Beiträge von Burkhard Ramsch

    Die KH einmal pro Woche zu messen ist sehr unkompliziert. Anhand dieses Wertes kann sehr einfach die Dosis von KH-Bildnern oder der Zulauf des Kalkreaktors verändert werden. Der KH-Bedarf verändert sich (im Normalfall) auch nicht von heute auf morgen.

    Ich habe lange genug mit Technik gearbeitet, um fast jeden Ausfall schon einmal erlebt zu haben. Hochkomplexe Ionenmetern oder Titrationsmodelle würde ich im Hobbybereich nicht wirklich einsetzen. Der Kalibrier- und Kontrollaufwand wäre m.E. als zu hoch anzusehen.

    ***Edit***
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    Das Forenteam

    Ein Zeit für das Einfahren ist extrem unterschiedlich: von 0 bis einige Tage. Die Grafik zeigt das Verhalten von gewaschenem feinem Korallenbruch. Als groben Richtwert würde ich den Kalkreaktor "auf niedriger Stufe" 3 bis 4 Tage laufen lassen, ehe er optimiert eingestellt werden kann.

    Ein Tropfen sind ungefährt 50 µl = 0,05 ml.

    Rechne bitte nur mit dem Kalkmatreialvolumen (= Nutzvolumen). Wieviel Wasser sich im Reaktor noch an anderen Stellen befindet ist irrelevant. Den sicheren Sättigungsbetrieb habe ich einfach anhand einer einfach zu merkenden Zahl (Austausch = 1 x pro Tag) festgelegt - man kann auch Werkstandard dazu sagen. Da kann einfach nichts passieren. Wie weit man sich von diesem Wert entfernen darf, ist vollkommen ungewiss. Beieinflussenden Faktoren sind der verwendeten Reaktor, Kalkmaterial, Abschäumer, Beleuchtung, Photosyntheseleistung der Pflanzen/Zooxanthellen und, und, und.

    Herkömmliche Kalkreaktoren würde ich grundsätzlich mit dem niedrigsten möglichen pH-Wert intern betreiben. Die benötigte Leistung ergibt sich dann aus der Zulaufgeschwindigkeit. Erst einmal unten anfangen: z.B. 1 Tropfen pro Sekunde. Fällt die KH im Aquarium, dann Zulauf erhöhen. Wo der maximale Zulauf liegt, weiß auch der Hersteller nicht. Den Zulauf kannst Du nur ermitteln, indem Du Dich langsamm nach oben arbeitest - immer den pH-Wert des Aquarium im Auge behalten (pH-Wert immer zur gleichen Tageszeit messen!). Irgendwann sinkt der pH-Wert, dann darfst Du den Zulauf des Kalkreaktors auf keinen Fall weiter erhöhen. Dann helfen nur:
    - Neutralisierungsstufe
    - größerer Reaktor
    - anderes System, dass den pH-Wert kaum beeinflusst

    Den Tipp, den man manchmal hört, bei zu niedrigem pH-Wert im Aquarium den Soll-pH-Wert des Kalkreaktors zu erhöhen, ist leider vollkommen kontraproduktiv. Der pH-Wert sinkt zwar im Auslaufwasser des Reaktors aber die Leistung sinkt leider mit ihm.

    Ich wünsche noch ein tolles Weichnachtsfest.

