Ob Phosphat mit Calcium ausfällt ist eine Frage des pH-Wertes und einigen anderen Dingen. Es gibt auch Wege, Substanzen zu schützen: Antioxidantien, Chelatoren...
Beiträge von Burkhard Ramsch
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Sowohl RO als auch Ionenaustauscher arbeiten nicht von jetzt auf Gleich 100%ig. Alles sollte mindestens 1/4 h laufen, ehe man sich an eine Messung begibt.
Tropfentests im Reinwasser taugen nichts. Durch den niedrigen Salzgehalt, haben einige Tests Probleme. Und versucht erst gar nicht den pH-Wert zu messen. Das geht nur mit Spezialmessketten im Durchlaufverfahren. Der pH-Wert in Reinwasser interessiert zum Glück überhaupt nicht.
Won, die RO schein o.k. zu sein. Der Vollentsalzer ist definitiv am Ende (vorausgesetzt die Anlage lief schon ein Weilchen vor dem Testen).
Der Reinstwasserfilter braucht nicht gestopft zu sein, außer man will ihn waagerecht betreiben. Ich persönlich würde diese Filter immer senkrecht aufstellen.
Zur Dimensionierung als ganz große Faustformel (also wirklich Pi mal Daumen): pro Liter Harz kann man mit einer RO-Anlage 1000 Liter Reinstwasser erzeugen. 3 Liter Harz sind eine vernünftige Größe für die oben genannte Anlage. Schmale hohe Säulen sind kurzen dicken Säulen vorzuziehen. -
Hallo Won,
ein klein wenig Sorgen machen ich mir über die 400 GPD-Membran. Ich kenne keine 400er Membran, die wirklich gute Rückhalterate ermöglicht (ich kenne aber auch nicht alle). Dieser Typ ist normalerweise auf sehr hohe Reinwasserleistung für sogenannte Directflow-Anlagen getrimmt und die Rückhalterate wurde vernachlässigt.
Auch die Einstellung des Abwasser-Reinwasser-Verhältnisses auf 2:1 ist für den Betrieb mit einem Reinstwasserfilter eher negativ zu beurteilen: schlechtere Qualität = höherer Harzverbrauch
Ich bin auf Deine Messungen gespannt. Die Rückhalterate kannst Du schnell mit einem passenden RO-Rechner ermitteln (oder mit der guten alten Prozentrechnung). -
Wie wahr: die Angaben sind in der Tat sehr verwirrend.
Bei akuten Fällen (die Tiere sind schon krank) gibt es keine zu hohe Desinfektionsleistung (das Wasser sollte nur nicht anfangen zu kochen
).
Für den normalen Betrieb darf die Desinfektionsleistung aber nicht zu hoch sein, um steriles Wasser zu verhinden und die Abwehrkräfte der Tiere zu schwächen - ein gewisser Erregerdruck sollte schon sein.Die Desinfektionsleistung des UV-Systems ist abhängig von einigen Faktoren:
- die Wellenlänge (ist meist vorgegeben durch die üblichen Entladungslampen bei 254 nm; etwas höhere Wellenlängen wäre besser; mal sehen, was die LED-Technik in den nächsten Jahren so bringen wird - im Moment steckt die UVC-LED-Technologie noch in den Kinderschuhen)
- der Übergang von UVC-Strahler ins Wasser. Eigentlich ist nur ein Material dafür geeignet: Quarzglas. Aber wie immer gibt es auch bei Quarzgläsern Unterschiede. Bei 254 nm muss man mit Verlusten von 10% rechnen. Bei Systemen ohne Quarzglas zwischen UV-Strahler und Wasser sollte jeder selbst die Entscheidung treffen, ob die Sicherheit gewährleistet ist: FI, Erdung, Glasbruch...
- die UVC-Leistung: je höher die UVC-Leistung, desto höher ist die Desinfektionsleistung
- der Durchsatz durch die UV-Leuchte: je mehr Durchsatz, desto höher ist die Desinfektionsleistung
- Volumen der UV-Leuchte: je höher das Volumen, desto höher ist die Desinfektionsleistung
- das Medium selbst: dreckiges oder gelbstichiges Wasser vermindert die Desinfektionsleistung
- Effektivität der Komponenten: ausgelutschte UVC-Lampe, dreckige Quarzgläser und altersschwache Pumpen vermindern die Desinfektionsleistung; auch sollte dafür gesorgt werden, dass die Ansaugstelle und die Auslassstelle räumlich so weit wie möglich voneinander getrennt sind.Markus, wie Du gerade liest, eiere ich gerade um eine direkte Empfehlung herum. Bei Markenherstellern und deren Angaben (Extremwerte würde ich mal ausklammern) kann man eigentlich nichts falsch machen. Vor kurzem habe ich in einem Forum eine UV-Leuchte aus dem fernen Osten gesehen, die einfach nur ins Wasser gehängt wird. Von UV-Schutz für den Betreiber keine Spur.
