Beiträge von Burkhard Ramsch

    Wieso soll eine Bestandsaufnahme nichts über die Entwicklung (seit 36 Jahren) oder die aktuelle Situation aussagen. Gerade das versucht man ja mit solchen Messreihen.

    Der einzelne Meßpunkt (Bestandsaufnahme) sagt nichts aus, in der Gesamtheit ist natürlich jeder Messpunkt wichtig - ohne Messpunkte keine Messreihe. Es wird nur in meinen Augen zu oft versucht, aus einem Messpunkt eine Aussage - wie auch immer gefärbt - herauszuquetschen. Und das sind in den meisten Fällen reine Vermutungen.
    Mich freut es ungemein, wenn auch mal positive Ergebnisse zu lesen sind. In hemmungslosen Optimismus zu verfallen, ist in meinen Augen jedoch eine Überinterpretation dieses einen Ergebnisses/Untersuchung/Bestandsaufnahme.

    Sorry Burkhard.


    Shit happens. Ich habe kein Problem damit.

    Kannst du mir die Stelle in dem Artikel zeigen, wo das steht? Und hast du das Zitat daraus, das ich oben eingefügt habe, gelesen?

    Mein etwas gefrusteter Kommentar bezog sich auf den allgemeinen Spirit. Es werden Meinungen "Siehste, hab ich doch schon immer gesagt" herausposaunt, wenn irgendwo ein Fitzelchen steht, dass gerade in den Kram passt. Jeder Artikel, jede Messung, jeder Eindruck vor Ort ist immer nur ein einziger Punkt auf einer Entwicklungslinie. Der einzelne Punkt hat überhaupt KEINE Aussagekraft, wenn Trends = Entwicklungen beschrieben werden sollen. Das Gleiche hier im Forum, wenn ein Aquarianer seinen z.B. hohen P-Wert im Aquarium beklagt. Ein Messpunkt hat keine Aussagekraft. Er kann falsch gemessen sein (Probenahme, falsche Prozedur, abgelaufene Chemikalien, Verunreinigungen, Farbenblindheit, etc. ). Nur in einer Messreihe kann auf den Zustand der P-Situation geschlossen werden. - Ein "erfolgreiches" Riffjahr im GBR sagt nichts über die Entwicklung oder Situation aus. Gute Nachrichten sind natürlich gut und dürfen nicht übersehen, sie dürfen aber auch nicht überinterpretiert werden. Ich habe den Artikel nur überflogen. Um in auswerten zu können, müsste man ihn vollständig auseinandernehmen: Wer hat ihn geschrieben? Wer hat die Untersuchung finanziert? Die genaue Methodik ist ausschlaggebend: bei ungenauer, falscher oder schlampiger Methodik hat das Ergebnisse keinerlei Aussagekraft. Zusammenfassungen sind oft genug von Annahmen, Meinungen oder gutem Willen gespickt: es müssen also die Ergebnisse selbst interpretiert werden. Der heutige Paper-Wahn (die einzige Währung in der Wissenschafft) und die Existenz von Verlagen, die alles veröffentlichen, wenn nur die Gebühren bezahlt wurden, macht eine Auswertung der Gesamtsituation "mal nebenbei" unmöglich. Hinzu kommen viele Artikel, die im Internet nur als Zusammenfassung veröffentlicht werden. Für genauere Angaben (Methodik, Ergebnisse) muss man teilweise horrende Gebühren bezahlen. Das können sich nur große Forschungseinrichtungen leisten. Wir als Hobbywissenschaftler müssen uns schon auf große in dem Gebiet tätige Institutionen verlassen, um einen Stand der Situation zu bekommen. Leider wird diesen teilweise weniger gelaubt ("ist ja alles zentralgesteuert") als einigen exotischen Autoren (Alfred Wegener, Kopernikus u.v.a. ware zu ihrer Zeit auch exotisch). Und dementsprechend bunt wird die Diskussion. Hinzu kommt, dass die allgemeine wissenschaftliche Auffassung auch nur ein Punkt in einer langen Entwicklungslinie ist. Früher war auch allgemein bewiesen, dass die Erde eine Scheibe, die Sonne um die Erde kreist und die Kontinente fest verankert waren.

    Für ein Forschungprojekt haben wir mal versucht, verlässliche Zahlen zu bekommen. Das scheint aufwändig bis unmöglich zu sein. Unsere Branche ist einfach zu unbedeutend, als das großartige Untersuchungen gemacht werden. Hat auch seine Vorteile: so fliegen wir unter dem Radar. Bis auf die jast jährlich wiederkommende Forderung, alles Tropische zu verbieten.

