Beiträge von Burkhard Ramsch

    Bypasssysteme zur Entfernung von Phosphat oder Nitrat haben immer einen geringen Durchlauf (verglichen mit dem Hauptsystem). Dabei spielt es keine Rolle ob Phosphatadsorber, Nitratfilter oder auch Refugium. Viel Durchsatz stört aber beim Refugium auch nicht.
    Wichtig: versuche die Beleuchtung antizyklisch zu installieren: das Refugium also nacht beleuchten. Das vergleichmäßigt die Wasserwerte wie pH und Sauerstoff.

    Nicht nur die Zusammensetzung der Salzmischung, auch die Eigenschaften des Umkehrosmosewassers (RO) spielt eine Rolle. Wird RO-Wasser aus sehr hartem Wasser erzeugt hat es viel gelöstes CO2 und kann die Komponenten des Salzes besser lösen.
    Die Ausfällungen (trübes Wasser), die manchmal entstehen, sind nicht schädlich.
    Maßnahmen:
    - kein kaltes Wasser nehmen, sondern 25°C
    - Pumpe zur Wasserbewegung installieren
    - CO2-Zugabe bei hartnäckigen Fällen

    Hallo zusammen,

    es wird - wie fast immer - nie die eine Lösung geben. So komplexe Systeme wie Riffe und davon lebende Menschen kann man nicht an einer Schraube regulieren.

    Den Weg zwischen gnadenloser Reglementierung und freiem, unkontrolliertem Markt zu finden ist nicht einfach. Aber es gibt einige Beispiele: auf einer Südseeinsel (den Namen habe ich leider vergessen) gab es massive Probleme zwischen einheimischen Fischern, nicht einheimischen Fangflotten und Tauchtourismus. Natürlich waren immer die anderen für das Gesamtproblem schuld. Der Häuptling hatte durchgesetzt, dass die Fanglizenzen für ausländische Fangflotten nicht mehr verlängert wurden und das Riff wurde in drei unterschiedliche Zonen eingeteilt: 1. verbotene Zonen, in denen nicht gefischt und nicht getaucht werden durfte, 2. Fischereizonen, 3. Tauchzonen. Der Aufschreit war auf allen Seiten groß - der Häuptling blieb aber dabei. Und siehe da, nach kurzer Zeit (ich meine 2-3 Jahre) hatten sich das Riff und die Fischbestände in der verbotenen Zone sichtbar erholt. Die wachsenden Fischbestände verbreiteten sich auch in die bewirtschafteten Zonen. Nach wenigen Jahren konnten die Fischer von ihrem Fang wieder leben, die Taucher hatten etwas zu tauchen und die Gesamtbilanz der Insel war positiv. Es kamen zwar keine Einnahmen durch die Fanglizenzen herein aber es musste auch erheblich weniger an Nahrungsmittel eingeführt werden, weil der Fischmarkt wieder funktionierte. - Hörte sich alles ein wenig nach Märchen an, war aber eine Doku.
    Der freie Markt hätte das nicht hinbekommen, ein totales Verbot aber auch nicht.

    Nun wieder der Klugscheißer:

    Wir messen gar nicht die Karbonathärte sondern "nur" die Pufferkapazität (im Englischen ist der Ausdruck alcalinity sehr viel treffender). Zum Glück ist das stärkste Puffersystem im Meerwasser tatsächlich das Kalk-Kohlensäuresystem, so dass die gemessene "Karbonathärte" der tatsächlichen Karbonathärte entspricht. Bei sehr hohen Phosphatkonzentrationen (Aquakultur) muss man bei der Messerei schon aufpassen. In diesen Fällen wäre eine Leitfähigkeitstitration schon angebrachter.

    Das mit dem Gleichgewicht ist so eine Sache. Das Kohlendioxid-Kohlensäure-Hydrogencarbonat-Carbonat-Gleichgewicht ist sehr, sehr träge, so dass das Wasser praktisch nie im Gleichgewicht ist. Andere Prozesse, die am festen Kalksubstrat knabbern (Bakterien, bohrende Organismen), beeinflussen das Gleichgewicht ebenfalls.

    Hallo Rüdiger, danke für die Werbung.

    Hallo Kerplunk,

    1. der gezeigte Kalkreaktor ist ein ganz normales Gerät. Der Füllstand des Kalkmaterials wurde reduziert (warum, weiß ich nicht) und im Video lief er bereits am Rand seine Kapazität - ein bisschen mehr CO2 oder ein bisschen weniger Zulauf und das System würde stoppen (Trockenlauf der Pumpe). So wie ich das im Video erkennen konnten.

    2. Der Umsatz ist in Meinen Ausführungen auf den Reaktor bezogen - richtig.
    Die zweite Kalksäule hat einen Effekt. Dieser ist aber sehr abhängig vom Gesamtsystem, der Einstellungen und des verwendeten Materials und dessen Alter. Ein vermeintlich kleiner Effekt im pH-Wert kann eine recht hohe Wirkung im Aquarium haben. Eine CO2-Entfernung mittels Strippen ist meiner Meinung nach auch effektiver. Wie schon weiter oben gesagt, muss das Auslaufwasser des Reaktors gestrippt und nicht in einen Abschäumer geleitet werden. Der pH-Wert kann mit dem Stripping auf über 7,0 angehoben werden. Aber auch bei diesem Verfahren sind Grenzen gegeben. Irgendwann kommt der Punkt, an dem der produzierte Gelöstkalk wieder ausfällt. - Eine nachgeschaltet Neutralisierung muss also sehr genau dimenioniert werden.

