Beiträge von Burkhard Ramsch

    Der Nährwert von grünem Salat geht so gegen Null, bis auf Nitrat im Wintersalat ist kaum etwas an Proteinen, Fett, Vitalstoffe enthalten. Da gibt es wesentlich gehaltvolleres Gemüse und wenn es der gute alte Löwenzahn ist. Eine alleinige Salatkur würde höchstwahrscheinlich schnell tödlich enden (je nachdem was so noch im Becken wächst).

    Aber: die Fische haben Abwechslung, haben für längere Zeit etwas zu tun, das Sozialgefüge wird gefestigt und es macht einfach Spaß zuzusehen.
    Gutes Trockenfutter (Granulat, Flocken) hat eine hervorragende Zusammensetzung (Verhältnis Fett-Protein-Kohlenhydrate, Vitamine, HUFAs, Mineralien). Trotzdem kann ich es als Alleinfutter nicht empfehlen. Fische benötigen einfach die Abwechslung: Farbe, Form, mit oder ohne Beinchen, Größe, Struktur, Geschmack, Bewegung.

    Pizza ist ja ganz lecker, aber jeden Tag das Gleiche?

    LG Burkhard

    Ich glaube, es kommt in ersten Linie auf die Strömung im Bodenbereich an.

    Hallo Bernd,

    die gute Strömung im Bodenbereich ist selbstverständlich ein extrem wichtiger Faktor, um die Detritussedimentierung im Bodengrund zu verringern. Aber es wird sich Mulm ablagern - ist physikialisch gar nicht anders möglich (wenn nicht ständig Bodenbuddler oder Aquarianer dagegenarbeiten). Wie viel und wie schädlich, das ist immer die Gretchenfrage und zu komplex, um DIE Lösung parat zu haben. Oft genug wird ein sich aufbauendes Unglück nicht schnell genug erkannt und dann mit einem Hauruckverfahren die Lösung gesucht - das Gegenteil ist der Fall: ein geschwächtes System wird durch eine Totalreinigung des Bodens fast zwangsläufig in den Abrund getrieben (so vorsichtig kann man nicht den Boden säubern).

    LG Burkhard

    Das haarsträubendste, was mir passiert ist, dass ein Kunde von seinem absolut gleichbleibenden pH-Wert schwärmte. Kein Wunder - das Gummikäppchen war bei der Dauermessung andauernd auf der Messkette. Mal wieder ein Fall für RTFM.

    LG Burkhard

    Die Methode ist etwas umständlich und muss wirklich lange aufrecht erhalten werden, hilft dann aber auch zuverlässig.

    Mit einem guten Kalkwassermischer hält sich die Arbeit in Grenzen. Es muss aber darauf geachtet werden, dass die maximale Beladung mit Calciumhydroxid wirklich hoch ist, um nicht jede Woche das System erneut füllen zu müssen. Geräte unter 200 g Befüllung sind in meinen Augen nicht brauchbar.
    Für die ersten Versuche ist natürlich auch der Handbetrieb der Kalkwassermethode möglich.
    Kalkwasser ist zwar eine alte Methode aber eine sehr wirksame und entfernt gleichzeitig auch noch Phosphat.

    LG Burkhard

    Hallo Hajo,

    prinzipell hast Du recht: man sollte immer nur im Bereich zwischen den beiden Kalibrierlösungen messen. Die hohen Kalibrierlösungen (>8) haben nur den Nachteil, dass sie sehr schnell "verderben" (das CO2 der Luft senkt den pH-Wert der Lösung). Und ganz schnell kalibriert man so falsch.

    LG Burkhard

    Hans-Werner,

    beim Wirkungsgrad von Kühlern werden eigentlich Äpfel mit Birnen verglichen. Bei einem "Wirkungsgrad" von z.B. 500% wird die hineingesteckte Energie (Anschlussleistung des Kühlgerätes) mit der transportierten Energie verglichen, wenn diese tatsächlich umgewandelt werden würde (z.B. mit Strom), aber sie wird nur transportiert.

    Der Kühleffekt von Ventilatoren über Aquarien wird neben den schon beschriebenen Faktoren auch vom Abdeckungsgrad des Aquariums beeinflusst. Kleine Leuchten mit z.B. Spot-Strahlern lassen eine effektive Kühlung durch Ventilatoren zu als große Leuchten mit Einzel-LEDs.