    Thomas Aussage ist vollkommen richtig.
    Hinzu kommt, dass die Beeinflussung des KH-Wertes durch Boden und Deko immer nur ein zeitlich begrenztes Problem ist. Bei regelmäßig Wasserwechsel mit einem Meerwasser, das wenig KH enthält, ist das eine Frage von wenigen Wochen, bis der Effekt nicht mehr ins Gewicht fällt. Bei einem neuen Bodengrund fängt die Geschicht u.U. wieder von vorne an.

    Refugien können die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen. Da sie normalerweise nicht mit Fischen besetzt sind, kann sich in Refugien eine reichhaltige Fauna und Flora bilden. Kleinkrebse und Eier der unterschiedlichsten Organismen werden über den Ablauf in das Aquarium getragen und dienen dort als wertvolles Leckerli (Plankton) für Fische, Krebstiere und Niedere Tiere. Je nach Besatz des Refugiums, z.B. mit Makroalgen, können Stoffe abgebaut werden, die im Aquarium oder Filtersystem nicht entfernt werden können: u.A. Gelbstoffe und Bromat. Wird das Refugium nachts beleuchtet, verringern sich die täglichen pH-Wertschwankungen - das Wassermilieu wird stabiler. Ein Refugium kann ebenfalls als Aufzuchtbecken für Nachwuchs, als Isolierungsbehälter für raufende Tiere und mit Zusatztechnik als Quarantäneaquarium verwendet werden.
    AquaCare baut Refugien aus Acrylglas (PMMA) nach Kundenwunsch. Unterschiedliche Varianten stehen zur Verfügung:

    • einfaches Refugium mit geringer Substrathöhe
    • JAUBERT-System mit Plenum
    • Deep Sand System

    Das AquaCare Refugium hat einen speziellen Überlaufschacht, der nahezu "unverstopfbar" ist, weil vor dem eigentlichen Überlauf ein großes Sieb mit 5 mm Spaltweite gebaut ist. Die Überlaufkante bleibt verschmutzungsfrei, so dass der Wasserspiegel konstant bleibt. Die schwarze Abdeckung des Überlaufschachts verhindert Algenwuchs. All diese Punkte realisieren einen nahezu wartungsfreien Betrieb und schafft Sicherheit.

    Wichtig bei Rückschlagventilen oder -klappen. Regelmäßig - wie die Pumpen - säubern. Sie können zuwachsen und dann funktionieren sie nicht mehr. Jede Pumpe im Druckteil ein RSV; hinter den RSV die Leitung zusammenführen.
    Alternativ zu RSV sind getrennte Leitungen nach oben.

    Chemiker hin, Biologe her,

    ich würde sehr gern nicht ganz so doof sterben. Dass die P-Aufnahmegeschwindigkeit von vielen Faktoren abhängt ist klar.

    Mir ging es eigentlich nur darum, dass viele Aquarianer denken, dass die P-Elimination im Aquarium mit einem langsam eingestellten Adsorber schneller vonstatten geht als mit einem schnell eingestellten P-Filter (wird oft genug auch bei Biofiltern - Denifilter ausgeschlossen - geglaubt). Bei einem langsam eingestellten System kann man ja deutlich eine geringere Konzentration am Ablauf messen verglichen mit dem Zulauf.
    Vielleicht habe ich mich ja auch blöd ausgedrückt. :frowning_face:

    Hallo Paul und reefanalytics (ein Name wäre vielleicht persönlicher),


    bringt mir bitte nicht mein physikalisches Weltbild durcheinander. :loudly_crying_face:
    Wenn wir mal zu einem beliebigen Zeitpunkt die ganzen Nebenbedingungen (T, pH, Beladungszustand, Salinität, etc.) als konstant ansehen, hängt die Aufnahmegeschwindigkeit des Adsorbers allein vom Konzentrationsunterschied des Phosphats zwischen Adsorber und Wasser ab. Je höher die Differenz, desto höher die Geschwindigkeit. Bei höheren Durchflussgeschwindigkeiten habe ich eine höhere Differenz (das aus dem Wasser genommene Phosphat wird durch den Zustrom ganz schnell durch frisches ersetzt) als bei niedrigen Filtergeschwindigkeiten, also nehme ich bei höheren Durchflüssen mehr Phosphat pro Zeit auf. Dass der Konzentrationsunterschied zwischen Zulaufwasser und Ablauf bei steigenden Filtergeschwindigkeiten abnimmt ist klar. Interessiert im Kreislaufsystem Aquarium aber nicht.
    Ich habe das noch nie gemessen, sehe es aber ähnlich wie bei Löseprozessen im Kalkreaktor - nur anders herum. Ein Kalkreaktor hat bei mehr Zulaufvolumenstrom auch eine höhere Leistung (gelöster Kalk pro Zeit) als bei weniger Zulauf, verbunden mit niedrigeren Ca- und KH-Konzentrationen im Ablauf.
    Bin ich damit so auf dem Holzweg?

