Beiträge von Burkhard Ramsch

    der natürliche Höchstwert

    Geht bitte nicht von natürlichen Konzentrationen aus! Ein Riffaquarium hat nicht viel mit natürlichen Verhältnissen zu tun. Im Riff bekommen die Korallen Stickstoff und Phosphor aus dem Plankton und anderen nahrhaften Schwebeteilen oder werden direkt von im Korallengeäst lebenden Tieren versorgt. In Aquarien - und gerade in Systemen mit den zur Zeit hoch im Kurs stehenden Vliesfiltern - ist das Wasser annähernd frei von Plankton und organischen Schwebeteilen. Die Korallen müssen so Stickstoff und Nitrat aus dem Wasser aufnehmen. Und wenn da nichts ist, dann leiden die Korallen, werden farbloser und bleichen im Extremfall aus.
    Seht Euch die Tiere an: sind sie zu dunkel (wenig Farbe, außer braun) ist oft zu viel Nitrat/Phosphat vorhanden, sind sie zu hell dann kann zu wenig von den Nährstoffen vorhanden sein. Außerdem sind alle "Grenzwerte" oder "optimale Bereiche" vollkommen abhängig von den jeweils gepflegten Spezies. Es gibt Steinkorallen, die locker mehrere mg/l Phosphat vertragen, die meisten gehen aber bei diesen Extrema ein.
    LG Burkhard

    Hallo Stefan,

    Mineralisierungsfilter hinter RO-Anlagen bringen ca. 1 bis 3°dKH und GH (je härter das Ausgangswasser - korrekter je mehr CO2 im Ausgangswasser - desto höher ist die Aufhärtleistung). Toll für Süßwasseraquarien - für Meerwasseraquarien unnötig.

    LG Burkhard

    Hallo Dieter,

    als Faustformel für den Kreislauf: 5 x Beckenvolumen pro Stunde (effektiv!). Also eher die 2000 l/h sollte die Pumpe schaffen.

    Zulauf: zu kurz wie möglich - o.k.

    Kugelhähne als Reduzierung: Schei... Regelverhalten (bis das mal richtig eingestellt ist, das dauert); sind eigentlich nicht zum Regeln gemacht; und einige werden in gedrosselter Stellung mit der Zeit undicht; investier da in etwas Vernünftiges (Schrägsitz- oder Membranventil).

    Der Pumpenanschluss hat nichts mit dem zu wählenden Durchmesser zu tun! Allein die vorher berechnetet Fließgeschwindigkeit in den Rohren ist ausschlaggebend: bei Kreiselpumpen nicht über 1,5 m/s in der Druckseite und 1,0 m/s in der Saugseite.

    Einen Hersteller darst Du nicht nach einem anderen Produkte fragen - das Eigene sollte immer das Beste sein (natürlich immer subjektiv und nur in einem einzigen Fall auch objektiv).


    LG Burkhard

    Mein Plan war (ist) maximal 1000 Liter zurück zu Pumpen, weil auch weniger Energiebedarf und das mit den AS ern ungefähr passen sollte. Wird ein hauptsächlich Weichkorallenbecken und brauch da nicht die größte Leistung.

    Hallo Dieter,

    1000 Liter/Stunde sind schon ein wenig knapp als Kreislaufleistung. Das Doppelte wäre besser.

    Der Zulauf sollte einen Durchmesser von d25 (DN20) bei 1000 l/h und von d32 (DN25) bei 2000 l/h (nur Bögen statt Winkel verwenden, zur Not 2 x 45°Winkel für 90°-Kurve).
    Der Ablauf kann die gleichen Durchmesser haben (oder einen Nummer kleiner) - er muss auf jeden Fall mit einem Ventil (Schrägsitz- oder Membranventil, ganz zur Not auch Kugelhahn) gedrosselt werden, um Ruhe in das System zu bekommen. Ob Du mit Bögen oder Winkeln im Ablauf arbeitest ist vollkommen egal, hauptsache keine Luft wird mit zurückgefördert.
    Der Notüberlauf gleicher Durchmesser wir Ablauf (wenn der Notüberlauf im Schacht ist) oder größer, wenn er im Aquarium ist und mit einem Kamm versehen werden muss.
    Ist die Pumpe schon ausgesucht? wenn da 1000 l/h drauf stehen, kommen keine 1000 l/h durch Dein System! Schau bitte in die Kennkurve der Pumpe, was sie bei ca. 1,5 m (Höhe zwischen Wasseroberflächen Aquarium und Filterbecken) leistet.