Ich kann nur betonen: UVC-Strahlen zerstören die Augen irreparabel. -
Der Dupla-Filter ist für RO-Kleinstanlagen konzipiert mit einigen l/h Leistung. Bei 60 l/h muss der Querschnitt erheblich größer sein. Auch sollte der Harzfilter eine Bauhöhe von nicht unter ca. 50 cm Höhe haben. Das Reinstwasserfiltervolumen sollte so gewählt werden, dass man nicht öfter als einmal im Monat das Harz wechseln muss.
Und auch für größere RO-Anlage gilt: pro Produktion sollte die RO mindestens einige Stunden laufen, damit die Wasserqualität stimmt bzw. nicht sehr hohe Harzkosten entstehen. Nichts ist unwirtschaftlicher als eine Anlage die oft und dafür kurz läuft. -
Hallo Robert,
das Futter sollte gute Schwebefähigkeit haben und nicht zu empfindlich sein. Der Pumpenauslass sollte nicht zu tief im Aquarium liegen, damit das Futter gut im Aquarium verteilt wird.
Ansonsten geht das mit der Rückförderpumpe. Das Futter muss direkt an der Pumpe hinzugegeben werden, damit es nicht im Technikbecken irgendwo herumdümpelt und das Wasser ohne (großen) Nutzen belastet. Eine automatische Fütterung ist mit diesem System schön möglich, ohne am Aquarium einen klobigen Futterautomaten befestigen zu müssen. -
In diesem thread stelle ich von Zeit zu Zeit kleine Helferchen vor.
Gerade "druckfrisch aus der Presse" erweitern die Acrylglashalter für Filter und Reaktoren die Aufstellmöglichkeiten.Mit ihnen können sowohl die neuen PMMA-Filter als auch die alten PVC-Filter und Reaktoren leicht an jede beliebige senkrechte Scheibe - ob am Filterbecken oder Aquarium - befestigt werden. Mit der Abstandsfixierung wird die Glasstärke eingestellt und der Halter einfach an die Scheibe gehängt. Silikonsauger bzw. -füße sorgen für einen sicheren Halt gegen unabsichtliches Verschieben. Die Konstruktion ist superstabil gebaut, so dass auch Traglasten von 10 kg locker verkraftet werden. Die PMMA-Halter gibt es für die Durchmesser 50, 63, 70, 75, 90, 100 und 110 mm.
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Umkehrosmosetechnik (RO) hat sich seit Jahrzehnten fest in der Wasseraufbereitung etabliert. Fast jeder Aquarianer hat eine RO-Kleinanlage, um die Grundlage für optimales Meerwasser zu schaffen.
Für größere Vorhaben müssen auch die RO-Anlagen wachsen. Gestern ist bei uns eine Anlage mit einer Kapazität von 5 m3/h auf den Weg nach Polen gegangen.
links: Druckerhöhungsanlage, um den Vordruck zu erzeugen
rechts: Umkehrosmoseanlage im TestbetriebPrinzpiell sind Großanlagen genauso aufgebaut, wie die kleinen bekannten Anlagen für die Aquaristik: Vorfilter, Druckpumpe und Umkehrosmosemodule. Unterschiede zu Kleinanlagen sind die kundenspezifische Ausstattung und die exakte Anpassung des RO-Arrays an das vorhandene Rohwasser. Gesteuert wird der gesamte Prozess mittels Mini-SPS.
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Wellenschlag hin und Wellenschlag her - unsere Aquarien sind nicht für dynamische Lasten konzipiert sondern nur für statische. (Mal abgesehen von Klaus' bombensicheren PVC-Systemen)
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Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. es beginnt zu tropfen und es wird stetig mehr. Erst reicht ein Schüsselchen, dann muss später schon der Eimer her.
