Beiträge von Korallenwelt

    Ach so, fast hätte ich´s vergessen: Wer eine Sonderanfertigung haben will muß einfach eine bestellen...
    ... hatte ich mir eigentlich gar nicht so schwer vorgestellt!?

    Vielleicht zur Orientierung die Preise...

    ach nee, darf man glaube ich hier nicht und der neue Katalog geht erst im Februar online, da von diversen Zulieferern immer noch Preise fehlen.

    Also die Händler haben die neuen Listen in dieser Woche und ich kann Sie per Email verschicken.

    Hallo Uwe + Georg!
    Zunächst mal muß ich mich wohl in aller Form bei Euch entschuldigen, irgendwie war ausgerechnet in dieser Lieferung der Wurm drin. Ich hoffe, ich habe es mit der Lieferung, die wohl am Montag eintrifft wieder halbwegs gut gemacht.
    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, sagt man ja so schön, ich habe wirklich die Produktion zu wenig überwacht. Bis maximal 5 cm können bei dieser Länge immer Toleranz sein, aber wenn Ihr von fast 12cm sprecht, ist es schon haaresträubend. Ich will das an dieser Stelle gar nicht verschweigen. Die Leute sehen halt, daß in so einem normalen Produktionsbetrieb auch mal das Chaos ausbrechen kann. Wir haben allerdings derzeit auch fast täglich Sonderaufträge zu lösen, da muß man wirklich schwer den Überblick behalten. Es tut sich allerdings derzeit auch viel in der Pumpenentwicklung, so daß die Zeit knapp ist und dann passieren solche Sachen.
    Also vielen Dank, Uwe, für Dein Vertsändnis, wir sind natürlich alle gespannt darauf, was Ihr beiden daraus macht. Die ersten Bilder sind sehr vielversprechend...

    Haltet uns auf dem Laufenden und vor allem: Geduld beim Einfahren!

    Hallo Uwe!
    Nur noch mal zur Sicherheit, falls es noch nicht angekommen ist:

    Der Spediteur ist Schenker, Deine zuständige Stelle hat die Tel. Nr. 02089934231

    Die Sendungsnummer ist 77/221990

    Du kannst dort anrufen und direkt mit dem Fahrer einen Termin abmachen, so ist es wohl am Besten.

    Und nun dran denken: erst abspülen, in Deinem Fall sogar 2 x , falls das Becken noch besetzt ist, Silicarbon und PhosEx rein und dann erstmal nur mit Blaulicht beleuchten.
    Eventuell eine Bakteriennährlösung sparsam zudosieren.

    Die Waveboxpumpen einfach in die Halterungen hineinschieben und mit etwas blauem Filterschwamm gegen Rückstoß sichern.
    Die Tunze - Kästen brauchst Du nicht mehr. Also viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden!

    Thorsten, das heißt doch in der Ableitung, daß ich ein Aquarium, welches mit Lebendgestein aufgebaut wird (das sollte ja fast so lebendig sein wie die Riffkeramik), nach 4 Wochen mit vollem Fischbesatz fahren kann.


    ??????????????????????????????

    Geduld ist das Wichtigste bei jedem Aquarium, aber ich hätte den Umbau sicherlich genauso gemacht, wie Manu und Robert. Somit hätte es mir vielleicht auch passieren können.
    Nur vom Sand her bin ich halt anderer Meinung. Das bedeutet aber nicht, daß vier Wochen nach einem Bodengrundwechsel die Fische sterben müssen, das hat sicherlich andere Ursachen.

    Hallo Robert + Manu!

    Da ich einige Tage gar nicht im Forum war, habe ich das Ganze überhaupt nicht mitbekommen, so bleibt also auch nur mir, Euch ein herzliches Beileid zu übermitteln.

