Beiträge von Ruediger

    Hi zusammen,

    beim Anschauen eines Bulk Reef Supply Videos zum Thema SPS Haltung bin ich auf folgendes Produkt gestoßen:
    https://www.brightwellaquatics.com/products/xport_bio_brick.php

    Die packen die Bricks einfach ins Technikbecken und offenbar läuft darüber der Nährstoffabbau.
    Die Frage, die sich mir stellt: Was ist hier der Vorteil gegenüber Lebendgestein / Riffkeramik / poröses Gestaltungsmaterial?

    Im Video haben die 6 Blöcke davon im Filterbecken stehen gehabt (6x 50 EUR = 300 EUR).

    Ich habe das Gefühl, inzwischen sind deren Videos reine Verkaufs-Videos geworden. Früher hat man noch qualitativ hochwertige Informationen aus den Videos beziehen können...

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Sebastian,

    interessanter Gedanke...
    Ich habe tatsächlich vor Kurzem auf 6x 39 Watt T5 umgestellt.
    Diese läuft derzeit auf 87% (200 Watt) auf knapp 204 Liter "sichtbares" Wasser (im Technikbecken sind nochmal 44 Liter).
    Ich habe die Lichteinstellung nach Sangokai SEAZ erstellt (11,5 Stunden Beleuchtung).

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Sebastian,

    Erhöhte Nährstoffe + hohe KH = alles top

    das ist es ja, bei mir gibt es "erhöhte" Nährstoffe (PO4 ~ 0,15) und dennoch zicken die Korallen direkt rum wenn ich die KH auf 7,5 oder höher anhebe.

    Das ist ja genau das, was ich nicht verstehe, es widerspricht quasi der gängigen Lehrmeinung.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Andre,

    Was das natürlich für ein Unterschied macht, an Prozentual enthaltener oder verlorener Vitamine, weiss ich nicht.

    je schneller, desto besser!

    Wir haben mal im Labor eine Banane mit flüssigem Stickstoff gefroren und damit einen Nagel in die Wand gehauen. Nach dem Auftauen hat die Banane nach normaler Banane geschmeckt, war nur etwas weicher als vorher.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Werner,

    Die machen Essen für Kindergärten & Schulen, das mit -40 ° schockartig gefrostet wird. Und weil dadurch Vitamine verloren oder zerstört werden sollen, muß als Zusatzernährung immer ein Apfel o. ä. mitgeliefert werden.

    "schockartiges" Gefrieren kann man sehr gut mit flüssigem Stickstoff ausprobieren. Dabei gehen weder Vitamine noch sonstige Nährstoffe verloren oder werden sie zerstört.
    Wo tatsächlich Vitamine und ein Teil der Nährstoffe zerstört werden ist beim Kochen / Erhitzen.

    Das Problem bei TK-Kost ist AFAIK die Fette, deren Zersetzung bis zu -30°C weitergeht und zum typisch ranzigen Geruch und Geschmacksverlust geht.

    Auch das ist falsch. Im Gegenteil, ab -20°C sind die meisten Moleküle stabil. Viele (Verdauungs-)Enzyme können ab ca. 0°C nicht mehr arbeiten.
    Der einzige Nachteil, der durch Einfrieren passiert: Zellen platzen oder werden durch Eiskristalle beschädigt. Deswegen ist vormals gefrorene Nahrung oftmals matschiger als frisch zubereitetes Essen.
    Dem kann man durch Gefriertrocknung entgegenwirken. Dabei wird der Nahrung mit Hilfe von Unterdruck / Vakuum jegliche Flüssigkeit entzogen. Das passiert so schnell und schonend, dass bei Rehydration die Nahrung ähnlich viele Vitamine / Nährstoffe enthält wie frische Lebensmittel.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    hier kann ich vielleicht etwas beitragen.
    Wie schon mal erwähnt, habe ich mich während meiner Masterarbeit mit dem Mikrobiom von Hydra beschäftigt.
    Dabei liest man zwangsläufig auch Publikationen über die Mikrobiome anderer Spezies. Unter anderem gab es ein Paper, welches die Ernährung im frühkindlichen Stadium 0-24 Monate in Beziehung setzte zu späterem Übergewicht. Es konnte nachgewiesen werden, dass Kleinkinder, welche eine einseitige, wenig diverse Ernährung erhalten hatten oder sogar gehungert hatten, im Erwachsenenalter adipös wurden. Dies konnte in direkte Beziehung zum Mikrobiom gesetzt werden. Bei den Betroffenen war die Darmflora deutlich weniger divers als bei Menschen, die als Kleinkinder eine sehr abwechslungsreiche Ernährung genossen hatten und nie hungern mussten.

