Beiträge von Korallenwelt

    Klaus: richtig lesen: SOLCHE Anlagen hast Du noch nicht gebaut, also rede auch nicht schlecht darüber!
    Du hast doch gar keine Pumpen die man IM Becken verbauen kann und die steuerbar in Sekundenbruchteilen sind!
    Ich behaupte auch mal ganz kühn, daß Du eine derart konzipierte Anlage noch nie gesehen hast!

    Erst dann kann man sich nämlich wirklich eine Meinung über das Strömungsbild machen! Mit der Maus in der Hand vor´m Computer ist das nämlich leicht oder wie wir hier im Norden zu sagen pflegen:

    Die besten Kapitäne stehen immer an Land!

    Alle Abyzz Pumpen kann man vollkommen unsichtbar in eine vernünftige Deko verbauen! Oder sieht dieses Becken aus, wie eine Technikkammer?
    Heute folgte übrigens die Auslieferung des zehnten Beckens dieser Bauart nach Kiel, der Kunde war vom Aufbau total begeistert!

    Robert, wir bauen extra Abyzz Boxen, darüber findest Du in unserem Board etwas, aber Du solltest die Pumpe nicht unterschätzen: Es ist eben KEIN Spielzeug, das man mal eben an einen Magneten hängt! Die Box sollte schon festgeklebt sein!

    Stefan H. : Klar geht es hier um Tunze oder Abyzz Wellen, ich wollte aber nur darauf hinweisen, daß sich in der Praxis der Zufallsmodus viel besser bewährt hat, als gleichförmige Wellen.
    Bei einem Wellenprogramm kommst Du bei 10% Minimalleistung auf ca 60% Energieverbrauch der Maximalleistung (ab 80%), beim Zufallsmodus sind es aber nur 30%. Das ist vielleicht auch nicht zu verachten, schließlich soll die Pumpe ja mehrere Jahre im Dauerbetrieb laufen.
    Außerdem bilden sich im Wellenbetrieb auch wieder solche Mulmenden, was im Zufallsmodus so gut wie gar nicht passiert, probier´ es mal aus!

    das ist völliger Quatsch was Du da schreibst....... wenn man ein CL-Loop System baut, liegt kein höherer Stromverbrauch an, denn die Pumpen haben weder einen Ansaug-noch Druckwiderstand zu überwinden.

    Autsch - da hat jemand offensichtlich nicht ganz verstanden, worum es hier geht...

    Seit wann muß eine IM Becken arbeitende Pumpe einen Druckwiderstand überwinden?

    Wieviele solcher Anlagen hast Du in den letzen Jahren gebaut Klaus? Richtig: NULL!

    Ich habe früher auf das CL System gesetzt, welches Du so favorisierst und erkennen müssen, daß es gut ist - mehr aber auch nicht. (Das heißt ja noch lange nicht, daß es schlecht sein muß!)

    Ich bin durchaus noch fähig, dazuzulernen!
    Von dem System regelbare Pumpe IM Becken haben wir inzwischen das achte Projekt abgeschlossen, das neunte ist gerade am Start:

    Mein neues Becken 1360L

    und alle funktionieren viel besser, als alles, was ich jemals gesehen habe.

    Ich bringe es im Jahr auf mindestens 100 freitauchende Schnorchelstunden hier in der Ostsee, normale Tauchgänge sonstwo auf der Welt gar nicht mitgezählt - ich denke schon zu wissen, WIE Strömung im Meer funktioniert.
    Alles was ich bisher am Markt als Wellenlösung gesehen habe, entspricht dem nicht im entferntesten! Wenn Du was Besseres als eine Abyzz mit Zufalls- und Wellenmodus hast, schick´ es her - ich werde es sehr wohlwollend und objektiv ausprobieren!

    Wir bauen ja dauernd solche Projekte und ich würde NIEMALS wieder so etwas wie closed loop Technik machen (Stefan Kadatz übrigens auch nicht!), das hatte ich ja hier schon mehrfach geschrieben! Ein solches System ist viel zu träge und verbraucht zuviel Energie.

    Wenn man den Zufallsmodus der Abyzz mit 10% minimaler Dauerleistung fährt - die Pumpe sollte nicht stehenbleiben - dann ist dieser so programmiert, daß die Pumpe etwa 30-35% Ihrer maximal eingestellten Leistung benötigt.

    Beim Wellenmodus wären es 60% also schon deutlich mehr.

    Viel entscheidender aber ist, daß das Strömungsbild viel natürlicher ist, als der regelmäßige Wellenmodus und man auch weniger tote Ecken hat. Dies läßt sich besonders bei Becken mit gemörteltem Bodengrund nachvollziehen!