    6. Ob nun pH-Steuerung (großer Reaktor) oder CO2-Level-Steuerung (smarter Reaktor), der elektronische Aufwand ist ähnlich. - Wie schon in Punkt 1. angesprochen ist dieser Reaktor ein ganz normaler Reaktor mit zu wenig Füllung und am Rande seiner Kapazität betrieben. Um diesen sicher zu machen, müsste ausgeschlossen werden, dass die CO2-Blase noch größer werden kann.


    Hello Rüdiger, thanks for the commercial.

    Hello Kerplunk,

    1. the lime reactor shown is a completely normal device. The level of the lime material was reduced (why, I don't know) and in the video it was already running at the edge of its capacity - a little more CO2 or a little less inflow and the system would stop (dry run of the pump). Just like I could tell from the video.

    2. in my explanations the turnover is related to the reactor - correct.

    The second lime column has an effect. But this is very dependent on the overall system, the settings and the material used and its age. A supposedly small effect in the pH-value can have a quite high effect in the aquarium. A CO2 removal by stripping is in my opinion also more effective. As mentioned above, the outlet water of the reactor has to be stripped and not led into a skimmer. The pH-value can be raised above 7.0 with stripping. However, there are limits to this procedure as well. At some point the produced dissolved lime precipitates again. - A downstream neutralization must therefore be very precisely dimensioned.

    6 Whether pH control (large reactor) or CO2 level control (smart reactor), the electronic effort is similar. - As already mentioned in point 1. this reactor is a normal reactor with too little filling and operated at the edge of its capacity. To make this safe, it would have to be excluded that the CO2 bubble could become even bigger.


    Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

    Hallo kerplunk,

    ja, Computer und Automatisierung....


    1. auf dem Foto deines letzten Fotos ist die Kammer mit den roten Füllkörpern eine Kolonne - also eine Gasatmosphäre über die Wasser rieselt = geschlossener Rieselfilter.

    Ein anderes Beispiel eines Forschungsreaktors: die schwarze Säule außerhalb des eigentlichen Reaktors ist mit schwarzen Biobällen gefüllt und ist ebenfalls eine Kolonne.

    Bleibe bitte dabei, auch die englische Version mit anzuhängen. Ich glaube, google hat aus "a pipe" eine Pfeife ("a whistle") gemacht.
    Die Position der Kolonne spielt keine Rolle, so lange das Wasser von oben nach unten fließt.

    2. "turn over" ist die Zeit, die benötigt wird, um das gesamte Volumen einmal durch den Filter laufen zu lassen. Bei einem "turn over" von 1 Stunde würde das bedeuten, dass der Wasserzulauf den Reaktorinhalt einmal komplett ausgetauscht hat (zumindest theoretisch).
    Reaktorinhalt z.B. 1 Liter, Zulauf 1 l/d: turn over = 1 d
    Reaktorinhalt z.B. 1 Liter, Zulauf 2 l/d: turn over = 0,5 d

    Im eigentlichen Reaktor wird der pH-Wert eingestellt, z.B. 6,5. In einer nachgeschalteten Säule ist der pH-Wert höher, da der Verbrauch an CO2 in dieser Säule den pH-Wert ansteigen lässt. So gelangt weniger freies CO2 in das Aquarium. Um wieviel der pH-Wert ansteigt ist wie gesagt sehr abhängig vom "turn over" des Reaktors, pH-Wert im Reaktor, Temperatur, Art des Materials....
    Man muss einige Versuche bei einem neu konstruierten Reaktor machen, um die Grenzen des Systems zu kennen.

    4. Eine pH-Wert-Regelung im Reaktor stellt den pH-Wert konstant z.B. auf 6,5, um sicher zu sein, dass sich alles CO2 auflöst.

    Ein System, dass sich automatisch anpassen kann, stellt den erreichbaren pH-Wert in Abhängigkeit vom Füllstand (oder Art des Materials) automatisch ein. In dem obigen Beispiel ist der niedrigste zu erreichende pH-Wert bei 100% bis 50% Füllstand des Materials bei ca. 5,8 (rote Punkte). Wird mehr Kalk verbraucht, sinkt der Füllstand des Materials und es ist möglich, den pH-Wert weiter im Reaktor zu senken, bei z.B. 20% auf pH 5,3. Dies hat zur Folge, dass die Leistung (blaue Punkte) des Reaktors (= Härte * Volumen / Zeit) weniger schnell sinkt, als wenn der pH-Wert konstant bei 5,8 bleiben würde. In konventionellen Reaktoren sollte das Kalkmaterial spätestens nachgefüllt werden, wenn 50% verbraucht sind. In sich anpassenden Systemen kann man bis ca. 30% heruntergehen.

    6. Wie immer im Leben spielen "Größe" und "Technik" eine Rolle. Im ersten Fall muss der Reaktor so groß gewählt werden, dass man IMMER im Sättigungsbetrieb bleiben kann = "turn over" > 1 d. Im zweiten Fall kann ein kleines Volumen gewählt werden, um gleiche oder höhere Leistungen zu erzielen. Das geht natürlich nur im Leistungsbetrieb = "turn over" << 1 d. Ich habe schon sehr viele große Reaktoren gesehen, die leider nur "groß" waren. Wenn die Systeme überlastet werden, fangen die Probleme an: zu tiefer pH-Wert im Aquarium, Algenwachstum. Das hat den Kalkreaktoren (calcium reactors) einen teilweise schlechten Ruf eingebracht.

