Beiträge von Korallenwelt

    "1000l habe ist eine Flasche Special Blend und 1 Flasche Nite-Out2 schon verbraucht.Du hast mir Mut zum Durchhalten gemacht."

    Bei einem Phosphatgehalt von 0,5mg/l, falls der so stimmt (Womit gemessen? Referenz?) kannst Du soviel Mut haben wie Du willst und noch hundert andere Mittelchen dazukippen, es wird wohl nicht werden.

    Cyanobakterien brauchen Phosphat, sonst fast nichts, ist genug davon da, geht´s ihnen gut. Das steht nun aber schon 100 x hier im Forum wenn man mal die Suche bemüht!

    Das Bild ahst Du doch schon gemalt, nimm einfach das oben auf Hans Werners Post.
    Die schwarze Pumpe ist in Bodennähe und strömt rechtsherum, wie eingezeichnet, die graue Pumpe baust Du dann an die Oberfläche und läßt sie linksherum strömen!

    Ich werde auch in diesem Jahr wieder in Sindelfingen persönlich vor Ort sein, allerdings nicht mit eigenem Stand, da mich die Vorträge und persönliche Begegnungen mehr interessieren, als das ohnehin stetig laufende Geschäft. Wer mich also gern persönlich treffen und Wünsche, Anregungen oder Beschwerden loswerden möchte, hält einfach etwas Ausschau oder fragt die Veranstalter oder Vortragenden, die kennen mich. Ich werde mir sicherlich fast alle Vorträge anhören.


    Wer mich anrufen möchte: 0381 2002094

    "Um meine Streams effizient einzusetzen hab ich mir mal so was wie eine Art "CL mit Streams" ausgedacht ("

    Dann streich´mal schnell das Wort "Effizient" aus Deinem Gedankengut, Marco, wenn Du solche Propellerpümpchen an ein Rohrsystem koppelst, kommt ja fast nichts mehr an. Ich weiß gar nicht warum Du es Dir so schwer machst. Eine wechselnde Kreisströmung ist doch ganz simpel aufzubauen:

    Du nimmst eine Pumpe, vielleicht am Boden, die immer in die eine Richtung strömt, zum Beispiel diese Pico. Die halte ich in dieser Größenklasse für das Beste, was man auf der Welt kaufen kann: sie kostet keine 20€ Straßenpreis und macht echte 1200 Liter pro Stunde. Dabei ist sie gerade mal so groß, wie eine Streichholzschachtel.
    Somit hast Du schon mal eine Kreisströmung in eine Richtung realisiert. Wenn Du jetzt am selben Platz nur weiter oben eine 6055 nimmst, die Du regeln kannst, dann läßt Du diese einfach in einem Zeitraum Deiner Wahl auf 100% in die entgegengesetzte Richtung laufen und da sie stärker als die kleine Pico ist, wird sich die Strömung nach der Tunze richten. Wenn diese dann nach ein paar Minuten auf 10% runtergefahren wird, ist die kleine Pico wieder stärker und die Strömungsrichtung wird sich umkehren.
    Die Pico ist sogar mechanisch regelbar, Du kannst das System also ganz fein ausbalancieren und es kostet kaum Geld.
    Ist alles ganz simpel und wird in vielen großen Schauaquarien so gehandhabt, nur mit stärkeren Pumpen, die einfach abgeschaltet werden.

    "dann Zeolith in 5 facher Überdosierung rein"

    Was genau muß man sich darunter vorstellen? Zeolithe sind in erster Linie adsorbierende Substanzen, dafür gibt es doch keine "Konzentrations-" Angaben.

    "Aha-Erlebnis bei PO und Nitrat, beides viel zu hoch - Mein Ziel war es dann, PO runter "

    Das ist immer der logischste und beste Weg, wobei eine gute Kohlenstoffquelle für Bakterien sehr hilfreich sein kann.

    Irgendwas kann man immer meckern, aber es ist schon ein sehr schönes Becken. Natürlich können niemals alle Fische so schwimmen, wie in freier Natur, aber darum geht es doch bei Tierhaltung in menschlicher Obhut gar nicht.

    Verwunderlich fand ich den Satz: " Ich kann es morgens nicht erwarten, zur Arbeit zu kommen!"