    Das Closed Loop Thema schwappte mal irgendwann aus Amiland herüber und wird seitdem pausenlos wieder hochgekocht, wahrscheinlich, weil es so schön englisch klingt.

    Jeder, der mal vor so einem Becken stand und einem, in dem die Pumpen frei abströmen, würde das mit ziemlicher Sicherheit nicht verbauen! Ich kann keinen einzigen Vorteil des CL Systems erkennen.

    Marc, wenn Du das fertige Becken von Stefan hast, dann ist es sicherlich so in Ordnung und allemal besser, als diverse Propellerpümpchen am Markt, aber wenn man sein System wirklich neu baut, kann man sich den Aufwand sparen!
    Das wußte vor vier Jahren noch keiner, weil alle nur von CL geredet haben. Irgendwann mußte es eben mal einer anders bauen!

    Eine wirklich hohe Welle geht natürlich nur mit der Grenzfrequenz und diese trifft man tatsächlich nur, wenn man Zehntelsekunden am Treiber verstellen kann.
    Aber die Sache im Film ist natürlich nur eine Spielerei und hat keinen praktischen Nutzen. Kein Mensch braucht eine 5cm hohe Welle im Aquarium. Was wir brauchen, sind die starken, kurzen Impulse der Pumpen im Wasserkörper, wie es in Teil 2 gezeigt wird. Und für diese ist jeder Zentimeter Rohrleitung zuviel.

    Tobi, entscheidend ist nicht der Besatz, sondern der Abschäumer, den Du verwenden willst. Wir verbauen derzeit bei solchen Projekten den H&S 110-2000 in einer Sonderversion mit untendrunter gebauter Pumpe.
    Mini BK 160 ginge auch, ist aber teuer und ganz schön groß.
    Du findest eine Reihe solcher Projekte in unserem Herstellerboard.

    Als Rückförderpumpe haben sich diese kleinen 1200l/h von Hydor oder bei aufgesetztem Filterschwamm von Aquarium Systems bewährt. Sehr sparsam, preiswert und halten ewig!

    Thomas Lampenpreise werden ja nicht in Euro/Watt berechnet, jedenfalls noch nicht!

    Ich denke, unsere Lampe ist ein sehr hochwertiges Produkt, das setzt sich aus mehr zusammen, als ein paar LED Chips!

    Darauf würde ich mich nicht verlassen!
    Abgesehen davon ist das, zumindest nach meiner Meinung und ich muß ja jeden Tag Becken dekorieren, so ziemlich die schlechteste Methode ein Aquarium zu gestalten.

    Wenn man schon mit Natursteinen arbeitet und wirklich viel Geschick hat, dann sollte man doch eher versuchen, einen sehr lockeren und luftigen Aufbau hinzubekommen. Das ist zwar mit Natursteinen ziemlich schwer, weil die sich aufgrund ihrer runden Abschürfungen sehr schlecht ineinander verkeilen, aber immer noch besser, als eine zugeklebte Rückwand. Alle Beispiele, die ich so gesehen habe, sahen eher haarsträubend aus.
    Wenn Du steine verkleben willst, benutze eher einen modernen Silankleber, die haften auch viel schneller.

    Gordon, die Lampe kreiselt gerade durch alle möglichen Rostocker Becken, da alle sie ausprobieren wollen. Ende der Woche geht sie nach Süddeutschland.

    So kühn, zu behaupten, sie würde eine Lampe mit 400W HQI ersetzen, bin ich aber nicht!
    Einfach bei mir melden und ausprobieren!

    Schön formuliert Hajo, es hatten sich ja auch schon andere, sogar ganz "berühmte" Aquarianer in ähnlicher Weise, wie Deinem letzten Satz geäußert, aber lassen wir das.

    Oft wird dann aus Panik allzu leichtfertig zu diversen „Hilfsmitteln“ verschiedenster Produktpropheten gegriffen, die dann oft noch ohne Verstand angewendet werden.

    Das ist sehr präzise zusammengefasst. Wenn ich wirklich mal so ein "Problembecken" persönlich zu Gesicht bekam, war in der Regel die Riffkeramik das allerkleinste Problem.
    Da ist nach 2 Monaten der Unterschrank voll mit allen möglichen Mittelchen, Pülverchen und Wässerchen, die der schöne bunte Online Markt so hergibt.
    Die Leute hatten in der Egel keinen blassen Schimmer, was sie da eigentlich tun und haben zu allem Überfluss auch noch an allen Knöpfen gleichzeitig gedreht. So kann es mit dem Aquarium insgesamt ja nichts werden.
    Da dann natürlich auf der Deko Algen wachsen, MUSS diese ja Schuld sein - vollkommen klar!

