Beiträge von Korallenwelt

    Es spielt ja überhaupt keine Rolle, wer diese Analyse gemacht hat, Oliver stellt sie auf seiner Webseite für sein Wasser zur Verfügung.

    Dann darfst Du Dich aber auch nicht wundern, Olli, daß Dir ein scharfer Wind entgegenweht, wenn Du den Leuten hier, die in der Masse sicher nicht blöd sind, mit solchen Sachen kommst!

    Generell hat doch gar niemand etwas gegen Dein Wasser, sondern ich würde als Unbedarfter aus dem Fred hier eher mitnehmen, daß es durchaus einen Versuch wert wäre, es mal zu probieren, woher auch immer (Siehe meine Äußerung weiter oben) es stammt.
    Wenn aber Argumente ausgepackt werden, die allgemeiner Schulbildung schon eklatant widersprechen, werden die Leute logischerweise vorsichtig.
    Mir ist der Sinn solcher Analysen überhaupt nicht klar, das Wasser kommt aus der Nordsee, ist seit Jahrzehnten von tollen Schauaquarien erprobt und jeder kann versuchen, das für sich nachzuvollziehen. Genau diese Lücke erfüllst Du gerade Olli, und wenn es eine Nachfrage gibt, dann ist das doch das Normalste auf der Welt!

    Jeder Hersteller ist mit Herzblut bei seinen Produkten, das kostet unendlich viel Zeit und Kraft und nicht selten sogar Familie. Ich denke, keine Firma, die 10 Jahre auf dem Markt ist, hat ihre Existenz verfehlt. ATI Produkte gibt es seit (?gefühlten?) 20 Jahren und Ihr habt Eure Kunden gefunden, das ist auf jeden Fall ein Ausdruck harter Arbeit.

    Und richtig Oliver, gerade in Foren, wo man besonders als Hersteller oft genug grundlos für sein Tun angefeindet wird, sollte man enger zusammenstehen, da gebe ich Dir vollkommen recht.
    Aber wenn Du dann solche Argumente auffährst und mit irgendwelchen Analysen kommst, die Dir gleich um die Ohren fliegen, dann darfst Du Dich auch nicht wundern, wenn man Dir Dein gut gemeintes Produkt madig macht. (Das Aluminium ist ja nur die Spitze des Eisbergs!)

    Warum machst Du Dir das Leben selber schwer und bemühst solche Zusammenhänge? WER braucht denn eine Analyse von Nordseewasser? Das ist ein normales Naturprodukt, welches niemand für sich beanspruchen oder gar neu erfinden kann.
    Die unternehmerische Leistung liegt doch eher in der logistisch einwandfreien Lieferung zum Kunden. Wenn ich Dein Angebot wirtschaftlich prüfe:

    http://atiaquaristik.com/de/shop/object_list.php?ucat_id=98


    dann muß ich von 16,72 € netto noch 2,50 für den Kanister, 2,50€ für einen stabilen Umkarton und 5€ für den Versand eines 25kg Paketes abziehen und komme zu dem Schluß, daß die Firma ATI ganz bestimmt nicht reich damit wird, falls Dir das jemand unterstellen sollte.

    Wenn man für die übriggebliebenen 6-7€ einen verantwortungsvollen Mitarbeiter bezahlen soll, dann muß man schon eine ganz schöne Menge Wasser im Monat verkaufen.

    Gemessen am Aufwand bekommt es der Kunde sogar noch sehr günstig!

    Insofern macht es doch keinen Sinn Oliver, auf irgendwelchen chemischen oder verzeihe mir den Ausdruck, "esotherischen" Argumenten herumzureiten, die keiner genauen Prüfung standhalten.

    Das Produkt ist ok, Du bist einer der ganz Wenigen, die es anbieten und es ist, gemessen am eigenen Aufwand, den man hätte, sogar noch günstig.
    Die Dramatik, die dieser Fred angenommen hat, sehe ich einfach darin, daß Du versuchst, Argumente zu finden, die ein solches Produkt nicht nötig hat.

    Ich habe ja schon weiter oben ausgeführt, daß es eigentlich besser wäre, man würde einfach bei höchster Flut das Wasser direkt am Nordseestrand entnehmen, dann enthält es auf jeden Fall genug Plankton, dem Hauptunterschied zu Wasser aus Meersalz.
    Ob da jetzt irgendein wirkliches Schwermetall in der doppelten Konzentration vorliegt, spielt doch überhaupt keine Rolle, da diese ohnehin meist in Komplexverbindungen vorkommen, die vermutlich schneller abgeschäumt werden, als wir uns wünschen.

    Und diese genau zu messen, ist nochmal ein ganz anderes Thema, siehe meine Äußerungen zu Natrium wieter oben!

    Oliver, was greifst Du mich hier andauernd persönlich an?? Ich frage nur nach Antworten auf DEINE Argumente! Das hast DU doch veröffentlicht, nicht wir hier im Forum:

    Analyse 102 von DEINER Webseite - das ist die letzte, die ich habe - ist leider nicht mehr abrufbar - sorry!

    Hier

    Ungewünschte Schwermetalle:


    Hg 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Se 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Cd 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Sn 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Sb 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    As 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Al 26.02 μg/l 2.00 μg/l 24.02 1600 0.00 0.00

    Pb 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Ti 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Cu 0.00 μg/l 0.10 μg/l -0.10 1600 0.00 0.00

    Zitat

    das es frei von unerwünschten Konzentrationen irgendwelcher Metalle-/Schwermetalle ist. Dies kann ich belegen.

    Weil auch das schon wieder eine vollkommen unsinnige Behauptung von Dir ist, die jeder Grundlage entbehrt, sich aber gut anhört, denn es klingt toll, weil es ja ständig durch die Presse geistert.