    Im Gegensatz zu vielen anderen hier, sehe ich die Ursache aber kaum in dem Umbau, immerhin liegt dieser ja schon vier Wochen zurück. Auch wenn die Biologie des Beckens sicherlich noch nicht hundertprozentig so wieder funktionierte, wie vorher, sind 30 Tage jedoch eine gute Karrenzzeit, um größe Probleme wie Nitritanstieg oder Sauerstoffmangel auszuschließen. Was vielen hier wohl auch nicht klar ist, scheint die Tatsache, daß die Riffkeramik fast ein Jahr lang belebt und natürlich auch gefüttert wurde. Es kam zwar zu einem kurzen Zwischenstopp, bedingt durch den kühlen Transport, jedoch sind dadurch Kalkalgen und Bakterien nicht beeindrucken.
    Wir hatten ja das Becken extra schon eine Woche vorher (schweren Herzens!!!) auf 16 °C heruntergekühlt, damit sich die Mikrobiologie adaptieren konnte.

    Ich betone übrigens hier ausdrücklich, daß wir solch eine Prozedur, nicht bei jeder Lieferung machen können.... :ylol

    (Interessant im Übrigen, daß es dabei weder einen Nitritanstieg, noch Sauerstoffprobleme gab, was für die extreme Anpassung von Mikroorganismen spricht!)

    Generell scheint es mir etwas viel Sand zu sein, solch ein Refugium hat so seine eigenen Gesetze, die man als Aquarianer schwer beeinflussen kann. Es gibt ja einige, die so gar kein Verfechter von höheren Bodengründen sind, weil sie doch immer mehr oder weniger eine Zeitbombe darstellen, ich schließe mich da auch an. Man hat ja gesehen, was Manu dort nach nur wenigen Jahren rausgeholt hat. Ob es gut oder schlecht ist, kann ich in letzter Instanz natürlich nicht sagen, aber man hätte ein solches Trübungsproblem eben NICHT, wenn man KEINEN Bodengrund verwendet. Aber das ist nur meine Meinung, es gibt ja auch Aquarianer, die damit sehr erfolgreich sind. Nur wenn man es eben nicht hat, kann es auch NIE zum Problem werden.

    Einen ursächlichen Zusammenhang zum Fischsterben sehe ich aber nicht, der Austausch des Bodengrundes ist schon viel zu lange her.

    Euch beiden also viel Glück beim Neuanfang!!!

    Nö, daß muß ja nicht sein! Gibt es den vorgesdchriebenen Phosphat- und Silikatadsorber...???
    (Hatten wir, glaube ich, in der Hektik vergessen, einzupacken!)

    Macht mal die HQI aus und nur Blaulicht an und setzt vor allem eine Buddelgrundel ein. Mir scheint es ein wenig üppig mit dem Sand!

    Falls was fehlt, bitte melden, schicke ich gleich los!

    120 oder 150cm sind doch unmögliche Maße. Die dazugehörigen T5 Lampen haben jeweils 124 oder 154cm Außenmaß, also benötigt man für eine ordentliche Ausleuchtung 130 oder 160cm.
    Wenn man schaut, wie die tragenden Balken laufen, hält die Decke locker 1 Tonne pro Quadratmeter. Schließlich staneden da früher Kachelöfen drin und die wogen meist etwa eine Tonne!

    Wenn die Bohrungen nicht allzu weit von der hinteren Scheibe entfernt sind, stell´ die keramik einfach davor.

    Ansosnten schlechte Nachrichten: Die Waveboxteile sind noch nicht durchgetrocknet! Also noch mal einen Tag zusätzliche Wartezeit, das Risiko ist zu hoch, sonst explodieren die beim Brennen, wenn noch Wassereinschlüsse drin sind!

    "Warten steigert das Verlangen" hat mein Klinikchef immer gesagt und der mußte es wissen: Er war Cheff von über 300 Frauen!

    Wir zapfen aus einem 10000 Liter Osmosetank etwa 30cm über dem Boden das Wasser ab und geben es per Druckerhöhungspumpe durch eine Osmoseanlage. Das funktioniert einwandfrei.

    Welche "Keime(???)" passen denn duch eine Osmsosemembran?????????

    Es kommt am Montag in den Ofen! Allerdings wissen wir noch nicht, ob wirklich alles hineinpaßt, sonst kommen nochmal zwei Tage hinzu und dann hängt es von der Spedition ab, wann es bei Dir ankommt. Schicke schon mal eine Lieferadresse und eine Hndynummer, dann gebe ich das gleich weiter, so geht es am schnellsten!