    Den "Lärm" eines leisen Lüfters zu messen, ist für Normal-User nicht möglich. Im Abstand von 1 Meter (Messvorschrift) ist mit den handelsüblichen Schallpegelmessgeräten nichts mehr zu messen. Unter 40dB(A) wird es schon schwierig, einen geeigneten leisen Raum zu finden. Ich musste schon am Wochenende in den Heizungsraum (wir haben leider keinen Keller), um nur auf 37dB(A) zu kommen. Leise Lüfter sind - gerade im gedrosseltem Betrieb - deutlich leiser. Profimessungen können nur im "schalltoten Raum" durchgeführt werden. Aber selbst in Datenblättern käuflicher Lüfter sind die Schalldruckpegelmessungen meist nur der DIN angelehnt, da selbst einigen Herstellern von Lüftern der Aufwand einer DIN-Messung zu hoch ist. Und wenn man dann einen Wert nach DIN endlich gemessen hat, spielt es schon wieder eine gewaltige Rolle, wo und wie der Lüfter eingebaut ist. Dann werden sie mal eben um 10 bis 15 dB(A) lauter.
    Das menschliche Ohr kann je nach Frequenz unter 0 dB noch wahrnehmen. Damit wäre die Frage eines lautlosen Lüfters beantwortet. Oder: nur ein kaputter Lüfter ist ein lautloser Lüfter.
    Übrigens: ich war mal in einem schalltoten Raum. Meine erste Reaktion war: schnell raus hier. Ein äußerste bedrückendes Gefühl.

    Hallo René,

    es gibt dramatische Unterschiede im Löslichkeitsverhalten von Kalkmaterialien. Wir haben mal einige ausprobiert.
    üblicher Kalkreaktor aus PVC mit Zirkulierung (interner Turn-Over 25 s),
    Turn-Over: 24 h (d.h. theoretisch ist das Volumen des Kalkreaktors einmal in 24 h durch den Zulaufstrom ersetzt worden)
    Temperatur: 25°C
    Materialien wurden zuvor "eingefahren", um unterschiedliche Startverhalten auszuschließen
    CO2-Eintragsystem: konventionell (CO2 wird einfach im Kreislauf eingeblubbert), Kolonne (CO2 wird über eine sogenannte Kolonne eingetragen)


    grüner Bereich: Betrieb mit Kolonne
    orange Bereich: instabiler Betrieb (große CO2-Blasen bilden sich im Reaktorraum)
    nicht gekennzeichneter Bereich: üblicher Kalkreaktor ohne Kolonne

    Die Löslichkeit (nicht die Lösegeschwindigkeit) der Materialien ist locker um den Faktor 2 unterschiedlich, d.h. der Kalkreaktor muss bei Wechsel des Materials neu eingestellt werden, insbesondere der zu erreichende pH-Wert im Reaktor.

    Im Sättigungsbetrieb (also so wie herkömmliche Kalkreaktoren eingestellt werden sollten) spielt die Materialgröße keine Rolle, so lange der Reaktor nicht verschlammt.

    Im Leistungsbetrieb, also mit deutlich kürzerem Turn-Over (höherer Zulaufvolumenstrom), sieht die Geschichte wieder ganz anders aus. Dann ist beispielsweise zwischen Turbo-Granulat und Korallenbruch kein Unterschied mehr zu sehen.
    Im Leistungsbetrieb sollte aber unbedingt mit einer Neutralisierung gearbeitet werden, um den pH-Wert im Aquarium nicht zu senken.

    Daniel und Daniel,
    dass mit dem Gehalt ist schon eine richtige Aussage. Die Mengen, die in der Aquaristik umgesetzt werden, sind vernachlässigbar, wenn sie mit den Mengen im Pharma- oder Bäckereibedarf verglichen werden. Unser Hochlohnland (mal von etlichen Ausnahmen abgesehen) schlägt ganz schön zu, wenn ein Betrieb mit mengenmäßig mickrigen Produkten langfristig am Markt überleben und dann auch noch anständige Gehälter zahlen will. Und die Forschung, die ein Internetshop höchstwahrscheinlich nicht betreibt, ist auch ein ganz enormer Brocken, der in die Preiskalkulation mit einfließt.
    Sparen hat immer zwei Seiten.

