Hallo Sandy,
ist es nachts stockdunkel oder haben die Tiere eine kleine Orientierung (z.B. Moondlicht). Im Stockdunklen springen Tiere erheblich öfter.
LG Burkhard
Hallo Sandy,
ist es nachts stockdunkel oder haben die Tiere eine kleine Orientierung (z.B. Moondlicht). Im Stockdunklen springen Tiere erheblich öfter.
LG Burkhard
noch mal zum Mitmachen:
1. erforderliche Förderhöhe ermitteln (z.B. Höhe Wasseroberfläche Aquarium minus Höhe Wasseroberfläche Pumpenkammer, z.B. der obigen 1,0 Meter)
2. ins Diagramm auf der Y-Achse nach oben bis auf die ermittelte benötigte Förderhöhe gehen (also bis zur 1)
3. nach rechts bis zur gewünschte Kennlinie gehen (in unserem Fall geht es nicht nach rechts, weil die Kennlinie bei 1 m bereits die Y-Achse schneidet; nehmen wir mal die 30-W-Kurve: also waagerecht nach rechts gehen bis zur 30-W-Kurve)
4. Am Schnittpunkt der waagerecht gezogenen Linie senkrecht nach unten gehen bis die X-Achse geschnitten wird: genau dieser Punkt ist der noch theoretisch mögliche Volumenstrom. Im Beispiel 5-W-Kurve (da waren wir ja von der Y-Achse nicht weggekommen) sind das 0 l/h, bei der 30-W-Kurve sind das 6000 l/h.
Also bei 1 Meter Förderhöhe und 5 W kommt nix mehr an; bei 30 W werden noch maximal 6000 l/h gefördert. Im praktischen Betrieb ist es immer weniger, weil die Rohrleitungen einen zusätzlichen Widerstand erzeugen, der die Fördermenge heruntersetzt.
Bei Kreiselpumpen, die wenig Druck erzeugen können (also fast alle Energiesparpumpen) sollte die Wassergeschwindigkeit in der Druckseite 1,5 m/s nicht übersteigen, die der Saugseite sollte bei maximal 1,0 m/s liegen. Dabei haben die Anschlussdurchmesser der Pumpe überhaupt keine Aussagefähigkeit über die zu wählenden Rohrdurchmesser. Die müssen für jedes Aquarium berechnet werden! (Und wenn die Frage kommt "Warum wird nicht gleiche der richtige Durchmesser verwendet?" - weil es keine richtigen Durchmesser gibt (s.u.))
Als Beispiel: die obige Pumpe soll als Rückförderpumpe benutzt werden und hat 1 m zu überwinden, gewünscht sind 4000 l/h effektiv. Dann muss die Pumpe zwischen 5 und 30 Watt eingestellt werden und die Verrohrung muss einen Durchmesser von DN 32 = Rohrdurchmesser d40 haben (1,4 m/s). Soll die gleiche Pumpe als closed loop verwendet werden und die vollen 8000 l/h gefördert werden, ist die Pumpe auf Volllast einzustellen und die Druckseite muss mit mindestens DN40 = d50 ausgelegt werden (1,8 m/s; also eigentlich schon zu viel; aber 63er Rohr sind echt klobig); die Saugseite muss bereits mindestens mit DN50 = d63 gebaut werden (1,1 m/s).
Also erst berechnen (und zwar richtig) und dann kaufen und bauen. Bei vielen Händlern und Bauern wird leider nicht richtig dimensioniert - der Kunde zahlt ja die Stromrechnung.
Wenn jemand nicht weiterkommt, darf er mir ruhig mailen und ich berechne die Durchmesser.
LG Burkhard
Das Diagramm ist jetzt nicht wirklich hochauflösend. Aber es sieht fast so aus, dass die 5-Watt-Kurve (schwarz) bei 0 Metern (Schnittpunkt der X-Achse mit der schwarzen 5-Watt-Kurve) die 4000 Liter/h gerade so eben erreicht. Bei 1 Meter Förderhöhe (Schnittpunkt der Y-Achse mit der Kurve) sinkt die Volumenleistung gegen null. Mag sein, dass noch ein paar Tröpfchen herauskommen, von einer Förderung ist jedenfalls nicht mehr zu sprechen.