    Schwermetalle, zu denen ja laut Deiner Analyse sogar Alumium zählt (Jedes Kind weiß, daß Flugzeuge nicht gerade aus Schwermetallen gebaut werden - wäre abgesehen vom Flugverhalten auch ziemlich teuer!) sind im freien Wasser der Nord- und Ostsee schon seit Jahrzehnten überhaupt kein Thema mehr und haben sich auf ein halbwegs natürliches Maß eingepegelt. Industrieabwässer werden seit vielen Jahrzehnten geprüft und sind genehmigungspflichtig - wir leben hier nicht in einer südamerikanischen Bananenrepublik.
    Das meine ich mit fadenscheinigen Argumenten. Sie sollten wenigstens sachlich richtig sein und nicht irgendwelcher Humbug!

    Wenn mir hier jemand sachlich Aluminium als "Schwermetall" verkaufen will, darf man wohl auch den Rest seiner Argumente stark anzweifeln!

    Verunreinigungen, die wirklich interessant sind, sind vor allem organischer oder hormoneller Natur und zwar in so geringen Dosen, daß Du oder irgendein Aquaristiklabor die niemals messen könntet. Dazu gehört millionenschwerer Meßaufwand. Wenn Du Sachargumenten so aufgeschlossen bist, wäre Dir das aufgefallen, ich habe das weiter vorn schon geschrieben.

    Die Konzentrationen, in denen man solche Verbindungen findet, sind so winzig gering, daß der Aufwand, diese zu finden, wirklich enorm ist.
    In erster Linie sind das Verbindungen aus der Landwirtschaft, die vielleicht Mensch und Tier noch halbwegs tolerieren, deren Wirkungsweise auf Meerestiere aber überhaupt nicht untersucht ist.

    Dies sind vor allem wachstumshemmende(Fungizide, Pestizide, etc) oder auch -fördernde (Kälber- oder Ferkelmast) hochkomplexe organische Verbindungen, deren Ausbreitung im Meer erst langsam erforscht wird. Hinzu kommt immer die Gefahr von Verunreinigungen aus der Offshore Industrie.
    Aber ich bin da kein Spezialist, dazu müßte man sich wirklich mal in das Thema hineinknien.

    Aber es ist wohl kaum hilfreich, hier mit solchen verkaufsfördernden Argumenten wie "Reinheit" zu glänzen, wenn man diese nicht definieren kann.
    Schwermetalle gehören aber kaum dazu!

    Zitat

    Momentan scheint aber mehr "Konkurrenz" oder was auch immer in der Luft zu liegen.

    Wenn sich der Bedarf durchsetzt, wird es über kurz oder lang ohnehin mehrere Anbieter geben und sicherlich wird sich derjenige am Ende durchsetzen, der irgendwo am Meer stationiert ist, weil er einfach die günstigste Logistik hat und immer frisch anbieten kann!

    Peter, dann schicke ich Dir jetzt jede Woche ein Paket mit einem 30 Liter Kanister frischestem Meerwasser und Dein Horizont wird dann fast unendlich erweitert.... :grinning_squinting_face:

    Zitat

    in meinen Netto 65l wöchentlich 22l NSW für 20€ einbringt

    Dennis, Du bestätigst mich in meiner Vermutung, daß Nanobecken, die mit Abstand teuersten Aquarien sind, die man betreiben kann.
    Das sind grob gerechnet: 1200 Euro nur für etwas Wasserwechsel.
    Jeder hat natürlich andere Vorlieben aber ich für meinen Teil würde so ein Projekt lieber zunächst auf 5 Jahre hochrechnen und mir dann überlegen, ob ich mir für das Geld nicht lieber ein vernünftig großes Becken mit edelster Technik hinstelle und mir im Jahr drei Eimer Salz kaufe.

    Aber das unterscheidet ja die Meeresaquaristik vom Süßwasser: Es gibt nahezu unendlich viele Möglichkeiten der Umsetzung, man kann alles Mögliche machen.


    Andererseits stößt Du bei mir mit sowas als Herstellerbetrieb und Meeresanrainer natürlich gleich eine prima Geschäftsidee an: Für derartige Umsätze könnte man bei gar nicht mal so sehr vielen Kunden im strukturschwachen Meck/Pomm einen jungen Meeresbiologen einstellen, der nur die Aufgabe hat, sich um die Aquakultur von Meerwasser zu kümmern, dreimal wöchentlich neues Plankton zu fangen und Wasser zu ergänzen, das Ganze zu füttern und ständig chemisch zu analysieren.
    So hat man wirklich Qualität und die Kunden bekommen das, was sie sich erhoffen. Und wir haben einem jungen Menschen eine schöne Berufsperspektive gegeben, das ist doch auch was!

    Für die Aquarianer hätte das den Vorteil, daß sie immer frischestes Meerwassser bekommen und man könnte sogar über eine Art "Flatrate" nachdenken, daß die Leute zu einem viel günstigeren Kurs jede Woche Dienstag "ihr" Pakte Meerwasser frei Haus geliefert bekommen.
    das hat doch was!

    Zitat

    Temperarturen um die 15° Grad, in meinem Becken habe ich 25°. Dem mit eingeführten Organismen ist das egal?

    Axel, fahre mal im Hochsommer bei lang anhaltender Hitze an´s Watt der Nordsee und nimm ein Thermometer und, wenn Du hast, ein kleines Mikroskop mit!
    Das macht Spaß und Du wirst ganz andere Temperaturen messen, als Du erwartest, da wären 25°C für die meisten Wattbewohner eine willkommene "Abkühlung".

    Oder komm´einfach mal bei der Ostsee - Exkursion vorbei - da ist es zwar nicht mehr ganz so heiß, aber Du kannst dann solche Fragen gleich mit langjährigen Meeresaquarianern ausdiskutieren:

    Meerwassertreffen in Timmendorf am Wochenende 5.-7. September

    Zitat

    Oliver: Da hier aber einige anscheinend ohnehin alles Wissen, hätte ich mir dies sparen können.

    In einem öffentlichen Forum muß man damit rechnen, daß sich dort Leute herumtreiben, die eine fundierte, wissenschaftliche Ausbildung haben und auch in solchen Bereichen tätig sind. Die sollte man vielleicht besser nicht für dumm verkaufen!

