Beiträge von Burkhard Ramsch

    Weich-PVC hat auf jeden Fall Weichmacher, die langsam aber sicher aus dem Schlauch diffundieren. Mir fallen da gerade nur die Phthalate ein. Von Zinn habe ich noch nicht gehört, aber mir liegen auch keine Spurenanalysen von z.B. Weich-PVC vor.
    Gegen die Schläuche als Zinnübeltäter spricht, dass das Zinn erst später aufgetaucht ist. Ich gehe davon aus, dass die PVC-Schläuche bereits seit Beginn des Aquariums verlegt wurden.

    Rasterplatten sollten keine Weichmacher enthalten - eine "Gummirasterplatte" ist auch nicht so sinnvoll. Ich kenne Rasterplatten auch nur aus Polystyrol (PS). Aber es mag bestimmt auch andere geben.

    Der ganze thread klingt nach dem guten alten Spruch: wer viel misst misst viel Mist. Ich möchte die Errungenschaften der ICP-Analyse nicht kleinreden. In den "guten alten Zeiten" gab es diese Methode für die Aquaristik nicht und man hat sich über Schwermetalle nur sehr diffus Gedanken gemacht. Natürlich gabe es früher auch unerklärliche Ausfälle, die mangels Wissen auf das große Feld der Schwermetalle geschoben wurden.
    Die ICP - wie Hans-Werner bereits angesprochen hat - kann nur jedes einzelne Atom messen. Im Plasma des ICP-Gerätes wird (fast) alles kurz und klein geschlagen, so dass einzelne Atome herumschwirren, die dann gemessen werden.

    Die gemessene Konzentration sagt in puncto Giftigkeit leider überhaupt nichts aus.


    Ob ein Stoff in welcher Konzentration giftig wirkt, hängt von vielen Parametern ab:

    - Oxidationszustand: z.B. Chrom-III soll lebenswichtig sein, Chrom-VI ist richtig giftig
    - anorganische Verbindungen: Metalle können "einzeln" meist als Ion vorkommen oder mit anderen Partner als Salze. Werden schwerlösliche Salze gebildet z.B. Bariumsulfat kann die giftige Konzentration für die Tieren nicht erreicht werden. (Was in den Böden passieren kann ist eine ganz andere Geschichte)
    - organische Verbindungen: Metalle können auch mit organischen Partnern verbunden sein. Die Vielfalt ist schier unbegrenzt (deshalb auch die 4stellige Kosten für die oben angesprochene Analyse). Als organische Verbindung können die Metalle giftiger werden oder ungiftiger - mal wieder eine klare Aussage.
    - Bioverfügbarkeit: ist ein giftiger Stoff durch z.B. starke Chelatoren maskiert, kann er nicht giftig wirken; anders können schwache Chelatoren den "gewünschten" Oxidationszustand des Metalls schützen und die Verbindung für den Organismus aufnehmbar halten. Solche Chelatoren werden z.B. auch von vielen Organismen gebildet, um z.B. Eisen auch bei sehr niedrigen Konzentrationen aus dem Wasser zu holen und dem Organismus zur Verfügung zu stellen. - So wirken z.B. auch Entgiftungspräparate, die an der Oberfläche Schwermetalle aufnehmen können (Adsorption, Chemosorption). Aus dem Freiwasser sind die Metalle auf wundersame Weise verschwunden.

    Bei dem Thema könnte man das Heulen kriegen. Aber zum Glück haben wir "biologische Breitbandindikatoren": unsere Aquarientiere zeigen ein Unwohlsein meist sehr deutlich an.

    tina: ich bin aber trotzdem gespannt, was Deine Analysen ergeben werden.

    Hallo Tina,

    wenn man so im Trüben fischt, hilft nur noch systematisches Untersuchen. Wenn Du z.B. das Futter in Verdacht hast, dann nimm einen Würfel und packe ihn in z.B. 1 Liter Umkehrosmosewasser (das hast Du ja schon ausgeschlossen), am besten ständig gut umrühren. Nach ca. einem Tag - es sollte noch nicht stinken, also kühl lagern - die Brühe über einen Kaffeefilter (Sterilfilter für Einwegspritze wäre natürlich besser) laufen lassen und die klare Flüssigkeit zur ICP-Analyse geben.
    Bei verdächtiger Technik ähnlich verfahren, nur länger einwirken lassen.
    Ich drücke die Daumen.