    Meine Erfahrungen mit Nachtlichtern zeigten, dass wenn man nachts gerade eben noch die Konturen des Riffs erkennen kann, die Beleuchtungsstärke genau richtig ist.
    Ich gehe davon aus, dass die Lichtfarbe keine Rolle spielt, da bei so geringen Beleuchtungsstärken die Photosyntheseapparate der Zooxanthellen nicht aktiv sein dürften.

    Hallo kerplunk,

    1. Ein Blasenzähler ist nur ein Blasenzähler. Der Kreislaufvolumenstrom muss schon durch die Kolonne geleitet werden, um einen Effekt zu erzielen.
    2. Im "Sättigungsbetrieb" (turn over >= 24 h) spielt die zweite Säule in der Tat keine Rolle. Wenn aber mehr Leistung erforderlich wird (Ausfällungen, starkes Wachstum der Korallen), dann wird mit einem geringeren turn over gearbeitet und die Probleme beginnen. Für die Auslegung des Reaktor bedeutet das eine zweite Säule (turn over < 24 h) oder eine sehr große Dimensionierung des Reaktors (turn over > 24 h). Es kommt also entweder auf Größe (Arbeitsvolumen) oder Technik (Neutralisierung / Steuerung) an. Auch die Auswahl des Kalkmaterials spielt eine Rolle und unterscheidet sich im Leistungsbetrieb oder Sättigungsbetrieb.
    Das produzierte aufgehärtete Wasser des Reaktors in einen Abschäumer zu leiten funktioniert leider überhaupt nicht, weil das überschüssige CO2 so schnell verdünnt wird, dass es nicht mehr gestrippt werden kann. Wenn Luftneutralisierung, dann muss das Reaktorwasser nach dem Austritt aus dem System direkt behandelt werden.
    3. + 6. Recyclingsystem: das CO2, dass sich im Reaktorsystem sammeln kann, wird erneut durch die Kreislaufpumpe aufgenommen. Mit einem Recyclingsystem wird definitiv die Leistung gesteigert, weil der interne pH-Wert niedriger eingestellt werden kann. Das birgt aber auch die Gefahr, dass die Kreislaufpumpe mit zu viel gasförmigen CO2 nicht mehr klarkommt und stehen bleibt. Wenn diese Gefahr bautechnisch ausgeschlossen wird, kann ich nur zu einem Recyclingsystem raten. - Beispiele darf ich als Hersteller leider nicht vorschlagen.
    4. Nicht ganz. Der tiefst einstellbare interne pH-Wert ist abhängig von:
    - Durchflussleistung (turn over)
    - Bauart des Systems
    - interner Druck
    - Temperatur
    - Art des CO2-Anreicherungssystems
    - benutztes Kalkmaterial
    - Reinheit des Kalkmaterials
    - (die Teilchengröße (size) des Materials spielt im Sättigungsbetrieb übrigens keine Rolle)
    - Füllstand des Kalkmaterials
    Ein pH-gesteuertes System passt den möglichen niedrigsten pH-Wert nicht automatisch an. Bei niedrigem Materialfüllstand sind aber niedrigere interne pH-Werte möglich und gleichen den Leistungsverlust durch das wenige Kalkmaterial ein wenig aus. Das Material muss somit nicht so oft nachgefüllt werden.
    5. Kleinfilter gefüllt mit Filterwatte gibt es und leisten hervorragende Dienste. Die Einstellung des Zulaufventils bleibt damit für mehrere Wochen bis Monate erhalten.
    Eine Schlauchdosierpumpe ist somit nicht nötig aber natürlich durchaus nutzbar (wenn diese für den Dauerbetrieb ausgelegt ist: also robuster Motor und keine Silikonschläuche).
    6. Wenn der Reaktor sehr groß ausgelegt ist (ich behaupte mal für SPS mindestens 10x größer als die Herstellerangaben), dann funktioniert es auch ohne Steuerung.

    Einen guten Kalkreaktor zu konzipieren ist tricky aber nicht unmöglich.

    Ich wünsche ein schönes Osterfest.

    Ganz allgemein gesprochen muss man auf einige Dinge bei einem Kalkreaktor achten:

    1. das CO2-Eintragsystem: Systeme mit Kolonne sind immer effektiver als einfache Injektoren oder das Einleiten vor der Kreislaufpumpe - je nach verwendetem Material bis zu 20%. (Drucksysteme sind noch effektiver, sind aber nur bei Großaquarien wirtschaftlich)
    2. Bei hohem Gelöstkalkbedarf sollten ausschließlich Systeme mit Neutralisierung benutzt werden, um einen zu tiefen pH-Wert im Aquarium zu verhindern. Neutralisiert werden kann mit einer zweiten Kalksäule oder mit Lufteintrag.
    3. CO2-Recycling ist sinnvoll aber auch nur wenn der Reaktor regelmäßig entlüftet werden kann, um überflüssige Fremdgase loszuwerden.
    4. Eine automatische Leistungsanpassung in Abhängigkeit vom Füllstand des Kalkmaterials im Reaktor ist sehr praktisch.
    5. Ein Verblocken mit Feinsedimenten im Reaktor sollte verhindert werden.
    6. Bei versehentlicher Überdosierung des CO2 sollte die Kreislaufpumpe nicht stehenbleiben (trockenlaufen).
    7. Die Steuerung sollte robust sein. Einheiten ohne pH-Messkette verursachen weniger Arbeit und weniger laufende Kosten.
    8. Systeme, die nur tagsüber laufen, vermindern die täglichen pH-Wert-Schwankungen.