    Wer was wann wo womit zum Wachsen gebracht hat - da kann man jetzt leidlich drüber diskutieren. Als Erstehilfemaßnahme würde ich einen Abschäumer einhängen und erst mal ein paar Tage laufen lassen. Wahrscheinlich muss Du mehrmals die Empfindlichkeit nachregulieren. Später kannst Du ihn ja wieder herausnehmen.
    Die Strömung scheint nicht optimal zu sein, sonst würden sich so dicke Beläge (wie es auf den Foto scheint) schnell lösen. Wechselnde Strömung wäre optimal.
    Sorge bitte dafür, dass so schnell wie möglich etwas "Gutes" wächst. Wenn Korallen und Makroalgen nicht sehr schnell die Überhand gewinnen, wird das System immer auf unterem Level (Eutrophierungsgrad) vor sich her dümpeln.

    Leider sieht man nicht wirklich viel.
    Außerdem könnten ein paar Angabe zum Aquarium, Strömung, Wasserwerte und Filtertechnik recht nützlich sein.

    Milchiges Wasser hat zwei Hauptursachen:
    - anorganische Ausfällung: passiert eigentlich nur bei drastischen Wasserveränderungen und bei erheblich zu hohen Karbonathärten
    - organische Belastung z.B. mit Bakterien: das Wasserklima sieht nicht gut aus, entweder durch eine zu hohe Belastung oder durch eine zu ineffiziente Technik

    Hallo Ihr Aquarianer!

    Müsst Ihr denn immer gleich alles übertreiben? :loudly_crying_face:

    Erwärmen heißt nicht kochendes Wasser!

    Natriumhydrogencarbonat hat eine Löslichkeit von 69 g/l bei 0°C, bei 60°C liegt sie bereits bei 164 g/l. Also lauwarmes Wasser reicht. Niemand sollte mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

    Diese einfache aber sehr praktisch Eingewöhungskammer ist für das Filtersystem Basic konzipiert. Sie wird auf die Entgasungskammer des Basic-Systems gestellt und mit einem Wasseranschluss versehen. - Auch auf geraden Flächen neben oder über einem Aquarium kann die Kammer aufgestellt werden. Zu-, Über- und Notablauf können mit Schläuchen ausgestattet werden.
    Fische oder andere empfindliche Tiere, die langsam eingewöhnt werden müssen, werden mit dem Inhalt des Transportbeutels in die Akklimatisierungskammer gegeben und der Wasserzulauf tropfenweise eingestellt. Ist der Maximalwasserstand erreicht, läuft das Wasser durch den Überlauf nach unten in die Entgasungskammer.
    Soll das Wasser aus der Kammer auf keinen Fall in das Aquariensystem laufen, wird am Überlauf ein Schlauch montiert, mit dem das Wasser abgeleitet werden kann.
    Gegen das Herausspringen von Fischen hat die Akklimatisierungskammer einen Deckel. Wir empfehlen, die Kammer so aufzustellen, dass weder helles Licht noch absolute Dunkelheit herrscht, um die Tiere nicht einem alllzugroßen Stress auszusetzen.

    Ganz korrekt bei einer xg/l-Lösung: man nehme eine Wassermenge, die wenn man das Salz dazugibt, nicht mehr als 1000 ml ergeben.
    Praktisch gesehen: 75% der Wassermenge z.B. 750 ml. Dann das Salz dazu. Wenn es sich gelöst hat auf 100% auffüllen, in unserem Beispiel 1000 ml.

    Aber wie schon oben erwähnt, die Genauigkeit spielt aber hier keine Rolle. Daniel, ob Du nun 80 g/l oder 90 g/l gelöst hast, ist für die tägliche Dosierung nicht ausschlaggebend. Die Dosiermenge musst Du dem KH-Wert anpassen. Wenn er zu niedrig ist, dann dosierst Du einfach mehr (z.B. 150%), wenn er zu hoch ist, dann weniger (50%). Der KH-Test ist sowieso das Ungenaueste bei Deinem Dosiersystem.

