Beiträge von Oliver Pritzel

    Hallo,

    ich kann Joe nur voll zustimmen. Es ist eines der größten Mißverständnisse das man mit einer 400 Watt-Leuchte z.B. 1m² ausleuchten kann. Alle Tiere im Randbereich werfen dann einen extremen Schlagschatten und der Betrachter von der Frontscheibe guckt sich dann die Tiere von der weniger prächtigen Schattenseite an. Für eine gute Farbwiedergabe seiner Tiere im Aquarium ist eine flächigere Ausleuchtng immer vorteilhafter. Hierdurch bekommt der Betrachter an der Frontscheibe mehr direkte Reflektionen und die Farbenpracht der Tiere wird nach draußen auch optisch eher sichtbar. Dies auch übrigens einer der Gründe, warum die Tiere von oben betrachtet immer schöner aussehen und warum Aquarien mit schräger Frontscheibe ebenfalls die Farbwiedergabe der Tiere steigert.

    Wir werden in diesem Zusammenhang übrigens eine Tabelle auf unserer HP veröffentlichen, aus denen man bei jeder Leuchte die entsprechenden flächigen Beleuchtugsdaten in unterschiedlichem Abstand sehen kann. Lichtverteilungskurven sind hier das einzig seriösen Aussagen und ich kann Thomas Groß nur zustimmen, das allgemeine Empfehlungen wie etwa von Giesemann aufgrund der zu unterschiedlichen Ansprüche nicht wirklich immer helfen (milde ausgedrückt).

    @Guido
    aufgrund deiner Beckenmaße und im Sinne einer besseren Farbwiedergabe, solltest Du bei einer Kombi aus HQI und T5 zu den 2x250 Watt Leuchten min. ein T5-Leuchtbalken relativ nah über der Frontscheibe plazieren und diesen eventuell sogar noch leicht schräg zur Beckenmitte richten. Sollte dir das aus optischen Gründen nicht möglich sein, würde ich bei dem Kauf einer Kombileuchte darauf achten das die T5-Röhren möglichst weit auseinander sind um eine flächigere Ausleuchtung zu bekommen. Bei den Kombileuchten geht man allerdings noch Kompromisse im Wirkungsgrad der T5-Röhren ein.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Peter,

    das mit den 3-bzw. 5 Bandenröhren bezog sich auf die Aquablue und Sun. Bei der blauen Röhre leuchtet nur ein Leuchtstoff.

    Als wir vor 4 Jahren mit den T5 Röhen angefangen hatten, waren die T5 Röhren nicht besonders stabil. Insbesondere die damaligen Blauröhren (ATI Blue) liesen zu schnell in Ihrer Leistung nach.

    Als ich meinen Hersteller mit der Problematik konfrontiert hatte, erklärte man mir das man dies nicht verstehen könne, da Sie den blauen Leuchtstoff von Osram benutzen würden. Auf mein drängen nach einer besseren Lösung ist man dann nach vielen Test auf einen Leuchtstoff von Phillips umgestiegen, aus dem dann die ATI Blue plus entstanden ist.

    Ich muß jedoch sagen, das dies vor über drei Jahren war. Es ist durchaus denkbar, das Osram sich inzwischen deutich verbessert hat.
    Aber Chris hat ja hier seinen subjektiven Eindruck geschildert...

    Viele Grüße
    Oliver

    Hi Lars,

    es gibt viele Indizien, die darauf hindeuten, das besonders die pinke und blaue Farbmorphe des Pocilloporins eine Schutzfunktion gegen Photodamage (also Starklicht) hat. Deshalb könnte man deratige farbliche Erscheinungen bei viele SPS auch als Korallen mit "Starklichtpigmenten" bezeichnen, dei denen eine intensive Beleuchtung sicherlich sehr vorteilhaft ist.

    Die braune Überlagerung ist immer das Resultat einer gesteigerten Zooxanthellendichte im Gewebe.

    Um eine Zunahme der Zooxanthellendichte im Gewebe unter aquaristischen Bedingungen zu vermeiden, ist eine absolute Nährstoffarmut (NN) von P (Orthophosphat) und N (z.B. Amonium,Harnstoff, Nitat) aus der freien Wassersäule eine wesentliche Voraussetzung. Da dies sehr schwer zu erreichen ist ohne das auch Mangelerscheinungen bei anderen Korallen auftreten, wäre auch ein induziertes Bleaching denkbar.

    Neben dem temperaturinduziertem Bleaching soll es ja noch das giftinduzierte Bleaching geben. Beides halte ich für nicht vertretbar.
    Als dritte Variante gäbe es noch das lichtinduzierte Bleaching.
    Hierbei wird einfach die Beleuchtungsphase auf 14 - 16 Stunden angehoben, worauf die Korallen mit einer Abnahme der Zooxanthellen reagieren. Möglicherweise ist dies ein machbarer Weg, wenn man das Ziel von kaugummibunte Korallen anstrebt ?

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Hans-Werner,

    niemand hat gesagt, das du verantwortungslos handelst. Ich meinte lediglich, dass ich es nicht wagen würde in diesem Zusammenhang generelle Empfehlungen auszusprechen.

