Beiträge von JStrassheim

    Hallo Peter,

    ja in Salzwasser wachsen die wohl langsamer. Meine wachsen mir fast zu schnell. Habe auch noch zwei im Süßwasser.

    Zum Umsetzen: Die werden erst langsam per Tröpfchenmethode auf Salzwasser umgestellt. Dann werden sie samt Substrat in ein abgetrenntes Fach (siehe Bild im ersten Beitrag) überführt, das Fach wird aber von Wasser aus dem Aquarium durchspült.

    Wenn du mutig bist, kannst du deine Mangrove mit ganz wenig Düngestäbchen im substrat düngen. Letztendlich braucht die halt Nährstoffe um zu wachsen. Aber ich weiß das manche MW Aquarianer mich dafür steinigen würden. :winking_face: Habe aber gute Erfahrungen im SW Bereich damit gemacht... Die Nährstoffe bleiben im Boden.

    Kurzes Update:

    Es geht gut voran, aber nur indirekt am Becken.
    Ich habe aus dem zukünftigen Refugiumbecken ein kleines Projekt gestartet. Eigentlich um die lebenden Steine am Leben zu erhalten. Ist aber jetzt doch mehr geworden :winking_face:
    Hier mal ein Bild. Ist ein 50l Becken mit lediglich Led China Lampe, zwei kleinen Pumpen und Heizstab. Kein Filter, kein Abschäumer. WW jede Woche 10% sonst nichts... Steht jetzt 2 Monate, Algenphasen sind schnell durchgewesen. SPS wachsen gerade super.



    Macht sehr viel Freude. Außerdem war ich an der Uni Gießen, die ein
    Mangroven-Biotop Becken haben. Der Tipp hier aus dem Forum war gold wert! Sehr, sehr interessant. Habe dabei eine
    saudi-arabische Mangrove abgestaubt... Und jede Menge Korallen geschenkt bekommen! Wahnsinn... Tolle Federcaulerpas auch...
    Hier mal ein Bild der Mangrove:



    Jetzt werde ich bis Herbst geduldig die Ableger im 50l groß pflegen, den Unterschrank bauen, die Riffsäulen aus Totgestein bauen, den "Hardscape" des Beckens machen, mein Süßwasser Becken verkaufen und weiter erste Erfahrungen sammeln. Bisher läuft es viel besser als ich gedacht hätte, gerade die natürliche MW Methode von Harold Weiss (schaut euch das mal unter https://www.aquariumforum.de/threads/151114…ch-harold-weiss ) überzeugt bisher zu 100%. Aber es ist ja auch wie gesagt ein langfristiges Projekt.


    Eine Frage ergibt sich für mich noch. Ich merke ich bin ein Freund von
    einfacher MW-Aquaristik. Diese ganze Verrohrung, hoch pumpen, Überlauf usw. Geschichte finde ich unnötig kompliziert. Am liebsten würde ich das Refugium Becken mit der Pumpe (mehr Technik wird es nichtgeben, evtl. noch zwei Dosierpumpen für KH und Ca die ich aber auch im Unterschrank unterbringen kann) einfach neben das Große stellen. Leider kommt da ein Fenster

    Da suche ich noch nach einer einfach Lösung...

    Also es ist schon viel weiter als ich dachte und doch noch sehr am Anfang. Halte euch auf dem Laufenden.

    LG Johns

    Danke Steffi für die hilfreichen Infos. Wohne auch sehr ländlich :winking_face: Habe das auch schon öfters gehört das Regenwasser bei umsichtiger Handhabung eine gute Alternative ist. Der Lack ist ja trocken und wird sauber gehalten. Werde auch bis Herbst immer mal das Regenwasser testen und auch schauen ob eine Lagerung draußen im verschlossenen Faß möglich ist. Algen wirds ohne Licht ja nicht geben...

    Die Meinung mit der Denitrifikation von dir Andy finde ich sehr interessant. Dachte halt im Filterbecken, kann ich die Denitrifikation durch eine Regelung des Durchflusses (daher regelbare Pumpe) etwas steuern.

    Werde glaube lieber im Becken mich mit Bodengrund zurückhalten.

    Das mit der Pumpenkammer habe ich mir gedacht. Danke Andy. Da muss ich mir was einfallen lassen, weil meine mit 8 Liter Spielraum für Verdunstungswasser definitiv zu klein ist. Aber das ist lösbar.