    Zitat

    Man kann solche Diskussionen auch konstruktiv gestalten

    Ja dazu gehören aber eben auch sachliche Argumente und keine schöngeistigen Reden. In der Meerwasserchemie gelten seit hunderten Jahren einfache chemische und physikalische Regeln, die keiner von uns hier neu erfindet!
    Über Plankton kann man sicherlich streiten und jeder mag von natürlichem Seewasser, welches man auch als solches bezeichnen kann, ja halten was man will. Das steht jedem frei.

    Zitat

    Unsere Kernkompetenz ist Licht und hier machen wir 85% Umsatz im Ausland. Das NSW ist sogar eigentlich aus Nachfrage entstanden, da einige Leute mitbekommen haben, das wir es selber nutzen. Am Anfang hieß es immer: Kannst mir da auch besorgen ?" Und irgendwann habe ich eben beschlossen es mit im Programm für den heimischen Markt anzubieten.

    Das ist doch eine ehrliche Aussage, mit der niemand ein Problem hat. Wenn Leute bereit sind, dafür Geld zu bezahlen, auch wenn es ökonomisch Unfug ist (zum Beispiel bei zu kleinen Mengen gemessen am Gesamtvolumen des Aquariums), dann wird irgendwer diesen Markt bedienen. Das ist legitim.
    Aber irgendwelche fadenscheinigen Argumente, wie "Reinheit" zu erfinden, die sich dann noch in den einzelnen Posts widersprechen, helfen doch Niemandem weiter, am wenigsten dem Anbieter selbst.

    Zusammenfassend kann man sicherlich sagen, daß:

    1. Wasserwechsel, am besten sogar kontinuierlich, eine wunderbare, seit 50 Jahren erprobte und bezahlbare Methode ist, sein Aquarium dauerhaft auf einem guten Niveau zu halten. Der finanzielle und organisatorische Aufwand dafür hält sich in Grenzen und ist von jedem zu stemmen, der wirklich Meeresaquarianer ist. Im Gegensatz dazu kann man fast alle Wundermittel vergessen.

    2. Wenn man eine günstige Bezugsquelle hat, ist der Austausch mit natürlichem Meerwasser machbar, muß aber in nicht zu kleinen Mengen erfolgen, um das Becken an wichtigen Elementen nicht zu verarmen. Welche Mengen vertretbar sind, muß jeder mit seinem eigenen Geldbeutel abmachen.

    3. Natürliches Meerwasser so frisch wie möglich in das Aquarium gelangen muß und lange Lager- und Transportzeiten kontraproduktiv sind und

    4. Das Riskio von eingeschleppten Krankheitskeimen zumindest theoretisch vorhanden, bei einem stabilen Becken aber zu vernachlässigen ist und nicht größer als das Einschleppen aus einer Zoohandlung.


    Daran kann jeder Laie selbst festmachen, ob das für ihn in Frage kommt, oder nicht. Am einfachsten ist der Besuch einer schönen Küste, bewaffnet mit ein paar Eimern. Wenn man das Wasser nicht gerade aus der Elbmündung oder einem Hafenbecken entnimmt, macht diese frische Zugabe Sinn und jeder kann selbst beobachten, ob das bei seinen Pfleglingen irgendwelche Auswirkungen hat. Das hat Bernd schon schön formuliert.
    Wenn er diese feststellt, kann er ja immer noch jederzeit auf Handelsware zurückgreifen, als Binnenländer man fährt ja nicht alle 2 Wochen an´s Meer.

    Bernd, auch wir verfolgen solche Projekte schon lange und es bedarf etwas Übung und Kontrolle, ABER:

    Ich würde es nicht WasserWECHSEL nennen, aber einige unserer Kunden haben das lange betrieben und ich denke für unsere 30.000 Liter Anlage auch gerade darüber nach:

    Man läßt einfach kontinuierlich (Aha: geht also auch mit natürlichem Meerwasser!) Ostseewasser zutropfen, sagen wir mal 10 Liter am Tag. Wenn man seine Verdunstung kennt und es angenommen 7 Liter sind, dann müssen drei Liter Altwasser weglaufen und schon stimmt das wieder. ( Der Salzgehalt an der deutschen Küste liegt eher bei 10-15 Promille)

    Ich kenne zwar noch Niemanden, der das so kontinuierlich macht, aber theoretisch ist das ungefähr so denkbar. Man muß natürlich auch kontinuierlich den Salzgehalt messen, leichte Schwankungen sind aber überhaupt kein Problem, sondern "natürlich"!
    Das zugeführte Plankton dient dann hauptsächlich als Futter, da sich Osteeplankton doch erheblich von dem der Nordsee unterscheidet.

    Das Einzige, was mich derzeit davon abhält, ist die Tatsache, daß ich in dem großen Becken eigentlich keine Miesmuschelzucht betreiben will...

    Aber wenn uns Oliver das natürliche Seewasser hier weiterhin so schmackhaft macht, wird daraus vielleicht bald ein prima Geschäftsmodell und ich garantiere persönlich für wöchentlich frische Seewasserzufuhr direkt aus dem Meer, "hochrein" und MIT Plankton, ist für mich ein Kinderspiel, ich bin mehrmals wöchentlich an der Ostsee... :grinning_squinting_face:

    Zitat

    in Amerika anbieten und auf ihrer Verpackung schreiben: "Natural Live Marine Bacteria" , "more than 11.000.000 Bactreria per gallon" um damit Werbung zu machen. So etwas machen wir nicht. Schon aus dem Wissen heraus, das diese Zahlen nicht garantiert werden können. Komischerweise echauffiert man sich da überhaupt nicht so drüber. Nur wir kritischen "deutschen" stellen immer sofort alles in Frage und alles wird direkt bezweifelt.

