Beiträge von Korallenwelt

    Der Einwand, dass die Nährlösung den entsprechenden Effekt auslösen könnte ist sehr interessant. Wäre einen Versuch wert!

    Ich denke, da braucht man nicht viel zu versuchen, wahrscheinlich ist es meistens so, daß, in´s freie Wasser zugegebene, Bakterien sonstwo landen, aber keine "positiven" Biofilme bilden.
    Fast alle Becken, die ich kenne, haben eine Abschäumleistung des gesamten Beckeninhalts von unter einer Stunde, Siedlungsflächen sind in jedem Aquarium ja eigentlich belegt und Freßfeinde überall.

    Was eine "Dauer"- Zugabe von Bakterien bewirken soll, ist mir vollkommen schleierhaft.

    Aber ernährungstechnisch schon. Das Beste was geht: reine Biomasse mit etwas Feinsediment!

    Die meisten Korallen bei Dir stehen ja super Tom, das müssen die meisten erstmal so hinbekommen.

    Allerdings ist Dein Korallenbesatz für so ein frisches Becken auch eine ziemliche Herausforderung. Ich würde auch nicht von "Limitierung" sprechen, sonst denken zu viele Leute schon wieder an Verbrauch, gucken in ihr Becken zu Hause und wollen auch gleich was zum Reinschütten.

    Das Becken ist ja noch neu, wo sollen da, vor allem bei diesem spärlichen Fischbesatz, so viele Nährstoffe für Korallen herkommen.

    Verfahre weiter so, wie Du es beschreibst, etwas stärker füttern und jemanden, der den Boden umgrubbert sind die besten Maßnahmen.
    Wenn Du so weitermachst, wird Dein Aquarium noch das von Stefan Kadatz als Referenzbecken ablösen....

    Na mit Kreativität ist nicht viel, Kevin, ich kann ja nur die Teile nehmen, die am Lager sind. Außerdem klebe ich die ja nicht mal so aus Spaß zusammen.
    Ich kann also nur dokumentieren, was jeder sich aus unseren Ästen mal eben zusammenstapeln kann.

    Wenn man solche Teile nach und nach zusammenklebt und die Klebestellen vermörtelt, dann bekommt man in 3-4 Tagen sicherlich soetwas hin, was Dir vorschwebt, nur eben mit richtigen Ablagen für Korallen. Man will ja später nicht jeden kleinen Korallenableger mit Kabelbinder an dem Gestell festmachen und warten, bis er irgendwann einmal anwächst.

    Das dürfte eher die Ausnahme sein. Eigentlich fressen alle Chaetodon Falterfische Glasrosen und natürlich auch Korallen. Warum immer wieder diese häßlichen C.kleini verkauft werden, ist mir ein Rätsel.

    Aber man sieht daran, wie hartnäckig sich Gerüchte halten, sind sie erstmal in die Welt gesetzt!

    Ich weiß nicht, wo Du wohnst, Christiane, aber im Meereszentrum Fehmarn schwimmen in fast allen Korallenriffaquarium Paare von großen Chaetodon Arten. Hier durfte ich lernen, daß es vor allem eine Frage der Ernährung ist, ob sie später Korallen fressen, wenn die Glasrosen alle sind.

    Ich würde mir jedenfalls niemals einen kleini in´s Becken setzen, dafür sind die anderen Arten viel zu hübsch.

    Deine Vorbehalte gegen chemische Phosphatzugaben -also etwa mit NaH2PO4 - durch Ungeübte teile ich.

    Bernd, mach Dir klar, daß hier 90% aller Mitlesenden "Ungeübte" sind, oder zumindest solche denen NaH2PO4 soviel sagt, wie mir SysWinExe (Falls ich das richtig schreibe!)

    Das Gleichgewicht, welches zweifelsohne zwischen dem Bodengrund und dem freien Wasser existieren muß, wäre wirklich ein interessantes Thema, welches man mit "wissenschaftlichen"Methoden einmal beackern müßte. Allerdings bräuchte man dazu eine ganze Reihe von Becken.

    Aber in all unseren Aquarien herrscht Strömung, theoretisch müßte also das Phosphat unmittelbar unter der Sandoberfläche relativ schnell ausgespült werden.
    Genau hier treten aber oft Cyanos auf den Plan. (Gemessen an allen Bodengrundbecken, aber natürlich absolut in der Minderzahl!)