    Wir haben mal ein paar kleine Lüfter-Versuche gemacht. Ist hier vielleicht mal interessant:


    BeleuchtungstypHQIT5LED
    Farbtemperatur 12.500 K 13.500 K 6.500-8.000 K
    Leistung 250 W 234 W 100 W
    Lichtstrom 14.500 lm 13.500 lm 11.000 lm
    Ausbeute 58,0 lm / W 57,7 lm / W 110 lm/W
    Maximale Oberflächentemperatur der Lampe* / des Leuchtengehäuses 120°C / 73°C 80,1°C / 58,7°C 46,8°C / 30,1°C
    Max. Oberflächentemperatur der Lampe* / des Leuchtengehäuses
    mit Lüfter
    72,7°C / 58,3°C 46,8°C / 39,6°C 45,5°C / 28,0°C
    Maximale Wassertemperatur über Raumtemperatur ohne / mit Lüfter2,8°C / 1,1°C4,3°C / 1,3°C0,7°C / 0°C


    Tab. 1: Kenndaten der verwendeten Leuchten (Herstellerangaben). Versuchsbedingungen siehe Abb. 7.
    * bei der HQI-Leuchte wurde die Deckglastemperatur der Leuchte gemessen anstatt die der Lampe („Brenner“) - die Lampe hat eine deutlich höhere Temperatur. Bei der aktiv gekühlten LED-Leuchte wurde die Temperatur des Kühlkörpers gemessen und anschließend mit dem Erfahrungswert 12°C addiert (Differenz zwischen Kühlkörper- und LED-Temperatur aus vorherigen Versuchen).

    LG Burkhard

    Ameisensäure gegen Kalk und Chlor gegen Bakterien funktioniert. Danach gründlich mit klarem Wasser spülen.
    Ich würde die Chemikalien immer mit dem Hersteller absprechen, nicht dass irgendeine exotische Dichtung den Geist dabei aufgibt.

    LG Burkhard

    Ach so, da sind wir wieder beim Anfang. Die Wärme wird nur transportiert. Ob ich jetzt einen Eimer Bier oder einen Eimer "Wärmeenergie" transportiere ist wurscht. Das hat nichts damit zu tun, wie ich die Wärme produziert habe.
    Apropos: ich habe für heute von der Wärmeenergie hier im Raum genug und werde das Kühlgerät auf Hopfen&Malz-Basis anwerfen.

    LG Burkhard

    temporären Anstieg der Temperatur um ca. 2 Grad gemessen

    Je größer der Luftaustausch desto besser funktioniert es - bis man beim maximalen Luftaustausch = Splitgerät angekommen ist. Meine Ausführungen sollten kein Abraten zu Aquarienkühlern sein!

    Hans-Werner, die Frage habe ich nicht verstanden. :loudly_crying_face:
    Der Entfeuchter wird den Raum immer aufheizen, wie ein offener Kühlschrank. Die Wärme-Kühl-Leistung eines Entfeuchters ist auch nicht sehr hoch, weil ja nur ein paar Gramm Wasser aus der Luft kondensiert werden müssen. Pro Kubikmenter Luft bei 25°C werden bei einer Senkung der relativen Luftfeuchtigkeit um 10%-Punkte nur 2 g Wasser kondensiert.
    Die Wirkungsgrad der unterschiedlichen Geräte kenne ich leider nicht. Die der Entfeuchter werden schlechter sein, weil sie weiter herunterkühlen müssen (unter den Taupunkt; nehmen wir mal 15°C an) als ein Aquarienkühler (nehmen wir mal 25°C für ein tropisches Aquarium an).

    LG Burkhard

    Luftkühler wirken immer auch als Luftentfeuchter, weil sich zwangsläufig an der kühlen Seite Kondenswasser bildet (elektrische Luftentfeuchter arbeiten genauso, nur das die Abwärme nicht nach außen geführt wird und deshalb der Raum wärmer wird). Aquarienkühler können nicht entfeuchten, weil die kalte Seite im Wasser ist. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt aber trotzdem, weil die Lufttemperatur im Raum ansteigt und somit die Verdunstungsleistung des Aquariums ebenfalls ansteigt - wenn man keine tropischen Nächte hat, mit einem Aquarienkühler bekommt man sie garantiert.
    Und nebenbei: Wärmepumpen zur Beheizung von Häusern haben tolle Wirkungsgrade und elektrische Heizungen sollten verboten werden, aber da war doch etwas mit Lobbyisten...