    Das ist ja mal eine gelungene lose Steine Deko. Da liegt die Meßlatte für den Lehrling aber hoch...

    wenn ich nun die steine wo ich seh durch riffkeramik ersetze sieht es genauso trostlos aus

    Naja, zumindest erstmal weiß und langweilig. Aber das wird dann schon!

    Hallo Robert!
    Ich finde eigentlich gut, wie diskutiert wird und es ist ja ein Thema, was mich ursächlich berührt. Das natürlich auch Kritik dabei ist, kann doch nur gut sein. Wenn ein wenig Polemik dabei aufkommt, kann ich gut damit leben, ich bin alt genug.

    Ich fände es nur sehr interessant, wenn die Leute eine solche Diskussion auch später noch nachvollziehen können, da diese Fragen ja immer wieder auftauchen. Und ich verweise ja gern auf unser Herstellerboard, da sicherlich die Leute die Informationen über unser Produkt suchen, dort auch als erstes nachsehen. Wenn dort auch ein paar kritische Sätze zu lesen sind, ist das doch vollkommen in Ordnung, sonst sieht es ja nur nach Werbung aus.

    Niemand ist perfekt und noch hat keiner eine vernünftige Idee, wie man eine poröse Keramik , welche naturähnliche Eigenschaften (also Calcium und Magnesium enthält)frei von Silikaten zu annehmbarem Preis herstellen kann.
    Wenn es soweit ist, streiche ich freiwillig die Segel und werde wieder Meeresbiologe....
    So lange muß die Welt wohl mit unserem Murks leben... :face_with_tongue:

    Also vielleicht kannst Du es ja in unser Herstellerboard KOPIEREN?

    Claus
    Verzeihung, dafür ist es jetzt zu spät, ich muß erst mal schlafen...

    Wir haben ja einen eigenen Keramikkleber auf Polymerbasis. Der härtet problemlos unter Wasser aus auch am Korallengewebe.

    Wir haben ihn jetzt Aquabond genannt und können eine 50%ige Preissenkung in diesem Jahr (Ist ja auch mal was bei höherer Mwst!)bekannt geben.

    Eine 290ml Kartusche (Wie herkömmliches Silikon) kostet nur noch xxxxx. Es läßt sich genauso spielend leicht verarbeiten, wie beispielsweise handelsübliches Silikon. Ist auch in der Kartusche ewig haltbar.


    Preis gelöscht.
    "Selbstverpflichtung der Händler

    ... Wir verpflichten uns weder offen noch versteckt zu werben"


    Sabine Sax
    Moderator

    Nun, Ursachenforschung muß niemand betreiben, die Dinge liegen klar auf der Hand:

    Gesteine, die natürlichen Ursprungs sind, enthalten Silikat. Bringe ich diese in Wasser ein, werden sich darin, sobald Licht als Energieträger zur Verfügung steht, Kieselalgen bilden. Das passiert täglich tausendfach in unserem Land, wenn es irgendwo regnet und sich eine Pfütze bildet.
    Das Ganze ist natürlich ebenso auf Meerwasser, also unsere Aquarien zu übertragen.
    Ich denke, darüber brauchen wir hier nicht zu philosophieren.

    Claus
    ich möchte Wissen, welche Mengen an chemischen Verbindungen gehen beim Einbringen einer bestimmten Menge Riffkeramik erwartungsgemäß/durchschnittlich in Lösung ?

    Na also: DAS ist mal eine klar formulierte Frage, auf die man eine Antwort geben kann und nicht solche Polemik, wie sie hier im Forum immer wieder auftaucht!

    Die Antwort wird auch gleich mitgeliefert und darüber kann man natürlich vortrefflich dikutieren:

    Man nehme zwei identische Aquarien a 100l, befülle eines mit Salzwasser, das andere mit Reinstwasser, und betreibe beide unter den gleichen Rahmenbedingungen (Strömungspumpe, Heizelement, Ort, ...). Dann werden alle wichtigen Wasserwerte gemessen. Nun wird in jedes der Becken die gleiche Menge Riffkeramik eingebracht und über einen Zeitraum von 4 Wochen, in periodischen Abständen, die Wasserwerte erneut aufgenommen. Resultat sind zwei Diagramme, mit den entsprechenden Werten.