    Insgesamt raten wir den Kunden, im ersten viertel Jahr überhaupt nichts am Aquarium zu machen oder hineinzukippen. Eine Ausnahme bildet das Marinostabil, man kann auch Tripple Buffer von Tropic Marin oder ein gleichwertiges Produkt nehmen.

    Calcium und Magnesium sind genug in der (zumindest unseren!) Riffkeramik enthalten und brauchen am Anfang nicht zudosiert werden. Alle anderen Elemente verarmen in diesem kurzen Zeitraum auch nicht.

    Bleibt, zumindest bei unserem Produkt, der Nachteil, daß (durch den hohen Ca und Mg Gehalt) die Karbonathärte anfangs teilweise absinken kann. Dem wird einfach mit Marinostabil entgegengewirkt.

    Zum Glück hat der gute Peter Gilbers (gute Besserung nochmal von hier :wink) uns Testwerkzeuge in die Hand gegeben, die es erlauben, sehr genau und auf einfache Weise die wichtigsten Wasserparameter zu bestimmen:

    kH
    Mg
    Ca und
    PO4

    Ich behaupte mal ganz kühn: Mehr braucht kein Mensch! Wenn man diese Werte im Auge behält - nicht ständig zu ÄNDERN versucht (bis auf kH 8-10), dann kommt das Aquarium von ganz allein in Gang.

    Ich habe seit Jahren kein Nitrat mehr in irgendwelchen Becken gemessen und wüßte auch nicht, was das soll!
    Wer massenhaft Cyanos hat, kann das tun, aber als Anfänger hilft einem das auch nicht weiter!

    Als reine Vorsichtsmaßnahme liefern wir mit unserer Keramik immer einen Phosphatadsorber mit, der Einsatz ist zwar nicht zwingend notwendig, aber ich habe schon zu oft Trockenfutterdosen auf Aquarien gesehen. Wehret den Anfängen!

    Das ist aber eigentlich schon alles, was man bei der Einrichtung eines Aquariums tun muß. Und ich betone nochmals: Es ist vollkommen unabhängig, ob das künstliche Dekomaterial nun unsere Riffkeramik oder etwas anderes ist. Ich würde IMMER diesen Verfahrensweg nutzen.

    Die lebenden Steine würde ich mir grundsätzlich immer selbst beim Händler handverlesen, man merkt dann nämlich sehr schnell, daß das Gewicht dann gar keine so große Rolle spielt. Nimmt man schön zerklüftete, luftige Steine, kommen nur wenige Kilo zusammen.
    Was nützt mir das Super Sonderangebot für 9,95€ wenn ich dafür schwere, runde Kugeln aus Kenia oder Brasilien bekomme, die dreimal so viel bei gleichem Volumen wiegen und nicht vernünftig in der Deko zu verbauen sind.

    m.M.n. sehen RK Becken immer gleich aus und können nicht so laufen, wie Becken, die man mit LS eingefahren hat. Oh jetzt werde ich bestimmt gleich zerrissen.

    Nein, wirst Du nicht. Aber wahrscheinlich kennst Du solche Becken nur von Bildern, weshalb sich Dir der optische Eindruck einer dreidimensionalen Struktur ja gar nicht erschließen kann.
    Das ist ungefähr so, als würde ein Süßwasseraquarianer sagen: Alle Meeresaquarien sehen gleich aus!

    Wenn die Leute hierher kommen und Ihre Becken abholen, dann wird das in der Regel zunächst aufgebaut. Die Mitteldekoration überlassen wir dann meist dem Kunden selbst, denn hier im Lager liegen ja über tausend Teile, aus denen sich jeder sein ganz individuelles Riff bauen kann. Geschmäcker sind, und genau das zeigt ja dieser Fred ganz eindrücklich, viel zu verschieden, als daß wir den Leuten vorschreiben wollte, wie deren Wohnzimmerriff aussehen soll.

    Ich kann da nur aus meiner Erfahrung berichten, aber von denen, die direkt hierher kommen, z.T. sogar mit dem Flugzeug( :]), hat noch niemand weniger als 30 Minuten für seine Einrichtung gebraucht.
    Das zeigt doch eigentlich, daß die Möglichkeiten ein individuelles Riff zu gestalten, gar nicht so wenige sind und offensichtlich NICHT alle gleich aussehen!
    Die Leute tun sich offensichtlich sehr schwer, angesichts der Möglichkeiten, die es mit unserem Material gibt. Natürlich hat auch nicht jeder ein dekoratives Geschick, den vorhandenen (später ist es sowieso immer zu wenig!) Raum gut auszunutzen, ich muß die Leute meistens überreden eher WENIGER Material zu benutzen - auch wenn das nicht gerade geschäftsfördernd ist. Darin sehe ich übrigens einen der entscheidenden Vorteile unserer Riffkeramik.
    Mir ist aber lieber die Kunden freuen sich etwas später an meinen Argumenten, als wenn sie mit der Brechstange nach einem Jahr schon wieder Kleinholz machen müßten.
    Ohnehin habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Leute "luftigere" Dekoelemente als viel schöner und natürlicher empfinden, als kompaktere, auch wenn das auf Bildern bei manchem vielleicht als "Türmchen" rüberkommt.
    Man sollte nicht vergessen, daß, wie oben beschrieben, das alles nur die Grundlage ist, schließlich sollen auf den Türmchen Tiere zu ordentlicher Größe heranwachsen, erst dann ist es wirklich natürlich.
    Die meisten, die hier sind, verstehen das eigentlich und da mittlerweile jede Woche Leute hierher kommen, z.T. sogar in Fahrgemeinschaften, denke ich daß wir auf unser Tun auch ein klein wenig stolz sein können.