    Hallo Andreas.
    Reißfest sind sie schon. Aber bei Druck blasen sie sich auf wie ein Luftballon, wenn der Druck ein bestimmtes Maß überschreitet. Deshalb die dicken Wandstärken, die benötigt werden und leider ins Geld gehen. Ist aber eine einmalige Anschaffung, wenn es kein China-Silikon ist.
    Alternativ kann auch ein dünnwandigerer Schlauch benutzt werden, den man von außen mit einer Stahlspirale stabilisiert. Man muss nur die passende Spirale finden und dann sind wir auch schon wieder beim Korrosionsproblem...
    Mit Kunststoffspiralen habe ich noch nicht gearbeitet. Vielleicht funktioniert auch ein Spiralschlauch, mit dem elektrische Kabel zusammengeschnürt werden.

    Hallo Fabian,

    durch EINE Analyse würde ich mich nie zum Handeln gezwungen fühlen. Erst wenn mehrere Analysen immer ein Defizit eines Elements zeigen, kann man darüber nachdenken, die dementsprechende Lösung zu dosieren. Die wichtigste Aussage, die Du gemacht hast "Meine Korallen stehen soweit gut" ist bedeutender als alle Messwerte.

    Allo Steffen,

    mit Deiner Methode bis Du schon fast ein Reflektometer :smiling_face: Man muss nur auf Ideen kommen.
    Den menschlichen Faktor hast Du somit eliminiert. Bleibt nur noch die eigentliche Ungenauigkeit des Tests selbst.
    Immer ganz wichtig: Farbskalen nur bei Tageslicht vergleichen - bei Kunstlicht kann es ganz schön daneben gehen.

    Hallo Stephan,

    die täglichen pH-Wertschwankungen sind doch recht hoch. Da würde ich auf Dauer etwas gegen unternehmen:
    - KH wieder auf 8°dH erhöhen
    - antizyklisch laufendes Algenbecken/Algenreaktor/Refugium

    Hast Du auch Calcium gemessen? Wenn Calcium ebenfalls gesunken ist, kann man davon ausgehen, dass sich die Steinkorallen das geholt haben, was sie brauchen.
    Wenn Calcium konstant geblieben ist, dann kann eine andere Ursache vorliegen.

    Bakterienprodukte sollten die KH eigentlich unangetastet lassen. Ich kenne das oben genannt Produkt jedoch nicht.

    Hallo Philipp,

    bei den Mengen würde ich mich zuerst an die Dosierempfehlung des Herstellers halten. Grundsätzlich kann mit mehr Adsorber für längere Zeit Phosphat entfernt werden. Mit der Durchflussgeschwindigkeit kannst Du die Geschwindigkeit der Phosphatsenke einstellen: je höher die Durchlaufgeschwindigkeit desto schneller die Phosphatreduktion. Sinkt die P-Konzentration gar nicht mehr, muss das Adsorbermaterial ausgetauscht werden. Wie lange das Material eingesetzt werden kann ist nicht zu berechnen, weil die Phosphatkonzentration im Wasser nichts aussagt über die Phosphatumsätze (Stichworte P-Eintrag durch Futter und Kalkreaktor und Wasserwechselwasser, P-Speicher, andere als Adsorber fungierende Oberflächen).
    Tipp! Nur langsam die Konzentration senken, damit sich die Tiere besser anpassen können. Und bitte nicht unter die Nachweisgrenze senken.

    Hallo Andreas,

    Silikonschlauch ist eigentlich nicht druckfest. Aber viel Druck haben wir nicht am Aquarium, so dass Silikonschlauch mit einer dementsprechenden Wandstärke durchaus reicht - die Entkopplerschläuche haben eine Wandstärke von 5 und mehr Millimetern. Alternativ gibt es Silikonschläuche mit Gewebeeinlage.
    Wenn es um die Preise geht, da musst Du Dich erst einmal hinsetzen - Silikonschlauch ist wirklich teuer. Deshalb vielleicht auch eine Hybridlösung: ein Stück PVC-Rohr an beiden Seiten mit je einem Entkopplerschlauch zur Pumpe bzw. zum Aquarium verbunden.