    Das könnte man machen, wäre ein konkretes Experimant mit einer zahlengenauen Aussage.
    Leider ist es mit einem ziemlich groben Fehler behaftet:

    Wenn es um die Messung von Silikat geht, ich denke, wir sollten es zunächst dabei belassen, dann löst sich diese Substanz eben nicht aus einer Gewichtsmenge von x kg, sondern aus einer zur Verfügung stehenden Oberfläche in Quadratzentimeter. Diese identisch zu ermitteln, ist bei handelsüblicher Keramik ziemlich aussichtslos. Es müßten also ein paar exakt gleich große Modelle her. Das könnte man aber bewerkstelligen.

    Als nächstes müßten diese gespült werden, so wie in unserer Bedienungsanleitung angegeben. Auch das kann man experimentell noch einigermaßen exakt machen. Das Problem ist nur:
    Ich schätze, daß in der Praxis 30 % der Kunden die Keramik gar nicht spülen, weil sie sich nicht informieren, weitere 30 % es so lala machen weil der Mensch eben faul ist (ich nehme mich da gar nicht aus!) und vielleicht nur 40 % der Käufer es halbwegs mit dem nötigen Ernst betreiben. Manche wiederum nehmen es (siehe Harris) sogar sehr genau und wässern vorher , manche sogar in Reinstwasser. Inzwischen liegen wir also bei einem Praxisfehler von mehreren 100%!!!

    Nehmen wir mal unser gut und sauber durchgeführtes Experiment, so spielen aber als nächstes beim Aquarianer, und für den machen wir es ja, dessen Rahmenbedingungen (entscheidend sind Strömung, Salzgehalt, Salzsorte, Temperatur)eine ganz entscheidende Rolle. Hinzu kommt, daß dieser sich ja nur für die Kieselalgen interessiert, welche möglichst NICHT wachsen sollen. Dabei kommt es aber ganz entscheidend darauf an, wieviel Stickstoff und Phosphor diesen zur Verfügung steht und welches Licht in welcher Dauer und Qualität.

    Ich denke jeder weiß, was kommt: unser Fehler liegt inzwischen bei mehreren tausend Prozent, gemessen am "theoretschen" Experiment.

    [I]... und aus dem Dunkeln sprach eine Stimmme zu mir: "Lächle mein Sohn und sei froh, es hätte schlimmer kommen können"!
    Und ich lächelte und war froh und ES KAM SCHLIMMER..
    .[/I]

    Diesen Spruch hatte mein Organik Professor für seine Studenten an die Wand genagelt!

    Was will ich damit sagen? Jeder, der mal eigentlich identische Aquarien in einem Kreislauf betrieben hat, kann folgende Erfahrung bestätigen:
    In dem einen Aquarium wachsen Kieselalgen, im nächsten Bryopsis, im nächsten dann Schmieralgen und im letzten überhaupt keine. Alle kriegen dasselbe aufbereitete Wasser, haben die selben Lampen und Pumpen.
    In solchen Augenblicken wird einem dann die Bedeutung langer Versuchsreihen aus der Studienzeit bewußt!
    Ich habe als Meeresbiologe und Forschungstaucher hunderte Experimente gemacht, aber wenn ich wirklich in mich gehe, dann muß ich mir eingestehen, daß sich die Natur doch ihren eigenen Weg sucht.
    Das Thema meiner Arbeiten ist unserer Fragestellung sogar ziemlich ähnlich. Es ging darum, wo und in welchem Umfang sich höhere Algen und Pflanzen (Seegras) in der Ostsee ansiedeln. Ich habe das anhand von Luftbildern und UW Video über drei Jahre dokumentiert und viele Algologen in der Zeit kennengelernt. Die Meinung war einhellig: Niemand kann sagen wann, wo und wieso sich höhere Makroalgen an gleichen Standorten ansiedeln oder nicht - eine "wissenschaftliche" (Was immer sich ein Laie darunter vorstellen mag?!) Aussage war reines Glücksspiel.

