, denn sie wollen das selber pflegen.

    Aus diesem Grund verbietet sich natürlich auch Sand als Bodengrund, da sie die biologischen Aktivitäten und Probleme, welche Sand bereiten kann, als Laien überhaupt nicht einschätzen können. Allerdings haben wir bei den meisten Projekten der letzten 2 Jahre, an denen wir in irgendeiner Weise beteiligt waren, immer Korallensand ausgeplant. Für meine Empfindung ist Sand bei mindestens 50% von gescheiterten Becken die Ursache, natürlich gepaart mit Fehlern bei der Pflege. Dies kann man gut verhindern, indem man festes Bodensubstrat verwendet, auf dem keine längerfristigen Ablagerungen möglich sind. Ausreichende und abwechselnde Strömung selbstverständlich vorausgesetzt.

    Also wurde der Boden ebenfalls komplett gemörtelt. Auf der einen Seite hat er schon die spätere Struktur. Die ist erst modellierbar, wenn der Mörtel etwas angezogen hat.

    Ein Wehrmutstropfen ist natürlich der Verzicht auf Symbiosegrundeln mit Partnergarnelen, was aber in einem Wartezimmer absolut zu verschmerzen ist.

    Da Stillstand bekanntlich Rückschritt bedeutet, will ich heute von einem neuen Projekt berichten, in welches die Erkenntnisse aus diesem Fred mit eingeflossen sind:

    Energie- und raumsparendes Aquarienkonzept

    Der Auftrag ereilte uns Anfang letzte Woche, wobei ich mich allerdings mit ein paar Leuten aus dem Forum auf Safari im Roten Meer befand.
    Also mußte der Lehrling alleine ran...

    Übergabe ist übrigens der 6.6., also ein Projekt, welches zumindest in zeitlicher Hinsicht keineswegs zur Nachahmung geeignet ist. Schließlich hängen noch diverse andere Gewerke daran.
    Das Becken steht im Wartezimmer einer Arztpraxis.

    Hier nun also des Lehrlings Vorarbeit:

    Rückwandplatten und Schacht bauen, einkleben und vermörteln:

    Vieleicht gibt die Riffkeramik etwas ab, daß den PH-Wert drückt?

    Danke Lutz, der war wirklich gut! Deswegen empfehlen wir ja auch dringend, die Keramik zu spülen, da die meisten Kationen als Oxide vorliegen und deshalb basisch mit Wasser reagieren.
    Informiere Dich bitte besser vorher, bevor Du solchen Unsinn in der Öffentlichkeit verbreitest.

    Zum Thema: Eine sehr oft auftretende Vergiftung erfolgt in der Fischhaltung durch Nitrit. Die Tiere verblassen, hören auf zu fressen, atmen sehr heftig und sterben dann. Dabei braucht der Nitritanstieg auch nur kurz aufzutreten, Fische (bei Garnelen weiß ich es nicht) werden in der Regel nachhaltig geschädigt und können noch nach Wochen sterben.

    Eine weitere Ursache wird auch oft außer acht gelassen, Händler und vor allem Großhändler können ein Lied davon singen: Wenn man Tiere aus unterschiedlichen Herkunftsgebieten zusammenbringt, infizieren die sich oft blitzschnell mit Erregern, mit denen ihr Immunsystem noch nie im Leben etwas zu tun gehabt hat. Ich selbst habe vor einem Jahr einen Borstenzahndoktorfisch in mein Mittelmeerbecken gesetzt, da keine vernünftigen Algenfreser vorhanden waren. Der sah zwar etwas zerzaust aus, zeigte aber ansonsten keine sichtbaren äußeren Anzeichen einer Infektion. Ergebnis: Nach einer Woche waren 30 Fische tot, trotz einer 250W(!) UV Anlage und angeschlossenem Ozonreaktor.
    Die toten Tiere hatten leichte Hauttrübungen, mehr war nicht erkennbar.

    Schwarze "Gammelecken" wird man übrigens in fast jedem Becken finden, in dem an einer Stelle mehr als zwei Zentimeter Sand liegen. Ich habe in meinem Leben bisher genug Aquarien ausräumen dürfen und fast immer solche Zonen gefunden. Die gibt es übrigens in der Natur auch überall, im Wattenmeer teilweise schon ab 2cm Sandtiefe. Der entstehende Schwefelwasserstoff scheint im Aquarium nicht so giftig, wie vermutet, aber das hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Ob durch die reduzierende Umgebung genug Nitrit freigesetzt wird, bleibt nur Theorie, denn auch das dürfte in jedem Aquarium verschieden sein und wer mißt schon dauernd Nitrit.

