Beiträge von Andreas_L

    Hallo Burkhart,

    ich habe beide Systeme produktiv eingesetzt - hier einmal meine persönlichen Erfahrungen:

    Pelletsfilter:
    Mit dem Pelletsfilter war es mir möglich im damaligen Becken meine über die Zeit höheren Nitratwerte abzubauen. Das hat soweit sauber funktioniert, allerdings hatte ich ein anderes Problem damit. Im Filter selber hat sich bei mir immer wieder (egal wie gut ausgewaschen) sehr schnell ein Schwamm breit gemacht. Dieser hat beim Entsorgen schrecklich nach Schwefel gestunken. Ich musste den Filter wegwerfen weil er sich nicht mehr reinigen ließ.

    Vliesfilter:
    Da ich viele gute Erfahrungen über die Vliesfilter gelesen hatte, wollte ich mein neues, jetztiges Becken von Start weg damit betreiben. Plan war, nicht 100 Prozent des Wassers in TB über den Vlieser zu lassen. Aus Platzgründen habe ich mich darum dann für den Theiling Rollermat Compact 1 entschieden. Der hat optimal in meinen Unterschrank gepaßt und die Wassermenge geht sich durch den Bypass auch perfekt aus.

    Meine Erfahrung ist, dass das Wasser durch den Vlieser kristallklar ist. Im TB selber lagern sich auch nach einem Jahr so gut wie keine Schlamm- oder Trübteile ab. Trotzdem lebt da unten jede Menge an Getier. Ob meine Wasserwerte im Bereich Nitrat wegen dem Vlieser immer izu niedrig sind, kann ich nicht definitiv sagen. Da aber sonst nichts an Technik beim Wechsel in das große Becken geändert wurde denke ich, dass er der Grund ist.

    Von daher würde ich durch die oben beschriebenen Erfahrungen einen Vlieser empfehlen, Pelletsreaktor würde ich nicht einsetzen wenn sich nicht wirklich durch Werte ein Usecase dafür ergibt.

    Wie Stefan schon geschrieben hat, arbeiten aber beide Systeme nach anderen Prinzipien - von daher wird es sicher auch noch andere Meinungen geben :smiling_face:

    lg
    Andreas

    Nach einem weiteren Monat ein kurzes Statusupdate:

    Steine und Korallen sind bis auf zwei Bereiche von je 1 cm2 komplett frei von Cyanos.
    Auf dem verbliebenen Sand ist noch teilweise an wenigen Stellen ein ganz leichter Hauch von Cyanos zu sehen - diese werden aber von den Fischen bzw. Krebsen immer wieder umgeackert.

    Flächig besiedeln die Cyanos nur noch Teile der Glasseitenwand an der Stirnseite meines Raumteilers. Spannend ist das deswegen, da hier keine Phosphatdepots oä. im Glas vorhanden sein können die sie nutzen.

    In Summe steht das Becken jetzt wirklich wieder wunderbar da, die SPS und LPS wachsen und zeigen ein gutes Polypenbild.

    Kleine Gefahr bei den Cyanos birgt jetzt noch meine Lichtumstellung die ich im Urlaub nächste Woche vornehmen werde. Ich werde meine eigentlich geplante Konstellation mit 3x250 Watt + 312 Watt T5 blau in Betrieb nehmen. Momentan habe ich nur ca. 0,5 Watt pro Liter (HQI/T5 Kombi) - das wirkt sich natürlich auf die Farbe bzw. das Wachstum der SPS aus (obwohl es für diese Watt:Liter Zahl erstaunlich positiv ist).

    Schönen Samstag,

    Andreas

    Ich habe mir auch Sorgen gemacht über die Statik als ich das neue Becken mit 1000 Liter aufgestellt habe. In Summe kommen hier mindestens 1200 Kg auf 1,6 m2 zusammen.
    Ergibt 750 Kg pro m2 gerechnet.

    Ich habe mit einigen Baumeistern gesprochen (die natürlich nichts garantieren konnten - das macht ein Statiker gegen Einwurf von Münzen).