    Kennt jemand Quint Kellermann? Was macht der hauptberuflich? Wasser wechseln :grinning_squinting_face: ?

    " für einen weicheren, breiteren Strahl."

    Was soll das sein?
    Wenn Du wechselnde Strömung bei der Größenordnung willst, gibt es wohl nur die 6055, Du solltest den Schutzkorb vielleicht noch eher abnehmen, ich betreibe die stream Pumpen von Tunze alle ohne Schutzkorb, einfach mit freiem Propeller, der Strömungseffekt ist deutlich besser!
    Jens Kallmeyer hält sogar seine Seenadeln so!

    Palaemon elegans sind das alles, aber die Osteetiere sind nicht aus der Nordsee eingewandert, wo es die Art, über den Atlantik bis in´s Mittelmeer gibt.

    Mit gentechnischen Methoden kann man aber heute problemlos einzelne Populationen unterscheiden und auch wieder erkennen.

    Man kann die Box doch so konstruieren, daß die Pumpe genau neben die Glasstrebe paßt, wenn wir eine ordentliche Skizze bekommen, mit eingezeichnetem Abströmwinkel, dann paßt das nachher ganz genau und ist kein Provisorium. Hier ist mal etwas Ähnliches, am Beispiel der Tunze Nano Wavebox siehst Du, wie man das auf kleinstem Raum umsetzt.
    Aber es muß eben klar sein, wohin die Pumpe strrömen soll, die Strebe vorsichtshalber mit einzuzeichnen könnte auch hilfreich sein und Fehler vermeiden!

    Ja klar: es muß einfach und ohne Schnickschnack sein.

    Mit einer guten regelbaren Pumpe kommt man ja annähernd auf 10.000 Liter Lustleistung, einfaches Hoch- und Runterregeln über simples Tastenfeld und fertig!

    Zwei Pumpen davon und ich denke, in den meisten Fällen kann sogar eine ausbleiben, dann hätte man ein redundantes System.
    Ich habe ja fast täglich mit großen Schauaquarien zu tun und kann nur sagen: Genaus DAS wollen die, keine meterhohen Abschäumer mit x Stellschrauben und vielen Pumpen.
    Das heben andere Hersteller jahrelang gemacht und nervt nur wegen der vielen Ein- und Ausgänge - am Ende sieht keiner mehr durch, da arbeiten schließlich Tierpfleger!

    Lufteinzug immer maximal und die Leistung über Drehzahl regeln, einfacher geht´s nicht!

    Interessanterweise stammen die Tiere, welche in der Ostsee leben, von solchen aus dem Schwarzen Meer ab, wie uns Dr. Achim Meyer vom ZMT auf der diesjährigen Ostsee Exkursion in seinen tollen Vortrag berichtete.
    Da es zwischen der DDR und den "sozialistischen Bruderstaaten" am Schwarzen Meer regen Schiffsverkehr, vor allem von Marineschiffen gab, verwundert das auch nicht.

    Es ist schon interessant, was man mit Hilfe von Gentechnik so alles herausfinden kann.

    Wir empfehlen die Boxen deshalb unter Wasser anzubringen, weil sich die Ansaugkörbe - es sind ja immerhin zwei! - bei längerer Abwesenheit durchaus zusetzen können, wenn man zum Beispiel gleichzeitig eine Algenplage hat. Die Pumpe kann dann von oben keine Luft saugen!
    Die Qualität der Abyzz Pumpen ist zwar so gut, daß die Pumpe eigentlich keinen Schaden nimmt, aber Millionen Luftblasen im Becken sind für Korallen sicherlich nicht förderlich.

    Das Kleben mit Zwischenstücken (Wäre ein dicker PVC Streifen nicht besser?) ist zwar möglich, wenn Du aber sowieso über 90° verkleben willst, wäre eine Sonderanfertigung vielleicht besser. Die paßt auf Anhieb, hat über 90° zwei gerade Klebeflächen und braucht für die Herstellung eine Woche.
    Die hält dann natürlich bombig, die Gefahr des Abfalles mit den provisorischen Steinchen dazwischen besteht nicht. Mann sollte die Kraft einer Abyzz 200 nicht unterschätzen, wenn sie auf 80-100% hochgefahren wird. Die Klebefläche einer normalen Box ist nicht umsonst so groß gewählt.

