Beiträge von Korallenwelt

    Nach meinem Post habe ich heute (!) drei Emails erhalten, ich zitiere mal:

    Hallo Torsten,
    vielen Dank für das nette und informative Gespräch gestern Morgen.Ich habe mein Po4 im Bodengrund gemessen und es hat mich fast umgehauen.der Wert 0.32.
    was soll ich jetzt machen einfach den Boden mal umrühren wie du gesagt hast? muss ich dann Absorber reinhängen?

    und

    Ich habe heute den Bodengrund auf Po4 getestet (eine Tasse voll Sand und dann rühren...) , das Ergebnis war erschreckend hoch naja nicht mehr ablesbar... Dann haben wir wohl schon den Grund? Aber kann das nach der kurzen Zeit schon sein?
    Jetzt heißt es wohl Sand absaugen?

    und

    Hallo Herr Luther,

    heute möchte ich mich noch einmal melden,um eine erfreuliche Nachricht Ihnen mitzuteilen.
    Am 15.11.2012 hatten wir kontakt bezüglich Wasserwerte und Bodengrund aufgenommen,sowie
    sehr gute Tips von Ihnen erhalten.
    Heute kann ich mitteilen,dass sich im Bodengrund befall von Dinoflagelaten angesammelt hatten.
    Diese habe ich mit phyco Ex erfolgreich behandelt. Danach habe ich den Bodengrund sicherheitshalber
    entfernt und durch neuen ersetzt.Bisher, mit bestem Erfolg. Wasserwerte wurden hierdurch auch besser.
    Somit bin ich nun wieder ein sehr zufriedener Aquarianer.
    Ganz grosses Lob zu Ihnen, für sehr viele Tips, die ich durch Sie erfahren durfte.
    Es gibt mit Sicherheit nicht viele, die nicht in erster Linie an Geldverdienen denken, sondern echt versucht haben zu helfen.
    Hierfür möchte ich mich nochmals sehr bedanken.

    solange der po4-wert im wasser akzeptabel ist und es keine cyanos gibt, ist doch alles im lot.

    Da stimme ich Dir absolut zu Joe, aber WENN Cyanos kommen, dann ist jedes Mal das Geschrei groß, die Wasserwerte sind "im grünen Bereich" und keiner kann sich erklären, woher die kommen.
    Offensichtlich stimmt also meine Vermutung, daß bei den meisten Algenproblemen der Kaffetassentest einen signifikant höheren Phosphatgehalt im Boden nachweist.

    Als Schlußfolgerung kann ich nur empfehlen, beim nächsten Gang zum Händler vor´m Korallenkauf kurz nachzudenken, wann man das letzte Mal seine Grabseesterne oder Babylonia Schnecken gesehen hat.
    Eine ständig grabende Bodengrundgemeinde sollte also genauso zur Beckenausstattung gehören, wie die Algenfressergemeinde. Da werden zwar von findigen Händlern ganze "Cleaning Crews" angeboten, aber grabende Tiere sind genauso wichtig.

    Ich halte es auch für absolut notwendig als normale Pflegemaßnahme, jährlich wenigstens einen Teil des Bodengrundes auszutauschen, verglichen mit diversen Mittelchen, die täglich gedankenlos in´s Becken gekippt werden, kostet das so gut wie nichts, außer einer Viertelstunde Arbeit.

    Man kann den alten Sand auch gründlich spülen und einmal wiederverwenden.

    Auskochen taugt sicherlich nur zur Karbonatsuppe, aber wegen des seifigen Geschmacks ansäuern....

    Man entnimmt dem Becken etwas Bodengrund, einfacherweise in einer Tasse oder einem kleinen Becher inklusive dem darüberstehenden Wasser.
    Dann rührt man mit dem Finger etwa eine halbe Minute kräftig um. Wer sein ganz blaues Wunder erleben will, kann jetzt das darüber stehende Wasser messen, wer etwas zarter besaitet ist, wartet eine halbe Minute, bis die Trübung verschwunden ist.
    Wer´s ganz hammerhart mag, läßt den Test 10 Minuten stehen und schaut dann noch einmal nach!

    Bin jetzt auf der Reise nach Sindelfingen. Ich laufe dort als Tourist herum, freue mich auf interessante Begegnungen und werde die meisten Vorträge besuchen.