LG Burkhard
Die Entstehung von Mikroblasen hat nichts mit Luftansaugen zu tun, sondern mit einer unpassenden Verrohrung, falschem Betriebspunkt der Pumpe und mit Gassättigung des Wassers. Wenn eine Pumpe unter sogenannten kavitierenden Bedingungen läuft, entstehen kleine Gasimplosionen an kritischen Stellen der Pumpe. Die Pumpe leidet und kleinste Bläschen entstehen. Es müssen Gegenmaßnahmen getroffen werden, um nicht Schäden an der Pumpe zu erzeugen.
1. andere Verrohrung im Zulauf der Pumpe (können wir bei Dir auschließen, da nicht vorhanden)
2. höherer Vordruck im Zulauf der Pumpe (Wasserstand in der Pumpenkammer erhöhen)
3. Reduzierung der Pumpenleistung
Im Video kann man aber leider nicht erkennen, ob es Mikroblasen sind oder wirklich Partikel (ich habe ja auf organische Partikel getippt).
Wie sieht denn die Ansaugung der Pumpe aus (im Video nicht zu erkennen): offenes Ansaugrohr, Ansaugwinkel oder Ansauggitter mit Schwamm?
LG Burkhard
Hallo Sacha,
herzlich willkommen im Forum.
Der Dreck kann alles und nichts sein: von Flusen aus der Filterwatte bis Bakteriekonglomerate (Biofilm). Besonders in PVC-Schläuchen mit Weichmachern, die Du verwendet hast, wachsen an der Innenseite gern und üppige Biofilme, die ab und zu durch die Strömung abgerissen werden und ins Becken gelangen. Das die Fische danach schnappen spricht für organisches Material.
Erst einmal nicht schlimm - bis auf den optischen Effekt.
LG Burkhard
Hallo Nils,
eine sehr schöne Idee! Da könnte man doch glatt ein völlig überteuertes Aquaristikprodukt draus zaubern.
Aber ohne Häme: aufblasbare Rohrstopfen gibt es tatsächlich; diese haben zusätzlich einen langen Anschlussschlauch, um den Ballon auch tiefer in ein Rohr hineinstecken zu können.
LG Burkhard
Hallo zusammen,
wegen der Aushärterei und damit einhergehenden Versprödung der normalen Gummidichtung bin ich seit über 20 Jahren ein Fan von eingeklebten Tankdurchführungen. Wenn die Flächen der Verschraubung und die des Aquarium gut gereinigt wurden und ein Aquarien- oder Spezialsilikon (kein Baumarktsanitätkram) verwendet wird, halten diese Verbindungen ein Aquarienleben lang, ohne undicht zu werden.
Die Lösung von Klaus ist natürlich wieder ultra-de-luxe - insbesondere der herausragende Vierkant.
Bei Kugelhähnen für CL sollte man sich immer noch eine Hintertür offen lassen, indem man im Aquarium die Rohrstutzen verschließen kann (z.B. Kappe mit Teflonband eingedichtet). Nur so kann ein Kugelhahn ohne Riesensauerei gewechselt werden. Auch ein GF-Kugelhahn kann sich mal verabschieden; insbesondere der innere O-Ring.
LG Burkhard
Was sollten auch Algen mit Bakterien zu tun haben?
Mir der Aussage wäre ich sehr vorsichtig. Alle(?) Organismen beeinflussen sich gegenseitig - positiv oder negativ.
Zum Beispiel wachsen anscheinend (These!) die typischen Mikroalgen sehr schlecht in Aquariumwasser, auch wenn es viel Nitrat und Phosphat hat. Im unteren Diagramm haben wir Phaeodactylum tricornutum (Kieselalge) in unterschiedlichen Mischungen von frischem Meerwasser bis nur 13% Frischmeerwasser wachsen lassen: je mehr Aquariumwasser (10 nm mikrofiltriert, also steril) in der Mischung war, desto schlapper wurde das Wachstum der Mikroalge. Der Effekt war reversiblel: bekamen die Algen wieder mehr frisches Meerwasser, wuchsen sie wieder besser. Auch wenn das mikrofiltrierte Aquariumwasser (stinknormales Riffaquarium, allerdings Weich- und Lederkorallen dominierten) noch zusätzlich über Aktivkohle gefiltert wurden, waren die Beobachtung ähnlich. Wir haben nicht herausbekommen, was für diesen Effekt die Ursache war. - Nitrat-, Phosphat- und Kieselsäurekonzentrationen waren immer gleich.
