Beiträge von Martin Kuhn

    -> eine deutlich erweiterte Version ist seit heute fertig
    Ich habe das ganze etwas umbenannt: es heißt jetzt "FAQ und Kompendium - Wasserparameter in Riffaquarien"
    Grund: Einige Themen sind so ausführlich beschrieben, das man dazu wohl nicht mehr nur FAQ sagen kann :winking_face:

    :yidee inzwischen umfasst das Dokument stolze 64 Seiten :yidee

    Updates
    - Umfangreiche Erklärung der Balling Methode
    - Erläuertungen und Details zu den verschiedenen Rezepturen
    - FAQ Balling Methode
    - Dosierung von Chemikalien für Ca/Mg/Alkalinität berechnen, wie?
    - Chemikalien in Riffaquarien dosieren, wie?
    - Flüssige Dosierlösungen erstellen, wie ? Maximale Konzentrationen.
    - Vorkommen der häufigsten Elemente in natürlichem Meerwasser
    - Kurzthema: "Kalium" im Riffaquarium

    Download-Link

    Vielen Dank diesmal im speziellen an TiSi und H.W. Balling !

    Viel Spaß damit
    Martin

    PS: Feedback (positiv/negativ/Verbesserungsvorschläge) sind wie immer klar erwünscht.

    Ich bin mir auch nicht ganz sicher,
    denke aber es ist keine E.Quadricolor (Färbung der Spitzen sowie Tentakelform)
    und auch keine Condylactis gigantea (die hat viel kürzere Tentakel! ob das Foto im Lexikon wirklich eine ist ?? wenn dann eine sehr junges Tier)

    ich tippe auf eine H.Crispa oder eventuell eine M.Doreensis (wobei da die anders gefärbten tentakelspitzen eher dagegen sprechen)

    auf jeden Fall ist es Hammertier ! Wünsche viel Spaß damit

    lG Martin

    Hallo Adrian
    mir war schon in etwa klar was du meintest.

    aber wenn ich sowas mache dann halt richtig.
    Nur einfach eine Division auszurechnen kann man doch eigentlich wirklich von jedem noch ewarten oder.
    Der Windows Taschenrechner lässt grüßen.

    lG Martin

    @Ehrhard: bestens, Danke für's feedback

    @Florian: zumindest in der näheren Zukunft leider ein klares NEIN zu einer Süßwasser-Version oder Süßwasser-Funktionen.

    Adrian: so einfach wie Du Dir das vorstellst ist das leider nicht. Nur ein "Faktor" wird da wenig bringen. Schließlich hast man auch noch Maximale-Misch-Konzentrationen zu beachten; und das ganze bei gemischen. Evtl irgendwann mal. Jetzt muss ich aber erst mal einige andere Sachen machen die ich aufgeschoben hatte.

    lG Martin

    VISREF: Wieso denn das ? Die Konzentrationen dieser salze liegen doch nicht "über" sondern optimalerweise "genau in" dem empfohlenen Bereich für ca/Mg/Alkalinität. Der Effekt ist dann, dass Du bei verwendung dieser Salze die Werte in Deinem becken gleichbelässt un dnicht extra nachdosieren musst.

    anders natürlich wenn Du in deinem Becken bewusst weniger Ca/Mg usw haben willst dann machen die etwas billigeren"Nicht Riffsalze" eher Sinn


    lG Martin

    Hallo Ehrhard
    vermutlich hattest Du vorher kein "Becken abgespeichert" dann erst dann lassen sich Wasserwerte auch speichern

    Einstellungen -> Meine Becken -> Becken-Daten eingeben und dann "Becken hinzufügen" anklicken

    übrigens, da Du schon der 2.te bist dem das passiert ist, wird das dann ins der nächsten Version als Info-Meldung angezeigt (also wenn kein Becken gespeichert ist...)) :wink

    lG Martin

    Hi Adrain
    wenn Sie sich die Stelle selbst ausgesucht UND sie Dir dort auch noch passt ist doch super.
    Ich würde sie auf jeden Fall dort sitzen lassen.
    Wenn sie's dort wirklich stören wandert sie schon weg

    Der "Po" von deiner Anemone ist übrigens oben und nicht unten. Nämlich die Mundöffnung.
    Außerdem sitzt die Anemone mit Dichte ~1kg/dm³ in Salzwasser mit der gleichen Dichte.
    Da tut also nichts weh, so wie wenn Du im Schwimmbad sitzt :winking_face:
    und die Dinger quetschen sich da hin wo's ihnen passt, auch in jede Spalte.