    Regelbare Energiesparpumpen im gedrosselten Zustand sind erheblich stromsparender, als Universalpumpen. Ein Beispiel:
    Für 1000 l/h bei 1,5 m Förderhöhe würdest Du z.B. eine aquabee UP2000/1 brauchen: knapp über 1000 l/h - 33 W Dauerleistung (im Jahr 290 kW/h; bei 0,25 EUR pro kW/h ca. 72,50 EUR Stromkosten).
    Das Ganze mit einer Energiesparpumpe aquabee UP5000e auf 15 W gedrossel (hat dann eine ähnlich Leistung), spart die Hälfte, verkalkt weniger und ist erheblich leiser. Und man kann zur Not den Kreislaufvolumenstrom erhöhen.
    Stehen natürlich die Anschaffungskosten dagegen. :loudly_crying_face:

    LG Burkhard

    Hallo Dieter,

    Tankverschraubungen sind nicht wirklich genormt. Deshalb wirst Du unterschiedliche technische Daten finden - je nach Hersteller.

    Tankverschraubungen:
    http://aquacare-shop.de/PVC-Tankdurchfuehrung-Kleben

    Achtkantmutter (das ist der größte Durchmesser einer Tankverschraubung)
    http://aquacare-shop.de/PVC-Achtkantmutter

    Berechnung:

    0,5 x Achtkantmutterdurchmesser + 45 mm (Alu) + mind. 5 mm = Abstand des Bohrungsmittelpunkt vom Glasrand (von der Seitenscheibe gemessen)


    Viel Spaß und LG Burkhard

    Lohnt es sich ein po4 Absorber zu nutzen?
    Leider weiß ich nicht wie viele Teile no3 dem po4 gegenüber stehen

    Hallo Lexo,

    PO4-Adsorber oder nicht hängt von der Konzentration ab bzw. vom Zustand der SPS. Über 0,2 mg/l auf jeden Fall - wobei diese Obergrenze für einige Arten schon zu viel sein kann.
    Das Verhältnis N-P wird meiner Meinung nach überschätzt, wobei Extremverhältnisse nicht anzuraten sind. Lange Zeit wurde viel über dieses REDFIELD-Verhälnis diskutiert. Wer sich dafür interessiert:
    http://aquacare.de/download/veroe…%C3%A4ltnis.pdf

    LG Burkhard

    Hallo zusammen,

    das ist natürlich wieder die Krux an der ganzen Geschichte. Der Aquarianer möchte eine unauffällige, für immer sichere und günstige, wenn nicht gar billige Version - also die eierlegende Wollmilchsau.
    Irgendwo müssen Abstriche gemacht werden.
    Eine Kette ist sicher, aber optisch nicht gerade prickelnd. Deshalb meist die Seilversion.
    Eine metallene Lösung ist bei den Gewichten Pflicht. Und aus Kostengründen wird V2A (o.ä.) genommen, dass nicht meerwasserfest ist. Selbst V4A ist auf Dauer nicht meerwasserfest. Um vom Stahl aus Sicherheit zu bekommen, geht das dann in Richtung Duplex- oder Superduplexstahl (oder Titan). Soviel ich weiß, gibt es diese Materialien im Aufhängungsbereich nicht - wäre auch richtig teuer.

    LG Burkhard

    Hi Stefan,

    das Angebot steht - eine kleine Probe mit viel Luft zu uns und wir schauen mal ins Mikroskop. Wenn es wirklich Dinos sind, ist das ein Problem. Diese gehören zur gleiche Gruppe wie die Zooxanthellen in den Korallen, haben also ähnlich Vorlieben. Mann kann nur die Umweltbedingungen ein wenig ändern: pH-Wert, Strömung, Aufwuchsfresser (Ctenochaetus spec.), Licht... .
    Aber bitte nicht alles auf einmal.

    LG Burkhard

    Hi,

    ich vermute, dass das ein generelles Problem ist. Edelstahl und Meerwasser verträgt sich nicht und irgendwie kommen immer wieder Wassertropfen dahin, wo sie nicht hin sollen.
    Ist mir auch schon passiert, zum Glück konnte ich die Leuchte gerade noch auffangen, ehe es ein U-Boot geworden wäre.