    Gibt es bei Dir in der nähe einen Zoo oder eine Uni. Vielleicht kannst Du einen Biologen
    auftreiben der bessere Untersuchungsmöglichkeiten hat?

    Was sollte der sagen Reinhard?

    Selbst erfahrene Tierärzte, welche regelmäßig tote Meeres(!)fische untersuchen,(So einen muß man überhaupt erstmal finden!!!) bekommen einen Wust von diversen Erregern und Symptomen auf toten oder fast toten Tieren. Das ist natürlich logisch, weil diese immer ein stark geschwächtes Immunsystem haben und in sehr kurzer Zeit von allem Möglichen befallen werden, ganz abgesehen von den Erregern, mit denen sie ohnehin umher schwimmen. Ich habe in meiner langen beruflichen Karriere noch keinen Tierarzt gefunden, welcher Ordnung in dieses Chaos bringen konnte und es waren durchaus sehr gute darunter.
    In öffentlichen Schauaquarien werden in der Regel Breitbandmittel eingesetzt, was auch Sinn macht, denn die Tiere sind mitunter sehr wertvoll.
    Für uns Heimaquarianer ist das natürlich keine Alternative.

    Wenn man mit solchen Sachen öfter konfrontiert wird, wäre vielleicht die uralte Methode eines Quarantänebeckens, schon aus finanziellen Gründen, durchaus empfehlenswert. In meinen meereaquaristischen Lehrjahren, also in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts (Wow, was für ein Satz!), war so ein Becken absolut Usus, fast jeder hatte sowas!

    Ganz persönlich habe ich für mich folgende Schlüsse für den Fischkauf gezogen:

    - Becken haben immer eine (zuschaltbare) starke(!) UV und Ozonanlage am Aquarium
    - wir haben immer ein korallenverträgliches Medikament im Haus
    - Becken werden in der Regel immer ohne Bodengrund und mit luftiger Dekoration gebaut
    - gute Abschäumung für optimale Sauerstoffsättigung und hohes Redoxpotential
    - Fischkauf nur beim Großhändler meines Vertrauens mit kritischem Blick
    - keine Verwendung irgendwelche Wundermittel oder gar "Bakterien", sondern nur solche Wasserzusätze, bei denen ich genau weiß, was ich da tue (Das ist natürlich leicht gesagt, wenn man sie selbst herstellt :))

    Wie gesagt, das sind nur meine ganz persönlichen Grundsätze, die ich nach 40 Jahren Meeresaquaristik, davon 20 Jahre beruflich, zu verfolgen versuche. Dabei bin ich, siehe oben, nach wie vor nicht fehlerfrei.
    Auch die Befolgung obiger Grundsätze führt nicht immer zum Erfolg, aber meistens jedenfalls.

    Du solltest zwingend Fische, vor allem Kieselalgenfresser einsetzen! Wie soll sich sonst Biologie im Becken entwickeln, wenn Du nicht fütterst. 2-4 Putzergarnelen seien auch dringend empfohlen, Du willst ja nicht ewig auf so einen sterilen Kasten gucken oder?

    Auf keinen Fall JETZT mehr Licht!

    Wir hatten die auch schon in der Gruppe, was problemlos möglich ist. War zwar ein 2000 Liter Becken, aber es lief alles sehr harmonisch. Nur von Deinen Schwertgrundeln solltest Du Dich schon mal verabschieden!!!

    Besser ist übrigens, ihnen in einem kleinen Becken zunächst das Fressen von Ersatzfutter beizubringen und sie dann erst in ein Gesellschaftsbecken zu entlassen.

    Ich denke, daß man schon generell sagen kann, das bei Lebendgestein von 10€ pro Kilo abwärts immer ein Haken dabei ist.

    Ich habe in meiner Karriere Tonnen von dem Zeug gesehen und niemals war unter 12€ wirklich gute Qualität dabei.
    Es gibt auch nur wenige Großhändler, die über Jahre gleichbleibend gute Qualität von Ihren Lieferanten bekommen.

    Wir erhalten auch öfter Anfragen, ob wir nicht unsere losen Steine containerweise zu irgendeinem Meer liefern können. Ist zwar machbar, jedoch sehr teuer, wenn man sie erst hier produziert, dann hinunterschifft um sie dann wiederum hierher zu fliegen.

