Beiträge von Burkhard Ramsch

    Hallo Lidio,

    langfristig ist die Umstellung auf Acrylglas bei allen Modellen bis Größe 5 geplant.
    Als Sonderanfertigung aus PMMA haben wir auch mal eine Größe 6 bis 60°C für einen Pumpenhersteller gebaut. Der brauchte unbedingt definiert hartes und warmes Wasser für seinen Pumpenteststand.


    Für die Umstellung frage mich aber nicht nach einem Zeitplan - wir planen, wenn Zeit ist...

    Für 2000 Liter würde ich den Turbo-Kalkreaktor Größe 3 empfehlen, reicht locker auch mit SPS-Besatz und starker Beleuchtung.

    Hi Ronny,

    Molybdän nach dem Mischbett oder im Meerwasser?
    Wenn es nach dem Mischbett ist, dann kannst Du von Molybdän-Leaching aus dem Stahl ausgehen. Ist es im Aquariumwasser, dann würde ich mal das VE-Wasser testen, um diese potentiellen Quelle auszuschließen. Wenn Du die Probe nimmst, dann bitte den ersten "Schluck" nach einer längeren Pausenzeit.
    Ist es im Meerwasser, dann würde ich frisches Meerwasser mal testen, um Fehler beim Salz auszuschließen.

    Such mal nach einem Umkehrosmosehersteller und nicht nur nach den China-Verkäufern.

    Wieviel Druck sich aufbaut, hängt von einigen Faktoren ab:
    - Druckpumpe (200 G ist nicht gleich 200 G)
    - Vordruck (ist bei Dir niedrig)
    - Abwasser-Reinwasser-Verhältnis (je höher desto niedriger der Druck)
    - Temperatur (im Sommer niedrigerer Druck)
    - Zustand der Membran (bei zunehmender Verblockung steigt der Druck)
    kurz gesagt: nicht vorhersehbar. Rein theoretisch kann man sich auch ein Arbeitsdruckventil einbauen. Dazu muss man aber wissen, was man tut - also nichts für Laien.

    Hallo Rüdiger,

    rein theoretisch habe ich mal die Größe 0 durchgerechnet: gleiche Pumpe (kleiner gibt's nicht bei aquabee), fast ähnliche Materialkosten und exakt die gleichen Arbeitskosten.
    Das ist das Problem: für kleine Aquarien taugt der Kalkreaktor nicht, weil das Preisleistungsverhältnis grottenschlecht ist. Die Leistung könnten man natürlich problemlos drosseln. Dann läuft er an einem 100 Liter-Aquarium nur 1/4 Stunde oder mit SPS-Korallen vielleicht 1 Stunde pro Tag. Deshalb empfehle ich unterhalb von ca. 300 Litern keinen Kalkreaktor.

    Der Kalkreaktor (Calciumreaktor) scheint in der letzten Zeit ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Mag sein, dass sein Ruf durch einige schlechte Modelle auf dem Markt gelitten hat. AquaCare ist aber davon überzeugt, dass eine sichere und effektive Erzeugung von Gelöstkalk nur durch einen Kalkreaktor wirtschaftlich möglich ist - gerade bei lichtdurchfluteten SPS-Becken.
    Der seit nunmehr über 20 Jahren bewährte Turbo-Kalkreaktor ist nun vollkommen überarbeitet worden. Auch bei dieser Serie setzt AquaCare auf hochwertiges Acrylglas, das in der eigenen CNC-Fertigung professionell verarbeitet und sorgsam zusammengefügt wird. Das Ergebnis ist ein neuer glasklarer Look, die bewährte Leistung und einige Verbesserungen:

    • Der Schwamm im Calcitrohr ist nun am Deckel integriert und kann nicht mehr verloren gehen oder vergessen werden.
    • Einfache und getrennte Einstellung der Strömung im Calcitrohr und der CO2-Kolonne.
    • Das Sedimentrohr wurde nun als Schrägklärer konzipiert, der schnell und einfach abgenommen und entleert werden kann.
    • Einbauhöhe und Einbautiefe sind geringer - die Breite hat ein wenig zugenommen.
    • der Turbo-Kalkreaktor kann nun zusätzlich zu der gewohnten Wandmontage auch als Standmodell neben oder im Technikbecken installiert werden. Mit zwei Haltern (Option) ist der Reaktor am Aquarium oder Technikbecken aufhängbar (hang-on).

