Beiträge von Andreas_L

    Danke erst einmal an alle bezüglich eurer Hinweise, Tipps und Links. Ein tägliches abwedeln/stören/usw. ist leider zeitlich unmöglich. Ausserdem würde ich sowieso nie alle Flächen sauber erreichen können. Von daher muss ich auch andere Wege versuchen und das wöchentliche Absaugen beibehalten.

    Der nächste Versuch basiert auf den Wasserwerten der letzten Analyse. Hier wurde ein Phosphat Wert von 0,134 mg/l festgestellt bei gleichzeit Nitrat/Nitrit nicht nachweisbar.

    Annahme ist jetzt, dass Cyanos von gelösten Stickstoffverbindungen unabhängig sind und somit einen Vorteil bei den aktuellen Werten haben, gegenüber anderer Organismen, die die gleiche Flächen besiedeln.

    Wird N jetzt erhöht bekommen diese Konkurrenzorganismen eine Chance und könnten die Cyanos zurückdrängen. Dafür habe ich jetzt begonnen Oceamo Duo-Add N zu dosieren. Dosierung ist 1 ml Duo-Add N pro einem Liter Ca Balling Flüssigkeit. Aktuell dosiere ich 300 ml Ca Balling über den Tag verteilt.

    Ich werde die Fortschritte wieder berichten - mal sehen ob das etwas bringt.

    Ich habe derzeit das gleiche Thema. Phosphat 0,134, Nitrat nicht nachweisbar

    Da ich mit Cyanos kämpfe möchte ich jetzt N auf <2 aber zumindest nachweisbar heben. Nach recherchieren habe ich mich für das Produkt von Oceamo entschieden. Ginge zwar auch mit Salze aus der Apotheke, aber hier unterstütz mich Oceamo mit einer Empfehlung wie man dosieren sollte.

    Mehr Fische habe ich auch überlegt, hier bin ich mir aber absolut nicht sicher, ob ich noch welche einsetzen sollte. Man will ja nicht übertreiben.

    Befolgen sollte man es !

    Gruss
    Hajo


    Ich habe so ziemlich alle Vorschläge aus dem Forum umgesetzt, sauge im Wochentakt ab - leider sind die Cyanos davon völlig unbeeindruckt. Neben den im Thread aufgeführten Maßnahmen habe ich sogar schon auf die Flockenfutter verzichtet weil ich der Meinung war, dass mehr Flockenfutter die Cyanos begünstigt..

    leider war das nicht der Fall... trotz mittlerweile zwei Wochen nur Mysis wächst die Rote Plage munter weiter.

    Was mir jetzt (neben absaugen) noch bleibt ist der Hinweis aus der Analyse, dass N nicht nachweisbar ist. Dies mag uU. Cyanos begünstigen, weil sie darauf nicht angewiesen sind. Im Gegensatz zu konkurrierenden Organismen die auch die Steine besiedeln könnten. Dh. mein nächster Schritt wäre, N zu dosieren um Werte < 2 zu erreichen.

    Hallo,

    danke für eure Antworten.

    @Bernd: wenn die Nährstoffverhältnisse für die Cyanos keine Bedeutung haben, für andere in Konkurrenz zu den Cyanos lebende Organismen haben sie aber vielleicht eine Bedeutung? Meine Idee aktuell wäre, dass ein N - Wert etwas über nicht nachweisbar vielleicht andere Organismen stärkt, die dann eine Chance bekommen die Cyanos zu verdrängen.

    Letztlich wird jedes Substrat besiedelt - nur wenn ein Siedler überhand nimmt ists unangenehm.

    Oder ist diese Theorie komplett falsch und bringt nicht weiter?

    Torsten Ich sauge die Cyanos alle paar Tage ab, in erster Linie aber aus optischen Gründen und um ein Abtöten meiner SPS zu verhindern. Dass sich Bakterien "stören" lassen glaube ich eher nicht - solange die Umgebung für sie passt vermehren sie sich.

    Es geht weiter im Kampf gegen die Cyanos...

