Beiträge von Andreas_L

    So, ich habe jetzt doch noch eine Änderung vorgenommen.

    Ich habe in 15 Jahre Meerwasser nie solche Probleme mit Cyanos gehabt... was ich vorher nie verwendet habe sind 14.000 K HQI Brenner. Ich habe immer mit 10.000 K Brenner gearbeitet und wollte beim neuen Becken wegen des Blauanteils die 14er ausprobieren.

    Lichttechnisch war es für das Auge komplett was anderes. Nicht schlecht, aber eben anders. Da ich mit der Lichtfarbe sowieso nicht ganz happy war habe ich jetzt auf die 10.000 K Brenner zurückgebaut.

    Mal sehen, sie sich das Cyanobild jetzt verändert. Sie verschwinden und wachsen innerhalb von 24 Stunden sichtbar an den verschiedenen Stellen - sollte es das Licht gewesen sein sollte ich in ein paar Tagen das Ergebnis sehen können.

    @wilro Deine Anmerkung zum NCP Gleichgewicht interessiert mich noch. Da geht es ja darum, dass das Verhältnis von N:P 16:1 sein soll, richtig? Ich liege momentan bei 9,5:1 - also ein Stückerl weg. Mit C ist Calcium gemeint - da habe ich aktuell 440?

    Wenn mein KH Wert auf 8 ist - was würdest du tun um das NCP Verhältnis wieder herzustellen?

    Hallo Bernhard,

    werde ich auch machen wenn der KH auf 8 gar keine Besserung bringt, wie zb vorgeschlagen mit Microbe Lift.

    Aber vorher mal auf die sanfte Art und nicht zuviel auf einmal - immerhin stehen die Korallen gut da, viele Änderungen auf einmal könnten das ändern.

    Hallo Daniel,

    was hast du denn genau geplant? Was fehlt noch alles? Wenn das Budget knapp ist kann man wunderbar auf den Gebrauchtmarkt zurückgreifen. Gerade bei Pumpen, Abschäumer & Co kann das sinnvoll sein. Man braucht zwar etwas Zeit, bekommt so aber mit etwas Geduld gute Technik für kleineres Geld.

    lg

    Calcium ist auf 440

    Ich bleibe jetzt einmal beim Plan von gestern und werde die nächsten Tage den KH heben (Zielwert nach euren Inputs wird 8 sein). Dann warte ich einmal 10 Tage ab ob sich überhaupt etwas tut bei der Plage. Mal sehen...

    Hallo Rolf,

    Analysedaten siehe erster Beitrag

    Dichte ist konstant, alles automatisiert was Wasserstand & Co betrifft.

    Von leichten Belägen bin ich leider weit weg - es ist an vielen Stellen schon mehr ein Gewebe (siehe das Foto im ersten Beitrag).
    Abwedeln wird gemacht - da wo es SPS betrifft

    OK, danke für die Vorschläge!

    Ich will nicht zwei Dinge gleichzeitig ändern, um zu sehen was Erfolg bringt.
    Nachdem schwache und (meiner Meinung nach) ideale Strömung keinen Unterschied gemacht hat, nehme ich einmal deinen Vorschlag bzgl. KH auf.

    Oceamo empfiehlt einen Wert KH 7,5 -> dh ich werde jetzt einmal über die nächsten Tage verteilt auf 7,5 heben. Sollte sich dadurch etwas bei den Cyanos verbessern werde ich über KH 8 als Minimum nachdenken.

    Sollte sich gar nichts tun, wird der nächste Schritt sein die Spuris wegzulassen. Wasserwechsel fällt jetzt auf jeden Fall auch aus für die nächste Zeit.

    Falls noch jemand Anmerkungen/Ideen hat - nur her damit :smiling_face:

    Soweit aber einmal ein DANKE an Torsten

    KH habe ich auf 6,5 erhöht (aktueller Wert)
    Brenner HQI/T5 sind seit 09/2019 in Betrieb
    LED: waren es augenscheinlich nicht - wie gesagt habe ich einmal für 2 Wochen ausgeschaltet
    Spuris: Microbe Lift All-in-ONE -> das habe ich bisher nicht weg gelassen -> ausprobieren? Für wie lange würdet ihr damit aussetzen?

    Wasserwechsel wäre jetzt dieses WE angesagt gewesen

    Ich habe seit 15 Jahren Meerwasserbecken und nie ein Problem mit Cyanos... jetzt hat es mich leider erwischt. Darum bräuchte ich ein paar Ideen.