    Bei Adsorbern wird nichts getauscht. Die Stoffe lagern sich aufgrund molekularer Kräfte an die Oberfläche an. Bei manchen Prozessen reagieren die angelagerten Stoffe mit den Oberflächen = Chemosorption. Eine Regeneration ist aufwändig bis unmöglich.

    Ionenaustauscher (Harze, Molekularsiebe, Zeolithe) tauschen tatsächlich Stoffe aus. Bei einer Enthärtungsanlage z.B. zweiwertige Erdalkalimetalle (Ca, Mg, Sr, Ba) gegen einwertige Natriumionen (Na). Eine Regeneration ist sehr einfach und kann automatisch durchgeführt werden.

    Nitratfilter ist nicht gleich Nitratfilter. Filter, die ohne Sauerstoff arbeiten - also Denitrifikationsfilter - nehmen Nitrat direkt als Luftstickstoff aus dem System. Dazu gehören gefütterte Denifilter oder Schwefelfilter.
    "Pelletfilter" - also Assimilationsfilter - lassen nur Bakterien vermehrt wachsen, die dabei N und P aufnehmen. Werden diese Bakterien nicht anschließend entfernt, sind N und P damit auch nicht entfernt. Zur gleichen Betriebsweise zählen Algenfilter. Werden die Algen, z.B. Chaetomorpha, nicht regelmäßig entfernt, passiert in Bezug auf N und P gar nichts. Auch die sogenannten Nitratkiller arbeiten assimilatorisch. Bei falscher Dosierung kann es bei ihnen aber leicht zu einem rapiden Sauerstoffschwund kommen bis hin zum Totalausfall.

    Hallo Axel,

    alle Zusatzstoffe aus Materialien diffundieren erst schneller (weil hohe Konzentration im Material vorliegen) und später langsamer (weil niedrigere Konzentrationen) aus dem Material. Das ganze wird auch "leaching" genannt.

    Mein obiger Beitrag sollte nur ein wenig beruhigen. Grenzwerte klingen erst immer sehr bedrohlich, wenn sie überschritten werden. Wie Joe schon erwähnte, sind die Tiere der wirklich ernste Indikator für eine Vergiftung. Wenn die Tiere gut stehen, dann bitte die Konzentration nur beobachten und nicht panisch versuchen, etwas dagegen zu unternehmen. Oft genug haut eine Behandlung die gesamte Beckenchemie und -biologie durcheinander. Erst mal die zweite Analyse (siehe Rolf) abwarten.

    Um einem Missverständnis vorzubeugen: organische Pellets im oxischen Pelletfilter bauen weder Nitrat noch Phosphat ab. Es wachsen nur Bakterien auf ihnen und ernähren sich von ihnen. Erst wenn die überschüssigen Bakterien aus dem System entfernt werden (z.B. Abschäumer), dann werden Nitrat und Phosphat reduziert. Ansonsten werden die Bakterien irgendwo im Aquarium /Technikbecken gefressen und es werden nach der Verdauung die Endprodukte Nitrat und Phosphat wieder frei. Fressen Korallen oder Jungfische die Bakterien (Bakterioplankton) bzw. nachfolgende Glieder der Nahrungskette (Zooplankton) dann wird ein Teil des Nitrats und Phosphats in Biomasse umgewandelt. Eine kleine Reduzierung der Nitrat- und Phosphatkonzentration wäre dann auch möglich.
    Es gibt also zwei grundsätzlich verschiedene Betriebsweisen von Pelletfiltern (die anoxische Variante mal nicht beachtet):
    1. In nährstoffarmen Becken: Ablaufwasser des Pelletfilters zurück in das Aquarium = Versorgung mit Bakterioplankton
    2. In nährstoffreichen Becken: Ablaufwasser des Pelletfilters in den Abschäumer, um mit dem Flotat N und P aus dem System zu bringen

    Grundsätzlich können alle organischen Pellets das Gleiche. Es werden wahrscheinlich nur unterschiedliche Wachstumsraten der Bakterien erzeugt, weil unterschiedliche Materialien eingesetzt werden. (Wäre mal ein schönes Forschungsprojekt)

    Hallo Daniel,

    eine Empfehlung kann ich leider nicht geben. Die Reihenfolge ist nicht ganz einfach.
    Version 1: erst PO4-Adsorber, dann Pellet: eventuell können die Bakterien auf den Pellets unterversorgt mit Phosphat sein.
    Version 2: erst Pellets, dann PO4-Adsorber: die im Pelletteil entstehenden Bakterien könnten sich auf den PO4-Adsorber legen und dessen Leistung mindern.
    Also ausprobieren oder auf Nummer sicher gehen und die Materialien parallel betreiben. Parallel betrieben kannst Du auch beide Durchflussgeschwindigkeiten unabhängig voneinander regeln.