    Lieber reefanalytics,

    die Verweilzeit ist in Kreislaufsystemen nahezu uninteressant. Je schneller das Wasser an dem Substrat vorbeiströmt, desto höher ist die Entfernungrate (gilt natürlich nicht für die Ablaufkonzentration). Zu hohe Filtergeschwindigkeiten sind jedoch nicht empfehlenswert - sobald sich das Material bewegt, gibt es Abrieb. (Ob der Staub in den Adsorberverpackungen Abrieb während des Transports ist oder produktionstechnisch nicht zu vermeiden ist, vermag ich nicht zu beurteilen.)
    Auch kann die Phosphatkonzentration bei hohen Filtergeschwindigkeiten zu schnell abnehmen und Tiere schädigen.
    Bei zu niedrigen Geschwindigkeiten verblocken die Filterbetten u.U. zu schnell und eventuell sinkt die P-Konzentration im Aquarium nicht, weil mehr nachproduziert als eliminiert wird.
    Also egal, wie man es macht, irgendwo gibt es einen Nachteil.

    Der Königsweg ist ein abriebfreies Adsorbermaterial im Wirbelschichtreaktor, bei dem Wasserzulauf und interner Wasserkreislauf hydraulisch getrennt sind - also wie beim Kalkreaktor. Die Konstruktion ist leider preislich aufwendiger.

    Das Spülen von PO4-Adsorbern ist ein zweischneidiges Schwert. Das, was herausgespült werden kann, ist eigentlich nur Staub des Adsorbers. Wird dieser entfernt, geht ein Stück Kapazität verloren. Da es auch Adsorbermaterialien gibt nicht nicht gespült werden müssen, weil sie kein Staub enthalten, ist eine eindeutige Aussage nicht möglich.
    Ich würde ganz pragmatisch vorgehen: Filter mit Adsorber befüllen, anschließen und mit der gewünschten Durchflussrate betreiben. Das Wasser so lange verwerfen, bis es klar ist. Je nach Filtersystem, Wasserdurchfluss und gewähltes Material kann die Abwassermenge recht unterschiedlich sein. Bei den meisten Aquarien wird die Menge unter 1 Liter sein. Wer möchte kann dieses Wasser dann gegen frisches Meerwasser austauschen.

    Die eigentlichen Ursachen scheinen wohl unbekannt zu sein, wenn es Schäden bei Zebrasoma-Arten gibt. Aus eigenen Erfahrungen mit Fällmitteln auf Eisenbasis kann ich nur berichten, dass einige Jahre alles gut gegangen ist. Auch eine unabsichtlich 10fache Dosierung war kein Problem. Eines Tages japsten alle drei Zebrasoma-Arten (Z. veliferum, Z. scopas, Z. flavescens) und waren wenig später tot. Alle anderen Aquariumbewohner (so weit wir das beurteilen konnten) haben nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Wir meinen, nichts am Aquariumsystem geändert zu haben. Also sehr mysteriös.

    Dort wurde vor Jahren berichtet, dass solche hitzetolerante Korallen in Hellabrunn München gezüchtet werden (sollen). War schnell wieder vorbei und wohl nur ne Marketing-Massnahme des Zoos.

    So viel ich weiß, muss jeder Zoo "Forschung betreiben". Das wird eine Blüte davon sein, um den Auflagen Genüge getan zu haben. Nicht nur in der Forschung ist der Paper-Wahn ausgebrochen mit vielen Veröffentlichungen zweifelhaftem Inhalts.

    da der Atemkalk durch das Auswaschen des CO2 die Menge an CO2 im Aquarium reduziert

    Mag sein, dass ich auf dem Holzweg bin.
    Ein Schwankung ist für mich die Konzentrationsdifferenz in einem Zeitintervall und hat nichts mit dem absoluten Wert zu tun. Wenn ich den äußeren Eintrag von CO2 reduziere (Atemkalk, Frischluft von draußen) bleiben trotzdem die internen CO2-Verbraucher und -Erzeuger (mal abgesehen von der Diffusion über die Wasseroberfläche). Diese Verbraucher und Erzeuger verursachen die Schwankungen, nicht der Abschäumer.