    Hallo Petra
    ein Bild wie die Haddoni den Fisch verspeist hat hast du nicht zufällig gemacht oder ?
    oder hat jemand anders das schon mal in einem Foto festhalten können ?

    (...wäre interessant um das in meine Anemonen FAQ mit einbasteln zu können)

    lG Martin

    Hi Mirko
    Deine Salinität hast Du vollkommen richtig ausgerechnet.
    Dadurch musst Du die Konzentration von Ca, Mg, Alk.... im selben Verhältniss von 35,5 /34,2 = 1,038 hochrechnen um vergleichen zu können

    vorher Mg = 1140 mg/l
    nacher Mg = 1020 mg/l * 1,038 = 1060 mg/l (also immerhin etwas höher...)

    Fact ist, vorausgesetzt das Du Mg jeweils richtig gemessen hast -> Dein Becken verbrauchte mehr Mg als Du zudosiert hast.

    Über die Genauigkeit des Dosiervorschlags von TM Bio-Magnesium kann ich natürlich nichts sagen, weil ich nicht weiß was da genau drin ist.
    Wenn Du das mit den Balling Salzen (hier MagnesiumChlorid Hexahydrat / MgCl2 * 6 H2O) machst weißt Du halt eindeutig was du tust.

    Hi Andreas,
    je nachdem in welchem WWW-Artikel du schaust wirst du unterschiedliche Rezepturen für die Ballinglösung(en) finden !
    Was ist also "DIE" Balling Lösung ???


    genau deswegen beziehe ich mich auf die Einwagen in Gramm. Die sind wenigstens klar und eindeutig.

    Hallo Gregor

    - Deine Mg Konzentration "kann" sich unterschiedlich zu Ca/Alkalinität senken. Deswegen "kannst" und solltest Du die Mg-Konzentration unabhängig zu Ca/Alk nachdosieren. wenn das kein problem für Dich ist (Dosierpumpe...) optimalerweise ebenfalls per Tag, halt in geringeren Mengen

    - Die Balling Rezeptur Ca/Alkalinität hat halt genau den Vorteil das alle Reaktionspartner dabei wieder gebunden werden. Noch dazu stellst Du mit der Zugabe des NaCl freien Salzes ebenso den %-satz an NaCl haltigen zu NaCl freien Salzen dar wie im Meerwasser. Ich bezeichne das deswegen auch immer als "ausgelichene Anpassung"
    Änderst Du jetzt die Dosiermengen einer der chemikalien der Rezeptur bekommt nicht mehr jeder Reaktionspartner die passende Menge an anderen und das ist halt dann nicht mehr so "ausgeglichen"
    oder ....das was man als verschiebung Ionengleichgewicht bezeichnet.

    Hallo Gregor
    es kommt natürlich darauf an welche Rezeptur Du für deine Lösungen verwendest
    "Standard" wäre ja 2 kanister für Ca & Alkalinitätserhöhung zusammen. Diese beiden sollten im ang.Verhältnis dosiert werden.

    Die Mg-Anpassung (3.ter Kanister) erfolgt ohnehin unabhängig zu den ersten beiden, da sich der Mg-Wert ja ohnehin in jedem Becken anders verändert als Ca/Alkalinität.

    Wenn das Verhältnis Ca&Alkalinität zu weit vom optimalen Bereich entfernt sit, würde kich erstaml eine Korrektur dieser Werte einzeln fahren. dann erst weiter mit dem H.W Balling'schen Ca/Alkalinitäs erhöhendem Gemisch.
    Die oft titulierte Ionenverschiebung kannst du kurzzeitig ruhig ausser acht lassen


    btw: Ich bin grade am verfassen eines "Balling-Teiles" in meiner Wasserparameter FAQ...dauert aber noch ein bisschen.

    ich habe vor 3 Monaten 4 Squampinis zugesetzt. Zunächst alles "Weibchen". Nach 2 Wochen hat sich einer in ein Männchen umgewandelt. das dauerte so ca 1-2 Wochen.

