Beiträge von Ruediger

    Hallo Daniel,

    haben die beiden eine Anemone? Wie sieht es mit den Wasserwerten aus? Wie groß ist das Aquarium?
    Wie lang wohnen sie schon bei dir? Was für Futter bekommen sie? Wie oft fütterst du?
    Verwendest du einen UV-Klärer?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Ich glaube, dass die Regenerationsfähigkeit von Clavularia einfach die Schäden der Aiptasien übersteigt.
    Auch Nesselzellen müssen regeneriert werden, das kostet die Koralle / Anemone Energie.
    Wir haben damals im Labor Versuche gemacht, wie oft Hydra Nesselkapseln abschießen kann und wie lange es dauert, bis diese regeneriert sind.
    Einige Hydren sind sogar gestorben bzw verhungert.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

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    Hallo Hajo,

    vielen Dank für deine Antwort!
    Ich habe nun einfach Brenner + Leuchte gekauft (soll Montag kommen).
    Ich habe ja noch die LED Leuchte als Vergleich, sollte der Brenner nicht so gut sein, geht der zurück.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

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    Hallo Tina,

    was möchtet ihr denn damit erreichen? Einfach nur Schwebstoffe / Kahmhaut entfernen?
    Oder willst du den als "Filter" verwenden?

    Ein Oberflächenabzug ist eigentlich nur sinnvoll, wenn du eine Kahmhaut auf der Oberfläche hast, die du entfernen möchtest. Wenn eure Gyre eh schon die Oberfläche bewegt, sollte das ausreichend sein.
    Das Problem ist, dass die Einstellung des Schwimmrohrs sehr nervig sein kann (saugende, gurgelnde Geräusche, hüpfendes Schwimmrohr, Wasserbläschen im ganzen Becken...).

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich nerve, aber könnt ihr folgendes empfehlen:
    +

    Oder sollte es lieber einer dieser Brenner sein:

    20.000 Kelvin 13.000 Kelvin

    Ich kenne mich - wie schon erwähnt - absolut nicht mit HQI aus und möchte nichts falsches kaufen. Es muss ja einen Grund geben, wieso die Brenner von Aqua Medic mehr als das 3-fache des Aqua Light Brenners kosten, oder?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Johns,

    mach dir keine Sorgen, deine Monti ist ein bisschen eingedunkelt, möglicherweise hast du leicht erhöhte Werte bei PO4 / NO3, möglicherweise steht die Koralle aber auch etwas weniger im Licht als wie sie vorher stand (beim Händler / im Riff).
    Brown Jelly ist meines Wissens eine Bakterieninfektion die ziemlich schnell zur Auflösung des Korallengewebes führt. Jelly -> Glibber. Von Glibber kann bei dir keine Rede sein.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Basti,

    die Tankverschraubungen habe ich persönlich bei meinem Becken mit der kurzen Rohrzange "handwarm" angezogen. Nach fest kommt ab!
    Verwendest du Silikondichtungen oder handelsübliche Gummidichtungen? Falls Gummidichtungen, solltest du überlegen, in Silikondichtungen zu investieren.
    Die Gummidichtungen altern und können nach einigen Jahren undicht werden. Bei meinem Becken waren Silikondichtungen dabei (Ende 2013 gebraucht gekauft), ich habe die trocken ohne Dichtband oder zusätzliches Silikon verwendet und festgezogen. Sind bis heute dicht.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Liebe Forianer,

    Hintergrunddaten:
    Ich besitze einen BLAU Open Cube mit den Maßen 45x45x45cm (91L brutto).
    Allerdings bin derzeit etwas unzufrieden mit meiner Beleuchtung. Das Becken stand zwischen 2014 und 2016 fast genau 3 Jahre lang, wurde dann eingemottet wegen beruflicher und familiärer Veränderungen und wurde dann im Mai 2018 wieder ausgepackt und neu gestartet.
    Die Beleuchtung war immer eine ZETLIGHT QMAVEN ZT6500 mit 90W. Ich hatte die Lampe damals Anfang 2014 als Vorserienmodell direkt von Zetlight zur Verfügung gestellt bekommen und war bisher immer sehr zufrieden mit der Lampe.