    Weil gottlob das naturwissenschaftliche Bildungsniveau hierzulande noch deutlich größer ist, als über´m Teich, wo man mit vollmundigen Behauptungen oftmals den größten Unsinn verkaufen will - was nicht heißt, daß das mittlerweile hier nicht auch Schule macht!

    Zitat

    Ich werde aber weitere Details hier nicht nennen. Denn egal wo das Wasser herkommt und egal wie es transportiert wird, entscheidend ist letztendlich immer die Qualität des Wassers wie wir es anbieten.

    Was genau ist denn damit gemeint? "Gibt es ATI Geheimnisse des Meerwassertransports" die niemand wissen darf?

    Zitat

    Daher machen wir von jeder Charge Analysen bevor es weitergeleitet wird. Nur so kann man sicherstellen das alles in Ordnung ist. Alle anderen Gedanken was, wie und wo passiert ist dann eher zweitrangig.

    Meinst Du etwas solche Analysen, wie auf Eurer Webseite, wo nicht mal der Natriumwert stimmt und fast 1 GRAMM danebenliegt und Du uns dann weismachen willst, daß Ihr auf 0,000.000XX Gramm genau messen könnt?
    Also wenn noch nicht einmal das häufigste Element dem "Sollwert" (Wer legt den eigentlich fest?) entspricht - wie soll man denn alles andere einordnen?

    Zitat

    das wir jemals Plankton in Meerwasseraquarien haben werden, ist ein Märchen, was schon seit langem rumgeistert.. Kleinstlebewesen haben nie eine Chance, eine normale Population zu erreichen,

    Wenn man regelmäßig größere Mengen zu günstigen Preisen bekommen kann, sieht das schon ganz anders aus!
    Ebenso wäre denkbar, daß ein Händler am Meer regelmäßig Plankton zuführt oder das Zooplankton füttert und dann immer frisch verschickt - durchaus eine denkbare Option, ich kann ja mal schauen, wieviel Platz hier noch im Bunker ist.
    Aber ein 30.000 Liter Becken reicht erstmal für dieses Jahr, ansonsten: schönes Projekt für das Frühjahr!

    Zitat

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da noch irgendwas leben soll, wenn Nordseewasser durch halb Europa transportiert wurde.

    Genau! So dürfte es nichts werden!

    Man kann nicht erkennen, ob die Deko porös ist, der Sand ist jedenfalls sehr schön dünn geschichtet.
    Es ist ja alles kein Grund zur Sorge, laß´ den Adsorber einfach weiterlaufen, wechsel ihn 1 x im Monat und miß voresrt wöchentlich Phosphat! Schreib´ Dir die Werte auf und beobachte, ob die Tiere irgendwelche Reaktionen zeigen!

    Solange Du fütterst, kommt auch immer genug Phosphat in´s Becken!

    Vorsicht mit Trockenfutter, dieses enthält in der Regel übermäßig viel Phosphat!

    Über steigend oder abfallend brauchst Du Dir, bei der Leistung heutiger Pumpen, keinerlei Gedanken zu machen!

    Die Länge der Rohrleitung und die Anzahl der Winkel und Bögen ist entscheidend.
    Hast Du in der Garage viel Platz und kannst in Ruhe Deinem Hobby frönen, dann bau das so! Am Besten mit flexiblem PVC Rohr, regelbarer Pumpe und extra Waschbecken. Das kostet natürlich etwas mehr Strom durch den enormen Reibungsverlust, ist aber wahrscheinlich immer noch besser, als unter dem Aquarium in einem versalzten Unterschrank herumzukrauchen.
    Wenn Dir 1000 Liter Durchfluß durch den Filter reichen (Den Fischen reicht das sowieso!), ist das alles überhaupt kein Problem und einfach zu bewerkstelligen!
    Hauptsache Dein Hauptbecken wird schön und Du gehst mit Deinem Gepansche nicht der Familie im Wohnzimmer auf den Keks!

    Zitat

    mich interessiert überhaupt nicht ob da noch Plankton drin enthalten ist oder nicht. Völlig uninteressant !

    Das magst Du so sehen, Klaus! Aber da ich weiter oben schon vorgerechnet habe, daß die Sache, zumindest für Normalaquarianer, ökonomisch grober Unfug ist kann ich mich nur den Argumenten von Hans Werner anschließen:

    Wenn es gelingt, dadurch Tiere dauerhaft zu pflegen, die wir bis dato nicht halten konnten, dann hat soetwas Perspektive und man wird auch Käufer finden.

    Dafür reicht es aber nicht, alle paar Monate ein paar tausend Liter Wasser in einem Tank zu lagern und in Kanistern zu verschicken. Dazu muß einem Mikrobiologie in Fleisch und Blut übergehen und man muß gezielt die Organismen am Leben erhalten, die im Aquarium gebraucht werden, welche auch immer das sein mögen.
    Brachionus ist es ganz sicher nicht!

    Welcher Chemiker?

    Armin, bei allen handelsüblichen Adsorbern, die ich kenne, dauert die Adsorbtionsreaktion schon etliche Stunden, bevor sie überhaupt in Gang kommt, jedenfalls bei allem, was ich bisher gemessen habe.
    Den Adsorber von Michael Mrutzek hatte ich bisher nicht, aber es dürfte sich um übliche Handelsware handeln.

    Waren es wirklich 100 Gramm? wurde das nachgemessen? Denn normalerweise wird das Material über das Volumen verkauft.
    Sollte hier jemand wirklich das Material revolutioniert haben?

    Das würde für viele Becken ja durchaus eine Gefahr darstellen, wenn ein unbedarfter Nutzer, das Zeug bei viel niedrigeren Ausgangswerten in größeren Mengen einsetzt und der Phosphatwert radikal abstürzt. Das würde nicht nur für die Mikrofauna durchaus schwerwiegende Folgen haben.

    Dann lieber noch einmal über gesicherte Versuche nachmessen.