    Hallo Axel,

    über die Antimonkonzentrationen kann man sich - wie über so vieles - streiten. Ich habe bei unterschiedlichen Meerwasseranalysen Konzentrationen zwischen 0,24 und 0,33 µg/l gefunden.
    Gesund ist dieses Element wahrlich nicht. Aber eine ICP-Analyse sagt nichts über die Toxizität der gemessenen Konzentration aus. Je nachdem in welcher Form (Verbindung) es vorliegt, ist die Giftigkeit sehr, sehr unterschiedlich. So toll die ICP-Analyse ist, so schnell können aber auch Verunsicherungen entstehen. Und: traue keiner Analyse. Erst bei der zweiten und dritten Messung mit erhöhten Werten wird ein Schuh daraus.
    Die Quelle des Antimons auszumachen dürfte sich als schwer herausstellen. Es wird in diversen Kunststoffen verwendet. Aber ich kann mir auch gut metallische Einschlüsse in Naturprodukten wie Lochgestein oder Verunreinigungen in Riffkeramik vorstellen.

    Hallo zusammen,

    Schwimmerschalter ist nicht gleich Schwimmerschalter. Obwohl alle gleich aufgebaut sind (ein Magnet und ein Reedschalter) kann die Lebensdauer auch bei Betrieb mit Kleinstspannungen sehr unterschiedlich sein. Das haben wir vor vielen Jahren auch schmerzlich feststellen müssen (damals bezogen wir Schalter von einem großen Online-Elektronikladen). Einige Schalter bilden mit der Zeit im geöffneten Zustand Widerstände deutlich unter 1 M-Ohm aus, so dass die angeschlossenen Elektronik irgendwann den Unterschied zwischen offen und geschlossen nicht mehr mitbekommt und die Störung ist da.
    Ähnliche Effekte können auftreten, wenn die Verbindung zwischen Sensor und Schaltung mit Klemmen oder Steckverbindungen verwirklicht ist. Durch Korrosion (Kupferlitze werden grün) können ungewollte Widerstände auftreten, die die Funktion beeinträchtigen. Ein Tropfen Sprühöl oder Kontaktspray und alles ist wieder gut.

    Hallo Daniel,

    auf Überwasserfotos sieht man meist nicht wirklich viel. Schwarz und in dieser Form wachsend kann man schon auf Schwamm tippen.
    Wie schnell ist er denn gewachsen? Wenn diese Größe ruckzuck erreicht wurde, dann weg damit. Aber Achtung, auch kleinste Teilchen können sich schnell woanders festsetzen und wachsen.

    Hallo Axel,

    Deinen Beitrag habe ich überhaupt nicht als negativ gesehen. Es gibt keine allgemeingültige beste Lösung, da die Aquariensysteme viel zu unterschiedlich sind. Ob mit Kamm oder ohne Kamm oder mit Beschattung oder ohne hängt von vielen Parametern ab: Beleuchtung, Auslegung der Überlauflänge, turn-over, Fischbesatz, Eutrophierungsgrad...
    Wir benutzen in unseren Systemen sogar drei Methoden: einfacher Filterschwamm, Palisadensystem aus PVC-Schweißdraht und den neuen abdeckbaren Kamm.

    Hallo Axel,

    haben wir auch 10 Jahre so laufen gehabt. Wichtig ist, dass der Schwamm nach hinten aufwärts geneigt ist, damit Fische, die mal auf den Schwamm gesprungen sind, es leichter haben, wieder zurückzuspringen. Diese Schwammmethode würde ich auch jederzeit bei Systemen präferieren, die ein sehr kleines Technikbecken oder eine sehr kurze Überlaufkante haben. Das Wasser staut sich an Kämmen immer höher auf, als bei kammlosen Systemen.