    Wir wollen hier aber eine Aussage über einzellige Algen machen, deren Teilungszeit bei unter einer Stunde pro Individuum liegt und sind dabei mit einer ganzen Reihe (siehe oben) Unbekannten konfrontiert.

    Ich will hier niemandem den Mut nehmen, aber ich glaube, die Aussage die wir erhalten würden, wäre selbst für engagierte Aquarianer rein gar nichts wert.

    Aber dennoch bin ich natürlich zu allen Schandtaten bereit...
    Ich denke, daß viel Leute bestätigen, daß wir mit unserer Bedienungsanleitung dem Aquarianer schon deutlich mehr in die Hand geben, als die meisten Firmen und eigentlich auch einen besseren, wenn auch sehr kurzen, Leitfaden, als er in fast allen Büchern zu finden ist.
    Der Schwerpunkt unserer Bemühungen sollte sich nach meiner Meinung, und dieser thread bestätigt das ja nur, darauf konzentrieren, wie wir dem Aquarianer, der anfangs verunsichert ist, die Angst nehmen und einen vernünftigen Leitfaden für den Beginn mit auf den Weg geben. Da bin ich für jeden Rat hier aus dem Forum sehr dankbar.

    Ob Meßwerte da weiterhelfen steht also weiterhin zur Diskussion...

    Die Frage ist ja, ob man "nur" Korallenableger damit einkitten will oder ob man eine wirkliche Haftung erziehlen muß.
    Da wir ja im professionellen Bereich unter Wasser Dinge kleben müssen, kommt natürlich so eine "Kneterei" gar nicht in Frage, da müßte man ja extra eine Frau nur zum Kneten einstellen...

    Das nimmt ja Ausmaße an...... :O

    Ich denke, ich muß die Erklärung nicht noch einmal wiederholen, sie steht ja nun schon 2 x im selben thread.

    *edit*
    Sabine Sax, Moderatorin

    Thema Produktion
    wir beziehen seit über 6 Jahren Riffkeramik. Das Grundmaterial ist immer dasselbe, es kommt immer aus der gleichen Grube, habe ich mal gehört... Nur die Art der Beimischung der Mineralien, kann schwanken. So haben wir mal Keramik erhalten, die richtig dunkel gefärbt war. Und auch mit diesem Material, hatten wir keine Probleme. Außerdem : ... die Grundlagen der Riffkermamik sind alles Naturprodukte

    Das hört sich einfacher an als gedacht. Richtig ist, daß das Grundgerüst eine Steingutmasse, also im übertragenen Sinn: Ton ist, die im Tagebau gewonnen wird. Natürlich ist klar, daß die chemische Zusammensetzung nie 100%ig gleich ist, da das Material in einer Grube gewonnen wird und der Bagger sich wahrscheinlich in den letzten 15 Jahren schon ein paar Kilometer weiter bewegt hat...
    Wenn wir dieses Grundmaterial beziehen, fährt hier ein 40 Tonner (Hallo Actros!) auf den Hof randvoll beladen mit 1,2 Tonnen schweren Big Bags. BEVOR das passiert, bekommen wir aus der Grube eine Mischprobe des Gesamtmaterials nebst Analyse. Diese wird unter verschiedenen Bedingungen verarbeitet und danach nochmals analysiert. Erst dann gibt es von uns die Freigabe. Dieses Gesteinsmehl wird dann noch mit Calcium und Magnesium angereichert und in einem Spezialverfahren porös gemacht. Das heißt das diese 25 Big Bags wirklich genau dasselbe Material enthalten. Dann erfolgt der Brennprozess und die Sachen gehen in´s Lager, in letzter Zeit immer mehr direkt aus dem Ofen an den Kunden....
    Das wollen wir ausbauen und darin liegt wohl auch unsere Stärke. Aber innerhalb eines viertel Jahres kann die Zusammensetzung also nicht schwanken.
    Wir haben allerdings auch schon verschiedene Spezialmischungen ausprobiert, z.B. mit höherem Eisengehalt zur Phosphatbindung. Das wäre allerdings ein eigenes Thema.