    Und wer hat schon die Möglichkeit, sein 5m Becken - kleiner geht natürlich auch :] - mal eben VORHER zusammenzubauen und viele verschiedene Möglichkeiten abzuwägen, wenn man erst mit XX Boxen lebender Steine im Wohnzimmer steht, muß es schnell gehen.

    Ich sehe in künstlichen porösen Dekorationsmaterial einfach eine geniale Chance, zu halbwegs vernünftigen Preisen, insbesondere bei großen Becken, eine wirklich tolle Dekoration hinzubekommen und diese dann mit lebenden Steinen biologisch hochzufahren.

    Eine entweder - oder Diskussion ist wenig ertragreich, eine Kombination aus beidem scheint mir der beste Weg und in welchem Verhältnis das geschieht, entscheidet doch jeder individuell.

    Naja eine einfache Liste wirklich tierführender Fachgeschäfte wäre sicher für viele hilfreich.
    Wer länger im Forum ist, wird zu Bewertungen seine eigene Meinung haben, sie ergeben auch gar keinen Sinn. Es geht ja darum, Händler in der lokalen Umgebung zu finden, ein Urteil kann sich jeder selbst bilden!

    mit Wasser abgespült bzw. später mit Lauge und Säure

    Ich wiederhole mich ungern, aber es geht ja immerhin um mein Produkt:

    WAS genau hast Du da gemacht???

    Da unser Material vorwiegend auf Mischkristallen mineralischer Herkunft basiert und leicht alkalisch reagiert, ist ihm mit Laugen eher schlecht beizukommen, aber es gibt durchaus Säuren, die unserer Riffkeramik übel mitspielen können...

    wieder ist alles milchiggrün

    Was genau verstehst Du darunter? Sind das Planktonalgen?
    Gibt´s vielleicht ein paar Bilder?

    Der einzige Wert, welcher durch größere Mengen Riffkeramik für Korallen bedenklich verändert wird, ist die Karbonathärte.
    Wie war diese beim Einsetzen der Tiere und wie ist diese jetzt?

    Damit habe ich mich nicht zu einem "Rundumschlag hinreißen lassen", sondern sachliche Gegenargumente angeführt.

    Aber die skurilen Gebilde der Riffkeramik haben kaum eine Ähnlichkeit mit dem Bild eines natürlichen Riffes. Sie erinnern allenfalls entfernt an die toten Skelette von Korallenleichen.

    Naja, solche Sätze sprechen aber eher eine andere Sprache. Es muß DIR ja keineswegs gefallen, aber Deine merkwürdigen Allgemeinplätze zu diesem Thema empfinde ich schon eher anstößig.
    Deine eigenen Erfahrungen mit Riffkeramik tendieren wahrscheinlich gegen null, was ja auch nicht weiter schlimm ist, aber hier wird TÄGLICH über ein Kubikmeter unseres Materials ausgeliefert und es gibt ja allein in Deutschland auch noch zwei andere Hersteller künstlichen Dekorationsmaterials.
    So schlimm wird es also nicht sein!

    Die Riffkeramikhersteller behaupten ja immer, dass - wenn auch mit etwas Geduld - die Keramik wie lebende Steine besiedelt wird

    WER behauptet sowas IMMER???

    Natürlich belebt sich künstliches poröses Dekorationsmaterial (Warum reitest Du eigentlich immer so auf Riffkeramik herum?) in einem Aquarium nicht in dem selben Maß, wie im Meer, das weiß doch jedes Kind und steht völlig außer Frage.

    Es geht darum, ob man ein Aquarium mit wenig Lebendgestein - ich bin beileibe kein Gegner dieses Materials - auch innerhalb einer annehmbaren Frist, also sagen wir mal ein Jahr, bei einem 1000 Liter Becken ein wirklich tolles Aquarium hinbekommt.