    Sicherlich können 100g oder auch Milliliter 300mg Phosphat aufnehmen, aber die Geschwindigkeit ist doch bei normalem Adsorber, wie wir ihn bisher kennen, stark anzuzweifeln. Es handelt sich ja nicht um einen Wirbelbettfilter.
    Bei einfacher Durchströmung werden ja die äußeren Adsorberschichten zuerst gesäätigt und der Konzetrationsgradient sinkt doch schnell, weshalb man das Zeug ja auch über mehrere Wochen oder gar Monate einsetzt.
    Eine 30 fache Reduktion innerhalb weniger Stunden halte ich für sehr fragwürdig!

    Zitat

    da die Technik ja in der Garage bzw. in der Werkstatt steht.

    Das klingt ziemlich weit, da brauchst Du schon eine ordentliche Pumpe, die Dir beim Stromverbrauch nicht die Haare vom Kopf frißt!

    Aquabees gibt es in allen Leistungsklassen, auch ungeregelt.
    Der Verschmutzungsgrad ist ja nicht von der Pumpe abhängig!

    Zitat

    Garnelen (möglicher Wirt)

    Was zu beweisen wäre! Mir ist kein Fall aus der wissenschaftlichen Literatur bekannt, welcher diese Tatsache auch nur halbwegs aufgreifen, geschweige denn belegen würde. Zumindest in den geografischen Grenzen, über die wir hier reden!

    Zitat

    Auch ist das Ostseewasser überhaupt nicht mit freiem Meerwasser, welches im ständigen Austausch mit den Weltmeeren liegt zu vergleichen. Genau diese "Äpfel" mit "Birnen" vergleichen nützt uns kein Stück

    Wie zu lesen war, wurde das Wasser vor der Insel Poel entnommen! Also in der Mecklenburger Bucht. Es gibt tausende Seiten wissenschaftlicher Literatur, die sich nur mit dem Austausch von Ostseewasser und "freiem" (Was immer das sein mag!) Nordseewasser beschäftigt.
    Der größte Teil meeresbiologischer Forschungen in der DDR und der meisten anderen Ostseeanrainerstaaten befaßt sich bis heute nur mit diesem Thema, weil man Rechenmodelle brauchte, um menschliche Einflüsse auf die Gewässerbeschaffenheit der Ostsee und damit die Lebensqualität der Tiere zu verstehen.
    Denn letztendlich hingen daran auch handfeste ökonomische Interessen der Menschen, die an und von der Ostsee leben. Das hat abermillionen Forschungsgelder von sieben Staaten verschlungen. Dabei ist Fischfang mit all seinen komplizierten Nebeneffekten, wie Larvenverdriftung, Salzwassereinstrom, etc. nur eine davon.
    Es wäre vorstellbar, daß ein paar von den Jungs, die ihr ganzes Leben mit solchen Forschungen zugebracht haben, mit obigem Satz Probleme hätten.....

    Der Austausch von Wasser aus der Nordsee über den großen und den kleinen Belt, sowie den Öresund ist DER ZENTRALE PUNKT, wenn es um Leben in der Ostsee geht.
    Da paßt das obige Zitat ja wie die Faust auf´s Auge!

    Das in die Ostsee einströmende Wasser kommt von der Westküste Norwegens, ist also atlantischen Ursprungs. Im besten Fall also 1000km von der deutschen Nordseeküste entfernt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgendein Schiff für das bißchen Aquarienwasser eine solche Strecke zurücklegen würde.
    Aber ich mag mich irren!

    Ich habe, siehe vorherige Posts, ja überhaupt nichts gegen natürliches Seewasser und praktiziere das erstens auch oft genug selbst, arbeite ständig mit Leuten zusammen, die ganze Schauaquarien permanent damit betreiben und finde es gut, wenn Leute sich damit sachlich auseinandersetzen.

    Nur irgendwelche Hoffnungen mit fadenscheinigen oder gar falschen Argumenten zu wecken, ist, vollkommen egal von wem das ausgeht, schlichtweg unseriös.
    Jeder möge den Einsatz natürlichen Seewassers gern ausprobieren und sehr genau beobachten.
    Das für Aquarien beste Wasser findet man sicherlich im sedimentreichen Uferbereich, nach einigermaßen Seegang ist es auch voll mit Plankton. Wenn dieses Wasser schnell in unsere Becken gelangt, kann es sicher ein Gewinn sein. Natürlich schleppt man sich auch immer ein paar Krankheitserreger ein, aber das klappt über den Zoohandel genauso. Gut konditionierte Tiere und ein stabiles Milieu im Heimaquarium stecken das weg.

    Zitat

    Armin: Bakteriologische Bedenken kann man leicht mit einer UV-Behandlung ausräumen. Dass dabei
    eventuelles Plankton ebenfalls geschädigt wird sehe ich nicht als großes Problem, da ich nicht davon
    ausgehe, dass dieses die Transport- und Handelskette überlebt.

    Dann ist aber der größte, positive Effekt aber eigentlich schon wieder dahin!
    Ich wollte nur rechnerisch darlegen, welchen finanziellen Aufwand man mit dem Kauf von Wasser in Kanistern im Vergleich zu Wasserwechsel mit Meersalz betreibt betreibt und vor falschen Erwartungen warnen. Ich habe vor 44 Jahren meine ersten Becken sogar ausschließlich mit natürlichem Seewasser betrieben und bin seitdem eigentlich immer an diesem Thema dran.

    Bernd hat es aber eigentlich schon treffend genug formuliert:

    Einen wirklich SICHTBAREN Effekt konnte ich nur dort finden, wo permanent frisches(!) Seewasser direkt aus dem Meer im Durchfluß in die Becken geführt wird. Wer sich dafür interessiert, möge nur eins der oft sehr guten öffentlichen Meeresaquarium an der Nordseeküste besuchen.

