so, jetzt hat sie sich endlich mal näher und sehr lange gezeigt. In Fossa/Nilsen passt das Aussehen und Beschreibung am Besten zu den Sackzungenschnecken. Aber hier meine Beschreibung:
Die Schnecke hat zwei ausgeprägt Rhinophoren, die in der äußeren Hälfte ocker bis kalksteinfarben sind. Die von mir zuerst beschriebenen Kiemen sind zwei Lappen, die rechts und links von vorne bis hinten durchlaufen und an jeweils 3 Stellen deutlich größer sind, an diesen Stellen jeweils einen hellorangenen Punkt auf dem Lappen haben ("Augenflecken") und am Rand deutlich ausgefranst sind.
Direkt hinter dem Kopf befindet sich eine weiße Kugel. Die Schnecke war bis gestern dunkelgrün, heute allerdings hat sie eine weiße Grundfarbe und dunkelweinrote, feine Schlieren (die blauen Anteile auf den Fotos kommen von meinen aktinisch-blauen Röhren).
Die Schnecke gleitet zwar grundsätzlich, macht aber ruckartige Bewegungen, bei denen die Rhinophoren und auch die Lappen ruckartig mitwippen.
Auffällig ist auch, dass die Schnecke minutenlang das Gestein absucht, um dann, wenn sie anscheinend fündig geworden ist, so 5 bis 10 Minuten regungslos zu verharren (ist das evtl. die Phase, die laut Fossa/Nilsen zum Aussaugen des Zellplasmas dient???). Ob sie nun definitiv Algen gefressen hat, kann ich leider nicht sagen, da dies immer verdeckt war.
Ich hoffe, dass ich euch mit dieser Beschreibung eine Bestimmung ermögliche. Bin für jeden Hinweis dankbar, da dieses Tier wirklich super interessant ist.
Danke und ciao
Joachim