    LG Burkhard

    Sand vollständig auszutauschen sieht immer sehr nach Komplettrenovierung aus mit den üblichen Einfahrfolgen. In meinen Augen ist ein regelmäßiges Absaugen des Drecks mit einer Mulmglocke erheblich sinnvoller, wenn es Stück für Stück durchgeführt wird. Besser für die Bodenfauna und besser für die Wasserwerte. Muß aber wirklich regelmäßig gemacht werden und nicht wenn die Folgen der Verschlammung schon eingetreten sind. Vorteilhaft ist auch, wenn der Riffaufbau so gestaltet ist, dass man überall drankommt, bzw. die versteckten Stellen ohne Bodengrund sind und kontinuierlich freigespült werden (die gute alte Riffspülung). In Systemen ohne Wasserwechsel hat man natürlich ein Mulmproblem, da hilft auch kein Vliesfilter sondern nur nackige Becken mit passenden Riffbewohnern - alles was vom oder im Sand lebt hat dort nichts zu suchen.
    Ob nun feiner oder grober Sand? Das Zwischenraumvolumen ist jetzt nicht so großartig unterschiedlich; in feinem Sand hat man nur erheblich feinere Sedimente, in grobem Sand ist auch grober Unrat zu finden - aber auch mehr an Krabbeltieren, die gern von einigen Fischen (Synchiropus spec., Seenadeln u.v.a.) gefressen werden. Grober Sand ist mit einer Mulmglocke auch einfacher zu reinigen, als feiner Sand. Ich würde die Entscheidung rein von den gewünschten Tieren abhängig machen.
    Und um zum Thema zurückzukommen: Sand kann nie weiß bleiben, es wachsen immer Bakterien und Algen darauf. Wenn der Sand regelmäßig durchgekaut und umgeschichtet wird, bleibt er natürlich heller, als wenn er unbewegt bleibt. Und ehrlich: viele der Bilder mit schneeweißen Bodenschichten sind gefaked, weil vor dem Foto schnell mal neuer Sand draufgeschüttet wird und Fotoshop gibts ja auch noch.


    LG Burkhard

    Hallo Hans-Werner,

    ist nur ein Haken dabei: ich benötige mehr Energie, um Wasser abzukühlen als Luft aufzuheizen. Durch die extrem unterschiedliche Wärmekapazität (Wasser - trockene Luft) wird ein große Aquarienraum, in dem ein Kühler steht, schnell wärmer und das kleine Aquarienwasservolumen nur wenig kühler. Das delta-T steigt somit schnell an und die Wirkung des Kühlers wird schnell geringer (daher Energiefresser). Deshalb sind das einzig sinnvolle die Splitgeräte, die für den Wärmeteil die "unendlich große" Außenluft haben und nicht einen kleinen Aquarienraum (auch wenn es das 100 m2 Wohnzimmer ist).
    Elektrische Heizer sind die großen Energiefresser - mehr als 100% Abwärme kann man nicht produzieren. Alles andere hat bessere Wirkungsgrade: Leuchten, Pumpen, Motoren... Letzendlich verkümmert jede Art von Energie irgendwann zu Wärme. Deshalb wird eine untergetauchte Pumpe immer ihre vollständige Anschlussleistung unabhängig vom Wirkungsgrad zu 100% in Wärme umwandeln - wie ein elektrischer Heizer. Die zwischendurch "erzeugte" Bewegungsenergie (Energie kann man nicht erzeugen!) ist hingegen sehr abhängig vom Wirkungsgrad. Wo früher eine 100-W-Pumpe eingesetzt wurde, reicht heute eine 30-W-Pumpe für die gleiche Strömung aus.

    LG Burkhard

    Hans-Werner,

    genau richtig: alle Kühlgeräte sind nichts weiter als Wärmepumpen, ob nun die Kälte (Kühlschrank, Aquarienkühler und jetzt nicht zu vergessen die Bierkühler) oder die Wärme (z.B. zum Heizen einer Wohnung) genutzt wird.
    Die direkte Umwandlung von Strom zu Kälte geht auch: dann sind wir beim Peltier-Element. Die sind nur für kleinste Leistungen zu gebrauchen (z.B. elektrische Kühltasche), weil der Wirkungsgrad katastrophal ist (nur ein paar Prozent).
    Das Kelvin ist auch irgendwo versteckt. Oft wird die Kühlleistung bei einem bestimmten Temperaturunterschied angegeben; je kleiner der T-Unterschied, desto höher sieht die Kühlleistung aus. Bei dem jetzigen Wetter haben wir natürlich einen großen T-Unterschied, so dass die Kühlleistung schnell nach unten sinkt. Die Beziehung ist nicht linear, so dass eigentlich Kühlkurven angegeben werden müssten, um eine sichere Aussage machen zu können, ob das Kühlaggregat reicht oder nicht. Aber wer weiß schon, welche Leistung für das Aquarium benötigt wird.... So muss man sich auf die Angabe der Hersteller verlassen noch den Sicherheitsfaktor 1,5 draufschlagen und gut ist.