    Angefangen hat es im Herbst mit leichten Belägen, abgesaugt - soweit alles gut. Vor ca. 8 Wochen haben die Beläge zugenommen. Eine Analyse hat gute Werte ergeben - einzig Zinn und der KH Wert wurden angekreidet:

    KH: 5,85
    Zinn: 11 (Grund dafür ist mM nach das neue Becken)
    Phosphat: 0,085
    Nitrat: 0,8
    Nitrit: 0,014
    Silicium: 238

    Ich habe im Abstand von ca. je zwei Wochen folgende Änderungen vorgenommen um die Cyanos zu bekämpfen - leider ohne Erfolg:

    1. Beleuchtung reduziert: ich habe 3x150 Watt HQI + 2x58 Watt T5 + LED blau -> ich habe für knapp 2 Wochen die LED weggeschaltet - keine Änderung
    2. Phosphatabsorber erneuert: ich habe immer 100 Gramm (also relativ wenig) Phosphatabsorber mitlaufen - den tourlichen Tausch habe ich nach der Analyse durchgeführt - keine Änderung
    3. Strömung verstärkt: ich hatte 21.000 Liter/h mit zwei Strömungspumpen. Als Test habe ich um eine Stream 3 erweitert (also +15.000) -> nach etwas mehr als einer Woche keine Änderung

    Becken hat 1000 Liter, steht seit Anfang September (war eine Übersiedelung), Lebendgestein mit Real Reef Rocks, SPS/LPS und moderater Fischbesatz

    Was würdet ihr als nächstes probieren? (Medikamente kommen für mich nicht in Frage)

    Danke,

    lg

    Hallo Holger,

    ich bin auch gerade auf der Suche nach einem passenden Akku. Allerdings habe ich mir für die Laufzeit kleinere Ziele gesetzt :smiling_face:

    Wie lange möchtest du überbrücken bzw. welche Last willst du damit versorgen?

    Mein Plan ist, eine 35 Watt Tunze Pumpe für 5 Stunden laufen lassen zu können. Lt. den Online Rechnern brauche ich dafür 18 AH/12 Volt wenn der Akku mit 10 Prozent Restspeicher berechnet wird. Zumindest in der Theorie - die Praxis wird das leider nicht sein wegen Alterung usw.

    Das beste AH zu Euro Verhältnis hätte ich aktuell bei den 18 AH Ective Bleiakkus auf Amazon gefunden. Hält aber im besten Fall nur 5 Stunden - dir schwebt da anscheinend eine längere Laufzeit vor?

    lg

    Hallo Maik,

    wie stehen die Korallen da? So hohe Werte können nicht von heute auf morgen kommen, dh. wenn es wirklich so ist hat es sich langsam aufgebaut.

    Darum würde ich jetzt auf keinen Fall überhastet mit Wasserwechsel den Wert runterdrücken sondern zuerst einmal gegentesten mit einem anderen Testkit. Notfalls auch erst am Montag bei einem Händler.

    Im schlimmsten Fall ist der gemessene Wert komplett falsch und du fährst gegen die Wand. Und selbst wenn die Werte stimmen musst du sie über einen längeren Zeitraum wieder auf Soll bringen - jetzt gleich auf Normalwerte zu gehen wäre sicher keine gute Idee.

    Hallo,

    ich brauche ein paar Ideen bezüglich der Strömung. Ich habe trotz guter Wasserwerte (alles im optimalen Bereich lt. Analyse ausser Zinn -> neues Becken, aber auch nur leicht erhöht) aktuell mit Cyanos zu kämpfen.

    Darum, und weil ich sowieso der Meinung bin dass meine Strömung zu schwach ist möchte ich nun hier optimieren und brauche eure Tipps bzw. Erfahrungen.

    Raumteiler, 200x80x60 (LxBxH), also mit TB ca. 1000 Liter Wasser. Aufbau in der Mitte bis ca. zur Hälfte, SPS und LPS

    Aktuelle Pumpen:
    Tunze 6105 13.000 Liter/h
    Tunze 6085 8.000 Liter/h
    in Summe also 21.000 Liter

    Ich habe jetzt eine Tunze Stream 3 dazugenommen und möchte damit zb. die 6085 ersetzen. Dadurch würde ich auf 28.000 Liter/h Strömung kommen (Stream 3 schafft max. 15.000 Liter/h)

    Aktuell habe ich eine Ringströmung die gut funktioniert, aber an schlecht beströmten Stellen gedeihen die Cyanos aktuell glaube ich besser

    Jetzt gibt es mit der neuen Kombination der Pumpen zwei Möglichkeiten:

    Bild 1:
    Tunze Stream 3 waagrecht verbaut und 6105 blasen über den Aufbau mittig drüber, im besten Fall bricht die Strömung an der entfernten Seite und kommt ringförmig wieder über die Längsseiten zurück

    Bild 2:
    Tunze Stream 3 senkrecht verbaut, bläst mit der 6105 wieder schräg an die Längsseite und baut dadurch über die gegenüberliegende Längsseite eine Ringströmung wie bisher auf, nur hoffentlich stärker.