    Zu Thema Eisen:
    Eisen kann (muß nicht zwingend) stark algenfördernd sein. Welche Algenart dann dominant wird, hängt aber wieder vom System selber ab (Fadenalgen habe ich garnicht erwähnt). Vielleicht gibt es ein paar Erfahrungen hier, die dies bestätigen können. Ich kenne jedenfalls Leute, die sehr verantwortungsbewußt mit Spuris umgehen und bei Eisen deutlich von der Konzentration zurückgehen mußten, da der anfänglich positive Aspekt der Farbsteigeung hinterher schnell durch verstärktes Algenaufkommen und einer Zunahme der Zooxanthellendichte im Korallengewebe überschattet wurde.
    Und wenn man ganz ehrlich ist: Wer kennt den schon den genauen Verbrauch der einzelnen Elemente in einem Aquarium ? Dies dürfte doch schon sehr stark nach Besatz, Lichtstärke usw. schwanken.

    Die Gefahr einer Überdosierung ist jedenfalls schnell gegeben. Schon alleine durch die zeitversetzte Reaktion der Korallen oder Algen werden Überdosierungen oft zu spät erkannt.

    Zitat

    Dann sterben die Korallen, oder? Und wie sieht das aus?

    Bei plötzlichem Phosphatentzug auf Null, sterben die korallen oft von den Spitzen ab, da in den photoaktiven Bereichen zuerst Stoffwechselkonflikte vorkommen.
    Überdosierungen von Spuris sind eher als toxische Anreicherungen (Metalle) zu betrachten, wobei nach meinen Beobachtungen Korallen erst deutlich dunkler (Anreicherungen vo Zooxanthellen) werden und dann eher von unten oder im ganzen absteben.

    Der Sinn von Spurenelementenzugaben ist umumstritten. Mir gefällt es eben nur nicht, wie verallgemeinert damit umgegangen wird, da dann die Gefahren schnell größer als der Nutzen ist.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Hans-Werner,

    bei der Diskussion um Spurenelemente sollte man unbedingt zwischen nährstoffreichen (z.B. Po4 >0,1 und NO3 >5mg) und nährstoffarmen Becken unterscheiden.
    Die Wirkung von Spurenelementen ist hiervon stark abhängig. Während in sehr nährstoffarmen Becken eine Zugabe von Spuris schnell zu Verschlechterungen führen kann, zeigen sich bei nährstoffreichen Becken oft deutliche Farbsteigerungen bei SPS.

    Da nach meinen Beobachtungen immer mehr Leute ein Refugiumbecken (z.B. Jaubert oder Schlammfilter) besitzen und tendeziell eher nährstoffärmere Becken zunehmen, ist die daraus resultierende Erfahrung nur mit Wasserwechsel zu agieren nicht aus der Luft gegriffen.

    Desweiteren gefällt mir die Verallgemeinerung überhaupt nicht. Eisen sollte z.B. immer nur in minimalsten Konzentrationen dosiert werden, da es durch eine leichte Überdosierung schnell zu Algenplagen kommen kann. Homeopatischen Dosen scheint hier der Schlüssel zum Erfolg zu sein.

    Unterm Strich ist das Handtieren mit Spuris eine sehr verantwortungsvolle Angelegenheit und je nach nährstoffsituation des Aquariums sollte eine Zugabe doch wohl nur sehr behutsam und auf das System abgestimmt vorgenommen werden. Generelle Empfehlungen würde ich mich übrigens nicht wagen auszusprechen.
    Wasserwechselempfehlungen hingegen kann mann fast immer aussprechen.

    Grüße
    Oliver

    @lars

    bei deinem Abschäumer handelt es sich um den Tornado von Feige, der mal entstanden ist nachdem ich dort vor 6 Jahren ein Muster unseres Twisters gelassen habe. Feige hat Ihn dann relativ genau kopiert und hat aufwendige Dinge, wie z.B. die trichterförmige Schaumsammlung, einfach weggelassen.

    Der auf der Bodenplatte eingeklebte Ring, dient der besseren kreisförmigen Wasserführung. Es hat sich jedoch herausgestellt, das es hierdurch zu keiner verbesserten Leistung kommt, weshalb er später nicht verwendet wurde. Du kannst Ihn also getrost drinlassen.
    Ein Entfernen dieses Ringes ist also nicht nötig und wäre auch sehr schwierig.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    entscheident ist das die Ernährung der Korallen immer auf mehreren Beinen gestellt ist. Xeniden nehmen z.B. über ihre großen bewegenden Oberflächen (bewegende federförmige Struktur) gerne gelöste organische Substanzen auf und nutzen gleichzeitig aber auch die Assimilate der Zooxanthellen. Viele LPS-arten nehmen gerne größere Futterreste auf und die meisten SPS-Arten kommen bestens (wie Robert schn schreibt) ohne Zusatzfutter zurecht. Die prozentuale Ausnutzung von parikulärer Nahrung, gelösten org. Substanzen etc. schwankt eben von Art zu Art und Gattung zu Gattung.
    Gerade durch die unterschiedlichsten Strategien der Nahrungs- und Energiegewinnung ist es überhaupt möglich, das sich viele verschieden Arten im Korallenriff auf kleinstem Raum befinden. So werden verschieden Nischen besetzt.
    Es gibt also nicht das ultimative Futter für alle. In sofern sollte der Einsatz von "Korallenfutter" eher bedarfsgerecht nach dem Korallenbesatz und deren Nahrungsaufnahmefähigkeiten gewählt werden.

    @Ulrike
    Es darf als bewiesen betrachtet werden, dass viele SPS-Arten Ihren Photosyntheseapperat an Schwachlichtbedingungen anpassen können, indem Sie die Anzahl und räumliche Anordnung der wirtseigenen Pigmente und der Zooxanthelle verändern. Hierdurch sinkt der photosynthtische Sättigungspunkt der Korallen.
    Auf gut deutsch: Korallen kommen dann durchaus auch gut mit weniger Licht zurecht aber sehen dann eher unscheinbarere aus.