    LG Burkhard

    Hallo Siggi,

    bei einem 10 Jahre altem Becken ist ein leaching (herauslösen) aus PVC-Rohren von Zinn - wenn überhaupt enthalten - wohl nicht mehr nachweisbar. In neuen Becken ist die Gefahr, dass ein unerwünschter Stoff aus Becken, Deko, Verrohrung, Technik sich herauslöst erheblich größer.
    Hast Du regelmäßigen Wasserwechsel gemacht (wie oft, wie viel in %)? Wasserwechsel verdünnt grundsätzlich alle Inhaltsstoffe (mal abgesehen von denen, die mit dem Wasserwechsel wieder hereinkommen).
    Man muss auch mal einen Fehler in der Analyse in Betracht ziehen - erst wenn regelmäßig ein Wert erhöht ist, sollte man sich Sorgen machen.

    LG Burkhard

    Hallo Reiner,

    Zinn ist ein Schwermetall und hat bei zu hohen (bioverfügbaren) Konzentration grundsätzlich schädigende Einwirkung. Es ist nur die Frage, ob das Zinn bioverfügbar ist. Die ICP-OES-Analyse sagt leider darüber nichts aus.
    Metalle können als schwerlösliche Verbindungen (Salze) zum Beispiel nicht bioverfügbar sein. Auch der Oxidationszustand spielt eine Rolle. Ebenfalls können starke Chelate die giftige Wirkung mindern oder verhindern. Auch ist die Bioverfügbarkeit von Organismus zu Organismus sehr unterschiedlich und damit die Giftwirkung auch. Die ICP-OES ist nur ein Hinweis, dass eventuell ein Problem besteht. Mickern oder sterben die Tiere, kann die erhöhte Zinnkonzentration ein Hinweis sein - muss es aber nicht.
    Im Zweifelsfall einen regelmäßigen Wasserwechsel machen, so wird das sich anreichernde Zinn definitiv verdünnt und die Wahrscheinlichkeit, dass es giftig wirkt, ist vermindert. Je älter ein Becken ist, desto weniger Zinn wird in das Wasser gelangen.

    LG Burkhard

    Hallo zusammen,

    das ist ja mal wieder eine wilde Diskussion. Ich versuche mal zusammenzufassen:

    1. Es steht noch nicht fest, was das überhaupt für ein Aquarium sein soll: dieser Punkt muss zuerst geklärt werden - mal eben umschwenken ist meist mit Tierverlusten verbunden (auch Columbus hat ein Schiff verloren :frowning_face: ). Die benötigte Technik und Einrichtung ist sehr abhängig vom Aquarientyp.
    2. Reine Fischaquarien haben nicht viel mit Riffaquarien zu tun:
    - wenig Beleuchtung, damit es keine Algenplagen gibt;
    - Strömung fast genauso wichtig, weil Fische, die "Sport" treiben, sich i.A. wohler fühlen und die Wasserchemie überall im Wasserkörper gleich sein sollte;
    - Abschäumung: in allen Typen wichtig (außer, man hat sich auf Kleinstlebewesen spezialisiert)
    - Sand: wenn grabende Fische eingesetzt werden, kommt es zu keinen Fäulnisprozessen. Einige Fische benötigen sogar eine hohe Bodenschicht, weil sie darin Schutz suchen, wohnen oder darin jagen; ohne regelmäßiges Umgraben sind dicke Sandschichten eine Zeitbombe;
    - Deko: alles ist möglich, was keine Schadstoffe abgibt (und das zu beurteilen ist schwer bis unmöglich ohne vorherige Versuche). Fische verstecken sich genauso in einem Schiffswrack wie in einem Riff; ich gehe davon aus, dass Fische zu keiner Ästhetik fähig sind, also der Geschmack des Aquarianers ist ausschlaggebend. Hauptsache die Deko ist sinnvoll eingesetzt: Verstecke, Reviergrenzen, Freiraum zum Schwimmen, Strömung...
    - Biofiltrierung: für "Filterbakterien" ist die zur Verfügung stehende Oberfläche wichtig. Wie diese angeboten wird, ist egal: Riffgestein, Sinterkörper ("Siporax"), Filterschwamm, Sand, etc.. In Fischbecken müssen Ammonium/Ammoniak und Nitrit regelmäßig gemessen werden; gibt es nach der Einfahrphase Probleme, muss die Biofilterleistung erhöht werden: z.B. nachträgliche Installation eines Fließbettfilters o.ä..
    - Überlauf: die Bildung eine Kahmhaut muss unbedingt in allen Aquarientypen vermieden werden.
    3. Der Ton kann in einem Forum ruppig sein, aber glaube ich kaum, dass jemand hier Anfänger heruntermachen will. Jeder hat Fehler gemacht und die Kunst ist es, von eigenen und anderer Fehler zu lernen. Und Fehler haben wir alle gemacht. :weinen:

    Liebe Grüße, Burkhard

    Hallo Bianca & Timo,

    es kommt drauf an...