    Hallo zusammen,

    der Fluch der Digitalanzeigen.... Man könnte meinen, die Geräte sind bis auf die letzte Stelle genau. Dem ist nicht so. Die letzte Stelle ist etwas für'n Popo.
    Der Messbereich (range) gibt das Intervall an, in dem Wertwerte ermittelt werden können, z.Bl HI774: 0,00 bis 0,90 ppm (dabei ist Null eigentlich Unsinn, da die Genauigkeit bereits größer als Null ist).
    Die "Auflösung" (resolution) sagt nur an, welche Messwerte noch voneinander unterschieden werden können, z.B. HI774: 0,01 ppm (fast mg/l).
    Die "Genauigkeit" (accuracy) sagt etwas über die Messgenauigkeit aus, meist werden ein Wert und eine Prozentzahl angegeben, z.B. HI774: +/- 0,02 ppm, +/- 5%. Wenn ich also z.B. 0,80 mg/l PO4 angezeigt bekomme, dann kann die "reale" Konzentration bei 0,78 bis 0,82 ppm (+/- 0,02 ppm) liegen, bzw. bei 0,76 bis 0,84 ppm (Prozent). Die schlechtesten Werte sagen dann etwas über die Genauigkeit des gemessenen Wertes aus, also im Beispiel: der "reale Wert" liegt irgendwo zwischen 0,76 und 0,84 ppm.

    ABER. Das gilt unter Laborbedingungen. In der Praxis weichen die gemessenen Werte von den tatsächlichen Werten noch weiter ab. Salzgehalt, Temperatur und Störionen verfälschen das Messergebniss. Wer von den Aquarianern arbeitet mit Handschuhen? Wahrscheinlich nur die Allergiker. Gerade die PO4-Messung kann schnell daneben gehen: auf unserer Haut ist jede Menge Phosphat - einmal unachtsam eine Probe aus dem Aquarium schöpfen und schon misst man Mist. Die Füllhöhe der Probengläser kann variieren. Die Transmission der Probengläser kann variieren. Die Chemikalien können variieren und altern. Jede Menge Raum für Messabweichungen. Die Fehler können vermindert werden, indem man jede Probe z.B. dreimal misst und den Mittelwert bildet.

    DESHALB: ein gemessener Wert sagt erst einmal wenig aus. Erst im Vergleich mit den vorherigen kann der Wert interpretiert werden. Werte in einer Tabelle aufschreiben, idealerweise in einer Exceltabelle mit grafischer Auswertung! Nur ein Trend ist aussagekräftig. Wenn plötzlich und dauerhaft eine starke Abweichung der Werte gemessen wird, sollte erst einmal der Test überprüft werden. Dazu können sogenannte Standards verwendet werden, die eine definierte Konzentration der zu messenden Substanz enthält. Der Messwert sollte nicht allzuweit von dem Standardwert abweichen.
    Chemikalien kühl und dunkel lagern.
    Messchemikalien können der Gesundheit erheblich schaden. Oft genug steht auf den Verpackungen "For laboratory and industrial use only" - warum wohl? Also kindersicher aufbewahren.

    Hallo Stefan,

    ich weiß zwar überhaupt nicht, wie Du kalibriert hast (nimmt der Monitor eine 1-Punkt-Kalibrierung an?). Nicht optimal aber mit 7,92 kann man leben. Besorge Dir auf jeden Fall noch den anderen Puffer. Neue Messketten zeigen auch ohne Kalibrierung in einem bestimmten Bereich einigermaßen genau an. (Ein Wert ist sogar hypergenau - so ähnlich wie die stehen gebliebene Uhr, die zweimal täglich die genaue Zeit anzeigt)
    Der pH-Wert vor dem Einschalten der Beleuchtung wäre auch interessant. Dann kann man schön Minimum und Maximum vergleichen und die tägliche Schwankung bestimmen. Diesen delta-pH-Wert halte ich für erheblich wichtiger, als Minimum oder Maximum.

    Mit Lanthan habe ich keine Erfahrung, mit anderen Fällmitteln schon. Abschäumer sprechen bei der Fällmittelzugabe an und im Falle von Eisenmitteln sieht man auch deutlich die Braunverfärbung des Flotats. Ich gehe davon aus, dass ein Teil der Lanthanausfällung abgeschäumt wird. - Einen Lanthan-Eiweißkomplex würde ich rein gefühlstechnisch ausschließen (aber Glauben ist nicht Wissen).

    Gel oder flüssig? Das hängt von der Messaufgabe ab.

    Die Gel-Messketten sind robust (haben zudem meist einen Kunststoffkörper), reagieren ein wenig träger als Flüssig-Messketten, können im Prinzip vollständig untergetaucht werden. Weil aus dem Gel nur wenig Elektrolyt herausfließt sind sie für salzarme Proben vollkommen unbrauchbar. Wenn das Gel "ausgelutscht" ist - nach ca. 1 Jahr Dauermessung - muss die Messkette weggeschmissen werden.

    Die Messketten mit Flüssigelektrolyt dürfen nur bis zum Diaphragma (das kleine schwarze oder weiße Ding knapp über der pH-Membran) eingetaucht werden, sprechen schneller an und wenn der Elektrolyt ausgelaufen ist, kann er wieder nachgefüllt werden. Meist ist der Körper aus Glas (also nicht so robust). Wegen des höheren Elektrolytverbrauchs verschmutzen sie nicht so schnell am Diaphragma und können für salzärmere Proben benutzt werden (aber kein RO-Wasser!)