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    um den hier of bezweifelten Nutzen einer Spurenelemente-Zufuhr zu testen. Handel und Herstellern glaubt in diesem Punkt leider niemand.

    Hallo Hans-Werner,

    Gott sei dank, glaubt der Verbraucher nicht mehr alles was man ihm so serviert. Durch die oft sehr einseitige Informationspolitik von Hersteller und Handel kommen doch viele fachlich sehr zweifelhaften Meinungen in den Markt.
    Ich denke da nur an die Prägung des Begiffs "Kelvin" durch Hersteller. Der Begriff ist fachlich völlig irrelevant und oft falsch und trotzdem spricht die ganze Welt bei der Diskussion von Brennern hierüber.
    Oder da gab es gezielte Projekte ohne Wasserwechsel auszukommen, um so die Bedeutung von Spurenelementenkomplexen hervorzuheben.
    Ich könnte noch einige weitere gut inszenierte Stories anführen.
    Dem kritischem Verbraucher und dem starkem Informationsaustausch wie z.B. hier im Forum, ist aber doch auch die Weiterentwicklung in der Meeresaquaristik zu verdanken.

    @Herbert
    ich würde gar keine gravierenden Änderungen vornehmen. Bei Werten von NN wäre ich mit der Zugabe von Spuris sehr vorsichtig.... und da stehe ich nicht alleine mit der Meinung.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Frank,

    wenn Du auf Blau stehst, ist das von Dir angedachte Mischungsverhältnis von Blue plus und Aquablue special schon recht gut aber eher an der oberen Grenze.
    Ansonsten würde ich eher nur zwei Blauröhren dazwischenschalten, da die neue Aquablue eben schon einen erhöhten Blauanteil hat.
    Eigentlich ist der Blauanteil in der Aquablue so hoch, das man keine extra Blauröhren bräuchte. Viele lieben jedoch eine seperate Blauphase (mich eingeschlossen) weshalb zwei seperate Blauröhren auch recht praktisch sind.

    Gruß
    Oliver

    @ Sascha
    ja, wenn Du Sie in einem direktem Vergleich nebeneiander siehst, kann dieser Eindruck entstehen. Wenn man es jedoch nachmist ist der Unterschied nur sehr sehr gering (geringer als wir das wahrnehmen) und die tatsächlich abgegeben Strahlunsenergie ist identisch. Durch den höheren Blauanteil wirkt sie nur, bedingt durch unser Wahrnehmungsvermögen, minimal dunkler.

    Hallo Sascha,

    Entscheident für Korallen ist die photosynthtisch nutzbare Strahlung. Dies ist in gewisser Weise das "Helligkeitsempfinden" unserer Korallen.
    Dieses Helligkeitsempfinden der Korallen, welches am stärkstem im Blaubereich liegt, unterscheidet sich deutlich von unserem Helligkeitsempfinden, welches am stärksten im Gelbgrünbereich liegt.
    Von daher ist unser Auge für die Beurteilung der Beleuchtungshelligkeit der Korallen denkbar ungeeignet.
    Bei drei Lampen in rot, blau und gelb würden wir z.B. die gelbe lampe immer als die hellste einschätzen, obwohl die tatsächliche Strahlungsenergie eigentlich immer die gleiche ist.

    Die neue Aquablue sp. ist mit dem erhöhten Blauanteil eine Weiterentwicklng der ersten Generation, welche eben vom Spektrum noch mehr auf die Lichtbedürfnisse der korallen angepasst ist.

    Würdest Du eine Tageslichtröhre und eine Blauröhre nehmen, hättest du im Endergebnis fast den gleichen Gesamtlichteintrag (auch von deinem Helligkeitsempfinden), aber du müsstest dann bei einen 2x24 watt Balken die extreme Farbsektorbildung in kauf nehmen. Du hast dann dein Becken quasi zweigeteilt in der Lichtfarbe (blau / Weiß).

    Wie kommst du denn eigentlich darauf das die neuen Aquablue um einiges dunkler wären ? Hat man Dir das erzählt oder einfach nur eigene Einschätzung ?

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    musste ich meine Röhren schon nach 3 Monaten wieder tauschen, da sonst meine Taschenlampe HELLER war.


    Dies trifft insbesondere auf Anbieter zu, wo die ursprüngliche Herstellung in Fernost ist. Asaiatische T5 Röhren erkennt man derzeit noch daran, das die Lichtenstehung an den Enden links und rechts mit gleichem Abstand zu den Sockeln ist. Bei Qualitätsröhren aus Deutschland ist die Lichtenstehung an einem Ende der Röhre etwas weiter vom Sockel entfernt.

    Hallo,

    @ Ulrike
    keine Panik. Bisher gab es noch gar keine T5-Leuchten mit Kühlung und trotzdem wunderschöne Steinkorallenbecken. Bei manchen Leuchten von namhafte Herstellern sind die Röhren sogar so eng zuzusammen, das es teilweise fast doppelt so heiß wird als bei unseren Leuchten ohne Kühlung. Ist tatsächlich so. Das hängt damit zusammen, das die Röhren sehr dicht plaziert sind und sich dann auch noch direkt anstrahlen (aufheizen) können. Ich habe aber niemanden gehört, der dies kritisch betrachtet, obwohl das manchmal wirklich angebracht wäre... es weiß eben keiner...