    Alle 4 sind sofort ans Futter gegangen, fressen bei mir sehr gut aber nicht "gierig".
    Vermutlich hängt das aber auch mit meinem Miracle Mud Filter zusammen. Mein Händler meinte die sind ansonsten richtige Fressmaschinen die nervös werden wenn man nicht häufig und viel füttert.

    Meine Meinung: Superschöne Fische mit tollem Schwimmverhalten. Das Männchen balzt allabendlich mit 2 der 3 Weibchen. Die Damen finden das schienbar ultracool und sind dann ihrerseits ständig um das Männchen geschart.
    Agrressionen gegenüber anderen Fischen gibt es bei mir keine.

    Sogar meinen "wenig Sauerstoffgau" vor ein paar Wochen haben diese 4 völlig unbeschadet überstanden. Man sah ihnen nicht mal etwas an (im Gegensatz zu einigen anderen Tieren).

    Meine meinung zu diesen Tieren :thup :thup

    lG Martin

    Hi Christine
    die Gefahr dass sich die beiden untereinander "Bekämpfen" werden ist gegeben.
    Das muss aber nicht unbedingt so sein. Naja, Du wirst schon sehen wie sich das entwickelt.


    Jede Anemone kann ihre Nesseln mehr oder weniger stark einsetzen einsetzen um sich zu verteidigen. Ich habe auch schon eine email von einem Besitzer einer Quadricolor bekommen der berichtet hat das sie ihn auf einmal bewusst angspritzt hat. Er musste daraufhin sogar in ärztliche Behandlung weil es das Auge mit getroffen hatte.

    Deine Vermutung dass das bei Dir irgendiwe mit dem Beisein mit der Crispa zusammenhängt ist vermutlich gar nicht so abwegig.
    Der Unterarm ist natürlich, speziell innen, schon eine besonders empfindliche Stelle.
    btw:Gute Besserung :face_with_tongue:

    lG
    Martin

    Zitat

    Original von Norbach
    Mein Händler macht keine Wasserwechsel!

    ABER: Sie geben jedem Kunden gekaufte Tier in einer Tüte Wasser. Das fehlende Wasser füllen sie ja auch wieder auf. Und das nicht nur mit Süsswasser :winking_face:

    sprich: jeder Händler der Tiere verkauft macht STÄNDIGE Wasserwechsel!

    lG Martin

    Hallo Adrian unser "Senior Reef Chemist" hat mal wieder zu 100% Recht.

    Als Anmerkung noch: Die identischen Berechnung wie die von Thomas angegebenen Web-Applikationen sind natürlich auch mit ACalc möglich -> heißen dort: Salinitäts Umrechnungen

    Hallo Gregor
    sieht mir "nur" nach typischen Kieselalgen aus.

    Hast Du eine Osmoseanlage für das Frischwasser benützt ?
    Wenn nicht würde ich die Silkatkonzenztration messen? Je nach Wert evtl Gegenmasnahmen treffen.

    Nach 7 Wochen sollte das zwar eigentlich schon "gegessen sein" aber -> jedes becken verhält sich halt etwas anders
    lG Martin

    Hi Asil,
    wenn Du die Dichte in Deinem Becken erhöhst wirst Du damit auch die Ca/Mg-Konzentration erhöhen !

    Errechnen kannst Di das folgendermaßen:
    Ziel-Konzentration = Ausgangs-Konzentration * ( Ziel-Salinität / Ausgangs-Salinität)

    Achtung: wichtig ist, das Du dafür nicht die Dichte einsetzt sondern die Salinität, sonst bekommst du falsche Werte. Also Werte dabei vorher umrechnen Dichte -> Salinität

    Hallo Norman

    auch von meiner Seite, glasklar: Siehe zu dass Du erst die Dinos loswirst, denn das ist eine echte Infektion Deines Beckens die Bewohnern durch die Toxizität das leben kosten kann. Die Behandlung nicht nur solange durchführen bis du keine Beläge mehr siehst. Ich empfehle entweder deutlich länger zu dosieren oder, deutlich besser, die Stellen die am stärksten befallen waren die nächsten Tage unter dem Mikro auf Dino vorkommen und "Bewglichkeit" zu untersuchen. Erst wenn sich da gar nichts mehr rührt kannst Du die Behandlung abbrechen.
    Ansonsten bist Du in Kürze wieder beim alten Stand !