    LG Burkhard

    Bei Kühlgeräten wird die Wärme nur transportiert (von der kalten Seite zur warmen Seite).
    Nicht wie bei einer Heizung: da wird tatsächlich 1 Watt elektrische Energie zu 1 Watt Wärmeenergie umgewandelt.
    Die Daten der Kühlgeräte sind natürlich geschönt und in der Praxis wird diese Kühlleistung nie erreicht. Bei einem jetzigen delta-T (36°C zu 25°C = 11°C) sinkt die Kühlleistung dramatisch. Wichtig ist, dass der im Kühlgerät eingebaute Wärmetauscher optimal durchströmt wird (also die Wasserleistung immer am oberen empfohlenen Wert einstellen - also wieder schön auf die Kennlinien der verwendeten Pumpen achten), sonst läuft das Gerät "im eigenen Saft" und leistet noch weniger.

    LG Burkhard


    Hallo Hans-Werner,

    da scheint es reichlich viel unterschiedliche Infos im Internet zu geben. Bei dem obigen Beispiel sind es ca. 5% zwischen 0 und 3,5% Salzgehalt; bei https://elearning.physik.uni-frankfurt.de/data/FB13-Phys…hang1/cd425.htm sind es 7%; habe aber auch andere Zahlen gefunden.
    Die wirklich interessanten Artikel sind selbstverständlich nicht frei herunterladbar. Und da stehen wir wieder beim Wissenschaft-und-Internet-Problem. Seriöse Infos sind nicht frei einsehbar und werden nur von Unis, Instituten u.a. verwendet. Fake-News verbreiten sich natürlich wieder ungehindert. Irgendwann wird der Wissenschaft überhaupt nicht mehr geglaubt, weil "alternative" Infos einfach überhandnehmen.
    Ich habe keine Ahnung wie groß der Unterschied nun wirklich ist :confused_face:

    LG Burkhard

    - Statt UO-Wasser Salzwasser, z. B. frisch angesetztes Meerwasser, nehmen, das kühlt effektiver weil es bei unter 0°C schmilzt und so mehr Kälte transportiert. Eis isoliert.

    leider keine gute Idee :frowning_face: . Die Wärmekapazität von Meerwasser ist niedriger als von Süß- oder RO-Wasser (nur knapp über 90%). Die meiste Energie wird beim Schmelzen des Eises aus dem umgebenden Wasser gezogen, so dass dieser Umstand jedoch nicht wirklich viel ausmacht.
    Meerwasser hat aber den Vorteil, wenn die Tüte kaputtgehen sollte, wird das Wasser nicht verdünnt. :smiling_face:
    Grundsätzlich geht aber beides.

    LG Burkhard

    Eine allgemeinegültige Temperatur, ab wann Stress beginnt, kann es nicht geben. Wie schon in Beitrag 15 aufgezählt, gibt es zu viele Faktoren, die Stress verursachen und alles ist natürlich artspezifisch. Ist zusätzlich noch anderer Stress (Licht, pH, komplette Chemie...) vorhanden, nimmt die Koralle kleine Temperaturerhöhungen deutlicher übler als ohne andere Stressfaktoren.

    Platt gesagt: alles was über der normalen Aquarientemperatur (mal über den Daumen 25°C - je nach Herkunft der Tiere) liegt, ist Stress und kann sich negativ auswirken. Da sollte man nicht den spitzen Bleistift nehmen und bei 1°C höherer Temperatur ganze 3 EUR für den Sommer sparen, wenn man schon einmal ein Kühlgerät hat. Ich persönlich mache mir ab 28°C Sorgen.