    Ob deine werte Ok sind kannst du schnell prüfen indem Du die Lampe im kalten zustand einmal hochfahren läst. Ca. 2 Minuten nach dem Einschalten sollte der max. Beleuchtungswert erreicht werden. Im Dauerbetrieb sollte der Wert dann nicht stärker als 10% fallen. Wenn der wert doch stärker fällt muß du die Lüfter in deiner Spezialleuchte etwas höher schalten, oder die Umgebungstemeratur (was die Lüfter ansaugen) ist einfach zu hoch für den 100% igen arbeitspunkt.
    Aber nochmal: "Wir bewegen uns in bisher nicht erreichte Beleuchtungswerte mit T5".
    Eventuell sollten wir mal telefonieren, kannst mir deine Tel-Nr. ja per pn geben...

    @ Steffen
    erwarte habe ich das auch nicht wirklich. das von mir vorgeschlagen Luxmeter ist aber völlig O.K.
    Ich werde mal eine Tabelle erarbeiten, bei der man je nach Röhre auf den entsprechenden PAR-Wert kommt. So kann man dann auch mit einem einfachem Luxmeter den Parwert bekommen.

    so muß jetzt erstmal weg.

    Viele grüße
    Oliver

    Hallo,

    @Ulrike
    alle Leuchtmittel lassen in den ersten 100 Stunden deutlich nach. Egal ob HQI (Hochdruckentladungslampen) oder Leuchstofflampen (Niederdruckentladungslampen) . Der Verlust liegt meistens aber nur zwischen 5-10%. Erst nach dieser Einbrennzeit bekommt man stabilere Werte.

    Blauröhren sind natürlich mit einem Luxmeter nicht so gut zu erfassen, wie Tageslichtröhren. Zwar sind die Luxwerte geringer, aber die Strahlungsintensität ist trotzdem höher, da ein Luxmeter im gelbgrün-Bereich am empfindlichsten ist. Das ist eben der Nachteil bei der Messung mit einem Luxmeter. Par-Meter sind leider noch zu teuer.
    Man kann aber den Wert bei der Blue plus mit ungefähr Faktor 1,25 - 1,3 mal nehmen um dann einen Vergleichswert zur Aquablue zu haben und 1,4- 1,5 zu einer Tageslichtröhre (z.B.Sun).

    @ all
    danke für eure Bemühungen.

    für mich sind vor allem erstmal zwei Dinge herausgekommen.

    1. da die Beteidigung nicht so hoch ist, gehe ich davon aus das die meisten gar nicht Wissen wie stark Sie ihr Aquarium (bzw.Korallen) wirklich beleuchten. Hier sehe ich ein echtes Defizit.

    2. Man sollte sich doch mal die Mühe eines Testvergleiches machen, da es kaum richtige Anhaltspunkte für den Aquarianer gibt. Vieles baut nur auf Höhrensagen auf...

    naja, vielleicht melden sich ja noch Leute mit Messungen bei HQI...

    viele Grüße
    Oliver

    Hi Ulrike,

    deine Werte sollten wirklich höher sein. Hast du die Röhren vielleicht falsch herum eingebaut. Es ist sehr wichtig bei der aktiven Kühlung, das die Stempelseite der Röhre dort ist, wo der Reflektor bis zu den Fassungen geht und auch dort das Loch im Spritzwasserschutz für den Luftaustritt sitzt. Nur so ist eine optimale arbeitsweise garantiert.

    Sehr wahrscheinlich hast du aber höhere Werte, da dein Luxmeter ja nur bis 50.000 Lux arbeitet und es wahrscheinlich im obersten Bereich eher ungenau ist...

    Wir haben übrigens mehere Luxmeter getestet und halten das "LUXMETER MS-1300" von Conrad am besten im Preis / Leistungsverhältnis.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo zusammen,

    mich würde es mal interessieren, welche Spitzenwerte (Lux) Ihr an der Wasseroberfläche so messen könnt. Am besten gebt ihr gleich die Entfernung der Lampe zur Wasseroberfläche mit an und welche Leuchtmittel und Leuchte zu Einsatz kommen. Ich hoffe das wenigsten ein paar User hier ein Luxmeter besitzen.

    Bei HQI wäre neben dem Spitzenwert direkt unter dem Brenner vielleicht noch der Wert genau zwischen den Brennern interessant und bei T5 neben dem Spitzenwert in der Mitte auch noch jeweils der Wert den man ca. 40cm von den Seitenscheiben messen kann.

    Je mehr Daten wir bekommen, desto besser können Auswertungen in bezug auf Leuchtmittel und Leuchte gemacht werden und sollten uns dann auch eine realistische Einschätzung wiedergeben.

    Vielen Dank.

    Oliver

    Hm, da habe ich mich wohl nicht deutlich genug ausgedrückt:

    Zitat

    Angaben in Watt pro Litter sind absolut altertümlich...
    ungenau und somit fast unbrauchbar

    Mich würde aber mal interessieren, wieviel Lux Ihr den so an der Wasseroberfläche messen könnt. Dies würde wirklich etwas Aufklärung bringen. Werde mal eine Umfrage dazu starten... und hoffe auf rege Beteilugnung

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Vereinfacht gesagt konnte oft die Beobachtung gemacht werden, das nicht fluoreszierende Pigmente in den Korallen besser durch Licht mit "Tageslichtcharakter" angeregt werden. Dies bestätigen auch die Absorbtionsmaxima dieser Pigmente.

    Bei einem zu monochromen Blaulicht (z.B. 14.000 K Brenner + Blue plus) können fluoreszierende Pigmente (z.B. grün) schnell dominant werden und im gleichem Maße nicht fluoreszierende Pigmente (oft in Wachstumsspitzen vioeltt,blau) weniger deutlich ausgeprägt erscheinen.