    Die haben das absolut problemlos gesehen im Neubau (Altbau sieht definitiv anders aus - vor allem wenn es keine Unterlagen zu den verwendeten Materialien und Bewehrungen gibt).
    Einhellige Meinung war, dass die Decke das letzte ist um das man sich Sorgen machen muss. Gefährlich ist wenn, dann der Estrich mit der Fußbodenheizung wenn die Mindeststärken nicht eingehalten wurden .Bzw. sollte man Belastungen in der Ecke bzw. am Rand vermeiden und die Last flächig mit Hilfe von dicken untergelegten Platten besser verteilen.

    Einer hat das Beispiel gebracht, man sollte mal nachrechnen was an Kilogramm im Bücherregal steht - meist auf vier kleinen Punktbelastungen.

    lg
    Andreas

    Beim Thema optimale Stroemung bin ich ganz bei Sandy.
    Mit der Hydro Wizard von Panta Rhei bekommst du das Optimum.
    Zoologische Gaerten, Institute und Museen können weltweit nicht irren!
    Gruss
    Hajo

    Die Pumpe sieht von der Beschreibung her sehr interessant aus. Allerdings fürchte ich, dass sie doch von einigen das Budget sprengt. Vor allem wenn man bedenkt, dass man auch hier mehr als eine Pumpe in größeren Becken benötigt. Dann heißt es eine Alternative suchen, die in den finanziellen Rahmen paßt. Das waren bisher für mich die Tunze Pumpen.

    Letztlich sind wir jetzt aber vom Thema des Threads abgeschweift - auch wenn die Infos sehr interessant sind :smiling_face:

    lg
    Andreas

    @Sandy: ohne Umlenkwinkel - der nimmt extrem viel Kraft weg wie meine Tests ergeben haben. Grundsätzlich ist die Stream 3 eine tolle Pumpe (OK, etwas kleiner könnte sie sein). Was fehlt sind Unterlegwinkel für die waagrechte Montage. Dann wären mehr Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.

    Hallo,

    ich habe die Tunze Stream 3 im Einsatz - da kam bei meinem 2 Meter Becken schon bei 3/4 nicht mehr wirklich was an (per Hand gefühlt). Ich habe jetzt den Aufsatz im Einsatz der den Strahl eher gebündelt abgibt.

    Ist zwar auch ein Kompromiss weil die Strömung dadurch am Anfang sehr stark ist (also nichts für LPS), aber zumindest kommt so am Ende des Beckens noch genug Strömung an.

    lg

    Die Gretchenfrage ist, kommen sie nach dem Lichtentzug wieder :smiling_face:

    Ich habe das Thema Licht während meiner Cyanoplage natürlich auch als möglichen Grund in Betracht gezogen. Die Erfahrung in meinem Becken war, dass das Licht wenn dann nur unwesentlichen Anteil gehabt hat. Allerdings habe ich die beinharte Dunkelkur mit Decke drüber für 3 Tage nicht durchgezogen - meinen Korallen und Fischen zu Liebe.

    Die Cyanos haben dunkle wie helle Flächen besiedelt. Änderungen bei den HQI Strahlern (Kelvinzahl) bzw. Anpassungen der Blaulichtphase lt. Empfehlungen wie sie Jörg Kokott beschreibt, haben maximal die Cyanobeläge von extrem dick in weniger extrem dick verändert. Waren also für mich keine Möglichkeit sie komplett los zu werden.

    Wobei ich bis heute nicht weiß, welche meiner Maßnahmen das Verschwinden dann ausgelöst hat. Vielleicht gar keine meiner Maßnahmen - sondern einfach nur die höheren Beckentemperaturen weil der Sommer gekommen ist... wer weiß.

    lg

    Nach viel überlegen werde ich den Fischbesatz gar nicht mehr großartig erweitern. Meine Fische sind aktuell eine absolut harmonische Einheit, ich werde nur noch die beiden Pärchen vervollständigen (Mandarinfisch und Putzer Lippfisch).

    Letzlich ist es eigentlich dann fast genau der Besatz den ich schon im halb so großen Becken hatte - einzig der P. hepatus und der Putzerlippfisch sind dazu gekommen. Alle anderen sind durch die Fischkrankheit leider verstorben - vielleicht ein Zeichen, dass es zuviele für das Becken waren - auch wenn es jetzt 1000 Liter hat :frowning_face:

    Danke aber für eure Vorschläge und Ideen.

    lg
    Andreas

    Ich hatte vor ca. 13 Jahren H. reidi) für knapp drei Jahre schwimmen. Zucht habe ich nicht probiert - von daher kann ich leider nicht viel zu diesem Thema beitragen.