Das war natürlich nur ein Versuch, aus dem keine Regel gemacht werden kann - zumal wenn man nicht weiß, ob es wirklich Abbauprodukte der Aquarientiere, -bakterien, -algen waren, die die Mikroalgen negativ beeinflussten.
Aber jeder, der schon einige Aquarien hatte, konnte die Beobachtung machen, wenn das System mit vielen Niederen Tieren besetzt war, haben Cyanos fast keine Chance. In Becken mit wenigen oder kleinen Tieren können diese lästigen Plagegeister ruckzuck die Deko überwuchern.
LG Burkhard
Ein Abschäumer bringt auch enorme Mengen an Feuchtigkeit in den Raum (er soll ja als zweite Aufgabe den Gasaustausch bewerkstelligen und dabei wird je Menge feuchtigkeitsgesättigte Luft produziert). Wenn möglich (Anschluss am Abschäumer) kann der Abluftschlauch durch eine Bohrung in der Wand (wenn möglich) nach draußen geführt werden.
Ich weiß: viele "wenn möglich". ![]()
LG Burkhard
Heute ist kein typischer Tag - extrem trocken. Ich sehe beim Kunststoffrohrschneiden derzeit aus wie ein Schneemann.
Nach dem Lüften ist ein deutlicher Unterschied bei der Luftfeuchtigkeit zu sehen als vor dem Lüften - gerade bei trockenem Wetter.
Um eine Aussage machen zu können, benötigst Du ein Gerät, dass auch die Wandtemperatur messen kann (IR-Thermometer). Die etwas besseren Feuchtigkeitsmesser berechnen auch den Taupunkt. Erst mit Temperatur und Taupunkt kannst Du eine Aussage machen. Liegt die gemessene Wandtemperatur über dem berechneten Taupunkt (vor dem Lüften!), dann ist alles im grünen Bereich - liegt sie darunter gibt's Probleme.
Abhilfen:
1. regelmäßig Stoßlüften (5 Minunten morgens und abend - aber Fenster richtig auf; angekippt bringt das nicht viel außer hohe Heizkosten im Winter);
hört man immer wieder, ist lästig, hilft aber und kostet gar nicht so viel Energie, weil nur die Luft abkühlt, das ganze Inventar speichert aber die Energie
2. Möbel ein wenig weiter von der Wand (Außenwände sind gefährdet) entfernen
3. Mit einem kleinen Lüfter zwischen Möbel und Wand die Luft bewegen
4. Lufttrockner anschaffen (so um die 100-150 EUR gibts da schon etwas mit Kompressor)
5. Aquarium abdichten oder abschaffen
- beide Lösungen sind echt schlecht
LG Burkhard
Auf den shop-Fotos sieht man zwar nicht so viel. Ich könnte mir aber eine Art Injektorprinzip vorstellen, bei dem der harte Wasserstrahl weiteres, seitliches Wasser mit ansaugt und so die Geschwindigkeit reduziert aber das Volumen erhöht.
Aber wie der Volumenstrom gemessen wird ist mir ein Rätsel.
LG Burkhard
Hi Michel,
jedes Filtervliesmaterial muss getestet werden. Die einen filtern besser die feine Partikel (Verbrauch hoch), die anderen eher die groben (niedriger Verbrauch).
Je weniger Wasser durch das Filtersystem geleitet wird, desto eher funktioniert der "Zusetzeffekt" und die Filtration wird feiner.
Natürlich hängt alles vom Aquariumwasser ab. Bei dem einen Aquarium funktioniert das Vlies X besser, bei anderen Aquarien das Vlies Z). Im Aquarium können auch so feine Partikel sein (Kolloide), die überhaupt nicht von einem Vliesfilter herausgeholt werden.