    Ich habe heute die Ergebnisse meiner Wasseranalyse bekommen und es findet sich uU. darin ein Ansatz.

    Leider musste ich auch feststellen, dass meine Tröpfchentests bei einigen Parametern weit daneben liegen. Zum Glück nicht soweit, dass sich durch die daraus resultierenden Dosierungen div. Salze extreme Probleme ergeben hätten.

    Hier die Werte die nicht im grünen Bereich liegen - ich dosiere seit mehr als 4 Wochen nichts mehr zu (keine Baks oder Spuris):

    Bromid 87mg/l Messwert (Optimalwert: 67mg/l) - also erhöht
    Magnesium 1532mg/l Messwert (Optimalwert: 1392mg/l) -> zu hoch - hier ergab mein Tröpfchentest 1300
    Strontium 4,1mg/l Messwert (Optimalwert: 8mg/l)
    Fluroid 0,61 mg/l Messert (Optimalwert: 1,3mg/l)
    Mangan 0,34 mg/l Messwert (Optimalwert: 1mg/l)
    Phosphat 0,134 mg/l Messwert
    Nitrat: nicht nachweisbar
    Nitrit: nicht nachweisbar

    Dass Strontium, Fluroid und Mangan zu niedrig ist liegt an der ausgesetzten Dosierung der Spuris
    Warum Bromid erhöht ist weiß ich nicht, war auch schon bei der letzten Analyse Ende November auf 78
    Magnesiumwert ergibt sich aufgrund der falschen Tröpfchentests - sollte aber die Zeit regulieren und sehe ich nicht als Problem

    Zinn ist noch interessant: bei dieser Analyse nicht nachweisbar, war Ende November noch auf 11. Meine damalige Erklärung war durch das neue Glas, Wasserwechsel und Aktivkohle dürften es rausgenommen haben.

    Zu den wahrscheinlichen Cyano Problemwerten:
    Phosphat und Nitrat sind absolut nicht optimal... Phosphat ist etwas zu hoch, Nitrat fehlt ja komplett.

    Was wären eure Maßnahmen bei Cyanos und dieser Wasseranalyse?

    Danke für euren Input

    Absaugen lässt zumindest bei mir die Cyanos kalt - die kommen einfach innerhalb von 2 - 3 Tagen wieder in der gleichen Intensität. Wasserwerte schicke ich morgen ins Labor - mal sehen ob sie mir eine Spur weisen. Dann lässt sich auch deine Frage bzgl. Nährstoffe belastbar beantworten.

    Hallo Bernd,

    ich gebe dir Recht, in deinem Link bzw. auch hier im Thread steht schon unglaublich viel an guter Information. Nur ich verstehe leider auch gerade jeden, der auch die letzten Strohhalme ausprobiert um die Plage loszuwerden - darum auch den Versuch von Minukanthara die Beleuchtungszeit zu reduzieren.

    Ich habe im 2 Wochen Rythmus diverse Möglichkeiten ausprobiert. Möglichst immer einzelne Maßnahmen um auch zu sehen ob es wirkt oder nicht. Letztlich kann es dann auch eine Kombination von Maßnahmen gewesen sein und wir sind wieder nicht schlauer wie zuvor.

    Aber ich bin auch langsam an dem Punkt wo ich keine Ideen mehr habe...

    Am Donnerstag schicke ich einen Wassertest ein - in der Hoffnung, dass hier etwas zu finden ist.

    Leider lief es nicht ganz so gut weiter - obwohl es ja Ende Jänner schon nach Besserung ausgesehen hatte.

    Die Cyanos gingen zurück - leider nur für kurze Zeit. Dann kamen sie Stück für Stück zurück und sind mittlerweile wieder stark vorhanden.

    Die Bakterienzusätze die ich als Verursacher/Verstärker in Verdacht hatte waren es also anscheinend auch nicht. Zumindest nicht alleine - ich habe nichts mehr zudosiert, trotzdem nehmen sie mittlerweile wieder überhand.