2. Uns ist es einmal bei einem ca. 300 l-Aquarium passiert, dass nach einem Tropfgeräusch innerhalb von 30 Sekunden ein sich stetig größer werdender Wasserstrahl zwischen den Scheiben herauskam. Ich lag dann mit meinem Lebendgewicht vor der Frontscheibe während meine Frau das Wasser mit einem Schlauch geordnet abgelassen hatte. Unser Glück war, dass es die Frontscheibe erwischt hatte und dazu noch ziemlich weit oben. Bei 10 cm Wasserstand hörte der Spuk auf und wir konnten Pflanzen und Fische noch retten. Hat nicht wirklich Spaß gemacht und unser Nachbar unter uns durfte seine Decke neu streichen. (Wir sind aber immer noch befreundet)
3. Scheiben können sich auch explosionsartig verabschieden.
Selbst Acrylglas ist nicht vor Totalschäden gefeit - das Risiko ist aber geringer. Zumindest Silikonschäden sind ausgeschlossen, da selbiges nicht vorhanden.
Ursachen sind eigentlich immer falsche Materialien (Billigsilikon), falsche Bearbeitung (z.B. nicht ordentlich gereinigte Scheiben; nicht getempertes Acrylglas) und Materialfehler. -
0,45 µm und 0,2 µm werden allgemein als Sterilfilter betrachtet. Allgemein liegt der Bakterienbereich bei einigen Mikrometern - mal von Riesenbakterien (500 µm = 0,5 mm) und Nanobakterien (<1 µm) abgesehen.
Sandy, da bist Du glaub ich, schon weit im Virusbereich. Nanochloropsis liegen im unteren einstelligen µm-Bereich.
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Hallo Thomas,
die Größenordnung "großes Haus" kommt schon hin, um es einwandfrei zu bauen. Und Sandys Schätzung mit 10 EUR/Liter ist nicht unrealistish. Die erforderliche Grundtechnik (Abschäumer, Pumpen, UV) liegen bei so einem Aquarium bereits locker bei 100 TEUR - ohne Verrohrung und ohne elektrische Versorgung. Die Anschlussleistung liegt bei 25 kW (24 h/d - 365 d/a).
Ohne Architekt, Statiker und Gesamtplanung kann so ein Projekt ganz schnell zum Desaster werden. Die gesamte Logistik ist nur etwas für Profis. Allein die Frontscheibe aus Acrylglas wird so um die 3 Tonnen wiegen. So viel ich weiß, gibt es nur drei Hersteller für solche Scheiben: einen amerikanischen, einen japanischen und einen chinesischen.
Oft scheitern solche Projekte an den Genehmigungen, z.B. Einleitgenehmigung für den Teilwasserwechsel - wenn die Kläranlage nicht mitspielt, war es das bereits.
Thomas, ich würde Dein Projekt von hinten herum aufziehen. Was bist Du bereit für die Investition und die laufenden Kosten pro Jahr auszugeben und dann sollte eine realistisch Größe geklärt werden. Wenn Bedarf für einen Gesamtplaner besteht, kann ich Dir gern Kontakte geben. -
Bakterien wachsen grundsätzlich überall (fast), sowohl im Ultrareinbereich bei Leitfähigkeiten von 0,05 µS/cm als auch im hypersalinen Bereich von mehreren 100 mS/cm. Selbst im Salz selbst gibt es Spezialisten, die darin leben können. Um Bakterien effektiv zu töten, muss man sich schon anstrengen.
Aber die Anzahl macht's. Ein paar Millionen Bakterien (also ganz sauber) im Reinwassertank machen nichts aus. Sobald man glitschige Wände im Behälter hat, sollte man das Ganze mal sauber machen. Salzreste fördern eher die Bakterienbildung. Salz ist NICHT konservierend (beim Pökeln spielen andere Dinge eine Rolle). Auch der Salzwasserbehälter darf ab und zu mal geputzt werden. Ein paar Tage altes Meerwasser hat schon so viele Bakterien, dass es für viele Algenkulturen schon nicht mehr verwendet werden kann. Für das "normale" Aquarium m.E. ist das kein Problem.
Ansonsten siehe Sandy (16) -
Bei RE gibts Flow und Druck-Varianten, was nimmt man für Closed-Loop?
Wenn die Berechnung der Rohrleitungen stimmt, immer die Flow-Variante. Die Pumpe muss nur den Rohrwiderstand überwinden und keinerlei hydrostatischen Druck. Bei einigen Pumpen muss man sogar aufpassen, dass sie im Volllastbereich nicht anfangen zu kavitieren. Das Schlimmste für eine Pumpe - gerade im CL-Betrieb - ist ein zu großer Widerstand in der Ansaugleitung: zu kleiner oder verdreckter Ansaugkorb.
Eine größere Pumpe läuft bei gedrosselten Einstellungen immer sparsamer als eine kleine unter Volllast (gleiche Technik vorausgesetzt).