Und immer dran denken: das Wasser wird für Korallen immer unattraktiver, je weniger Partikel im Wasser vorhanden sind. Das bisschen Plankton, was sich im Aquarium befindet, wird letztlich endgültig entfernt.
LG Burkhard
Hallo Fischfan 123,
mir scheint die Tiefe des Aquariums sehr gering zu sein (40 cm?). Durch den hohen Brechnungsindex von Meerwasser wird die optische Tiefe noch weiter vermindert und je nach Aufbau der Innendekoration kommt ein dreidimensionaler Eindruck schwer zustande.
Mein Motto ist: lieber weniger lang und hoch, dafür aber mehr Tiefe.
LG Burkhard
Müssen aber Nacktschnecken sein. Ich hoffe mal Dunkelheit an sich reicht schon.
Widerspricht sich das nicht?
LG Burkhard
Dinoflagellaten
Ganz einfacher Test: nachdem die Beleuchtung ausgeschaltet ist, ca. 2 Stunden später mit der Taschenlampe nachsehen, ob die Beläge noch da sind. Sind sie weg, ware es Dinoflagellaten - kaum ist Licht wieder da, machen sie sich wieder auf die Oberflächen.
LG Burkhard
Hallo zusammen,
solche oder ähnliche System wurden schon vor Jahrzenten angeboten. Sie können einige Zeit "stabil" bleiben, doch irgendwann ist Schluss und das Chaos beginnt. Grundsätzlich kann kein Ökosystem stabil bleiben, weil es immer Entwicklungen gibt. Das weiß jeder Aquarianer, der seit Jahren immer das "Gleiche" macht und trotzdem passieren immer wieder unerwartete Ereignisse.
Minimalistische Systeme mit Wirbellosen sind ethisch vielleicht noch zu vertreten. Aber bei Wirbeltieren hört bei mir der Spaß auf.
LG Burkhard
Wasser und Dreck in einem großen Bottich sammeln, stehen lassen und den Überstand langsam wieder in das Aquarium zurückpumpen - Achtung! Dieses Wasser kann sehr sauerstoffarm sein.
Mikrofiltrationsanlagen ginge auch - ist aber ein wenig überkandidelt.
LG Burkhard
Dennoch schaffst du es nicht eine Produktempfehlung abzugeben, oder deine Meinung zum Tunze KR kundzutun und somit einfach auf meine Frage zu antworten.
Ich darf leider keine Produktempfehlung abgeben (siehe Status). So bleiben nur allgemeine Punkte übrig, die beachtet werden dürfen.
Natürlich kenne ich auch nicht sämtliche Kalkreaktoren - aber alle gebauten Variationen. Und man kann leider eine Menge falsch machen und den Aquarianer damit zur Verzweiflung treiben.
LG Burkhard
Hallo Tommy,
da kennst Du leider nicht alle.
Ich fasse mal zusammen, was ein Kalkreaktor leisten bzw. nicht leisten soll.
- Kreislaufpumpe zur Verhinderung von Wasserkanälen (Verhinderung von Verschlammung)
- Schutz vor Trockenlaufen der Kreislaufpumpe
- einen höheren Auslauf-pH-Wert als Arbeits-pH-Wert (=interner pH-Wert), sprich Neutralisierung
- Leistungsreserve, die bei höherem Bedarf eingesetzt werden kann (optimal, wenn die Leistung so hoch ist, dass der Kalkreaktor nur tagsüber eingesetzt werden muss)
- CO2-Recycling
- einfacher Austausch des Materials; besser noch ein System, bei dem Material nur aufgefüllt und nicht getauscht wird
- Anpassung der Leistung in Abhängigkeit des Materialfüllstandes
- austrocknungssicherer CO2-Blasenzähler
- Steuerung für den sicheren Betrieb
LG Burkhard
wenn wir zuviel an Bakterien im Becken haben, dann ist auch zuviel an Belastung vorhanden. Entsteht dadurch Druck auf alle vorhandenen Bakterienstaemme gleichermassen oder mehr auf bestimmte Spezies?