    Der pH-Wert in den Meeren ist zwangsläufig ein Funktion der CO2-Konzentration in der Atmosphäre.
    Der Einsatz von Atemkalk beeinflusst in unseren Aquarien das pH-Wert-Niveau, seine Stabilität = tägliche Schwankungen jedoch nicht. Die täglichen pH-Schwankungen werden durch das vorhandene Puffersystem und durch die Aktivität der CO2-Verbraucher und -Produzenten festgelegt.
    Die Datenlage des atmosphärischem CO2 ist hervorragend. Rüdigers Empfehlung, mal das AWI zu besuchen, ist nicht schlecht. Die Versauerung der Meere ist Fakt des heutigen wissenschaftlichen Standes. Die Mehrheit der wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse bilden diesen Stand und er hat nichts mit der "Wahrheit" zu tun. Davon abweichende Einzeluntersuchungen spielen keine Rolle, auch wenn sie noch so laut vorgetragen werden.
    Die Riffe sterben großflächig, wobei die Versauerung nicht die einzige Ursache ist. Durchschnittliche Erwärmung, Anzahl, Dauer und Intensität von Temperaturereignissen, erhöhte Anzahl von Stürmen, Überdüngung, Keimzahl, Überfischung, Mikroplastik?, und, und, und.
    Ich vermute mal, das die durchschnittliche Lebensdauer von Aquarienkorallen niedriger ist als die der Korallen in natürlichen Riffen - die Korallenläden wären ansonsten leer.

    Professionelle Artemia-Säule von AquaCare. Für große Zuchtansätze werden große Menge an Artemia-Nauplien benötigt. Die AquaCare Artemia-Säuleaus PVC fasst 8 Liter Zuchtmedium. Belüftet wird der Inhalt durch den Ablasskugelhahn. Im geschlossenen Zustand des Kugelhahns strömt Luft durch die Anschlusstülle, bewegt den Säuleninhalt und reichert ihn mit Sauerstoff an.
    Als Zubehör gibt es einen stabilen Halter aus massivem Polypropylen, der für den robusten Einsatz in der Aquakultur konzipiert wurde. Serienmäßig können 3 Artemia-Säulen eingehängt werden. Auf Wunsch können wir Halter für mehr Säulen bauen. Natürlich ist auch dieses Produkt "made in Germany".

    Das ganze Thema hat etwas mit Verantwortung zu tun. Ist diese vorhanden, weiß ich, dass ich bei einem Kauf eines Fisches diesen für mehrere Jahrzehnte (gilt für viele Spezies) an der Backe habe. Also länger, als ein Hund bei mir sein wird. Auch kaufe ich mir keinen Fisch, der mit der Zeit aus dem Aquarium wächst. Außer, ich habe eine fest Unterbringungsmöglichkeit.
    Die Praxis sieht anders aus: oft genug schlechte Haltungsbedingungen, sodass der Fisch das Rentenalter nicht erreicht.
    Unfälle, die im Nachhinein hätten verhindert werden könnten (ist mir auch schon passiert).
    Wenn nach kurzer Zeit keine "Lust" mehr da ist, werden die Tiere "entsorgt", da Tierheime diese nicht annehmen (können). Die Anzahl der Corona-Hunde und -Katzen u.a. zeigt, dass Empathie für Tiere bei vielen Mitbewohnern stark begrenzt ist. Just a toy.

    Vielleicht ein kleiner Tipp an die ICP-Anbieter. Wenn der Phosphatwert aus den gemessenen Phosphorwert berechnet wird, sollte darauf hingewiesen werden (deutlich, nicht im Kleingedruckten), dass dieser berechnete Wert der maximal mögliche "Phosphatwert" ist und der reale Phosphatwert fast immer niedriger liegt. Perfekt, wenn eine photometrische Messung des Orthophosphats mit angegeben wird. Dieser kann direkt mit den eigenen Hobbymessungen verglichen werden.
    Ein übertragendes Bild: von der PS-Zahl eines Autos kann nicht direkt auf die Höchstgeschwindigkeit geschlossen werden. Diese Werte haben etwas miteinander zu tun, aber können nicht fest zueinander umgerechnet werden.

    Dieses Thema lief schon einige Male und immer wieder ist Verwirrung im Spiel.

    Und sicherer wird es dadurch auch nicht. Selbst mit Aquarienzubehör kann es unangenehm werden. Shoppe einfach Aktivkohle, eine Schwefelfüllung vom Nitratfilter und noch den Nitratdünger und schon macht es rums. Ist der Wille da, gibt es auch den Weg. War schon immer so und wird auch immer so bleiben.