    Von Stammlösung spricht man, wenn diese Lösung nur für Verdünnungszwecke benötigt wird. Zum Beispiel ist es fast unmöglich eine Spurenelementlösung direkt herzustellen, in der z.B. 3 mg einer Substanz in 1 Liter gelöst werden soll. Beim Abwiegen der 3 mg ist der Fehler bei einer normalen Laborwaage so hoch, dass diese Methode nicht verwendet werden kann. Bei so verdünnten Lösungen werden z.B. 3 g der Substanz auf einen Liter gelöst. Wenn die Lösung fertig ist, wird dann 1 ml auf 1 Liter Wasser verdünnt und schon ist die 3 mg/l-Lösung fertig und zwar mit einer definitiv höheren Genauigkeit. In der Aquaristik wird eigentlich nicht mit Stammlösungen gearbeitet.

    Hier werden fertige Gebrauchslösungen hergestellt. Dass heißt es werden z.B. 100 g Substanz in z.B. 750 ml Wasser gelöst und dann auf 1000 ml aufgefüllt, um eine Konzentration von 100 g/l zu bekommen. So die korrekte Vorgehensweise.
    Man kann aber auch einen Liter Wasser nehmen und die 100 g darin lösen. Ergibt zwar nicht genau 100 g/l, aber das interessiert niemanden. Kaum ein Aquarianer kann z.B. genau 1 Liter Wasser abmessen (wer hat schon Messkolben und exakt 20°C; Messzylinder sind ziehmlich grobe Schätzeisen und von Bechergläsern rede ich schon gar nicht), die eingesetzten Waagen lassen oft genug auch zu wünschen übrig. Dazu kommt noch die hohe Ungenauigkeit der Dosierpumpen. Und der Verbrauch von z.B. KH oder Ca schwanken im Aquarium so sehr, dass einen genaue Abmesserei keinen Sinn ergibt.
    Viel wichtiger ist z.B., dass die Größenordnung eingehalten wird. Wir haben oft genug festgestellt, dass Praktikanten keine 1,3 g abwiegen konnten, weil die Anzeige unserer Laborwaage in mg abgelesen wird. Schnell sind da 130 mg oder gar 13000 mg zusammengekommen.
    Wer auf dem Gebiet nicht fit ist, sollte das Laborieren mit selbst hergestellten Lösungen lieber sein lassen. Dazu kommen noch die ganzen Sicherheitsmaßnahmen (Handschuhe, Brille, Kittel, Aufbewahrung, Entsorgung...). Viele Chemikalien sind nicht ohne und haben im Privathaushalt eigentlich nichts zu suchen - schon manch eine Hausfrau oder Hausmann hat sich mit WC-Reiniger in Kombination mit anderen Reinigern dem Himmel ein Stück näher gebracht. Schnell hat mal ein kleines Kind einen Löffel Strontiumchlorid gefuttert. Auf einigen im Internet angebotenen Chemikalien sind noch nicht einmal Warnhinweise, geschweige denn ein Sicherheitsdatenblatt zu finden. Wenn es um Chemie geht, sollte man wissen, was man tut - Sparen ist nicht immer gut.

    Wenn die Umkehrosmose anständig und regelmäßig gewartet wird und der Lagertank abgedeckt und ebenfalls regeläßig gesäubert und desinfiziert wird, dann liegt es wahrscheinlich am Rohwasser. Ist dieses schon ein Schlaraffenland für Bakterien, so ist das Permeat einer RO-Anlage nur wenig besser: kleine organische Moleküle rutschen zu einem hohen Prozentsatz durch die Membran.

    Um das Zurückwachsen der Bakterien vom Permeatschlauch zur RO-Membran zu verhindern hilft eine kleine UV-Leuchte hinter der Membran bzw. letzten Filter.

    Funktioniert natürlich nur, wenn die RO-Membran absolut o.k. ist und die komplette RO-Anlage desinfiziert wird. Dazu sind gebräuchliche Chlortabletten (Hypochlorit) nicht brauchbar; sie zerstören die RO-Membran. Auch Membranen, die "chlorresistent" sind, vertragen keine hohen Konzentrationen. Brauchbar ist jedoch Chlordioxid.