    Leichter als Kenia- oder Brasiliengestein ist es aber allemal :]

    Kilo ist zwar gleich Kilo, aber Lebendgestein eben nicht gleich Lebendgestein. Wenn ich runde, schwere Steine aus Kenia bekomme, habe ich in einer Box 40kg Gestein, welches sich schwer bis gar nicht staplen läßt, kaufe ich aber Baligestein (Mrutzek), welches in Form von Platten kommt, kann ich daraus wunderbare Riffgebilde bauen und habe in der selben Kiste nur 25kg.

    Da nützen mir die 9€ herzlich wenig, am Ende habe ich für eine schlechte Deko 30% mehr bezahlt - toller deal!

    den Magnesiumgehalt des Beckenwassers überprüfte.
    Mich traf fast der Schlag! Die Tests von Salifert und Gilbers bestätigten mir über 1600mg!!

    Da stellt sich mir nach erfolgreichen Chemiestudium allerdings die Frage, wieviel Wasser Du wechselst, um auf diesen Wert IM Becken zu kommen.
    Auch die Löslichkeit von Magnesium im Meerwasser ist begrenzt, wenn die kH stimmt, dann sollte irgendwann Magnesiumcarbonat ausfallen!

    warum verhindern grabende tiere po4-ablagerungen?

    Verhindern können Sie das auch nicht, aber zumindest deutlich minimieren, wenn Sie den Boden immer wieder umschichten.

    vernünftige Strömung und Schnellfilterung/Abschäumung selbstverständlich vorausgesetzt.

    Ansinsten stimme ich Dir zu Joe, einfach ausräumen und neu machen! Wer sagt denn, daß man gleich mit 10 kg Lebendgestein anfangen muß? Jeder Händler hat immer ein paar gut bewachsene Dekosteine in irgendwelchen Becken, die er günstig hergeben kann.

    Und Weichkorallenableger kosten wohl nirgendwo 30€.

    Sonst schau Dich hier im Forum um, wer in Deiner Nähe wohnt. Fast alle Aquarianer haben immer mal kleine Ableger!

    Besorge Dir einfach einen ordentlichen Phosphattest, z.B. diesen hier:

    http://www.filtergranulat.de/product_info.p…98af6a23c378b7a

    Dann mist Du einmal den Wert im freien Wasser und dann nimmst Du eine Tasse Bodengrund heraus, rührst etwas um und mist noch einmal den Wert des Lückenwassers im Bodengrund.

    Dann hast Du die URSACHE wahrscheinlich schon mal blau auf weiß.

    DANN kannst Du Dir Gedanken darüber machen, was zu tun ist. Vorher an 10 Schrauben gleichzeitig zu drehen, bringt nicht viel!

    Na gut, so neu ist er nicht, taucht seit Jahrzehnten schon immer wieder mal auf Bildern auf.

    Er unterscheidet sich deutlich von den Calloplesiops altivelis die aus Asien im Handel sind. Ich hatte vor Jahren darüber schon einmal in der Koralle berichtet.
    Leider habe ich selbst so ein Tier noch nie life gesehen und auch jetzt nur ein iPhone dabei gehabt.

    Der schwimmt in Hamburg im Megazoo, hätte ihn beinahe gekauft. Hat jemand von Euch so ein Tier lebend in seinem Becken oder gar ein Paar?

    Aus biologischer Sicht sollte man eher auf Bodengrund in Form von Sand verzichten, obwohl natürlich diese Form der Meeresaquaristik seit Jahrzehnten erfolgreich betrieben wird. Dennoch stellt Sand immer ein Risiko dar, weil große Mengen Phosphat eingelagert werden können.
    Viele Becken, die nicht laufen haben meistens ein Phosphatproblem im Lückenwasser des Bodengrundes. Eine regelmäßige Pflege ist daher Voraussetzung. Diese kannst Du selbstverständlich auch grabenden Tieren überlassen, wie Seesternen, Schnecken, Sanddollars, etc.
    Dabei ist jedoch zu beachten, daß man sehr feinen Sand benutzt, im Handel als Körnung bis 1mm angegeben.
    Die Schicht sollte dabei nicht dicker als 2cm sein.

    Wir selbst fertigen und liefern ja seit etwa einem Jahr festen Bodengrund aus Mörtel. Das sieht optisch auch gut aus, bleibt allerdings nicht weiß, sondern überwächst, wie der Rest der Deko.
    Beispiele findest Du in unserem Herstellerboard.

    Letzten Endes ist es Geschmackssache und auch abhängig davon, welche Tiere Du pflegen willst. Bei Lippfischen und grabenden Grundeln ist Sand als Bodengrund natürlich zwingend erforderlich.

