Beiträge von JStrassheim

    Ich habe mal eine Frage an die Korallenversteher. :winking_face:

    In meinem 300l Becken ist folgendes geschehen:


    Ein König Salomon Zwergbarsch (pseudochromi fridmani) ist verstorben und ich habe ihn nicht finden können.

    also 1. toter Fisch gammelt irgendwo in einer Höhle.
    2. Mein samt Grundel frisch eingezogener Knalli wühlt einen Haufen Sediment auf und buddelt das
    ganze Becken um.
    3. Meine Umwälzpumpe war ziemlich verstopft mit Schmodder und hat nicht mehr so viel gefördert ins Filterbecken.


    Zusammen ergab das einen Po4 Wert von 0,25-0,5 und einen niedrigen no3 von 3. So Werte hatte ich schon mal, aber da waren die auswirkungen nicht so deutlich. Ich merkte irgendwann, dass was nicht stimmt an der ausfärbung der Korallen. Die Lila Montipora war auf einmal braun. Die acropora ebenso. außerdem wurden andere SPS von unten langsam weiß!


    Hier mal ein paar Bilder. Lila Monti :winking_face:


    Koralllenbleiche in Bereichen mit wenig Licht... Die Polypen sind erst noch da. Sterben dann danach tlw. langsam ab.

    So, jetzt gehe ich davon aus, dass diese Gewebeschäden/ausbleichen von dem erhöhten po4 sind. allerdings sehen sie auch ein bißchen so aus wie
    eine Limitierungserscheinung. Ich hatte jetzt einige Tage das Coral Sprint und das Staubfutter nicht verfüttert. Was sagt ihr
    dazu?

    KH 7, Ca 430, PH 7,9-8


    Ich habe jetzt ganz moderat po4 adsorber drin und filtere über Vlies,
    was ich täglich auswasche, damit die Schwebestoffe von Knalli sich nicht
    so verbreiten. außerdem habe ich seit heute wieder Staubfutter und Coral Sprint hinzugegeben.


    Wer mehr Infos zum Becken will, der kann gerne auch in meinen Thread unten schauen.


    Danke für Meinungen und Hinweise!

    Habe heute eine erstaunliche Entdeckung gemacht.

    Gerade ist mein Wasser durch den neu eingezogenen Knallkrebs samt Grundel voller kleiner Schwebstoffe. Bei meiner Baggergrundel war das auch oft so.
    Lagern die sich nicht irgendwo ab, dachte ich mir?
    WIe sieht es aus in Pumpenkammer und Überlaufkammer?

    Siehe da, nichts. Kein Mulm, kein Deteritus. Hier mal zwei Bilder aus dem Backoffice :winking_face: ...


    Am Anfang hatte ich auch noch Probleme mit Gelbstoffen im Wasser. Gerade, wenn man die 1,2m Länge durchschaut hat (wie auf dem Bild unten), konnte man dies deutlich sehen. Inzwischen ist davon keine Rede mehr. Ohne Aktivkohle und Filter...

    Verwerten die vielen Schwämme die Gelbstoffe? Warum gibt es keine Mulm/Deteritus Ablagerungen?

    Kann es sein, dass alle Abfallstoffe im Aquarium verwertet werden? (Im Algenfilter, Bakterien, DSB, Schwämme, Filtrierer?)
    An Röhrenwürmer aller Art und Schwämmen fehlt es auf jeden Fall nicht, wie man auf dem Bild hier ganz gut erkennen kann.

    Sorry sind nur Handy Fotos, aber ich bin doch überrascht wie gut das kleine Ökosystem es schafft alles zu verwerten.
    Bin gespannt ob das so bleibt!

    HoHo in die Runde,

    wollte meinem Mandarin Männchen, dessen Weibchen sehr schnell verstarb ja gerne eine neue Dame spendieren.
    Allerdings las ich jetzt einen Artikel im Korallenriff Magazin (AUsgabe 2 - https://www.korallenriff.de/magazin/archiv) einen recht fundierten Artikel von Robert Baur, der die Paarhaltung nicht empfiehlt.
    Die Lektüre lohnt sich, aber kurz zusammengefasst:
    Es würde bei einem Paar Mandarinfische, Paarungsstress für das Weibchen entstehen, da es keine Rückzugmöglichkeiten gibt und sich der Paartrieb des Männchens nicht auf mehrere Weibchen verteilt. Dies äußerte sich in einer deutlich verkürzten Lebenserwartung (2-4 Jahre statt 8-10 Jahre in Einzelhaltung).

    Ich habe aber auch schon gelesen, dass die Fische einsam sind ohne Partner. Als mein Weibchen starb, sah man ihm auch echt das Fehlen am Verhalten an. Er tanzte lange vor seinem Spiegelbild, in der Ecke wo sie sonst gebalzt haben.

    Tja, nun ist guter Rat teuer? Was sind eure Erfahrungen und fundierten Erkenntnisse zur Vergesselschaftung.
    Zur Info, ich würde auf jeden Fall einen Nachzuchtfisch nachbesetzen und Futterprobleme daher vermeiden.