    Neben den vielen Vorteilen, wie z.B. der hohe Auslauf-pH-Wert, die Steuerung ohne pH-Messkette, CO2-Recycling und der verblockungsfreie Betrieb, ist besonders die automatische Anpassung des internen pH-Wertes an das verwendetet Kalkmaterial und dessen Füllmenge zu erwähnen.

    Das Netzteil sollte leicht überdimensioniert sein. Eine 200G-Pumpe mit z.B. 1,25 A kann sich unter Umständen mal 50% mehr herausziehen. Das Netzteil sollte zumindest 2 A dauhaft bringen, besser 3 A.

    Knapp 3 bar ist schon grenzwertig. Wenn die Leistung ausreicht, dann ist gut. Sollte die Rückhalterate zu niedrig sein, dann muss die Pumpe her.

    Im Wasser gelöstes Ozon spaltet biologisch schwerabbaubare Substanzen (Gelbstoff, Huminstoffe), die dann durch Bakterien abgebaut werden können:
    - das Wasser wird kristallklar,
    - Nitrit wird oxidiert,
    - Sauerstoffkonzentration und Redoxpotential steigen an.
    Als Nebeneffekt wird die Anzahl von Protozoen und anderen Erregern gesenkt.

    AquaCare hat den dreistufigen Ozonreaktor nun auch in die Serien MF2-50 und PMMA-Filter-150 integriert. Vorhandene Filter können durch Tauschen weniger Teile zu einem Ozonreaktor umgerüstet werden. Die beiden Serien gibt es in jeweils unterschiedlichen Größen: 40 (50), 70 und 100 cm Bauhöhe.
    Selbstverständlich kann der OZR auch in andere Filter verwandelt werden. Das vollständige Zubehör wie Wandhalter, Hang-On-Halter (nicht Filter 150), Siebe, Spezialeinsätze, Messkettenarmaturen und andere Anschlüsse stehen zur Verfügung.

    Das hydraulische Ventil hat die Aufgabe, den Wasserzulauf der RO-Anlage zu stoppen, wenn sich im Reinwasserausgang ein gewisser Druck (2-3 bar) aufgebaut hat. Das ist der Fall, wenn der dazugehörige Drucktank voll ist. Ansonsten würde die Anlage weiter Wasser verbrauchen (Abwasser) aber kein zusätzliches Reinwasser produzieren.
    Wenn der Tank nicht verwendet wird, ist das Ventil unnötig - stört aber im Normalfall auch nicht.

    Hi Roland,

    versucht habe ich diese Methode noch nicht. Da diese Gase meist aus leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffen bestehen, sollte es keine Rückstände geben. Wenn sich doch ein paar Gasmoleküle im Gestein verirrt haben sollten, werden diese biologisch abgebaut.
    Wie weit die Oberfläche abgetötet wird, ist eine Sache der Temperatur (ist vom Gas vorgegeben) und der Zeit. Muss man einfach ausprobieren.

    Eine alte, aber immer noch sehr bewährte Methode ist, Meerwasser in das Aquarium zu füllen. :smiling_face:
    Vom alter einer Methode auf deren Brauchbarkeit zu schließen, ist schon kühn.

    Auch sehe das so, dass mit Kalkwasser der pH-Wert leicht erhöht wird und dadurch die Konzentration an freiem CO2 sinkt. Nebenbei wird Phosphat gefällt. Beide Faktoren können den Wachstumsdrang der Cyanos und der Grünen drosseln - müssen aber nicht...
    Voraussetzung ist tatsächlich, dass man das Calciumhydroxid nicht vom Bau nimmt, sondern zumindest "reinst" als Qualität verwendet.