    Vorgeschichte:
    Das Becken lief von Mai 2018 bis letzte Woche mit Lebendgestein aus Aquakultur und einem Brocken Lebendgestein aus Bali. Ich hatte bis Mitte Januar groben Korallenbruch als Bodengrund drin.
    Meine SPS Korallen haben bisher nie ein richtiges Wachstum gezeigt, auch Zoas und blaue Xenien kümmern zunächst und verschwinden dann spurlos. Die einzigen Korallen die bisher minimal wachsen sind Clavularia, Caulastreas und Montiporas. Die einzigen Korallen, die wirklich gut wachsen sind zwei Porites, eine Millepora und natürlich Briaerum. Eine Kristallkoralle und eine Hydnophora stagnieren seit dem Kauf im September.
    Eingegangen sind bisher einige Pocilloporen, Acroporen, eine Stylopora und eine Seriatopora.

    Anfangs dachte ich, es läge an den Wasserwerten (PO4 / NO3 nicht nachweisbar), habe dann den Abschäumer entfernt und PO4 / NO3 dosiert. Die Werte blieben aber immer nicht nachweisbar, auch mit verschiedenen Tests.
    Als nächstes habe ich den kompletten Bodengrund entfernt, möglicherweise wird ja PO4 / NO3 hier auf Grund der großen Oberfläche direkt verbraucht. Als das keine Verbesserung brachte, habe ich mein Strömungskonzept überdacht und von Lebendgestein auf EpoReef umgestellt. Jetzt ist die Strömung im Becken auf jeden Fall viel viel besser, die Korallen kümmern jedoch weiter vor sich hin.

    Aktuelle Überlegungen:
    Möglicherweise ist die Lampe nach ca. 4,5 Jahren Nutzungsdauer einfach durch? Ich habe sie allerdings nie auf Maximum laufen lassen sondern sie von Anfang an auf ca. 65% Leistung gedrosselt. Am Anfang sind mir nämlich bei 100% Leistung reihenweise die Korallen ausgeblichen. Nach einer Anpassung der Beleuchtungsstärke hatte ich ein gutes Wachstum aller Korallen (2014 - 2016).
    Nach einiger Recherche hier im Forum scheinen LEDs ja doch nicht der heilige Gral zu sein, als der sie immer verkauft wurden. Jetzt überlege ich, auf eine passende T5 Beleuchtung oder sogar eine HQI umzusteigen (reichen 70W?).
    Was könnt ihr empfehlen? Wo bekommt man noch HQI Lampen?

    Beckengröße ist wie oben schon geschrieben 45x45x45cm. Wände und Decke sind Rigips, eine Plasmalampe fällt also allein wegen des Gewichts weg (von der Stärke mal abgesehen).

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Klaus,

    sofern du dich auf eine Phytoplankton Art beschränkst und auch gleichzeitig keine Rädertierchen oder Brachionus züchtest, kannst du auf die Filter verzichten.
    Ich würde dir raten, zum Einstieg mit Nannochloropsis oder Synechococcus zu beginnen. Auch würde ich 3 unabhängige Ansätze starten, falls dir die Kultur mal zusammenbricht.
    Wenn eine Kultur "fertig" ist (aufgebraucht oder zusammengebrochen), würde ich den Behälter gründlich mit Zitronensäure auswaschen. Anschließend noch mit Osmosewasser durchspülen, dann kannst du die nächste Kukltur starten!

    Viel Erfolg!