    Der Lagertank kann mit einer UV-Leuchte ebenfalls gegen starkes Bakterienwachstum geschützt werden. Dazu wird nicht eine Durchlauf-UV-Anlagen benötigt (so wie man sie in der Aquaristik kennt), sondern eine Tank-UV-Leuchte.

    Wie Michael schon ausführte auf keinen Fall Silber (Silber ist ein Schwermetall und potentiell für alle Lebewesen giftig) oder ähnliche Dauerdesinfektionsmittel verwenden. Sie gelangen ins Aquarium und fangen auch dort an zu desinfizieren...

    ***Edit***
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    Das Forenteam

    Und noch ein kleiner Seitenaspekt: nicht jede Pumpe läuft auch über eine USV, da diese keine saubere Sinusspannung bereitstellen.
    Nach einer Anschaffung muss der worst case auf jeden Fall ausprobiert werden. Dann bekommt man einen besseren Überblick über die tatsächliche Überbrückungszeit. Da Akkus mit der Zeit nicht besser werden, hat man in der Praxis immer kürzere Zeiten.

    Hi Sandy,

    solange die ursprüngliche Sicherung nicht über einen FI läuft (die 300 mA FIs mal ausgeschlossen) ist das eine super Möglichkeit.

    Mann kann auch regelmäßig seine Geräte prüfen (braucht man leider ein Spezialmessgerät, günstige fangen so ab 500 EUR an, oder man kennt jemand, der ein solches Gerät hat). Fehlerströme passieren nämlich oft nicht plötzlich sondern beginnen ganz langsam bis die Schwelle des FIs überschritten wird.
    Betriebe müssen das sogar jedes Jahr machen. Seitdem ich mal alles, was bei uns einen elektrischen Stecker hat, gezählt habe und mir ein Angebot von einer Überprüfungsfirma habe kommen lassen, da war die Entscheidung nicht schwer.

    z.B. https://www.benning-shop24.de/images/artikel…710a_65x130.jpg

    Wenn das Wasser von der Abschäumerkammer über die ganze Breite läuft, wird das Wasser vielleicht um 2 mm (geschätzt, nicht berechnet!) ansteigen - das sollte der Abschäumer verkraften.
    Natürlich hast Du mit der Anordnung einen klassischen hydraulischen Kurzschlusss geschaffen, der die Effektivität der UV mindert.
    Gibt es wirklich keine Möglichkeit direkt aus dem Becken durch die UV und wieder zurück ins Becken. Oder ökonomischer die UV in die Steigleitung der RFP zu bauen (zur Not mit Bypass)?

    Ein FI reicht aber nicht unbedingt aus. Wenn der fällt - und das wird im Aquarianerleben der Fall sein - dann ist alles duster. Ich würde immer zwei FIs nehmen und die angeschlossenen Geräte strategisch aufteilen, so dass die Grundversorgung zuminsten für einige Stunden gesichert ist.
    1. Meerwasser-Regel: wenn etwas passiert, dann immer, wenn man nicht zu Hause ist.

    Z.B:
    1. FI: Kreislaufpumpe und Filtertechnik
    2. FI: Strömungspumpen und Leuchten

    oder bei größeren Becken, die mehrere Kontroller/Leuchten/Pumpen benötigen, alle wichtigen Systeme redundant (also doppelt) auf die beiden FIs aufteilen.

    So ist Wasser immer in Bewegung (Kreislaufpumpe oder Strömungspumpe) und die Temperatur fällt nicht sofort im Winter ins bodenlose (Heizung im Filterbecken oder Beleuchtung)

    Kann ein Schwamm sein, kann aber auch eine Gruppe Manteltierchen (Tunicaten) sein. Bei Schwämmen wäre ich nur bei zooxanthellaten Arten vorsichtig (z.B.Collospongia auris, Blauer Ohrschwamm). Alles was versteckt (kryptisch) lebt, hat nur positive Seiten (Stichwort: Schwammschleife). Wenn sie bald wieder verschwunden sind, waren es wahrscheinlich Tunicaten. Die meisten von ihnen sind nicht lange haltbar.