    Die Pferdchen waren an eine Futterreuse gewohnt und konnten sich dort in Ruhe ihre Mysis holen.

    Leider sind damals alle drei Pferdchen an einer Krankheit gestorben (sie konnten das Futter nicht mehr ansaugen).

    Aktuell überlege ich immer wieder einmal, ob ich nicht ein Artenbecken aufstellen möchte - allerdings mit H. barbouri. Zeitnot durch Arbeit und Familie hat mich bisher aber immer davon abgehalten.

    lg

    Eine Osmoseanlage kostet nicht die Welt und du hast eine mögliche Gefahrenquelle eleminiert.

    Wenn das Becken später mal läuft ist der Wert an Korallen den du verlieren kannst in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten der Osmoseanlage und dem Abwasser.
    Ich würde das nicht riskieren - hier sparst du am falschen Fleck.

    lg
    Andreas

    Vielen Dank für die vielen Vorschläge. Ich werde mir die Arten alle mal genau ansehen.

    @Klaus: Garnelen habe ich - zwei L Amboinensis

    Es ist ja noch Zeit für eine genaue Auswahl - vor September setze ich nichts nach. Wenn also noch wer Vorschläge hat - nur her damit.

    lg und Danke
    Andreas

    Nach Recherchen habe ich letztlich alle vier Wunsch Fischarten von meiner Liste gestrichen. Entweder weil mir die Krankheitsanfälligkeit zu groß war, weil sie nicht ReefSafe sind oder weil sie nicht zum Rest des Besatzes passen.

    Somit kommt ein Putzerlippfisch und ein Mandarinmännchen dazu um hier wieder Pärchen zu haben, die zwei Kauderninachzuchten werde ich abgeben.

    Das einzige was ich noch überlegt hätte wäre die zwei Hawaii-Docs in eine Gruppe zu verwandeln - hier habe ich aber nicht viel darüber gefunden ob das unproblematisch funktioniert.

    Oder noch fünf Pseudanthias squamipinnis dazu zu setzen. Wenn diese Optionen auch nicht zielführend sind werde ich bei dem og. Besatz bleiben. Weniger Fische gehen immer :smiling_face:

    Was sind eure Erfahrungen zu den zwei Überlegungen?

    lg
    Andreas

    So, der Pygoplites Diacanthus (Pfauenkaiser) bzw. das Pärchen Paracentropyge multifasciata (Zebrazwergkaiser) sind von der Liste gestrichen. Auch wenn ich diese Fische sehr gerne im Becken hätte spricht eigentlich alles dagegen. Einerseits die Problematik, dass sie uU. die Korallen empfindlich schädigen können, andererseits die Größe bzw. auch die Empfindlichkeit.

    Nach dem Krankheitsbefall im Winter werde ich eher bei den robusteren Arten bleiben. Ich habe einen tollen Altbestand an Fischen. Den möchte ich nicht riskieren indem ich mir bewußt Fische ins Becken hole die dafür bekannt sind schneller Pünktchen & Co zu bekommen.

    Bleiben vorerst mal das Andamen Fuchsgesicht oder der Traumkaiser als möglicher Kandidat (es wird nur einer davon werden). Wobei der Navarchus auch bei manchen Korallen schädigt - meiner war damals was das betrifft absolut kein Problem...

    Auch kurz überlegt habe ich, ein Pärchen Centropyge Acanthops einzusetzen. Diese werden als relativ unproblematisch gegenüber Korallen beschrieben. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es hier nicht zu Konflikten mit meinen Loriculus kommen wird?

    Grüße
    Andreas

    Ja, HQI heizen ganz schön. Ich hab die HQI aber nicht weil ich so schwierige SPS hätte - die sind alle "Standard". Sondern weil ich das Licht gegenüber LED bevorzuge und die Anschaffungskosten der Lampen einfach eine andere Liga haben wie die LED Lampen. Aber wie schon vorher geschrieben, Beleuchtung hat auch viel mit Philosophie zu tun... denn letztlich hat jede Art der Beleuchtung ihre individuellen Vor- und Nachteile.

