Hallo!
Ich finde es super, dass Robert hier über seine Erfahrungen mit diesem schwierigen und in herkömmlichen (Riff)Aquarien kaum dauerhaft haltbaren Fisch berichtet. Wir müssen uns endlich an die Tatsache gewöhnen, dass ein Aquarium nach den darin gepflegten Tieren einzurichten ist und nicht umgekehrt die gepflegten Tiere sich an eine unpassende Einrichtung des Aquariums anzupassen haben (was sie oftmals auch nicht können).
Roberts Weg, von der (für manche Augen so verlockenden) klinischen Sauberkeit Abstand zu nehmen, indem er Teile des Glases veralgen lassen, um für Salarias fasciatus zumindestens ein bisschen Verdauliches zuzuführen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das soll aber niemand der hier Mitlesenden verleiten, nun zu glauben, dass es damit schon getan wäre. Ich vermute, dass in Roberts Aquarium die Beckenbiologie soweit gediehen ist, dass diese Fischart überleben kann. Die veralgten Scheiben sind auf jeden Fall gut und tun ihr Übriges dazu.
Ich freue mich natürlich, dass es dem Schleimfisch schon so lange gut geht. Ich freue mich aber auch, dass Roberts Beitrag zeigt, dass hier ein Aquarianer mit Herz und Hirn werkt, dem sichtlich Biologie vor Optik geht. Das ist wichtig und so soll es sein!
Noch einmal: Niemand soll bitte nun glauben, dass es reicht, eine Aquariumsscheibe hin und wieder veralgen zu lassen, um Salarias fasciatus erfolgreich zu pflegen. Vielmehr geht es darum, dass im Aquarium (also auch auf der Scheibe) die richtige Algenflora sowie im Algengestrüpp die richtige Mikrofauna lebt. Robert hat dies offensichtlich erreicht.
Lieben Gruß
Harold