    Ich habe heute ein Pärchen Phalaena Grundeln eingesetzt - diese haben ja den Ruf Cyanos zu fressen. Obs wahr ist wird sich weisen. Zumindest haben sie schon ein paar Maul voll davon genommen... könnte aber länger dauern bis man hier Erfolge sieht.

    Ein weiterer Vorschlag war für drei Tage intensiv eine gewisse Aktivkohle einzusetzen - das habe ich heute auch gestartet. In der Queue ist dann letztlich nur noch der Vorschlag von Wilro,was den N-DOC Test betrifft. Hier muss ich aber mal sehen, wo man diesen in Österreich beziehen kann.

    Das ist ja ein extremer Mehraufwand für 30x30 cm.

    Wäre es eine Option das komplette Becken in der maximalen Tiefe zu bauen und dann ein Plateau mit Steilhang mit Hilfe von Lichtrasterplatten zu bauen?

    Das würde viel Schwimmraum in der Höhle darunter generieren und die optische Abgrenzung lässt sich ja auch Ausserhalb des Beckens erzielen. Ich kann das Risiko solcher Becken nicht einschätzen gegen "Standardformen" - aber diesen Aspekt würdest du damit auch eleminieren.

    Wenn das Technikbecken darunter ohne die höheren Teile nicht möglich ist vergiß meinen Vorschlag.

    Hier mal ein Foto wie ich ihn verbaut habe.

    Über dem Rollermat Compact 1 brauchst du mind. 15 cm Platz - sonst kannst du das Vlies nur schwer wechseln. Ich habe auch nicht mehr, es ist eine Fuzelei - aber es geht noch.

    Durch die PVC Rohre habe ich den Sockel um ca. 17 cm erhöht - dadurch bin ich weit über dem Maximalstand bei einem Stromausfall.

    Um das Vlies ohne zerlegen der Verrohrung einfädeln zu können verwende ich einen Kunststoffstreifen. Das erspart auch etwas Arbeit - und vor allem muss ich den Kreislauf fürs Vlieswechseln nicht unterbrechen.

    Wenn du ihn an die Seitenscheibe hängen willst, brauchst du mind. 8 cm zwischen Glas und Wand. Denn auf der Seite wo die Einhängung ist liegt auch der Schalter für die Motorsteuerung (grünes Rechteck am Foto)

    Hallo Christiane,

    ja, der Rollermat darf bei einem Ausfall der Rückförderpumpe nicht "überflutet" werden - der Motor würde das wahrscheinlich nicht überleben.

    Von daher war der Sockel bei mir auch nicht out-of-the Box verwendbar. Ich habe ihn mit Hilfe von PVC Rohren die ich als Verlängerung der Sockelfüsse eingesetzt habe so weit nach oben gesetzt wie möglich. Dadurch wird er auch bei einem Strom-/Pumpenausfall nicht zerstört.

    Wichtig ist auch, dass du etwas Platz über dem Rollermat einplanst. Sonst wird der Vlieswechsel schnell mal zur Geschicklichkeitsübung. Ich habe hier baulich auch nicht unbedingt viel Luft - es geht aber mit etwas Geschick noch.

    Einhängen am Technikbeckenrand ist auch eine Option. Sofern das Technikbecken hoch genug ist bzw. der Abstand zwischen Becken und Wand ausreicht. Man braucht hier schon einige Zentimeter Abstand - das ist bei mir leider auch nicht möglich gewesen.

    Ich mache nachher ein Foto bzw. kann ich gerne noch abmessen wieviel Abstand zwischen Glas und Wand mindestens sein sollte.

    Vielleicht kurz zur Erklärung warum ich nicht der Meinung bin, dass USV Anlagen eine gute Wahl sind bzw. warum ich die angegebenen Stunden für sportlich halte (was nicht heißt, dass ich es nicht glaube):

    USV Anlagen müssen per Spannungswandler von den verbauten 12 Volt Zellen auf 230 Volt kommen - hier kommt schon einmal der erste Leistungsverlust zustande. Moderne USV Anlagen verlieren dadurch zwischen10 - 20 Prozent (Abhängig von der Qualität der USV) ihrer rechnerischen Leistung.