    Tunze Strem 3 senkrecht verbaut: man liest, dass sie hier viel Kraft verliert. Wie ist hier eure Erfahrung? Vernachlässigbar oder doch extrem?

    Wie würdet ihr die Pumpen einsetzen?

    lg und Danke für eure Ideen!

    Andreas

    Das ist ein Feenbarsch und das Foto täuscht. Der ist so fett, dass er auch durch 2x2 nicht durchkommen würde :smiling_face:

    Meine kleinsten Fische sind die Mandarin und selbst die kommen da nicht durch. Je grober die Maschen umso weniger Licht schluckt das Netz. Von daher paßt für mich diese Maschenweite sehr gut.

    Hallo Nils,

    leider ging mir gestern Abend der Kleber aus und ich konnte die Netze nicht mehr auf allen Seiten fertig spannen. Nichts desto trotz ist es einsatzfertig, wie es optisch aussieht am Becken siehst du am Foto. Bzgl. der Besfestigung mache ich ein Foto wenn ich die letzten zwei Seiten einklebe.

    Das Netz ist von Amazon um 9 Euro. Bezeichnung: Vogelschutznetz, Maschenweite: 13 mm schwarz, 2x5 m


    Es ist UV beständig, rein optisch bzw. auch vom Material her scheint es dem sehr ähnlich zu sein die bei den Fertigprodukten zum Thema Springschutz verwendet werden.

    Hallo,

    nachdem mir mein Mandarin nach 2,5 Jahren plötzlich aus dem Becken gehüpft ist (konnte aber gerettet werden) war es Zeit für einen Sprungschutz.

    Mein Becken ist 200x80 cm. Einen fertigen Sprungschutz der genau paßt habe ich nicht gefunden. Vor allem, weil ich kein Netz über das ganze Becken wollte... drei Einzelteile die zwischen die Querstreben passen waren der Wunsch. Davon abgesehen waren die Preise für fertige Netze auch nicht unbedingt interessant.

    Meine Lösung waren Aluvierkantprofile die per fertige Kunststoffverbinder zu stabilen Rahmen verbaut wurden. Tricky war dann noch das Spannen des Netzes. Um das festzumachen habe ich schwarze Eckprofile aus Kunststoff verwendet. Ins Summe bin ich mit diesen Bauteilen dann auf 90 Euro für die drei Teile gekommen. Das letzte Bauteil ist sogar verwinkelt weil der Ablaufschacht ausgenommen werden musste.

    Ich habe schon einige Becken gesehen, die auch ohne Abschäumer gut gelaufen sind. Du hast ja auch bereits einige Vorteile aufgeschrieben.
    Was das aber voraussetzt ist eine dementsprechende Disziplin beim Besatz und natürlich auch beim tourlichen Wasserwechsel.

    Und solltest du bemerken, dass du die Werte so nicht halten kannst ist es ja auch später möglich einen Abschäumer einzubringen.

    Setze den geplanten Fischbesatz nur nicht gleich ein und auch nicht auf einmal. Dann kann sich die Beckenbiologie auf die jeweilige Belastung besser einstellen. Rein aus meiner Erfahrung heraus würde ich die Gramma Loreto eher als letzte einsetzen - die sind bei mir sogar gegen die Docs zickig :smiling_face:

    Viel Spaß auf jeden Fall mit dem neuen Becken

    Zeit für ein Update...

    Die erste Wasseranalyse war soweit positiv.

    Zwei Werte haben Ausreisser die beobachtet gehören: der Zinnwert war erhöht (11 ug/l) - wenn auch nicht im kritischen Bereich. Hier ist der Grund ziemlich sicher das neue Becken. Wasserwechsel sollten eigentlich Abhilfe schaffen und das Problem mittelfristig lösen.