    Für mich interessant: WER schnappt sich das Phosphat so schnell, daß es mancherorts nicht mehr bei den Korallen ankommt?
    Ich denke, daß wenn man Bodengrund hat, Baggergrundeln wirklich ein Muß darstellen, die buddeln den ganzen Tag und sorgen so für kontinuierlichen Nährstoffnachschub.


    Bisher ging man ja hauptsächlich von Calciumphosphat aus, ich hatte gestern schon einmal Magnesiumverbindungen in´s Spiel gebracht, Eisen wäre zumindest bei Eisenzugaben denkbar, durch die lokal höhere Fe - Konzentration. Von organischen Phosphorverbindungen wollen wir gar nicht erst anfangen (Da hab´ich im Studium nicht mehr so aufgepaßt... :() Ein weites Feld....

    Aber Du kannst ihm das Zeug um die Ohren hauen, Dietmar, wenn dort exorbitant viel Phosphat drin ist.... :face_with_tongue:

    Na ich denke, dafür kann ja niemand etwas und ein guter Händler nimmt das sicherlich zurück und kümmert sich um eine bessere Quelle.

    Wenn Du in Zukunft etwas mehr Augenmerk auf die Bodengrundproblematik legst, wirst Du auch kaum noch Probleme haben, man muß sich nur bewußt sein, was dort passiert, und das Phosphat im Becken eben nicht wie Nitrat abgebaut wird, sondern sich immer mehr anreichert.

    Jährlich etwas Bodengrund zu tauschen, ruiniert niemanden und heutzutage gibt es mit Phosphatadsorbern und Biopellets ja auch einfach zu handhabende Filtermedien.

    Deswegen wird unserer Riffkeramik ja auch in Größenordnungen Magnesium zugesetzt. Ein Mangel sollte daher erst ziemlich spät eintreten es sei denn, das Zeug fällt als unlösliche Verbindung zusammen mit Phosphaten aus, ähnlich Calciumphosphat:

    Quelle Wikipedia:

    Trimagnesiumphosphat Mg3(PO4)2
    Molare Masse: 262,88 g·mol−1; weißes, wasserunlösliches Pulver; CAS: 7757-87-1

    Magnesiumdiphosphat Mg2P2O7
    Molare Masse: 222,57 g·mol−1; weißes, wasserunlösliches Pulver, auch Magnesiumpyrophosphat genannt;

    Na das wär´s noch...

    Alex, Du mußt jetzt nicht wie wild messen, einfach nur Deinen Test mit einer Referenz eichen und Dein Salz beim Frischwasseransatz auf Mg Gehalt testen. Es gibt auch teure Salze, die relativ magnesiumarm sind!

    Das Problem ist doch aber, dass das in vermutlich jedem 2ten Fachgeschäft genau so passiert ("Du hast Algen? Nimm das mal, das hilft"). Ist also das Forum Keim solcher Handhabungen, oder ist es eben nur ein zweites Spielfeld, wo genau das abläuft, was im Einzelhandel Tag für Tag passiert?

    Genau deshalb spitze ich meine Argumentation ja auch auf das Thema Phosphat so zu, Jörg (und auch Bernd). Die Leute lesen hier irgendwas, ordnen es nicht in die richtigen Zusammenhänge und bestellen dann beim Online Dealer irgendwelches Zeug, weil das irgendwer als Wunderwaffe im Forum gepostet hat.
    Ich denke, meine Forenerfahrung und die Diskussion mit vielen, vielen Kunden per Telefon, Email oder auf Symposien, verstärken leider genau diesen Eindruck. Was der gute Händler vor Ort nicht hat oder rausrücken will, wird eben per Mausklick geordert, da kann er gar nichts machen.

    Dabei ist seit gut einem Jahrzehnt eigentlich sonnenklar, das sich über das Phosphat mehr oder weniger der Erfolg eines Aquariums definiert, zumindest was den Nährstoffhaushalt betrifft.

    Deshalb, Bernd, sollte man sich, bevor man irgendetwas anderes macht oder interpretiert, darüber im Klaren sein, wieviel von dem Zeug habe ich im freien Wasser und wieviel ist woanders, hauptsächlich im Boden. Das kann man ja nun wirklich ganz simpel messen.

    Wenn ich nur im Freiwasser messe, fast nichts finde und dann Phosphat zudosiere, dann KANN eben ein gut mit Phosphat gesättigtes Bodenlückensystem die Basis dafür sein, daß das Faß über kurz oder lang überläuft.