    Des weiteren sind die verbauten Zellen wie schon oben geschrieben nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt sondern sollen kurzfristig die Zeit überbrücken um geordnet die Systeme herunter zu fahren. Dies ist auch offen von den Herstellern kommuniziert - und darum gibt es zu jeder USV eine Leistungskurve die anzeigt, für welche Zeit man (im besten Fall) eine gewisse Leistung abrufen kann. Hier findet ihr die Übersicht von einem großen und guten Hersteller für USV Anlagen - APC: https://www.apc.com/products/runti…OCountryCode=gr

    Die erste Zeile im Runtime Chart vom Link zeigt die Dauer, für die man 50 Watt abrufen kann. Nur die wenigsten Modelle kommen hier auf Zeiten länger eine Stunde. Und diese Werte sind wohlgemerkt im Optimalzustand zu erwarten. Akkus von USV Anlagen kann man getrost nach drei, vier Jahren je nach Umgebungsgegebenheiten tauschen weil sie ihre Leistung weit nicht mehr bringen.

    Die USV Anlagen schützen sich selber und schalten beinhart ab, sobald sie gewisse Parameter nicht mehr einhalten können. Und dann hat man viel Geld investiert und im K-Fall versagt das System.

    Torsten: meine Aussage war absolut nicht böse gemeint. Nur eine USV Anlage kostet nicht wenig Geld und darum sollte man hier sehr genau auswählen.

    Wichtig für die richtige Wahl ist vor allem einmal zu wissen, welche Last will man wie lange betreiben. Dadurch ergeben sich dann die Berechnungsgrundlagen um eine Entscheidung treffen zu können.

    Hallo Tina,

    mit USV Anlagen die Stromversorgung für die Pumpen aufrecht zu erhalten ist für längere Zeiträume nicht wirklich zielführend möglich.

    USV Anlagen sind dafür gedacht, die angehängten Systeme noch sauber herunter fahren zu können - wir sprechen hier von wenigen Minuten. Auch wenn die Pumpen weniger Watt ziehen wie Computer kommen sie sehr schnell für diesen Einsatzbereich an ihre Grenzen. Kosten/Nutzen steht hier nicht wirklich in einem guten Verhältnis.

    Wie lange möchtest du denn die Stromversorgung gewährleisten können?

    Wenn es um längere Zeiträume geht würde ich auf eine 12 Volt Strömungspumpe wie zb. eine Tunze setzen. Dort gibt es zb. den Safety Connector welcher im Falle eines Stromausfalls auf eine oder mehrere angeschlossene 12 Volt Batterien umschaltet. Mit diesen kann man dann auch längere Laufzeiten erreichen - mit sinnvollem Budgeteinsatz.

    Wichtig auch hier, die richtigen Batterien zu wählen. Starterbatterien vom Auto sind zb. die falschen - die liefern viel Energie für extrem kurze Zeiträume. Hier kommen Akkus in Spiel welche für die längere Last geeignet sind.

    Die Laufzeit kannst du Online zumindest in der Theorie berechnen: https://www.akkuline.de/akku-rechner/a…ebszeit-rechner

    Wichtig aber, die Akkulaufzeiten sollten so berechnet werden, dass nur ca. 60 Prozent entnommen werden! Tiefentladung nehmen sie nämlich auch übel.

    Ich habe zb. zwei 12 Volt Akkus mit je 34 Ah für meine Tunze mit 35 Watt in Verwendung. Bei 40 Prozent Restkapazität kommt man bei 35 Watt Last in der Theorie auf knapp 14 Stunden Laufzeit.

    Mit einer USV würdest du diese Zeiten nur mit massivem Budgeteinsatz erreichen. Ich halte die oben genannten 3 Stunden schon für sportlich.