    Wer die Farbvielfalt von Steinkorallen voll unterstützen und zeigen möchte, ist mit einem blaulastigem Tageslicht am besten beraten.

    Wie hoch der Blauanteil nun konkret seien sollte, hängt wieder von dem Korallennbestand und deren Pigmentgarnitur ab.

    Mein Tipp war schon immer Blauröhren über Korallen mit fluoreszierende Pigmente zu installieren und Tageslicht oder blaulastiges Tageslicht über
    nicht fluoreszierende Korallen zu installieren.

    Entgegen den Trend zu immer höheren Kelvinzahlen, werden wir übrigens dieses Jahr noch einen Brenner unter 10.000 K rausbringen...

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    @Ulrike
    du meinst sicher das neue Powermodul und nicht die Powerbalken...
    Deine Beobachtung mit höheren Wachstumswerten von der HQI/T5 auf reine T5 Umstellung ist recht interessant und habe ich jetzt schon zum wiederholten mal gehört. Wenn man sich die Auswirkungen anschaut wird doch recht deutlich das Licht ein ganz entscheidender (abiotischer) Faktor für unseren kleinen Ökosysteme Riffaquarium ist...

    @all
    Angaben in Watt pro Litter sind absolut altertümlich und die Amis sollten da wirklich kein Maßstab sein.

    Schon bei T5-Leuchten gibt es nachmessbare Unterschiede von über 100% bei gleicher Röhrenanzahl. Dies zeigt schon wie irrelevant solche Wattangaben sind. Das einfachste ist nach wie vor mit einem einfachen Luxmeter kurz die Luxwerte an der Wasseroberfläche zu messen. Dies ist die genauste Methode, um mit günstigen Mitteln realistische Einschätzungen zu bekommen. Alles andere ist sehr spekulativ, ungenau und somit fast unbrauchbar.

    Wir dürfen übrigens nicht in den Fehler fallen die Lichtsituationen am Riffdach mit unseren Aquarien zu vergleichen oder als Maßstab zu nehmen.
    Am Riffdach herrschen ganz andere Bedingungen vor. Hier gibt es Strömungsbedingungen wie wir Sie in keinem Aquarium nachstellen könnten und die Kontinuität an stabilen Wasserwerten wird man wohl auch kaum in ein Aquarium auf Dauer so halten können.

    Der große Unterschied zwischen unserem Riffaquarium und einem natürliche Riffdach besteht vor allem darin, dass im Meer sehr kontinuierliche Wasserwerte, Nährstoffbedingungen, starke Strömungen aber sehr schwankende Lichtverhältnisse vorkommen.
    In unseren Aquarien ist es eher genau das Gegenteil. Sehr kontinuierliche Lichtverhältnisse aber immer mehr oder weniger schwankende Wasserwerte(PH,KH,Ca...), Nährstoffbedingungen usw.

    Für das "Wohlbefinden" der Korallen sind immer alle Faktoren verantwortlich und deshalb sollte man bei dem Thema der Beleuchtung auch immer ein Auge auf die anderen wichtigen Faktoren haben.
    Nicht umsonst sind besonders solche Becken von Erfolg gekrönt, die einen regelmäßigen Wasserwechsel machen, da der Wasserwechsel immer wieder regulierend (auf Verarmung/Anreicherungen) eingreift. Egal bei welchen Elementen.

    Deshalb kann es unter aquaristischen Bedingungen durchaus auch ein zuviel an Licht geben. Dies hängt aber dann wieder mit anderen ungünstigen Bedingungen (aus Sicht der Korallen) zusammen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Die Antwort für die unterschiedliche Farbwahrnehmung liegt in erster Linie an der Intänsität des Lichtes.
    Ein rein Blaues Licht wird vom menschlichem Auge bei sehr starker Intensität nicht mehr als reinblau empfunden, da bei starker Intensität die Rezeptoren auf der Netzhaut für die anderen Farben mit angeregt werden. Im Ergebnis wird durch die "Mitanregung" unserem Gehirn eine leichte Farbabweichung als Ergebnis vermittelt (leihenhaft gesprochen).

    Besonders deutlich wird dieser Effekt wenn man Blauröhren dimmt. Im unterstem Dimmbereich erscheint eine Blue plus tiefblau und wenn Sie auf 100% hochgedimmt wird irgendwie "hellblau". Das abgestrahlte Licht hat aber immer die gleiche Wellenlänge. Wir nehmen die Farbe aufgrund der unterschiedlichen Intensität nur etwas anders wahr.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Ilja,

    was immer so alles bemerkt wird ?!

    Lass dir versichern, das die Röhren von der gleichen Produktionslinie kommen. Man sollte übriges auch immer zwei neue oder zwei gleichalte Röhren vergleichen. Die Blue plus ist übrigens entstanden, da von meiner Seite Druck bei Narva für eine bessere Röhre gemacht wurde...

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    zur Info:

    der hier gebrachte Link mit dem Spektrenvergleich unserer Aquablue special und der eines Mitbewerbers ist nicht korrekt.

    Die neue Aquablue special mit dem verbesserten Blauanteil ist von mir entwickelt und wird auch nur exclusiv für uns hergestellt.

    Tatsächlich entspricht die Röhre des Mitbewerbers unserer alten Aquablue sp., was bei einem direktem Vergleich auch schnell mit bloßen Augen sichtbar wird. In einem korrekten Spektrenvergleich würde dies ebenfalls auch sofort deutlich.