    Frei nach dem Motto: Du bist was du isst -> deine Darmflora entwickelt sich in der Kindheit und ändert sich dann kaum noch.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Chelmon rostratus, die als Nachzuchten sehr abwechslungsreich ernährt wurden, ein langes Leben im Aquarium haben können.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    ich führe seit 15 Tagen zweimal täglich Messungen des KH Wertes durch, um den Verbrauch möglichst genau bestimmen zu können und um zu sehen, welcher Wert für mein Becken optimal ist.
    Nun hat sich - entgegen der allgemeinen Empfehlungen - herausgestellt, das meine Korallen offenbar einen KH-Wert von unter 7 bevorzugen.
    Ab 7,5 zeigen sich deutliche Stresssymptome (eingezogene Polypen, Lederkorallen ziehen sich zusammen, Anemonen haben verkürzte Tentakel). Bei meinen Acroporen habe ich bis heute noch nie die Polypen gesehen.
    Bei KH 8 zeigen fast alle Korallen keine Polypen mehr.

    Ich habe daher den KH auf unter 7 absinken lassen und siehe da, sogar die Acroporen zeigen zum ersten Mal ihre Polypen.
    Ich werde nun austesten, wie weit ich runter gehen kann und wo der Optimalwert liegt.

    Auch der Verbrauch ist je nach "Anfangswert" (Messung 20 Uhr) unterschiedlich.

    Mein PO4-Wert liegt bei etwa 0,15 mg pro Liter. Laut @Hans-Werner wäre da ein höherer KH möglich.

    Hat jemand eine Erklärung dafür?
    Ich habe früher den KH so gut wie nie gemessen, daher kann ich nichts über den KH in meinem alten Becken sagen.

    Ca liegt bei 450 (über Dosierpumpe geregelt), der Verbrauch ist hier konstant, egal welcher KH anliegt.

    Ich hoffe, mich kann jemand erleuchten. In der Literatur habe ich nichts dazu gefunden.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    ich habe eben eine Nemateleotris decora geliefert bekommen, leider hatte das Wasser im Beutel nur noch knappe 10 Grad.
    Die Grundel liegt auf der Seite und rührt sich nicht mehr. Gibt es etwas was ich tun kann um sie zu retten?
    Habe den Beutel auf die Fußbodenheizung gelegt um sie aufzuwärmen.
    Kann ich sie einfach ohne Anpassung ins Becken geben?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Stefan,

    es gab mal einen schönen Artikel von Patrick Schubert in der Koralle über Berghias.
    Von ihm habe ich den Tipp bekommen, nicht zu wenige Berghias einzusetzen. 10 auf 250 Liter halte ich für gewagt.
    Sinnvoller wären 25-30 Schnecken.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Hajo,

    Ist das jetzt der Versuch eigener Bewältigung von frühkindlichem Kindheitstraumata?

    nee! Ich wollte nur etwas sinnloses zur Diskussion beitragen :winking_face:
    Aber im Ernst, würde es funktionieren, wenn man die beiden auf engem Raum zusammensetzt?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Bei vielen Tieren hilft es auch, beide in eine ganz enge, dunkle Box zu stecken für 24 Stunden, danach sind die Tiere in der Regel beste Freunde (Stockholm-Syndrom lässt grüßen).
    So habe ich das als Kind mit meinen Kaninchen und Meerschweinchen gemacht, 100% Erfolgsquote.

    Da ich mich nicht mit Fischen auskenne, würde ich diesen Rat nicht allzu Ernst nehmen!

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Ralf,

    ich poliere die Gläser vor jeder Messung mit einem Brillenputztuch, um immer gleiche Bedingungen zu haben und nutze normal immer das gleiche Glas.
    Da mir 0,24 aber etwas zu hoch vor kam im Vergleich zur letzten Messung (0,09), habe ich erneut gemessen, das ergab dann die 0,22.
    Skeptisch wie ich bin habe ich dann das andere Glas verwendet mit den obigen Werten.