    Dieses hier ist ein absolutes Highlight, die Riffbecken haben wir selbst gebaut - unbedingt sehenswert!

    http://www.atlanterhavsparken.no/deutsch

    Ich würde nicht Ursache und Wirkung verwechseln! Solange der Fisch frei von Parasiten ist und sein Immunsystem keinen Streß hat, ist es für ihn gut und natürlich auch für seine Mitbewohner. So kommt er gut konditioniert in sein neues Zuhause. Ab da mußt Du Dir dann selbstverständlich etwas anderes einfallen lassen.
    Dem Glas schadet Kupfer selbstverständlich nicht! Du hattest ja geschrieben, daß es sich um ein Übergangsbecken handelt.

    Zitat

    ennst du die Keinzahl, den Erregerdruck etc. ? Uns ist jedenfalls nicht ein Fall bekannt. Aber man kann ja mal pauschal etwas in den Raum werfen. Sowas liebe ich immer...

    Oliver, rede doch hier nicht solchen Quatsch, wenn man natürliches Seewasser entnimmt, ist auch immer die Gefahr von Krankheitserregern da, das ist so einfach, wie logisch!

    Zitat

    Unser Wasser ist auch kein typisches Nordseewassser worauf du dich immer beziehst.

    Gib´doch einfach die Koordinaten der Entnahmestelle an, das reicht schon! Das wird schon nicht so geheimnisvoll sein!

    Zitat

    Das ist etwas anderes als das Wasser, was man an der deutschen Nordseeküste hätte.

    Zitat

    Ein weiterer Aspekt ist die Kontinuität: Während man bei NSW nahezu alle Elemente in einer sehr gleichen Konzentration vorfindet,

    Das paßt jetzt aber irgendwie gar nicht zusammen.....

    Zitat

    Man könnte dies z.b. auf Schwermetalle beziehen. Ich möchte hier aber bewusst nicht ins Detail gehen,

    Was willst Du hier suggerieren? Das in billigem Salz mehr "Schwermetalle" - Was genau soll das Deiner Meinung nach denn sein? - vorhanden sind?

    Kupfersulfat wird als Stammlösung mit 4g/l Osmosewasser angesetzt und dazu eine Messerspitze Zitronensäure, wenn Du hast.

    Von dieser Stammlösung 20ml/ 100 Liter Beckeninhalt ruhig mehrere Tage hintereinander, die Zugabe aber, je nach Befall, langsam senken!

    Nein Mirco, man kann gut und gern davon ausgehen, daß man sich durchaus Krankheiterreger in´s Becken holt, jedenfalls solange der Anbieter behauptet, daß auch noch ´ne Menge "Plankton" in seinem Wasser vorhanden ist.
    Schlimm wird es vor allem dann, wenn das Wasser aus vollkommen anderen Erdteilen entnommen wird, als denen, aus welchem die Tiere kommen - gerade bei Fischen eine nicht zu unterschätzende Gefahr, denn das Immunsystem kennt diese Erreger nicht!
    Großhändler, wie DeJong oder Wussow sterilisieren das Wasser ja deshalb auch, womit für mich die meisten positiven Effekte eigentlich verlorengehen.
    Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, bei gut konditionierten Tieren mag das fast immer gut gehen, aber eben nur fast - die Gefahr besteht zumindest!

    Zitat

    die "Reinheit" von NSW nachahmen zu können.

    Olli, laß´uns an Deinen Erkenntnissen teilhaben: WAS genau verstehst Du denn darunter?
    Genau das ist Nordseewasser nun gar nicht, zumindest nicht im eigentlichen Sinn, denn es ist durch 100 Jahre Industriegesellschaft mit unglaublich verschiedenen anthropogenen Substanzen verunreinigt, die es in der Natur und im Salz gar nicht gibt! Stichwort: Antibabypille

    Das muß nicht bedeuten, daß diese Substanzen, die wir nur in Ausnahmefällen kennen, einen Einfluß auf die Aquarienteire haben, aber niemand kann das ausschließen.
    Wenn man einen zuverlässigen Salzlieferanten hat, ist die Wahrscheinlichkeit höherer Kontiniuität deutlich größer.

    Zitat

    aber eine Verbesserung des Polypenbildes nach Zugabe von bestimmten organischen Substanzen.

    Das ist ja etwas anderes als Wasserwechsel und, siehe oben, für mich der einzige Aspekt, der FÜR natürliches Seewasser spricht. Wobei damit natürlich überhaupt nichts über die zugegebene Menge gesagt ist. Und es widerspricht ja keineswegs dem, was Klaus und ich eben unterstreichten!

    Zitat

    Die Ineffizienz von Tröpfchen-Wasserwechseln lässt sich leicht mit Rechenmodellen nachweisen, ich bleibe lieber bei 10 - 20% auf einmal.

    Dazu kann man sich viele, schöne Rechenmodelle ausdenken....

    Wenn wie bei der obigen, aus 4 Becken bestehenden, Anlage die Tropfen im Zulauf des ersten Beckens zugegeben werden und der Ablauf am Ende des letzten Beckens ist, braucht man sich darüber aber wohl kaum Gedanken zu machen. Die Effizienz war, siehe Bilder, mehr als in Ordnung!

    Ebenso kannst Du davon ausgehen, daß zumindest die Verteilung des zugetropften Neuwassers in einen Zulauf mit vielleicht 3-6m/s Pumpenstrahl sofort im ganzen Becken stattfindet und alle notwendigen Zugaben auch bei den jeweiligen Verbrauchern ankommen.

    Wieviel man unnützerweise vielleicht zuviel in den Ausguß befördert, ist wohl eher eine philosophische Frage und kostenmäßig, siehe meinen Post oben, nicht relevant.
    Wer keine 30€ im Monat für das Wohlbefinden seiner Aquarientiere in einem 1000 Liter Becken übrig hat, betreibt das falsche Hobby!

    Rechne das mal auf ein 100 Liter Becken runter und dann schau mal in so ein Nano - Forum, was die da so pro Monat in ihre Becken schütten!!!!!

