Beiträge von Torsten81

    Hallo zusammen

    Joe:
    Hast zufällig einen Link zu diesen Pumpen?

    @Klaus:
    Die US-Preise sind hier bei uns nicht realistisch, leider.

    Grundregel hier: Alle wollen Nachzuchten , keiner will dafür bezahlen. (Ich rede von Fischen, bei Korallen muß ich mir nur nen tollen Fantasienamen einfallen lassen und die Dinger gehen weg wie nichts.)
    Ist leider so und das kann man auch nicht schönreden mit irgendwelchen theoretischen Rechnungen.
    Aber darum soll es hier nicht gehen, bei dem Thema rege ich mich nur unnötig auf. (Ich habe da leider schon so meine Erfahrungen gemacht.)

    Eine Pumpe an der ich sehe was sie verbraucht und die ich nach meinen Vorstellungen einstellen kann wäre toll aber die liegen preislich in ganz anderen Regionen als das was ich mir leisten kann, zumindest das was ich kenne aber ich muß ehrlich gestehen das ich bisher auch keine Pumpen in diesen Leistungsklassen benötigt habe.


    Mir fehlt derzeit auch noch das Grundverständnis was passiert wenn ich einfach mal fünf Absperrhähne zu mache.
    Erhöht sich dann der Durchfluß in den anderen Becken?
    Regle ich dann die Pumpe runter damit der Durchfluß gleich bleibt?

    Bisher hatte ich nur einzelne Becken, da war es einfach.

    Möglicherweise stehe ich gedanklich gerade auch einfach auf dem Schlauch weil mich so viele Dinge an der Anlage beschäftigen.

    MFG Torsten

    Hallo zusammen

    Ich bin derzeit dabei meine Zuchtanlage konkret durchzuplanen und tue mich gerade schwer beim Thema Rückförderpumpe.
    Die Anlage wird nach aktuellem Stand nun ca. 2200L fassen und am höchsten Punkt sind ca 2,20m zu überwinden.
    Für eure Vorstellung noch eine grobe Skizze:

    Die oberste Reihe dient lediglich der Erhöhung des Wasservolumens.
    Die zwei mittleren Reihen dienen der Zucht.
    Die unterste Reihe ist für Filterung und Technik da.

    Die Zuchtbecken selbst werden je nach Bedarf in das System eingekuppelt, bzw. sollen während eines Zuchtdurchganges autark betrieben und nur für Wasserwechsel mal schnell in den Kreislauf eingebunden werden.
    Somit habe ich eine gewisse Schwankung was die benötigte Fördermenge betrifft.

    Logischerweise richte ich eine Rückförderpumpe nach der max. benötigten Leistung aus, doch was ist wenn ich nur die Hälfte davon abrufe?
    Wie verhält sich das mit dem Energieverbrauch der Pumpe wenn ich die Hälfte der Anlage zu mache?


    Meine Anforderung:
    Die laufenden Kosten müssen so gering wie möglich bleiben, sie sollte also möglichst wenig Energie verbrauchen.
    Die Pumpe muss bezahlbar sein.


    Ich habe nicht vor auf Masse zu züchten, sondern möchte mich an Arten versuchen die bisher kaum oder noch gar nicht nachgezogen werden.
    Somit wird eine Refinanzierung der Betriebskosten durch den Verkauf der Nachzuchten kaum realistisch sein.
    (Ich sollte vielleicht auch gleich noch ein Spendenkonto einrichten, scheint ja der neue Trend zu sein..... :grinning_squinting_face: )
    Noch weniger habe ich Lust auf Preisdiskussionen mit "Kunden" jeglicher Art, daher dient die Anlage ausschließlich meinem privatem Interesse und Entdeckerdrang.


    MFG Torsten

    Hallo Sonja

    Die Grünwassermethode ist bei H. erectus nicht notwendig.

    Für dich sind in diesem Fall zunächst frisch geschlüpfte Artemianauplien wichtig und das ist recht einfach.
    Ich verwende zb. einfache 1L Milchflaschen um die Artemiaeier zum Schlupf zu bringen. Die werden etwa halbvoll gemacht mit Aquarienwasser und dann kommt ein Luftrohr rein um das ganze ordentlich zu bewegen. Je nach Qualität der Artemiaeier und der Temperatur schlüpfen die Nauplien nach spätestens 24-48Stunden. Frisch geschlüpfte Nauplien kannst du zb. mit einer Taschenlampe an eine Stelle locken und dann mit einer Pipette absaugen und verfüttern.
    Das wäre der einfachste Weg, probier es einfach mal aus.

    Je älter die Nauplien sind desto schlechter ist ihr Nährwert.
    Daher habe ich mir drei 500ml Flaschen mit breiter Öffnung (zb. Raiffeisenmarkt) geholt und setze morgens, mittags und abends eine Ladung Eier an. Bei mir schlüpfen sie meist ziemlich genau nach 24 Std. .
    Mit entkapselten Artemiaeiern schaffe ich es den Schlupf auf etwa 12-16Stunden zu verkürzen.
    Hier gilt, Qualität lohnt sich! Inve AF430 oder die Sanders Premium sind hier ihr Geld Wert, ebenso die Hausmarke von Mrutzek. Artemiaeier von Hobby taugen nichts.

    Copepoden sind auch nicht schwer zu züchten, einfach wie Linda es schon geschrieben hatte, ein paar Plastewannen ansetzen, etwas Futter zugeben und abwarten. Ich verwende zum Teil nur 1l Boxen um neue Kulturen zu starten und arbeite dann mit mehreren 10L Boxen weiter.