    Der zweite Wert der leicht erhöht war ist Bromid (Messwert 78 mg/l - Ideal: 63 mg/l). Hier ist der Grund ziemlich sicher mein bevorzugtes Zusatzmittel Microbe-Lift All-in-One. Es hat alle anderen Spurenelemente im Idealbereich gehalten - werde die Dosierung etwas anpassen und dann bei der nächsten Analyse mehr wissen.

    Wichtiger wie die Wasserwerte ist aber was man im Becken beobachtet. Und hier läufts super - die Korallen wachsen, den Fischen gehts gut.

    Kurzes Update:

    die Rolle hält jetzt seit knapp über einem Monat, geht aber dem Ende zu. So wie es aussieht hält mit dem Umbau lt. Anleitung eine Rolle von Ebay (Nachbau, optisch gleich dem Original) 35 Tage. Könnte noch etwas besser werden, ist aber im akzeptablen Bereich.

    Grundsätzlich hat sich an meiner Einstellung zum Vlieser selbst nichts geändert. Ich bin damit hochzufrieden. Das Wasser ist glasklar, die Wasserwerte (lt. Analyse) sind optimal. Es gibt keine großartigen Ablagerungen im Technikbecken - alleine hier sieht man schon was der Vlieser rausholt.

    Hallo,

    für wie lange soll denn die USV Strom liefern können? Das Problem ist, dass die Überbrückungszeit bei den günstigeren USVs (selbst bei optimalen Voraussetzungen) bei weitem nicht so lange reicht wie man vermuten könnte.

    Große Hersteller wie APC bieten Online-Tools an um die Laufzeit der jeweiligen Produkte anzuzeigen. So liefern die meisten USV Anlagen für den Heimbereich (also unter 300 Euro) bei 60 Watt Last (und wie gesagt optimalen Voraussetzungen wie Batteriestatus usw.) nur Überbrückungszeiten von ca. 1 Stunde.

    Die USV Anlagen die Laufzeiten von 4 Stunden und mehr liefern können sind leider schon im Bereich von 700 Euro aufwärts.

    HIer ein Link zum ACP Konfigurator: https://www.apc.com/shop/de/de/tools/ups_selector/home/load

    Hallo,

    ich sehe es wie Rolf und würde keinen Sand vom alten Becken einbringen. Lieber ein, zwei Tage nach dem Aufsalzen ein paar kleinere Brocken Gestein vom alten Becken reinlegen - da kommt schon jede Menge Leben mit.

    Sobald dann die Werte passen Korallen einbringen. Je mehr desto besser da sie im Mitbewerb mit den unerwünschten Algen stehen und im besten Fall diese unterdrücken. Ich habe so mein altes Becken inkl. Fische innerhalb weniger Wochen übersiedelt und bis dato läuft alles wunderbar (vom Verlust einer Milka abgesehen - die hat die Übersiedelung leider nicht geschafft).

    Viel Spaß auf jeden Fall, ein Becken neu zu starten ist immer wieder ein tolles Erlebnis.

    Spannende Diskussion. Wie gesagt - es geht darum nachzuprüfen ob diese Aussagen auch HEUTE noch gültig sind und wir bleiben rein bei der Kupferanemone (Entacmaea quadricolor).

    Weil alle Links in Ehren, die sind tlw. älter bzw. wird auch nicht näher auf die Gründe eingegangen bzw. fehlen eben Quellenangaben für diese Aussagen.

    Und Fautin und Allen in aller Ehre - aber die Herren sind 1945 geboren und schon sehr lange in Pension (seit 1998). Von daher kann es hier zu keiner Revision kommen... die angeführte Studie ist von 1992 - also schon 27 Jahre alt...

    Vielleicht können ja hier einige ihre aktuellen Erfahrungen posten:

    Meine ist:
    Kupferanemonen sind bei mir weder in neuen (aber natürlich stabil lt. der messbaren Werte!) noch in länger laufenden Becken ein Problem gewesen. Es gab viele Ableger und keine Verluste.
    In meinem Umfeld habe ich gleiche Erfahrungen gehört. Wenn Kupferanemeonen Probleme machen, dann weil sie mit den Strömungspumpen nicht kompatibel sind.

    Aber nochmals: das soll hier keine Empfehlung für Anfänger sein, eine Anemone einzusetzen sobald sich das Salz aufgelöst hat!!!

    Mich würde einfach interessieren ob andere Mitleser die eine oder andere Erfahrung bestätigen können bzw. ob man doch irgendwo die Gründe dafür findet. Würde uns ja allen helfen.

    lg

    Hallo Stefan,

    ich habe bisher zwei Becken mit Reef Rocks bestückt. Einmal ein Nano Becken von einem Freund und jetzt mein neues großes Becken um das vorhandene Lebendgestein zu erweitern.