    Und diese Frage kann man ganz klar mit JA beantworten, Stefan Kadatz hat das ja auch noch für alle hier schön dokumentiert. Und er hatte vielleicht 2 Kilogramm lebender Steine. Also nochmal für Dich zum Nachlesen:

    Standzeit 1 Jahr aus Beckenplanung 180x65x71

    Und was die immer wieder übertriebene Silikatabgabe anbelangt: Stefan hat 25mg Silikat im Trinkwasser, da war das Silikat in der Keramik sein kleinstes Problem!

    Inzwischen gibt es viele Nachahmer und auch Verbesserer seiner Methode und dazu ist doch ein Forum da. Ich denke man fährt im Leben besser, wenn man sich an den Erfolgen anderer und nicht an Misserfolgen orientiert, deren Ursachen sich einem als LESER ohnehin kaum erschließen.

    Natürlich haben wir selbst ein Interesse daran, unser Material auch auf natürliche Art im Meer besiedeln zu lassen, nur leider haben wir durch unsere geografische Lage kaum gute Möglichkeiten, wenn wir effektive Transportwege - ergo vernünftige Preise haben wollen.

    Ich habe solche Projekte daher natürlich selbst in die Hand genommen und verfolge sie auch. Also exklusiv für Dich ein paar Bilder aus dem Meer von oben - leider waren die Steine nach einem halben Jahr nicht mehr da....

    und noch exklusiver:
    Steine, welche im Juni in´s Rote Meer eingebracht wurden und nach vier Wochen und auf dem 2. Bild nach vier Monaten.
    Na wenn das mal nicht im EIGENEN Interesse und im natürlich auch im Interesse der Allgemeinheit ist... :]

    drei kleinen lebenden Steinen die biologische Wirkung eines komplett mit lebenden Steinen ausgestatteten Beckens erreichen kann, der träumt oder fällt auf die Werbeaussagen der Riffkeramikproduzenten herein.

    Bernd: Was denn für WERBEaussagen??

    Kein Mensch behauptet sowas! Künstliche Dekorationen - egal ob aus Riffkeramik oder anderem porösen Material - entfalten Ihre biologische Wirkung natürlich erst, wenn sie wirklich bewachsen sind und das braucht eben Zeit und etwas Geduld.
    Die sollte aber jeder Anfänger haben, sonst hat er sich das falsche Hobby ausgesucht - es geht schließlich um lebende Tiere.

    Als Lebendgestein noch etwas erschwinglicher war, konnten gutbetuchte sich einfach das Becken bis zur Oberkante damit vollknallen und loslegen Ob das der Sinn unseres Hobbys ist, wage ich mal zu bezweifeln.

    Ich weiß nicht wie viele Becken mit Riffkeramik Du schon gesehen hast, aber ich glaube kaum, daß Du eine derartige Konstruktion wie im Bild durch das Stapeln von Steinen hinbekommst - erst recht nicht von lebenden.

    Ob man das als Türmchen empfindet, muß jeder wohl für sich entscheiden, aber ich denke, sowohl die Komplettdekorationen von uns, als auch von Norbert Dämmers können sich durchaus sehen lassen! Hier hat jedenfalls noch keiner gemeckert.


    Ein wirklich schönes Meerwasseraquarium erhält seine dekorative Wirkung durch die lebenden Sachen wie Horn-und Weichkorallen, für Fortgeschrittenere LPS und SPS, außerdem Krusten-und Scheibenanemonen, Muscheln und vieles mehr. Lebende Steine bilden hierfür eine auch optisch hervorragende Basis.

    Da gebe ich Dir vollkommen Recht, auch das was wir hier machen ist letztendlich nur die Basis dessen, was später mal ein richtiges Wohnzimmerriff werden soll. Dieses wird bei Erfolg immer durch die Tiere gebildet, von dem Ursprünglichen Dekomaterial sieht man später nichts mehr. Stefan Kadatz hat gezeigt, daß man das problemlos innerhalb eines Jahres hinbekommt:

    Standzeit 1 Jahr aus Beckenplanung 180x65x71

    Aber auch größere Becken dauern eigentlich nicht länger:

    Hab´ ich doch Armin!!! :]

    Aber Du kennst mich als pragmatischen Zeitgenossen:
    Wenn die LED nach 5 Jahren 20% ihrer Leuchtkraft verlieren sollte, dann ist das ein Wert, mit dem jeder gut leben kann. Ich gehe absolut davon aus, daß in 5 Jahren niemand mehr mit diesen Chips arbeitet!
    Selbige zu tauschen, ist bei unserer Lampe schnell gemacht und kostet definitiv nicht mehr als ein Brennerwechsel bei herkömmlichen Aquarienleuchten.