    Lagerung: immer in der KCl-Lösung, wenn diese nicht da sein sollte zur Not in Leitungswasser, aber nie in RO-Wasser.

    Überprüfung: das Kalibrieren (dabei das Finden des Messwertes) sollte in 1 Minute abgeschlossen sein. Wenn es länger dauert, ist das oft ein Zeichen, dass die Lebensdauer bald abgelaufen ist. Gut Messgeräte zeigen nach dem Kalibrieren Steigung und Nullpunkt der Messkette an und sortieren nicht mehr brauchbare aus. Immer frische Puffer verwenden, also nicht die Messkette in die Pufferbehälter stecken, sondern ein wenig davon in ein kleines Gläschen (z.B. Reagenzglas) geben und nach dem Kalibrieren (Eichen kann nur das Eichamt) den Puffer wegschütten. Beim Kalibrieren und Messen die Messkette immer leicht bewegen (oder die Probe).

    Ein Monitor oder Messgerät zu überprüfen ist nur mit Spezialgerät wirklich möglich. Eine neue Messkette sollte aber sofort vernünftige Ergebnisse anzeigen. Nach dem Kalibrieren können die Puffer einmal durchgetestet und die aufgedruckten Werte sollten auch im Messgerät angezeigt werden (das letzte Digit darf +/- 1 Stelle schwanken).

    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…-verfahren.html

    Also mal rein rechnerisch, wenn 1/4 l RO-Wasser auf 500 l Aquariumwasser etwas ausmachen sollen, dann sprechen wir von einer Veränderung von 0,0005 (0,05%). Wenn bei dieser nicht messbaren Veränderung (gute labor-Leitfähigkeitsmessgeräte haben eine Genauigkeit von 0,5%) bereits etwas Negatives passiert, dann leben die Tiere bereits am Limit und der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufe bringt, besorgt den Rest.
    In einem stabilen Riffaquarium halte ich Schwankungen von 5% für nicht besorgniserregend. Habe ich schon bereits unzählige Male freiwillig und nicht freiwillig gemacht. Großartige Reaktionen - abgesehen von einem kurzzeitigen Zusammenziehen der Polypen - konnte ich nicht sehen.

    Nichtsdestotrotz muss man nicht mit dem Feuer spielen:
    - Fühler der Nachfüllanlage in die Kammer, in der die Pumpe steht (je kleiner die Kammer desto besser die Genauigkeit)
    - den Wasserweg immer sauber halten: Überlaufkämme beschatten (Algenwuchs) und regelmäßig kontrollieren; Filterschwämme auf Durchlässigkeit prüfen (nicht vollkommen versauen lassen)
    - die Nachfüllpumpe auf sehr, sehr geringe Mengen drosseln (Dosierpumpe ist optimal), damit eine Überdosierung nur sehr langsam fortschreitet und die Chance erhöht, dass man den Schlamassel bemerkt
    - Redundanz des Nachfüllsensors: entweder einen zweiten parallel oder in Serie (je nach System) schalten oder eine zeitliche Absicherung installieren
    - Warnsystem bei zu hohem Wasserstand in der Pumpenkammer (spricht auch an, wenn die Rückförderpumpe versagen sollte), von mir aus auch mit WIFI und Internetanbindung
    - ein Schwimmerventil an den Nachfüllschlauch montieren, das bei Überniveau mechanisch den Wasserzustrom stoppt

    Ich habe bestimmt noch einige Maßnahmen vergessen. Zwei zueinander passende Möglichkeiten sollten für eine erheblich höhere Sicherheit auf jeden installiert werden.

    Im Prinzip hast Du recht. Aber vergiss bitte nicht die Volumenverhältnisse von Aquarium, Überlaufkammer und Technikbecken. Ein paar Liter Umkehrsosmosewasser (Volumen Überlaufschacht) mehr oder weniger auf das Aquariumvolumen plus Technikbeckenvolumen schlägt sich kaum in der Dichte / Leitfähigkeit nieder.
    Und: die Tiere sind keine Mimosen. Leichte Schwankungen sind kein Problem (auf's natürlichen Riff regnet es auch schon mal).

    Iod kommt in verschiedenen Formen vor: elementar, als Ion, als organischer Komplex und Iodat. Mal vom Iodat abgesehen können alle Formen im Aquarium verwertet werden. Überkonzentrationen von elementaren Iod (I2) können kristisch sein, da elementares Iod desinfizierende Eigenschaften hat.
    Ich bin kein Freund von zu schnellem Wegwerfen und wir wissen alle, dass Mindesthaltbarkeitsdaten keine vernünftige Aussage geben.
    kerplunk: bist Du ein bot (das wäre allerdings eine neue Generation) oder setzt Du automatische Übersetzungen ein? Bei automatischen Übersetzungen wäre es toll, wenn Du es kennzeichnen würdest. Auch in einigen anderen Threads ist die Begrifflichkeit ein wenig unklar.