    Claus:
    Außerdem kann ich Harris nur dazu ermutigen, mal eine detaillierte wissenschaftliche Untersuchung der Riffkeramik durchführen zu lassen, gerade in Hinblich auf das Silikat.
    Außerdem finde ich, das Korallenwelt da auch irgendwie in einer Bringschuld steht ! Transparenz ist hier angesagt !

    Ich wiederhole mich nur ungern: Aber was genau soll "detailliert wissenschaftlich" untersucht werden???
    Ich bin gern bereit, auf alle Fragen so detailliert ich es kann, zu antworten. Wenn ich nicht weiter weiß, bemühe ich mich, spezialisierte Chemiker (Die übrigens keine Meeresaquarianer sind!) um Rat zu Fragen.

    In welcher BRINGSCHULD ich gegenüber meinen Kunden stehe, kann ich nicht nachvollziehen! Ich weiß auch nicht, was solche Unterstellungen sollen. Ich dachte eigentlich, es geht darum, schöne Aquarien zu bauen....

    Damit kann man natürlich kein MW-Becken betreiben.

    Dann müssen die vielen tausend Meeresaquarianer die Riffkeramik weltweit seit 15 Jahren benutzen, wohl alle was falsch gemacht haben...

    Das Silikat, gegen das ich hier ankämpfe, kommt 100 % aus der Riffkeramik.
    Und dafür muss es eine (natur-)wissenschaftliche Erklärung geben.

    Wenn Reinstwasser benutzt wird, ist das auch unbestritten. Dafür gibt es eine ganz plausible Erklärung die jeder Teilnehmer des chemischen Schulunterrichts kennt und die sich auch an der Uni nicht ändert:

    Jede Substanz unterliegt einem Löslichkeitsgleichgewicht, in diesem Fall im Wasser. Das gilt natürlich auch für das Siliciumdioxid, auch Quartz genannt. Als Säurerest oder im weitläufigen Sinn "lösliche Verbindung" bezeichnet man es als Silikat.
    Problematisch ist, das allein vom "reinen", also mit der Formel SiO2 bezeichneten Form des Silikats bis heute schon 22 verschiedene Phasen bekannt sind. Man möge sich also einmal ausmahlen, wie viele verschiedene Siliciumverbindungen in unserem Produkt Riffkeramik enthalten sind, welche ja aus natürlichen Gesteinsmehlen produziert wird, welche selbstverständlich keineswegs chemisch "rein" sind. Selbst wenn nur 10% davon ein Löslichkeitsprodukt größer 1 mg/L bezogen auf reines SiO2 haben, hätte man eine Weile zu tun.
    Hier kann man in der Tat Heerscharen von Wissenschaftlern lebenslang beschäftigen, was im übrigen auch weltweit passiert, denn Siliciumdioxid (also Quartz oder Silikat) ist nach Wasser die am meisten untersuchte chemische Verbindung.

    Die Frage ist nur: Was genau soll in diesem Fall denn "wissenschaftlich" untersucht werden? Wenn man in reinstes Wasser irgendeinen Stoff hineingibt, wird sich immer ein dessen Löslichkeitsprodukt entsprechender Teil in diesem Wasser lösen, das ist ein naturwissenschaftliches Gesetz, welches unabhängig davon gilt, ob es jemand untersucht oder nicht und welches wir alle hier, die jemals länger als 1 Jahr dem chemischen Schulunterricht gefolgt sind, kennen.

    Solange man also Reinstwasser verwendet und immer nur wieder Riffkeramik oder andere natürliche Steine, die Silikat enthalten dort hineingibt, wird man es auch messen können.