    Wenn das Salz in Leitungswasser gelöst werden soll, ist es höchstwahrscheinlich nicht voll löslich also nicht zu empfehlen.
    Wenn es in Umkehrosmosewasser (RO) gelöst wird, kommt es auf die Kohlendioxidkonzentration im RO-Wasser an: viel CO2 = gute Löslichkeit der Karbonathärtebildner. Die CO2-Konzentration ist von der Wasserhärte im Leitungswasser vor der RO-Anlage abhängig: hohe KH im Leitungswasser = viel CO2 im RO-Wasser. (Aber nicht versuchen, den pH-Wert des RO-Wassers zu bestimmen, dafür benötigt man Spezialmessketten.)
    Wenn Ihr einen Kalkreaktor betreibt, ist die KH im Meerwasser vollkommen egal, weil der Kalkreaktor locker fehlende Karbonathärte produziert.
    Selbst wenn das frische Meerwasser KH11,2 hat, wird es sich normalerweise im Aquarium schnell "verlaufen", weil viele Tiere und Prozesse die KH aufbrauchen.

    Grüße Burkhard

    Hallo Hans-Werner,

    ich weiß: ganz dünnes Eis - eine makroskopische Bestimmung von Mikroorganismen geht Richtung "rate mal wer da ist".
    Der Hinweis sollte keine Bestimmungsmethode sein, sondern nur eine Notlösung für Aquarianer, die kein Mikroskop haben. Die rote Oscillatoria kann anhand der Färbung ausgeschlossen werden, aber natürlich gibt es noch andersfarbige Arten.

    Stefan, wenn Du magst, schicke einfach eine Probe ein (wenig Wasser, viel Luft). Vielleicht überlebt die Probe und ich würde sie unters Mikroskop legen, um die Organismengruppe zu ermitteln.

    Grüße, Burkhard

    Hallo Stefan,

    für die, die kein Mikroskop haben: Dinoflagellaten kommen meist erst mit dem Licht heraus:
    Bei Beleuchtungsstart ist alles schön "sauber", nach ein paar Stunden Licht ist alles braun. Kieselalgen sind meist nicht so beweglich.

    Grüße, Burkhard

    Entmineralisiertes Wasser ist der Überbegriff von Wasser, dem Salze entzogen wurden - egal mit welche Methode (Destillation, Ionenaustausch, Umkehrosmose, Elektrodialyse) und sagt erst mal nichts über die Qualtiät aus.
    Aquadest und Aquabidest werden normalerweise in Glasbehältern zum Kochen gebracht und kann sogar Kieselsäure aus dem Glas lösen. Soll es durch Destillation weiter gereinigt werden, müssen andere Materialien verwendet werden, z.B. Quarzglas. In einfach destilliertem Wasser können noch einige µS/cm Leitfähigkeit gemessen werden. Für die Meerwasseraquaristik nur bedingt zu gebrauchen.
    VE-Wasser (vollentsalztes Wasser) wird normalerweise durch Ionenaustauscher hergestellt und entfernt nur Ionen (Salzteilchen) - ungeladene Stoffe bleiben unberührt. Ionenaustauscher können Leitfähigkeiten vergleichbar mit destilliertem Wasser produzieren. Besondere Harztypen kommen bis auf das Minimum von 0,055 µS/cm (20°C, pH 7) herunter - weiter geht's nicht. VE-Wasser ist für Meerwasseraquaristik geeignet, wenn die Leitfähigkeit deutlich unter ca. 3 µS/cm liegt - das ist die ungefähre Grenze, an der Kieselsäure im Wasser vorhanden sein kann.
    RO-Wasser (Umkehrosmosewasser; leider oft Osmosewasser genannt: jedes Wasser, dass Ionen enthält ist Osmosewasser :frowning_face: ) wird mit Umkehrosmoseanlagen hergestellt und produziert recht unterschiedliche Qualitäten von ca. 3 bis 50 µS/cm, weil die Ausgangswasserqualität neben Arbeitsdruck, Ausbeute (Abwasser-Reinwasser-Verhältnis), Membrantyp und Temperatur eine entscheidende Rolle spielt. Umkehrosmosewasser ist bedingt für die Meerwasseraquaristik geeignet.
    Die sicherste Methode ist die Kombination RO + VE, weil beide Methoden zusammen erheblich mehr Substanzen aus dem Wasser entfernen, als es jede einzelne Methode es kann. Aber: jede Technik funktioniert nur so gut, wie sie ordentlich gewartet wird.