    Erreichbar bin ich unter 0381 2002094, falls mich jemand treffen möchte.

    Na dann viel Spaß uns allen!

    Dietmar, genau darum geht es: ist an bestimmten Stellen ein Überangebot von Phosphat vorhanden, ist es ziemlich wahrscheinlich, daß dort Caynobakterienkolonien entstehen KÖNNEN - NICHT MÜSSEN(!) wie einige hier zu glauben scheinen.

    Nochmal für alle: so ein Aquarium ist ein biologisches System, das kann sich in verschiedene Richtungen entwickeln, erst recht, wenn man an allen möglichen Stellschrauben gleichzeitig dreht.

    Aber WENN man es mit Cyanobakterien zu tun bekommt, ist an dieser Stelle mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch immer ein Phosphatpool. Meistens ist das der Bodengrund, es kann aber auch ein Stein, etc. sein.

    LICHT fördert die Cyanos natürlich ungemein, sie kommen aber auch mit wenig aus.

    Und Bernd hat natürlich recht: es gibt nicht DIE Cyanos, das ist ein Bakterienstamm mit vielen verschiedenen Vertretern.
    Aber in unseren Aquarien ist, wie hier auch wieder, die Hauptursache Phosphat, danach sollte man als erstes suchen und zwar mit professionellen Tests, bevor man irgendetwas anderes macht!

    Das mag jeder für sich interpretieren, aber wie ich schon sagte, der normale Test funktioniert in 90% der Fälle mit genau diesem Ergebnis und es ist keine große Sache, den Bodengrund zu tauschen und immer für genug grabende Tiere zu sorgen.
    Wer keine Schmieralgen hat, kann sich freuen, sollte sich aber immer dieser Gefahr bewußt sein.

    Man kann aber auch monatelang alles Mögliche in´s Aquarium schütten und auf Besserung hoffen - jeder wie er will!

    Soweit recht toll, aber eben für neue Becken mit Riffkeramik.

    Nein, wie kommst Du darauf! Es steht doch explizit drin, WANN es um Keramik geht. Die hat mit Phosphatdepots im Bodengrund nichts zu tun!

    Ich habe es doch schon geschrieben: besorge Dir einen professionellen Phosphattest (Gilbers, Merck) nimm die Tasse Bodengrund aus dem Becken, rühre kräftig um und miß von dem überstehenden Wasser den Phosphatgehalt. Den Wert schreibst Du hier rein, dann sehen wir weiter.

    Es geht nicht ausschließlich um Phosphatdepots im Bodengrund sondern ein Ungleichgewicht zwischen Phosphat und Nitrat.

    Leere Händlerbecken helfen hier keinem weiter, die Leute wollen, glaube ich, praktische Lösungen. Das hier wäre eine, die fast immer funktioniert.

    Ausnahmen bestätigen die Regel, in der Biologie sowieso!

    Na dann verbrenn Dir mal nicht die Finger Kevin....
    Aber Du kommst ja nach SiFi, mit Armin läßt sich trefflich über das ZeoVITH System diskutieren..... :]

    Wenn negative Auswirkungen bezüglich Kaliummangel diskutiert wurden, dann ließe sich das meiner Meinung nach nicht explizit auf diesen zurückführen, sondern könnte auch immer andere Ursachen haben. Außerdem wurden alle möglichen Mißstände dem Kalium zugeschrieben.

    Ich habe noch nie gefunden, daß Kaliummangel bis 10% definitiv zu Schädigungen irgendwelcher Tiere führt, auch wenn das immer mal gern behauptet wird.
    Kalium wird ja nicht in Größenordnungen in Organismen eingebaut und ist im Meerwasser in ausreichender Menge vorhanden.

    Aber Kalium - Mittelchen verkaufen sich eben gut.....

    Thomas, ich würde mich sehr freuen, wenn sich meine Überzeugung bezüglich Phosphatdepots im Bodengrund, als Allgemeinwissen durchsetzen könnten, ich bestehe da in keinster Weise auf ein "Urheberrecht" :]

    Ich habe vor ca. 3 Monaten den gesamten Bodengrund gegen Bora Bora gewechselt.