    Kalkwasser probiere ich als nächstes. Habe schon eine automatische Ph-gesteuerte Dosierung im Kopf....

    Das kann schnell daneben gehen. Wenn Du den gewünschten pH-Wert nicht erreichst, füllt sich das Becken hemmungslos auf und senkt den Salzgehalt. Eine Überschwemmung droht.
    Ich würde es anhand des verdunsteten Wassers steuern. Alles was verdunstet wird durch Kalkwasser anstatt RO-Wasser ersetzt. Als i-Tüpfelchen kannst Du bei Erreichen des Soll-pH-Wertes umschalten auf RO-Wasser.

    Caulerpa-Arten haben die Alkaloide Caulerpin und Caulerpicin als Fraßschutz. Caulerpin soll entzündungshemmend wirken, Caulerpicin soll während der Monsunzeit gesammelt nicht ganz so lecker sein.
    Aber wie immer mach die Dosis das Gift.
    Natürlich wurde die Caulerpa vorher gründlich gewaschen - wir haben ein Mikroskop und wissen, was alles so im Aquarium kreucht und fleucht. So einen leckeren Vibrio möchte ich z.B. nicht so gern und proppere Protozoen und schlanke Nematoden gibt es auch. (Ich denke gerade mit Grausen an die Parasitologievorlesungen an der Uni zurück - immer kurz vor dem Mensagang - lecker.)

    Zurzeit wachsen in einem Aquarium bei uns sehr viele Caulerpa (habe ich mal unter dem Begriff Plagegeister eingeordnet). Aber was macht man jede Woche mit ca. 5 Litern überschüssige Algen? Sie müssen ja entfernt werden, um einerseits ihren Bestand nicht kollabieren zu lassen und andererseits die Niederen Tiere nicht zu behindern. Außerdem sollen durch die regelmäßige Biomasseentnahme die überschüssigen Nährstoffe Nitrat und Phosphat aus dem System genommen werden.

    Gestern beim Frühstück ist mir so eine Idee gekommen:
    Kaviarersatz mal vegetarisch. Schmeckt ganz gut und ist nicht so salzig wie gepökelte Fischeier.

    Da bin ich für einen gesunden Mittelweg. Wenn ich an die fein säuberlich mit LS gemauerten Aquarien der 90er denke, die ohne "Riffspülung" schnell Gammelecken produzierten, oder an die heutigen "luftigen" Dekostein-Becken, bei denen die Fische keine Verstecke mehr finden, kann ich weder dem einen noch dem anderen Typen zustimmen.
    Auch spielt die Größe des Aquariums eine Rolle: je größer das Becken desto weniger (prozentual) sollte LS eingesetzt werden. LS zersetzen sich mit der Zeit und bringen Instabilität in den Aufbau - bei Großbecken eine halbe Katastrophe.
    In beiden Fällen bzw. beim Mittelweg ist es nach heutigem Wissen vorteilhafter, niedere Tiere schnell und großzügig einzusetzen. 10 Stück von 2-cm-Korallenablegern in einem 250-Liter-Aquarium ist aber keine Erstbesatz sondern Futter für Cyanos und andere nicht gewollte Organismen. Im Fall der NT ist mehr immer besser als weniger.
    Die ersten robusten Fische sollten eingesetzt werden, wenn Ammoniak nicht mehr in schwindelerregender Höhe ist. Nitrit spielt im Meerwasser keine Rolle.

    Sieht mir auch alles ein wenig überbelastet aus.
    Wenn Phosphat wirklich schon bei 1 mg/l ist, muss dagegen dringend etwas gemacht werden und zwar nicht schlagartig sondern schön langsam senken. Nitrat sehe ich erst als zweitranging an. Wenn Du wirklich Wodka einsetzen willst, dann bitte, bitte sehr vorsichtig. Wenig Strömung, ein geringer Lufteintrag durch den Abschäumer: das sind die Zutaten für einen Supergau bei Alkoholdosierung.
    Anbei einige geeignete Methoden zur Nitrat- und Phosphatsenkung.