    Mein Becken hat ziemlich genau deine geplanten Maße: 200x80x60

    Ich habe die Meerwasseraquaristik vor ca. 16 Jahren mit HQI begonnen, war dann dazwischen auf LED und bin jezt wieder auf HQI zurück.

    Momentan hängen über meinem Becken zu wenig Watt - nämlich nur 3x150W HQI + 2x54W T5. Das Becken ist durch die drei Strahler und die T5 flächig ausgeleuchtet nur man merkt die fehlenden Watt. Die SPS wachsen zwar, aber eher langsam gegen früher mit 250W Strahler und die Farben sind auch nicht das was ich möchte.

    Das ist auch der Grund warum im Keller bereits die 3x250 Watt HQI + 300 Watt T5 blau bereit liegt. Nach dem Urlaub kommt sie über das Becken - vorher trau ich mich diese Änderung nicht durchzuführen.

    Ich habe mich auch aus Stromspargründen für die schwächeren Strahler entschieden - es ist aber bzgl. Farben (nicht nur der Korallen sondern das allgemeine Bild) einfach nicht das gewesen was es sein sollte.

    Ein Kompromiss wäre, dass du mit zwei Lampen startest und die Aufbauten danach ausrichtest. Nachrüsten geht ja letztlich immer wen zb. die Korallen mal aus den Kegeln wachsen oder du optisch was ändern möchtest.

    lg

    Die gewählte Beleuchtung ist auch stark von der Beckentiefe abhängig. Wenn du auf 70 cm Tiefe gehst sieht es gleich noch einmal anders aus wie bei 60 cm oder gar nur 50 cm.

    Letztlich musst du die für die vorgesehenen Korallen richtige Beleuchtung wählen. Viele Arten gehen mit wenig(er) Licht, manche brauchen eben aber doch eher die genannten Wattzahlen.

    Hallo,

    es hat früher die Empfehlung gegeben pro Liter Wasser ein Watt fürs Licht. Im Zuge von LED hat man dann oft gehört, dass 0,5 Watt pro Liter ausreichend sind und dadurch kam es natürlich zu einer möglichen Stromeinsparung. Leider sind bei lichthungrigen SPS diese Werte so anscheinend nicht bei allen zu halten gewesen und man rückte wieder mehr in Richtung der alten Empfehlung.

    Letztlich ist das aber von den gehaltenen SPS abhängig und von der Platzierung im Becken.

    Ich bin darum nach wie vor bei Beckenmassen wie von dir angestrebt auf einer HQI/T5 Kombi :smiling_face:

    Ist aber letztlich Philosophie und was einem persönlich lieber ist.

    Hallo Hajo,

    danke für die Infos.
    Ja, der G. personatus wäre toll, wenn da nicht das mit den $$$ wäre :smiling_face:

    Die Genicanthus die leistbar sind sprechen mich optisch nicht so an - das ist aber letztlich Geschmacksache.

    Einen Navarchus hatte ich einige Jahre schwimmen bis ich ihn wegen Beckenauflösung abgegeben habe. Darum steht er auch wieder auf meiner Liste. Zumindest der damals war soweit Reefsafe und unproblematisch - das ist letztlich aber immer Glück. Paarhaltung ist hier leider nicht möglich was man so liest?

    Weil du geschrieben hast, dass es gegen Aufschlag futterfeste Tiere gibt - magst du mir hier per PN Infos dazu schicken?

    Grüße
    Andreas

    In einer Futterklammer ist Nori eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit. Als Flockenfutter eingesetzt entsteht wieder der Stress beim Fressen wenn die Futterwolke im Becken aufgeht. Viel ruhiger geht es beim "Abweiden" zu.

    Wenn es nicht gleich als Futter erkannt wird immer wieder probieren. Irgendwann beißt mal einer ab und findet es toll. Dann dauert es nicht mehr lang bis die anderen es auch probieren :smiling_face:

    Hallo,

    nachdem Anfang April ja durch eine Fischkrankheit ein Teil meines Besatzes innerhalb weniger Tage verstorben ist will ich im Herbst nach der Urlaubszeit wieder einige Fische nachsetzen.

    Seit damals gab es keine Probleme mehr, alle Fische zeigen tolle Farben, normales Verhalten und stehen (tlw. zu gut) gut im Futter. Der Besatz harmoniert - und das soll sich durch die neuen Fische auch nicht ändern.