    Den Bodengrund braucht man doch auch für die Denitrifikation, oder? Würde daher zu einer höheren Schicht Aragonit Sand oder eben zu dem feineren Mineral Mud (geringere Schichthöhe) greifen um anaerobe Bereiche zu schaffen. Tendiere gerade zu einem Mix.

    Die Mangroven müssen nicht besonders schnell wachsen. Daher trenne ich sie nicht ab. Außerdem sollen sie ruhig Nährstoffe verbrauchen. Ich stelle sie aber auch z.T. in Mineral Mud und füge evtl. etwas Düngestäbchen dazu.

    Würde die Bohrungen mit so einem Teil hier machen:
    https://www.amazon.de/Diamantbohrer-…bohrer+40&psc=1

    Ansonsten habe ich gestern unser Regenwasser getestet. Das mit der Umkehrosmose, dem vielen Abwasser und Harzfiltersauerei (26mg Silikat pro Liter im Leitungswasser) will ich unbedingt vermeiden.
    Habe einfach zum Testen Wasser aus einer dreckigen Tonne (Tannennadeln drin, usw.) genommen.
    Werte sind:
    Nitrat: n.n.
    Kh: <1
    Phosphat: 0,05 - 0,1 (wer kann das bei dem JBL Tröpchentest schon utnerscheiden ;-))
    PH: 6,4

    Werde mir jetzt also eine saubere Lösung bauen von einem kleinen lackierten Stahldach, wo kein Baum in der Nähe steht. Die Werte haben mich überzeugt, trotz etwas Phosphat, was aber in meinem Becken mit den Algen und wenig anspruchsvolle Korallen, ja kein Problem sein sollte. Will einen Aktivkohle Filter mit Pumpe mit der Möglichkeit einen Phosphat Adsorber vorzuschalten nutzen, um das Wasser aus der verschlossenen Tonne abzuzapfen.
    Gibt es sonst noch Regenwasser Nutzer und Erfahrungen?
    Freue mich auch über weitere Anregungen zu Technikbecken und Schrank.

    Die Planungen kommen gerade gut voran, mit den vielen guten Tipps und Erfahrungen hier! Habe jetzt wirklich das Gefühl es könnte was werden und nachdem ich noch einen Schuhschrank für meine Holde gebaut habe, werde ich anfangen zu werkeln... Gibt ja einiges zu tun!
    Vorfreude!!!

    Hallo Wolfgang, hallo in die Runde,

    nur damit es zu keinen Missverständnissen kommt. Bei mir wird es keine Trennscheibe geben. Korallenriff Teil und Mangroven Teil bleiben zusammen. Die Mangroven allerdings in Boxen gesetzt. Siehe meine Bleistift Zeichnung oben.
    Das mit dem Besatzhinweisen finde ich spannend. Werde deine Hinweise da aufnehmen und nochmal genau überlegen.

    Bin aber gerade noch an dem grundsätzlichen Aufbau.
    Hier mal ein Entwurf zum Aquarienschrank. Bin angehender Schreiner und werde das selbst bauen. Wird eine an der Wand verankerte tlw. freischwebende Konstruktion. Die große Tür, wird aus Platzgründen eine Schiebetür. Das Technikbecken ist zu 2/3 sichtbar. Genau der Algenteil natürlich.


    Die Tür wird weiß lackiert, ansonsten das Holz im Bild Nußbaumfurnier und eine Mehrschichtsperrholzplatte in 3cm DIcke. In dem durchgehenden Brett rechts wird ein Kabelschacht integriert sein, für Kabel für Lampen, Strömungspumpe. Überlauf, Notüberlauf und ZUlauf werde ich versuchen selbst zu bohren und somit von unten durchzuführen.

    Was mir noch Kopfschmerzen bereitet ist Technikbecken inkl. Überlaufkonstruktion.
    Hier schon mal ein Entwurf von einem Technikbecken. Ich werde ja auf Abschäumer, Filter, usw. verzichten, aber in eine gute regelbare Pumpe investieren (Aqua Medic 2.2 oder 3.2). Filter kann ich in Notfällen im Pumpenteil integrieren und einen Abschäumer könnte ich in einem Eimer nebendran betreiben. Wäre aber echt nur für den Worst Case.