    In stark belasteten Aquarien (Fischaquarien, Planktonsysteme) kann sich Nitrat mit der Zeit anreichern. Über 5 mg/l NO3 (SPS-Aquarium) bzw. 20 mg/l (Riffaquarium) sollte aktiv der Nitratwert gesenkt werden. Der AquaCare ADN-Filter
    (autotrophe De-Nitrifikation) ist eine sichere Methode, um die
    Nitratkonzentration zu senken. Das seit 2 Jahrzehnten bekannten Geräte
    wurden nun auch für große Hobbyaquarien angepasst. Der ADN150 wird in
    drei Größen angeboten: ADN150-50 bis 5.400 Liter-Aquarien, ADN150-70 bis
    8.500 Liter und der ADN150-100 bis 13.200 Liter.
    Wie alle Acrylglasfilter von AquaCare kann auch diese Reihe mit wenigen Teilen zu anderen Filtern umgebaut werden.

    Ist leider oft ein Problem bei der Kombination einfaches Manometer ohne Dämpfung und Verdrängerpumpe.
    Du kannst versuchen durch ein WENIG herumspielen am Abwasser-Reinwasser-Verhältnis die Vibrationen ein wenig zu mindern. Je nach Aufbau der Anlage ist eine leichte Veränderung am Arbeitsdruck auch erfolgreich.

    Ein ständig stark vibrierendes Manometer wird nicht lange halten; meist fällt irgendwann der Zeiger einfach ab.

    Hallo Sven,

    der Salzgehalt vom Toten Meer ist auch natürlich, aber für Korallen nicht ganz bekömmlich.

    Für allgemeine Aquarien sollten 35/1000 schon eingehalten werden. Das Rote Meer ist eine Ausnahme, die viele Korallen bereits an ihre Grenze bringen. Diesen Stress sollte man Nicht-Rotes-Meer-Korallen und Fische nicht aussetzen.
    Mit Deiner Aussage zur Konstanthaltung hast Du natürlich recht: ob 34, 35 oder 36/1000 ist egal, Hauptsache konstant.

    Was nach so langer Lagerzeit im halbbeladenen Zustand mit einem Standard-Adsorber passiert, weiß ich nicht. Klar ist, das sich gebundenes Phosphat bei sich stark ändernden Bedingungen (T, pH, S) wieder lösen kann.
    Vielleicht ist es einfach auch nur ein Messproblem: die Materialien haben einen beträchtlichen Anteil an feinstem Staub. Wenn dieser (nicht unbedingt sichbarer) Staub mitgemessen wird...

    Eine Spindel ist, wenn sie nicht verdreckt oder die Skala verrutscht ist und die Temperatur eingehalten wird, die reproduzierbarste Methode von allen. Alle anderen Systeme müssen regelmäßig kalibriert werden, um die Reproduzierbarkeit zu gewährleisten. Was die Skala letztendlich anzeigt, ob Promill, PSU, ppt oder Micky Maus, ist vollkommen egal, wenn man weiß, welcher Skalenpunkt der richtige ist. Gerade bei Refraktometern gibt es Skalen, die nicht viel mit der aufgedruckten Einheit zu tun haben. Die einfachen elektrischen Leitfähigkeitsmesser können auch ganz schnell mal in eine Richtung laufen, die man nicht einschlagen will.
    Bei allen Methoden gilt: sie müssen richtig und in den vorgegebenen Grenzen eingesetzt werden.

    Darkfanatic,
    wenn Du 35 g auf 1 Liter Wasser gibst, ergibt das keinen Salzgehalt von 35 g/l, sondern immer weniger. Das Kristallwasser, das Du mit der Waage auswiegst, "verschwindet" bei der Messung der fertigen Lösung.
    Nimm Deine Spindel, gehe zu jemanden, der eine genau Messmethodik hat (Händer, Aquarianer, Labor) und schau nach, was Deine Spindel sagt. Und dieser Wert ist von da an Deine Referenz.