    Zitat:
    Aber wenn jemand nach 3 Tagen schon anfängt in öffentlichen Foren über jemand herzuziehen und zu drohen, finde ich das nicht so lustig

    Dem kann man sich nur anschließen!
    Als Hersteller kann ich hier nur versichern, daß es eher die Ausnahme ist, daß ein Händler tatsächlich was auf Lager hat und sofort verkaufs- oder versandbereit ist.

    Das ist eine traurige Tatsache. Bei manchen Bestellungen, die hier reinflattern, frage ich mich auch, womit der jeweilige Händler eigentlich seine Gewinnspanne rechtfertigt.

    Jetzt hier wie wild über Stefan Pohl herzuziehen, ist schon etwas daneben. Ich kenne die Anlage selbst auch und würde sie als sehr vorbildlich bezeichnen. Bei mir geht er immer an´s Telefon und alles klappt wie am Schnürchen. Wir kaufen ja in etwas anderen Größenordnungen, aber ich kenne ihn nicht anders.
    Da er gerade die Sache auf einem neuen Grundstück in großen Stil aufzieht, wird er viel um die Ohren haben.

    Dennoch ist natürlich eine vernünftige Kommunikation mit den Kunden wichtig. Im Zeitalter des globalen Internets ja sowieso. Es ist eine Frage der Selbstdisziplin und Ordnung, seinen Rechner soweit intakt zu halten, daß sowas täglich in ein paar Minuten erledigt ist.


    Aber es ist auch mit manchen Kunden nicht immer einfach. Da braucht man viel Geduld. Aber so ist das Leben, und wer sich in´s Wasser begibt, muß schwimmen lernen.

    das Trockenfutter wurde in der Regel restlos verputzt.

    Nur hat es leider einen viel zu hohen Phosphatanteil, verglichen mit Nitrat. Daher reichert es sich immer weiter an.
    Auch nach Deinem Wasserwechsel wird der Phosphatgehalt wieder ganz schnell auf dem selben Level sein, wie vorher, weil wahrscheinlich massenweise davon in Deinem Bodengrund steckt.

    unterschiedliche Bakterienstämme erzielen schon unterschiedliche Wirkungen, das ist aus der Lebensmittelherstellung bekannt

    Nur ist Dein Aquarium keine Lebensmittelproduktion, bei der unter fast klinischen Bedingungen mit genau vorgegebenen Substanzen gearbeitet wird.

    Es ist ein wildes Gemisch diverser gewünschter und nicht gewünschter Ausgangssubstanzen in dem alles mögliche an Mikrolebewelt existiert.

    Ich glaube, Du stellst Dir das etwas einfach vor Dirk, aber wenn Du meinst, durch Reinschütten irgendwelcher Ampullen dem Problem Herr zu werden dann mach mal! Laß uns an Deinem Erfolg teilhaben!

    (Keine Ironie!)

    Dirk, frage Dich doch lieber zunächst, wo solche abartigen Werte auf einmal herkommen! Hör vor allem auf all´ mögliches Zeug da rein zu kippen, warum soll denn ein XYZ "Bakterienstamm" besser sein als ein ZYX.

    Woher wollt Ihr überhaupt wissen, was in diesen Wunderampullen drin ist!?

    Für meine Begriffe ist das wie ein Sechser im Lotto, eine Handvoll Bodengrund aus einem gut funktionierendem Aquarium sollte potenziert mehr Bakterien enthalten, als diese ganzen Wunderampullen.

    Hast Du in letzter Zeit mit Trockenfutter gefüttert? Dein Frostfutter gespült.

    Dann würde ich langsam mit der Alkoholmethode anfangen, die ist am vernünftigsten bei gleichzeitiger Verwendung eines Phosphatadsorbers.

    Wenn Du das nächste mal Junge siehst, Hans Werner, schnapp´ Dir einen, ich zieh den groß! Gibt auch paar Leute die Füchse halten, seeeehr schlaue Tiere, nicht ganz so anhänglich wie Hunde, aber von Dachsen habe ich das noch nicht gehört!

    Deine Schäumertheorie scheint zu stimmen, deshalb gibt´s seit 40 Jahren keine verlässlichen Werte und so recht traut sich wohl auch keiner ran, am wenigsten die Abschäumerhersteller.

    Deinen Job möchte ich haben Hans Werner....

    Habe es nicht im Original gelesen sondern nur die hiesige "Zusammenfassung". Da steht:

    - Es gibt "abschäumbare" und "nicht abschäumbare" Bakterien

    Dieser Frage wollte ich nachgehen.