    Das wäre nach 5 Jahren eine gut zu verschmerzende Reinvestition. Außerdem nehme ich mal an, daß LED Chips dann billiger sind, aber erstmal sehen, welche Währung wir dann überhaupt haben!

    Ich kenne einige Aquarienlampen - Modelle, bei denen die eingebauten Brenner, insbesondere, wenn der Blauanteil sehr hoch war, schon nach wenigen Monaten 20% Verlust hatten, weil das Wärmemanagement so schlecht war, daß die Brenner sich selbst den Garaus machten, da die Reflektoren nicht nur Licht, sondern vor allem Wärme wieder in die Lampe zurück reflektiert haben.

    Das hieß in der Werbung dann vollmundig:

    "Computerberechneter Reflektor"
    Haben sie wohl mit einer alten Windows-Version gemacht - hätten lieber einen Rechenschieber verwenden sollen!

    Insofern ist die jetzige Technologie doch ein großer Gewinn.

    Norbert, Du hast natürlich recht, ich hatte den falschen Prototyp vermessen, wir haben zunächst welche gebaut, die im Wechsel 30W und 50W enthalten, weil wir noch nicht wußten, wie warm die Lampen wirklich werden.
    Es war reine Vorsichtsmaßnahme, erkennbar auch an den farbigen Kalben, so etwas gibt es in der finalen Lampenversion natürlich nicht!

    Die Breite der Lampe beträgt 14cm. Sie kann in eine dazugehöriges Schienensystem eingehängt werden und ist dann auf dem Becken frei beweglich. Die finale Version hat natürlich auch 4 Löcher für eine Seilaufhängung, aber wie schon weiter oben erwähnt, wurde die Lampe eigentlich dafür entwickelt, in eine Art Lampenksten integriert zu werden.

    Wer also noch mehr Lichtleistung braucht kann natürlich mehrere hintereinander betreiben, die komplette Lampe ist nicht viel breiter, als ein Doppelleuchtbalken mit Reflektoren.

    Von der Art der Dekoration ist es eigentlich unabhängig, Hauptsache sie ist wirklich hochporös und kann besiedelt werden.
    Dann reichen, bei ausreichend Geduld wenige lebende Steine, um ein Becken gut einzufahren. Das geht aber natürlich nicht in zwei Wochen, sondern man sollte schon etwa ein halbes Jahr Einfahrphase einplanen.
    In dieser Zeit werden nach und nach die Tiere nach ihrer "Nützlichkeit" eingesetzt, meine Empfehlung ist immer:

    Garnelen - damit man überhaupt erstmal was zu gucken hat
    Einsiedler / Schnecken - wer sowas mag, ich finde die nervig, aber bei kleinen Becken notwendig
    Kieselalgenfresser - Borstenzahndoktorfische, Salarias Algenblennies
    Seehasen - bei starker Beleuchtung und zunehmendem Algenwuchs
    erste Korallen - natürlich keine Acropora
    Fische nach Bedarf

    Das alles immer so im Wochenabstand und immer schön beobachten.

    Für meinen Begriff macht es nicht die Menge der lebenden Steine sondern die Qualität.

    Natürlich würde ich ein 1000 Liter Becken nicht mit zwei Kilo (blöde Einheit!) einfahren, so viel Geduld hätte ich nicht, aber funktionieren würde das auf jeden Fall auch und einige hier haben das ja auch so praktiziert!
    Das zeigt letztendlich nur, daß es noch genügend gute und geduldige Aquarianer gibt!

    Skeptisch bin ich in Bezug auf den Lichtverlust pro Zeiteinheit, das haben alle anderen Leuchtmittelhersteller auch behauptet.
    Armin hat mich in Sindelfingen aber darüber belehrt, daß dies physikalisch nicht möglich sei und wenn er das sagt, will ich´s mal zur Hälfte glauben! :face_with_tongue:

    Apropos Hälfte: Keine der bisherigen LED Typen hat ja auch nur annähernd ihre Halbwertzeit erreicht und wurde meist schon nach wenigen Monaten durch noch effektivere oder stärkere Typen ersetzt, da hielt jede Röhre mehrfach länger! Das war ja auch nicht gerade innovationsfreundlich in Bezug auf eine ganze Lampe!

    Mit den jetzigen 50W Modulen eines bekannten asiatischen Herstellers(... :]) kann man aber mit Sicherheit mehrere Jahre sein Becken besser beleuchten, als das bisher mit T5 und 150W HQI möglich war - effektiver sowieso!