    Nun haben wir den Kamm seit geraumer Zeit installiert und merken, dass das Algenwachstum an der Überlaufkante erheblich weniger geworden ist. Das liegt natürlich auch an der Position des Überlaufschachts. Der oben abgebildete ist leider ziehmlich in der "Sonne".

    Und wieder ein praktisches Helferchen. Der Überlaufkamm, der nicht geklebt werden muss.
    Das Stecksystem kann an die Scheibenstärke angepasst werden und ist schnell montierbar und demontierbar. Der Überlaufkamm kann mit einer abnehmbaren Abdeckung ausgestattet werden und verhindert somit weitestgehend Algenwachstum zwischen den Kammspalten. So bleibt der Wasserspiegel im Aquarium konstant. - Die Abdeckung ragt ca. 40 mm nach vorn heraus, so dass es erheblich unwahrscheinlicher ist, dass Fische über den Kamm in den Überlaufschacht springen. Kunstspringfische schaffen natürlich auch das - in dem Fall hilft nur eine komplette Abdeckung des Aquariums.

    nie in die Kanalisation in Kombi mit Nachfüllung. Potentielle Gefahr der Aussüßung bei technischem Defekt

    deswegen sehr langsam nachfüllende Pumpe - gerade mal so viel, dass sie es gerade bei maximaler Verdunstung schafft.
    Wenn erst einmal alles übergelaufen ist, dann kann der Schaden größer sein, als der komplette Wert (ich möchte Tiere jetzt nicht in Euros aufrechnen) des Aquariums. Nur mal als Beispiel: 3. Stock, Wasser läuft aus, mit ein bisschen Glück bis ins Erdgeschoss - der Schaden kann in die Hunderttausende gehen. Das Ganze passiert immer nach Murphis Gesetz.

    Edelstähle sind grundsätzlich nicht meerwassertauglich - zu hohe Chloridkonzentration. Da muss man schon auf Duplex, Superduplex oder Titan zurückgreifen.
    Wenn Strom fließen soll, muss das auf jeden Fall hochfrequent gemacht werden, um Elektrolyseprozesse zu verhindern. Bei Elektrolyseprozessen werden Schwermetalle frei (die wahrscheinlich schnell oxidiert werden) und zumindest eine Elektrode wird zersetzt.
    Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann würde ich kontaktlose Systeme wie z.B. kapazitive Sensoren wählen. Die funktionieren auch durch Plastik oder Glas.

    Eine Berechnung der Verdunstungsrate ist so gut wie unmöglich. Zu viele Faktoren:
    - Oberfläche (neben der Temperatur der einzige Parameter, der einfach zu berechnen/messen ist)
    - Luftbewegung über der Oberfläche: offen, abgedeckt, belüftet, Abdeckungsgrad durch die Leuchte
    - Luftfeuchtigkeit (in klimatisierten Räumen verdunstet mehr; im Winter ebenfalls - blöd, gerade im Sommer benötigen wir die Verdunstungskälte)
    - Temperatur

    Das sehe ich genauso. Mit dem nötigen Geld ist natürlich eine Präzisionssregelung aufbaubar. Es gibt Frequenzumformer, die den Bruchteil eines Hz nachstellen können. Auch Niveaumessungen im Millimeterbereich sind kein Problem. Mit aquaristischen Mitteln aber nicht möglich.
    Eine ständige Nachreglung sollte einer Pumpe nichts ausmachen. Nur ständiges Ein- und Ausschalten nicht-geregelter Pumpen ist der schnelle Techniktod.

    eine kleine Übersicht:
    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…achfuellen.html

    Grundsätzlich sollte man jede Methode mit einer zweiten Methode absichern: z.B. Nachfüllautomatik füllt regelmäßig nach, aber füllt durch ein Schwimmerventil. Sollte die Nachfüllautomatik "verrücktspielen", schließt das Schwimmerventil bei Überniveau. Oder doppelte Nachfüllanlage: die erste schaltet die zweite. Oder zusätzliches Magnetventil. Oder doppelte Schwimmerschalter. Oder Notüberlauf in die Kanalisation kombiniert mit einer sehr langsam nachfüllenden Pumpe. Oder eine Zeitschaltung. Da gibt's 'ne ganze Menge.