    Nun überlege ich halt, welcher Wert stimmen kann und ob ich vielleicht vorher auch schon falsche Werte hatte.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    gerade habe ich aus Interesse insgesamt vier PO4-Messungen durchgeführt, je zwei mit den zwei unterschiedlichen Gläschen.
    Bei Glas A kamen die folgenden Werte heraus: 0,24 und 0,22
    Bei Glas B kamen die folgenden Werte heraus: 0,15 und 0,17

    Die Messungen liegen also für sich genommen sehr dich beieinander, insgesamt gesehen aber zu weit auseinander für die Standardabweichung.
    Leider habe ich keine Referenzlösung parat.
    Hat jemand einen Tipp, wie ich herausfinde, welcher Wert passt?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Wenn man den Sand insgesamt nicht so dick ins Becken bringt (max 1-2 cm) passiert da nicht viel.
    Die Alternative wäre wieder DSB, dann hat man in der Regel auf jeden Fall Leben im Sand, man sollte sich aber mit den biologischen und chemischen Prozessen ein wenig auskennen (was muss ich messen um zu verhindern, dass mir das DSB um die Ohren fliegt).

    Als Biologe muss ich gestehen, dass DSB im Hinblick auf die Biodiversität die Menge des Lebens im Boden die beste und naturnähste Variante ist.
    Trauen würde ich es mich trotzdem nicht, mein Becken mit DSB zu fahren.

    Aber man müsste auf jeden Fall nicht ständig den Sand austauschen, DSB ist selbsterhaltend.
    Der Vorteil ist auch, sobald die maximale Menge Phosphat gebunden ist, kann nur noch was abgegeben werden. Ab dann halten sich die Nährstoffe eigentlich die Wage, vorausgesetzt, die Biologie im Boden ist in Ordnung.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Andreas,

    das Teil gibt es schon etliche Jahre (eher Jahrzehnte). Hat den gleichen Effekt, als ob die Fische im Messbecher transportiert werden.
    Einfacher zu fangen sind die Fische damit aber nicht.
    Die einzige "schonende" und entspannte (aber langwierige) Methode ist die Fischfalle.

    Meine Okinawa-Grundeln sind so zahm, die schwimmen mir in die hohle Hand. Blennys bekommt man mit Futter in einen Messbecher oder Trinkglas gelockt und kann sie dann herausnehmen.
    Ocellaris lösen sich praktisch in Luft auf, sobald ich mit dem Kescher ins Becken gehe.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi zusammen,

    ich habe auch eine Anemonenhöhle von Korallenwelt, auch die Große. Leider hat meine Anemone wie oben erwähnt sich direkt nach dem Einsetzen aus der Höhle verkrümelt und unter das Riff gesetzt.
    Seit ich auf T5 umgestellt habe, ist sie wieder zu sehen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Hajo,

    ich habe die gleiche Erfahrung mit Red Sea Reef LEDs gemacht, mein Becken ist allerdings noch sehr frisch (vielleicht zu frisch für eine Anemone).
    Aber nach dem Einsetzen hat sich die Anemone (große Entacmaea, privat bei @EricJ gekauft) zunächst in die Anemonenhöhle zurückgezogen und war zunächst einige Zeit zusammengezogen in der Höhle (diese liegt direkt unter der Reef LED). Danach hat sie sich unter das Gestein verzogen.
    Seit ich die Beleuchtung auf T5 gewechselt habe, ist die Anemone wieder zu sehen.
    Auch meine kleinen Entacmaea sp. (ansässig oben auf der Riffsäule) wurden von Woche zu Woche weniger unter den Red Sea Reef LEDs. Erst nach dem Wechsel der Beleuchtung vermehren sie sich wieder. Im alten Aquarium brutzelten sie unter einer 70 Watt HQI direkt unter der Wasseroberfläche und vermehrten sich so stark, dass ich fast wöchentlich mit Calciumhydroxid ran musste.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo zusammen,

    bei mir war es das gleiche Problem.
    Bis vor Kurzem hatte ich noch zwei Red Sea Reef LED 90 über dem Becken. Damit sind meine Anemonen nicht klar gekommen.