    " Es gibt nämlich Fälle, wo weniger Luftleistung, zu deutlich besseren Abschäumergebnissen geführt hat, als voll Power... Im übrigen ändern sich die Wasserparameter über die Jahre... da ist es nicht schlecht, Leistungsreserven zu haben"

    Auch in umgekehrter Richtung macht es Sinn, es gibt ja immer mal Becken, deren Abschäumer anfangs oder Adsorbereinsatz tagelang überkochen. Manch einer verliert da die Nerven oder weiß als Anfänger gar nicht, wie ihm geschieht.

    Wie schön, wenn man da eine Stellschraube hat!

    "Viel Spielraum hat man da nicht mehr."

    Schön formuliert, Stefan! Der Mann "spielt" nicht in seinem Becken, er hat ´ne 100 Mann Firma und nicht viel Zeit. Er will einfach nur ein schönes, durchschnittliches Aquarium. Das hatte er in den letzten 10 Jahren in der alten Wohnung auch. SPS und knallbunte Farben interessieren ihn überhaupt nicht (Ja sowas gibts!).

    Auf der Rückförderpumpe Aquabee steckt ein Filterschwamm, durch den echte 2000 Liter gehen. Der wird einfach immer gewechselt, der dreckige in aller Ruhe ausgespühlt. Ich halte es für wichtig, dies sorgfältig zu machen, da sich die Schwämme bei ständigem Gebrauch und schlechter Reinigung zusetzen.
    Natürlich hat er eine UV Kammer, in die bei Bedarf ein freistrahlender UV Klärer versenkt werden kann.

    Und Strom gibt es sogar auch!!!! :grinning_squinting_face:
    Die Steckdosenleisten wurden über der Scheibe angebracht.

    Platz für kontinuierlichen Adsorbereinsatz findet sich tatsächlich noch in der Filterkammer!
    Für stärkere Eingriffe empfehle ich einen Wirbelbettfilter bei Bedarf zuzuschalten. Das geht von außerhalb mit kleiner 1200 Liter Maxijet Pumpe.

    Die Scheiben kann man prima mit einer Aqua Medic Klinge am Stiel reinigen ohne sich zu verrenken, da diese ja kippbar ist. Man kommt ja von allen drei Seiten an das Becken ran.

    "Hoffentlich kann man mit Fenstervorhängen den Raum abdunkeln. Ansonsten wird man das schöne Becken nur bei Dunkelheit richtig genießen können.
    "

    Das Fenster rechts neben dem Becken hat nur vormittags Sonne und läßt sich auch abdunkeln.

    "wie wird der Wasserwechsel Realisiert? Man hätte ja ne Bohrung mit Kugelhahn beim Abschäumer machen können und dann einfach ablaufen lassen...?!"

    Mike, meine Philosophie ist immer, daß die Leute irgendwas noch wirklich mit der Hand machen müssen und nicht alles automatisieren :winking_face:
    An seinem Salzverbrauch merke ich immer, ob ich richtig liege….

    " Sind die Liter angaben bei den Schäumern netto oder brutto angaben?"

    Die Literangaben bei Abschäumern sind in der Regel grober Unfug und ein, manchmal sehr kommerzieller, Kompromiß der Hersteller. Die Größe und Leistung eines Abschäumers sollte einzig und allein nach Art und Menge des eingebrachten Futters und nach Umfang des Korallenbesatzes (Schleimbildung) ausgewählt werden.
    Natürlich kann kein Hersteller soetwas wissen, weshalb alle diesen Kunstgriff versuchen: Je mehr LITER, desto mehr Futter, was ja meistens nicht falsch ist.

    "Ich weiß gar nicht warum um die Double Cones so ein Hype gemacht wird.
    Denke immer noch, dass mein Mini BK 200 mehr Reaktionsraum als ein Cone hat."


    :thup


    Im Zweifelsfall immer erstmal den eigenen Verstand gebrauchen!!! Warum sollte ein Abschäumer, dessen Reaktionsraum um mindestens ein Drittel kleiner ist, besser sein????
    Ich bin generell vorsichtig bei Sachen, die aus Amiland herüberschwappen. Meist steckt nichts weiter als Marketing dahinter.