    Du hast schon recht Bernd, all die anderen Phosphatquellen, die wir NICHT messen können, kommen nämlich noch hinzu.

    Daraus aber den Schluß zu ziehen, es sowieso laxer zu handhaben, halte ich für fatal. Und das Gejammere der Leute über Cyanos, "Goldalgen" und sonstige Plagen sind ja seit Jahren inhaltlicher Hauptbestandteil aller möglicher Foren.
    Jörg, Du kennst die Situation ja selbst aus dem Einzelhandel und hast ja genau dieses Thema des Nährstoffhaushaltes von Meeresaquarien zu Deinem neuen Beruf gemacht. Das hat mit Sicherheit nichts mit mangelndem Interesse der Kundschaft zu tun.

    Mir gefällt es, wenn man nur eine dicke Säule hat, die den Boden berührt und von dieser in alle Richtungen Äste abgehen.

    Das kann man schon mit viel Aufwand hinbekommen, Kevin, aber letzendlich wird ja nur das, was sonst auf dem Boden steht, eine Etage höher verlagert. Man beraubt sich einfach nur der unteren 10 Zentimeter.

    Man sieht das gut auf den späteren Bildern im Link.

    Ich kann ja morgen mal versuchen, aus unseren Ästen, etwas Ähnliches zu stapeln.

    Die beste Biologin nützt auch nix, wenn der Test nicht mit einer Referenz überprüft wird, da kann sie noch so gut aussehen.

    Kalkalgen verbrauchen in großem Stil Magnesium. Wenn das passiert, wachsen sie, was an den weißen Wachstumsrändern gut zu erkennen ist. Bleiben die aus, liegt oft Magnesiummangel vor.

    Es gibt auch magnesiumarme Salze, also einfach mal das neue Wasser testen und wenn die Biologin schon mal dabei ist, kann sie auch gleich den ganzen Wasserwechsel übernehmen.... :face_with_tongue:

    Es ist schwierig, aber machbar!
    Endlos Phosphat im Boden zu speichern, wird über kurz oder lang in einer Katastrophe enden!
    Es wird eben NICHT abgebaut, sondern nur in organisches Phosphat umgewandelt und verbleibt zum großen Teil im Becken.
    Bei 15cm Sand ist das natürlich ein sehr langwieriger Prozeß und kann Jahre dauern, aber irgendwann läuft das Faß über. Natürlich kann man auch dann noch Bodengrund tauschen, aber ein regelmäßiger Teilaustausch scheint mir doch auf Dauer die bessere Lösung.
    Sind die Brunnenbauer denn über das gesamte Becken verteilt?

    Einfache Qellenangabe reicht aus und man sollte das auch anständigerweise machen.

    Kevin, der Typ hat aber keine Äste, sondern nur eine große Tischkoralle in seinem Becken, schau´mal genau hin.

    Mit Ästen ist das schon schwieriger. Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem wir die ersten Äste produziert haben. Als der Lehrling sie aus dem Ofen holte, hat er sie einfach hinter sich auf einen Haufen gellegt. Dann kam er ganz aufgeregt hoch und meinte, ich müßte unbedingt mal runterkommen und mir das ansehen.

    Wirklich eintoller Anblick, mit Ästen kann man irre viel machen und er hatte die ja einfach nur auf einen Haufen geworfen. Wenn man sich da Zeit nimmt und sie stückweise zusammenklebt, kann man sicherlich soetwas hinbekommen.

    Das Becken schluckt dennoch Phosphat ohne Ende....Ich vermute den Sand als dasjenige Biotop im Becken, dass so viel Phosphat zieht, warum auch immer. Also, warum soll er Deinen Kaffeetest machen, wenn ich der Meinung bin, dass das Phosphat da auch landet.

    Nur damit ihm klar ist, Jörg, was er da tut.

    Das hier ist ein öffentliches Forum, in dem viele Leute ständig mitlesen. Was glaubst Du, was die meisten hier aus solchen Aussagen in diesem Fred machen:

    Dringend Hilfe: Po4 erhöhen, NaH2PO4?

    Sie kippen noch mehr sinnloses Zeug in ihre Becken! Nur weil sie mal irgendwo ein Stück weißes Korallenskelett sehen! Die Folgen sind, ich zitiere mich mal unanständigerweise selbst:

    Benutze nur mal die Suche und gib ein "Cyanos", "Becken gekippt" oder "old tank syndrom". Da hast Du Lesestoff für Wochen!