    Die Erfahrungen sind in beiden Fällen extrem positiv. Hier meine Pro-Liste:

    .) Einfahrphasen extrem verkürzt bzw. fast nicht vorhanden (liegt wahrscheinlich daran, dass egal wie "frisch" das Lebendgestein auch war trotzdem extrem viel abgestorben in unseren Becken ankommt)
    .) perfekt geeignet um schöne Riffe mit Höhlen zu bauen. Vor allem die Bögen die es bei Reef Rocks gibt sind dafür perfekt geeignet - die Fischen nehmen das dankbar an
    .) Optik: keine Nachteile gegenüber Lebendgestein. Ich habe beides nebeneinander im Becken und es harmoniert
    .) Bewuchs: auch hier kein Nachteil - wird genauso gut bewachsen
    .) Preis und Naturschutz kann man wenn man will noch auf die Liste setzen - echtes Lebendgestein kostet mittlerweile ja um einiges mehr als die Reef Rocks

    Kleinstlebewesen, Algen & Co kommen mit den Reef Rocks nicht ins Becken. Manche sehen das als Vorteil, andere als Nachteil. Du kannst ja einen Brocken Lebendgestein kaufen - dann hast du auch das.

    Ich bin offen für alle Argumente, halte es aber für einen Mythos - darum meine Frage. Meine Erfahrung in den letzen 15 Jahren war immer positiv mit Kupferanemonen - eingesetzt sobald eben auch die ersten Korallen reingekommen sind.

    Temperaturschwankungen sind von der Standzeit unabhängig
    Änderungen in der Dichte sollte es von Anfang an nicht geben - wie denn auch wenn nur das Verdunstungswasser nachgefüllt wird
    pH Wert Spitzen -> da sind wir dann in der Einfahrphase wo auch noch keine SPS/LPS drinnen sein sollten weil die mögen das auch nicht
    Beckenbiologie: das müsste man jetzt genauer definieren. Messbare Werte?

    künstliche Salze: da bin ich bei dir, das könnte ein Grund für diese Aussage gewesen sein. Da hat sich aber sehr viel getan und darum sollte man solche Empfehlungen immer wieder evaluieren.

    Hallo,

    ich will jetzt diesen Thread nicht für eine Diskussion abseits des angefragten Themas kapern - aber rein aus Interesse zu der Aussage "Anemonen gehören nur in stabile Becken, die mindestens ein Jahr stehen."

    Dass Anemonen nur in lang stehende Becken kommen sollen liest man immer wieder. Über stabile Wasserwerte, die richtigen Wasserparameter und Beleuchtung will nicht diskutieren. Aber was ist nach einem Jahr anders wenn alle Werte/Rahmenbedingungen auch schon nach zb. 3 Monaten erreicht sind und stabil bleiben?

    Wir besetzen mittlerweile ja bereits nach wenigen Wochen mit SPS/LPS - und meiner Meinung nach sind diese um ein vielfaches problematischer zu halten wie Kupferanemonen.

    Gibts für diese Empfehlung also ein Argument oder ist das einfach nur ein Mythos der aus früheren Zeiten übernommen wird?

    lg
    Andreas

    Hallo Chris,

    danke, dass du die Wasserprobe an zwei Labore geschickt hast und uns die Werte zur Verfügung stellst.

    Mich hat immer schon interessiert, wie weit diese mit ihren Analysen auseinander liegen. Und die Ergebnisse zeigen, dass die Schwankung wirklich nur minimal ist.

    Was ich mir noch suchen muss ist, wie hoch diese Werte in den Meeren sind wo unsere Korallen herkommen.

    Danke auf jeden Fall, war super interessant zu lesen.

    Andreas

    Ein kleines Statusupdate:

    Korallen wachsen und gedeihen, den Fischen gehts gut. Wasserwerte sind stabil und da wo sie sein sollen.

    Zwei neue Fische sind gestern eingezogen. Ein Weißkehldoktor - er hat sich überraschend unproblematisch in die Gemeinschaft integriert, schwimmt von Anfang an frei, ist neugierig und frisst was es nur geht. Aktuell Flockenfutter, Mysis, Norialgen und Zuchini (kommt nur mässig an).