    MFG Torsten

    Hallo Sonja

    Je nach Beckengröße kannst du deutlich mehr als 30 Pferdchen einsetzen.
    Die Begrenzung auf ca.30 Tiere ist vor allem wegen der enorm großen Futtermenge die du bei der Aufzucht benötigst. Es macht keinen Sinn hunderte von Neonaten aufziehen zu wollen wenn man die Futtermenge nicht bereitstellen kann.

    Aufzuchtbecken sollten außer den Festhaltemöglichkeiten keine weitere Einrichtung haben, den Grund hast du richtig erkannt.
    Wasserwechselintervalle richten sich nach Beckengröße und Futterdichte, da kann man keine pauschale Aussage treffen, das muß jeder individuell nach den jeweiligen Gegebenheiten selbst beurteilen.
    Aufmerksam beobachten und entprechend handeln.

    H. erectus können durchaus mit Artemianauplien aufgezogen werden, wobei eine Zufütterung mit Copepoden durchaus positiv und sinnvoll ist.

    Ich verwende für die Zucht allgemein Sanders Artemiaeier Premium, die sind preislich im Rahmen und haben eine sehr gute Schlupfquote.

    Was für Fragen plagen dich sonst zum Thema Plankton?

    MFG Torsten

    Hai

    Stell einfach mal raus und probier es aus!
    Wir sind auch nicht anderst drauf gekommen das es so funktionieren kann.
    Hier in unserer Gruppe hat sich einer ein paar mittelgroße Fertigteiche im Garten verbuddelt und Mysis eingesetzt, ursprünglich nur für den Sommer gedacht, nun laufen die aber schon ein paar Jahre.
    Andere haben normale Maurerkübel auf dem Balkon oder der Terrasse stehen und sie mit diversen Copepoden, Artemien und Mysis besetzt (jeweils getrennt natürlich aber eine gewisse Vermischung entsteht mit der Zeit).
    Als Züchter muß man kreativ sein und einfach mal Dinge in der Praxis ausprobieren, erst wenn sie da scheitern ist man sicher das es wirklich nicht funktioniert.

    MFG Torsten

    Hai

    Was mich bisher von der Mysis-Zucht abgehalten hat ist die Aussage, dass Mysis im Gegensatz zu Artemia oft kannibalistisch veranlagt sein sollen und den Nachwuchs niedermachen.
    Wie funktioniert so etwas mit kleinen Teichen?

    Ist im Teich nicht anders aber dort hast du einfach mehr Platz und zusätzlichen Futtereintrag durch Laub, Insekten, Pollen etc. .
    Durch regelmäßige Ernte lässt sich der Fraßdruck untereinander etwas reduzieren.
    Americamyis bahia hingegen ist tatsächlich etwas einfacher in der Haltung und Zucht.


    helmut:
    Richtige Entscheidung! :thumbs_up:
    Ich habe in den letzten Wochen auch mehrfach Angebote von S. paradoxus abgelehnt weil ich einfach die Futterproblematik noch nicht im Griff habe.
    Irgendwann werde ich es sicher nochmals versuchen, weil ich gerne einmal einen Zuchtversuch starten möchte aber bis dahin wird vermutlich noch viel Zeit vergehen.
    Insgeheim hoffe ich das Nachzuchten vielleicht einfacher an Frostfutter oder andere Futtermittel zu gewöhnen sind aber ob das so hinhaut????

    MFG Torsten

    Hallo Sandy

    Ich schreibe nicht umsonst von Mysisteichen.
    Nordseemysis eignen sich hier überraschend gut für die ganzjährige Outdoorkultur. Dennoch muss der Winter irgendwie überbrückt werden. Das kann Indoor mit Americamysis Bahia gelingen, sofern man Platz für einen entsprechend groß dimensionierte Zuchtanlage hat.


    Ghostpipes sind bei versierten Seepferdchenzüchtern noch in den besten Händen. Sie sind noch am ehesten in der Lage die benötigten Futtermenge bereit zu stellen.
    Ich musste damals nach dreieinhalb Monaten intensivster Pflege zwecks Futtermangel die Haltung aufgeben. Dank guter Kontakte hat sich dann ein Zoo weiter darum gekümmert.

    Es war aber der Wahnsinn wie schnell sie in dieser Zeit gewachsen sind, das hat mich damals tief beeindruckt.

    MfG Torsten

    Hai Helmut

    Seepferdchen und Seenadeln wurden bereits in den Achtzigern schon erfolgreich gezüchtet.
    Wobei die ersten Zuchterfolge deutlich früher gewesen sein müssten, wenn ich mich grad nicht täusche.

    Die Transportbedingungen konnten für Ghostpipes verbessert werden, beim Import sind sie deutlich stabiler aber die Aquarienhaltung ist nach wie vor noch mit viel Aufwand in Sachen Futterversorgung verbunden.
    Ich hatte schon mal ein Paar und die Ernüchterung war groß.
    Derzeit baue ich gerade ein Becken auf in dem ich es wieder mit Ghostpipes versuchen möchte, allerdings erst wenn ich die Futterversorgung auch über längere Zeit sichern kann. Jetzt habe ich immerhin Platz für ein paar kleine Mysisteiche im Garten.
    Ohne die wird es nicht funktionieren.

    MfG Torsten

    Hallo Helmut

    Was soll sich da groß verändert haben?
    Die stellen leider nicht einfach so ihr Freßverhalten um, ohne lebende Mysis geht es nicht. Ein Tier verputzt rund 100 Mysis täglich, da brauchst entweder ne extrem gute Zucht oder einen zuverlässigen Lebendfutterlieferanten. Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich dir aber sagen das es im Winter schwer wird die Versorgung mit lebenden Mysis aufrecht zu erhalten.
    Strömungspumpen ziehen sie auch magisch an, ein Artbecken ist eigentlich unumgänglich.

    MfG Torsten