    Hallo Klaus,

    das Auseinandernehmen und das anschließende Wiederzusammenkleben wird Dir kein Profi machen, weil der Aufwand zu groß ist.
    Das selber Auseinandernehmen ist harte Arbeit. Ein so großes Becken selber wieder zusammenzukleben würde ich nicht machen. Es gehört wirklich viel Erfahrung dazu. Ein Profi wird Dir vielleicht das Becken wieder zusammenkleben, aber natürlich ohne Garantie.
    10 Liter Wasser auf dem Wohnzimmerboden sind ärgerlich - 1600 Liter eine wahre Sinnflut.

    Das sind die berühmten Algenkreise aus Würselen. Es gibt nämlich nicht nur die Echsenwesen, die die Erde übernehmen wollen, sondern auch die Kraken aus der Gegend von Beta-Centauri, die Gleiches vorhaben, die Echsen aber nicht ausstehen können....

    Um herauszufinden, wer diese Aliens sind, muss Du Dich mal nachts auf die Lauer legen (oder eine IR-Kamera mit regelmäßiger Selbstauslösung verwenden; IR-Licht muss aber von oben kommen sonst hast Du nur weiße Scheiben).

    Welche Auflösung haben Deine Tests: 1 Tropfen = 1°dH? Dann ist zwischen 7 und 8 kein Unterschied messbar.

    Die Auflösung kann aber gesteigert werden, indem Du z.B. die doppelte Wassermenge nimmst. Dann hat jeder Tropfen 0,5°dH.
    Und die goldene Regel: einmal testen ist keinmal testen. Wenn Du ein sicheres Ergebnis haben möchtest, muss Du mindestens 3mal testen und den Mittelwert nehmen. Oder einfach regelmäßig testen (alle 1-2 Woche bei KH) und den Trend erkennen. Klappt aber nur, wenn man die Ergebnisse aufschreibt oder gleich in eine Excel-Tabelle hackt.

    Hallo Ewald,

    die Wasser-Luft-Übergänge sind in der Tat dramatisch für Stahl. Wir haben es sogar mal geschafft, an dieser Grenzfläche in Verbindung mit aquaristischen Mikroorganismen Duplexstahl zum Rosten zu bringen. Duplex und Super-Duplex gelten als meerwasserresistent.
    Genau aus diesem Grund, weil es keine allgemeingültigen Ratschläge für Metalle im Meerwasser gibt, vermeide ich Metall so gut es geht.

    Hallo Chris und herzlich willkommen,

    wenn Du darauf nicht mehr als ein Dutzend Nanoaquarien übereinanderstellen möchtest, sehe ich kein Problem. Ist das Gestell ordentlich verdübelt und verleimt (ich hoffe Du hast den wasserfesten Leim genommen), darsf Du auch gern eine Runde Cha-Cha-Cha darauf tanzen.
    Alle Angaben natürlich ohne Gewähr.

    Stefan,

    irgendetwas stimmt überhaupt nicht überein: die Leitfähigkeit von "Null" (also gehe ich mal von unter 1 µS/cm aus) und der hohe Natriumwert passen nicht zusammen. Das schreit nach Zweitanalyse (siehe Daniel). Außerdem gehe ich davon aus, dass Du nicht das RO-Wasser sondern das VE-Wasser getestet hast. Eine aquaristische RO kann nicht unter 1 µS/cm produzieren. Also bitte ein bisschen genauer mit den Bezeichnungen :winking_face:

    Umkehrosmosewassergeeignete Stoffe:
    Glas, Silikon (nicht essigvernetzt), PE (ohne Weichmacher), PP (ohne Weichmacher), PVC (ohne Weichmacher) und andere.