    Wenn die Zukunft bessere Chips bringt, dann sind diese mit Sicherheit in die Lampe integrierbar. Das käme bei den heutigen Preisen für konventionelle Leuchtmittel preislich gerade mal einem Lampenwechsel gleich.
    Wenn es ganz schlimm kommen sollte, müßte man eventuell das Netzteil tauschen, aber auch das ist technisch ja keine große Herausforderung.
    Solche Dinge waren mit den üblichen Röhren/HQI Lampen entweder gar nicht möglich oder viel zu teuer.
    Das Netzteil unserer Lampe ist natürlich extern, so daß man keine 220V über dem Becken hat.
    Der Abstrahlwinkel wird durch die Reflektoren bestimmt, so wie bei jeder konventionellen Lampe auch.
    So wird die Ausleuchtung des Aquariums durch den Abstand zur Wasseroberfläche bestimmt. In diesem Beispiel sieht man, das der EINSTRAHLwinkel IN das Aquarium (Was nützt mir eine Herstellerangabe des Abstrahlwinkels der LED - damit kann ich herzlich wenig anfangen!) bei 2,5cm Abstand zur Wasseroberfläche etwa 140° beträgt.

    So läßt sich eigentlich jedes Aquarium prima ausleuchten, wer einen breiteren Lichteinfall benötigt, hängt die Lampe etwas höher.
    Aber mit bisherigen Lampen, war ein Abstand zur Wasseroberfläche von 2-3cm ja gar nicht realisierbar. Das ist schon ein großer optischer Gewinn, wenn man das Aquarium schön im Raum integrieren möchte. Ein 10cm hoher "Lampenkasten" ist für die meisten Becken problemlos realisierbar, denn die Lampe hat selbst nur 8cm Bauhöhe.

    Um es etwas einfacher auszudrücken:
    bei 60cm reiner Wasserhöhe hat der Lichtkegel am Boden 80cm Breite, so daß sich auch tiefe Becken damit gut ausleuchten lassen.

    Mir hat mal ein halbwüchsiger in den Finger gebissen - sehr beeindruckend!
    Für die muß das Becken aber wirklich kalt sein, Annarhichas minor mag es gar nicht über 10°, aber die bekommt man hier eigentlich nicht!

    Wer sagt, daß man ein Nordseebecken kühlen muß?!

    Man sollte nur die Tiere entsprechend wählen und es natürlich nicht im 24° beheizten Wohnzimmer aufstellen!
    Im Ozeaneum Stralsund können sie auch keine Millionen Liter Wasser ständig kühlen, das wäre ja vollkommen unbezahlbar!

    Er will ja sicher keine Katfische halten...

    ... obwohl, schlecht wär´s nicht....

    Auch wir wollten nicht inaktiv an diesem interessanten Thema vorbeigehen und haben uns zusammen mit ein paar guten Fachleuten an die praktische Umsetzung gewagt.

    Da ich kein großer Freund von frei hängenden Lampen über dem Aquarium bin, haben wir nach Möglichkeiten gesucht, eine kompakte Leuchte zu entwickeln, die man:

    - in eine Abdeckung integrieren kann
    - ein mindestens so gutes Licht wie T5 / HQI Kombination bringt
    - bezahlbar ist
    - für zukünftige Entwicklungen offen bleibt und ganz wichtig:
    - Sonnenkringel erzeugt (Wozu hat man schließlich ein Meeresaquarium!?)

    Die Vorteile der LED Technik sind ja unbestritten:

    - geringer Stromverbrauch
    - kein Leuchtmitteltausch (Naja mal sehen...)
    - kompakte Abmessungen
    - keine 220V direkt über dem Becken
    - geringe Wärmeentwicklung
    - regelbare Farbtemperatur

    Ich denke, wir sind auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen und ich kann - noch im alten Jahr - ein wirklich fertiges, verkäufliches Produkt vorstellen.
    Natürlich lassen sich noch einige Kundenwünsche zusätzlich integrieren, z.B. die Steuerung über gängige Aquariencomputer, aber mit einer solchen Leuchte, die 1 m lang ist, kann man mühelos Becken von etwa 130cm Länge ausleuchten.

    Die Lampe ist mit 3 x 50W Chips und 2 x 20W Chips in blau bestückt. letztere können über ein eingebautes Potentiometer gedimmt werden, so daß der Benutzer die Farbtemperatur innerhalb eines sinnvollen Bereiches selbst bestimmen kann.
    Bei 22°C Außentemperatur erreicht die Lampe 55°C direkt über den Chips, so daß eine lange Lebensdauer der Selbigen garantiert ist.
    Eine ähnlich starke Lampe mit 4 x T5 und 2 x 150W HQI schlägt ja jährlich mit fast 200€ beim Leuchtmitteltausch zu Buche, jedenfalls bei Höherwertigen.
    Von den fast 70% Stromersparnis ganz zu schweigen! Die Lampe verbraucht unter Vollast 155W, wenn die blauen auf 20% gedimmt sind, 125W inklusive Netzteil.
    Das macht im Jahr etwa 110€ Strom für Beleuchtung also nicht einmal 10€ pro Monat!