    Grüße, Burkhard

    Hi Sandy,
    Super-Zusammenfassung :winking_face:

    Filter wie Aktivkohle oder Phosphatadsorber hingegen sollten langsam und gleichmäßig durchlaufen werden. Gut ist es, wenn sie ab und zu kurz aufgewirbelt werden, um Verbackungen durch Detritus oder organische Stoffe zu vermeiden.

    Adsorber und Aktivkohle sollten immer am Strömungsmaximum (siehe Bedienungsanleitung) betrieben werden, um maximale Leistung zu erreichen - (außer maximale Leistung ist nicht erwünscht). Das gilt aber nur für Kreislaufsysteme (also Aquarium).
    Bei Nicht-Kreislaufsystemen sieht das vollkommen anders aus; da muss tatsächlich die Kontaktzeit eingehalten werden, die von einer Menge Faktoren abhängt, um optimale Adsorption zu erreichen.

    Grüße, Burkhard

    Hallo zusammen,

    bei einfachen Antrieben gibt es immer ein "Opferteil", um z.B. den Motor zu schützen, wenn alles blockiert. Oft ist es das Antriebsritzel - eindeutig Verschleißteil. Das sollte aber auch in der Bedienungsanleitung stehen.
    Bei größeren Antrieben wird der Motor meist mit Motorschutzschalter geschützt - das ist bei Kleinstantrieben zu aufwändig.

    Grüße, Burkhard

    Hallo Thomas,

    es plätschert immer bei beiden Systemen.
    Variante 1 hat den Vorteil, das kleinste Blasen aus dem Abschäumer wahrscheinlich nicht in den Pumpenteil gelangen - es wird sich aber eine gehörige Kamhaut im Abschäumerabteil bilden.
    Variante 2 hat den Vorteil, das der "Wasserfall" durch z.B. Biobälle oder ähnlich grobes Material gedämpft werden kann.

    Gruß, Burkhard

    Hallo Karlop84,

    laut ist natürlich sehr subjektiv. Die aquabees sind schon unter den Universalpumpen sehr leise. Wenn sie laut werden, sind Lager und/oder Läufer ausgeschlagen und müssen ersetzt werden. Ausgeschlagene Lager können auch verursachen, dass eine Pumpe nach einem Stromausfall nicht wieder anlaufen. Auch Schäden in der Pumpe selbst können fehlerhafte Lager auslösen.
    Wenn es ganz leise sein soll, dann helfen nur sogenannte Energiesparpumpen, die dementsprechend gedrosselt extrem leise sind - ist aber aus Kostengründen nicht so prickelnd.

    Gruß, Burkhard

    Liebe Messer,

    alle Tropfen- und Streifentest sind ganz grobe Werkzeuge. Nur ein Hersteller (Merck) benennt diese Test als halbquantitativ, was nichts anderes bedeutet als: Pi-mal-Daumen.

    Alle Test sollten grundsätzlich von Zeit zu Zeit überprüft werden
    - mit einem anderen Test gegenmessen oder
    - mit einem Standard (= Referenzlösung).

    Alle Test und Standards sind nur bedingt lagerfähig. Die darin enthaltenen Chemikalien unterliegen der Alterung. Richtig Lagern (wie, sollte auf dem Test stehen) ist also schon eimal wichtig - bei 30° unter dem Aquarium ist nicht wirklich förderlich. Haltbarkeitsdaten werden aus Kostengründen nicht aufgedruckt. Selbst die wären keine Sicherheit.

    Photometer und Checker benutzen mehr oder weniger die gleichen Chemikalien. Der Fehler der Methode gilt also auch für diese Messungen: 10-15% Fehler vom Messbereich ist für Nitrat keine Seltenheit - und das unter Laborbedingungen. Bei Aquarienmessungen liegen die Fehler oft höher.