    Agglomerationskeime: Da lagert sich alles Mögliche an, nicht nur organische Moleküle, sondern auch Bruchstücke und Bakterien, ich würde nicht soweit gehen, daß sich darauf Bakterienrasen bilden. Somit wird eben Biomasse abschäumbar. Das war mein Gedanke dazu.

    Über mein Englisch sollten wir in der Öffentlichkeit lieber nicht weiter debattieren, da kann ich nur verlieren!

    Ansonsten: Schläfst Du nachts draußen? Mein Ex Prof. hat neulich im Fernsehen behauptet, durch Rostock würden nachts Dachse laufen. Da habe ich eine persönliche Exkursion eingefordert unter Androhung einer Arbeitszeitrechnung eines Firmeninhabers, falls selbige über einen längeren Zeitraum erfolglos bleibt.

    Man sieht aber hin und wieder schon überfahrene Tiere auf unseren Landstraßen.
    Schade, die sind wirklich wunderschön!

    Torsten,ein Stoff ist hydrophil, wenn er geladen oder polar ist und hydrophob, wenn er unpolar ist.

    Das ist ja unbestritten, erklärt aber keineswegs, was ein "hydrophobes Bakterium" sein soll! Deren Zellwand besteht vornehmlich aus polaren Lipoproteinen, wenn nicht, sollte das eher die Ausnahme sein und nach meiner Auffassung im Gesamtkreislauf eines untergetauchten Aquarienriffs quantitativ keine Rolle spielen.

    Gäbe es wirklich HYDROPHILE, sollten diese nämlich in einem Wasserkörper ernsthafte Probleme mit ihrem Stoffwechsel haben und daher quantitativ eigentlich keine Rolle spielen. Ich habe jedenfalls noch keine "köddelnden" Bakterien unter dem Mikroskop gesehen.
    Heißt aber nix, ich habe mit fast 50 ja auch noch nicht mal einen Dachs lebendig gesehen!

    Wenn man viel Phantasie hat, könnte man sich sowas vielleicht noch für die Spritzwasserzone vorstellen, um nicht ständig weggespült zu werden, ein bekanntes, promoviertes, nicht näher genannt werden wollendes Forenmitglied hielt das aber für Quatsch!

    Ich könnte mir bei der Ca/Mg Diskussion auch vorstellen, daß durch stärkere Ausfällung mehr winzige Aggregationspunkte entstehen an denen sich Biofilme bilden. Diese sollten leichter abschäumbar sein, als die nackten oder von einer Hydrathülle umgebenen zweiwertigen Ionen.
    Ist aber nur so eine Theorie.

    Rainer, Du schreibst es ja.

    Wenn ich Leitungswasser eindampfe und dann feststelle, dass der Rückstand fast vollständig wasserunlöslich ist, berechtigt das zu den Annahme, dass das alles in wasserunlöslicher Form im Wasser vorlag?

    Eigentlich nur, wenn ich das Fach Chemie vor dem Thema Ionen abgewählt habe....

    Bevor das Becken leer steht, Stefan, ist es in jedem Fall besser, es mit Seewasser zu betreiben und etwas lebendes Material einzubringen, damit sich langsam eine Mikrofauna entwickelt, die eine gute Konkurrenz zu Algen bildet.

    Licht aus deshalb, weil ich annehme, er hat jetzt nicht viel Zeit, sich um´s Aquarium zu kümmern, sondern will, wie wir alle, die ersten Sonnenstrahlen im Garten genießen.

    Die Raumbeleuchtung reicht für die Kalkalgen auf den lebenden Steinen vollauf aus. (Ich hoffe das Becken steht nicht im Keller!)
    Also einfach so laufen lassen, ohne Abschäumer oder technischen Firlefanz. Eine Strömungspumpe an und gut ist es!

    Soweit ist alles klar meine Herren, aber was soll ich mit "hydrophoben Bakterien" anfangen?

    Welche sollen das sein, kann diese Eigenschaft z.B. bei bestimmten Populationen variieren?
    Haben die irgendwelche, für das Aquarium relevanten, Stoffwechseleigenschaften?
    Spielen Sie mengenmäßig zu den, fraglos wichtigen, Biofilmen überhaupt irgendeine Rolle.

    Das fand ich doch sehr nachfragenswert.

    Ansonsten stimmt mein Weltbild, zumindest was Bakterien anbelangt, schon ganz gut mit Deinem überein Hans Werner! :]