    Das muß nichts bedeuten, hast Du den mal auf Phosphat geprüft????
    Du kannst den oben beschriebenen Test ja auch bei neuem Sand nach einer Woche mal machen. Falls da keine erhöhten Werte nachweisbar sind, kannst Du auch folgendes probieren:

    Etwas Bodengrund in eine Reagenzglas und diesen mit Salzsäure auflösen, so daß ein kleiner Rest bleibt und dann einen halben Tag stehen lassen. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die Salzsäure komplett verbraucht wurde.
    Dann miß mal das Wasser was über dem Sand steht auf Phosphat prüfen....

    .... ebenfalls viel Spaß :frowning_face:

    Da es kein Patentrezept gegen Cyanos gibt, ist es schwierig. Jeder versucht etwas. Bei einem funktioniert etwas, beim anderen gar nicht

    Doch Dietmar, steht doch hier! Wenn man noch mit etwas Kohlenstoff und reduzierter Beleuchtung nachhilft, funktioniert das in weit über 90% der mir bekannten Fälle.
    Etwas ausführlicher habe ich es hier beschrieben:

    Einfahranleitung für Neubecken mit Riffkeramik

    Einen guten und interessanten Einwurf hatte Torsten von Korallenriff vor kurzem.

    Ich bin zwar nicht von Korallenriff, schreibe aber nun zum "gefühlten" 187sten mal, was die Hauptursache von Cyanobakterien ist:

    Diese brauchen lediglich Phosphat und etwas Kohlenstoff, Stickstoff (Nitrat) können sie sich selbst aus dem im Wasser gelösten N2 erzeugen. Damit haben sie einen enormen Vorteil gegenüber den meisten Organismen. Hat man nun, im Verhältnis, etwas zuviel Phosphat im Becken, werden meist Cyanobakterien wachsen. Diese unterdrücken andere Organismen sehr massiv und wachsen daher munter weiter.

    Nur weil man mit, eventuell noch ungenauen, Tests kein Phosphat messen kann, heißt das noch lange nicht, daß keins vorhanden ist.

    Dietmar schreibt es ja schon selbst:

    Ich kann Dir sagen, dass ich laut letzten Messungen kaum Phosphat habe. Allerdings ist der Bodengrund auf Grund dessen, das ich Brunnenbauer habe hoch. Da kann schon was drinnen sein.

    Also: einfach eine Tasse Bodengrund entnehmen, ordentlich mit dem Finger umrühren und dann mal dieses Wasser messen!
    Viel Spaß!

    Es nützt übrigens nichts, irgendwelche Bakterienkulturen in die Becken zu kippen, man muß einfach das Phosphat aus dem Boden bekommen.
    Spülen mag gehen, besser ist die Entfernung und vorsichtige Erneuerung des Bodengrundes.
    Bei Brunnenbauern sicherlich nicht einfach.

    Eine übliche Phosphatquelle ist übrigens Trockenfutter.

    Nein Ralf, ist auch nicht so angekommen. Gut Ding will wirklich Weile haben, es fällt einem immer wieder etwas ein. Und bei uns macht NICHT der Kunde die Produktentwicklung, das binden wir uns schon selber an´s Bein.

    Natürlich gibt es dann auch fertige Seepferdchenbecken als Nano (60x30x40) und Würfel standardmäßig auf Lager.
    Wartezeiten gibt es hier nicht, nur für Sonderanfertigungen und das sollte eigentlich auch meistens in einer Woche erledigt sein.

    Es soll ja Onlineshops geben, die Wochen für die Auslieferung ihrer eigenen Salzmarke brauchen, aber das ist jetzt ein anderes Thema.
    Der Kunde möchte etwas, hat sich dafür entschieden, dann soll er es auch pünktlich in hoher Qualität innerhalb einer Woche zu Hause haben. Sonst müssen wir uns ja nicht wundern, wenn alles "Made in China" ist

    Markus, auf Spielkram versuchen wir weitgehend zu verzichten. Es gibt in der Lampe drei Kanäle, für die man einzeln Start- und Abschaltzeitpunkt wählen kann. Das macht die Lampe dann langsam.
    Ich denke, das ist vernünftig und von jedem einfach einzustellen. Mehr braucht man nicht!

    Ralf: Das 60er steht jetzt im Ofen und wird Montag fertig gemacht, das 70er nächste Woche.
    Natürlich passieren auch immer wieder Pannen:

    Die Lampe hat ein 60er AUSSEN-Maß, das Becken natürlich auch...