    LG Burkhard

    Wenn die Tiere keine großen Salatblätter, Noriblätter kennen, kann es sein, das sie vor dem "Killersalatblatt" Angst haben. Dann einfach das Blatt mit einem Stein auf dem Boden befestigen, so dass nur wenig vom Blatt herausschaut. Wenn die Tiere auf den Geschmack gekommen sind, kann das Blatt immer größer werden. Sobald ein Fisch auf Salat steht, fangen die anderen auch an, gierig danach zu schnappen - Futterneid...

    LG Burkhard

    Das ist durchaus möglich. Die oberste Temperaturtoleranz eines Tieres ist sehr stark abhängig:
    - vom Allgemeinzustand des Tiers (jede Art von Stress setzt die T-Toleranz herunter)
    - Höhe der Temperatur
    - Dauer der zu hohen Temperatur
    - natürlich von der Art, Unterart, Genotyp
    - Beleuchtungsstärke (würde ich bei zu hohen Temperaturen immer herunterfahren; hat zwei Vorteile: weniger direkter Wärmeeintrag und weniger Lichtstress für die Tiere)

    LG Burkhard

    Bei der Methode muss gehörig auf das gewählte Material der Kühlspirale geachtet werden. Edelstahl (auch V4A) sind nicht chloridfest, d.h. es wird mit der Zeit Lochfras geben und Metallionen gelangen in das Meerwasser. Edelstähle enthalten Chrom und Nickel (Chrom-Nickel-Stähle) und können unter ungünstigen Bedingungen diese Ionen abgeben.
    Für eine kurzzeitige Nutzung wird das wohl noch funktionieren - als Dauereinsatz und am besten in Kombination ohne Wasserwechsel kann das schief gehen. Geeignete Materialien sind Super-Duplexstahl und Titan (selbst bei Titankühlern gibt es Gerüchte, dass "etwas" herauskommt).

    Wärmetauscher aus Kunststoff funktionieren ebenfalls, sind leider nur teurer als Kühlgeräte und sind nur sinnvoll, wenn diese mit einer vorhandenen zentralen Klimaanlage verbunden werden - dafür absolut geräuschfrei.

    LG Burkhard

    Hallo Hans-Werner,

    es waren nur ganz einfache Versuche gewesen. Definierte Probe wurde in definierter Wassermenge bei RT aufgetaut und nach 20 min bzw. 2 h das o-Phosphat im Auftauwasser gemessen. Proben wurde vorher auf 0,2 µm filtriert.
    Woher das o-Phosphat stammt? Ob im Wasser der Probe oder ob schon Zersetzungsprozesse stattfanden :confused_face:

    LG Burkhard

    Ein zweiter Ventilator bringt normalerweise mehr (wichtig: die Luftfeuchtigkeit im Raum darf nicht zu hoch sein - zur Not lüften, auch wenn es noch so heiß draußen ist).
    Probiere es mit der Eisversion gern einmal aus und messe die Temperatur mit einem guten Termometer (mindestens 1/10 Auflösung) und berichte über Deinen Versuch.

    LG Burkhard

    Hallo Sandy,

    das Rumgammeln von aufgetautem Frostfutter wird in meinen Augen noch immer unterschätzt. Nach dem Auftauen (in kaltem Wasser und dann absieben) sollte Frostfutter direkt verfüttert werden oder zumindest kühl gelagert werden.
    Phosphat kommt trotzdem ins Aquarium - die fressenden Tiere scheiden das Zuviel einfach wieder aus. Damit muss man leben und die Technik dementsprechend anpassen.

    LG Burkhard

    Hallo Stefan,

    wenn Dein Aquarium schon am oberen Ende der Phosphatkonzentration sein sollte, würde ich das mit den Muscheln
    sein lassen. Muscheln werden von einigen Tieren sehr gern genommen, aber leider sind sie regelrechte Phosphat-Schleudern. Das untere Diagramm zeigt Phosphatkonzentrationen im Auftauwasser einiger Frostfuttersorten. Ich vermute mal, dass es bei frischen Tieren auch nicht viel besser aussehen wird.


    LG Burkhard

    Bei einem Nano-Aquarium ist das noch eine Maßnahme. Bei Becken über ca. 50 Liter ist es leider vergebliche Liebesmüh, weil die Wärmekapazität des Eisbeutels absolut nicht ausreicht, um einen winzigen Erfolg erkennen zu können.
    Ein Ventilator, der über die Wasseroberfläche bläst, kann bis zu 3°C die Wassertemperatur senken. Er muss jedoch schon eine hohe Leistung haben: die 40x40mm Ventilatoren bringen fast nichts.
    Wenn es um wenige Tage geht - wie in normalen Sommern :pouting_face: - kann auch die Hauptbeleuchtung reduziert oder ausgeschaltet werden.
    Ansonsten Kühlgerät.