    Aktuell schwimmen 12 Fische im Becken (2 Meter lang, 80 cm breit):

    2 x Zebrasoma flavescens (Hawaii Doktor)
    1 x Paracanthurus hepatus (Paletten Doktor)
    4 x Pterapogon kauderni (Kardinalbarsch) Paar + 2 Jungtiere aus Aufzucht
    2 x Centropyge loricula (Flammen Zergkaiser)
    1 x Chelmon rostratus (Orangebinden-Pinzettfisch)
    1 x Synchiropus splendidus (Mandarinfisch)
    1 x Labroides dimidiatus (Putzerlippfisch)

    Die zwei Kauderni Jungen aus eigener Nachzucht werde ich noch abgeben, Doktoren kommen keine weiteren mehr rein - drei sind für das Becken soweit optimal.

    Fix dazu kommt wieder ein Mandarinfisch - damit ich wieder ein Pärchen habe. Geschlechtsmerkmale sind einfach ersichtlich - von daher sehe ich hier kein Problem

    Aber:
    ich würde gerne einen zweiten Putzerlippfisch dazu setzen um ein Pärchen zu bekommen. Hier wirds schon schwieriger -> Erfahrungen?

    Dann möchte ich nur noch eine weitere Fischart dazu setzen - wenn möglich ein Pärchen wobei das nicht bei allen möglich wäre:

    Siganus magnificus (Andamen Fuchsgesicht)
    ODER
    Pygoplites Diacanthus (Pfauenkaiser)
    ODER
    Traumkaiser
    ODER
    2 x Paracentropyge multifasciata (Zebra Zwergkaiser)

    Die Großkaiser sind zwar noch auf der Liste, aber je mehr ich die Erfahrungen im Web lese umso mehr komme ich davon ab. Fuchsgesicht bzw. Zebra Zwergkaiser wären damit mal die Favoriten. Wobei das Fuchsgesicht anscheinend nicht als Paar zu halten ist?

    Danke mal für eure Ideen und Erfahrungen,

    lg
    Andreas

    Hallo Michael,

    ja, danke für den Hinweis. Es ist mir klar, dass ich hier in der Zwickmühle bin weil ich (hoffe es zumindest) den Essig einerseits nutzen möchte um den Bakterien etwas Nahrung zu geben als vermeintlichen Vorteil gegen die Cyanos (ja, ebenfalls Bakterien). Andererseits aber dadurch meine Werte Nitrat/Phosphat durch die Fütterung auch wieder nach unten ziehe.

    Darum dosiere ich auch nur eine extrem kleine Menge von 10 ml pro Tag auf 1000 Liter. Momentan ist es positiv - ich beobachte aber sehr genau in der Hoffnung notfalls früh genug gegensteuern zu können.

    lg

    Wieder sind drei Wochen vergangen... und es wird immer besser was meine Cyanoplage betrifft.

    Was definitiv auffällt - je mehr Sand ich absauge, umso besser wird es. Es gibt noch ein paar ganz kleine Stellen (spannenderweise auf der Riffkeramik, nicht im Sand) die mit dickeren Belägen befallen sind. Dann noch einige Stellen die schwach befallen sind.

    In Summe aber ist das Becken endlich wieder hell und im Vergleich zu den schlimmsten Zeiten wirklich wieder optisch ansprechend.

    Zwei Maßnahmen glaube ich haben maßgeblich dazu beigetragen:

    .) absaugen des Sands
    .) geringste Mengen Essig dosiert

    Im vorherigen Post vom 28. Juni habe ich vergessen die Dosierung von Essig anzuführen. Ich habe alle drei Tage ins Nachfüllwasser (20 Liter Kanister Osmose) jeweils 30 ml Essig hinzugefügt. Dies war ein Vorschlag von einem (mittlerweile gesperrten) User. Allerdings hat der Vorschlag eine höhere Dosierung vorgesehen.