    Der zweite Fisch ist ein kleiner Ocellaris. Ich habe bereits seit mehr als zwei Jahren einen Ocellaris schwimmen, der in den ersten 6 Monaten zwei andere umgebracht hat und darum seither ein Singledasein führen muss. Mit dem neuen Becken welches doch Ausweichmöglichkeiten bietet wollte ich es wieder probieren. Entgegen der letzten Erfahrungen wo er jeden anderen sofort angefahren hat ist er jetzt auf Kontakt aus.

    Der Kleine schwimmt im oberen Bereich und hat die Anemone noch nicht als mögliche Behausung erkannt. Der eingesessene verlässt jetzt entgegen jeder Gewohnheit tourlich seine Anemone um den Kleinen mit stupsen und umschwimmen in Richtung der Anemone zu bringen. Mal sehen wie lange es dauert bis er Erfolg hat - momentan sieht es aus, als würde sich ein Pärchen bilden können.

    Danke Michael für deinen Beitrag. Ja, der Rollermat ist eingetaucht - das könnte der Grund sein...

    Nachdem ich im Unterschrank nicht weiter mit dem Rollermat raufkomme werde ich wohl eine Zeitschaltuhr einbauen müssen damit er nur noch zu gewissen Zeiten auslösen kann.
    Ist zwar ein Workaround, aber da es einen Notüberlauf gibt ein verwendbarer.

    Die Frage ist, wie oft wird bei euch pro Tag neues Vlies ausgelöst?

    Hallo,

    mit dem neuen Becken habe ich auch meine Technik erweitert und einen Vliesfilter eingebaut. Da ich nicht überzeugt war, ob ich diese Filterart grundsätzlich auf Dauer verwenden möchte habe ich mich für eine kostengünstige "Testvariante" entschieden. Den Theiling Rollermat Compact 1.

    Bisherige Erfahrungen: Gut

    Es ist einfach unglaublich, was der Rollermat an sichtbaren Schmutz aus dem Wasser holt. Mir ist natürlich auch klar, dass hier sehr viele gute Inhaltsstoffe (Plankton) abgefiltert werden - darum lasse ich nicht 100 Prozent des Wassers durch den Vlieser.

    Das Wasser ist sichtbar sauberer - es sind so gut wie keine Schwebestoffe sichtbar. Das war mir mit dem im neuen Becken verwendeten Weißglas besonders wichtig. Bzw. auch nach Absaugaktionen wie gerade eben ist der Vliesfilter von Vorteil - die aufgewirbelten Partikel sind innerhalb kurzer Zeit aus dem System entfernt. Dass sich das letztlich auch auf die Wasserwerte auswirkt (positiv) ist klar.

    Von daher einfach genial!

    Aber zu den Nachteilen:

    Wenn man die Rolle wechselt muss man per Design die Verrohrung lösen. Das bedeutet aber auch, dass ich (zumindest bei mir) den Wasserkreislauf zum Becken abschalten muss um nicht alles zu überschwemmen...
    Lösung: Ich habe mir aus einem stärkeren Kunststoff ein langes Rechteck herausgeschnitten welches ich ohne Abbau der Verrohrung im laufenden Betrieb zum Einfädeln verwenden kann.

    Der größte Nachteil aber ist, dass bei mir die Rolle Vlies extrem kurz hält. Die Originalrolle die dabei war ist nach einer Woche durch gewesen.

    Seither habe ich mit verschiedenen Nachkaufprodukten experimentiert. Glücklich bin ich mit keinem - der Preis ist einfach wahnsinn weil sie nicht lange halten.

    Test 1: Amazon Pondlife Filter-Vliesrolle 300mm, 100m lang, 40g um 15 Euro mit Versand. Ich habe diese Rolle gedrittelt - somit 300 Meter Vlies. Die Struktur dieses Vlies ist anders wie das Original von Theiling. Mit 20 Meter komme ich gerade mal 6 Tage aus.

    Test 2: Nachbau von Ebay. 82 Euro für 6 Rollen - eine Rolle hält gerade einmal 11 - 14 Tage - auch Irre...

    Somit bin ich gerade am Überlegen was ich mache. Das Vlies hält einfach nicht solange wie bei anderen Erfahrungsberichten - so ist es einfach zu teuer. Manche schreiben ja, sie haben eine Rolle mehrere Monate im Einsatz.

    Fragen:

    Hat jemand den Compact 1 und wie lange kommt ihr aus mit einer Rolle?
    Habt ihr bessere Quellen wie meine angeführten für Vlies? Möglichst schon zugeschnitten - das selber anpassen ist eher fad.

    lg
    Andreas