    Das Probennehmen ist schon ein Thema für sich: Genauigkeit der Volumina, Temperatur, Sauberkeit der Gefäße (z.B. reicht es schon beim Phosphattest, den Finger in die Lösung zu halten, um einen gewaltigen Fehler zu produzieren - Einweghandschuhe und Schutzbrille sollten standardmäßig immer benutzt werden. Einige der Chemikalien habe es in sich und sind im Auge wirklich nicht prickelend. Und fern von Kindern lagern!!!)

    Grundsätzlich gilt das oben Genannte auch für die ICP-OES und ICP-MS Analysen. Fehler sind möglich. Und einige Werte sind damit nicht messbar: z.B. Nitrat, Nitrit und Ammoniak/Ammonium. Den ICP-Analysen ist jedoch mehr zu vertrauen als den eigenen Tropfentests. Gerade der Schwermetallbereich ist nun mit dieser Methode für Aquarianer kostengünstig erfassbar.

    Und das Wichtigste: nicht jedem Wert trauen! Wenn z.B. Phosphat immer bei 0,05 mg/l lag und bei der aktuellen Messung auf einmal bei 2 mg/l liegt ist es wahrscheinlicher, dass es sich um einen Ausreißer handelt. Ehe man in Panik verfällt und etwas bekämpft, was wahrscheinlich nicht da ist, vergewissern, ob das Ergebnis stimmen kann. Jeder Test ist nur eine Punktmessung und sagt nicht über die Entwicklung eines Aquariumssystems aus. Ich kann nur empfehlen, alle Werte zu protokollieren und wenn möglich in einer z.B. Excel-Tabelle grafisch darstellen. Eine Grafik sagt viel mehr aus, als das Gedächnis von alten Messungen. Entwicklungen können sichbar gemacht werden und Ausreißer sind eindeutig erkennbar.

    Ein bisschen zum Lesen: http://aquacare.de/download/veroe…ssverfahren.pdf

    Und immer schön messen, Burkhard

    (Redfield-Verhältnis 1:16)

    Zum Redfield-Verhältnis ist anzumerken, dass es das MOLARE Verhältnis von N:P angibt - nicht das Verhältnis von NO3 zu PO4 (Wissenschaftler rechnen leider mit anderen Einheiten als Aquarianer; nicht molar gerechnet schleicht sich ein Fehler von 1,5 herein).

    Große Extrema sollten natürlich verhindert werden, aber der Redfield-Wert ist nur ein extrem gemittelter Wert und kann in unterschiedlichen Biotopen und unterschiedlichen Anteilen in Pflanzen/Algen sehr unterschiedlich vorliegen.

    Wer sich weiter für das Thema interessiert:

    http://aquacare.de/download/veroe…%C3%A4ltnis.pdf

    Ostergrüße, Burkhard

    Es gibt einige Faktoren, die die Laufzeit der Rolle beeinflussen:
    - Menge und Art des Schmutzes
    - Material des Vlieses
    - je weniger man durchlaufen lässte, desto besser ist die Filtrationsrate (nicht die Gesamtfiltrationsleistung): deshalb würde ich einen Vliesfilter immer zwischen 50% und 75% der angegebenen Maximalleistung (l/h) laufen lassen

    Grüße, Burkhard

    Transparent oder schwarz? Grundsätzlich sind dunkle (schwarze) Werkstoff deutlich unempfindlicher gegenüber UV-Strahlen als transparente Kunststoffe, weil bei schwarzen Werkstoffen nur die Oberfläche angegriffen wird. Beim PVC sind die grauen (oder weißen, roten...) Materialien als mehr oder weniger UV-resistent eingestuft, das transparente PVC jedoch nicht.
    Ähnlich ist es mit Silikon: je mehr UV-Belastung, desto poröser wird es mit der Zeit. Im Meerwasserbereich haben wir eine erheblich höhere Beleuchtungsstärke als im Standard-Süßwasserbereich (bei dem oft transparentes Silikon eingesetzt wird). Eine gute Beleuchtung hat auch einen kleinen UVA-Anteil. Schwarze Nähe halten somit länger.

    Einige Algenarten können zwischen Glas und Silikon wachsen und lösen langsam aber sicher die Verbindung. Bei schwarzem Silikon werden die Algen weniger beleuchtet und haben weniger Chancen.