    Das Forum ist seit Jahren übervoll davon!

    Da er umzieht, will er den Sand vorher nicht mehr rausholen. Wie gesagt, es geht nicht darum, dass Phosphat im Boden ist, sonder darum, dass es einfach dort bleibt.


    Das ist aber eine vollkommen andere Aussage und Herangehensweise, als die Bezeichnung dieses Freds und kommt irgendwann auf "Seite 3"!!! Natürlich soll er keinen Sand tauschen, wenn er in ein paar Wochen umzieht, das erschließt sich aber dem normalen Mitleser überhaupt nicht. Ich denke, man hat auch etwas Verantwortung, wenn man soetwas öffentlich schreibt!
    Interessant wäre doch die Frage, was passiert, wenn er den Bodengrund mehrmals täglich umrührt und immer abends den Phosphatgehalt mißt, DAS wäre wirklich mal eine interessante Sache!

    Ein Bild des Beckens wäre eigentlich auch hilfreich.


    Andere Frage: Ist die Nitrat-Phosphat-Messung tatsächlich für die Beurteilung der Funktion biologischer Prozesse im Aquarium relavant?

    Jetzt wird´s philosophisch, Hans Werner... :]

    So vollkommen ignorieren sollte man den Nährstoffgehalt zur Beurteilung biologischer Prozesse vielleicht nicht, aber ich kenne Aquarianer mit unglaublich tollen Becken, denen sagen beide Begriffe nicht viel und wenn sie sie erklären müßten, würde es eher peinlich....

    Nun bitte Deinen Rat wie ich die Cyanos wegebekomme.

    Das hatte ich zwischendurch aber schon vielfach beschrieben, Bernd:

    Einfach den Bodengrund zur Hälfte absaugen und gegen neuen (keinen Lifesand!) ersetzen. Nach einer Woche (oder welcher Zeitspanne auch immer) den Phosphatgehalt im Freiwasser messen und die andere Hälfte tauschen.

    Bitte NICHT (!!!) mit einer Schaufle herausholen, sondern vorsichtig absaugen!

    Wenn Du ganz sicher gehen willst, machst Du etwas vom neuen Sand in Osmosewasser. Läßt es einen Tag stehen und prüfst davon den Phosphatgehalt. Es gibt manchmal stark belastete Chargen.

    Wichtig ist auch, immer genug grabende Tiere im Becken zu haben.

    der Phosphatgehalt im Bodengrund eben nicht der ausschlagende Punkt sein MUSS aber kann

    Thomas: solange das Zeug im Boden liegt und nicht dran gerüttelt wird, mag es ja egal sein. Aber man muß sich klar machen, daß es sich natürlich im Laufe der Zeit immer mehr anreichert.
    Benutze nur mal die Suche und gib ein "Cyanos", "Becken gekippt" oder "old tank syndrom". Da hast Du Lesestoff für Wochen!

    Wenn man also Phosphat mißt, sollte man es immer im freien Wasser UND im Bodengrund machen, ist ja keine große Sache und man hat Klarheit.

    Hans Werner, natürlich gilt das pro Liter, dennoch wollte ich darauf hinweisen, daß sich jeder lieber erst Gedanken macht, bevor er anorganisches Phosphat zugibt!

    2x 1ml Granulat, 2x 5ml Flocken, 2x sehr große Portion Frostfutter, 1x 1ml Staubfutter pro Tag..

    Das sollte wohl mehr als reichen!!!
    Baba: Hast Du denn nun einmal den Kaffeetassentest gemacht?

    Ich gehe vollkommen konform damit, daß man noch meßbar Phosphat im Becken haben soll, nur ist aus es meiner Sicht auch notwendig, zu wissen, wieviel und wo überhaupt Gesamtphosphat vorhanden ist.
    Wenn ich genug im Boden habe und durch einfaches Umrühren, was ja auch mehrmals täglich geschehen kann, Nährstoffe freisetze, warum sollte ich diese dann, noch dazu vollkommen überteuert, zudosieren und eine Anreicherung riskieren!

    Ich denke, eine Freisetzung aus dem Boden, inklusive diverser Mikrolebewelt, sollte auch deutlich(!) besser für die Korallen sein, als eine chemisch reine Substanz.