    Meine Fragen zum Technikbecken und Überlauf sind.
    1. Das Verdunstungswasser schlägt sich doch, bei meinem Aufbau mit Überlaufschacht mit Kugelventil zum Rückstauen, durch einen niedrigeren Wasserstand im Pumpenteil des Technikbeckens nieder? Oder sinkt der Wasserstand noch sonstwo (z.b. im Überlaufschacht?)
    2. Was würdet ihr für einen Bodengrund im Algenfilter nehmen? Aragonit Sand 0,5-2mm oder Mineral Mud von Carib Sea. Und warum? Außerdem bewegt mich die Durchflussrate. Reicht 4x das Beckenvolumen (1200l/h effektiv) oder sollte es wie beim Miracle Mud System eher 8-10x sein?
    Soweit die aktuellen Planungen... Danke schonmal für alle Tipps. Professor Wilke hat mir freundlicherweise schon geantwortet. Sehr spannend.
    LG Johns

    Wow Rüdiger. Das ist ja der Knaller. Auch deine Paint Künste sind nicht zu verachten!
    Schreibe den Professor sofort an. Suche sowieso noch mehr Meerwasser Aquarianer in Gießen und Umgebung.

    Sehr, sehr interessant. Danke für all die Hinweise und Tipps! Jetzt habe ich das auch mit den Blättern verstanden. Ich glaube soweit geht mein Ansatz nicht das Ökosystem bis ins Detail abzubilden. Wobei, genial wäre es. :winking_face:

    Mir ist es aber sehr wichtig, dass es äußerst einfach bleibt. Je einfacher desto besser.
    Freu mich über all die guten Anregungen. Danke nochmal.

    Hallo,

    @kocha/Andy ich finde dein Becken wahnsinnig schön. Hätte nie gedacht das so etwas mit so einfacher Technik geht. Macht mir sehr Mut. Ich überlege jetzt auch statt dem mineral mud nur aragonit sand zu nehmen. Was sind die vor uns Nachteile verschiedener Untergründe?

    @Hans Werner ich habe viel über mangroven gelesen aber das mit den Blättern ist mir nie zu Ohren gekommen. Meine im süßwasser kommen auch ohne Laub aus. Klar sie wachsen nicht so schnell wie in der Natur. Sollen aber ja auch die Nährstoffe aus dem Wasser ziehen.

    @Tanz garnele werde definitiv weiter berichten. Freu mich über das Interesse.

    Gerade zeichne ich ein passendes Aquarien Möbel das etwas außergewöhnlich wird. Das Algen Becken soll nämlich auch sichtbar sein. Ausserdem überlege ich noch wie ich den Ablauf am einfachsten und sichersten mache (Becken hat keine Bohrungen) und wie das TechnikBecken genau aussehen soll.

    Freue mich auf Ideen und Anregungen.

    Hallo liebe Meerwasseraquarianer,

    kurz zu mir, da ich hier neu bin. Ich bin Johns aus der Nähe von Gießen, 35 Jahre alt und liebe die Natur, insbesondere das Zusammenspiel und das Verhalten verschiedener Tiere und Pflanzen rund ums Wasser.

    ich plane gerade ein langfristiges Projekt und will das sehr gemütlich und überlegt angehen.
    Mir ist dabei Folgendes wichtig:
    1. Es soll möglichst nachhaltig sein (Nur Nachzuchten, wenig/kein Gestein aus dem Meer, niedrige Strom und Wartungskosten usw.).
    2. Es soll ein Ökosystem von Mangrovenwald und vorgelagertem
    Korallenriff abbilden und auch als Aquarium als Ökosystem, mit möglichst
    wenigen Eingriffen funktionieren. An Technik, will ich mich daher auch
    auf das allernötigste beschränken.
    3. Ich will keine anspruchsvollen Korallen pflegen, sondern vom
    Verhalten her interessante und schöne Tiere, die relativ einfach zu
    halten sind (Lederkorallen, 1-2 Anemonen, Fische siehe unten).


    Inspiration für das Becken:


    Ich pflege zwei Mangroven im Süßwasser und finde das super spannend.
    Außerdem finde ich das Zusammenspiel in einem Ökosystem und auch das
    Aquarium als solches zu betrachten sehr reizvoll.