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Hi Daniel,
die braunen Beläge sind aus Deiner Probe (Wasser+Kies) leider nicht herausgekrochen. So konnte ich sie leider nicht unter's Mikroskop legen. ;-((
Das nächste Mal sollten die Beläge direkt mit einer kleinen Pipette abgesaugt und in ein Gläschen übertragen werden. -
Es kommt - wie Daniel schon erwähnte - auf den Durchfluss an. Bei der grobe Daumenregel Beckenvolumen x 5 = Durchfluss pro Stunde liegen wir schon bei 7 m3/h. Da wäre der minimale Rohrdurchmesser ein DN40 = d50 auf der Druckseite der Pumpe = Zulauf zum Aquarium. Die Ansaugseite der Pumpe mit d63.
Die Wänder der Rohre werden auf jeden Fall mit allerlei Getier und Gepflanz bewachsen, ob hohe oder geringe Strömungsgeschwindigkeit - die Arten unterscheiden sich nur. Rein rechnerisch wäre ein Zuwachsen um 2 mm bei einem geringeren Durchmesser kritischer als bei einem größeren Rohrdurchmesser.
Der Ablauf vom Aquarium kann bei d40 liegen (so wie mich mitbekommen habe, soll die Technik in den Keller). Bei mindestens 3 m Fallhöhe geht so einigen durch. Notüberlauf nicht vergessen. -
Entziehe ich dem Becken nicht durch viele Wasserwechsel wichtige Bakterien?
Im freien Wasser sollten eigentlich nicht viele Bakterien sein: so 1.000 bis 100.000 KBE pro ml ist normal (je nachdem wie man misst). Hört sich jetzt viel an, ist es aber nicht. Die Hauptflora sollte sich auf den Oberflächen oder in den Tiefen poröser Materialien (z.B. Lebendgestein) befinden. Beim Wasserwechsel braucht niemand Angst zu haben, dass wichtige Bakterien flöten gehen.
Daniel, Du hast vollkommen recht: nicht funktionierende Kommunikation kann viel kaputt machen. Und wenn man dreimal nachfragen musst, dann waren die Erklärungen eben schlecht. (Gilt für alle, bis auf die, die nichts begreifen wollen)
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Hans-Werner,
ohne Wasserfüllung muss ich Dir rechtgeben (das ganze war eine Forschungs-UV-Leuchte mit 5W Leistung, 254 nm, Abstand Quarzglas-PMMA: 19,5 mm, Versuchszeit: ca. 40 Tage). Doch in diesem Fall lag die Innentemperatur bei 24-26°C, die Außentemperatur bei Raumtemperatur (so geschätzte 20°C). Das Acrylglas wurde auch sorgfältig getempert. Die Klebenähte, die nicht dem UV-Licht ausgesetzt wurden, sehen aus wie neu; auch unter der Lupe keinerlei Mikrorisse.
Diese dramatischen Auswirkungen im Hauptrohr haben mich ebenfalls überschrascht. -
Hast Du doch schon gelernt

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Direkt im harten Pumpenstrahl mag fast keine Koralle.
Bei Pumpen mit großen Auslassöffnungen (reine Strömungspumpen) ist die Gefahr wesentlich geringer als bei Pumpen mit kleinen Öffnungen (Universalpumpen).
Ein ständig wechselndes Strömungsmuster hat eigentlich nur Vorteile:
- Mulmecken werden, sobald sie sich bilden, meist wieder aufgewirbelt, so dass der Dreck ins Filtersystem gelangen kann
- Korallen wachsen nicht schief
- Ablagerungen auf Korallen sind seltener
- Fische müssen tatsächlich schwimmen und dümpeln nicht nur in strömungsarmen Ecken herum (Bodybuilding)
Ob eine Wechselströmung mit geschalteten Pumpen im Closed-Loop, Wellenprogrammen oder mit OsciMotion erzeugt wird, ist egal. Jede Methode hat so ihre Vor- und Nachteile.
Die Strömungsstärke ist aber abhängig von der Art: bitte vorher informieren, ob eine starke oder schwache Strömung bevorzugt wird. Ganz grob: je größer die Polypen, desto niedriger die bevorzugte Strömung.Auch die Art der Strömungspumpe spielt eine Rolle. Vor kurzem haben ich in einem 600-Liter-Becken die 6 m3/h Universalpumpe gegen eine 20 m3/h Strömungspumpe getauscht. Der Vergleich war dramatisch. Die 20 m3/h Pumpe erzeugt gerademal ein "laues Lüftchen" verglichen mit dem harte Wasserstrahl der Universalpumpe. Die Leistungsangabe der Universalpumpe stimmt, die der Strömungspumpe kann ich leider nicht nachmessen. So kann ich nicht beurteilen, ob der große Pumpenauslass die einzige Ursache für die wesentlich "sanftere" Strömung ist.
