nein, Osram und Nava sind unterschiedliche Firmen.
Narva hat nach dem 2. Weltkrieg das Osram Werk D in Berlin übernommen, und Narva hat auch mit Osram nach der Wende zusammen gearbeitet, daher die verbindung.
auch sei auf die geschichte der Firma Nava verwiesen. dort wird mit keinem Wort eine Übernahme durch die Firma Osram gesprochen.
Link: http://www.narva.de/geschi.htm
hier mal ein Ausschnitt aus einem Referat von Vivian Rokeach über die (Arbeit der) Treuhandanstalt.
und hier gibt es den kompletten Text: http://www.hwo.cidsnet.de/pw/vivian/
Zitat:
"4. Beispiel einer Privatisierung
Die NARVA-„Privatisierung" ist ein negatives Beispiel für einen Privatisierungsvorgang, der wahrscheinlich in mehreren Fällen ähnlich abgelaufen ist.
Der NARVA Betrieb in Berlin stellte Lichtquellen her und hat bis zum Ende des zweiten Weltkrieges zu Osram gehört. Aus diesem Grund hat NARVA auch bald nach der Wende mit dem Osram-Konzern zusammen gearbeitet. Ursprünglich wollte Osram auch die Lampenproduktion von NARVA weiterführen, doch nach einiger Zeit zog sich das Unternehmen zurück. Als Gründe für diesen Rückzug werden neben Altlasten auch die schlechten Zustände von Gebäuden und Produktionsanlagen genannt (Investitionsstau). Die THA bot 1991 diese Firma anderen Unternehmen zum Verkauf an, unter der Voraussetzung, daß weiterhin Lampen produziert werden und möglichst viele Arbeitsplätze gesichert werden. Es gab vier Interessenten und von denen die Klingbeil-Gruppe aus Berlin den Zuschlag erhielt. Im NARVA-Betrieb wurde die Meinung vertreten, daß der Bauunternehmer Klingbeil mehr an den Grundstücken (mit Sportstätten und Ferienheimen ca. 300.000 m²) als an der Produktion interessiert war. Dies dachte sich auch Wirtschaftssenator Meisner und forderte, die Konzepte der vier Anbieter einem unabhängigen Vergleich zu unterziehen. Nachdem auch noch eine Drohung gegen den NARVA Vorstand durch ein Mitglied der Klingbeil-Gruppe bekannt wurde, kam der Verkauf nicht zustande. Nun wurde die Neuausschreibung der CSFB Effektenbank AG übertragen, die Angebote einholen und Konzepte prüfen sollte. Die Privatisierung wurde also aufgeschoben, aber es wurden weiterhin Arbeitsplätze abgebaut. Von den einst 5.000 Arbeitsplätzen sollten bis zum Ende des Jahres nur noch 1.100 existieren. Bis zu einer Privatisierung konnte NARVA auch nicht mit langfristigen Aufträgen rechnen, da die Abnehmer verunsichert waren. Das heißt das Unternehmen schrieb mit der Zeit immer höhere Verluste, bis schließlich ein Privatisierungsangebot angenommen wurde, das nur noch 900 Arbeitsplätze und einen niedrigeren Kaufpreis vorsah. Das wertvolle NARVA-Grundstück direkt am Berliner Ostbahnhof ist zwischenzeitlich anders verwertet worden und damit entsprechend dem Konzept des Bauunternehmers Klingbeil."
Zitat Ende