    Ein weiterer Vorteil ist der modulare Aufbau: neben einer 57cm und 95cm Standardversion mit 3 bzw. 5 Dioden, ist jede weitere Länge in 19cm Schritten bestellbar. Um jegliche Temperaturprobleme auszuschließen, werden die weißen und blauen LED immer im Wechsel verbaut!

    Wie auf den Bilder zu sehen, hat die Lampe selbstverständlich KEINEN Lüfter, da so etwas für meine Begriffe nicht in eine moderne Aquarienlampe gehört.

    Die Aufhängung kann über eine handelsübliche Seilaufhängung oder einen schmalen Aufliegerahmen erfolgen, so daß die Lampe wirklich über oder in jede Abdeckung paßt (Daher die 3cm kürzere Baulänge gegenüber Standardbecken!).

    Die kurze 57cm Variante mit 2 x 50W (dimmbar) und 1 x 20W blau (dimmbar) kostet 799,-€
    Die lange 95cm Variante mit 3 x 50W weiß und 2 x 20W blau kostet 999,-€

    Die Lampe hat zwar noch keinen Namen, aber vielleicht fällt mir im neuen Jahr ja etwas ein:

    Hier nun erste Bilder der Prototypen, die seit etwa 3 Monaten laufen, im Einsatzn über einem 70cm hohen Becken:

    Nach längerer Abstinenz im Forum nun an dieser Stelle alles Gute zum neuen Jahr an alle Mitlesenden, Berufskollegen, Marubisfreunde, Kunden und sonstige Interessierte!
    2011 brachte ein paar schöne Treffen mit interessanten Leuten, auf der Rotmeer - Safari, in Sindelfingen oder hier bei uns.
    Dank an alle, die mit kritischen Einwänden unseren Horizont erweiterten, an Micha und Jens als prima Tauchpartner, die verhindern halfen, daß ich einsam und verlassen an saudischen Stränden aufschlage....

    Auf einige ähnliche Begegnungen und tolle Erlebnisse freue ich mich jetzt schon mit neuen und altbekannten Gesichtern. Wir werden auch selbst dafür sorgen, schließlich ist das Leben vor allem das, was man selbst daraus macht!
    Auch 2012 wird sich die Welt weiterdrehen, ob mit oder ohne Euro, Griechenland oder sonstwas. Wichtig sind Freunde, Gesundheit und ein paar schöne Momente für sich selbst und im Kreise einer guten Familie.

    Hoffen wir, daß die Amis nicht noch einen dritten Krieg anfangen, den sie sowieso nicht gewinnen und wir alle an der Tankstelle bezahlen müssen.

    Aquarien wird es weiterhin geben und 2011 war ja auch nicht ohne Fortschritte, viele halfen mit, unser schönes Hobby nicht mehr unbedingt von der Stromrechnung abhängig zu machen. Ob nun ganz seriös mit Produkten oder etwas abgehoben mit unwahrscheinlich frequentierten Freds - egal das Thema bleibt aktuell.

    Auch wir haben uns auf fremdes Terrain gewagt und die Beleuchtungsfrage mit in´s Angebot aufgenommen - darüber wird zu berichten sein!
    Ansonsten gibt es ein paar schöne Großprojekte im neuen Jahr, die mir schon lange auf der Seele liegen und hoffentlich 2012 zum Durchbruch gelangen.

    Euch allen ein ebenso erfolgreiches neues Jahr einen guten Rutsch hinein, weiterhin viel Spaß im Forum und immer den richtigen Biss:

    (Sabine, endlich mal ein Safari Bild, ich habe noch 400 davon....!)

    Peter, ich war früher mal OP Pfleger, das ist neben der Intensivstation, ich glaube der liebe Gott wollte Dir nur sagen, daß Du endlich mit der blöden Qualmerei aufhören sollst!
    Wenn Du mich besuchen kommst, joggen wir jeden morgen, versprochen!

    Ansonsten alles Gute für 2012 und denke ab und zu auch mal nur an Dich, das ist auch wichtig!
    Ich freue mich auf Deinen Besuch, hier ist gute Seeluft! :]

    Fragt sich aber noch welches Phosphat und ob wir mit unseren Meßmethoden auch alle erfassen! Kann zum Beispiel Calciumphosphat von marinen Organismen genauso aufgespalten werden, wie von uns?

    Das "Glas Phosphorsäure"
    ist gar nicht so weit hergeholt, wie du denkst. ATP, DNA, Phospholipide usw. sind bzw. enthalten alle Phosphorsäureester.

    Ein ordentlicher Schluck Cola täglich, reicht zur Phosphorsäureversorgung... :]