    Ich verstehe nur nicht, wo hier das Problem liegen soll. Wir haben eine sehr genaue Bedienungsanleitung auf unserer Webseite und wenn man sich daran hält, wird man mit ziemlicher Sicherheit nach einer bestimmten Zeit ein tolles Riffbecken haben. Das hängt von der Geduld und dem Wissen des Pflegers natürlich in erster Linie ab, ist aber ohne Probleme von jedem Laien durchführbar.
    Ich hatte gerade einen thread aufgemacht, in welchem Aquarien vorgestellt werden, von denen ich gesichert weiß, daß die Dekoration zu 100% aus Riffkeramik besteht. Manche von diesen (siehe 11m Becken von Herrn Tang aus Nürnberg) sind sogar ohne Silicarbon eingefahren worden und es wurde nicht mal, trotz Fütterung, ein Phosphatadsorber benutzt, weil er den gar nicht kannte.

    Wenn es hier wirklich um ein schön eingerichtetes Aquarium geht, würde ich mir also weniger um irgendwelche Meßwerte Gedanken machen, als um die Tatsache, wie ich dort möglichst ohne Probleme langsam ein schön wachsendes Korallenriff entwickeln kann. Die Grundlage haben ja vielleicht wir geliefert (?), die ersten Tipps dazu stehen im Netz und ansonsten gibt es hier jede Menge "Riffkeramik erprobte" Aquarianer, deren Becken man sich nur anzuschauen braucht und die in der Not auch helfen. Noch kann ich diese aber noch nicht mal am Horizont erkennen.
    Also, wie ich schon meinte: einfach anfangen, der Appetit kommt beim Essen, wie meine Oma immer zu sagen pflegte. Natürlich wird man auch Fehler machen, aber dafür stehen hier ja eine Menge fachkompetenter Leute bereit.

    Schön geduldig bleiben. Lieber immer mal ansaugen. Preis Algan beseitigt zwar kurzzeitig Cyanobakterien, aber nicht die Ursachen ihrer Entstehung.
    Ich würde es einfach bei ein paar Reinigungsarbeiten belassen und kontinuierlich den Wasserwechsel, wie früher weiterführen.

    Für den Sander sind gute Holzausströmer nach wie vor am besten. Umbau auf Injektor ist zu kompliziert, da er nicht für gute Injektorpumpen ausgelegt ist. Die Zu- und Abläufe sind viel zu unterdimensioniert.

    ist schon klar aber Totes Riffgestein bekommt man nur KG weise

    Das ist ja das Problem. Die Leute fallen immer auf sowas rein: "Wieviel Kilo brauche ich?"

    Man muß einfach ein paar schön zerklüftete Steine aussuchen und diese nach Möglichkeit schon mal vor Ort sehr luftig übereinanderstapeln. Wenn einem das Aussehen gefällt, nimmt man eben so viel davon mit, wie man Geld ausgeben möchte.

    Es nützt ja nichts 30 kg zu kaufen, die dann gerade mal reichen, das Becken halb hoch zu stapeln. Wenn dann noch der Aufbau dauernd wackelt oder umfällt, weil die Steine zu rundlich sind, hat man ja nicht viel gekonnt und das schöne Geld umsonst ausgegeben.

    Letztendlich ist die Dekoration das Wichtigste im Becken, denn auf ihr soll sich das Riff entwickeln, an dem alle Betrachter ihre Freude haben. Aus welchem Material es gemacht ist, ist dabei zweitrangingig, aber man sollte sich vorher schon ein paar Gedanken darüber machen, wie das alles einmal aussehen soll.

    Es gibt zwar Salzmischungen mit unterschiedlichen Calciumgehalten, allerdings wird das von den Herstellern auch so angegeben.

    Definitiv würde aber kein Hersteller ein Salz vermarkten, dessen Calciumgehalt so hoch liegt, daß das Löslichkeitsprodukt nur knapp unterschritten wird. Dann würde bei jeder kleinsten Zugabe sofort Calciumcarbonat ausfallen und man hätte viel Geld für nichts ausgegeben.

    Die Stangen machen kein Becken schöner!

    Wenn man Steine auf eine Stange fädelt sieht es auch aus, wie auf eine Stange gefädelte Steine, das sollte einem vorher bewußt sein.
    Ich würde lieber einen sehr lockeren Aufbau versuchen, bei dem nur sehr wenig Gestein den Boden berührt!