    Hallo,

    zum Glück sind bei uns ja Stromausfälle eine Seltenheit. Wenn ich mir aber ansehen, was im Becken so wächst bzw. lebt war es für mich ein wichtiges Thema. Nicht zuletzt deswegen, weil ich mir schon einmal ein Becken komplett zerstört habe weil ich es "unabsichtlich" stromlos gemacht habe :frowning_face:

    Ziesetzung war jetzt, dass bei einem Stromausfall eine der Tunze Strömungspumpen ca. 10 Stunden in Betrieb bleibt um so die Wasserumwälzung zumindest halbwegs in Betrieb zu halten.

    Mein Lösungsansatz den ich heute installiert und auch schon kurz getestet habe ist:

    • Tunze Safety Connector
    • Tunze 6105 Strömungspumpe (max. 13.000 Liter/Stunde)
    • 2 Stück Multipower MP34-12C AGM Akkus (je 34 Ah in Parallelschaltung = 68 Ah)

    Der Tunze Safety Connector ist einfach anzuschließen. Das sind nur zwei Steckverbindungen bzw. die Klemmen zum Akku. Bei einem Stromausfall schaltet ein Relais um auf die Akkus und die Tunze Pumpe läuft ohne Ausfall weiter.

    Aktuell habe ich nur einen Akku angeschlossen, die Parallelschaltung muss ich noch erledigen. Ein Test mit dem Multimeter hat beim verwendeten Akku nach 3 Stunden noch keinen problematischen Einbruch bei den Volt gezeigt.

    Rein lt. Theorie sollte sich mit den 68 Ah bei der Tunze mit 35 Watt und einer rechnerischen Akkurestladung von 40 Prozent eine Laufzeit von 14 Stunden ausgehen. Mit Blick auf den 3 Stunden Test und diese Rechnung sollten sich die 10 Stunden Wunschlaufzeit ausgehen.

    Gut wenn man es nie braucht, aber angenehm zu wissen, dass man ein gewisses Zeitfenster überbrücken kann.

    Option 2 würde ich auch nicht wählen.

    Aber auf was ich auf keinen Fall verzichten würde ist der Notüberlauf!

    Ich würde sogar soweit gehen, dass ich bei einem neuen Becken drei Abläufe einplanen würde:

    • einen Ablauf weit unter dem Wasserspiegel um nicht zu gurgeln
    • den üblichen "Notüberlauf" der das aufgestaute Wasser aufnimmt vom Ablauf
    • ein wirklicher Notüberlauf der im besten Fall nie Wasser sieht

    Der Platz für die Rohre ist wohlinvestiert. Ein Schwimmschalter ist nett. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er nach Jahren wenn er gebraucht wird versagt, wäre mir zu hoch.

    Das kommt immer darauf an wie tief der Schlauch ins Techikbecken runter hängt. Mein Technikbecken ist etwas höher wie der Kanister, der Schlauch ist am oberen Rand (sicher) befestigt. Somit saugt sich der Kanister nicht leer. Bei den Kanistern gibt es viele Formen - schau einmal bei den Campingwasserkanister - da findest du sicher passende.

    Es erleichtert nicht nur das Handling sondern auch die Reinigung. Und im Urlaub kannst du deiner Vertretung eine entsprechende Anzahl an Kanistern hinstellen und er/sie muss nur die Pumpe umhängen.

    Hallo Michael,

    ich verwende statt einem Nachfüllbecken für das Osmosewasser 20 Liter Kanister. Wenn wie bei mir die Osmoseanlage nicht in "schlauchweite" vom Becken steht (bzw. du nicht immer einen Schlauch quer durchs Zimmer willst :smiling_face: ) lässt sich das Nachfüllwasser so relativ einfach transportieren.

    Mit so einem Kanister solltest du ja fast 5 Tage auskommen. Notfalls gibts ja auch 40 Liter Kanister - der Vorteil ist du sparst dir das umleeren und kannst das 50 Liter Becken in den Kreislauf mit aufnehmen und zb. für Ableger nutzen.

