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ein Meerwasserbecken ohne Sandboden, ist vergleichbar mit einem Wald ohne Moosboden oder Grab mit Rindenmulch. Vielen Leuten sind SPS schon zu statisch. Aber Beton im Vorgarten brauch man nur bei Parkproblemen.
Keine Frage, der Sand hat ja auch eine wichtige biologische Funktion. Nur leider wird da viel falsch gemacht. Viele grabende Tiere sind Pflicht, dann läuft das auch über Jahre prima. Leider ist das aber nicht immer so, viele Leute haben noch nie etwas von grabenden Tieren gehört, kann man hier gut nachlesen.
12cm Sand im kompletten Becken sind eine tickende Zeitbombe. Solange keiner dran rührt, geht es lange gut, aber wehe wenn. Und irgendwann läuft das Faß eben über. Dafür dann so schöne englische Namen, wie "old tank syndrom" zu erfinden, macht die Sache nicht besser. Die Probleme werden nicht kleiner, wenn man sie ignoriert oder sich aus der Welt wünscht.
Wenn man seinem Bodengrund nur 5% der Aufmerksamkeit schenkt, die Abschäumer, Strömungsprogramme, Computersteuerungen für alles Mögliche oder gar das wilde Messen irgendwelcher "Werte" benötigen, hat man schon viel mehr getan als nötig und wird lange Freude an seinem Becken haben. Es ist aber nicht verkehrt, zu verstehen, was da passiert. Das ist 100 x wichtiger, als irgendein Nitrit- oder Nitratwert, die kommen und gehen.
Einfacher 1mm Korallensand, ohne "Fiji", "Live" oder sonstwas, ist vollkommen ausreichend, alles was wichtig ist, passiert auch von allein. Richtigen lebenden Sand gibt´s ohnehin nicht aus der Tüte.
Es ist ja auch nicht so, daß wir hier keinen Sand hätten:
rechts im Bild ist ein 5 x 1 Meter (zum Vergleich: das ist ein Bubble King 500!) großes Sandbett zu sehen, welches gut 30cm (!!!) hoch ist und prima funktioniert! Es wird von unten durchströmt und macht keinerlei Probleme - außer Unmengen Nährstoffe "aufzusaugen"!
Auf der oberen Sandfläche gibt es nicht mal eine Strömungspumpe, das machen alles die Tiere. Im nächsten Jahr möchte ich mit meinen Studenten dort etwas Mikrobiologie betrieben, das wird bestimmt ungemein interessant. Derzeit leben vor allem Schnecken und kleinere Krebstiere darin.
Die vielen tollen Bewohner / Symbiosen sind es allemal wert, in einem Aquarium gehalten zu werden: unglaublich interessante Wesen.
Bei mir werden es definitiv Röhrenaale und Brunnenbauer! Und das auf jeden Fall im Gesellschaftsbecken!
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Jetzt habe ich auch das mit der Wanne kapiert, da bin ich kurz auf der Leitung gestanden.
Man muß sich das einfach wie eine kleine, halbrunde Mauer vorstellen. Da wir diese hier paßgenau aus unserer Riffkeramik formen können, bohren wir während der Produktion von außen nach innen schräg von oben nach unten Löcher hinein. Somit kann Wasser durchströmen, aber der Sand steigt darin nicht nach oben. Hat immer gut funktioniert, leider habe ich kein Bild mehr davon und heute ist kein schöner Tag, sowas zu bauen....