    Ich würde neben den bei der Dosierung vorgeschalgenen Massnahmen (keine Adsorber, Kohle, Beleuchtumngszeiten) übrigens jetzt auch keine Bacs zudosieren. Deine Phosphatwerte bekommst Du nacher schon wieder ins Lot.


    lG Martin

    Hallo Arthur
    ja klar geht das

    a) Die Dosierpumpe
    Sorgt für eine Zwangszuführung des Kalkis mit Beckenwasser. Das auf der Zulafseite zugeführte Wasser wird auf der Ablaufseite wieder herausgedrückt. Der eigentliche Vorteil ist dass sich die Durchlaufmenge dadurch nicht verstellt (z.B durch teilweises Verstopfen), was häufig der Fall ist wenn die Zuführung nur durch einen Bypass einer Wasserleitung gemacht wird. Die Wassermenge steuert man entweder durch eine einstellbare Dosierpumpe, oder dadurch das man die Dosierpumpe nur getaktet laufen lässt (Zeitsteuerung)

    b) ph-Steuerung:
    Im Kreislauf des Kalki wird eine ph-Sonde eingebaut. Für diese muss im Kalki eine Einbaumöglichkeit vorhanden sein. Über eine Steuerung schaltet diese, je nach ph-Wert im Reaktor die CO2-Zufuhr zu, oder eben nicht. Die ph-Steuerung hat dazu eine Anschlussmöglichkeit für ein Magnetventil, das man hinter dem Druckminderer und dem Rückschlagventil in die CO2-Zuführung des Kalkis einbaut der ja direkt an der CO2-Flasche eingebaut ist. Die CO2-Konzentration im Reaktor bleibt dadurch relativ stabil. Vor allem aber kann man dadurch genau den ph-Wert einstellen der zur Lösung des Korallenbruches im Kalki optimal ist und dosiert weder zu wenig, noch zuviel CO2.


    Du steuerst mit der ph-Sonde also nur die CO2-Zufuhr des Kalkis, nicht aber wieviel aufgekalktes Wasser den Reaktor verlässt. Das machst du durch Justierung der Einstellungen der Dosierpumpe.

    Eine gesamthafte Steuerung, also Dosierung je nach der gerade im Becken vorhanden Ca/Alkalinitätswerts ist mir noch nicht bekannt.

    Das Verhältnis der dem Becken zudosierten Alkalinität versus Ca-Konzentartion ist über Einstellungen am Reaktor NICHT einstellbar, sollte aber je nach verwendung des Korallenbruches eher in Richtugn Ca ODER Alkalinität einstellbar sein.

    @Rüdiger: Jain, das sehe ich nicht ganz so. Kann's aber nicht beweisen.
    Sollte dein Überlauf sich, trotz einst millimetergenauer Justierung, einmal verstellen (Schnecke im Ventil oder so....) könnte der wasserstand im Schacht steigen. Durso sollte das eigentlich ausregeln.
    In diesem falle solltest Du aufgrund es dann größeren Druckunterschiedes eine Höhere Durchfllussgescwhindigkeit haben !

    Liebe Manuela, Robert
    habe gerade mit blankem Entsetzen diesen Thread gelesen.

    Außer wie ein begossener Pudel daneben zu stehen und euch ebenfalls Beileid zu wünschen ist da wohl nicht vielmöglich. So ein Mist.