    Das liebe ich am Ökosystem Aquarium. Kaum ist meine Baggergrundel verstorben. Sehr traurig. Nimmt ihren Platz ihr Konkurrent die Algenbeläge ihren Platz ein. Die Frage ist jetzt: können die Algen dauerhaft gewinnen?

    Da ich gelesen habe, dass Baggergrundeln im AQ schwierig gut zu halten sind (korallenriff.de/Magazin 2. Ausgabe), ist natürlich die Frage wer ihren Platz einnehmen kann. Wer pflegt bei euch den Sand?
    Conumurex? Grabender seestern?

    Es ist auf jeden Fall spannend, dass jeder Platz gefüllt sein will. Ich glaube, wer gut beobachtet, Geduld hat und vor allem weise besetzt dessen MW Aquarium läuft ohne viele Eingriffe.

    Danke Harold für den Tipp und Torsten für das Lob :smiling_face:

    Ich beleuchte ja mit einer 165w China LED da kann man nur den blauen und weißen (mit grün und rot) Kanal steuern. Beide stehen so bei 50%. Habe dann noch etwas T5 in 15k drüber. (insg. 96w).

    Mein persönlicher Eindruck: Licht ist nicht so entscheidend wie viele behaupten. Zumindest dann nicht, wenn die Korallen in einem ungefilterten Becken stehen wie bei mir. Die Polypen aller Korallen sind schön auf und ich glaube sie finden eben auch viel im Wasser. Dazu passen auch die vielen Filtrierer (Schwämme und Röhrenwürmer)... Just my 5 cents.


    Hier jetzt aber wie versprochen mal ein paar Bilder...

    Es wächst wie verrückt. Muss 450ml KH Balling Flüssigkeit nachfüllen pro Woche.

    Ich liebe ja besonders die Details im MW aquarium. Daher hier ein paar Eindrücke.



    Und hier eine unbekannte anemone die wandert munter durchs Becken. Kann die schwimmen? Inzwischen ist sie wieder weg...



    Ein toller Röhrenwurm der riesige Netze auswirft.



    und einfach krasse geometrische Formen in dem Lila Schwamm...



    ach und wenn ihr Korallen braucht. Verkaufe ein paar hier... aber nur mit abholung. Dafür mit schönem Quatschen am aquarium...

    https://www.communitycorals.de/farmer/mittelh…rallenschaetze/

    Aktuell läuft es weiter gut. Bin sehr happy. Werde nochmal Bilder schicken die Tage.

    Habe eine Frage zum Besatz.
    Mein Mandarin ist ja leider nach dem Tod des Weibchens noch alleine. Der bekommt zu Weihnachten eine Nachzucht Mandarindame von coralaxy. Denkt ihr, dass ist ein Problem, wenn die viel kleiner ist?

    Außerdem ist mein Valencienna puellaris noch alleine. Das würde ich auch gerne beheben. Hier ist es aber, so dass das Nachsetzen Probleme machen kann. Ich weiß nicht mal das Geschlecht.
    Kann mir da jemand helfen?
    Danke euch.
    LG Johns

    Hey,
    Mein Becken ist abgedeckt und hat keinen abschäumer. Gab noch nie Probleme.

    Habe zwei überläufe mit kamm. Über dem einen ist keine Abdeckung. Außerdem habe ich während der dunkelphase im Becken die meiste Zeit ein Algenrefugium beleuchtet.

    Es gibt einige Systeme die auch ohne Abschäumer gut funktionieren (Dsb, miracle mud, refugien...). Halte das nicht für experimentell.

    Kenne auch 25-50l nanos die abgeckt ohne abschäumer und nur mit Licht und geringer Strömung super liefen. Allerdings ohne Fischbesatz.

    Es gibt immer mehrere Wege zum Ziel...

    Hey ihr Lieben,


    es ist unglaublich. Ein Jahr steht jetzt das 300l Becken.
    Gerade zum Jubiläum läuft es einfach nur prächtig. Wobei auch immer obacht gegeben werden muss.


    aber der Reihe nach.

    So sieht das aktuell aus. Cyanos gibt es nicht mehr und wirklich alle Korallen von Fächergorgonie, über acanasthrea, bis hin zur acropora
    tenuis wachsen super. Sogar der Kupferanemone geht es endlich gut im neuen Becken und statt zu wandern wurde sie immer größer und hat sich geteilt.

    Jetzt gibts zwei und sie hat sich ein super Plätzchen ausgesucht. :winking_face: Meine Nemos, sind aber nur sporadisch hier. alle Fische lieben
    eigentlich die echinopora lamellosa am meisten, die wirklich groß geworden ist.

    ansonsten bin ich begeistert, wie gut der Betrieb des Beckens mit dem algenrefugium und ohne abschäumer und Filter usw. funktioniert. Ich mache Balling ohne extra Spurenelemente usw. 10% Wasserwechsel wöchtentlich mit Regenwasser, Staubfutter morgens + Coral Sprint und abends Frostfutter machen es zu einem recht einfachen System.