    In einem Aquarium wissen wir nichts über die aktuelle N-Versorgung der Korallen. Wir können nur die anorganischen Verbindungen Ammoniak, Nitrit und Nitrat messen. Eine Korallen kann prinziell den Stickstoff auf unterschiedlichen Wegen erhalten: direkt über Ammoniak (deswegen wachsen z.B. ästige Steinkorallen mit Fischen oder Krebsen als Untermieter besser). Nitrit und Nitrat können wohl auch aufgenommen werden, dafür benötigt die Koralle aber mehr Energie. Eine wichtige N-Quelle, die sehr schnell vergessen wird, ist das Plankton. In der Natur meist üppig im Riff vorhanden (zumindest nachts) im Aquarium im Normalfall aber absolute Mangelware.
    Eine gemessene Konzentration sagt leider auch überhaupt nichts über die Umsätze aus und die sind eigentlich ausschlaggebend, ob eine Koralle gut versorgt wird oder nicht. So irren wir also umher und versuchen aufgrund eines Parameters (Nitrat) eine Aussage über die N-Versorgung des Aquariums zu machen.
    Ich bin der Meinung (= halbes Wissen vermischt mit Vermutungen), dass schon ein wenig Nitrat nachweisbar sein sollte - quasis als Notnagel.
    Und der wichtigste Punkt: achtet auf die Korallen, wenn die gut aussehen und ordentlich wachsen, sollte man nicht vom eingeschlagenen Weg ohne Not abweichen. Es wird nie den besten Weg geben.

    Iod ist nicht gleich Iod. Die beiden gängigen Lösungen sind Lugolsche Lösung (immer braun) oder Iodidlösungen (klar wie Wasser). Beide können nicht unendlich gelagert werden. Bei Iodidlösungen setzt sich ein Teil in Iod um (ältere Lösungen beginnen nach Iod zu riechen). Lugolsche Lösungen nehmen an I2 mit der Zeit ebenfalls ab. Die schlechte Haltbarkeit der Lugolschen Lösung wird in meinen Augen manchmal übertrieben. Eigene Versuche ergaben, dass die Färbung um ca. 10% pro Jahr abnimmt, allerdings bei denkbar ungünstigen Umständen: transparente PET-Flasche auf der Fensterbank, Südseite. Normalerweise soll zumindest die Lugolsche Lösung dunkel und in braunen Flaschen an einem kühlen Ort gelagert werden. Und ob dann ein paar Prozente fehlen oder nicht, macht dem Aquarium gar nichts aus. Die Iodkonzentration sollte sowieso regelmäßig im Aquarium überprüft werden, weil der Verbrauch recht stark schwanken kann und somit jede Dosierung nur eine Pi-mal-Daumen-Zugabe sein kann.
    Also kühlt Euch mal wieder ab.

    laut Evonik Datenblatt ("Plexiglas"):

    Transmissionsgrad: beide bei ca. 92%
    UV-Durchlässigkeit: GS-nein, XT-ja
    maximale Oberflächentemperatur und maximale Gebrauchtstemperatur: XT geringfügig niedriger
    Wasseraufnahme: GS 41 mg, XT 38 mg

    Strömungsgeschwindigkeiten muss man auch nicht messen. Zur Berechnung der Rohrdurchmesser ist es jedoch essentiell. Wie viele Pumpen habe ich schon mit einer zu dünnen Verrohrung gesehen... Aquarianer glauben ja, dass der Durchmesser des Pumpenanschlusses die passenden Größe für die Verrohrung ist. Dem ist nicht so. Bei zu kleinen Durchmessern geht sehr schnell die Förderleistung herunter - insbesondere bei Energiesparpumpen mit geringer Förderhöhe. Im Endeffekt hat man bei falscher Verrohrung wenig Förderleistung bei hohem Energieverbrauch.
    Auch zu große Durchmesser bringen nichts. In ihnen sedimentieren auf waagerechten Strecken die Schwebstoffe und Luftblasen können sich sammeln. Außerdem nehmen zu große Rohr reichlich Platz weg und kosten mehr.

    Sandy, ein eindeutiges jein.

    Für die präzise Messung wären 7 und 9 ideal. Leider altern die Puffer über 7 sehr schnell, weil CO2 mit den hohen pH-Werten reagiert. Für die pH 10 Lösung reicht schon eine Nacht ohne Verschlusskappe und der Wert ist auf 9 Komma irgendwas gefallen. Die wenigsten Aquarianer kaufen jeden Monat neue Kalibrierlösungen. Deshalb plädiere ich für pH 4 und pH 7.

    Spooner, das mit dem Abfüllen hast Du schon richtig gemacht. Wenn man nämlich andauernd mit einer benutzten Messkette in den Pufferbehälter hineintaucht gibt es mit der Zeit zwangsläufig Verunreinigungen. Also besser immer kleine Mengen für die Kalibrierung abzweigen und danach wegschmeißen. Wichtig: Messkette und das Behälterchen dreimal mit RO-Wasser Spülen und nicht versuchen mit einem Lappen abzutrocknen. Die paar Tropfen RO-Wasser beeinflussen den pH-Wert nicht, ein Tuch mit werweiswas dran eventuell schon. Und: leistet Euch eine Spritzflasche für RO-Wasser - erleichtert die Arbeit ungemein.

    Zwei Möglichkeiten für den sinnvollen Gebrauch von Pufferlösungen:


    1. kleine Mengen abzwacken und immer die gleichen gut (3x) gespülten Gefäße benutzen


    2. Pufferflasche mit integrierter Messkammer verwenden

    Es ist auch möglich, einen Fließbettfilter ohne integrierte Pumpe zu benutzen. Dann kann man sich die Pumpe selbst aussuchen und entkoppelt installieren. Auch ist es möglich diesen Fließbettfilter per Bypass an die Hauptpumpe zu koppeln - erspart eine zusätzliche Pumpe und Geräusche und Kabel. Die Hauptpumpe (RFP) sollte allerdings nicht schon aus dem letzten Loch pfeifen.

