Ein Zeit für das Einfahren ist extrem unterschiedlich: von 0 bis einige Tage. Die Grafik zeigt das Verhalten von gewaschenem feinem Korallenbruch. Als groben Richtwert würde ich den Kalkreaktor "auf niedriger Stufe" 3 bis 4 Tage laufen lassen, ehe er optimiert eingestellt werden kann.

Ein Tropfen sind ungefährt 50 µl = 0,05 ml.
Rechne bitte nur mit dem Kalkmatreialvolumen (= Nutzvolumen). Wieviel Wasser sich im Reaktor noch an anderen Stellen befindet ist irrelevant. Den sicheren Sättigungsbetrieb habe ich einfach anhand einer einfach zu merkenden Zahl (Austausch = 1 x pro Tag) festgelegt - man kann auch Werkstandard dazu sagen. Da kann einfach nichts passieren. Wie weit man sich von diesem Wert entfernen darf, ist vollkommen ungewiss. Beieinflussenden Faktoren sind der verwendeten Reaktor, Kalkmaterial, Abschäumer, Beleuchtung, Photosyntheseleistung der Pflanzen/Zooxanthellen und, und, und.
Herkömmliche Kalkreaktoren würde ich grundsätzlich mit dem niedrigsten möglichen pH-Wert intern betreiben. Die benötigte Leistung ergibt sich dann aus der Zulaufgeschwindigkeit. Erst einmal unten anfangen: z.B. 1 Tropfen pro Sekunde. Fällt die KH im Aquarium, dann Zulauf erhöhen. Wo der maximale Zulauf liegt, weiß auch der Hersteller nicht. Den Zulauf kannst Du nur ermitteln, indem Du Dich langsamm nach oben arbeitest - immer den pH-Wert des Aquarium im Auge behalten (pH-Wert immer zur gleichen Tageszeit messen!). Irgendwann sinkt der pH-Wert, dann darfst Du den Zulauf des Kalkreaktors auf keinen Fall weiter erhöhen. Dann helfen nur:
- Neutralisierungsstufe
- größerer Reaktor
- anderes System, dass den pH-Wert kaum beeinflusst
Den Tipp, den man manchmal hört, bei zu niedrigem pH-Wert im Aquarium den Soll-pH-Wert des Kalkreaktors zu erhöhen, ist leider vollkommen kontraproduktiv. Der pH-Wert sinkt zwar im Auslaufwasser des Reaktors aber die Leistung sinkt leider mit ihm.
Ich wünsche noch ein tolles Weichnachtsfest.