Beiträge von Robin

    Hallo Marcelo,

    zu den Krusten:

    Panik braucht man keine haben, nur Respekt (habe mich relative lange damit beschäftigt mittlerweile). Du hast auf jeden Fall ein Palythoa Art, welche potentiell viel Gift (= "Palytoxin") produzieren können. Das Thema wurde erst vor wenigen Monaten in einer Ausgabe der "Koralle" behandelt. Eine genaue Artbestimmung dürfte aber nicht so leicht möglich sein. Generell lässt sich nicht vorhersagen wie hoch der Palytoxin-Gehalt ist, also einfach mal Vorsicht walten lassen. Angeblich besitzen z.B. Palythoa toxica recht hohe Mengen an Gift (Ich glaube du hast eine andere Art, wobei wie gesagt die Artbestimmung generell auf wackligen Beinen steht). Unter normalen Umständen sollte keine Gefahr bestehen. Brenzlig wirds wenn man z.B. ohne Handschuhe versucht die Palythoas auszurupfen oder den bewachsenen Stein aus dem Becken nimmt ohne Hand/Mund/Augenschutz (Palythoas können das Gift wohl mit einem Wasserstrahl verspritzen, kann z.B. Augenschäden verursachen). Eine noch schlechtere Idee wäre den Stein mit heissem Wasser zu kochen um die Palythoas abzutöten. Dadurch stellst du ein Aerosol des Giftes her, was dann tatsächlich lebensbedrohlich werden könnte. Aber, wie gesagt, keine Panik. Unter normalen Umständen stellen die keine große Gefahr dar.

    Da du keine anderen Krusten pflegst (bunte Zoanthus etc.), wären denke ich Fressfeine eine empfehlenswerte Art die Krusten loszuwerden (falls du das überhaupt willst, sehen ja schön aus), z.B. ein paar Krustenanemonen-fressende Schnecken besorgen (https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/955_Heliacus_areola.htm). Ansonsten den Stein halt ganz aus dem Becken entfernen (und am besten nicht wiederverwenden) mit entsprechenden Sicherheitsmassnahmen....


    LG Robin

    Hallo Stefan,

    mit der ICP Analyse muss man allerdings auch ein bisschen vorsichtig sein. Diese kann meines Wissens nicht den Wert an verfügbarem PO4 messen (könnte aber je nach Anbieter vielleicht als Zusatzmessung erfolgt sein?) sondern nur den Gesamt-Phosphorgehalt. Sprich es werden auch für die Korallen biologisch nicht verfügbare Polyphosphate etc. mit gemessen! Kann also durchaus sein, das der PO4-Wert trotz der Werts von 0.2 wesentlich geringer ist. Kann ich bei meinen Messungen auch feststellen (größere Diskrepanz zwischen ICP und Rowa PO4 test). man korrigiere mich falls ich falsch liege....

    Wie kann das mit dem KH-Wert sein? Ist dein Test abgelaufen oder wie erklärt sich die Diskrepanz zwischen deiner Messung und der ATI-Analyse?

    VG Robin

    Hallo Maria,

    für meinen Geschmack liegen zu viele Steine einfach rum, da würde ich vor dem Korallen einsetzen etwas mehr Struktur reinbringen (eventuell paar Steine raus und stattdessen noch einen Riffast/säule o.Ä.).

    Desweiteren würde ich wie folgt vorgehen:

    1. erstmal überlegen was du an Korallen und sonstigen Tieren überhaupt im Becken haben willst. Steinkorallen (v.a manche SPS) sind meist anspruchsvoller als Leder und Weichkorallen was Licht und Wasserqualität angeht. Wenn du weniger Aufwand und eventuell Frust haben willst würde ich dir empfehlen das Becken vielleicht nur mit Leder und Weichkorallen und Anemonen (Scheibenanemonen sind i.d.R. am einfachsten zu halten) zu besetzen. Da gibt es auch schöne Farbenpracht und Abwechslung. Einfach nochmal konkret nachfragen dann!

    2. Besetz das Becken mit Korallen/Anemonen sobald du Zeit hast, da musst du nicht warten. Man kann z.B. auch bequem bei vielen guten Verkäufern online bestellen wenn du keinen guten Händler in der Nähe hast oder hier im Forum nach Ablegern anfragen

    3. Wenn dein Becken stabil läuft und du dich drum kümmern kannst würde ich den Clowns auf jeden Fall eine Anemone zur Verfügung stellen (Entacmaea quadricolor ist z.B. relativ robust), sonst werden sie sich nie ganz wohl fühlen. Generell sind Anemonen aber keine reinen Anfängertiere (siehe http://mathgame.de/Aqua/Anemonen-FAQ_Deutsch.pdf). Nehmen die Clowns die Anemone an, sind sie meiner Erfahrung nach ortstreu und nicht so aggressiv (sie verteidigen aber vehement ihre Anemone).