    Was mir noch auffällt: Ist die Beckentrübung auf dem letzten Foto von EasyLive oder ähnlichen Produkten ? oder ist das jetzt einfach so ? Zumindest die jetzt noch übrigen vermeintlichen kieselalgen habt ihr ja wohl schon im Mikro als solche identifiziert.

    lG
    Martin

    @Daniel: Ganz einfach mit 3-Satz ! :winking_face:

    a) Lasse dir ausrechnen welche Chemikaliendosierung bei Deinem Volumen genau 10mg/l erhöhen
    (Startwert um 10 niedriger als Zielwert)

    b) Die menge die Du auf Deine kanister dosiert hast durch den eben ermittelten Wert Teilen
    -> Ergebniss = wie oft x ist Deine Tagesdosis ist im Kanister vorhanden

    c) Kanister-Volumen / Ergebnis -> Menge pro Tag um 10 mg/l zu erhöhen


    ...ist doch nicht so schwer oder ???

    Hallo Jens
    ich habe Deine Beschreibung was nicht 100% ist jetzt nicht durchgeackert (...keine Zeit dazu).
    Soviel ich weiß ist das aber molmässig alles vollkommen korrekt.

    Ich hab mir, bevor ich das auf Detailabene in ACalc abgebildet habe, zuerst mal auf Excel in ein Spreadsheet programmiert (...sind ja nur einfache Funktionen). Ich häng's mal hier als attachment an. Kannst ja mal angucken wenn es Dich interessiert. Vielleicht wird's dann klarer.

    lG
    Martin

    Ich hatte diverse Wochen AlgenEx dosieren müssen. Es ist KEINERLEI Schädigung an der Tridacna erfolgt und mein Tier war damals sogar noch nebenbei von diesen kleinen weißen Schnecken gepeinigt.
    Die (wenigen) gemeldeten Fälle mit Schädigung auch an Tridacnas führe ich auch eher auf Nebenwirkungen von Dinos.

    Aber was sollen wir Dir noch mehr sagen als ohnehoin schon durch Michael geschehen. 100% ausschließen kannst Du's nicht, die wahrscheinlichkeit ist sehr gering.

    Das die Dosierung von Algenex (wie die von anderen Chemie-Keulen auch) nicht aus kosmetischen Gründen, sondern nur bei echten Plagen geschehen sollte ist Dir ja klar denke ich.

    lG Martin

    @Michael: wenn Du den Bogen noch höher setzen würdest, kannst Du den Höhenunterschied des Wasserstandes Becken / Überlaufschacht bis auf 0 herunterfahren ! Dann sollte es absolut geräuschlos werden, auch bei größeren Durchlaufmengen.

    Hallo Lars
    ich bin mir selbst nicht aber 100%, aber trotzdem ziemlich sicher, zu folgender Aussage.

    Durso basiert ja auf dem Syphon prinzip. Hier wird das Wasser aus einer unter dem eigentlichen Wasserspiegel liegenden Stelle "gesaugt". Und genau das ist der Trick, dadurch entsteht nämlich (anders als beim normalen Ablauf) ein Unterdruck. Aufgrund des höheren Unterdruckes ist die Geschwindigkeit mit der das Wasser durch das Rohr läuft viel höher ! Höhere Geschwindigkeit bei gleichem Rohrdurchmesser = Höheres Wasservolumen im Ablauf.
    Wenn man jetzt "nur" einen Syphon baut passiert folgendes:
    - Das Wasser wird zunächst mit hoher Geschwindigkeit ablaufen (Syphon effekt, Erklärung s.o.)
    - Erreicht der Wasserspiegel den Einlauf des Syphons wird Luft mitgesaugt
    Dadurch verschwindet zum teil die Syphon Funktion, und v.a. besteht das Risiko das der Wasserstrom im nach oben führenden Teil des Syphons abreißt.
    Das ablaufende Wasservolumen ist jetzt DEUTLICH geringer !
    - Der Wasserspiegel steigt wieder......
    - Irgendwann wird der Wasserspiegel wieder das Niveau der Krümmung im Syphon erreichen
    - Die Syphonfuntkion es geht wieder von vorne los