Hallo Hajo,
ich kenne leider nur Daten aus der Klärtechnik. Da gibt es eine Regel: je höher die Belastung, desto mehr Bakteriemasse wird gebildet und desto weniger ist die Vielfalt an Stämmen (Arten von Bakterien). Bei hochbelasteten Systemen neigen die komplex aufgebauten Belebtschlammflocken (Bakterien, extrazelluläre Matrix, Ciliaten, unbelebtes Material) dazu, sich aufzulösen und die Bakterien wachsen dann frei suspendiert im Wasser.
Ich gehe einmal davon aus, dass diese Ergebnisse auch auf Riffbiotope anwendbar sind. Eine Bakterienblüte (frei suspendierte Bakterien) tritt auch nur bei sehr hohen Belastungen auf. Ich gehe davon aus, dass diese frei wachsenden Bakterien nur aus wenigen oder sogar nur aus einem Stamm bestehen. In niedrig belasteten Systemen wird die Anzahl der Stämme extrem hoch sein, dazu wachsen diese fast ausschließlich in Biofilmen, wo der einzelne Stamm durch das Zusammenleben mit anderen Stämmen und Organismen einfach mehr Vorteile hat (Synergieeffekte), die knappen Resourcen zu nutzen. - Aber alles nur These!
LG Burkhard
2# kann Osmosewasser "schlecht" werden wenn man es einige Zeit aufbewahrt statt es frisch zu verarbeiten ?
Hi,
es kommt immer auf die Qualität an. Auch im Umkehrosmosewasser sind noch Stoffe, die von Organismen verwertet werden können.
Z.B. können bei Lichteinfall Algen wachsen, aber auch Bakterien können noch gedeihen. Das geschieht sogar noch bei anschließend vollentsalzterm Wasser (<0,1 µS/cm).
Die Belastung mit diesen Organismen ist normalerweise nicht so hoch und deshalb kann das Wasser gut gelagert werden. Es wird nicht wie Wasser einer Regentonne im Garten biologisch umkippen.
Für ganz empfindliche Anwendungen (z.B. Zucht von empfindlichen Phytoplanktern) würde ich immer frisch produziertes Wasser verwenden.
LG Burkhard
Die Versorgung der Korallen mit Phosphor wird nicht nur über das Phosphat gewährleistet, sondern auch über die Aufnahme von partikulärem organischem Phosphor (POC): Plankton, phosphathaltige Moleküle und nutzbare Schwebeteilchen. In natürlichen Biotopen sind ohne weiteres Phosphatkonzentrationen <0,01 mg/l (<10 µg/l) messbar.
Die Beobachtungen von Walhai sind also durchaus plausibel.
LG Burkhard
Super!!!
Hätte ich nicht gedacht, dass eine rot-blaue Beleuchtung so erfolglos ist.
LG Burkhard
Genau das ist unser Problem: es gibt nicht den einen Weg und leider muss man flexibel reagieren. Ist allerdings auch eine Herausforderung, die Spaß macht.
LG Burkhard
zu teuer (weil billig aus einem Steinbruch und nicht in Fuji abgebaut)
zu kantig (weil gebrochen/gemahlen und nicht natürlich)
kein natürliches Agronit sondern künstlich
Calciumcarbonat aus Steinbrüchen ist grundsätzlich Calcit, selbst wenn es vor Urzeiten einmal Aragonit war: mit der Zeit und dem passenden Druck wird Aragonit zu Calcit.
Reine Calciumcarbonate haben eine leichte Tendenz, Phosphat an ihrer Oberfläche zu adsorbieren (Chemosorption) - dieser Effekt hält nicht lange an (wie bei allen Adsorbern), also als Phosphateliminierungsmaßnahme nicht wirklich zu gebrauchen (außer man wechselt wöchentlich den Bodengrund
)
Calciumcarbonat aus dem Steinbruch ist natürlich ein natürliches Produkt - hat aber wenig Ähnlichkeit mit Korallenbruch:
- Calcit statt Aragonit
- kantig statt abgerundet
- massiv statt porös (nur gesinterte Calciumcarbonatmaterialien sind ebenfalls porös)
- meist weniger Phosphat enthaltend
- ähnliche Löslichkeiten bis schlechtere Löslichkeiten für den Kalkreaktor (je nach Verunreinigungen).