    Hier in den algen im Refugium tümmelt sich wirklich das Plankton und der Mandarin hat daher immer genug zu essen, weil auch im großen Becken überall Copepoden usw. sitzen.


    allerdings ist das wichtigste meiner Meinung nach eine gute Beobachtung der Tiere und der Technik. Meine Rückförderpumpe war nach einem Jahr Betrieb ohne Reinigung sehr verdreckt und in dem durchsichtigen Silikonschlauchstück war ein großer Klumpen Fadenalgen gewachsen ;-).
    Das führte zu einer sehr reduzierten Pumpenleistung! Daher wahrs. auch die erhöhten Nährstoffwerte aus dem Beitrag vorher.
    außerdem scheint mein Frostfutter, trotz morgendlicher Beifütterung mit Staubfutter, nicht so gut zu sein. Einer der Meiacanthus hatte kleine Löcher in der Seite bekommen. Habe dann wieder jeden abend mit Knobi Öl mit Vitaminen von aquaforest das Frostfutter eingeweicht und schon sieht der kleine wieder viel besser aus.

    also augen immer offen halten!!!
    Freu mich auf jeden Fall, auch mit eurer Hilfe, ein wirklich schönes
    Mangroven-Korallenriff aquarium jeden Tag zu beobachten. ach ja, und die 4
    Mangroven wachsen auch :winking_face:

    Lasst es euch gut gehen!
    LG Johns

    Hey Wasserfreunde...

    Mir geht es mehr um den ökologischen Aspekt als um meinen Geldbeutel. Finde es schade soviel Wasser zu verwerfen.
    Halte übrigens von sps ( auch Acropora ) bis lps und Weiche alles im Becken. Schaut einfach mal in meine Beckenplanung und Beschreibung. Da sieht man die Entwicklung. Ist sicherlich aber kein sps High End Becken und auch das Werk eines Anfängers!

    300l Mangroven Korallenriff Ökosystem Aquarium Planung

    In der Regentonne ist übrigens kaum Mulm. Habe sie seit gut einem Jahr und da dreimal den Boden mit einem Schlauch abgesaugt.

    Ich habe aber oft den Eindruck, dass das Wasser im Aquarium noch sauberer/klarer wird und das obwohl ich weder Abschäumer noch Filter benutze. Denke es werden auch Pollenreste usw. Im Aquarium abgebaut, verwertet...

    Ja eine ICP wollte ich mal machen. Aber das mir in den gut anderthalb Jahren erst 1 kleine Kruste und eine kleine Weichkoralle eingegangen sind und sonst alles gut wächst ist ja schon mal ein gutes Zeichen.

    Will aber keinen dazu überreden Regenwasser zu nehmen! Sind nur meine Erfahrungen. War auch erst sehr skeptisch...
    LG Johns

    ...noch eine Idee.
    Osmosewasser aus der Natur. Regenwasser.
    Benutze es seit gut einem Jahr und es läuft prima. Habe einfach ein 300 l Regenfass an ein kleines Dach gehängt. Deckel drauf und fertig. Im Winter muss ich es kurz aufwärmen mit heizstab, tauchsieder oder Wasserkocher.

    Im Frühjahr wenn viele Pollen fliegen filtere ich es kurz mit vlies und evtl. Aktivkohle in einer Kartusche.

    Gibt einige Leute die es schon lange so machen, auch im Zucht Bereich. Andere schlagen nur die Hände über dem Kopf zusammen...
    Ich glaube im MW Bereich wird einiges etwas mystifiziert und komplizierter gemacht als es nötig ist. Just my two cents...

    hallo ina,

    Hatte genau das gleiche mit einer grammistes nachzucht von Seepferdchen und meer. Ist leider auch verstorben. Meine zwei von coralaxy waren dagegen beide unproblematisch. Hatte das aber auch schon bei zwei fridmanni nachzuchten von nemo Aquaristik. Der eine ist auch gestorben, der andere hat durch das viele lebendfutter im Becken überlebt und ist jetzt zumindest copepoden Frostfutter.

    Schon verrückt. Viel Erfolg dir!
    LG Johns

    Hallo ihr Lieben,


    hier kommen mal wieder ein paar Bilder...

    So sieht es aktuell aus. Es wächst prächtig von Weichkoralle bis SPS.
    Ich habe inzwischen schon ganz viele Ableger gemacht. Bestimmt so 25
    Stück und getauscht und verkauft...
    Hier sind schon die nächsten am Anwachsen ;-).

    Diese Fächergorgonie ist gerade neu dazugekommen und freut mich sehr... Muss aber noch wachsen die Gute ;-).

    Die Mangroven wachsen auch gut. Interessant, dass die großen Keimlinge auch schneller wachsen als die Kleinen...

    Ich hatte jetzt po4 etwas erhöht 0,3-0,5 . Da habe ich einfach drei
    Wochen keine Algen geerntet und das Frostfutter ausgewaschen, jetzt ist
    es wieder bei 0,2 ca. Mal sehen wie es sich entwickelt. Aber man kann es
    scheinbar gut regulieren mit dem Algenbecken.

    Probleme gibt es natürlich auch. Ich habe im Algenbecken einige Waminoas
    an den Scheiben... Die wische ich mit einem Flies weg, da sterben sie
    sofort bei Berührung. Interessanterweise habe ich fast keine im
    Hauptbecken. Denke das Garnelen und/oder der Herr Mandarin da ran gehen.