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Alkohol ist ein guter Nährstoff für Bakterien. Früher wurde häufig statt Abschäumern die Vodka-Methode angewendet. Da wird mit Hilfe von Alkohol (Ethanol) ein starkes Bakterienwachstum erzeugt, welche dann Nitrat und Phosphat abbauen sollen.
    Das ist aber auch wieder so ein Tanz auf der Rasierklinge und sollte von Anfängern tunlichst vermieden werden!

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Michael,

    sofern du dich auf Osmosewasser beschränkst, sollte 1x in 6 Monaten "feucht" durchwischen reichen, sprich alles ohne Essig / Zitronensäure oder gar Reinigungsmittel.
    Was du auf keinen Fall machen solltest, ist Alkohol (Ethanol, Isopropanol, Methanol) verwenden, damit holst du dir den Teufel ins Becken!
    Desinfizieren ist nicht notwendig, da du den Behälter sowieso nicht steril bekommst.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo allerseits,

    eine interessante Diskussion hat sich hier entwickelt!
    Ich sehe nicht die Bakterien als problematisch (wenn sich ne dicke, glitschige Schleimschicht an den Wänden gebildet hat, sollte man schon mal putzen).
    Das Problem sehe ich eher bei der Pumpe, die das Osmosewasser in das Aquarium pumpen soll (z.B. im Rahmen einer Nachfüllanlage). Je nachdem, welches System verwendet wird, kann es durchaus vorkommen, dass die Pumpe nicht für Salzwasser geeignet ist. Falls die Lager aus Metall sind, sollte es schon V4A Stahl sein, Keramiklager sind natürlich noch besser. Allerdings werden die meisten Hersteller bei einer Pumpe für 5 EUR wohl darauf verzichten.

    Rost / Metall im Aquarium ist gar nicht lustig und kann zu großen Problemen führen!

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Robert,

    der Vorteil bei Closed Loop ist ja, dass du mit einer Pumpe verschiedene Ausgänge haben kannst, welche an ganz unterschiedlichen Stellen im Riff platziert werden können.
    Bei einer einzigen Strömungspumpe hast du immer das Problem, dass der Pumpe irgendwann die Puste ausgeht und du noch eine zweite installieren musst.
    Die Tunze Stream 3 sind echte Klötze, dafür aber wirklich leise.
    Ich glaube aber, dass du mit Royal Exclusiv deutlich leiser und besser fährst. Beim Closed Loop sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt!
    Es gäbe da die Möglichkeit einer Riffhinterspülung, dezentes Verstecken der Auslässe und so weiter und so weiter...

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Ich vermute, dass der Threadersteller Anfänger ist und vieles davon gelesen hat, aber nicht recht einordnen kann, wann man welches System fährt und wie man die Systeme einsetzt.
    Das ist keinesfalls böse gemeint sondern nur eine Vermutung.

    Da sind sehr viele verschiedene Erkenntnisse aus verschiedenen "Epochen" der Meerwasser-Aquaristik vermischt:
    - Berliner System mit sehr viel Lebendgestein
    - Zeolith-System
    - Ballingmethode mit Adsorbern
    - Drahtalgen / Algenrefugium hört sich nach Miracle Mud oder Triton an.

    Nicht alle Systeme gehen gut zusammen, manche heben sich auch gegenseitig auf (Zeolith <-> Triton).

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Daniel,

    erstmal vorab: Anemonen können sich nicht selbst vernesseln (eine Spinne bleibt auch nicht am eigenen Netz kleben)!
    Wenn du die Anemone etwas "hart angepackt" hast, zieht sie sich zusammen um sich zu schützen. Sie wird vermutlich einige Tage eingezogen bleiben, vielleicht wird sie bei der Gelegenheit auch gleich noch einen Wasseraustausch machen.
    Dass eine Anemone davon gleich eingeht kann ich mir nicht vorstellen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Robert,

