Armin ist Phosphatfan, ich dagegen ein absoluter Gegener, das macht unser Zusammensein immer etwas spannend…..
(Kannst Du Dir in Sindelfingen life ansehen!) Armin, warum haben wir in Deinen Becken am Montag eigentlich kein Phosphat gemessen??? 
"Ich dosiere seit dem Täglich 10 ml PO4 Plus zu."
Soetwas kann ziemlich böse nach hinten losgehen. Ich weiß nicht, ob auf diesem Zeug irgendeine Mengenangabe steht, aber Du berufst Dich ja schließlich auf Meßwerte, dann solltets Du auch genau wissen, wieviel Du zudosierst.
Anstatt aber blind irgendwelchen Meßwerten zu vertrauen, von denen Du gar nicht genau weißt, ob Sie denn stimmen, empfehle ich den Leuten immer, lieber ihren eigenen Verstand zu gebrauchen:
Solange Du Deine Fische fütterst, gibst Du täglich eine bestimmte Menge Phosphat zu. Da Phosphate, im Gegensatz zu Nitraten, nicht flüchtig (als Stickstoff) sind, kann nur ein gewisser Teil abgeschäumt oder durch Wasserwechsel entfernt werden, der Rest bleibt im System, in der Regel im Boden. Ob Deine Tests diesen Rest aber erfassen können, ist ja eine ganz andere Frage.
Ich habe mehrere Statements dazu abgegeben, die Du über die Suche Funktion findest, ich will mich jetzt nicht zum 100 Mal wiederholen. Aber der einfachste Weg, den Phosphatwert im Freiwasser zu erhöhen, ist ein Umrühren Deines Bodengrundes mit einem langen Stab. Dabei macht man sich nicht einmal die Hände naß.
Wenn Du etwa 10 Minuten später eine Wasserprobe nimmst, sollte Dein Phosphat wieder nachweisbar sein. Du verwendest also zunächst einmal nur die Depots, die ohnehin schon im Becken sind und läufst nicht Gefahr, überzudosieren.
Generell warne ich nun schon seit Jahren beständig davor, zum Teil gravierende Veränderungen an unseren Aquarien vorzunehmen und massiv in den Wasserhaushalt einzugreifen, nur weil irgendein Meßwert nicht stimmt. Schaut man sich heutzutage Internetforen oder die Aquarienindustrie an, kommt man fast zu dem Schluß, daß Meeresaquarien nur deshalb betrieben werden, um irgendwelche Substanzen in´s Becken zu schütten. Da kommen bei Manchen glatt dreistellige Summen im Monat zusammen, gar nicht auszurechnen, wieviele gute Bücher oder Reisen zu erfolgreichen Aquarianern zwecks Erfahrungsaustausch man davon finanzieren könnte…..
Wenn man manche Dinge genauer hinterfragt, werden Substanzen oder Verfahren verkauft, die bestimmte Verbindungen, die im Salz in ausreichender Menge vorhanden sind, aus dem Meerwasser entfernen, dann ein Meßkit um einen Mangel zu ermitteln und dann wieder Substanzen, die diesen Mangel ausgleichen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
In meiner grenzenlosen Naivität bin ich immer davon ausgegangen, daß die Leute, so wie ich, Freude an schönen Tieren haben und diese gern beobachten. Wenn man sich einen regelmäßigen Wasserwechsel angewöhnt, eine Calciumversorgung betreibt und seine Tiere beobachtet, kann man eigentlich gar nichts falsch machen.
Ich glaube, den meisten ist gar nicht klar, daß es vor 20 Jahren zwar schöne Meerwasseraquarien, aber eigentlich gar keine brauchbaren Wassertests, verglichen mit heutigen Methoden, gab. Komischerweise hat es trotzdem bei den Meisten funktioniert.