    Bohrende Schnecken können ebenfalls die Grenze Silikon-Glas überwinden. Deshalb sollten auf jeder Naht kleine Glasstreifen geklebt sein, um eine mechanische Blockade zu errichten. Diese hilft auch gegen ruppig eingesetzte Stahlklingen von Scheibenreinigern.

    Die meisten Aquarienunfälle am Aquarium passieren an der Silikonnaht. Dass eine Scheibe bricht, liegt eher an einem systematischen Fehler, z.B. wenn die Seitenscheiben auf der Grundscheibe stehen (bei Acrylaquarien müssen sie auf der Bodenscheibe stehen), falsche Dimensionierung weil es ja billig sein sollte, falsche Aufstellung... .

    Wer sicher gehen will, lässt sich ein Aquarium vom Profi kleben. Leider gibt es gerade in unserer Branche einige schwarze Schafe, die nicht viel vom Kleben verstehen. Es müssen viele Punkte beachtet werden:
    - die Dimenionsierung der Scheiben muss stimmen
    - die Scheiben müssen geschliffen sein, um maximale Kräfte auffangen zu können
    - gründliche Scheibenreinigung mit dem geeigneten Mittel
    - die Scheiben richtig herum einsetzen (die mit Zinn verunreinigte Seite - verursacht durch das Float-Verfahren - nach außen)
    - der Abstand der Scheiben zueinander muss stimmen (sowohl bei Stoß- als auch bei Wulstverklebung)
    - die Qualität des Silikons ist extrem wichtig (Sanitärsilikon ist vollkommen unbrauchbar)
    - die Aushärtzeit des Silikons ist wichtig (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) oder gleich besser 2K-Silikon verwenden
    - nicht zuletzt der Transport

    Dass richtig verklebte Aquarien teurer sind als Billigprodukte aus Werweisswoher, ist somit nicht verwunderlich. Ein 1000 Liter Aquarium muss immerhin Kräfte von ca. 1 Tonne aushalten und das auf lange Zeit!

    Das gilt aber für das komplette Aquarium: man kann es billig machen, was meist nicht lange hält, oder richtig. Wenn ihr ein Aquarium aufstellen wollt, macht euch vorher Gedanken, was das alles kostet (Investition und laufende Kosten). Ein keines gut eingerichtetes Aquarium ist immer sinnvoller als eine Badewanne, die nur Probleme macht.

    Grüße, Burkhard

    Arbeite mit den N/P Pellets aber sind nicht so effektiv wie ich es mir vorgestellt habe.
    An der Fütterung liegt es nicht.

    Hallo Rainer,

    ist vielleicht eine Frage der Dosierung. Einige Herstellerangabe sind recht mutig, bis für viel Liter Aquariengröße 1 Liter Pellets reicht. Es gibt leider keine Regel, wieviel benötigt wird und wenn man eher große Aquarienvolumen angibt klingt es nicht ganz so teuer (leider sind diese Materialien wirklich teuer im Einkauf und ist nicht nur Geschäftemacherei - nicht zu vergleichen mit z.B. Polyethylengranulat).

    Grüße, Burkhard

    Hallo Rainer,

    nur Siporax wird nicht viel bringen. Von irgendwo müssen organische Stoffe herkommen, um einen effektiven Nitratabbau bewerkstelligen zu können. Und der Abschäumer sorgt dafür, dass gerade auch die organischen Substanzen sehr effektiv aus dem Wasser geholt werden.
    Dann ist man wieder bei Fütterung und den damit verbundenen Problemen (schlechte Kontrolle, sauerstofffreies oder gar schwefelwasserstoffhaltiges Wasser).
    Der Pelletfilter wirkt erst nach einer Weile (wie andere Deni-Filter auch) und läuft nach dem Motto: mehr Pellets = höhere Leistung, weniger Pellets = weniger Leistung.
    Auch die Pellets der Hersteller werden sich unterscheiden. Es sind nämlich unterschiedliche Materialien auf dem Markt. Einen direkten Vergleichstest kenne ich leider nicht.

    Grüße, Burkhard

    Es gibt aber sogenannte "All-in-one" N/P-Pellets mit einer Phophatadsorberschicht, die zumindest nach Aussage des Herstellers auch den Phosphatgehalt signifikant senken sollen. Ich habe damit keine Erfahrung, aber vielleicht findet sich jemand im Forum, der dazu etwas beitragen kann:

    Adsorber und Bio-Pellets (N-P-Pellets, POC-Pellets...) arbeiten vollkommen unterschiedlich. P-Adsorber nehmen Phosphat aus dem Wasser und lagern ihn an die Adsorberstrukturen; ist der Adsorber erschöpft muss er ausgetauscht werden.