    Hi Stefan,

    mit antibakteriellen Filtern wäre ich vorsichtig. Da ist die Oberfläche meist mit Silber beschichtet. Wieviel davon in das Wasser übergeht, kann ich nicht sagen. Als Vorfilter sind sie noch zu gebrauchen - die Membranrückhalterate von Silber ist sehr hoch. Als nachgeschalteter Filter würde ich ihn nicht nehmen.
    Der Mensch verträgt erheblich höhere Silberkonzentrationen (nicht am Ringfinger!) als unsere kleinen Tiere im Aquarium.

    Der Schutz der Arbeitnehmer wird in meinen Augen teilweise übertrieben. Von Warnschildern, die keiner mehr sieht, bis hin zur UVV für Firmen-PKWs. Was ist daran sinnvoll eine UVV zu machen, wenn der TüV fast das Gleiche geprüft hat. Ist ein Arbeitnehmer mehr "wert" als eine Privatperson?

    Wenn ein Aktivkohlefilter so lange gespült werden soll, ist das kein Zeichen für gute Qualität. Die Aktivkohleblocks müssen z.B. gar nicht gespült werden. Einsätze mit losen AK-Füllungen haben normalerweise einen kleinen eingebauten Feinfilter für's Grobe. Nach dem AK-Filter sollte immer ein Feinfilter installiert sein (oder ein Kombifilter, der beide Funktionen hat). Mag sein, dass nun auch dort gespart wird, um ein paar Cent günstiger zu sein.

    Die 20 Minuten AK-Spülen scheinen wohl ein Übersetzungsproblem vomAmerikanischen über Japanisch und Chinesisch ins Deutsche zu sein. Spricht nicht für den Anbieter der Anlage.

    Eine neue Membran sollte jedoch für eine gewissen Zeit in Betrieb sein, ehe das Wasser benutzt wird. Je nach Alter und Lagerung der Membran kann es 10-30 Minuten dauern, ehe die richtig gute Wasserqualität produziert wird. In der Zeit sollte ein nachgeschalteter Harzfilter von der Anlage getrennt werden.

    Atmen nur noch mit Atmungssachkundenachweis. :wacko: Atmungsseminare gibt's ja schon.

    Man muss allerdings zu der ganzen Problematik sagen, dass teilweise extrem gefährliche Chemikalien in den Tests sind. Mit konzentrierter Schwefelsäure z.B. ist nicht zu spaßen. Die frist sich durch die Klamotten und im Auge macht das auch keinen Spaß.

    Mit der ganzen Warnerei ist das auch so eine Sache. Hier im Betrieb mussten (Berufsgeschnossenschaft) so viele Warnzeichen aufgeklebt werden, dass wirklich niemand mehr darauf achten. Auch die regelmäßig durchzuführenden Gefahrenschulung ist spätestens am nächsten Tag vollständig vergessen. Aber dem Gesetz ist zumindest genüge getan. Und nur darum geht es: Wenn etwas passiert, kann der schwarze Peter weitergeschoben werden.

    Zurück zur Frage. Ozon funktioniert, um Algen zu killen. Allerdings können je nach Dosierung erhebliche Nebeneffekte auftreten. Ozon würde ich nur einsetzen, wenn das Redoxpotential nicht aus der Hüfte kommt und es somit noch andere gravierende Probleme gibt.
    Die sicherere Methode ist UVC.

    Höchstens einen indirekten Zusammenhang kann ich mir vorstellen. Aufgrund der gesunkenen KH ist irgendetwas besser gewachsen und hat sich gleichzeitig über das Nitrat hergemacht.
    Wurde denn während der Urlaubszeit auch die gleiche Menge Futter in das Aquarium gegeben? Bei weniger Futter muss zwangsläufig Nitrat heruntergehn.

    Ein Aussüßen des Meerwassers durch einen defekten Sensor oder einen überkochenden Abschäumer mit Flotatablauf zu verhindern, ist kein Teufelszeug. Wenn das Nachfüllen mit einem Volumenstrom vorgenommen wird, der ganz leicht über der maximalen Verdunstungsrate liegt, dauert es sehr, sehr lange, ehe das Wasser wirklich süß wird. In diesen Volumenstrom kann man auch sehr schön einen Kalkwasserreaktor einbinden.

    Die Methode entbindet natürlich nicht von der regelmäßigen Kontrolle der Werte und Wasserstände.