    4. Andere Fische würde ich einsetzen nachdem die Anemone im Becken ist. Zwergkaiser, Säbelzahnschleimfische, Kardinalbarsche, Mandarinfische und vieles weitere kämen dann in Frage, kommt wieder auf deinen Geschmack an (vorher erkundigen wie groß die Fische werden, wie aggressiv sie sind, welches Futter etc.)

    LG Robin

    PS: Ist dein Becken meerwassertauglich? Ich sehe keinen Ablaufschacht etc. Hast du einen Abschäumer?

    Hallo zusammen,

    so der Wurm ist besiegt, tata :grinning_squinting_face: !!!! War doch ein recht kapitaler Bursche, ausgestreckt schätze ich ca. 0.5 m lang. Keine Ahnung wie der so groß werden konnte und vor allem was der so alles im Becken gefressen hat. Wie bin ich vorgegangen:

    1. Zuerst hatte ich es mit der Klopfmethode (© Ina Fischer) versucht, Stein aus dem Becken und mit dem Hammer drauf. Tatsächlich hatte er seinen Kopf mehrfach rausgestreckt, kam aber nicht ganz raus. Nach kurzer Zeit musste ich aufgeben, da ich zu viel Lärm machte (mein kleiner Sohn ging grade ins Bett).

    2. Daher Methode zwei: Sprudeldusche (© Gerd Guddat): Der Effekt war gewaltig: Wurm ist sofort aus der Höhle rausgeschossen. Leider in 2 Teilen. Offenbar hat er sich vor Streß selbst zerrissen, ich schätze ein Mechanismus um sonst Fressfeinden zu entkommen. Zunächst wollte ich schon jubeln, bis ich feststellte das ich 2 Wurmteile, aber 3 Bruchstellen hatte, sprich das Endstück des Wurms fehlte. Mehr Sprudel half nicht, daher musste ich letztendlich doch den Stein aufhämmern und siehe da, das lange Endstück steckte noch im Stein, allerdings nicht mehr lebend (im Gegensatz zum Kopfstück und Mittelstück welche noch recht lange zuckten).

    Fazit: Methode 1 würde ich in Zukunft bevorzugen, vermutlich hätte es mit mehr Geduld geklappt. Sprudeldusche scheint schon ein gewaltiger Stress für den Wurm zu sein und eventuell übersieht man dann ein Stück nach Teilung, welches potentiell überleben könnte und dann zu einem neuen Wurm heranwächst... Irgendwie auch nicht toll so ein imposantes Tier zu töten, aber was will man machen (er steht jetzt in Alkohol eingelegt in meinem Büro).

    PS: Einen Tipp hätte ich noch für zukünftige Wurmjäger: Benutzt nicht die neue Pinzette eurer Frau um die Wurmreste aus dem Gestein zu pulen (also weniger wegen dem Wurm jetzt...) :stupid: :base:
    Hier 2 Bilder: Der (unscheinbare) Höhleneingang und der Wurm im Eimer...

    Hallo zusammen,

    da ich ja vor kurzem nach meinem Umzug einen Kieferwurm im Becken entdeckte, konnte ich nun endlich seine Wohnhöhle ausfindig machen. Glücklicherweise kann ich den Wohnstein gut aus dem Aufbau entfernen. Da ich den Kerl ungern um die Ecke bringen will, wollte ich nachfragen, ob jemand eventuell Interesse an einem semiadulten Kieferwurm hat: knapp fingerdick, dunkel-schwarz, leicht schillernd, 4 Tentakel am Kopfende, Länge grob geschätzt 30 cm+ (könnte auch deutlich länger sein). Er lässt sich prima bei Rotlicht beobachten...

    Gerne an Selbstabholer im Großraum Freiburg (gibt nen Kaffee dazu :D) oder notfalls per Post (wobei ich nicht weiß wie gut die Überlebenschancen sind). Ansonsten wird er wohl oder übel diese Woche das Zeitliche segnen...

    Jetzt noch ein paar Fragen: Leider hängen an dem Stein meine schönsten Zoanthus und Montis dran, d.h. mir fallen nur 3 Optionen ein ihn loszuwerden:


    1. Bad im Süsswasser in der Hoffnung, dass der Wurm vor den Anemonen/Korallen die Grätsche macht oder aus seiner Höhle rauskommt (jemand Erfahrung damit?)