    Was haltet ihr von Tanzgarnelen im 50l Algenrefugium? Ich hörte, dass sie manchmal an Waminoas gehen...


    Fröhliche Grüße
    Johns

    Also Hans- Werner ich danke dir für diese positiven Worte am Ende des letzten Posts. Ich war schon etwas am verzweifeln... :aeh: . Dass wir nicht alleine die Welt retten können, dass ist absolut wahr und das es da keine einfachen Lösungen gibt, auch...

    Aber ich kann doch anfangen! Und da darf es keine Ausrede werden, dass ich sowieso nie alles richtig mache und sowieso nur einen kleinen Beitrag leiste.

    Und auch wenn ich mit meiner bestimmt sehr beschränkten Sicht ein Verbot von Wildfängen sinnvoll fände, finde ich es noch viel besser, wenn wir alle einfach damit anfangen Nachzuchten zu kaufen und so jeder etwas Kleines beiträgt...
    Und ja das Soja Thema beschäftigt uns auch gerade... :winking_face: .

    Ja, was macht den Unterschied zwischen dem Fisch auf dem Teller des Einheimischen und dem Fisch in unserem Aquarium?

    Einiges würde ich sagen:
    1. Der erstere dient der Ernährung und damit den lebensnotwendigen Bedürfnissen von Menschen, der zweitere dient als Hobby und Sammelleidenschaft und damit dem Vergnügen.

    2. Der eine kommt vom Fischer, tot! auf den lokalen Markt und zum Kunden. Evtl. Vorher noch zum Zwischenhandel.
    Der andere kommt vom Fischer, zum Händler vor Ort, wird dort gehältert bis er im flugzeug um die halbe Welt fliegt, per lkw zum großhändler, dann zum Händler ins Becken und dann irgendwann zum Kunden. Alles lebend, wenn er es denn schafft. Ansonsten ab auf den Müll.

    3. Der erstere Fisch ist vielleicht "alternativlos" oder zumindest sehr schwierig zu ersetzen für die Menschen vor Ort. Der zweitere kann sehr häufig, lediglich für etwas mehr Geld (eines relativ reichen Menschen) und eine geringere Auswahl, durch einen nachgezüchteten Fisch ersetzt werden.

    Drei wie ich finde absolut gravierende Unterschiede. Hinzu kommt noch, dass wir mit dem Fisch auf dem Teller nichts zu tun haben, für den Fisch in unserem Aquarium und seine Herkunft aber verantwortlich sind.

    Und ich halte es für absurd zu glauben, dass durch den Kauf von Wildfängen Riffe geschützt werden. Die Riffe haben die Jahrhunderte ohne Aquaristik sehr gut überlebt. Die Einheimischen scheinen im Gegenteil gut mit ihnen umgegangen zu sein.

    Allerdings ist auch klar, dass der Fang von Aquarientieren jetzt nicht das größte Problem der Riffe ist. Aber man muss ja auch kein "kleineres" Problem ohne Not in einem angeschlagenen Lebensraum fördern.

    Ja, gute Regelungen will ich gerne! Ich glaube hier sind wir an einen Kern der Thematik gestoßen. Es ist für mich einfach zu 80er an sich selbst regulierende Märkte zu glauben! Wer will schon ernsthaft, dass ein ein entfesselter, kapitalistischer Markt den Umgang mit Fischen und Korallen aus absolut schützenswerten Riffen regelt?

    Come on...

    Gut das wir uns streiten über das wichtige Thema.
    Mich ärgert es wie man hier über die sicher nicht perfekten cites Regelungen schreibt und damit so tut, als wäre ohne Regelungen alles besser... @Bernd das kann doch nicht dein Ernst sein? Denkst du das es keine Regelungen geben sollte?

    Ich glaube: Wir brauchen in einer kapitalistischen Welt klare Regeln zum Schutz der Natur, vom deutschen Wald, bis hin zum bedrohten Riff. Wie gut dass es cites gibt, oder auch wwf und ja sogar Greenpeace. Der Aquarienindustrie traue ich, wie jeder Industrie nämlich hauptsächlich eines zu: Gewinnmaximierung um jeden Preis.

    Was ich genauso wichtig finde sind Konsumenten, die ihre Verantwortung wahrnehmen.

    Hier übrigens der angesprochene Artikel von WWF.
    https://mobil.wwf.de/2016/september…-noch-ein-riff/

    Da geht es auch um Cyanid Fang und die klare Empfehlung für Nachzuchten.

    Lieber Hans-Werner,

    Danke für die Infos. Ich glaube, dass man mit Stellnetzen, vorsichtigem Stochern usw. Bestimmt ein paar Fische erwischen kann. Für naiv halte ich aber die Sichtweise, dass dies der Normalfall ist..., aber gut, dass wird keiner von uns belegen können. Der WWF kritisiert auf jeden Fall sehr stark die MW Aquaristik. Die Ausfuhrbeschränkungen in z.b. Indonesien sprechen ja auch nicht gerade dafür, dass der Fischfang und die Korallenernte so unproblematisch läuft.