    Als "Vater" auch dieser alten Aquablue fühle ich mich jedoch noch dazu verpflichtet darauf hinweisen, das weder die Kelvinangaben (15.000) noch die Bezeichnung "5 Banden Röhre" mit dem entsprechendem Spektrum richtig sind.

    Möge sich jeder sein eigenes Urteil bilden, warum überhaupt mit Kelvinangaben und ähnlicher Namensgebung gearbeitet wird.

    Viele Grüße
    Oliver

    Wow, wenn das keine rege Teilnahme ist. Danke auch für die ehrlichen Meinungen zu diesem Thema.

    Wenn ich das so überfliege hätte die ideale Lichtquelle den Stromverbrauch und der Farbwiedergabe von T5 aber mit dem Kringeleffekt von HQI.

    Durch die Kombination versucht man beide Vorteile zu nutzen, was aber dann wieder mit Kompromisse (Stromverbrauch, Wirkungsgrad) verbunden ist.

    cms
    ein neuer Brenner mit unseren Vorstellungen ist schon fertig. Kommt aber erst, wenn auch die HQI-Module fix und fertig sind. Ist bestimmt kein x-ter 10.000 oder 13.000 Kelvin Brenner. Den brauch kein Mensch mehr.

    soweit erstmal besten Dank.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Christine,

    das hat thermische Gründe. Die Wendelabstände (Glühlwendel) sind nich auf beiden Seiten gleich. Liegen sie bei dicht nebeneinander angeordneten Röhren jedoch exact nebeneinander, kann sich der "Cold Spot" (Quecksilberkondensationspunkt) in der Lampe besser ausbilden. Dieser würde sonst vom kürzerem Wendelabstand eine benachbarten Röhre gestört.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Christine,

    11mm Abstand bei 80 Watt-Lampen sind viel zu wenig und nicht nur lichtechnisch bedenklich. Aufgrund des viel zu geringen Abstandes der Lampen zueinander, ist es umso wichtiger die Lampen so einzusetzen, dass die Seiten mit der Typenbezeichnung (Stempel) sich nebeneinander befinden. Falls das bei Dir nicht der Fall ist, solltest du dies unbedingt korrigieren. Dies wird auch ebenfalls von Osram empfohlen. Ansonsten wäre ein kleiner Luftstrom seitlich in die Leuchte (z.B. kleiner Tischventilator) ein Segen für die Lampen und schont die wahrscheinlich thermisch schon arg gestreßte Elektronik.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Ulrich,

    tragisch ist dies bestimmt nicht. Es sei den der Röhrenabstand hat nicht den von Osram vorgeschriebenen Mindestabstand vom doppelten Röhrendurchmesser (also 3,2cm), und die Leuchte ist oben mit vielen Lüftungschlitzen versehen, damit der Wärmestau in der Leuchte die Leistung der Röhre nich völlig in die Knie zwingt. Der Unterschied zwischen Einzelreflektoren und einem Gesamtreflektor ist vom Leuchtenwirkungsgrad übrigens gewaltig....

    viele Grüße
    Oliver

    Hi Florian,

    für den Leihen sind die Unterschiede oft nicht so schnell erkennbar und verwirrende Bezeichnungen mit hohen Kelvinzahlen tragen noch weiter dazu bei.
    Die Markteinführer der T5-Technologie waren die großen Hersteller wie z.B. Osram oder Phillips. Diese haben die Röhren entwickelt und die Normen und Geometrien dieser neuen Lampengeneration festgelegt. Unter anderem hat man (schlauer Weise) den Wendelabstand auf einer Seite etwas verlängert, damit die Röhren Ihre optimalen Arbeitspunk bei ca. 35 Grad haben. Deshalb ist auch die Lichtensteheung auf einer Seite (dort wo der Stempel ist) etwas weiter vom Ende weg, als auf der anderen Seite. Günstige Röhrenhersteller aus Fernost, nehmen dies jedoch nicht so genau und machen an beiden Enden einfach gleichlange kurze Wendeln, was dann zur Folge hat, das diese Röhren eher bei 25 Grad ihren optimalen Arbeitspunkt haben.
    Da aber in der Praxis (schon durch den Reflektor) immer ein gewisser Wärmestau vorhanden ist(bei vielen Leuchten ist es noch viel extremer), leuchten diese Röhren im Betrieb aufgrund des zu niedrigen optimalen Temperaturpunktes nie bei 100% Ihrer Leistung, sonder je nach Umgebung mehr oder weniger darunter.

    Wer also in der Praxis eine gut arbeitende Röhre haben möchte, sollte darauf achten, das die Lichtenstehung an einem Ende der Röhre (dort wo der Stempel ist) etwas nach innen versetzt ist. Nur dann handelt es sich um eine normgerechte T5-Röhre, die auch an den in der Praxis wichtigen höheren optimalen Temperaturpunkt angepasst ist.

    Welche T5-Röhren das auf dem aquaristischem Markt haben, muß wohl jeder selber überprüfen...

    Viele Grüße
    Oliver

    @ Ed
    die Botschaft ist schon lange angekommen. Natürlich lese ich mit, aber ich kommentiere doch nicht immer alles. Wobei mir hierzu gerade einfällt:
    Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen...

    Grüße
    Oliver

    Noch ein Nachtrag: aktuelle Bilder der Module mit Lüfter werden gerade erst gemacht, da die Überarbeitung der Powermodule gerade erst abgeschlossen ist. Hätte ich mit der Verbesserung gewartet wären die Lieferzeiten und Infos zwar kein Problem mehr, aber ich hätte dann möglicherweise einige Kunden im nachhinein verärgert. Deshalb habe ich mich entschlossen die Verbesserung sofort einfließen zulassen, was aber mit schleppenden Infos und längeren Wartezeiten einhergeht. Für mich war diese Alternative die ehrlichere. Aber wie man es macht ...
    Die Überarbeitung der HP ist jedoch schon sehr vorangeschritten.