    Einen externen Überlauf würde ich nicht größer auslegen, als er benötigt wird. Denn wenn erheblich weniger Wasser als der Maximalwert durch das System läuft, kann sich Luft im Transferrohr (U-Rohr) ansammel und es kann zu Störungen kommen. Auch würde ich unbedingt die Rückförderpumpe an eine elektronische Nivaukontrolle anschließen: wenn der Wasserspiegel im Aquarium zu hoch steigt, wird die RFP abgeschaltet.
    Wenn eine Fehlfunktion möglich ist, dann wird sie irgendwann auch einmal eintreten.

    Kenny, eine 2500 l/h-Pumpe kann nie die 2500 l/h erreichen. Da bitte in die Kennlinie sehen, um den tatsächlichen Durchfluss abschätzen zu können und den passenden Überlauf aussuchen.
    Bei Selbstbauten unbedingt das Aquarium gegen Überlaufen absichern. Ein externer Überlauf sieht simpel aus, kann aber durch kleine Fehler ganz schnell unzuverlässig werden.

    Am Stück oder in Intervallen spielt keine Rolle (wenn Du nicht gerade im Minutentakt arbeiten willst). Hauptsache 100% Leistung.

    In der Praxis ist es am einfachsten, die Leuchte so hoch zu hängen, damit die 100% Leistung keine Schäden an den Tieren verursachen, ganz normal die 12 Stunden pro Tag beleuchten und nach der Einbrennzeit Aufhänghöhe und Dimmprogramm anpassen.

    Außerhalb des Aquariums 100 Stunden am Stück, dann ist es geschafft.

    Plexiglas ist nicht gleich Plexiglas. PMMA-GS (gegossen) lässt Licht besser durch als PMMA-XT (extrudiert), auch ist die Wasseraufnahme unterschiedlich (GS ist besser geeignet). Bei den dünnen Scheiben ist fast nur das günstigere extrudierte Material erhältlich (oft wird es noch nicht einmal kenntlich gemacht, ob XT oder GS).

    Bei der Lichtdurchlässigkeit wird (so viel ich weiß) nur der sichtbare Bereich berücksichtigt - der nahe UV-Bereich wird vernachlässigt und den halte ich für SPS wichtig.

    Und die Disziplin, die Scheibe sehr sauber zu halten, ist Voraussetzung. Eine Salz- und Dreckschicht schluckt mehr Licht als das mieseste PMMA bzw. PC.

    Markus, solche Becken gibt es. Calcium verschwindet einfach schneller. Dieser Effekt kann auch nach Wochen oder Monaten wieder von allein verschwinden. In der Zwischenzeit: messen und vorsichtig die Dosierung anpassen. Weicht mal eine Messung extrem ab, dann nicht den Kopf verlieren: Test mit Standard überprüfen und noch einmal messen. Die zweite Messung sieht meistens anders aus...

    Hallo Hans-Werner,

    über diese "Steuerung" der Werte bei einem Kalkreaktor bin ich auch schon einmal gestolpert. Ich wüsste nicht, wie das funktionieren sollte.
    Das Kalkreaktorbeispiel habe ich auch nur aufgebracht, um zu verdeutlichen, dass bei stöchiometrischer Produktion (und da gehe ich beim Kalkreaktor von aus) trotzdem ein Wert - Calcium oder KH - wegdriften kann.
    Dass beim Dosierung von was auch immer sehr viele Rechenfehler gemacht werden, ist leider ein Problem. Auch zu hoch konzentrierte Lösungen führen schnell zu Fehlern: ein Tropfen pro Tag oder zwei, wo ist das Problem? Bei 100 ml Dosierung würde keiner auf die Idee kommen, mal locker 200 ml zu nehmen. Rechnerisch ist es immer eine Verdopplung - psychologisch eher nicht.