    Hallo Andreas,

    ich möchte nicht nickelig wirken. Aber bei den hohen Umsatzraten Aquarium-Technikbecken und den hohen Durchflussgeschwindigkeiten bei UV-Systemen und der starken Strömung im Riffaquarium spielt die Anordnung der UV-Leuchte im Gesamtsystem fast keine Rolle.

    Wenn ich die RF-Leitung auf d 50 aufweiten würde, würde sich doch nur die Fließgeschwindigkeit im Rohr veringern. Das hätte doch aber keinen Einfluss auf die Fördermenge, oder sehe ich das falsch?

    Wenn der Durchmesser größer gewählt wird, sinkt die Fließgeschwindigkeit - das ist richtig. Gleichzeitig verringert sich auch der Fließwiderstand und die Pumpe kann mehr fördern, weil sie weniger Gegendruck aufbringen muss.
    Da viele Aquaristikpumpen extrem auf Fördermenge bei gleichzeitig geringer Förderhöhe konzipiert sind, kann der Unterschied schon beträchtlich sein.

    Es gibt interne hydrodynamische Überlegungen für die Gestaltung der Ein- und Auslässe der Pumpe; sie soll ja z.B. bei Maximalbetrieb nicht kavitieren.
    Der Hersteller einer Pumpe weiß ja auch nicht, wofür die Pumpe eingesetzt wird. Wie hoch wird sie letztendlich fördern und bei wieviel Prozent (wenn es eine regelbare Pumpe ist) wird sie laufen?

    Wenn wir von Deinen 9000 l/h einmal ausgehen und die Pumpe soll in einem closed loop betrieben werden, dann haben wir fast keinen Widerstand (hydraulisch und geodätisch) im Leitungssystem und der Betreiber möchte wahrscheinlich die voll Leistung benutzen. Die Rohre müssten im Idealfall dann mit d63 auf der Druckseite und eine Nummer größer auf der Saugseite dimensioniert werden.
    Soll die Pumpe z.B. als RFP (Rückförderpumpe) benutzt werden, dann steht schon ein geodätischer Druck (Höhe zwischen Wasserspiegel Aquarium und Wasserspiegel Technikbecken) von ca. 1,5 m im Weg. Wenn die Pumpe bei einem Gegendruck von 1,5 m dann nur noch 6000 l/d schaffen würden (dafür muss man in der Leistungskurve nachsehen), so müsste man die Druckseite der Pumpe nur noch mit d50 ausrüsten.
    Soll die Pumpe als Abschäumerpumpe mit Injektor benutzt werden, haben wir einen erheblich höheren hydraulischen Widerstand, so dass die Pumpe z.B. nur noch 4000 l/d schaffen kann. Dann reicht für die Druckverrohrung lediglich ein Durchmesser von 40 mm. Dieser Wert gilt auch, wenn diese regelbare Pumpe grundsätzlich nur im stark gedrosselten Betrieb laufen soll, um einerseits Strom zu sparen (eine kleinere Pumpe auf 100% verbraucht mehr Strom bei gleichem Volumenstrom) und andererseits die Geräusche zu minimieren.
    Diese Beispiele zeigen, dass der korrekte Druckanschluss der Pumpe bei d40 bis d63 mm liegt, je nach Anwendungsfall.
    Als Faustregel bei Kreiselpumpen gilt: Fließgeschwindigkeit in der Druckseite max. 1,5 m/s, in der Saugseite nur 1 m/s. Fließgeschwindigkeiten deutlich unter 1 m/s sollte nicht gewählt werden, da dann mit Sedimentierung und Ansammlung von Luftblasen zu rechnen ist.

    Leider sieht man immer wieder eine viel zu kleine Verrohrung, selbst bei Fertiganlagen.

    1. Also erst überlegen, wieviel l/h möchte ich fördern.
    2. In der Leistungskurve der Pumpe nachsehen, ob sie bei der gewünschten Förderhöhe überhaupt den gewünschten Volumenstrom schafft.
    3. Dann die Durchmesser für Saug- und Druckverrohrung berechnen.
    4. Loslegen und bauen. Und nicht die Kupplungsstücke vergessen, um die Pumpe schnell ausbauen zu können.

    Bei der Rückförderleitung solltest Du genau den Durchmesser nehmen, der an Deiner Pumpe als Ausgang gewählt wurde.