    Hallo Christian,

    hattest Du die Zustimmung der Veröffentlichung dieser E-mail von Herrn Finken ?

    Zitat

    Eine Leuchtstofflampe ob T-8 oder T-5 erreicht nicht annähernd die Lichtmengen und die Lichtkonstanz eines Halogenmetalldampfbrenners.


    Bei der Lichtmenge pro Watt sind Niederdruckentladungslampen (z.B. T8 und T5) den Hochdruckentladungslampen überlegen. Das sagen führenden Hersteller wie Phillips selber.

    Natürlch haben HQI-Lampen eine höhere Leuchtendichte (cd/m²), was Herr Finken vermutlich auch meint, da die Lichtenstehung auf einem Punkt (HQI) natürlich viel höher seien muß als bei einer Fläche (z.B T8 oder T5 Leuchstofflampen).

    In der Beleuchtungsstärke (der Lichtstrom pro Fläche), was für die intensive Aquarienbeleuchtung jedoch entscheident ist, stehen inzwischen optimierte T5-Systeme den Hochdruckentladungslampen bis 400 Watt nachmessbar nichts mehr nach.
    Der Energieaufwand ist sogar geringer, um den gleichen Gesamtlichteintrag pro Fläche ins Aquarium zu bekommen.

    Die "Lichtkonstanz" oder besser Lichtstromerhalt ist bei Dreibanden Tageslichtröhren mit 90% nach 15.000 Stunden nach wie vor unübertroffen. Vergleichbare HQI-Daylightbrenner haben zwar ebenfalls gute Werte im Lichtstromerhalt, diese reichen jedoch niemals noch an 90% nach 15.000 Stunden.

    Normalerweise pflege ich es nicht Äußerungen zu kommenteren. Mir ging es lediglich um eine Richtgstellng und differenziertere Betrachtung zumal pauschale Aussagen schnell verinnerlicht und nicht richtig verstanden werden können.

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    fast wie ein 14000 k .Merkwürdig.

    Hallo,

    das zeigt mal wieder das die Kelvinangaben reine Spielerei sind.

    Mir sind bei den Untersuchungen von SANJAY JOSHI zu diesen Brennern sowieso einige merkwürdigen Dinge aufgefallen. Anscheinend werden die Kelvinzahlen jetzt sogar nicht mal von der Tendenz richtig zugeordnet. Der sogn. 20.000 Kelvin hat einen stärkeren Peak im orange-rot Bereich als der sogn. 10.000 Kelvin Brenner, dafür ist aber der sogn. 12.000 Kelvin Brenner fast ein reiner (oder unreiner)Blaustrahler (ähnlich z.b. dem Radium 20 K). Ich finde es schlimm, das dem Verbraucher soviel nichts sagende Angaben zugemutet werden, die nur zu einer zusätzlichen Verwirrung oder sogar Ablenkung von den eigentlichen Qualitätskriterien (Spektren, Lichtstrom, Farbstabilität, Lichtstromerhalt ...) ablenken !

    Trotz dieser verwirrenden Bezeichnungen halte ich aber den Coralvue 10.000 K von der Lichtzusammensetzung für sehr interessant.

    Thomas
    wenn Dein Brenner jetzt ein sehr bläuliches Licht erzeugt, könnte es gut der von Joshi untersuchte 12.000 K Brenner sein. Hier nochmal der Link: http://www.advancedaquarist.com/issues/july2004/review.htm
    Die 14.000 K Variante gibt es in Amerika ohnehin nicht. Nur 10K, 12K, 15K, und 20 K.
    Aber im Grunde kann man sich jede Bezeichnung schenken...

    Gruß
    Oliver

    Hallo zusammen,

    während der D-Brenner von Osram eher als gelblich empfunden wird, ist der N, der NDL Typ eher gelb-orange. Sie haben auch einer geringe Kelvinzahl und in dem Bereich bis 7000 max. 8000 Kelvin machen Angaben in Kevin auch noch Sinn. Darüber jedoch nicht und viele Angaben sind hier oft reine Phantasiewerte. Das aber nur am Rande.

    Es gibt übrigens einen neuen Brenner von Coralvue, den ich für sehr interessant halte. Ich habe mir mal das Spektrum von der 10.000 k Version angesehen. Das Spektrum unterscheidet sich erstmalig grundlegend von den sonstigen 10 K Brennern.

    Das erste Maximum liegt nicht wie sonst üblich im Violett- sondern im echtem Blaubereich bei 450nm. Gleichzeitig ist der UV-Anteil wesentlich geringer, was die Gefahr bei einem Brennerwechsel reduzieren dürfte.

    Unterm Strich ist das Spekrum zwar immer noch recht unausgeglichen (wie so oft) aber zwei Kriterien (weniger UV und mehr Blau statt violett) sind schon mal erfüllt. Zumindest hat man sich hier Gedanken gemacht. Hat denn schon jemand diese Brenner im Einsatz ?

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    Die Daylight-brenner von Osram waren schon immer für Ihre guten Wachstumswerte bekannt, was unter anderem auch an dem ausgeglichenem Spektrum und einem ordentlichen Anteil an photosynthtisch nutzbarere Strahlung liegt.