    Joe: Wenn Leute wie Du, Phosphat zudosieren, habe ich damit kein Problem, schließlich stehen in Deinem System tausende Korallenableger.
    Für fast alle Hobbyaquarianer mit einem Becken und normalem Fischbesatz, der täglich gefüttert wird, reicht diese Art der Phosphatzugabe vollkommen aus!

    Ich komme gerade aus einer großen Korallenfischzuchtanlage, da wachsen die Cyanos einfach an der Scheibe, weil es gar keinen Bodengrund gibt!

    Ich denke, man sollte in Zukunft besser den Phosphatgehalt im Freiwasser und im Sediment messen, nur so hat man selbst Klarheit.

    ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie du,
    das Phosphat wird sehr schnell verbraucht,

    Es kommt natürlich darauf an, was man unter "verbraucht" versteht!
    Nur das Phospaht in Biomasse eingebaut wird, ist es ja nicht aus dem System verschwunden! Ich halte eine Phosphatzugabe so ziemlich für das Gefährlichste, was man machen kann. Wir reden ja hier über Größenordnun gen von 0,01 MILLIGRAMM, also hunderttausendstel Gramm!
    Da würde ich vor einer Zugabe aber jedes Mal sehr penibel(!) den Phospatwert des Bodengrundes oder von Detritus aus strömungsarmen Ecken messen.

    Also freigesetzt aus dem Bodengrund, wird da bei mir nichts.

    Aber es wäre schon hilfreich, zu wissen, wieviel im Bodengrund überhaupt drin ist!

    um damit die Korallen vor einer Limitierung zu schützen.

    Das wird zwar immer gern behauptet, Stefan aber wirklich schlüssige Beweise fehlen mir eigentlich.

    im Hauptbecken fast gar nichts von den Cyanos zu sehen (!) und im DSB/Refugium/Ablegerbecken im selben Kreislauf (!) sind sie zu Hauf zu finden. Hier auch vermehrt auf dem Bodengrund und auf den momentan nicht wachsenden Drahtalgen. Da bin ich eben auch mit dem Latein am Ende und würde gerne rausfinden warum...

    Weil sich dort haufenweise Phosphat angesammelt hat Nico. Das kannst Du ganz einfach messen. Das Forum ist gerade voll davon, das Thema wird heiß diskutiert.

    Am 30.11.2012 habe ich Dich ersucht, mir einen Rat zu geben, wie ich Herr der Cyanos werde. Leider hast Du Dich nicht gemeldet.
    Dietmar: Wann Wo und Wie hast Du mich ersucht?

    Es ist nicht ungewöhnlich, in handelsüblichem Korallensand auch Phosphat zu finden, zum Teil sogar ganz erheblich.

    Also einfach zum Händler gehen, dort eine Charge testen und diese dann kaufen.

    dass Kunden spontan auf die Idee kommen, ihren Bodengrund auszutauschen, weil sie nach Deiner Methode Phosphat nachweisen können und jetzt die Panik bekommen ... :winking_face:

    Jörg, meistens kippen sie in Ihrer Panik alles mögliche Zeug in die Becken, was in der Regel schlimmer ist, vorsichtig etwas Bodengrund zu tauschen!

    Organisch gebundener Phosphor wird von den üblichen Phosphattests nicht erfaßt Jörg, sondern nur Orthophosphat, zumindest in dem 2 Minuten Bereich, der zur Ablesung emfohlen wird. Die Schwefelsäure wird ja hundertfach verdünnt!

    Blaues Licht war schon früher ein Dilemma, als diese 20.000K Radium Brenner auf den Markt kamen. Sah zwar alles toll aus, aber gewachsen ist nichts mehr!

    wenn ich mir den dosierplan der blauflascherlmethode so ansehe würde mir der spass am hobby vergehen

    Schön formuliert Christian, ich bin ja deshalb nicht mehr an der Uni, weil ich genau solchen Quatsch nicht mehr machen möchte, sondern mich am Wohlergehen, Wachstum und Vermehrung der Tiere freue!
    Naja, jeder wie er mag, aber wenn man sich überlegt, wie die Zeo"VIT" Methode eigentlich nur funktioniert, dann macht wohl der eine oder andere Geschäftsmann alles richtig.
    Kostet die Tabelle auch Geld oder gibt´s die gratis....?