    Auch deine Sicht auf fairen Handel teile ich nicht. Es kann nicht sein, dass die Erzeuger/Ressourceninhaber am wenigsten profitieren. Dass das über viele, viele Jahre eine Binsenweisheit war, heißt noch lange nicht, dass es so bleiben muss!
    Ich möchte Produkte kaufen, wo faire Löhne an die Erzeuger gezahlt werden! Warum gibt es keine Label, Zertifizierungen, Herkunftsnachweise für die Meerwasserfische! Selbst der hier oft gescholtene Speisefischfang kriegt da langsam etwas hin...

    Ich komme aus einer Generation der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. Es ist doch auch für unser schönes Hobby extrem wichtig, dass wir da etwas verändern! Gerade weil wir die Riffe lieben.

    Ich höre hier aber fast nur Relativierungen. Das hilft doch nicht weiter... mir ist doch auch klar, dass wir alleine nicht die Welt retten können. Und ja wer weiß, wie die Riffe dann genutzt werden... Aber wir können entscheiden, wie wir in unserem Verantwortungsbereich handeln. Einfach zu sagen, dass man Riffe auch nachhaltig bewirtschaften könnte und darauf zu verweisen, dass man nicht weiß was sonst passieren wird. Das überzeugt mich nicht.

    Sorry jetzt bin ich etwas emotionaler geworden, aber mich wundert wirklich das es so viel Widerstand gibt Nachzuchten zu kaufen. Und ja perfekt ist das auch nicht, aber will hier jemand ernsthaft den Kauf von Wildfängen als riffschonender darstellen? Oder behaupten, dass die Sterblichkeit der Wildfänge geringer ist?

    Also warum nicht (nur noch) Nachzuchten kaufen?

    Hey, das freut mich, dass hier ein bißchen Bewegung drin ist!

    Also ich bin noch nicht überzeugt, dass es mit dem Verkauf von Wildfängen weitergehen sollte.

    Bisher habe ich an Argumenten dafür gehört:
    1. Die Fischer vor Ort brauchen eine Geldeinnahmequelle.

    Wenn das wirklich ein Argument wäre, dann sollte es zumindest eine Fairtrade Initiative geben! Im Moment sieht mir aber alles danach aus, dass gerade die Fischer am wenigsten verdienen. Außerdem scheint mir das Argument vorgeschoben. Wären Nachzuchten günstiger, würde keiner mehr an die armen Fischer denken! Jeder der Fischer durch Wildfänge unterstützen will, sollte lieber für Marubis spenden. Siehe das Projekt oben!!!

    2. Bei Nachzuchten gäbe es auch Transportausfälle.

    Ja das stimmt absolut. Aber es wird keiner bestreiten, dass sie robuster sind, so lange sie nicht mit massig Antibiotika groß gezogen und gehältert werden. Außerdem sind die Lieferketten kürzer. Also weniger Ausfälle...
    Ich finde es ist ein großer Unterschied, ob eine Naturentnahme stirbt, inklusive der Beeinträchtigungen des Riffes, durch den Fang. Oder ob eine Nachzucht stirbt, die es ohne Aquarianer sowieso nicht gegeben hätte.

    3. Es ist nicht nachgewiesen wie schädlich Wildfänge sind und wie hoch die Sterberate ist.

    Es ist tatsächlich schwierig hier an belastbare Zahlen zu kommen. @Joe ich komme zu der Einschätzung, dass viele Wildfänge Sterben, weil ich bei jedem Händlerbesuch sterbenskranke und tote Tiere sehe in den Becken. Außerdem sehe ich bei anderen Aquarianern wie oft der Besatz wechselt. Zusätzlich höre ich oft von Verlusten in den ersten zwei-drei Wochen nach Einsetzen/Eingewöhnung. Das lässt auf eine hohe Transport und Fangproblematik schließen.
    Die wenigen Artikel und Untersuchen die ich gefunden habe, sagen auch, dass es viele Ausfälle und auch immer noch Giftfänge gibt.

    Der pure Menschenverstand sagt mir aber schon. Fischer in prekären Situationen, Herkunftsländer mit instabilen politischen Situationen, Kunden die vor allem aufs Geld schauen und lange Transportketten. Das kann keine gute Kombination sein! Hinzu kommt, dass es mir nicht nachvollziehbar ist, wie man einen Fisch im Riff fangen soll, ohne die Korallen zu schädigen. Auch mit Netzen! Hier wird garantiert im Riff gestochert, Korallen abgebrochen, Beifänge verletzt usw...


    Bisher unentgegnet an der Argumentation pro Nachzuchten ist, dass die angeschlagenen Riffe durch Nachzuchten in jedem Fall geschützt werden!

    Ich provoziere mal ein bißchen:
    Wildfänge werden doch aus zwei Gründen gekauft.
    1. Weil sie günstiger sind.
    2. Weil es mehr Auswahl gibt.

    Außerdem ist es ein gängiges Geschäftsmodell, was viel Veränderung für Händler, Kunden usw. bedeutet.

