Beiträge von Harold Weiss

    Hallo Paul!

    Zitat

    ob es Arten gibt, die man auch in 500L halten kann?

    Ja, kleinerbleibende Arten (Zwergfeuerfische der Gattung Dendrochirus) kannst Du in 500 Litern halten.

    Zitat

    Hab gelesen, dass sie Räuber sein sollen und auch kleine Fische fressen sollen

    Ja, sie fressen alles, was ins Maul passt.

    Zitat

    Sind sie so giftig dass sie dem Menschen gefährlich werden können?

    Ja, die Giftwirkung ist in der Regel stark, auch wenn sie beim gesunden Menschen nicht zum Tod führt. Als jemand, der von einem nahe verwandten Skorpionsfisch (Vespicula depressifrons) gestochen wurde, spreche ich aus eigener Erfahrung.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo!

    Natürlich haben alle, denen so etwas passiert bzw. die dann mitleiden, mein volles Mitgefühl. Dennoch will ich noch einmal meinen Satz, den ich schon so oft gesagt habe (auf den aber kaum jemals eingegangen wird), hinausrufen:

    Besetzt und pflegt Eure Aquarien so, dass ein Stromausfall (sofern er nicht Tage dauert) nicht zum Super-GAU führt !. Das ist möglich.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo!

    Zitat

    Ich würde den hepatus und den veliferum abgeben beide werden vieeel zu groß für dein Becken. Gönn lieber dem flavescenes, dem ocellaris und der Phalaena-Grundel einen Partner

    Ich schließe mich Stefan an. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum hier lauter Einzelfische schwimmen (außer dass es schön bunt ist ... aber das sollte bei unserer Liebhaberei eigentlich zweitrangig sein). Zudem halte ich das Aquarium für überbesetzt.

    Lieben Gruß

    Harold

    Genau - es ist, wie Claude schon andeutete:

    Die meisten Seeigel sind keineswegs reine Vegetarier ... Ja, sie fressen Algen, aber mit diesen Algen all die Tiere, die darin leben ... und den Aufwuchs der Steine mit. Und wenn sich dann und wann ein Kadaver ergibt, dann wird der auch verspeist. Der Speiseplan solcher Aufwuchsfresser ist vielfältig. Das ist auch der Grund, weshalb solche Tiere in unseren (übersterilen) Aquarien selten längere Zeit überleben.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Lars!

    Woher hast Du die Information, dass Gramma loreto nicht in Gruppen lebt? Diese Art bildet eindeutig Haremsgruppen. Also ein Männchen, dessen Revier sich die Weibchen in Unterreviere aufteilen. Es laichen dann auch mehrere Weibchen mit einem Männchen ab (ähnlich der Zwergbuntbarschgattung Apistogramma im Süßwasser). Nach DE GRAAF (1977) etwa leben in der Natur manchmal aber auch mehr als 100 Exemplare auf relativ engem Raum zusammen. Im Aquarium ist aber auch die Haltung eines Paares kein Problem.

    Als Einzeltier sollten Feenbarsche allerdings nie gepflegt werden. Sie sind dann überaus scheu und zeigen sich kaum.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Axel!

    Ein lieber Freund von mir hält eine Fünfergruppe. Probleme mit springen gabs da bis jetzt nicht. Garantieren kann man das aber natürlich bei keinem Fisch - ein nicht abgedecktes Aquarium stellt immer ein gewisses Risiko für Fische dar.

    In der Gruppe ist der Feenbarsch übrigends überhaupt nicht so zurückgezogen wie wenn man ihn einzeln pflegt. Die Fünfergruppe meines Freundes ist dauernd heraussen.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Wolfgang!

    Diese Intentionen gibt es bei mir :-). Ich habe den Natur und Tier Verlag (konkret Daniel KNOP) angeschrieben, ob Interesse bestünde, im Rahmen der "Art für Art" Reihe etwas Diesbezügliches - konkret zunächst einmal "Schleimfische des Mittelmeeres im Aquarium" - herauszubringen. Das Manuskript hierfür hätte ich fast fertig. Jetzt warte ich auf Antwort ...

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Torsten, hallo Klaus!

    Zitat

    vielleicht ist es ja bei Euch in Östereich ein verbreiteteres Hobby

    Nein, ist es nicht ...