    Ich wollte durch die sehr geringe Dosierung von nur 10 ml Essig pro Tag auf 1000 Liter einfach etwas Nahrung für Bakterien einbringen da meine Nitrat und Phosphat Werte ja quasi nicht nachweisbar waren. Ob es überhaupt etwas gebracht hat weiß ich leider nicht wirklich. Aber ich werde die Dosierung weiter beibehalten da es endlich bergauf geht.

    lg
    Andreas

    Servus,

    sei vorsichtig bei gebrauchten Pumpen - oft werden sie nämlich verkauft weil sie laut sind :smiling_face:

    Ich verwende seit 15 Jahren für die Strömung Tunze Pumpen und bin zufrieden damit. Sie brauchen relativ wenig Strom und sorgen für gute Strömung. Hier gibt es oft auch faire Angebote im Gebrauchtmarkt.

    lg
    Andreas

    In der besten Zeit hatte ich die Cyanos sogar am Glas des Filterbeckens in dicken Belägen. Von daher gibt es wahrscheinlich noch mehr Faktoren wie Phosphat im Substrat denke ich. Aber ansonsten kann ich eurer Theorie etwas abgewinnen wenn ich so auf das letzte halbe Jahr zurück blicke :smiling_face:

    Ich züchte ja seit mehr als einem halben Jahr sehr erfolgreich Cyanos (siehe den Thread hier im Forum). Die Erfahrung mit "meinen" :smiling_face: Cyanos war, dass ich keinen Zusammenhang zwischen Cyanowachstum und Strömung oder Licht feststellen konnte. Aber hier gibt es soviele Erfahrungen und Meinungen wie Sand am Meer.


    lg

    Hallo,

    da Cyanos leider ja viele treffen hier ein Statusupdate. Vielleicht hilft die Info ja dem einem oder anderen Cyanozüchter :smiling_face:

    Es hat in den letzten fünf Wochen tatsächlich einen massiven Fortschritt in die richtige Richtung gegeben. Was aber nicht heißt, dass die Plage vorbei wäre - sie sind nur massiv zurück gegangen, aber noch immer hier.

    Was habe ich den letzten fünf Wochen getan:

    .) weiter an meinem Werteproblem PO4 nn. und Nitrat nn. gearbeitet. PO4 ist nach wie vor so gut wie nn, aber mein Nitratwert ist mit Hilfe von Ammoniumchlorid mittlerweile auf 1
    .) Sand abgesaugt - ca. die Hälfte des Beckens ist jetzt Sandfrei. Dort wachsen jetzt Kalkrotalgen und absolut keine Cyanos mehr. Der verbliebene Sand hat nach wie vor leichte Beläge (gingen aber mit den anderen Maßnahmen zurück)
    .) Erdaufguss zwei Mal angewendet (innerhalb von 3 Tagen): die Idee dahinter, Cyanophagen ins Becken zu bringen, wollte ich ausprobieren. Ich habe Erde von verschiedenen Stellen des Gartens und Schlamm aus einem kleinen Bach eingebracht. Erfolg war jetzt nicht der Hammer, aber tatsächlich waren am Morgen nach dem zweiten Aufguß mehrere Stellen am Riffdach Cyanofrei (wir reden pro Stellen von 4 cm2). Da es aber den Korallen extrem gefallen hat und eben diese Stellen frei wurden verbuche ich das mal als Erfolg und als etwas mit dem man weiter arbeiten kann.
    .) Nachdem sich die oa. Stellen über zwei Wochen behaupten konnten habe ich wieder einmal abgesaugt. Gleichzeitig habe ich probiotische Bakterien von Nitribiotic eingebracht (UVC für 5 Stunden abgestellt).

    -> Die abgesaugten Stellen sind seither (zwei Wochen) relativ gut Cyanofrei - zumindest sind keine so dicken Beläge mehr entstanden wie normalerweise (innerhalb von 12 Stunden waren die immer wieder da).

    Nachdem der verblieben Sand immer noch ein Cyanoherd ist werde ich hier beim nächsten Wasserwechsel bis auf ein kleines Stück für meinen Symbiosekrebs den Sand weiter entfernen. Kalkrotalgen am Boden sehen auch sehr schöne aus.

    lg
    Andreas

    Es ist nicht nur der Livesand der Cyanos begünstigen kann ("kann" wohlgemerkt - ich hatte 15 jahre mit Sand kein Problem). Bei meiner mich schon 6 Monate begleitenden Cyanoplage dürfte der "normale" Sand auch ein Förderer gewesen sein. Neben einigen anderen Aktionen hat uU. auch ein großzügiges Entfernen des Sandes extreme Besserung gebracht.