Bodengrund ja oder nein sollte nicht anhand der Phosphatkonzentration entschieden werden, sondern rein nach den Bedürfnissen der Tiere und natürlich auch nach ästhetischen Aspekten. Die "Phosphatverschwindeaktivität" wird sich nach ein paar Wochen spätestens gelegt haben.
LG Burkhard
Hi Benny,
den Tropfentests ist nicht unbedingt zu trauen - es muss schon einer sein, der bis auf 0,01 mg/l Phosphat heruntermessen kann; Tests, die nur auf 0,1 mg/l heruntermessen können, sind für SPS-Aquaristik nicht zu gebrauchen. Selbst bei einem empfindlichen Test ist der Fehler beim Messen hoch oder einfach ein kaputter Test zeigt nur Unsinn an. Auf jeden Fall den Wert mit einem hochempfindlichen anderen Test wiederholen.
Die heller werdenden Korallen können ein Zeichen für zu wenig Phosphat sein - müssen es aber nicht.
Vor weiterer Dosierung unbedingt noch einmal messen. Ansonsten weiter dosieren, bis tatsächlich eine Spur Phosphat angezeigt wird. - Ich persönlich würde mehr füttern: Fische oder/und Niedere Tiere.
Und allgemein: schreibt bitte nicht immer 0 mg/l. Gebt bitte den kleinsten messbaren Wert Eures Tests an, z.B.
PO4: kleiner 0,02 mg/l
Die Null suggeriert immer das Nichtvorhandensein vor - meist ist doch noch etwas da; wir können es nur nicht messen.
LG Burkhard
ist stimmig - wird aber ein wenig plätschern. Bei dem geringen Volumenstrom wird sich das aber in Grenzen halten.
LG Burkhard
Hallo René,
Verrohrungsdurchmesser d16 reicht (400 l/h). Du brauchst einen Zulauf (d16, über das Aquarium legen oder Bohrung so weit wie möglich oben im Glas); einen Ablauf (d20) und eine Überlauf (d20); ganz praktisch ist eine Bodenablass - da gibt es Tankverschraubungen, die bis auf 2 mm das Wasser ablassen können.
Die Maße für die Tankverschraubungen musst Du bei den jeweiligen technischen Daten heraussuchen - die sich nicht genormt!
LG Burkhard
Die aquabee 2000/1 hat Schraubgewinde sowohl an der Druckseite als auch an der Saugseite - sitzen manchmal wegen des O-Rings ein wenig fest. Der normale Schlauchanschluss kann gegen einen mit PVC-Kleber klebbaren Rohranschluss getauscht werden. Was der Gralla-Reaktor für Anschlüsse hat ist mir nicht bekannt.
LG Burkhard
Algenkulturen verlieren im Kühlschrank oder im Hungerzustand enorm an inneren Werten (z.B. HUFA). Deshalb verfüttern, wenn sie gerade eben N und P fast verbraucht haben.
LG Burkhard
ph 9 Lösung tauche, dann ist die Messung auf 0,02 genau
Der pH-Wert der Puffer ist temperaturabhängig. Es sollte auf jeder Kalirierlösung eine Tabelle sein, um den exakten pH-Wert der Lösung zu wissen: ob man bei 7,00 oder bei 7,05 kalibriert ist schon ein Unterschied. -
0,02 ist für aquaristische Zwecke mehr als genau. Die 100stel Stelle sollte sowieso immer vergessen werden; diese kann maximal als Trendaussage verwendet werden. Die aquaristischen Pufferlösungen haben nicht die Genauigkeit und die verwendeten Messketten sind nicht so linear, als dass man sich auf die 2. Stelle hinter dem Komma verlassen kann.
LG Burkhard
Und dann kam die bezahlbare PCR für alle....alle WissenschaftlerInnen.
Das ist leider relativ ![]()
LG Burkhard
abschäumerlosen Aquarien versucht hat
Hallo zusammen,
ist zwar schon eine Ewigkeit her (so 80er Jahre), aber das abschäumerlose Aquarium funktioniert natürlich auch. Damal hatte ich ein 60 Liter Aquarium mit 2 x T8-Röhren, viele Makroalgen und 2 Demoisellen plus Krebse etc.. Es lief ganz gut so ca. 1 Jahr, es wurde nur regelmäßiger Wasserwechsel durchgeführt und die zu vielen Algen entfernt.
