Hi Andre,
Was ist denn dabei signifikant?
siehe meinen Punkt 1: das prozentuale entfernte BSA lag bei dem einen Abschäumer bei 56±15 und bei einem anderen bei 95±5. Das ist signifikant. Also eindeutig hat der erste Abschäumer wesentlich weniger entfernt (ein wenig mehr als die Hälfte), als der zweite (fast alles). Auch einfache Ergebnisse darf man durchaus interpretieren
Haha, es gibt also keinen Nachweis. Wer sagt Dir denn das diese überhaupt wichtig ist?
Was willst Du denn? Erst sollen Hersteller einen Beweis antreten und dann stellst Du Deine eigene Forderung in Frage. Da weiß ich nicht mehr, was ich dazu sagen soll.
Genau, ein mathematisches Modell als Grundlage, um Vergleiche durchführen zu können. Das Modell erachtest Du als valide?
Ich bin kein Mathematiker. Meiner Meinung nach sehen die Modelle o.k. aus, aber da sollen sich Mathematiker drum streiten. Aber die praktischen Ergebnisse passen aufgrund der hohen Messungenauigkeiten nicht hinein, um signifiante Unterschiede in den Batch-Versuchen herauszustellen (also Mathe funktioniert nicht oder Messung funktioniert nicht). Und noch einmal: batch-Versuche halte ich nicht für besonders geeignet, um kontinuierliche Prozesse zu beschreiben.
Du behauptest jetzt, ohne den Nachweis führen zu können, das die Ansprechgrenze, die scheinbar nur Du für relevant hallst, der entscheidende Faktor ist.
Das sehe ich ganz pragmatisch. Im realen Betrieb beginnt ein Abschäumer irgendwann einmal abzuschäumen (jetzt mal alle Faktoren, die eine Schaumhemmung verursachen können, ausgeschlossen), d.h. die Konzentration eines abschäumbaren Stoffes ist über die Ansprechgrenze des Abschäumer gestiegen. Der Abschäumer schäumt und schäumt und schäumt, bis die Konzentration wieder unter die Ansprechgrenze gesunken ist. - Ein Abschäumer, der eher beginnt zu arbeiten ist für mich besser geeignet, als ein Abschäumer, der erst bei einer höheren Konzentration beginnt, weil er einfach einen Vorsprung hat und die Konzentration weiter herunterschrauben kann (die biologischen Fragen jetzt wirklich beiseite gelassen). - Ich habe den Durchbruch der Riffaquaristik miterlebt, als einerseits anständige Beleuchtungen und andererseits Abschäumer eingeführt wurden. Dieser Quantensprung kann nicht wegdiskutiert oder wegberechnet werden, auch wenn Theorie und Bemessungsgrundlagen für Abschäumer weit hinterherhinken. - Das ist ähnlich, wie vor langer Zeit berechnet wurde, dass die Hummel nicht fliegen kann, weil die Flügelfläche für so einen schweren Körper zu klein sei. Der Hummel waren diese Ergebnisse vollkommen egal und ist trotzdem geflogen. Heute weiß man, dass die Bildung von Luftwirbeln an den Flügelspitzen die Flugfähigkeit verursachen. - Bei den Abschäumern ist es ähnlich: die positive Wirkung für Riffaquarien ist nachgewiesen durch tausende von Aquarianern auch wenn die Theorie mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Vielleicht erlebe ich es noch, dass jemand eine allgemein anerkannte Leistungsermittlung von Abschäumern entwickelt. Und wenn nicht, den Korallen und Fischen ist es egal und wachsen weiter.
Ich habe schon mal die Frage gestellt, was denn der Unterschied sein soll wenn in 2 oder 5 oder 12 Stunden irgendwas abgeschäumt wird.
Der Unterschied ist einfach die Geschwindigkeit. Je schneller etwas durch Abschäumung aus dem Becken entfernt wird, desto weniger haben Bakterien und Co. eine Chance, die gleichen Stoffe unter Sauerstoffverbrauch abzubauen. Eine einfache Konkurrenzangelegenheit. Deiner These nach müsste ein Abschäumer mit einem definiertem Durchsatz für ein beliebig großes Becken ausreichen, wenn die Reaktionsgeschwindigkeit keine Rolle spielte. Da wären wir wieder bei unserem Versuch im Roten Meer und die nicht ernst gemeinte Behauptung (siehe link), dass AquaCare das Rote Meer reinigen würde, entspräche der Realität.
http://www.aquacare.de/index.php/aqua…rotes-meer.html
Später zu den Artikeln mehr - versprochen.
LG Burkhard