    Mittlerweile sind die abgesaugten Stellen von Kalkrotalgen überwachsen, da gibt es absolut keine Cyanos mehr. Die verbliebenden Stellen Sand werden aber nach wie vor von Belägen begleitet - wenn auch weit nicht mehr in dem Ausmaß wie vorher.

    lg
    Andreas (ebenfalls erfolgreicher Cyanozüchter :smiling_face:

    Hallo,

    ich hatte auch erhöhte Zinnwerte. Grund dafür war das Glas selbst. Um Floatglas herzustellen wird Zinn eingesetzt. Dieses befindet sich aber (angeblich lt. Glaserer) nur auf einer Seite der Scheibe. Wenn jetzt diese Seite im Becken ist, wird für eine gewisse Zeit Zinn abgegeben. Bei mir hat das am Anfang auch zu einem Ausschlag bei der Messung geführt.

    Ein paar Wasserwechsel später war es nicht mehr nachweisbar.

    lg

    Das mit dem kurzen Stück kann daneben gehen. Bei mir kommt der Anschlußstutzen am Beckenboden blöderweise genau so heraus, dass der Schlauch dann beim hinaufführen den Beckenrand berühren kann. Und das führt zu richtig unangenehmen Schwingungen :smiling_face: Schlecht geplant wie's aussieht

    Von daher habe ich die ganzen 70 cm Schlauch durch Silikonschlauch ersetzt. 3mm Wandstärke, lebensmittelecht

    Das mit dem Aufblasen hält sich in engen Grenzen. Recht hoher Druck kommt ja nicht zusammen wenn man das Wasser 1,20 Meter hochpumpt und es oben frei auslaufen kann.

    Spirale drumherum ist wie du richtig schreibst ein Korrosionsthema. Ich hatte eher die Idee einen gleich großen grünen Aquariumstandardschlauch aufzuschneiden und drumherum zu legen und danach wieder mit Kabelbindern (ohne Metallplättchen) zu schließen.

    Momentan sehe ich aber keine Gefahr, dass der Silikonschlauch reißen könnte - er ist minimalst gebläht. Mit den FIngern habe ich ihn um ein Vielfaches gedehnt und konnte ihn nicht zerstören.

    Danke für alle Antworten. Ich habe jetzt den gesamten Schlauch der Rückförderpumpe gegen einen Silikonschlauch ausgetauscht. Geräuschtechnisch war es ein Vorteil. Aber wahrscheinlich auch aus Sicht der Weichmacher. Der bisher verwendete Schlauch ist weit nicht mehr so flexibel wie am Anfang gewesen - es war gut diesen zu entfernen.

    Offen war für mich noch die Frage nach der Druckbeständigkeit. Wenn man den angeführten Daten Glauben schenken kann, dann sind Silikonschläuche extrem Reißfest.

    Einerseits werden Werte von 7N/mm2 angegeben. Andererseits eine Reißdehnung >300%

    Das sollte eigentlich für unsere Zwecke reichen.

    lg
    Andreas

    Hallo,

    ich muss den Schlauch bei meiner Rückförderpumpe tauschen. Bisher habe ich einen verstärkten, druckfähigen Schlauch angeschlossen gehabt bei dem ich mir aber nicht sicher bin, was die verwendeten Inhaltsstoffe angeht.

    Darum möchte ich ihn gerne tauschen - Idee wäre ein Silkonschlauch. Sind diese überhaupt für die Druckseite verwendbar? Gibt es Vorschläge für Produkte/Bezugsquellen? Da ich nur einen Meter benötige ist die Auswahl zumindest online nicht unbedingt berauschend.

    Danke für Vorschläge
    Andreas

    Bei meinen 1000 Liter verdunsten alle 2,5 - 3 Tage 40 Liter. Die werden von einem Kanister per Nachfüllautomatik aufgefüllt.

    Die Automatik besteht aus zwei Sensoren - einem optischen Sensor für den Wasserstand plus zur Sicherheit einem Schwimmschalter falsch der optische Sensor falsche Informationen liefert.

    Ausserdem bekommt die Automatik mit, wenn der Kanister leer ist und gibt dann (ebenso wie bei "Hochwasser" Alarm.

    Tolle Sache - habe früher auch mit Dosierpumpen gearbeitet. Das ist aber mühsam und immer wieder nachzujustieren.