    LANGE, Jürgen & Rainer KAISER (1991): Niedere Tiere tropischer und kalter Meere. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart ist ein sehr gutes Buch, in dem erfreulicher Weise wenig Abgeschriebenes und viel aus der Praxis des Berliner Zooaquariums zu finden ist.

    STEINER, Helmut (1983): Beobachtungen an Niederen Tieren des Mittelmeeres. Landbuch Verlag, Hannover ist ein hervorragendes Büchlein des Wiener Aquarianers, der ja auch viele Artikel in DATZ, DAS AQUARIUM etc. veröffentlichte.

    Tja, aber wir schreiben das Jahr 2009 ... Natürlich ist die Interessensgruppe für ein solches Buch beschränkt. Andererseits werden (z. T. sehr gute) Bücher über Randgebiete wie Röhrenwürmer, Muränen etc. geschrieben und publiziert - siehe z. B. die neue Reihe "Art für Art" des Natur und Tier Verlages. Da sollten ein paar Bändchen über Tiere des Mittelmeeres schon auch drin sein ... :smiling_face:

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Heinz!

    Klar - fast alles geht manchmal. Es ist ja nicht so, dass Salaria pavo zwangsläufig jede Garnele zum Fressen gern haben muss. Aber es kann eben sein, und ich habe es auch selbst erlebt. Darum muss ich es hier schreiben. Alles andere wäre ja nicht fair, oder? Auch bei Gobius bucchichi muss man darauf gefasst sein, dass beigesetzte (kleinere) Garnelen ihren Menüplan ergänzen.

    Kai VELLINGs Vorschlag klingt zwar, wenn man die Tierwelt des Flachwassers des Mittelmeeres kennt, logisch. Ist aber, wie man u. a. an meinen Erfahrungen sehen kann, vermutlich eher theoretisch entstanden - also nicht aus der Praxis gegriffen.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Volker!

    Wie Torsten schon schrieb: Nein, geht nicht. Das liegt aber nicht an der Aggressivität der Schleimfische (die eher innerartlich ist und der Abgrenzung der Reviere dient) sondern an deren Appetit und Hunger. Von vielen Arten - gerade auch von Salaria pavo - wird alles gefressen, was ins Maul passt bzw. was entsprechend zerkleinert werden kann.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Florian!

    Die Reuse ist sicher eine gute Idee - auch wenn ich sie noch nie angewendet habe. Lysmata seticaudata fing ich immer nachts. Da saßen sie an den Felswänden und ließen sich mit dem Handkescher gut fangen. Aber klar - wenn Dir das Wasser jetzt noch zu kalt ist, wird das nichts :smiling_face: ... es sei denn, Du hast einen Neoprenanzug.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Ralf!

    Da ich das Lexikon praktisch alleine gestalte, geht innerhalb meiner zeitlichen Möglichkeiten alles nicht so schnell, wie ich es gerne hätte, zumal ich ja genaue Vorstellungen bezüglich Qualität des ganzen habe :-). Barrakudas (da gibt es einen guten Haltungsbericht vom mittlerweile verstorbenen Altmeister Peter CHLUPATY) und Muränen kommen natürlich noch rein.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Ralf!

    Super Infos! Kommen demnächst ins Lexikon (kennst Du das eigentlich?). Wenn Du noch nette Bilder hast -> gerne. Ansonsten reicht das Bild hier im Forum, wenn ich es übernehmen darf. Bitte sag mir noch (wegen der Hinweise im Forum) Deinen Nachnamen (gern auch per PN, sofern Du ihn hier nicht öffentlich machen willst).

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Ralf!

    Ich würde gerne Deine Erfahrungen und das schöne "Handbild" für das Lexikon "Die Meere Europas - Flora und Fauna" verwenden. Wäre Dir das Recht? Natürlich mit Namenshinweis und Copyright für das Bild!

    Lieben Gruß

    Harold

    Zitat

    Wie oft fährst Du da hin Harold, jedes zweite Wochenende?