    Ich habe selbst zwei Mandarinfische als Wildfang gekauft, weil sie mir einfach zu teuer sind. Der eine ist zwei Tage nach Einsetzen gestorben, an einem Pilzbefall. Der andere lebt noch.
    Ich bereue diese Entscheidung heute.
    Anders sieht es aus bei einer Baggergrundel, die gibt es einfach noch nicht als Nachzucht, ist aber zur Sandpflege unersätzlich in meinen Augen.
    Hier ist auch eine Grundel einfach nach kurzer Zeit gestorben, die andere hat sich gut eingelebt...

    Ich finde, dass ich umdenken muss. Geiz kann kein Argument sein, wenn es darum geht die Riffe zu schonen und eine hohe Sterblichkeitsrate von Wildfängen zu verhindern.

    Ich denke: Wildfänge sollten in den nächsten Jahren schrittweise aus dem Handel verschwinden oder verboten werden.

    Warum?

    Zwei einfache Gründe:

    1. Der Transport und die Hälterung von Fischen, über Fischer, vers. Großhändler, Spediteure, Einzelhandel und ggf. Versand ist einfach zu störanfällig und sorgt für zu hohe Ausfälle. Hinzu kommt, dass die Bedingungen im Riff sich oft stark von denen im Aquarium unterscheiden (Raum, Futter, Wasserparameter) und so zusätzliche Anpassungsprobleme bestehen.

    Insgesamt entstehen so inakzeptabel hohe Ausfallraten, die natürlich keiner dokumentieren will, aber die schon bei geringer Beschäftigung mit dem Thema (Besichtigung von Händlerbecken, wechselnder Besatz in Aquarien die man kennt, eigene Erfahrungen, lesen von Artikeln zum Thema) absolut nachvollziehbar sind.


    2. Der Fang von Fischen aus Riffen stellt eine Belastung für die sowieso angeschlagenen Riffe dar.
    Natürlich könnte man ein Riff auch nachhaltig bewirtschaften, aber wer soll das überwachen, wie sollen am Existenzminimum lebende Fischer von z.B. Giftfischerei abgehalten werden, wie soll in korrupten, maroden politischen Systemen nachhaltiger Riffschutz umgesetzt werden...
    Als Schreiner verzichten wir auch seit vielen Jahren auf Tropenholz, weil man natürlich einen Regenwald nachhaltig bewirtschaften könnte, es aber unter den gegebenen Umständen in den Ländern einfach nicht überprüfbar und realistisch ist und auch das sowieso gefährdete Ökosystem Regenwald geschont werden soll.

    Ich kann nur dazu herausfordern, dass wir hier umdenken und ich fasse mir hierbei zuerst an die eigene Nase!
    Und ganz ehrlich, die oben angeführten Argumentationen pro Wildfänge sind doch oftmals fadenscheinig. Am Ende geht es um unsere Bedürfnisbefriedigung nach möglichst bunten und dabei noch günstigen Fischen, für die Fischer vor Ort interessiert sich doch kaum jemand, der Wildfänge käuft. Sorry, aber da gibt es effektivere Wege die Menschen vor Ort zu unterstützen, wenn es wirklich um sie geht...

    Die vielen andere Gründe, die für Nachzuchten sprechen (Futterfestigkeit, Robustheit, Angepasst an Aquariumhaltung usw.) kommen dann ja noch dazu!

    Jetzt fehlt es nur noch an Kunden, die bereit sind die Preise für Nachzuchten zu bezahlen und ihre Händler nerven und vor allem die bestehenden Nachzuchten kaufen. Gute Ansätze gibt es ja schon lange...

    Frohe Ostern euch!

    Hallo ihr Lieben,

    kleines Update mit ein paar Bildern.

    Läuft soweit. Aber die Korallen sind teilweise nicht nett zueinander. Muss da häufiger schlichten. Wächst halt langsam alles etwas zu.

    Wer Sinularia neongrün Ableger haben möchte kann sich gerne melden...

    Besonders haben mich letzter Zeit diese zwei Tiere erfreut.
    Die einen schlecken Cyanos und die bin ich nun erstmal gut los!

    Herr Mandarin dagegen ist einfach wunderschön designed! Lob an den Künstler!!!

    Insgesamt muss man immer dran bleiben, ist kein Selbstläufer das Meerwasseraquarium. Aber es macht mir (meistens) Freude!

    Und es gibt auch endlich wieder Mangroven. Sie sind gut angewachsen, wachsen gerade verhältnismäßig schnell und haben einen Seeigel Bisschutz! :winking_face:

    Alles Gute euch!

    Danke fürs Mitdenken. Sieht auf dem, übrigens sehr schlechten handyBild, näher aus als es ist.

    Heute morgen sah sie schon besser aus, auch nicht angefressen. Ich glaube gerade die euphyllia ist sehr berührungssensibel und das die Garnele sie stört...

    Werde das weiter beobachten. Dachte erst nur sie hat was übles, was sie schnell zersetzt.

    glaube ich hab den Übeltäter gesehen. Die lysmata amboinensis hat dran rumgepickt!
    Ist nur die Frage ob sie Auslöser oder Abfallverwerter ist...

    Die Koralle steht schon lange dort und hatte sich sehr plötzlich verändert.