    Hallo zusammen,

    die oben genannte Formel ist sehr rudimentär. Es kommen noch Viskosität, Reibungswiderstände, Art der Strömung (laminar, turbulent), Temperatur, Salzgehalt..... dazu. Und alles ist von allem abhängig. Die ganze Berechnung ist somit eher etwas für Studienarbeiten. Zum Glück gibt es praktische Werte.

    Ich würde nie mehr als 2 m/s im Ablauf kalkulieren - selbst bei diesem Wert benötigt man schon eine gewisse Fallhöhe, insbesondere bei kleinen Durchmessern. Bei einem dünnwandigen 25er Rohr (1,5 mm) wären das so um die 2,8 m3/h, bei einem dickwandigen (1,9 mm) ca. 2,5 m3/h, bei einem dickwandigen (2,8 mm) so um die 2,2 m3/h.

    Hallo Spooner,

    welchen 2. Puffer verwendest Du beim Kalibrieren? pH 9, pH10 oder im sauren Bereich pH 4?
    Wenn Du den pH 4 verwendest, dann besorge Dir bitte einen neuen pH 9 oder pH 10 und messen den pH-Wert darin. Wenn Dein Messgerät gut den Puffer-pH-Wert anzeigt, dann ist Deine pH-Messung erst einmal in Ordnung.

    Wird Kalkreaktor mit oder ohne Neutralisierung benutzt? Wenn ja, kannst Du die Neutralisierungsleistung drosseln (weniger Material), um den pH-Wert im Aquarium ein wenig zu senken. Deine Karbonathärte schein o.k. zu sein - die pH-Schwankungen von 0,3 sind o.k..

    Solange der pH-Wert nicht weiter ansteigt, würde ich mir bei einem eingefahrenen Becken keine Sorgen machen. Bei einem jungen Becken besteht die Gefahr der Ammoniakvergiftung.

    Strömung und Strömung sind zwei verschiedene Ding. Der harte Wasserstrahl einer Pumpe wird nur von wenigen Tieren gut vertragen.
    Frag Deine Korallen: ändere doch ein wenig die Ausströmrichtung der Pumpe. Wenn das Polypenbild besser wird, mochte sie diese Art von Strömung nicht. Alternativ kann die Koralle versetzt werden - bei Deiner Konstruktion wohl ein wenig kompliziert.

    Nitrat ist immer ein heiß diskutiertes Thema. Aber so ist das im Leben: es gibt nicht nur schwarz oder weiß, auch wenn in letzter Zeit von Wortextremisten der Eindruck gefördert wird.
    Nitrat ist weder schlimm noch nötig für das Korallenriffbiotop. Es kommt auf die Konzentration an. Wir empfehlen Konzentrationen bis
    5 mg/l NO3 für SPS-Aquarien und bis
    20 mg/l für das bunte Riffaquarium. In wenig beleuchteten Fischsystemen sind auch Konzentrationen über
    1 g/l (= 1000 mg/l) nicht für die Fischgesundheit ausschlaggebend.
    Nitrat im Aquarium entsteht hauptsächlich durch den Futtereintrag. Das Futter wird gefressen, ein Teil des Stickstoffs wird als Ammoniak ausgeschieden und durch spezialisierte Bakterien zum Nitrat oxidiert. Mehr Infos dazu findet Ihr unter:
    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…-fischgift.html
    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…henprodukt.html

    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…uebersicht.html


    Wenn im Aquarium die Nitratkonzentration über das gewünschte Maß angestiegen ist, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Wert wieder in einen vertretbaren Bereich zu bekommen. Auch dazu haben wir einige Infos zusammengestellt:
    http://www.aquacare.de/download/checkliste/cd-nitrat.pdf

    Nun stellen wir den ADN vor. Das seit 2 Jahrzehnten hergestellte Gerät ist nun überarbeitet und erstrahlt in der neuen Acrylglasversion.


    Der Autotrophe De-Nitrifikationsfilter ADN ist mit reinem Schwefel gefüllt und bietet spezialisierten Bakterien eine Lebensgrundlage. Unter sauerstoffarmen oder -freien Bedingungen wandeln diese Mikroorganismen Nitrat zu Luftstickstoff um und senken so die Nitratkonzentration im Aquarium. Damit der Umsatz hoch und stabil bleibt ist eine robuste Kreislaufpumpe eingebaut. Der Filter wird entweder mit einer kleinen Zulaufpumpe oder durch einen Bypass der Aquarienhauptpumpe mit Wasser versorgt. Je nach Nitratbelastung hält die Schwefelfüllung bis zu mehreren Jahren.

    Ich würde nie den Salzgehalt mit einer Hauruckaktion anpassen (Ausnahmen: Mangrovenaquarien oder Süßwasserbad für kranke Fische). Das gibt nur eine starke Schwankung, die der eine oder andere Organismus nicht überlebt (ich weiß, es gibt Tiere, die sogar den Übergang von Süß- zum Meerwasser verkraften). Den Calculator kann man schön dafür verwenden, wieviel insgesamt - also während eines längeren Zeitraums - durch Umkehrosmosewasser ersetzt werden muss.
    Besser in kleinen Schritten über einige Tage anpassen: beim Wasserwechsel nicht vollständig mit Meerwasser nachfüllen sondern den Rest (maximal 1% des Aquarienvolumens) mit Umkehrosmosewasser auffüllen. Das bringt dann auch nicht die anderen Werte großartig in Unordnung - die haben sowieso ihr "Eigenleben".
    Bei Verwendung einer Nachfüllautomatik muss nur eine kleine Meerwassermenge entnommen werden; die Automatik füllt nach und verdünnt somit das Aquariumwasser.