    Meine beiden Mini Bubble Kings der ersten Stunde laufen immer noch an 3000 Liter Anlagen, zum Teil mit 40 Fischen und sogar Trockenfutterzugaben.
    Die heutigen Modelle haben ja sogar regelbare Pumpen - der pure Luxus!
    Diese Abschäumermodelle sind konstruktiv und von der Bedienung her auch nach 10 Jahren immer noch das Beste, was ich jemals gesehen habe.

    "wenn er aber eines tages infolge des ständig größer werdenden korallenbestandes merkt, dass dieselben anfangen zu kränkeln, brauchts nur n paar po4-dosierungen, um dem phänomen auf die spur zu kommen."

    Dem wäre nicht zu widersprechen, wenn es dabei bliebe und man das als Testballon betrachtet und als vernünftige Schlußfolgerung besser die Futtermenge erhöht, um auch gleichzeitig etwas mehr Stickstoff und Eiweiße in´s System zu bringen.

    Aber wenn die Suche Funktion hier 100 x "Phosphat zudosieren" ausspuckt und das noch vollkommen Zusammenhanglos, halten das die meisten in spätestens 5 Jahren, denn es geht ja nichts verloren, für eine ganz gängige Maßnahme und machen damit immer weiter.
    Daher auch meine Einschätzung, daß das mit ziemlicher Sicherheit bei 90% der Leute ziemlich üble Folgen haben wird.

    Der Ratschlag, einfach die Futtermenge zu verdoppeln, ist simpler, kostet fast nichts und die Leute hören damit auch von selbst wieder auf, ohne groß darüber nachzudenken, wenn es nicht gefressen wird!

    Bernd Mohr hatte seinerzeit auch nie Phosphatmangel, aber kerngesunde, runde Fische... :grinning_squinting_face:

    "
    --> Wie hoch sind eigentlich eure Unterschränke, hatte eine Schrankhöhe 80-90cm angestrebt, so dass man im sitzen halt gut ins Aquarium reinschauen kann."

    Unterschränke sollten nur 70cm hoch sein, damit Du etwas von oben in Dein Aquarium schauen kannst. So sind die Tiere wesentlich bunter. Das kannst Du einfach in einem guten Zoofachgeschäft einmal ausprobieren. Außerdem kannst Du kaum noch im Becken hantieren, wenn die Oberkannte bei 1,60cm liegt.

    "Es gibt auch Steinkorallen, die durch Strom anders / schneller wachsen…"

    Durch Strom wird Calzifizierung auf leitenden Materialien angeregt und auf diese Weise versucht, künstliche Riffe zu erzeugen. Das hat doch nichts mit dem Wachstum irgendeiner Koralle zu tun!

    "wenn es die Wissenschaftler nicht gäbe, wären wir mit unserem Hoppy nicht da wo wir jetzt sind. Außerdem möchte ich nichts auf dem Kopf stellen"

    Genau das passiert aber gerade: Diesen Satz kannst Du aber getrost umdrehen!!!! Ich habe in Zeiten Meeresaquaristik gelernt, in denen hochrangige Biologen, Namen blenden wir mal besser aus, immer wieder (!!!) behauptet haben, Korallen, besonders Steinkorallen, könne man definitiv NICHT in Aquarien halten. Heute kaum vorstellbar, aber absolute Realität!
    Wieviele Universitäts- oder Institutsaquarien kennst Du?

    Einer einzelligen Zooxanthelle kann man vielleicht Licht auch im Minutentakt anbieten und sie funktioniert trotzdem, das kann ich nicht beurteilen und es fragt ja auch keiner, wie´s ihr dabei geht, aber eine Koralle ist ja schon ein etwas komplexerer Organismus und außerdem leben doch in Deinem Aquarium auch jede Menge anderer Tiere, die das tolerieren müssen.
    Natürlich gibt es neben Krankenschwestern und Feuerwehrleuten auch diverse andere Berufsgruppen, die vielleicht ein regelmäßigeres Leben bevorzugen, aber dennoch gut mit diversen Schichtplänen auskommen. Aber ob es Ihnen wirklich physiologisch "besser" geht, kann man sie ja selbst fragen.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, aber ich habe ja schon mehrfach hier im Forum darauf hingewiesen, wissenschaftliche, biologische Literatur nicht überzubewerten, weil die Hauptaufgabe eines Zoologen, so er denn nicht gerade Verhaltensforscher ist, das Sammeln von Daten toter Tiere ist. Man muß heutzutage auf Teufel komm raus publizieren, um einen Job zu bekommen oder zu behalten.