    LG Burkhard

    Es gibt Substanzen, die pharmazeutisch wirksam sind. Diese benötigen eine Zulassung und der Vertrieb darf nur über Apotheken / Tierärzte stattfinden, um Schäden zu vermeiden. Das ist vom Prinzip hier in Europa gut geregelt. Denn niemand sollte ein Mittel im Aquarienschrank stehen haben, dass sich mal eben ein Kleinkind einverleibt - die Folgen können katastrophal sein. (Chemikalien sollten dort nie aufbewahrt werden: zu warm, zu feucht, zu gefährlich; auch "harmlose" Chemikalien wie Calciumchlorid sind in der passenden Dosis nicht mehr harmlos...)

    Zulassungen sind extrem teuer und deshalb werden wirklich gute Medikamente nicht über den Aquaristikvertrieb (denn nur Apotheken...) verfügbar sein - dieser Markt ist einfach zu uninteressant, d.h. die Kosten würden nicht durch den Verkauf wieder hereinkommen, geschweige denn es könnte Gewinn gemacht werden.
    Zum Beispiel gibt es hervorrangende Mittel gegen Plattwürmer, aber der Aquarianer hat Probleme, an diese Mittel zu kommen und findet keine vernünftige Dosierungsanleitung.

    Ein apothekenpflichtiges Medikament zu nehmen und einfach ein anderes Etikett draufzupappen ist vollkommen illegal. Selbst der Erwerb ist strafbar - es droht vom Zoll eine nette Strafe und die Vernichtung des Präparats. In einigen Branchen ist der Missbrauch enorm: Muckibuden, selbsternannte Wunderheiler und natürlich die ewige Viagra-Nachfrage. Oft genug sind diese Internetmedikamente aus Indien, China u.a. entweder nicht wirksam oder haben gar extreme Nebenwirkungen.

    LG Burkhard

    Das muss man durchrechnen. Dazu braucht man die gewünschte Anschlussleistung (Watt-Angaben auf den Pumpen) und natürlich die Spannung der Batterie (ich gehe mal von 12 Volt aus).

    12 V x 130 Ah = 1560 Wh

    1560 Wh / Summe der Pumpenleistung = h

    Wobei die erreichnete Stundenanzahl die maximal mögliche ist. Durch den Umformer gibt es natürlich Verluste. Und auch muss die Batterie noch fit sein und am besten auch geladen.
    D.h. das komplette System muss regelmäßig getestet werden, um tatsächlich Sicherheit zu haben.

    LG Burkhard

    Vielleicht doch mal interessant:
    Gase sind grundsätzlich kompressibel, d.h. sie können zusammengedrückt werden. Wenn eine Leitung nachgibt, gibt es eine Explosion (das Gas dehnt sich wieder aus) mitunter erheblichen Folgen. Wasser ist nicht kompressibel, d.h. wenn da eine Leitung kaputt geht, macht es knacks und es kommt "nur" Wasser heraus.
    PVC wird mit der Zeit spröde und deshalb sind die meisten PVC-Rohre nicht für Druckluft zugelassen. Der obige Link zeigt ein Kompositmaterial: Weich-PVC plus Gewebe. Durch das Gewebe sind Explosionen (im angegebenen Druckbereich) ausgeschlossen, weil die Zugkräft (durch den inneren Druck auf das Material) aufgefangen werden.
    Für Druckluft gibt es jede Menge Rohre/Schläuche z.B. aus PE oder PA oder das oben gelinkte Weich-PVC-Gewebe-Komposit.

    LG Burkhard

    im Bereich Umkehrosmose:
    Reinstwasserfilter = Silikatfilter = Nachfilter = Mischbettfilter = VE-Filter: der Inhalts macht's: es muss ein stark saueres, stark basisches Mischbettharz sein (oder aufgeteilt in Einzelfilter: Anionenaustauscher und Kationenaustauscher).

    LG Burkhard

    So ein Testgerät habe ich auch / Zeigt beim Ausgangswasser knapp 400 an und am Ende 21.