    Gibts sonst noch eine Krankheit bei euphyllias die dazu passt?

    hey Joe,

    Da ich lediglich mit jbl und Salifert tropfen Test arbeite, ist hierzu keine genaue Angabe möglich. War beides immer bei n.n.
    Kann aber nochmal messen und bescheid geben. Denke aber, dass das immer noch so ist. Habe ja eine Art deep sand bed mit drahtalgen als refugium, das hält die Nährstoffe niedrig.

    Bin meine cyanos nun los. :thumbs_up:

    Für den Sand halfen mir Baggergrundeln wunderbar! Außerdem Conomurex Schnecken. Wenn es dicke Beläge sind, absaugen und das in der Hochphase 3x die Woche. Besser mehr.
    Auffällig war das Ecken in denen mehr Detretius war, besonders betroffen waren. Absaugen mit Mulmglocke würde also auch wahrs. Helfen.

    Bei den Steinen ist es schwieriger.
    Hier ist echt Geduld gefragt. Habe viel abgesaugt, über Watte gefiltert und Wasser zurück gekippt. Erst nach 5-15 Mal absaugen der gleichen Stelle kamen die cyanos hier nicht wieder. Außerdem viele Schnecken, dann durch Zufall noch kleine Conomurex bekommen, die auch die Steine hochgehen.

    Außerdem habe ich den Besatz/ Futtermenge erhöht.

    Bei diesen Maßnahmen bin ich mir ziemlich sicher das sie was gebracht haben.

    Was nichts gebracht hat:
    Röhrenwechsel
    Salzwechsel
    Weglassen von Staubfutter/coral sprint
    Auslassen von Wasserwechseln

    Was es verschlimmert hat:
    Wenig füttern
    Selten absaugen (unter 2-3x die Woche)

    Das sind aber nur meine Erfahrungen! Hat alles auch mehrere Monate gedauert.

    Wollte euch einfach noch an einer schönen Entwicklung teilhaben lassen.

    Hatte ja bei coralaxy.de, Dank Inas Tipp, zwei Zebra Schleimfische (Meiacanthus grammistes) bestellt.

    Was soll ich sagen, es ist genial! Die Tiere kamen super verpackt, auf 25Grad temperiert und putzmunter hier an. Eine persönliche Karte war mit dabei, die auf unsere Email Korrespondenz bezug nahm. Auch die mitbestellte SPS, Acropora tenuis, bestens verpackt und mit geöffneten Polypen!!! Habe dann mal bei instagram die Firma gestalkt und bin begeistert, von der Transparenz, Professionalität, Freundlichkeit und vor allem von 4 Wochen Quarantäne vor Verkauf!!! Wenn das alles so stimmt, ist es einfach ein Traum und nimmt mir das bisher eher schlechte Gefühl beim Fischkauf.

    Die Fische jedenfalls haben sich sofort wohlgefühlt, gefressen, gebalzt... Die drei
    sind ein total interessantes Team. Was die ein Verhaltensreportoire
    haben!!! Kamm aufstellen, mit ganz kleinen Brustflossen wedeln (hatte
    die vorher noch nie gesehen!), Seitentouchdown auf den Grund (warum auch
    immer ;-))...

    Ich spare jetzt auf einen Mandarinfischweibchen von denen ;-). Mein Kerl
    geht zur Balzzeit abends immer an die Scheibe und bedroht sein Spiegelbild.
    Schon etwas traurig... Viele Fische scheinen einfach sich in Gesellschaft wohler zu fühlen!

    Hier mal ein Bild vom Becken und der Dreier Bande.

    Bleibt gesund und munter.

    Hey wackere cyano bekämpfer,

    Habe auch immer ein paar...

    Also baggergrundel, grabender seestern und kegelfechterschnecken schaffen bei mir den Sand sauber zu halten. Da sind dann noch die Steine...

    Da sauge ich bisher ab. Interessant ist, dass wenn ich an einer Stelle oft abgesaugt habe, ziehen die cyanos zwar weiter, kommen da aber eher nicht wieder.

    Zum Absaugen hänge ich einfach einen dickes Stück Rohr (mulmsauger aus Süßwasser Zeiten) unten an den dünnen Schlauch. Das Rohr vollgestopft mit filterwatte.

    Danach das Wasser wieder zurück... ist dann eine Sache von 10-20 min.

    Was mich noch interessiert. Habt ihr po4 und no3 im niedrigen bis nicht nachweisbaren Bereich? Ich habe die Nährstoffe weit unten, wenn ich wenig füttere scheinen sie mehr zu werden.

    Viel Ausdauer euch.

    Ja, der Vortrag ist ganz nett. Wenn auch doch sehr klar aus der Aquarium-Industrie Ecke.

    Spannend fand ich den Vergleich des Aquariums als wohltuenden Garten... Das kann ich bestätigen. Es tut mir gut. Finde es auch an sich nicht verwerflich Tiere zu halten für das eigene Vergnügen...

    Aber an anderen Punkten kann ich nicht mit. Warum geben viele MW-Freunde hunderte, tausende von Euros für Technik und Stromkosten aus. Oder für einen seltenen Korallenableger. Aber bei den Fischen wird gespart und das Leben von vielen wilden Tieren aus bedrohten Lebensräumen leichtfertig gefährdet... Wie schon gesagt, für mich ist es klar, dass es Nachzuchten sein sollen.