    Ich habe hier gerade ein Projekt mit Tridacna Muscheln in´s Leben gerufen, an dem zwei promovierte Biologen und zwei sehr engagierte Studenten, zum Teil waschechte Meeresaquarianer, mitwirken. Derzeit sind wir in der Findungsphase, sichten also Unmengen Literatur.
    Du glaubst gar nicht, was für widersprüchliche Angaben man da so finden kann. Die Haltungs- oder besser "Forschungs"bedingungen für die einzelnen Tiere lassen einen zum Teil die Nackenhaare hochstehen. Es gibt inzwischen auch gute Korallenriffbecken in wissenschaftlichen Einrichtungen, aber die waren bestimmt nicht Vorreiter für die Hobbyisten.
    Die ersten Steinkorallenzüchter aus den 80er Jahren im Berliner Verein für Meeresaquaristik wurden oft genug belächelt, frag mal Dietrich Stüber….

    Die maximale Fotosyntheserate der Zooxanthelle muß ja auch nicht zwangsläufig bessere Bedingungen für die Koralle bedeuten, eher wäre vielleicht die maximale Ausdehung der Beleuchtungsphase interessant um größtmögliches Wachstum in der Korallenzucht zu erzielen. Das Lichtspektrum sowieso, aber das ist jetzt wieder ein ganz anderes Thema!

    So ganz im Wohnzimmer steht es ja nicht, wenn man schon einmal ein Haus baut, kann das Aquarium ja gleich einen Extraraum mit Klimaanlage und eigener Lüftung bekommen. Da kann man dann auch nach Lust und Leune herumspielen und muß nicht immer gleich aufräumen.
    Der Besitzer will bestimmt niemals Korallen züchten, sondern in seiner wenigen Freizeit einfach nur Spaß an seinem Becken haben. Daher sollte sich die Arbeit auf ein Minimum reduzieren, was sich im Ernstfall auf das Putzen der Frontscheibe beschränkt..

    Also Technik so wenig wie möglich aber vom Feinsten. Das Aquarium wie ein Fertigbecken gebaut, aber vor Ort montiert, da diese Größe nicht mehr vernünftig durch die Türen transportiert werden konnte.
    Nachdem der Beckenbauer (Aquarienbau Voigt Berlin) ganze Arbeit geleistet hat, kam zunächst die Deko an die Wände und wurde komplett vermörtelt.
    Der Ausschnitte der Sichtscheibe ist deutlich kleiner als das Becken, bewirkt dadurch aber eine enorme Tiefe:

    "Meine Philosophie ist nicht, viel Phosphat …. im Wasser zu haben."

    Aber Du siehst, Armin, daß es eben manchmal so rüberkommt. Und Anfänger oder Leute, die nicht so tief in der Materie stecken, wie Du oder Joe, die interpretieren das eben als Zudosierung und ich wette, daß davon über kurz oder lang 90% richtig Schiffbruch erleiden, weil sie die Zusammenhänge nicht verstehen oder einfach nicht wissen, wann Schluß ist.

    Ich denke, da ist die Philosophie, das Phosphat (Nitrat halte ich für vollkommen überbewertet und meistens nicht genau meßbar!) immer in´s Minimum zu bringen, für den deutlich besseren Weg.
    Solange dem Aquarium Futter zugegeben wird, sollte keine Koralle verhungern und der "sogenannte Mangel" wird wahrscheinlich in der Regel nur falsch interpretiert, weil man irgendwie handeln will, anstatt das System sich selbst zu überlassen.
    Wenn man dann mal Bilder von solchen Becken sieht, haben die meistens ganz andere Probleme, aber bestimmt keinen Phosphatmangel.

    Joe wenn Du in Deiner Anlage mit tausenden Korallen Phosphat zugibst, ist das sicherlich für jeden logisch nachvollziehbar, aber ein Anfängerbecken sollte zunächst einfach über die Futterzugabe, Abschäumung und Adsorber in ein ausgewogenes Nährstoffgleichgewicht gebracht werden und dabei pflegerische Erfahrungen zu vermitteln.