    Fischkauf ist leider immer noch Vertrauenssache. Wie in jeder Branche gibt es schwarze Schafe. Der Laden vor Ort ist keine Garantie für gesunde Tiere. Selbst einige online-shops haben sich bereits auf Nachzuchten spezialisiert. Und natürlich sind diese teuerer (aber immer noch preiswerter als zwei tote Wildfänge).

    Einige Kriterien, die das Risiko vermindern:
    - Sieht der Laden schon gammelig aus, kann vermutet werden, dass mit Tieren ebenso verfahren wird.
    - Schwimmen tote Tiere in den Aquarien?
    - Riecht das Wasser unangenehm und nicht nach Meer?
    - Gibt es eine Quarantäneabteilung? (zeigen lassen)?
    - Sind die Fische passend in den Verkaufbecken sortiert?
    - Fressen die Tiere (zeigen lassen)?
    - Sind in den Fischverkaufsbecken Niedere Tiere? Dann kann (fast) keine Chemie im Spiel sein.
    - Fragt der Verkäufer nach dem eigenen Becken: Volumen, Technik, welche Tiere schwimmen schon? Oder verkauft er einen Zackenbarsch für ein 300 Liter-Aquarium? "der passt sich schon dem Aquarium an"...

    Hallo Daniel,
    in das Aquarium müssen dringend Korallen einziehen. In reinen Fischbecken sind Fische anfälliger gegenüber Parasiten als in Riffaquarien.
    Leider sieht man auf den Fotos nicht wirklich viel.
    Infos über das Aquarium wären schon hilfreich.

    Bei großen Aquarien und hoher benötigter Leistung gibt es noch die Möglichkeit eines Wärmetauschers aus Kunststoff, der an das Heizungssystem oder gar an eine Zentralklimaanlage angeschlossen werden kann. Benötigt leider viel Platz und ist nicht gerade ein Schnäppchen. - Titantauscher müssten auch funktionieren.

    Es gibt noch eine andere Gefahr der Smart Meter. Ich bin weiß Gott kein Anhänger von Verschwörungstheorien. Aber nach der Lekture von Marc Elsberg "Blackout" wurde mir schon ein wenig mulmig. Rein theoretisch sind die Smart Meter hackbar. Und was theoretisch machbar ist, wird auch eines Tages gemacht. Die Sicherheitslage bei den kleineren Stromversorgern wird von Fachleuten als kritisch angesehen. Wenn genügend Smart Meter installiert sind, kann theoretisch ein Zusammenbruch des Stromnetzes ausgelöst werden. Das gesamte Stromnetz ist derart komplex und kompliziert zu betreiben, dass ein Hacker mit genügend gehackten Smart Metern durch einfaches Ein- und Ausschalten riesige Leistungsschwankungen verursacht und damit die Stromversorgung zusammenbrechen lassen kann. Unsere Gesellschaft ist von Strom abhängiger als ein Junkie von Crystal Meth.

    Das Ablaufrohr bis zur Wasseroberfläche führen, mit einem U-Rohr (2 x Winkel) wieder nach unten führen. Unter dem U-Rohr eine Bohrung anbringen (z.B. 5 mm). Die gesamte Konstruktion darf nicht über die Wasseroberfläche ragen.
    Beim Anfahren bitte ein wenig aufpassen, ob das U-Rohr ordnungsgemäß entlüftet wird.

    Die Venturis bei Nadelradsystemen haben die Eigenschaft an der Lufteinlassstelle, Kochsalz und andere Salze abzulagern. Deshalb einmal pro Woche durch den Luftschlauch einen Schluck RO-Wasser ansaugen lassen (nicht durch den Atemkalk!) und einmal im Monat vorbeugend den Venturi chemisch und/oder mechanisch reinigen. Die Benutzung von CO2-Adsorbern (Atemkalk) kann eine Kalkablagerung fördern.
    Auch die Strömungspumpen müssen regelmäßig gereinigt werden, bevor sie stehen bleiben oder abschalten.
    Wir haben uns hier (mehrere sind hier für die Technik zuständig) auf einen Reinigungsplan geeinigt, der ordentlich nach jeder Reinigung mit Namenskürzel abgehakt wird. Man glaubt gar nicht, wie schnell 4 Wochen vorüberziehen.
    Genauso wichtig ist eine unabhängige Stromversorgung mit mindestens zwei Stromkreisen (zwei FIs); der eine für die Rückförderpumpe, der andere für die Strömungspumpen. Ist das nicht machbar, sollten Pumpen mit Steuergerät verwendet werden. 230V-Pumpen können nach Jahren langsam einen Fehlerstrom ausbilden und lösen den FI damit aus. Controller mit Netzteil sind da wohl stabiler.
    In Gebieten mit öfteren Stromausfällen sollte über eine Notstromversorgung (USV) nachgedacht werden, an die zumindest die Strömungspumpen gehängt werden.
    Wenn zwei Fehler auf einmal auftreten, wie bei Dir Stefan, helfen alle Maßnahmen nur wenig. Dein Verlust tut mehr sehr leid.

    Ich halte die Verwendung von hochwertigem Frostfutter (keine dunklen Mysis, ganze Tiere und kein Brei, kein Frostbrand) mit viel, viel Abwechslung für weit aus wichtiger, als die aufgetauten Sorten zu pimpen. Anreicherung bei Larven ist eine andere Geschichte, da es weit weniger brauchbares Futter in der Größe gibt.