    Danke an Ina übrigens für den Hinweis auf coralaxy.de ! Die haben sehr viele Nachzuchtfische und Korallen. Der Laden hat mich sofort überzeugt. Auch der persönliche Kontakt ist sehr fundiert, freundlich...

    Bin mal gespannt, ob ich da mehr Glück habe.

    Ich frage mich ja immer noch, warum es die Züchterliste nicht mehr gibt??? Das fände ich stark. @Marubis geht da was?

    Und irgendwann muss ich auch mal Fische nachzüchten... Das ist aber noch ein Weg.

    Hallo in die RUnde,

    danke für die Rückmeldungen.

    Der Hinweis auf robuste Arten finde ich sehr hilfreich!
    Auch die Suche nach einem guten Händler ist sicherlich wichtig, aber meist bekommen die, die Fische auch nur vom ähnlichen Großhändler!

    Lenoc: Du bist wenigstens ehrlich. Aber ehrlich gesagt will ich nicht diesen wunderschönen Planeten zerstören, für mein Verlangen nach bunten Fischen und Tiere möchte ich gut behandeln.

    @ joe: Ich kann bestimmt noch viel Lernen und wenn einer in meinem Becken etwas sieht, gerne raus damit! Mich würde auch mal die Sterberate von anderen interessieren... Ehrlich und ungeschönt. Aber ich habe das Gefühl, dass der Fehler hier mal Ausnahmsweise nicht an den Personen vor dem Aquarium sitzt, da die Fische, die länger da sind, fitter werden und gut aussehen.

    Mir scheint: Hier liegt ein Fehler im System vor. Fische vertragen es anscheinend nicht sonderlich gut, gefangen, versandt und mehrmals umgezogen zu werden. Wie man so einen Fisch aus dem Riff fangen soll, ist mir auch völlig schleierhaft!!!

    Ich denke, dass alleine schon aus der Not der Fischer heraus (meist Menschen aus relativ armen Ländern), da Gift und zweifelhafte Fangmethoden an der Tagesordnung sind. Die sicherlich nicht gerade riffschonend sind.

    Daher auch meine Frage: Wie komme ich an Züchter direkt ran??? Dann würde der Fisch direkt von der Zuchtanlage ins heimische Aquarium kommen! Aber wie die Züchter finden??? Habt ihr Ideen? Warum gibt es die Marubis Nachzuchtliste nicht mehr?

    In der Süßwasseraquaristik, habe ich nachher auch nur noch über ebay Kleinanzeigen bei privaten Züchtern gekauft. Die Fische aus dem Handel, waren oft auch sehr anfällig!

    Für mich steht auf jeden Fall ab jetzt fest, dass ich keine Wildfänge mehr kaufe. Wenn eine Nachzucht stirbt ist das schlimm, aber dann wurde wenigstens kein Riff zerstört und ein Fisch seinem Lebensraum entnommen.

    just my two cents.

    Liebe Meerwasseraquarianer,

    Ich liebe die MW Aquaristik! Was für eine Vielfalt an Leben und Schönheit!
    Aber ich frage mich auch, gerade beim Anblick meines toten Mandarinfisches: Ist das noch vertretbar?

    Er ist wahrscheinlich an einer Mischung aus Pünktchenkrankheit und Flagellaten (weißer Belag am Bauch) gestorben, an seinem dritten Tag in meinem Becken. Er kam also schon krank zu mir, da auch alle anderen Fische gesund sind...

    Ich habe jetzt seit August Fische im Aquarium (aktuell: 2 Ocellaris, 2 fridmanni, 1 Meiacanthus, 1 Valencienna puellaris, 1 Mandarin). Versuche dabei nur Nachzuchten zu kaufen, wobei ich bei den Mandarinfischen leider zu geizig war und die Baggergrundel für die Sandpflege brauchte und es hier keine Nachzuchten gibt.
    Gestorben sind, alle unmittelbar oder kurz nach dem Kauf (Versand und Händler gemischt):
    1 fridmanni, 1 meiacanthus, 1 Valencienna, 1 Mandarin!

    Also über 50% der gekauften Fische.
    Gehe ich zum Händler, sehe ich tote Fische in den Becken (gerade am Montag wieder gesehen), kranke Tiere und unterernährte Tiere.
    Lese ich die wenigen Berichte in den Foren, die ehrlich über das Ergehen der Fische berichten, höre ich auch von vielen Todesfällen.

    Ich frage mich ganz ehrlich: Können wir als Aquarianer solch eine Todesrate, insbesondere bei Wildfängen noch vertreten?

    Wie können die für die Fische beschwerlichen Wege über Händler und Zwischenhändler umgangen werden?
    Was ist aus dem Nachzuchtenportal geworden von Marubis? Gibt es eine aktuelle Züchterliste?

    Ich würde liebend gerne einfach beim Züchter direkt kaufen und dafür auch durch die halbe Republik fahren.

    Mir vergeht wirklich die Freude an diesem wunderschönen Hobby, bei diesen Todesraten!
    Wie geht ihr damit um? Was habt ihr für Ideen zu den Fragen oben?

    Ein etwas verstörter Gruß...