    :smiling_face: Das wäre schön ...! Nein, ich versuche, zwei- bis dreimal im Jahr hinzukommen. Wobei es ja auch andere verlockende Ziele für mich gibt. Zum Beispiel möchte ich es heuer endlich schaffen, zum Gardasee zu fahren und dort Gardaseegrundeln und Süßwasserschleimfische zu fangen. Weiters interessiert mich die Warmwasserquelle in Villach in Kärtnen. Dort leben im Abflussbach viele tropische Fische und das will ich mir einmal live geben. Auch dort will ich heuer noch hin ...

    Viel zu wenig Zeit für alles neben meiner Arbeit. An einer Solo-CD, die heuer noch erscheinen soll, muss ich auch laufend arbeiten ... Du siehst ... :winking_face:

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Torsten!

    Das Buch ist genau das, welches ich zitiert habe. Das derzeit beste Bestimmungsbuch!

    Du hast natürlich Recht, dass viele Schleimfische des Mittelmeeres Rabauken sind. Und zarte Garnelen sind wahrlich keine geeigneten Gesellschafter für sie. Auch die Lipophrys-Arten sollte man nicht unterschätzen. Zumindestens Lipophrys adriaticus kanns ganz schön und hat mir einige Einsiedlerkrebse zerlegt. L. dalmatinus ist da von etwas sanfterem Charakter, braucht aber meiner Erfahrung nach zumindestens anfangs etwas Aufmerksamkeit bei der Fütterung und vor allem keine zu streitsüchtigen Beifische. Einmal eingewöhnt (und wenn sie dann das Aquarium gut kennen) können sie sich dann aber durchaus behaupten. L. canevai ließ bei mir Garnelen ungeschoren und erfreute sich hauptsächlich seiner engen Höhlen :-).

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Volker!

    Da ich selbst noch nicht auf Korsika war, kann ich zu Deiner Frage nichts aus eigener Erfahrung schreiben. Aber - Du hast doch mal gesagt, dass Dich vor allem Salaria pavo interessiert ... Ich denke, dass der auf Korsika schon zu finden sein sollte. Ansonsten hier eine Zusammenstellung der auch in Korsika vorkommenden Schleimfische nach LOUISY (2002):

    Blennius ocellaris. Kommt eher tiefer unten vor, daher wirst Du ihn kaum zu Gesicht bekommen. Ich konnte einmal ein Jungtier auf der Insel CRES im Flachwasser finden.

    Aidablennius sphynx. Sollte im Flachwasser auf veralgten, horizintalen Felsen zu finden sein.

    Parablennius gattorugine lebt im gesamten Mittelmeer, also sicher auch an Korsikas Küste. Ist wegen seiner Größe und seines Verhaltens aber nicht so gut fürs normalgroße Aquarium geeignet.

    Parablennius sanguinolentus findet sich ebenfalls überall. Bleibt meist scheu und braucht auch größere Becken.

    Parablennius rouxi. Allerliebst, aber nicht leicht zu fangen.

    Parablennius pilicornis. An sich eine subtropische, eher atlantische Art, die gerade dabei ist, sich gegen Norden auszubreiten. Könnte man daher möglicherweise in Korsika finden.

    Parablennius tentacularis. Gut fürs Aquarium geeignet.

    Parablennius incognitus. Ebenso.

    Parablennius zvonimiri. Nicht ganz leicht zu fangen, da er an schattigen, spaltenreichen Felswänden lebt, die er sehr gut kennt und zur Flucht ausnützt. Im Aquarium gut haltbar.

    Hypleurochilus bananensis. Über diesen Fisch ist kaum etwas bekannt. Könnte sein, dass er schon bis Korsika vorgedrungen ist. Solltest Du ihn tatsächlich entdecken, bitte unbedingt um eine Nachricht! Ich bräuchte unbedingt Erfahrungen fürs Lexikon.

    Coryphoblennius galerita. Eine hochinteressante, gut haltbare Art, die auch aus dem Wasser heraus geht.

    Paralipophrys trigloides. Ein sehr netter, sehr zutraulich werdender Fisch, der fallweise auch das Wasser verlässt. Im Aquarium nicht sehr durchsetzungsfähig, daher nicht mit aggressiven Arten vergesellschaften.

    Lipophrys dalmatinus findet sich trotz seines Namens auch auf Korsika.

    Lipophrys canevai. Nur Jungfische sind ungeschickt genug, dass man sie fangen kann. Im Aquarium aber ein sehr guter Fisch.