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Wenn Niteout als Ursache feststehen sollte, dann nicht mehr verwenden. Mehrmals einen großzügigen Wasserwechsel machen und gut ist.
Wenn dauerhaft ein zu hoher Nitratwert im Aquarium vorhanden ist, dann muss aktiv eingegriffen werden:
- abbaubare Biopolymere ("Pelletfilter")
- autotropher Nitratfilter (Schwefelnitratfilter)
- heterotropher Nitratfilter
- bei der Wodkamethode muss man gehörig aufpassen, um sich nicht das Becken kaputtzuschießen (da habe ich schon zu viele Fälle mitbekommen)
u.a.Kurzzusammenfassung gibt es hier (ich hoffe, es wird nicht als Werbung ausgelegt)
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Die hervorragende UV-Beständigkeit bezieht sich auf "normale" Strahlung, die es draußen bei klaren Sommertagen gibt. UVC ist nicht im Sonnenlicht (gefiltert durch die Atmosphäre) enthalten. Weiter oben ging es aber um den Einsatz eines UVC-Strahlers direkt in der Ablaufkammer eines Aquariums, also direkter Kontakt mit Silikonnähten (mal vom Wasserkörper absehen).
Ich habe jetzt keine direkte Quelle für die Reaktivität von Aquariensilikon bei UVC-Bestrahlung gefunden. Jedoch wird die UVC-Bestrahlung z.B. eingesetzt, um Silikone an eigentlich unreaktiven Oberflächen wie PC oder PP anzulagern. Bei einer absoluten UVC-Beständigkeit des Silikons wäre das nicht möglich. Ich weiß: Silikon ist nicht gleich Silikon und in dieser Gruppe wird es sicherlich gehörige Unterschiede bei der Reaktivität geben.
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Wie beständig sind die Silokonnähte bei direkter UV Bestrahlung ?
UVC:
transparent: überhaupt nicht
schwarz: dauert nur länger, bis sie porös werdennormale Beleuchtung mit geringem UVA-Anteil: hält ein Aquarienleben lang
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Hallo Hans-Werner,
mit der Einschätzung wäre ich vorsichtig. Die angegebene UV-Stabilität gilt für im Freien vorkommene Strahlung. Bei UVC-Brennern sieht ein Plexiglasrohr ganz schnell so aus:
Das war einmal transparent - ist aber noch wasserdicht. So oder ähnlich verhalten sich alle Kunststoffe - es ist nur eine Frage der Zeit. Kunststoff wird nur eingesetzt, weil Glaskonstruktionen zerbrechlich sind (Ausnahme HW) und Metalle für MW nicht einsetzbar sind. Wird dder Kunststoff dick genug gewählt, sollte er eine durchschnittliche Aquaristiklebensdauer schaffen. Eingesetzte Schutzfolien sind natürlich auch möglich, wenn diese von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden.
UV-Lampen ohne passendes Gehäuse oder fest eingebaut haben in der Aquaristik nichts zu suchen. Die durch UVC verbrannte Haut ist noch zu verkraften (soll nicht einmal krebserregend sein; im Gegensatz zu UVB und UVA). Aber die Netzhaut in den Augen ist unwiederruflich verbrannt und damit verloren - da wächst nichts mehr nach.
Man sparen und sich totsparen. -
Wenn die weißen Härchen glitschig sind, sollten es Bakterien sein. Während des Startens eines MWA kann es zu Bakterienblüten kommen: milchiges Wasser oder mehr oder weniger weiße Beläge. Der Zustand wird sich schnell ändern und die phototrophen Einzeller bringen Farbe ins Becken: Algen, Cyanobakterien. Spätestens ab da muss man schnell ein Gegengewicht in Form von Korallen schaffen - bitte aber erst robuste Arten. Ansonsten droht eine never-ending Einlaufphase.
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Technikbecken mit Notüberlauf ist natürlich das Nonplusultra. Aber für die meisten Aquarien im Wohnzimmer leider nicht einsetzbar.
Joachim, bei solchen Geschichten muss der Wille schon sehr stark sein...
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Von Außenfiltern kann ich nur abraten, wenn sehr dichte Filtermedien in der Filterkammer sind und die Wartung zu wünschen übrig lässt. Ich habe schon Filter gesehen, die jahrelange ohne Wartung gelaufen sind. Was da für ein Schmodder drin war..