    Hallo Dieter,

    400 gegen 21 am Ausgang der RO wäre sehr, sehr gut bei nur so geringem Vordruck. Am Ende des Mischbettharzes wäre das allerdings grottenschlecht und das Harz muss ausgetauscht werden. Dein Gerät sollte nach dem Harzfilter 0 anzeigen.
    Wie schon bereits erwähnt: "Pumpe vor die Anlage" nur bei vorfiltriertem Wasser oder nicht ohne Aufsicht laufen lassen. Wenn die Komponenten bereits vorhanden sind, würde ich das ausprobieren. Die Proline ginge natürlich auch, dann aber den Tankausgang verschließen und das Wasser direkt über den letzten Filter (Harz) frei auslaufen lassen.

    LG Burkhard

    Möglicherweise ändert sich dadurch auch die Qualität des Osmose-Wassers.

    - Definitiv verbessert sich die Qualität des Reinwassers bei steigendem Arbeitsdruck (wenn man es nicht übertreibt und die Ausbeute damit großartig verändert)
    - Die Membran verschleißt bezogen auf die produzierte Wassermenge nicht schneller bei höherem Druck; deswegen den maximal möglichen und zulässigen Druck wählen.
    - Die Vorfilter verschleißen bezogen auf die produzierte Wassermenge nicht schneller bei höherem Druck.

    LG Burkhard

    Deine Theorie mit dem Abschäumer ist natürlich Unsinn.

    Hallo Andre,

    die Sauerstoffkonzentration im Wasser ist abhängig von:
    - der Sauerstoffkonzentration in der Luft (also in unseren Aquarium als konstant anzusehen)
    - dem Sauerstoffeintrag der photosynthese aktiven Organismen (leider nur tagsüber; nachts atmen sie leider auch den Sauerstoff weg)
    - dem Sauerstoffeintrag aus der Luft in das Wasser
    - dem Verbrauch des Sauerstoffs im Wasser durch Tiere, Bakterien, Algen (nachts)

    Gerade der letzte Punkt ist überhaupt nicht abzuschätzen. In einigen Systemen liegt er niedrig, in anderen sehr hoch.
    So kann es durchaus sein, dass der gleiche Abschäumer in dem einem System eine normale in einem anderem System eine zu niedrige Sauerstoffkonzentration erzeugen kann. Unbestreitbar ist der Abschäumer mit seiner extrem großen Oberfläche der Luftblasen das effektivste technische Sauerstoffeintragsytem; er kann sogar das Wasser übersättigen. - Natürlich können auch Aquarien ohne Abschäumer und mit extrem hohen Bodengrund (Jaubert, Deep Sand) ohne Abschäumer laufen - ist nur eine Frage des Sauerstoffverbrauchs des Gesamtsystems. Und der Sauerstoffverbrauch hängt hauptsächlich vom Eintrag organischer Substanzen (Futter, Aminosäuren, Proteine....) ab und wie schnell diese wieder das System verlassen (Tierwachstum, Adsorbat des Abschäumers, Partikelfilter, Wasserwechsel u.a.).
    Wir versuchen hier die Ursache des niedrigen Sauerstoffgehalts (wenn die Messung tatsächlich aussagekräftig war) zu ermitteln. Und aus praktischen Versuchen haben wir mit einer verbesserten Abschäumung die Wasserqualität des Wassers verbessert:

    http://aquacare.de/download/referenz/d_rep_turkua.pdf

    Ob es in diesem Fall die Ursache ist, da kann ich auch nur spekulieren.

    LG Burkhard

    leider wird nicht die elektrische Leitfähigkeit gemessen, die - mit dem Rohwasser verglichen - eine Aussage über die allgemeine Rückhaltung macht. Mit dieser allgemeinen Rückhalterate können Rückschlüsse auf z.B organische Rückhalterate gemacht werden.

    Den Anlaysen ist leider auch nicht ganz zu trauen. Bei uns kam es vor, dass unsere zweistufige Labor-Umkehrosmoseanlage (und ich meine wirklich zweistufig: das Reinwasser der ersten Stufe geht in eine zweite RO-Membran; Gesamtrückhalterate 99,4%) kein Silikat produzierte, der nachgeschaltete Mischbettfilter jedoch deutlich Silikat produzierte. Bis auf einen Messfehler haben wir keinerlei Hinweise, wie so etwas geschehen kann. Medienberührte Materialien im Reinstwasserbereich sind nur PE und NBR-Dichtungen und natürlich das Harz auf Polystyrolbasis.

    LG Burkhard