    Habe nun T5 drüber und seit dem vermehren sich zumindest die Mini-Anemonen wieder.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Stefan,

    ist es möglich, dass du mindestens eine der Kugeln im Stopper verloren hast?

    Normalerweise sind dort drei Kugeln drin, die automatisch hochgedrückt werden, sobald das Seil durchläuft und damit das Seil blockieren.
    Bei meiner alten HQI Lampe ist genau das Gleiche passiert.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi zusammen,

    mich interessiert das Thema Anglerfische auch.
    Da ich mich gar nicht mit Fischen auskenne, nun eine (evtl dumme) Frage:
    Warum hast du ein Artenbecken eingerichtet? Vertragen die sich nicht mit anderen Fischen?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Joe und Spooner,

    korallen, die etwas abseits des starklicht positioniert waren, zeigten die üblichen farbtöne "durchschnittlicher" aquarien.

    genau das meine ich. Ohne die starke Beleuchtung gibt es auch keine knalligen Farben.
    Um das nochmal allgemeinverständlich zu erklären:

    Die (zum Teil) fluoreszierenden Pigmente dienen der Koralle zum Einen als Strahlungsschutz (Sonnencreme / braune Haut) und zum Anderen wird energiereiche, blaue Strahlung umgewandelt in weniger energiereiche Strahlung (gelb, grün, rot, orange...). Korallen nutzen NICHT nur den Blauanteil des Lichts sondern das gesamte Spektrum des Lichts! Deshalb sind Vollspektrum-Leuchten (HQI, Plasma) auch besser zur Pflege der Korallen geeignet.

    Pauschal kann man sagen: Je stärker die Strahlung, desto bunter die Koralle. Korallen werden halt nicht braun wie wir Menschen sondern bunt. Der Grund ist der Gleiche!

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hallo Thomas,

    Tja Berndchen, hab ich leider keine gemacht, ärgere mich noch heute darüber. Musst Dich wohl auf meine Glaubwürdigkeit verlassen.

    ach komm, der Besitzer des Aquariums muss dir doch auf ewig dankbar sein, dass du seine gelbe Brühe in ein absolutes Traumbecken verwandelt hast. Da wird er sicherlich noch ein oder zwei Bilder gemacht haben und sie dir zur Verfügung stellen können.

    Oder solltest du kleiner Schlingel etwa geschwindelt haben?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Hi Sebi,

    Das mit den Nylonfäden ist mir tatsächlich neu und nicht ganz verständlich Aber werde mich mal schlau machen

    in Gießen haben sie Plexiglas-Stäbchen oder Röhrchen quer über die Becken gelegt und dort die Nylonfäden festgebunden und jeweils das andere Ende an die Koralle geklebt / gebunden. Die Korallen baumeln dann schön auf Lücke in der Strömung.

    Wird übrigens in professionellen Riff-Restaurationsprojekten auch so gemacht.

    Warum gerade die Giesemann Razor T5? Wie hältst du es im Vergleich zu LED? Klar bedeutend günstiger in der Anschaffung.

    Die Giesemann Razor ist extrem günstig in der Anschaffung und beliebig erweiterbar. Für ein Nachzuchtbecken kommt es nicht auf die Optik / Schönheit an.
    Von LED zur Korallenzucht halte ich überhaupt nichts. Manche SPS wachsen, andere nicht. Frag mal @Joe was sie in der Anlage verwenden.

    In Gießen verwenden sie Plasma-Leuchten.

    Wie läuft eine Einfahrphase bei solchen einem Becken denn eigentlich ab? Ohne Lebendgestein, Sand und sonstigem Material worauf sich Bakterien vermehren können. Mit Hilfe von Zusatzstoffen?

    Wasser rein, Salz rein, Heizung rein, Licht an und sobald die Temperatur und Salzdichte stimmt kannst du Korallen reinwerfen, je mehr, desto besser!
    Dann noch Abschäumer und Kalki anwerfen und sollte laufen!

    Das Einfachste und Günstigste wird sein, wenn du dir einfach ein PVC-Becken baust. Vorteil: Du brauchst nur eine Scheibe (Frontscheibe) und es wird nicht undicht.

    @klaus Jansen hat da auch gerade was in der Mache, geht aber auch günstiger (aber eben hässlich!).

    Viele Grüße,
    Rüdiger