    Ich persönlich finde diese Stickstoffmangeltheorie ohnehin nicht haltbar, weil sie eigentlich bei jedem Nitratgehalt auftauchen, von der Schwierigkeit einer verläßlichen Messung im Seewasser einmal ganz abgesehen.

    Daher sind Ernst & ich ja vor über 10 Jahren ja auch auf das Thema Phosphat gekommen.

    Bei Nitratmangel haben dann eben alle Spirulina... :]

    Aber ich müsste ja erstmal kurzfristig den Po4 anheben um
    die Korallen am Leben zu erhalten.

    Ich habe noch nie ein Becken gesehen, in dem man Phosphat künstlich "anheben" muß. Das kann man auch, indem man den Bodengrund vorsichtig umrührt.

    Und BEVOR Du das machst, solltest Du den erstmal mit einem professionellen Test auf seinen Phophatgehalt prüfen!

    dass Cyanobakterien vielleicht mehr Stickstoff benötigen als die Korallen.

    Das würde etwas mit der Theorie kollidieren, daß Sie sich ihren eigenen Stickstoff machen, den sie elementar aus dem Wasser gelöst aufnehmen.

    So schnell, wie die Dosierung von Traubenzucker wirkt, wird kein Phosphatdepot abgebaut.

    Dem würde ich zustimmen, sehe es aber eher als Konkurrenzsituation. Vielleicht verwerten andere Organismen (Bakterien) den Kohlenstoff viel schneller als Cyanobakterien und verdrängen diese daher. Ist aber auch nur so´ne Theorie!

    beginnen die Cyanobakterien schon am Nachmittag, noch vor Ausschalten des Lichtes, in den Bodengrund zu wandern um ihre Phosphatreserven aus den Phosphatdepots im Bodengrund aufzufüllen. Am Morgen kommen sie dann wieder an die Oberfläche und breiten sich aus um das Licht zu nutzen.

    Das wäre mal ein Thema, welches sich trefflich für ein universitäres Projekt eignen würde!!! Das ist schon eine kühne Theorie, Hans Werner, die Assistentin der Geschäftsleitung kann das ja mal als Projekt ausschreiben und wir hier verraten keinem, daß im neuen Tropic Marin Cyano-Stop auch nur Traubenzucker drin ist.... :face_with_tongue:

    Viele Fragen, die erst viel später wissenschaftlich geklärt wurden, hat er mit sorgfältiger Beobachtung und Intuition bereits im Vorfeld richtig beantwortet.

    Bernd: Genau DAS meine ich damit!

    Sonst kommt nämlich viel zu oft sowas raus:


    Dringend Hilfe: Po4 erhöhen, NaH2PO4?

    Nee laß´mal Bernd, ich habe lange genug als Meeresbiologe an der Uni gearbeitet und bin heute noch gefragter Ideengeber und Zulieferer diverser Universitäten und Lehrstühle für Biologie und Aquakultur.

    Und nur weil es hier irgendwo einen Fred mit vielen Vermutungen gibt, bei denen aber wahrscheinlich keiner wirklich ernsthaft und konsequent das Thema Phosphat verfolgt hat, ist noch lange nicht das Gegenteil bewiesen.

    Wenn ich dagegen in der täglichen Praxis sehe, und hier auch aufmerksam lese, wie lax mit dem Thema Phosphat umgegangen wird, sowohl was die Qualität der Messungen, als auch die Interpretation der Ergebnisse anschaue, dann kann ich mir einen guten Reim darauf machen.
    Ab jetzt werde ich Buch führen und zumindest die an mich gerichteten Anfragen dokumentieren, denn bisher sind die Cyano - Ursache, in Fällen die ich wirklich nachvollziehen kann zu 100% Phosphatdepots.

    "Nachweise" mit JBL Multitestkoffer ohne Mehrfachmessungen und Referenzen, keinerlei Interpretationen organischer oder anders gebundener Phosphatquellen und diverse Mutmaßungen sind in keiner Weise dienlich und gehen das Thema amateurhaft an.

    Wenn man viele Cyanofred´s liest, gleichen die Maßnahmen absoluten Blindflügen, da wird an allen möglichen Schrauben gleichzeitig gedreht, alle erdenklichen Wundermittelchen hineingeschüttet mit Hoffnung auf Besserung.
    Wenn die Leute hier lesen, daß es alle möglichen Ursachen gibt, kann man es Ihnen vielleicht auch gar nicht verübeln.