    Hallo Hans-Werner,

    wir haben bei etlichen Kundenaquarien, die mit einem Kalkreaktor betrieben werden / wurden, ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Ca und KH festgestellt - Dosierfehler können dabei ausgeschlossen werden. Die Produktion von Ca und KH ist natürlich im Kalkreaktor stöchiometrisch. Weich- und Steinkorallen nehmen Ca und KH ebenfalls stöchiometrisch auf. Was aber dann alles noch im Aquarium passiert...
    Einige Ursachen für eine zu niedrige KH, wie z.B. überdimensionierte Biofilter, verdichtete Böden, Gammelecken im Aquarium oder Filtersystem sind im Laufe der Zeit klar geworden und konnten teilweise erfolgreich abgestellt werden. Auf der Calciumseite sind eher Spekulationen herausgekommen: zu niedrige Mg-Konzentration, zu hoher pH-Wert, die eine überdurchschnitliche Calciumausfällung erklären können.
    Also der Begriff "bedarfsgerechte Dosierung" ist für mich durchaus sinnvoll.

    Der Hauptfaktor für die täglichen pH-Schwankungen ist die Pufferkapazität (KH). Je höher die KH desto niedriger die Schwankungen. Sehr intensive Beleuchtung verstärkt die Schwankungen. Deshalb galt früher die Regel, die KH auf ca. 10°dH zu halten (für Weichkorallen- und Fischbecken gilt diese Empfehlung immer noch). Bei den heutigen Ultra-Low-NP-Aquarien behindert eine zu hohe KH jedoch die Steinkorallen, so dass die KH bei ca. 8°dH liegen sollte.
    Daniel, Deine pH-Schwankungen sind wirklich niedrig. Da solltest Du nur die KH langfristig im Auge behalten.

    Ein zu niedriges pH-Niveau (also Mittelwert der täglichen Schwankungen) kann sehr viele Ursachen haben, von Gammelecken, miesen Abschäumern bis hin zu einer erhöhten CO2-Konzentration in der Raumluft (besonders in super isolierten Häusern und Kellern). Die natürlichen Riffe haben wegen der erhöhten CO2-Konzentration auch dieses Problem.
    Helfen kann im Aquarium nur ein CO2-Adsorber ("Atemkalk", aber ich glaube nicht, dass das Aquarienwasser atmet :confused_face: ) helfen. Für natürliche Riffe ist der Aufwand schon ein wenig höher: Bäume pflanzen und fossile Brennstoffe reduzieren.

    Dieser Spalt sollte abhängig von der Leistung des Strahlers und der Pumpe so eng wie möglich sein.
    Je länger also die Verweilzeit des Wassers in der UV-Anlage ist, desto besser ist die Entkeimung.

    Du meinst wohl "so groß" wie möglich. Je größer der Spalt, desto höher das Volumen, desto länger die Aufenthaltszeit bei konstantem Durchfluss.

    Wenn es eine kleine regelbare sein muss, kommt z.B. die aquabee 5000e in Frage.
    Grundsätzlich gilt: eine größere Pumpe, die weit heruntergeregelt wird, ist leiser und verbraucht weniger Strom als eine kleine die nahezu auf Volllast fährt. (bei gleicher Technik...)

    Beides ist halt Bruchkalk

    Bitte nicht die Bezeichnung Bruchkalk verwenden. Die Adsorber haben nichts mit Kalk zu tun (außer dass welcher entsteht).
    Bruchkalk oder Kalkbruch ist ein Calciumcarbonat z.B. für Meerwasser-Bodengrund oder Kalkreaktor; der Bruchkalk kann nur mit Säuren, z.B. Kohlensäure im Aquarium / Kalkreaktor reagieren.
    Die Adsorber bestehen aus Calciumhydroxid / Natriumhydroxid auf einem Trägerkörper und reagieren mit Kohlendioxid und dürfen NIE IM Wasser verwendet werden.