    Klaus, das ist sicherlich die hohe Schule, der Meeresaquaristik, wenn man es so bewerkstelligen kann. Auch der von mir hochgeschätzte Züchter Rolf Boger hat es genauso gehandhabt, nur das er den WW mit der Hand und zwei Eimern betrieben hat. Aber über ein Gardena Tropfsystem mit Ablauf ist das technisch sicher auch ganz simpel zu bewerkstelligen!

    3000 Liter Anlage (4 Becken) und 30 Liter WW täglich - mehr "Aufbereitung" gab´s nicht, schon gar keine Spurenelementezugabe, das wäre viel zu aufwendig und kostenintensiv.

    Somit könnte also jeder bei täglichem 1%igem Wasserwechsel für sein Becken ja selbst ausrechnen, was ihn das Ganze kostet.

    Wenn man für gutes Salz bei einem günstigen Lieferanten einen Straßenpreis von 50€ pro 25kg = 750 Liter Meerwasser ansetzt (Diese Zahlen benutze ich nur der einfacheren Rechnerei wegen), dann benötigt ein

    1000 Liter Becken täglich 10 Liter Frischwasser, was bei 300 Litern im Monat irgendwas zwischen 25€ bis 30€ ausmacht

    Und jetzt erzähle mir mal noch einer was von Spurenelementen oder gar irgendwelchen "Methoden" mit schönen Werbe - Phantasienamen! Dafür gibt´s in der Regel gerade mal ein Fläschchen zweifelhaften Inhalts!


    Wenn man für ca 300 - 400€ im Jahr für ein 1000 Liter Becken, je nach verwendeter Salzmarke, dafür ein solches Becken bekommt, kann ich in der Zeit und dem Aufwand der Spurelementepanscherei lieber ein paar gute Aquarienbücher lesen (Die fallen ganz nebenbei noch mit ab, sind ja heute günstig zu haben!) oder gleich an´s Meer fahren und meinen Horizont etwas erweitern!


    Jeder möge für sich und sein Becken diese Milchmädchenrechnung einmal durchkalkulieren und überlegen, was er im letzten Jahr für oben genannte Wundermittel wohl ausgegeben hat!
    Und es ist ja nicht gesagt, daß es mit 5% täglichem Wasserwechsel nicht genauso funktioniert. Die Beispiele die Klaus und ich hier anführen sind ja nur 2 aus der Praxis!


    Und um zum Thema zurückzukommen: Diese Anlage hier hat noch nie natürliches Meerwasser gesehen, aber wer möchte, kann ja gern den finanziellen Rahmen für diese oder auch seine eigene Anlage für ein Jahr durchkalkulieren!


    Bitte dann nicht vergessen die Bilder zu posten, die belegen, daß dadurch "natürlich" alles noch viel besser geworden ist als das hier:

    Zitat

    Bei einer Rohrlänge von ca. 5m, einer Pumpe, die 5000l/h kann und einem 25er Rohrdurchmesser sollte dies doch eigentlich reichen (hoffe ich).

    Das kann man vorher mal mit einem Schlauch ausprobieren.
    Besser noch ist eine geregelte Brushless DC Pumpe (Abyzz, Aquabee electronic, Speedy) die haben alle genug Leistungsreserven und verbrauchen nur die Leistung, die man ihnen wirklich abverlangt. So ist man in der Zukunft flexibel und wenn man Strom sparen will, kann man auf 1 x Beckeninhalt pro Stunde reduzieren, was nach meiner Auffassung mehr als ausreicht.

    Abflüsse immer 40mm Rohr oder 50er
    Zulauf: immer Durchmesser des Druckstutzens der Pumpe

    Zitat

    wo der Kostenvorteil oder geringere Arbeitsaufwand beim Verzicht auf Wasserwechsel liegt, wenn man dann alles (?) nachdosiert, ist mir auch nicht ganz klar geworden.

    Kann man bei einfacher Überlegung wirklich nicht nachvollziehen, es sei denn man hat ein Heimlabor und ist (Hobby-) Chemiker. Aber nach meiner Erfahrung in 20 Jahren Berufsmeeresaquaristik und nicht gerade schlecht abgeschlossenem Chemiestudium, denke ich doch eher, daß die Meereschemie für die meisten ein Buch mit sieben Siegeln ist und bleibt.
    Das muß ja nicht schlimm sein, ist aber eine Tatsache, heute sind andere Sachen modern.

    Wenn es demgegenüber eine so dermaßen simple und relativ billige Methode des Wasserwechselns gibt, die sich seit mindestens 50 Jahren in der Meeresaquaristik prima bewährt hat und die jeder Laie sofort versteht, kann ich diese modernen Trends nicht nachvollziehen, es sei denn, man sieht es als Geschäftsmodell.
    Davor, daß soetwas um sich greift, möge uns der Gott der Meeresaquaristik bewahren - wir sollten uns um Tiere und schöne, oder auch technisch perfekte, Becken kümmern, nicht um irgendwelche sinnlosen Meßwerte, deren Toleranzen wir nicht annähernd kennen, deren Bedeutung wir nicht einschätzen können und deren Richtigkeit man gut und gern fast immer anzweifeln kann!

    Die meisten, die länger dabei sind, haben damit große Erfolge erzeilt, warum sollte man das ändern?!

    Ich habe noch nie wirklich große nigripes gesehen, perideraion schon und die sehen mit ihrer Fleischfarbe, sie sind ja keineswegs rötlich (!), irgendwie nicht schön aus.
    Die nigripes sind dagegen wirklich hübsche Tiere.

    Ich denke mit den Anemonen nehmen es die Aquarienfische nicht so genau und nutzen einfach das, was da ist, mit Ausnehme der haddoni.

    Dieses Buch ist sehr interessant:

    http://www.booklooker.de/B%FCcher/Angeb…der=preis_total

    Zitat

    Wie erkennt und vermeidet Ihr Anreicherungen unerwünschter Stoffe, beispielsweise von bakteriellen Toxinen, Hemmstoffen, Schwermetallen etc.)?