    Der Fehler wird leider sehr oft gemacht. Der Durchmesser der Verrohrung sollte ausschließlich nach dem gewünschten Volumenstrom (Durchsatz) berechnet werden. Der Pumpenauslassdurchmesser liegt oft genug weit daneben. Viele Verrohrungen sind Energievernichtungsmaschinen - also ungewollte Heizungen.

    Hi Kerplunk,

    dann haben wir wohl ein wenig aneinander vorbei gesprochen.
    Mit den Zahlen ist das so eine Sache. Niemand im Hobbyszene kann sagen, wie stark sein Aquarium belastet ist. Es fehlt die passende Analytik. Deshalb fragen alle nach Zahlen für das Verhältnis Aquariengröße zu Filterdurchsatz. Die oben angegebenen Zahlen sind reine Erfahrungswerte und selbst die sind nur Schätzungen, weil den meisten Aquarianern noch nicht einmal bewusst ist, welcher realer Durchflusswert im eigenen System gefahren wird - wer hat schon einen Durchflussmesser oder hat den Volumenstrom ausgelitert.
    Das ist aber nicht nur das Problem der Hobbyszene. Auch im Profibereich sieht es nicht viel besser aus. Zwar sind die Volumenströme bekannt, aber die Belastung kann auch nur abgeschätzt werden. Ein Beispiel: im Haiaquarium Breslau, Polen, schwimmt zurzeit die geplanten Fischmengen und die Tiere werden auch dementsprechend gefüttert. Geplant war ein turn over von 1 Stunde durch die 420-m3/h-Abschäumer. Nun sieht es aber so aus, dass nur zwei von drei Abschäumern in Betrieb sind und alle Wasserwerte befinden sich im gewünschten Bereich. Der "Reserve"-Abschäumer war nicht geplant.


    Hi Kerplunk,

    then I guess we were talking at cross purposes.

    It's a thing with numbers. Nobody in the hobby scene can tell you how much your aquarium is being polluted. There is no suitable analysis. That's why everyone asks for numbers for the ratio of aquarium size to filter throughput. The numbers given above are purely empirical values and even these are only estimates, because most aquarists are not even aware of the real flow rate value in their own system - who has a flow meter or has calibrated the flow rate.

    But this is not only the problem of the hobbyists. It doesn't look much better in the professional sector either. Although the volume flows are known, the load can only be estimated. An example: in the shark aquarium in Wroclaw, Poland, the planned quantities of fish are currently swimming and the animals are fed accordingly. A turn over of 1 hour by the 420 m3/h skimmers was planned. But now it looks like only two of three skimmers are in operation and all water values are in the desired range. The "reserve" skimmer was not planned.

    Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

    Hallo Kerplunk,

    dem muss ich leider widersprechen. Die Leistung des Abschäumers nimmt mit dem Durchsatz durch das Filterbecken zu. Die Belastung entsteht im Aquarium und kann dort auch abgebaut werden: Abschäumer und Biologie im Aquarium stehen in Konkurrenz zueinander. Wenn der Abschäumer weniger bekommt, dass arbeitet die Biologie im Aquarium stärker bzw. der Eutrophigrad steigt.
    Das richtige Maß zu finden ist natürlich die Krux. Bei Großanlagen ist man mit 1 x das Beckenvolumen pro Stunde durch das Filtersystem gut beraten. Je kleiner das System, desto höher sollte der Durchsatz sein, da kleine Systeme empfindlicher auf alles reagieren und sie im Nomalfall stärker belastet sind: ein Hai auf 1 Million Liter macht kein Dreck, zwei Clownfische im 40 Liter Aquarium relativ erheblich mehr.
    Bei kleinen Aquarien (Hobbybereich) hat sich die 3-5fache Menge im Großen und Ganzen bewährt. Einige empfehlen erheblich mehr. Wichtig: es sollte der reale Wasserdruchsatz bekannt sein - was auf der Pumpe steht hat nichts mit dem realen Betrieb zu tun.


    Hello Kerplunk,

    I'm afraid I must disagree. The performance of the skimmer increases with the throughput through the filter tank. The load arises in the aquarium and can also be reduced there: Skimmers and aquarium biology are in competition with each other. If the skimmer gets less, the biology in the aquarium works stronger and the eutrophication level increases.