    Nicht geeignete Stoffe:
    Weich-PVC (zum Beispiel der allseits beliebte Luftschlauch; bitte PE-Schlauch für RO-Wasser verwenden), andere mit Weichmachern vermischte Kunststoff.
    In Baumärkten angebotene Tonnen können von irgendwo stammen und enthalten irgendetwas. Ganz verdächtig ist es, wenn man eine Tonne mit RO-Wasser füllt und ein paar Tage später sind die Wandungen glitschig. Dann haben Bakterien alles Mögliche und Unmögliche gefunden und sind glücklich. Fässer aus dem Weinanbaubedarf (Speidel, Graf Behälter) sind aus reinem PE gefertigt und gut geeignet.

    Probennahme:
    1. RO-Anlage anschmeißen (den Vollentsalzer abklemmen)
    2. mind. 15 Minuten laufen lassen
    3. Probenbehälter mindestens 3mal mit dem herausfließenden / tröpfelnden Wasser spülen (nicht mit den Fingern verschließen)
    4. Probenbehälter zudrehen und schnell zur Analyse schicken

    Solle das VE-Wasser ebenfalls getestet werden:
    die gleiche Prozedur, auch Vollentsalzer haben eine Einlaufzeit.

    Hallo Ewald,

    das ist eine Frage von Chloridkonzentration, Temperatur und Redoxpotential - Edelstahl gilt als grundsätzlich nicht chloridfest (Lochfraß). Auch wenn oberflächlich nichts zu sehen ist, weiß niemand, was und in welchen Konzentrationen aus dem Stahl heraus-bleached: Cr (Chrom), Ni (Nickel), Mo (Molybdän).
    Man kann es versuchen, sollte aber regelmäßig durch ICP-Analysen die Schwermetalle im Auge behalten. Ich persönlich halte metallfreie Konstruktionen als sicherer.

    Auf die Schnelle habe ich kein Diagramm von Schrägsitzventilen gefunden, wohl aber von Membranventilen (siehe Anhang).
    Die allgemeine Charakteristik war mir schon klar, aber nicht, dass es doch ganz gehörige Unterschiede in der Durchflusscharakteristik gibt - je nach Hersteller, sogar nach der Antriebsart - in den Grafiken sind jeweils manuelle Ventile aufgeführt.

    Bennypuh, ohne die genauen Begebenheiten Deines Aquarium zu kennen, ist eine Empfehlung anhand der Charakteristik nicht machbar. Aus meiner Erfahrung sind die Ablaufrohre der Aquarien viel zu groß, so dass die Ventile nur ein klein bisschen geöffnet werden müssen, um den richtigen Volumenstrom zu erhalten. Da wäre das ASV-Ventil die bessere Wahl. Sollte der Durchmesser des Ablaufrohres recht knapp sein, ist der GF-Produkte ein klein wenig besser.

    Ich würde die Entscheidung allein von der praktischen Seite treffen. Welches Ventil kann besser in das Ablaufrohr eingebaut werden. Die Bedienung sollte ohne akrobatische Künste möglich sein.

    Hi Stefan,

    die Analyse sieht schon ein wenig eigenartig aus. Ich gehe davon aus, dass das Wasser aus der RO stammt und nicht aus dem nachgeschalteten Vollentsalzer.

    Leider wurde nicht die Leitfähigkeit mit angegeben. Aber anhand der Ionenkonzentrationen scheint die Rückhalterate der RO-Membran nicht ausreichend zu sein (ausschlaggebend ist allerdings der Vergleich Reinwasser-Rohwasser; ein ganz einfaches Leitfähigkeitsmessgerät ist dafür ausreichend).
    Es sollten folgende Punkte geklärt werden:
    1. Wie sieht der Vorfilter aus: verdreckte Filter sollten umgehend ersetzt werden.
    2. Welches Wasser wurde getestet? Wasser direkt aus der RO-Anlage oder aus dem Reinwassersammeltank?
    3. Wenn es direkt aus der RO kam, hat diese schon mindestens 15 Minuten gelaufen? Wenn ja, dann ist die Membran nicht mehr o.k. und muss ersetzt werden.