    Das ist für mich die große Frage? Es gilt ja auch Substanzen auszutragen, Stichwort Phosphat, die wenigsten Becken haben in dieser Hinsicht sicherlich ein wirkliches Gleichgewicht. Das Zeug liegt einfach als Calciumphosphat im Bodengrund herum und ist bis zu einer bestimmten Konzentration und pH Wert sicherlich ungefährlich. Aber über die Jahre wird es eben immer mehr und dann wahrscheinlich ziemlich schnell freigesetzt. Das ist für mich zum Beispiel EINE Erklärung für dieses blöde Ami Wort "old tank syndrom".

    Der Sinn eines Wasserwechsels besteht für mich auch in der Austragung bestimmter organischer (?)Substanzen, ohne daß ich diese genau kenne oder beziffern kann.
    Aber daß ein Riffbecken viele Jahre ohne Wasserwechsel auskommen kann halte ich doch eher für fragwürdig und macht für mich auch irgendwie keinen Sinn, da Meersalz ja keine unbezahlbare Substanz ist.
    Die meisten Korallenzüchter, die ich kenne, produzieren, das ist ja nochmal etwas anderes als einfaches Halten, ihre Tiere mittels regelmäßigem Wasserwechsel und Kalkzugabe oder Kalkreaktor.

    Früher gab es immer die Diskussion zur Gelbstichigkeit von älterem wasser. Haben heute wirklich alle Kohle oder Ozonisatoren im Einsatz?

    Zitat

    Für die Rückförderung wollte ich eine externe Pumpe (am liebsten die 5000er Red Dragon) nehmen, und das mit einem 25er Rohr. Reicht das?

    Entscheidend ist doch, wieviel Wasser Du austauschen willst. Manche wollen den Beckeninhalt mehrfach pro Stunde, anderen reicht der halbe Beckeninhalt. Für mich reine Geschmackssache.
    Entscheidend ist die Rohrlänge, bei dem was noch ankommen soll.

    Zitat

    wollte ich der Osmoseanlage mit nachgeschaltetem Vollentsalzer ein Elektromagnetventil vorschalten, welches über einen Schwimmerschalter im Rückförderabteil des TB geschaltet wird.

    Du hast doch gerade Deine Erfahrungen mit einer simplen Schaltuhr gemacht! Warum sollte ein Magnetventil besser sein. Irgendwann hakt es.
    Natürlich genau an dem Tag, an dem Du in den Urlaub gelogen bist. Wenn Du zurückkommst, kannst Du vermutlich Skalare einsetzen.

    In der professionellen Meeresaquaristik wird soetwas nicht gemacht!

    Bei Waveboxen ist es ja eher ein sekundenschnelles Hin- und Herschwappen, das hat aber mit Wellen in der Natur gar nichts zu tun! Die funktionieren ja eher so:


    http://www.youtube.com/watch?v=1e3m9QvYRSI


    http://www.youtube.com/watch?v=wFGASFHEWL8


    Die Frage ist aber, ob man soetwas in seinem Becken haben will. Ich denke das braucht niemand!

    Paul Firmennamen sind Schall und Rauch, Du solltest Dir zunächst klar werden, ob Du Dein Vorhaben mit schwächeren Propellerpumpen bewerkstelligen willst, da muß man eventuell später nachrüsten, oder "normalen" Radialpumpen, die viel mehr Schub erzeugen und, wenn sie regelbar sind, später auch noch genügend Leistungsreserven haben.

    Abyzz und Aquabee wurden ja schon genannt, es gibt auch noch andere!

    Zitat

    wachsen gleichzeitg diverse höhere Algen, wenn auch sehr zaghaft, die ich vorher niemals bei solchen Werten im SPS Aquarium gesehen habe)

    Norbert, das liegt meist am Vorhandensein natürlicher Chelatoren, die hier schon erwähnt wurden. Da kann ich nur Bernd zitieren, darüber können Leute, die sich früher das Wasser selbst mitgebracht oder Meersalz selbst gemischt haben, eine Menge erzählen.
    Schon eine Messerspitze Ethydiamintetraessigsäure (schönes Wort: kurz auch EDTA) in der Regel als Natriumsalz verkauft, wirkt hier wahre Wunder.
    Das kann jeder mal ausprobieren, der ein paar Reste höherer Algen im Becken hat.

    Zitat

    Gesamt-Zellzahlbestimmung von diesem abgepackten Wasser machen, wenn also irgendjemand mir ein paar ml mit 2% Formalin fixieren und schicken könnte, dann zähle ich gerne mal nach.

    So machen wir das, Jens, ich schicke Dir auch mal zwei Proben

    1. aus der Ostsee und
    2. aus unserem Riesen Tank unten!

    Du kannst gern alles was Du findest ungefragt veröffentlichen!

    Zitat

    regelmäßig mit einer Doppelprobe bei mir und Triton

    Und? Sind die Ergebnisse deckungsgleich?

    Zitat

    Der Vorteil dieses Wassers liegt einzig in der natürlichen chemischen Zusammensetzung.

    Das würde ich so nicht unterschreiben, Ingrid, denn diese kann in den Herkunftsländern unserer tropischen Meerestiere durchaus anders sein!

    Das zeigt zum einen die Toleranz unserer Pfleglinge, andererseits auch den Nutzen so mancher "Spurenelemente - Analysen".

    Wie gesagt, ich will das alles nicht verteufeln, für manche Anwendungen macht es Sinn und Oliver hat ja schon richtig geschrieben, daß es nicht darum geht, weniger Salz zu verkaufen. Diese "Gefahr" erledigt sich sehr schnell, wenn die Leute erstmal merken, das Kanisterschlepperei auch Arbeit ist und man für die Mengen, die man für einen vernünftigen Wasserwechsel braucht, auch richtig teuer bezahlen muß!
    Da pegelt sich schnell wieder ein Normalzustand ein.

    Aber als vernünftiger NATÜRLICHER Ersatz für so manche "Bakterienprodukte" ist es sicherlich erstklassig - egal, wie lange es im Kanister war.