    Dabei ist es so einfach: Zunächst alle Phosphatquellen in´s Minimum bringen, gleichzeitig mehrere Messungen aller möglichen Sedimentierecken, Hauptsächlich Bodengrund, vornehmen, mit Referenz prüfen und überlegen, ob es noch andere Phosphatquellen und Depots geben kann.
    Dabei muß man sich klarmachen, daß mit unseren Tests nur Orthophosphate erfaßt werden!

    Blaulichtbeleuchtung ist immer hilfreich, sowas mögen Cyanobakterien überhaupt nicht, zumindest nicht die, die uns im Aquarium nerven.

    Damit hat man schon einmal das Wichtigste getan, Geduld gehört natürlich auch noch dazu.

    Eine leichte Kohlenstoffzugabe, ob nun über Ethanol, Traubenzucker oder käufliche Produkte kann auch nicht schaden, aber erst, wenn man die anderen Parameter im Griff hat.

    Wenn das alles über mehrere Wochen nicht hilft, kann man gern über seinen "Spezialfall" weiträumiger nachdenken, aber mir persönlich ist soetwas bei Hobbyaquarianern nie wirklich untergekommen.

    PS: Schade, daß der gute Peter Wilkens nicht mehr unter uns weilt, Du hättest ihn gern nach seiner Meinung über mich befragen können, ich glaube, die war nicht so schlecht, seine Telfonnummer habe ich heute noch und die Gespräche mit ihm in sehr angenehmer Erinnerung.

    Und damit kein falscher Verdacht aufkommt: Ich bin gar kein Gegner von Cyanobakterien, daß sind tolle Organismen, ihre Ökophysiologie ist wirklich beeindruckend und ohne sie wäre auf unserem Planeten vermutlich nicht viel los und es würde nur nach faulen Eiern stinken.... :]

    Genauso gut könnte ich schreiben, Du mit Deinem Phosphat als 90% Ursache, denn diese Ansicht ist - wie auch hier schon von Vielen dargelegt wurde - durchaus fraglich und in Teilen widerlegt.

    Von wem denn?

    Martin, wenn Du Bactobalance zugibst, ist es prinzipiell nichts anderes, als eine Alkoholzugabe, das würde ich bei leichtem Befall immer empfehlen, nach bisherigen Erfahrungen, aber die sind auch noch nicht allumfassend, reagieren Cyanobakterien eher negativ auf Kohlenstoffzugaben.
    Der Phosphatnachweis ist ein weites Feld und nicht alle Phosphatquellen werden mit herkömmlichen Tests erfaßt. Bei Umzügen sollte man immer davon ausgehen, daß etwas Phosphat freigesetzt wird, es ist ohnehin immer eine Streßsituation für das Becken.

    Bernd, Du immer mit Deinen theoretischen Mutmaßungen! Wieviele Becken mit Cyanobakterien hast oder betreust Du eigentlich? Ich habe das in 20 Jahren Berufspraxis HUNDERTFACH bei allen möglichen Kunden, vor allen in öffentlichen Schauaquarien erlebt, es mag ja Ausnahmen geben, aber zu weit über 90% ist es ein PHOSPHATproblem, wie oft soll ich das denn noch schreiben?

    Die Leute wollen Hilfe und nicht die 97. theoretische Möglichkeit, woran es VIELLEICHT auch noch liegen könnte.

    Diese Mail ist zwei Minuten alt, hier wurde ein "Kieselalgenproblem" diagnostiziert - "Ja nee, is klar!" möchte man dazu nur sagen. Ich habe nur den Kaffetassentest empfohlen und die Lösung lag innerhalb einer Minute klar auf der Hand! Dabei steht das Becken ja keineswegs schlecht:

    Hallo Herr Luther,
    ich habe gerade gestern diese Bodenfläche vom Foto abgesaugt und noch im Kübel belassen und davon nun einen Phosphattest (Merk) gemacht. Ergebnis = zwischen 0,18 und 0,25 PO4!!!
    Was schlagen Sie für eine Massnahme vor??? Duobad habe ich noch vorrätig!!
    Gruss J. W.

    Thomas: Natürlich soll man nicht alle paar Monate den Bodengrund austauschen, ich denke jedes Jahr die Hälfte, je nach Beckengröße, wäre eine einfache und gute Maßnahme.

    Das Problem bei Dir: Hast Du den Bora Bora Sand denn vorher auf Phosphat getestet?