Der Schmodder kann unkontrollierbare Reaktionen auslösen und oft genug in Form einer Kettenreaktion, die nicht mehr aufhaltbar ist. -
Bin zwar auch kein Chemiker, aber ich versuche es einmal.
Die Tropfentests können nur Iod und Iodid nachweisen. Die Vielelementanalysen (so viel ich weiß arbeiten alle Anbieter in der Aquaristik mit der ICP, ob nun ICP-OES oder ICP-MS ist egal) weisen jede Form von Iod nach, also auch Iodat, Polyiod und organische Iodverbindungen.
Wenn man regelmäßig Iod dosiert, sollte man auf jeden Fall zumindest einmal im Jahr eine ICP-Analyse machen lassen, gerade bei Aquariensystemen mit wenig oder keinem Wasserwechsel.Bioverfügbarkeit: ich gehe davon aus, dass die Biologie so flexible ist, dass sie jede Form von Iod direkt oder indirekt aufnehmen kann. Genaue Untersuchungen kenne ich leider nicht.
Die Iodidlösungen wirken auf keinen Fall desinfizierend (was nicht heiß, dass Vergiftungserscheinungen auftreten können bei Überdosierung).
Die Iod-Lösungen (Iod-Iodkalium, Iod-Iodkalium-Polyiod, Lugol, Betaisodona) haben desinfizierenden Eigenschaften - Überdosierungen sind sehr schnell mit Schäden verbunden. Für Anfänger empfehle ich immer die Iodid-Lösungen. -
PVC-Rohr biegen: geht mit Spirale oder Sandfüllung ganz gut. Die Wandstärke ist mehr als ausreichend - selbst die dünnsten PVC-Rohr haben immer noch einen PN4 oder PN6: also bei Standardbedingungen sind sie für 4 bzw. 6 bar ausgelegt. Diesen Druck erreichen wir in der Aquaristik wohl kaum; nicht einmal in der Rückförderleitung, selbst wenn die Technik im Keller aufgebaut ist.
Der zu wählende Rohrdurchmesser ist einzig von der gewünschten Wasserförderung abhängig. Bei Kreiselpumpen (andere Pumpen sind in der Aquaristik nicht üblich) sollten an der Saugseite Wassergeschwindigkeiten von 1 m/s, an der Druckseite von 1,5 m/s nicht überschritten werden. Bei der Umrechnung in Rohrdurchmesser kann ich gern helfen, wenn es erwünscht ist.
Bei PVC-Schlauch muss sichergestellt werden, dass er innen glatt ist. Wenn die Stabilisierungsspiralen innen sichtbar sind (gewellte Struktur) sind die Strömungswiderstände erheblich höher als bei glatten PVC-Rohren mit dem einen oder anderen Bogen. Weichmacher sind auf jeden Fall in diesen Schläuchen enthalten (Phthalate werden z.B. als krebserregend eingestuft). Trinkwasserzulassung hin oder her; Kupferleitungen haben diese auch...
Wenn die ganze Konstruktion fertig ist, muss auf jeden Fall getestet werden, ob das Technikbecken die nachlaufenden Wassermengen aufnehmen kann. Dazu sollte der Überlaufkamm mit Tesafilm ca. 1 cm nach oben zugeklebt werden, um einen verschmutzten Überlaufkamm zu simulieren. Nach Abstellen der RFP den Tesafilm abziehen.
Joachim: ohne Dir nahezutreten: der Ablaufschacht muss schon dicht sein. -
Wenn der Ablauf sehr hoch gelegen ist, kann sich im Laufe der Zeit extrem viel Mulm in der Ablaufkammer sammeln - deshalb den Ablauf so tief wie möglich (Tankverschraubung ohne oberes Rohr). Der Notablauf natürlich an der höchsten Stelle. Wenn die Ablaufkammer nicht abgedeckt ist, dann den Ablauf - wie von Sandy erwähnt - mit einem Sieb sichern.
Zum Regeln des Ablaufes würde ich keine Kugelhahn verwenden (sehr schlechte Einstellcharakteristik) sondern Schrägsitzregelventile oder Membranventile.
Kellerverrohrung: Abläufe können mit Winkeln verklebt werden, das Rohr nach oben wenn möglich mit Bögen. Schläuche halte ich für eine provisorische Lösung, meist werden dann PVC-Schläuche verwendet, die allesamt Weichmacher enthalten.