    Soviel zur Gretchenfrage: Was ist eigentlich der "Flushing Effekt" :winking_face: :winking_face: :winking_face:

    jetzt zum eigentlichen Durso-Prinzip. Hier kommt ja eine "Belüftung" am Knick des Syphons Bogens, also eine Art "Ventil" hinzu.
    Diese bewirkt, das eine gewisse Luftmenge (mit Umgebungsdruck !) in den Syphon reingezogen werden kann.
    Der Trick: Hierdurch wird der eigentlich im Syphon entstehende Unterdruck verringert ! Es gibt 3 Zustände
    a) Ventil "voll geöffnet": keine Syphon Funktion. Funktioniert eigentlich wie ein normaler Ablauf
    b) Ventil "voll geschlossen": VOLLE Syphon-Funktion, wie oben beschrieben, damit eigentlich nicht geeignet für Aquarien da ständig flushing im Extremfall
    c) Ventil zum Teil geöffent: Genau das ist die notwendige Einstellungsarbeit !
    zu weit offen: -> Tendenz "ähnlich" a)
    zu weit zu: -> Tenen "ähnlich" b)
    richtiger Öffnungsquerschnitt: das nenne ich mal den "gewollten Durso Zustand"

    hier wird genau so viel Luft eingesaugt des sich der Syphon aufgrund des jetzt vorhandenen Unterdruckes "selbst die durchströmungsgeschwindigkeit einstellt". Steigt nämlich der Wasserstand in der Überlaufkammer wird der eigentliche Bogen des Durso VOLL mit Wasser gefüllt sein. Das Volumen des Bereiches mit dem Luftpolster (Luftreservoir) ist somit klein. Es entsteht dadruch wieder höherer Unterdruck in dieser kammer. Der Effekt: Das wasser fließt wieder schneller ab ! Tut es das, wird die Luftkammer irgendwann wieder größer werden.
    und so weiter und so fort..... das genau ist für mich das von Durso beschrieben Prinzip.

    Dadurch ist beim Durso eigentlich kein Notüberlauf notwendig. Solange alles funktioniert....


    Sonstiges:
    - Wohin mit der eingezogenen Luft? die wird durch den Ablauf zum Teil mit nach unten "mitgerissen" und kommt ins TB.

    - Abhängig davon wie hoch die Durso-Fallstrecke ist UND wieviel Druckverlust durch Winkel, Verjüngungen usw. erfolgt funktioniert das System besser oder schlechter. Entscheidend ist für mich der Druckunterschied oben zu unten. Zu große Fallhöhe kombiniert mit zu geringen Druckverlusten führt zu maximalen Druckunterschieden unten/oben. Ist das der Fall sind die auch erreichten Durchlussgeschwindigkeiten höher. Dadurch wird wiederrum mehr Luft mitgerissen.
    Als Positiv beispiel: Tausende von Becken wo das perfekt funktioniert.
    Als Negativ-Beispiel für Durso mein Becken mit stattliechen 2,5m Fallhöhe und nur 2x45° + 1x 90° Winkel.
    -> Unten am Auslauf (bei korrekt eingestelltem Durso Luftvolumen oben) -> Abartige Mengen von Luftblasen am Auslauf + Niagara-mäßige Geräusche. Vermutlich durch hohen Druckunterschied oben/unten hohe Strömungsgeschwindigekit herrsct und dadruch auch verhältnismässig viel Luft angesaugt wird.


    - Filtermaterial oben im Knick (Luftreservoir): Verringert vor allem die Geräusche des Einsaugens der Luft und evtl Geräusche bei Vermischung Luft/Wasser!
    Achtung: den Durso Abzweig oben offen lassen und "nur" Filtermaterial reinstopfen ist für mich keine Lösung da man damit die Luftdrossel nicht mehr einstellen kann.
    "Sollte" der Wasserstand mal zu sehr steigen und das Wasser dann über das Niveau des Filtermaterials kommen ist die Syphon Funktion weg. Das Wasser sollte ab dann langsamer abfließen als vorher ! Hat dann also definitiv keine Notfunktion mehr, sondern ist genau kontraproduktiv.

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    die Funktion ist technisch gesehen als "fast" ganz einfach :winking_face:
    Hoffe meine Erläuterungen sind halbwegs plausibel. Ansonsten bitte ich um um virtuelle Schelte :face_with_tongue:

    lG Martin