    Sehr inspiriert hat mich Folgendes Becken und seine Geschichte:
    https://www.nano-reef.com/featured/2016/brad908-r114/


    Mein Becken soll aber dann doch noch etwas anders werden. Vorbild vom
    Layout soll Folgendes Schema sein und die Bilder als Inspiration.


    Hier die LInks zu den Bildern, da ich mir wegen Rechten da unsicher bin:
    https://www.123rf.com/photo_41084870...-water-an.html


    https://www.alamy.com/a-split-level-...215648944.html


    Was steht schon fest:
    Ich habe ein 300l Becken (120x50x50) sehr
    günstig bekommen. Samt Technikbecken (60x30), 165W LED Lampe
    für den Korallenteil (https://www.amazon.de/Bazaar-Dimmbare-Spectrum-Aquarium-Fische/dp/B07BD198R6 sowas ziemlich genau), 2xT5 Röhren für den Rest, Strömungspumpen und Aquarium Systems Abschäumer sind auch dabei.
    Außerdem habe ich ca. 4-5 größere lebende Steine (ca. 20kg), bei einem
    Freund und Bodengrund (Aragonit 1-2mm) aus einem eingefahrenen Becken.
    Zusätzlich noch einige KG totes Riffgestein.


    Außerdem habe ich mich für einen Schlamm/Algenfilter im Technikbecken
    entschieden nach Miracle Mud Prinzip aber mit Carib Sea Mineral Mud o.Ä.
    und Dauerbeleuchtung mit Caulerpa Alge.
    Und ich will das gesamte Becken auf Dauer ohne Abschäumer, Filter, u.Ä.
    betreiben um möglichst wenig aus dem Becken zu entfernen, was ich wieder
    zuführen muss (möglichst geschlossenes System).


    Außerdem habe ich eine RockZolid Mangroven Wurzel Imitation schon gebraucht gekauft.


    Besatzideen: (nach Besatzreihenfolge)
    - Putztrupp (kl. Einsiedler, Schnecken)
    -Ocellaris Paar inkl. Anemone (am liebsten eine Gigantea Teppichanemone, aber die ist halt groß ;-))
    - Päärchen Zitronengrundel (cryptocentrus cinctus) samt Knallkrebs
    - Päärchen Zwergriffbarsch Fridmanni
    - Weißbandputzergarnelen Paar
    - Seestern grabend (noch nichts genaues überlegt)
    - Mandarinfisch Paar (frühestens nach einem Jahr)


    Zu Korallen habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, fände aber etwas gut, was an den Mangroven Ästen wächst. Schwämme z.B.
    Da habe ich aber noch null Ahnung.


    Gestaltung:
    Es soll im linken Teil ein Mangrovenufer nachgebildet werden mit echten
    roten und weißen Mangroven die in einem großen Behälter mit Schlamm
    wachsen, der in die Dekoration integriert ist. Neben der RockZolid
    Wurzel und einigen toten Steinen, die ein ansteigendes Ufer darstellen.
    Evtl. will ich das auch mit Aquarienmörtel und Steinbrocken bauen. Hier
    wachsen ein paar höhere Algen und evtl. etwas auf der RockZolid
    Mangrovenwurzel.


    Dann eine Sandfläche. Evtl. mit ein paar höheren Algen mittendrin.


    Dann Riffsäulen mit einem Korallenriff aus toten und Lebenden Steinen aus dem aufgelösten Becken (nicht aus dem Meer).
    Hier mal eine Vorderansicht und Draufsicht:



    Weiterer Plan:
    Wasser wird erst im Herbst fließen, bis dahin ist Zeit alles gut vorzubereiten, das Aquarium innen drin zu gestalten usw.
    Technikbecken und Ablauf zu basteln...

    Will das also in Ruhe angehen, was auch mein Geldbeutel schon vorgibt :-).
    Außerdem will ich mit dem Post hier um ein Feedback bitten. Ich würde
    mich sehr freuen von euch hilfreiche Tipps zu bekommen. Gerade zu Besatz
    und Filterung, aber auch zur Gestaltung. Kann so ein Konzept gelingen, was sind aus eurer Sicht Probleme/Herausforderungen an so einem Setup?


    Einen salzigen Gruß mit ganz viel Vorfreude auf dieses Projekt!