    Alles andere endet, wie oben beschrieben eher in Frust und finanziell in ein Faß ohne Boden.

    Armin ist Phosphatfan, ich dagegen ein absoluter Gegener, das macht unser Zusammensein immer etwas spannend….. :smiling_face:
    (Kannst Du Dir in Sindelfingen life ansehen!) Armin, warum haben wir in Deinen Becken am Montag eigentlich kein Phosphat gemessen??? :loudly_crying_face:


    "Ich dosiere seit dem Täglich 10 ml PO4 Plus zu."

    Soetwas kann ziemlich böse nach hinten losgehen. Ich weiß nicht, ob auf diesem Zeug irgendeine Mengenangabe steht, aber Du berufst Dich ja schließlich auf Meßwerte, dann solltets Du auch genau wissen, wieviel Du zudosierst.

    Anstatt aber blind irgendwelchen Meßwerten zu vertrauen, von denen Du gar nicht genau weißt, ob Sie denn stimmen, empfehle ich den Leuten immer, lieber ihren eigenen Verstand zu gebrauchen:

    Solange Du Deine Fische fütterst, gibst Du täglich eine bestimmte Menge Phosphat zu. Da Phosphate, im Gegensatz zu Nitraten, nicht flüchtig (als Stickstoff) sind, kann nur ein gewisser Teil abgeschäumt oder durch Wasserwechsel entfernt werden, der Rest bleibt im System, in der Regel im Boden. Ob Deine Tests diesen Rest aber erfassen können, ist ja eine ganz andere Frage.

    Ich habe mehrere Statements dazu abgegeben, die Du über die Suche Funktion findest, ich will mich jetzt nicht zum 100 Mal wiederholen. Aber der einfachste Weg, den Phosphatwert im Freiwasser zu erhöhen, ist ein Umrühren Deines Bodengrundes mit einem langen Stab. Dabei macht man sich nicht einmal die Hände naß.
    Wenn Du etwa 10 Minuten später eine Wasserprobe nimmst, sollte Dein Phosphat wieder nachweisbar sein. Du verwendest also zunächst einmal nur die Depots, die ohnehin schon im Becken sind und läufst nicht Gefahr, überzudosieren.

    Generell warne ich nun schon seit Jahren beständig davor, zum Teil gravierende Veränderungen an unseren Aquarien vorzunehmen und massiv in den Wasserhaushalt einzugreifen, nur weil irgendein Meßwert nicht stimmt. Schaut man sich heutzutage Internetforen oder die Aquarienindustrie an, kommt man fast zu dem Schluß, daß Meeresaquarien nur deshalb betrieben werden, um irgendwelche Substanzen in´s Becken zu schütten. Da kommen bei Manchen glatt dreistellige Summen im Monat zusammen, gar nicht auszurechnen, wieviele gute Bücher oder Reisen zu erfolgreichen Aquarianern zwecks Erfahrungsaustausch man davon finanzieren könnte…..
    Wenn man manche Dinge genauer hinterfragt, werden Substanzen oder Verfahren verkauft, die bestimmte Verbindungen, die im Salz in ausreichender Menge vorhanden sind, aus dem Meerwasser entfernen, dann ein Meßkit um einen Mangel zu ermitteln und dann wieder Substanzen, die diesen Mangel ausgleichen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
    In meiner grenzenlosen Naivität bin ich immer davon ausgegangen, daß die Leute, so wie ich, Freude an schönen Tieren haben und diese gern beobachten. Wenn man sich einen regelmäßigen Wasserwechsel angewöhnt, eine Calciumversorgung betreibt und seine Tiere beobachtet, kann man eigentlich gar nichts falsch machen.

    Ich glaube, den meisten ist gar nicht klar, daß es vor 20 Jahren zwar schöne Meerwasseraquarien, aber eigentlich gar keine brauchbaren Wassertests, verglichen mit heutigen Methoden, gab. Komischerweise hat es trotzdem bei den Meisten funktioniert.

    Sprecht doch mal mit der Messefrau, ob das mit den Autoren nicht auch in dem anderen Hotel ginge, die freut sich bestimmt auch, wenn sie keine Abendveranstaltung in ihrem Messeraum beaufsichtigen muß, es sei denn, sie nimmt Extrakohle dafür.