    To find the right measure is of course the crux. With large plants you are well advised to use 1 x the tank volume per hour through the filter system. The smaller the system, the higher the throughput should be, because small systems react more sensitively to everything and in normal cases they are more heavily loaded: one shark per 1 million liters does not make a mess, two clown fish in a 40 liter aquarium relatively considerably more.

    For small aquariums (hobby area), 3-5 times the amount has worked in general. Some recommend considerably more. Important: the real water flow rate should be known - what is written on the pump has nothing to do with the real operation.

    Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

    Es gibt für beide Anordnungen gute Argumente:
    - Refugium vor dem Abschäumer: eventuell von Algen abgegebene Hemmstoffe, die Korallen hemmen können, werden vom Abschäumer entfernt und nicht in das Aquarium gegeben.
    - Refugium nach dem Abschäumer: der Abschäumer kann mehr an Stoffen aus dem Aquarium entfernen; es werden weniger im Refugium "nur" umgewandelt.

    Die ganze Diskussion ist aber abhänig vom Durchfluss. Im Bypasssystem (nur geringe Mengen fließen durch das Refugium) sollte das Refugium hinter Grobfiltration und Abschäumer sein, um die Vermehrungsprodukte von Kleinstlebewesen in das Aquarium als Plankton zu bekommen.
    Bei hohen Durchflüssen (Refugium im Hauptstrom) spielt die Anordnung für die Wasserchemie keine Rolle mehr. Wohl aber wozu das Refugium gedacht sein soll und wie das Refugium aufgebaut ist. Refugium ist nämlich nicht gleich Refugium.

    - reiner Drahtalgenfilter: schnelle Durchströmung hinter Abschäumer und Sedimentstufe
    - Sedimentfilter mit Deep Sand oder Jaubert-System: schnelle Durchströmung vor Abschäumer
    - Förderung von kleinsten Organismen: schnelle Durchströmung nach Sedimentstufe und Abschäumer
    - reine Nitrat- und Phosphatsenke: langsamer Durchfluss mit hohem Bodengrund oder vielen Makroalgen, die regelmäßig "geerntet" werden. Vor Abschäumer, nach Sedimentstufe.
    Das sind so meine Vorstellungen, die natürlich erheblich anders disskutiert werden können. Dafür ist das Thema viel zu komplex.
    Ideal ist ein Refugium, dass ohne viel Mühen vor oder nach dem Abschäumer geschaltet werden kann. Dann kann man schön experimentieren.

    Das Messprinzip der elektronischen Geräte ist immer das Gleiche: es wird an zwei Elektroden eine Spannung gegeben und der Stromfluss gemessen. Zur Verhinderung der Elektrolyse wird das ganze hochfrequent gemacht. Zum Schluss wird das Ergebnis in Leitfähigkeit (µS/cm) ausgegeben oder umgerechnet in Salinität / PSU (1/1000) oder Gelöstsalz / TDS (ppm). So einfach so gut.

    Und dann kommen die Probleme: je nach Frequenz messen die Systeme besser im niedrigen oder hohen Leitfähigkeitsbereich, die Temperatur muss auf eine Referenztemperatur umgerechnet werden, Salz ist nicht gleich Salz (leicht unterschiedliche spezifische Leitfähigkeiten), Elektrodengeometrie, Elektrodenmaterial (Polarisationseffekte), und, und, und.
    Gute Messgeräte (Genauigkeit besser 0,5%-0,2% vom Messwert) haben die sogenannte Vierelektrodentechnik, die einige Fehler ausbügeln. Aber selbst bei dieser Technik muss mit dem richtigen Elektrodensystem gearbeitet werden. Niedrige Zellkonstanten bei niedrigen Leitfähigkeiten und hohe Zellkonstanten bei hohen Leitfähigkeiten. Deswegen bei günstigen Geräten: eins für Meerwasser und eins für das Umkehrosmosewasser.
    Auch kann man nicht erwarten, dass günstige Messgeräte platinierte Platinelektroden haben (hört sich teuer an, ist auch teuer), die verglichen zu Edelstahlelektroden einen um den Faktor 150 besseren Polarisationswiderstand haben.

    Wer's genau wissen will (hat zwar schon einge Jahre auf dem Buckel, aber immer noch aktuell): https://www.aquacare.de/index.php/aqua…er-einsatz.html

    Für die Aquaristik sind Geräte mit Genauigkeiten von 2-5% vom Messwert vollkommen o.k..