Achte bitte auf die richtige Dimensionierung der Rohre. Pumpenanschluss = Rohrdurchmesser ist leider vollkommen falsch. -
Hallo zusammen,
ab sofort werden die Akklimatisierungskammern mit einem Deckel ohne Loch geliefert. Ein kleiner Zylinder zum Anfassen ist aufgeklebt.
Wenn da noch eine kleine Muräne heraus will, muss die den Deckel anheben - zur Not ein kleines Gewicht auf den Deckel stellen. Kraken sind perfekte Ausbrecher, da muss auf jeden Fall ein Gewicht aufgestellt werden - oder mit Tesafilm den Deckel festkleben.Viel Spaß beim Akklimatisieren.
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Bei solchen Becken führen wir gern zwei Rohre von der Rücklaufpumpe in beiden Ecken direkt am Schacht nach unten. Wurde früher Riffspülung genannnt. Eine Mulmansammlung ist damit ausgeschlossen. Im Gegenteil: auf den Boden muss auf jeden Fall je ein Stück Riffgestein plaziert werden, um den Sand nicht fortzuspülen.
Mit den beiden Strömungspumpen kannst Du nur herumspielen und den besten Ansatz ausprobieren. Ich vermute stark, dass Du noch eine dritte Pumpe benötigst - je nachdem wie groß auf Aufbau inkl. Tiere ist. Wechselnde Strömungen sind immer vorteilhaft, um Mulmansammlungen zu minimieren. -
Es wandelt sich immer ein kleiner Teil von Iod (braun) zu Iodid (transparent) und anders herum um. Deswegen riechen auch reine Iodidprodukte nach einer Weile ein klein wenig nach Iod.
Bei unseren Versuchen nahm bei einer Iod-Lösung, die in einer transparenten PET-Flasche am Fenster (Südseite) gelagert wurde, die Konzentration um ca. 10% pro Jahr ab (der Versuche lief über 107 Monate). Eine Lagerung im Dunkeln oder in einer braunen Flasche ist bei Iod-Iodkalium angebracht.
Ich möchte bezweifeln, dass eine Iodid-Lösung genauso toxisch ist wie eine Iod-Iodkalium-Lösung. Iodid hat keine großartigen desinfizierenden Eigenschaften - Iod hingegen sehr. Wir empfehlen unseren Kunden immer, dass die Iodid-Lösung die Anfängervariante ist, bei der nichts großartig Schlimmes passieren kann (wenn man von einer gewaltigen Überdosierung mal absieht). Die Iod-Iodkalium-Lösung sollte sehr vorsichtig gehandhabt werden und am besten immer verbunden mit regelmäßiger Iodmessung.Wenn doch einmal ein Unglück passiert ist, hilft eine sofortige Aktivkohlfilterung.
Povidon gehört meiner Meinung nach nicht in das Aquarium und ist nur sinnvoll bei direkter Anwendung: Desinfizierung von Wunden bei Fischen und Behandlung von frischen Steinkorallenbruchstellen, bzw. Weichkorallenschnittstellen.
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Hi Daniel1699,
fang bitte nicht an, Stück für Stück ein Aquarium zu starten. Bitte erst alles, was benötigt wird, anschaffen - die Zeit spielt da keine Rolle. Zum Schluss die Produkte mit Verfallsdatum (life sand) besorgen. Wenn dann alles komplett ist, dann starte das System.
Die Erstbefüllung kannst Du im Aquarium anmischen (natürlich ohne life sand).
Mache Dir bitte auch klar, welche laufenden Kosten auf Dich zukommen. Pumpen, Lampen und Heizung verbrauchen nicht unerheblich Strom. Dazu kommt einiges an Futter, Salz, Additive, Tieren.... -
Hallo ManuNeu6170,
Nitrit ist lediglich ein Anzeiger, dass das chemische Gleichgewicht noch nicht erreicht ist (Nitrifikation, Denitrifikation). Nitritwerte bis 10 mg/l sind im Meerwasser kein Problem. Erst bei erheblich niedrigeren pH-Werten bildet sich aus Nitrit die gefährliche Salpetrige Säure, die tatsächlich Schäden verursachen kann.
Die wichtigsten Infos kannst Du unter
https://www.aquacare.de/index.php/aqua…/parameter.html
finden, Tab "nitrit".
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Hallo Marco,
einfache Thermometer sind eigentlich nur Schätzeisen. Abweichungen von 1°C sind keine Seltenheit.
Digital oder analog hat nichts mit Genauigkeit zu tun.