    Eine Woche ist vergangen seit dem letzten Wasserwechsel. Die Cyanos sind zwar nicht ganz verschwunden, haben aber merklich an Gebiet und Dichte verloren. Spannend ist auch, das sie an manchen Flächen wo sie zurückgehen die Farbe wechseln und von purpurrot in tlw. blassgelbe wechseln bevor sie dort ganz verschwinden.

    Ich werde jetzt die restlichen Flächen wie eigentlich geplant mit Korallen besetzen. Leider musste ich das wegen der Cyanos stoppen, da ich keine Verluste riskieren wollte. Das wird hoffentlich weitere Konkurrenz bringen.

    Wasserwechsel muss ich für die nächste Zeit aussetzen, es schwimmt gerade Kauderninachwuchs im Technikbecken. Denen will ich den Stress ersparen.

    Ja, ich bin auch froh, dass er so brav durchhält - seit mittlerweile 2,5 Jahren! Ca. alle 8 Wochen kommen Junge - nur leider sind meistens die Pumpen schneller wie wir.

    Jetzt wird wieder viel extra gefüttert damit er sein Kampfgewicht schnell wieder oben hat. Wobei ich sagen muss, dass er nicht so schlecht aussieht trotz der unfreiwilligen Diät. Ich denke, die Natur hat sich hier schon etwas gedacht. Er ist sogar jetzt noch beim Futter wählerisch und nimmt nicht alles was vorbei schwimmt... ein Feinschmecker :smiling_face:

    Unser Kaudernipärchen hat regelmäßig Junge, leider sind die anderen Fische bzw. die Pumpen meistens schneller wie wir. Darum haben wir in den letzten Jahren nur eine kleine Zahl an Kaudernis aufziehen können.

    Heute habe ich in der Früh allerdings das Männchen überraschend für ihn un mich mit dem Kescher fangen können. Er hat dann wie erhofft die Jungen ausgespuckt - in Summe 21 Stück!

    Sie schwimmen jetzt in einem Einhängebecken im Technikbecken und bekommen für die nächsten Tage frisch geschlüpfte Artemien. Sobald sie etwas an Stärke gewonnen haben dürfen sie im Technikbecken frei schwimmen. Bisher war die Erfahrung, dass sie nicht durch die Abschäumer bzw. Rückförderpumpe eingezogen wurden. Zur Sicherheit kommen sie aber in eine Kammer davor, die zusätzlich gegen Aussschwemmen so gut wie möglich gesichert wird.

    Die Ernährung wird dann durch die vielen Krebschen im TB sichergestellt, zusätzlich gibts noch Artemia.

    Anbei ein paar Fotos, es ist immer wieder toll einen Schwarm kleiner Kaudernis sehen zu dürfen. Wenn man beim Foto vom Männchen genau schaut, kann man die Jungen im Maul erahnen :smiling_face:

    Auch die zweite Rolle hat wieder 35 Tage gehalten was ganz OK ist, auch wenn etwas länger wünschenswert wäre.

    Da unser Kauderni gerade Junge im Maul hatte und ich nicht wollte dass sie uU. im Vliesfilter landen habe ich einige Tage auf einen Wechsel der Rolle verzichtet.

    Der Unterschied war klar zu sehen. Einerseits an den Schwebstoffen die plötzlich wieder im Wasser waren, andererseits aber auch an der Zunahme an Ablagerungen im Technikbecken. Vorher war so gut wie nichts zu finden, innerhalb weniger Tage haben sich Ablagerungen gebildet.

    Ich habe ein 1000 Liter Becken und verwende die Ballingmethode. Ich kaufe die reinen Ballingsalze und mische diese dann selber lt. Anleitung an. Ist wirtschaftlich und sehr überschaubar in der Anwendung. Du brauchst allerdings für alle drei Flüssigkeiten die jeweiligen Dosierpumpen. Manche Anbieter kommen ja sogar mit einer Flüssigkeit aus.

    So, Zeit für ein Update - die Cyanos gehen zurück. Ich glaube auch, dass ich den Grund dafür gefunden habe...