    Viele sogn. Spezialbrenner mit hohen Kelvinzahlen zeichnen sich durch einen erhöhten Violettanteil und nicht durch einen erhöhten Blauanteil aus. Genau hierin liegt auch der Grund (neben dem erhöhten UV-Anteil einiger Brenner), warum der Anteil an PUR-Strahlung (PUR=photosynthtic useable Radiation) nicht unbedingt besser als bei einem Osram D-Brenner ist. Dieser hat der zwar einen viel geringeren Anteil an Violettstrahlung aber fast den gleichen Anteil an Blaustrahlung (440-490nm) wie die sogn. Spezialbrenner.

    Ralf
    Deine Feststellung des Wachstumsrückganges bei Brennern mit erhöhtem Blauanteil liegt eben darin, das nicht der Blauanteil sondern der Violettanteil erhöht ist. Bei dem Blaulicht mit Leuchtstofflampen handelt es sich jedoch um echtes Blaulicht (max. bei 450nm), weshalb du hier auch nicht diesen Effekt festgestellt hast.

    Zitat

    ICh denke manchmal , dass das mit den mehr als 10000 k brennern für die optik gut war, aber für die tiere eher ein rückschritt.

    Zumindest gibt es bei diesen Brennern noch viel zu verbessern, was die Lichtzusammensetzung aus Sicht der Korallen angeht. Leider stößt man hier derzeit an technische Grenzen, was die Umsetzung von Verbesserungen angeht.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel

    Hallo,

    ein guter Kalkraktor zeichnet sich u.a. durch eine effiziente Arbeitsweise und einer hohen Leistung aus. Das sich Kalkreaktoren mit Gasrückführung durchgesetzt haben ist kein Zufall und eigentlich kein Geheimnis mehr.
    Die Gründe hierfür liegen insbesondere in der Tatsache, das man:

    1. wesentlich mehr Kohlensäure zugeben kann, ohne das mögliche Fremdgasblasen den Kalkreaktor zum erliegen bringen. Deshalb kann auch die Leistung kleinerer Geräte höher eingestellt werden als ohne Gasrückführung.

    2. durch das Sprudeln der Blasen im Reaktoraum wird das zu lösende Granulat geleichmäßiger durchströmt. Teilweise bleiben die Co²-Blasen auch kurzfristig am Korallenbruch hängen, wodurch die Kohlensäure sogar noch direkter den Korallenbruch lösen kann, als die reines Wasser mit z.B. einem PH-Wert von 6,5 könnte. Die vorhandene Menge an Kohlensäure wird so für das Lösen des Korallenbruches effizienter genutzt.

    Eigentlich gehören zu jedem Kalkreaktor auch Leistungsangaben wie Sie von Schuran als Diagramm oder von uns als maximale Aufhärtung in Härteliter pro Stunde gemacht werden. Nur so hat auch der Verbraucher eine wirkliche Orientierung wie leistungsstark das entsprechende Gerät ist und Geräte werden so erst übehaupt vergleichbar.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel

    Hallo Klaus,

    ich habe mich mit diesem Thema vor einiger Zeit ebenfalls intensiver beschäftigt. Oriental Motors hat z.B: bürstenlose Gleichstrommotoren im Programm und sogar eine regebare Steuerung hierfür. Tauchfähige (Schutzklasse IP 68) stellt keiner meines Wissens her. Da müßtest du schon selber aktiv werden. Auf der Industriemesse in Hanvover konnte ich übrigens Firmen für BC-Gleichstrommotoren finden, bei denen man für einen Bruchteil des Preises, diese selber aus Asien importieren konnte. Nur eben dann ab 1000 Stück. Mit der Entkopplung von Schrittmotoren (die ebenfalls mit über 85% die höchsten Wirkungsgrade haben(geringer Abstand von Rotor und Stator)) habe ich ebenfalls viel experiementiert. Trotz passiver und aktiver Entkopplung bekommt man keine 100% befriedigende Lösung hin. Da sich mene Interesse derzeit verlagert haben, macht es mir übrigens nchts aus Erfahrungen hierüber weiterzugeben.

    Viele Grüße
    Oliver Prtzel

    PS: Es amüsiert mich übrgens immer deine Komentare zu ATI in anderen Foren zu lesen. (Schlecht zu erreichen, viel schiefgelaufen ...)
    Ein echter Gentleman und Kollege eben !? Aber trotzdem bist mir übrigens lieber als andere die es nur hinter dem Rücken machen.

    Hallo,

    wir verbauen bei unseren Dimmcontrollern auch nur mechanische Uhrwerke von Grässlin. Hiebei handelt es sich auch um eine Technik, die sich tausendfach in z.B. Schaltschränken bewährt hat. Bei den digitalen gibt es je nach Hersteller und Preisklasse sehr unterschiedliche Qualitäten. Verantwortungsvolle Elektronik würde ich nur über verantwortungsvolle Zeitschaltuhren steuern. Bei den digitalen ist die Qualitätsstreung nach meinen Erfahrungen einfach zu groß.

    Grüße
    Oliver

    Hi,

    da sich Co2 sehr gut in Wasser löst, sind auch mögliche Blasen, die mit dem Auslaufwasser des Kalkreaktors ins Aquarium gelangen eher Blasen mit schlechter löslichen Fremdgasen, bevor Sie dann an der Wasseroberfläche zerplatzen und entweichen. Ein gewisser Kohlensäureeintrag läst sich aber bei Kalkreaktoren mit einem hohen Durchfluß nicht verhindern. Eine sich dadurch einstellende minimale PH-wert Senkung(0,1-0,3), ist aber auch nicht wirklich problematisch.

    Gruß
    Oliver