    Irgendwann haben wir`s...... :frowning_face:

    Vor Weihnachten werden wir noch etwa 10 Becken am Lager haben, auch Raumteiler, dann mach ich die Webseiten dafür fertig!

    Technik übrigens immer gleich:

    Filterpumpe Aquabee 2000
    Tunze Doc Skimmer 9006

    Wer will, bekommt noch zusätzliche Strömungspumpen: Nanostream.

    Sobald die Abyzz 100 lieferbar ist, kann diese geordert werden.
    Alle Becken über 100cm haben ohnehin eine eingebaute Abyzz Kammer.

    Die kleinen 60er Nanobecken warten auf den Doc Skimmer 9004, dann werden davon gleich 10 Stück gebaut.

    Ist alles eine Frage des Stromverbrauches. Ich persönlich finde ja, daß es genügt, das Wasser zweimal pro Stunde über den Filter zu schicken, aber da hat jeder eine andere Meinung.
    Bei 5000 Litern brauchst Du aber einen gut funktionierenden Durso Ablauf. Falls da mal was verstopft, hilft kein Notablauf mehr, die Pumpen drücken das Wasser einfach hoch!

    Genau Markus, es macht doch aber überhaupt keinen Sinn, die Pumpen an ihrer Leistungsspitze zu vergleichen, die Du ja wahrscheinlich niemals benötigen wirst.

    Entscheiden wäre der Vergleich des Stromverbrauchs bei 3000 Liter bei 3m Förderhöhe.

    Ansonsten ist das Maß doch Klasse, wenn der Schacht in der Mitte steht. Solange der nicht "kugelrund" verkleidet wird.

    Auf Silikon haftet, zumindest unser, Mörtel nur ohne Belastung und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß andere Mörtel halten. Wenn Du aber bei einer dünnen Kehlnaht um die Ecke mörtelst, gibt es keine Probleme.

    Hier war die Silikonnaht 10cm dick, da haben wir natürlich nicht drüber gemörtelt.
    Es hängt ja auch immer davon ab, was links und rechts davon ist. Man sollte natürlich keine komplette Deko aus Mörtel machen.

    Warum willst Du gleich vier?

    Flavivertex und Aldabrensis sind seeeehr (!) territoriale Tiere, bei gezüchteten soll es etwas besser sein, aber 160cm sind ja nun nicht gerade viel. Da würde ich lieber 5 fridmanni und ein Pärchen springeri empfehlen, das reicht doch, es gibt ja auch andere tolle Fische!

    Also ich würde nicht die Hauptströmung aus dem Keller machen, schon deshalb, weil man mit Zufalls- oder Wellensimulation bessere Möglichkeiten hat.
    Das würde ich nicht von einer Pumpe aus dem Keller machen lassen. Diese sollte einfach konstant und zuverlässig laufen. Die Regulierung braucht man nur um ein optimales Verhältnis von Wasserdurchfluß und Stromverbrauch zu finden.

    Verstecken kann man bei der Größe sowieso alles!

    Also Becken steht auf ner tragenden Wand könnte das Rohr ganz gerade nach unten fürhen...

    Für eine Steigleitung prima, bei einer Fall - Leitung verheerend für die Geräusche.
    Das Ding was Du brauchst nennt sich Durso Ablauf, hatte eine schöne Bauanleitung, die gibt´s nicht mehr im Netz, vielleicht hat hier jemand eine, Du kannst das auch ganz normal googeln.

    Du mußt als erstes die Höhendifferenz der beiden Wasserspiegel, Hauptbecken/Kellerbecken und die Anzahl der Winkel und Bögen feststellen, dann kann man nach Wahl der Pumpe festlegen, ob man einen oder zwei Ausläufe macht.

    Eigentlich reicht einer, wenn Du auf der anderen Seite die Strömungspumpe installierst.

    Wenn die Bedingungen so optimal sind, wäre die Kellervariante natürlich sinnvoller, da gibt es keinerlei Zwänge, man muß nicht jeden Krümel gleich wegräumen, Wasserwechsel ist ein Kinderspiel und wenn Du sowieso Platz zum Experimentieren haben willst, dann mach das bloß.
    Mit modernen, regelbaren Pumpen kostet das vielleicht 20€ im Monat, wenn Du die nicht hast, kannst Du sowieso nicht so ein Becken bauen!

    Guter Ablauf ist Pflicht, damit Du keine Gurgelgeräusche hast!