    Mit dem Übersiedeln ins neue Becken habe ich nämlich noch zwei Dinge geändert: einerseits die verwendete Salzsorte (das war es aber nicht), andererseits habe ich wegen er doch schnellen Übersiedelung zum ersten Mal Bakterien verwendet (Microbe-Lift Nite-out und Special Blend).

    Dosiert habe ich diese Baks lt. Anleitung für den Start und später dann die tourlichen Zugaben.

    Ich habe beim Bekämpfen der Cyanos viel probiert (siehe Thread) aber möglichst immer nur eine Änderung zur gleichen Zeit durchgeführt und dann abgewartet um zu sehen was wirkt.

    Spannend wurde es, als dann der KH auf 8 auch nicht gebracht hat. Der nächste Versuch war eine starke Zudosierung von Bakterien um damit Konkurrenz zu den Cyanos ins Becken zu bringen. Also Special Blend und Nite-out stark dosiert hinzugefügt (Nite-out bei Dunkelheit, Special Blend am Tag).

    Der nächste Morgen war ein Schock - über Nacht sind die Cyanos explodiert. Die in den Mitteln wahrscheinlich enthaltenen Nährstoffe für die "guten" Bakterien dürften ein Buffet für die Cyanos gewesen sein. Ich denke einmal, dass die tourlichen Gaben lt. Anleitung für meine Cyanos auch ein Festmahl waren.

    Ich habe daraufhin innerhalb von zwei Wochen zwei Wasserwechsel mit je 10 Prozent durchgeführt (den ersten mit Reef Crystal Salz), den zweiten zur Hälfte Reef Crystal und Red Sea (das Salz mit dem ich das Becken auch gestartet habe).

    Schon zwei Tage nach dem ersten Wasserwechsel haben die Cyanos die nicht abgesaugt wurden die Farbe geändert. Sie wechselten in großen Bereich von Purpurrot zu eher lila/blassblau, in weiterer Folge tlw. gelblich/grünlich.

    Heute hat der erwähnte zweite Wasserwechsel statt gefunden - mal sehen was dieser in den nächsten 48 Stunden für Auswirkungen zeigt. Gehen sie weiter zurück waren es definitiv die dosierten Bakterienpräperate. Verstärken sie sich wieder haben auch die Spurenelemente im Red Sea ihren Teil dazu beigetragen.

    In Summe auf jeden Fall ein Erfolg - auch wenn noch immer Beläge vorhanden sind.

    Vielen Dank für die guten Informationen.

    Ich habe daraufhin meine Verrohrung geprüft und einen suboptimalen Schlauch identifiziert. Und zwar den der Rückförderpumpe zum Aquarium hin. Grund für diese Wahl war, dass ich beim Aufbauen keinen druckfesten Silikonschlauch gefunden habe (alle anderen Schläuche sind aus Silikon bzw. PVC Verrohrung).

    Gibt es hier eine Empfehlung? Was verwendet ihr im Druckbereich?

    Vielleicht hilft dir mein Thread zur Beckenübersiedelung zur Ideenfindung https://www.meerwasserforum.info/index.php/Thre…deln#post772534

    Ich habe im Spätsommer mein 450 Liter Becken in ein 1000 Liter Becken umgesiedelt. Dabei habe ich die beiden Becken einige Zeit parallel betrieben und bin in drei Chargen umgezogen. Mitgenommen habe ich alles SPS/LPS Korallen + Fische/Garnelen/Co und das Lebendgestein.

    Fehlende Riffaufbauten habe ich mit Real Reef Rock ergänzt.

    @wilro dann bin ich mit dem 9,5:1 Verhältnis aber nicht wirklich weit weg vom Optimalzustand. Ich habe 0,8 Nitrat - sollte 0,68 haben... das sind Unterschiede die man früher vor ICP Analysen nicht einmal sauber messen konnte...

    Welcher Messwert spiegelt C wieder?

    Mit dem Hinweis auf den Rotanteil willst du sagen, dass die 10000 K Brenner ihnen entgegen kommen könnten? Lassen wir uns mal überraschen was die nächsten Tage passiert...