Zitat
gut wässern und in Etappen (über 2 - 3 Monate)
Markus, das ist deutlich zuviel des Guten! Was soll eine monatelange Wässerung bringen?
Spüle die Elemente kurz und kräftig ab und lasse sie ein paar Tage draußen stehen, wenn´s regnet. Das reicht eigentlich schon.
Wenn Du ganz sicher gehen willst, kannst Du die Sachen in einem Behälter mit Leitungswasser einbringen, etwas Strömung rein und einen Silikatadsorber.
Wenn Du die Sachen hier direkt im Haus bestellst, wird der ja ohnehin gleich mitgeliefert.
Nach zwei Wochen kannst Du sie in das Becken stellen und zwar, wie Du richtig schreibst: nach und nach!
Das hat nichts mit Riffkeramik zu tun, sondern einfach nur mit dem Streß, den Du dem Becken antust.
Fang einfach in einer Ecke an, z.B. Schacht und integriere Dein davorstehendes Riff ganz vorsichtig mit den Vorsprüngen in den Keramikplatten.
Du wirst merken, daß Dir die ausladenden Enden der Riffkeramik wunderbare Möglichkeiten bieten, andere Elemente aufzulegen. Viellicht kannst Du so den einen oder anderen klobigen Stein, der jetzt vielleicht die "Basis" Deines Riffs ist, aus dem Becken entfernen.
Somit wird Dein Gesamtaufbau gleich viel luftiger und schöner.
Schaue Dir eine solche Riffplatte am Schluß des Videos nochmal genau in Ihrer Dreidimensionalität an:
https://www.youtube.com/watch?v=qIwtXfW9ch0
Das Wichtigste aber ist nicht allein die optische Änderung Deines Beckens, sondern die Schaffung zusätzlicher Siedlungsfläche für Tiere. Das wird leider von vielen Leuten, besonders Anfängern oder Leuten, die viel herumtheoretisieren, gern ausgeblendet. Ein erfolgreicher Korallenriffaquarianer kommt ganz schnell in die Situation, daß er gar nicht mehr weiß, wohin mit seinen Tieren, die ständig wachsen. Ein Aufbau allein aus Maxi - oder Miniriffen aus unserem Hause, mag ja toll aussehen, im Bild mal ein aktuelles Beispiel von heute, aber innerhalb einer Rückwand dieser Größenordnung hätte man locker nochmal Platz für mindestens 50 Tiere, wenn nicht deutlich mehr.
Und es ist sicherlich das Ziel der meisten erfolgreichen Aquarianer, die große Vielfalt eines Riffs auch im Wohnzimmer zu haben. Je mehr Korallen erfolgreich wachsen, was bitte so sein möge, um so mehr Versteckmöglichkeiten hat man dann ja auch für kleine Fische, Krebse und anderes Getier, um das uns die Süßwasserfraktion so beneidet!
Schau Dir mal Stefans Becken nach nur einem einzigen Jahr an, wie das aussieht, kein Vergleich mehr mit den anfänglichen, sterilen Keramikplatten:
http://www.youtube.com/watch?v=KzvokrLBNQw
Ich betone es immer wieder: WIR können nur die GRUNDLAGE einer erfolgreichen Korallenriffdekoration liefern, am Ende sorgen die Tiere selbst, in Verbindung mit einem kundigen und geduldigen Pfleger, dafür, daß es ein wirklich schönes, naturnahes Korallenriff wird. Deshalb benötigen sie soviel Siedlungsraum wie möglich und zwar, wie Du jetzt schmerzlich merkst, gleich von Anfang an - hinterher wird´s deutlich schwieriger!
Also bitte durchdenke Dein Projekt gut, überlege Dir die Größen, die für einen möglichst streßfreien Umbau passend wären und mache das dann in Ruhe und Stück für Stück.
Bei uns wird eine Rückwand sowieso immer in einem Stück gebaut, schon wegen der besseren Optik. Wo wir diese dann später auseinanderschneiden ist uns vollkommen egal.
Wichtig wäre noch, die Platten NICHT bündig mit der Rückwand zu stellen, da sich kleine Fische in den entstehenden, schmalen Ritzen verklemmen könnten. Einfach 2cm von der Rückscheibe wegbleiben, die Platten stehen ja ganz normal von selbst.
In jedem Fall viel Erfolg bei Deinem Projekt!
Zur Erklärung: Das abgebildete Becken ist KEIN Raumteiler! Jeder, mit etwas Erfahrung, kann also selbst beurteilen wieviele Korallen man auf dieser 360cm Wand noch unterbringen könnte.