    ich habe im Mai 2018 bei meinem Händler künstliches Lebendgestein aus Aquakultur gekauft. Er betreibt selbst eine größere Anlage (oder ist zumindest daran beteiligt) in Indonesien, wo Steine aus kalkhaltigem Material (Muschelschalen, tote Korallen, Mörtel) zusammengemörtelt werden, dann kommt noch eine Angeschnur rein, dann trocknet der Kram und dann wird es in einer künstlichen Bucht (selbst gebuddelter Kanal direkt am Meer) an Gestellen aufgehängt und dort mindestens 6 Monate im Wasser hängen gelassen.
    Die Steine sind bewachsen wie Riffgestein (Algen, kleinere Muscheln, Schwämme, Seescheiden...), bei mir war sogar eine winzige Porites am Stein angewachsen.

    Für mich die beste Kombination aus Naturschutz (keine Riffentnahme) und natürlichem Gestein.
    Außerdem zahlen die ihren Leuten gutes Geld (die meisten waren vorher arme Fischer, jetzt sind sie zu bescheidenem Wohlstand gekommen), für mich Win-Win.

    Der Preis war mit 20 EUR / kg akzeptabel.

    Der einzige Nachteil ist, dass sich die Steine alle wirklich sehr ähnlich sehen und die Angelschnur, die man abschneiden sollte (ich habe sie drin gelassen und eine Koralle hat sich dadurch kaputtgescheuert).

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo,

    das aktive Ausstoßen von Zooxanthellen kenne ich in der Form eigentlich nur von Becken, die mit Zeolith betrieben werden. Es ist ein Tanz auf der Rasierklinge, die nicht selten mit dem Tod der Koralle endet.
    Meine Vermutung ist, dass alle beschriebenen Filtermaßnahmen (besonders der Zeolith-Filter) die Nährstoffwerte (gewollt?) in nicht nachweisbare Regionen getrieben haben. Durch den plötzlichen Abfall des PO4 hat die Koralle dann aus Panik ihre Symbionten ausgestoßen.

    @Threadersteller: Zeigen die Korallen Wachstum?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Klaus,

    die Quallen verbringen einen (nicht bestimmbaren) Teil ihres Lebens als festsitzender Polyp, wenn sich bestimmte Umweltfaktoren ändern, dann schnürt sich ein Teil des Polyps ab und entwickelt sich zur Ephyralarve (eigentlich schnüren sich viele Ringe ab, aus jedem wird eine Ephyralarve), das nennt man Strobilation.
    Man kann mit bestimmten Chemikalien die Strobilation auslösen. Wir haben es im Labor sogar geschafft, den Prozess rückgängig zu machen, so dass sich die eigentlich schon fast abgeschnürten Ephyralarven wieder in Polypen zurückentwickelt haben.

    Generell kann man sagen, dass die Strobilation bei höheren Temperaturen und schlechtem Nahrungsangebot schneller voranschreitet und eher ausgelöst wird.
    Bei niedrigen Temperaturen und gutem Futterangebot bleiben die Polypen praktisch ewig in diesem Stadium.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Hajo,

    ich habe doch nur versucht, dem Neuling ein wenig die Angst zu nehmen, gleich alles falsch zu machen!
    In fast allen Situationen in der Meerwasser-Aquaristik ist "Ruhe bewahren" die bessere Alternative zu blindem Aktionismus.
    Na klar stehen in den meisten Büchern die "Idealwerte" für bestimmte Korallenarten. Aber erstens ist jede Koralle individuell (Farmzucht, Wildfang, Aquarienableger, Steinkoralle, Weichkoralle...) und zweitens reagieren Korallen auf die allermeisten Werte unendlich langsam. Ich ändere heute einen Wert und in zwei Wochen sehe ich (vielleicht!) eine Änderung.

    Wie sagte schon Meister Yoda? Geduld du haben musst! Nicht wissen du alles kannst!

    Das gehört auch zu den Dingen, die man erst lernen muss in der Meerwasseraquaristik.

    Liebe Grüße in die Runde,
    Rüdiger