Nachdem einige Fische mehr eingesetzt und dementsprechend mehr gefüttert wurden, veränderte sich das Bild sehr schnell: Fadenalgen, Cynaos - es hat keinen Spaß mehr gemacht. Dieses Becken wurde aufgegeben. Anschließend wurde ein 400 Liter-Aquarium mit Abschäumer, 400 W HQI und erheblich mehr Strömung aufgebaut. Der Fischbesatz (berechnet auf das Volumen) war erheblich höher und somit auch der Futtereintrag.
Das ganze ist natürlich wissenschaftlich nicht auswertbar.
Verändert die Abschäumung die Diversität bezw. die Vielfalt der Arten (auch der Mikroben) in unseren Aquarien? Oder ist das Gegenteil der Fall?
Bei Biotopen gibt es eine Grundregel: je höher die Nährstoffkonzentration, desto mehr wächst an Biomasse, aber gleichzeitig schrumpft die Diversität (weniger Arten). Ob nun der tropische Regenwald (ganz wenig Nährstoffe, viele Arten), der eutrophierte Fluß (wenige Arten, dafür aber eine hohe Individuendichte), die Großstadtkläranlage (ganz wenige Arten, meist nur noch einige Bakterienarten, aber extrem viel Biomasse) - wahrscheinlich sieht es mit wenig belasteten und höher belasteten Aquarien genauso aus.
Ich vermute, sobald ein Abschäumer installiert ist, sinkt die organische Belastung (ich meine die Gesamtbelastung, nicht nur die gemessenen DOCs!) und die Artenvielfalt wird größer. Dass dabei auch Organismen den kürzen ziehen ist klar: reine Filtrierer (Hajo, Deine Schwammbeobachtung passt genau ins Bild) haben das Nachsehen. - Das wissenschaftlich mit Artenanalyse nachzuweisen wäre der Hammer.
LG Burkhard
Hallo Andre,
man kann auch zwei Technikbecken miteinander verbinden. Mit den passenden PVC-Verschraubungen ist das möglich. Es gibt Hersteller von Technikbecken, die Extraanfertigungen anbieten (Glas, Acrylglas).
LG Burkhard
Hallo Dieter,
mit Leitungswasser den kompletten Aufbau zu wässern ist immer sinnvoll. Phosphat ist eher nicht im Trinkwasser.
Wenn es ein neues Aquarium ist, würde ich es nicht befüllen und dann in Urlaub fahren. Undichtigkeiten ergeben sich meist zu Anfang - und wenn dann keiner da ist....
LG Burkhard
Hi Laurens,
mit der Normaldosierung (auf das Gesamtvolumen bezogen) kann man sowohl bei einem kozentrierten Ansatz als auch bei einem verdünnten nichts falsch machen. Ein konzentrierter Ansatz hat die Nährstoff natürlich schneller aufgebraucht als ein verdünnter. Deshalb ab und zu nachmessen (NO3-Teststreifen genügt) und ggf. nachdosieren.
Beide Arten gelten als besonders robust - aber das ist natürlich keine Garantie.
LG Burkhard
Hallo Laurens,
wenn es nicht anders in der Anleitung beschrieben wird, ist normalerweise immer das Gesamtvolumen gemeint. Eine 100%ige Abweichung (Faktor 2 ) macht aber überhaupt nichts aus. Ab Faktor 10 wird es für empfindliche Organismen eventuell kritisch. Einige Spezies schaffen auch locker die 100fache Konzentration, ohne Schaden zu nehmen.
In der Dosierung sehe ich nicht die Probleme Deiner gelben Kultur. Aber so langsam gehen die Ideen aus.
LG Burkhard
Hi Mike,
Fischfalle oder spezielle Krabbenfallen. Als Köder kannst Du unterschiedliche Futterarten ausprobieren: Mischmuschel, Fischfillet... Und Gedult.
LG Burkhard
50:50 Ansetzung
Je mehr Ursprungskultur und je weniger frisches Medium, desto sicherer ist eigentlich ein Ansatz.
LG Burkhard