Die Skala auf einem mechanischen Regler ist nur ein Anhaltspunkt. Die sich im Becken ergebende Ist-Temperatur hängt von einigen Faktoren ab:
- je mehr Strömung desto genauer die Regelung und desto gleichmäßiger die Temperatur im Aquarium. Ist keine Strömung im Becken, können sich locker 10° Unterschied zwischen Boden und Wasseroberfläche bilden.
- wird die gewünschte Temperatur nicht erreicht (der Regler regelt nicht und die Heizung läuft zu 100%), ist die Heizung zu klein oder die Umgebungstemperatur zu niedrig. Siehe Tabelle (ist nur ein Anhaltspunkt): wenn die Raumtemperatur nachts z.B. 20°C ist und Du möchtest 25°C im Aquarium haben, schaust Du einfach in die Spalte 25°C - 20°C = +5°C.Leistung in Watt Gesamtlänge in mm Eintauchtiefe in mm +5°C für: +10°C für: +15°C für: 100 215 170 150 l 100 l 50 l 200 295 245 250 l 200 l 100 l 300 345 297 350 l 300 l 150 l - lange Heizstäbe haben gegenüber den kurzen Heizstäben mit gleicher Leistung eine geringe Oberflächenleistung. Sie verkalken weniger schnell. Die Heizung muss immer sauber sein. Kalkablagerungen zerstören die Heizung auf Dauer.
- auch wenn die Heizungen ausdrücklich untergetaucht werden dürfen, nie untertauchen! Mit der Zeit werden die Dichtungen porös und schon löst der FI aus. Also nur bis zur "Eintauchtiefe" eintauchen.
- Heizung vor Beißern schützen (ich meine nicht den netten Mann aus den alten Bond-Filmen sondern z.B. Drückerfische)
- Schnecken vor Heizungen schützen (Schutzkorb oder Heizung ins Technikbecken)
- auf das Material achten (von super bis nicht ganz so super: Titan - Quarzglas - Glas)
- wenn eine Heizung aus dem Becken genommen wird, mindestens 10 Minuten vorher den Netzstecker ziehen. -
Hallo Robert,
ein perfektes Meersalz gibt es leider nicht. Da musst Du leider ausprobieren, welches Salz für Dein Becken die besseren Eigenschaften hat: Löslichkeit, KH, Ca, Mg, organische Zusätze, Spurenelement, Reinheit...
Es gibt viele Aquarianer, die wechseln in kurzen Abständen regelmäßig die Marke, andere nehmen seit Jahrzehnten die gleiche Mischung.Die Rohwasserqualität ist in meinen Augen eigentlich wichtiger. Nur wenige Aquarianer können das Leitungswasser verwenden; die meisten nehmen Umkehrosmosetechnik, viele sogar mit nachgeschaltetem Reinstwasserfilter. Die Ionenaustauscherfraktion gibt es natürlich auch - funktioniert, wenn keine problematischen organischen Stoffe im Leistungswasser enthalten sind: Pestizide, Medikamentenrückstände, Mikroplastik...
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...oder einen Aquaristik-Computer, der Timer-Funktionen hat plus Magnetventil plus CO2-Rückschlagventil.
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Das ist korrekt, Spooner. Deshalb kann es auch in diesem System (mit Steuerung) zu keiner Überdosierung von CO2 im Reaktor kommen. Bei Systemen mit CO2-Recycling kann nämlich bei einer Überdosierung (zu niedrig eingestellter Soll-pH-Wert oder der Zulauf ist mal wieder zum Erliegen gekommen) die Kreislaufpumpe stehen bleiben und pures CO2 ins Aquarium blubbern lassen.
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Die angegebenen 25°dH gelten natürlich nur für diesen Reaktor bei den gewählten Bedingungen.
Was im Deltec Hy Carb enthalten ist, kann ich leider nicht sagen. Es soll mehr Magnesium vorhanden sein - eine genaue Analyse habe ich nicht gefunden. Dass könnte auch der Grund für den niedrigen Calciumwert im Auslaufwasser Deines Reaktors sein. Wenn Calcium längere Zeit ein Problem ist, würde ich auf ein reines Calciumcarbonatmaterial umsteigen, auch wenn die KH-Leistung sinkt.
Genaue Messungen der Kalkreaktorwerte machen die wenigsten Aquarianer - ist auch nicht deren Aufgabe. Vergleichsmessungen der unterschiedlichen Materialien sind sehr aufwendig und langwierig und damit teuer. Das wird von den meisten Anbietern nicht gemacht. Wirklich viel Information zu diesem Thema scheint es nicht zu geben.