    Bio-Pellets sind eine Kohlenstoffquelle, die von Bakterien genutzt werden kann. Sie fressen die Bio-Pellets bildlich gesprochen auf. Beim Fressen müssen die Bakterien auch noch Stickstoff und Phosphor aufnehmen; diese beiden Elemente nehmen sie in Form von Nitrat und Phosphat aus dem Wasser (ungefähr in einem molarem Verhältnis 16:1 - ich kann mir nicht vorstellen, wie "All-in-one" verstärkt Phosphat aus dem Wasser entfernen kann). Die Bio-Pellets lösen sich (sehr) langsam auf und müssen nur nachdosiert werden.
    Also nie zusammen in einem Filter verwenden (Wie soll der Adsorber wieder von den Pellets getrennt werden? Unterschiedliche optimale Fließgeschwindigkeiten...). Beide Methoden in einem Aquariumsystem sollte unproblematisch sein.

    Warum nicht gleich Wodka? Funktioniert, hat aber gravierende Nachteile: Wodka (oder andere "Nitratkiller") wird so schnell von Bakterien aufgefressen, dass es zu Bakterientrübe und damit einhergehendem Sauerstoffmangel im Aquarium kommen kann - die Dosierung ist also sehr tricky. Die Bio-Pellets (u.a.) sind sehr viel sicherer, weil sie erheblich langsamer arbeiten und es somit eine akute Überdosierung nicht geben kann: fallen Nitrat / Phosphat zu tief, wird einfach ein Teil der Pellets dem Filter entnommen und für später aufbewahrt - reicht die Leistung nicht, kann mehr davon eingesetzt werden.

    Grüße, Burkhard

    Sowohl die Stabilität als auch die Höhe der Karbonathärte spielen eine Rolle. Die Höhe der Karbonathärte entscheidet, wie stabil der pH-Wert ist (Tag-Nacht-Schwankungen), wie hoch der pH-Wert ist und damit wieviel freies CO2 im Wasser vorliegt. Alles Faktoren, die das Wachstum der Cyanos (nicht nur der) direkt oder indirekt beeinflussen KÖNNEN. Der obige Link soll auch nicht als Theorie sondern lediglich als These fungieren.

    Grüße, Burkhard

    Hallo Stefan,

    Strudelwürmer sicher auseinander halten zu können, da braucht man einen Spezialisten! Und da gibt es nicht viele auf der Erde.

    Strudelwürmer sind oft Parasiten, die auf wenige oder eine einzige Art angewiesen sind. Ist der Wirt nicht verfügbar stirbt der Strudelwurm schnell ab. Die Chance ist aber gut, dass er genau von Deiner Korallen kommt. Einzige Möglichkeit: die Korallen beobachten (auch bei Nacht mit der Taschenlampe), ob noch mehr Strudelwürme zu finden sind. Wenn ja, absammeln. Wenn das nicht geht, die Koralle kurz in Süßwasser baden (habe ich aber noch nicht mit einer Cynarina gemacht???).

    Grüße, Burkhard

    Natriumcarbonat stellt man aus Natriumhydrogencarbonat her, indem man es erwärmt.... Gewichtsverlust rund 65%.

    Ergo, der Einfluss auf die Karbonathärte ist fast IDENTISCH, egal ob mit heißem Wasser angesetzt oder nicht. Die Wirkung auf den PH-Wert hingegen ist komplett anders.

    Da kann etwas nicht stimmen. Wenn beim Erwärmen CO2 frei wird, geht ein Teil der Pufferkapazität (KH) in die Atmosphäre und steht dem Aquariumwasser nicht mehr zur Verfügungung. Die Wirkung kann nicht identisch sein. - Dass beide Lösungen unterschiedliche Wirkungen auf den pH-Wert haben ist natürlich klar. Und die Regel bei hohen pH-Werten mit Hydrogencarbonat, bei tiefen pH-Werten mit Carbonat zu puffern, ist absolut plausibel.
    (Übrigens der Umweg über erwärmtes Nariumhydrogencarbonat ist nicht notwendig, Natriumcarbonat gibt es ebenfalls und ist in Wasser gut löslich)

    Grüße, Burkhard