    Lipophrys nigriceps. Sofern man ihn erwischt (lebt unter Überhängen und in Höhlen, die er sehr geschickt für die Flucht ausnützt) ein toller Fisch auch fürs kleinere Aquarium.

    Tripterygion spp.. Alle drei Arten dieser Gattung sollten auf Korsika vorkommen. Nur in alteingerichteten Aquarien gut haltbar.

    Clinitrachus argentatus. Ein äußerst versteckt lebender Fisch (in Cystoseira-Büscheln), den man kaum zu Gesicht bekommt. Sollte eher im kleinen Artaquarium gepflegt werden, da man ihn sonst nie sieht, was ja nicht sehr spannend ist.

    Diese Zusammenstellung wurde nach Patrick LOUISY (2002): Meeresfische Westeuropa Mittelmeer, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart gemacht. Die Praxistipps kommen aus meiner Erfahrung.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Volker!

    Auf die Schnelle sage ich jetzt einmal: Caulerpa prolifera, Meersalat (Ulva spp.), Codium spp. und Halimeda spp.. Alle anderen kannst Du probieren, ist aber eher unsicher bis gar nicht haltbar (z. B. die wunderschönen Cystoseira spp.).

    Lieben Gruß

    Harold

    Doch etwas Neues: Vor 20 Minuten konnte ich beobachten, dass der Neue (den ich - wie schon gesagt - jetzt etwa 3 Wochen bei mir habe) Frostmysis gefressen hat. Der Alte betrachtete ihn zwar dabei, war jedoch völlig unbeeindruckt ... fast verächtlich wendete er und verschwand hinter einem Stein.

    Hallo Lars!

    Mittelmeer interessiert mich zwar sehr, aber derzeit bin ich mehr auf der tropischen Schiene ... :smiling_face: Kleine, nicht alltägliche Fische und Herausforderungen abseits des Mainstreams (z. B. dauerhafte Pflege von Röhrenwürmern, Seescheiden und anderen planktonabhängigen Dauerfressern, Kultivierung von Seegras usw. )

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Lars!

    Meine Erfahrung ist auch, dass Licht kein Problem ist. Ich pflege meine beiden in einem Aquarium mit den Maßen 60 x 35 x 35 und habe 2 x 18 Watt T8 darüber. Die längste Zeit lebten sie sehr versteckt und man bekam sie kaum zu Gesicht. Nach etwa einem halben Jahr jedoch hatten sie sich anscheinend soweit eingewöhnt, dass sie immer wieder "mutig" durchs Aquarium ziehen und sichtlich neugierig sind (vor allem, wenn ich Futter reingebe - obwohl sie es dann nicht annehmen). Meistens verziehen sie sich aber hinter die Steine, wenn ich vor das Aquarium trete.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo!

    @ Peter: :smiling_face:

    @ Lars: Ein allerliebster, sehr nanogeeigneter Fisch, den sowohl Peter als auch ich pflegen. Allerdings ist er oftmals nicht an Frostfutter zu gewöhnen. Das heißt, wenn die Flohkrebse aufgefressen sind (und das geht schnell bei diesem Vielfraß), müsstest Du schauen, wo Du regelmäßig Futtergarnelen (bis genauso groß wie die Barsche sein können) bzw. Futterfische herbekommst.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Martin!

    Tatsächlich handelt es sich bei den von Dir beobachteten Tieren um Flohkrebse (Amphipoda), zu denen auch die bei uns heimischen Bachflohkrebse (Gammarus pullex) gehören. Anemonenfische werden sich möglicherweise hin und wieder einen schnappen, jedoch nicht aktiv auf Jagd auf sie gehen. Für junge Synchiropus stellatus sind ausgewachsene Flohkrebse zu groß, Jungtiere werden sie sich aber schnappen. Aber: So lange stehen Deine Aquarien noch nicht und so groß sind sie auch nicht, dass eine eigenständige, aus dem Aquarium entstehende Ernährung der Leierfische gewährleistet wäre. Kannst Du ihnen wirklich regelmäßigst (damit meine ich täglich, möglichst mehrmals) Futter geben? Ansonsten suche Dir lieber andere Fische aus.

    Lieben Gruß

    Harold