    2. Hammer & Meisel

    3. Loch zukleistern mit Riffmörtel (irgendwie grausam und würde wohl auch das Wasser belasten)


    Was meint ihr?

    Danke und LG

    Robin

    Hallo zusammen,

    danke für die Rückmeldungen. Einen normalen Borstenwurm kann ich anhand der Fühler und Dicke wohl ausschließen. Das Ding war wirklich beängstigend groß...Heut morgen lag eine meiner Weißbandputzergarnelen tot im Becken obwohl sie gestern noch putzmunter war, keine Ahnung obs der Wurm war. Heute ist die Rotlichtlampe angekommen, mal schauen ob ich sein Versteck finden kann, "Spinnenweben" etc. hab ich bisher leider nicht ausfindig machen können...

    Bei Erfolg gibts paar Fotos :smiling_face:

    LG Robin

    Hallo zusammen,

    am Wochenende zog ich mit meinem 300L Becken komplett um. Verluste gab es unter den Fischen keine und auch alle Korallen etc haben es geschafft (Danke nochmal für die Tipps). Ich bin richtig begeistert wie es wieder aussieht. Gestern Abend dann der Schock. Im Abendlicht wollte ich meinen Kegelfechterschnecken noch ein bisschen Futter zukommen lassen (neuer Bodengrund, also fast nichts zu holen für die Kerlchen), da wär ich fast vom Hocker gekippt. Ich konnte deutlich einen gut fingerdicken Kieferwurm im Wasser sehen (mit 2 Fühlern am Kopfende), der vermute ich mal nach dem Futter schnappte. Als ich die Taschenlampe anmachen wollte war er blitzschnell weg. :base:

    Ich Nachhinein kann ich mir jetzt so einiges erklären, z.B. war eine große Krustenanemonenkolonie vor ein paar Wochen über Nacht komplett verwüstet worden, als wäre ne Planierraupe drübergefahren. Desweiteren wurde mit letzte Woche eine Hälfte einer Pymanthus weggefressen. Ich hab es auf den armen Kugelfisch geschoben, obwohl dieser sich bis dato noch nie an Anemonen vergriffen hatte. Jetzt bin ich wohl schlauer.

    Jetzt zu meinen Fragen:

    1. Wie bekämpfe ich das Vieh? Nach kurzer Rechereche scheinen ja Fallen nichts zu bringen. Die beste Strategie ist wohl den Wohnstein aus dem Becken zu bauen (tollerweise sitzt der vermutlich ganz unten im Aufbau). Ich werde mich mal in der Nacht mit einer roten Taschenlampe auf die Suche machen, ob ich den Wohnstein finden kann.

    2. Kann das Vieh auch im Sand wohnen oder nistet sich das immer im Gestein irgendwo ein?

    3. Wehren die sich wenn man den Stein herausnimmt? Ende ich so wie die Opfer in den Alienfilmen :nauseated_face: ?

    Vielleicht hat ja jemand ein paar gute Tipps, mir grausts schon ein bisschen, will gar nicht wissen wie lang der ist...

    Danke und LG

    Robin

    Schlimm halte ich es dann, wenn eine Art von "Fachleuten"als "Palythoa cf. toxica." bezeichnet ist, denn diese Art lässt sich dann wirklich nicht identifizieren

    Hallo Andre (und Hajo),

    ja da hast du Recht. Das "cf." steht ja genau deswegen da, es steht für das lateinische confer („vergleiche“) und wird in der Biologie für Organismen verwendet, welche nicht sicher bestimmt werden können (die Krusten lassen sich aber dennoch in gewissem Maße von anderen Paly/Zoanthus abgrenzen). Wenn das Gift über die Nahrungskette akkumuliert wird, könnte die Giftigkeit z.B. mit den verfügbaren Beutetieren/Dinos etc. (Aquarium vs. Meer) und/oder unterschiedlicher Freßvorlieben der verschiedenen Arten zusammenhängen. Wenn Eier produziert werden, ist der Energiebedarf höher, d.h. es wird vielleicht mehr gefressen, entsprechend steigt die Toxizität?

    Alles natürlich sehr (!) spekulativ und von daher hast du absolut Recht, dass ein "Generalverdacht" derzeit wohl die beste und einzig sichere Herangehensweise ist, die Datenlage ist viel zu dünn bisher.

    LG Robin

    Hallo Hajo,

    jetzt zwingst du mich zu einer langen Antwort :winking_face: Ich vermeide so gut es geht Fachbegriffe, sollte dennoch etwas unklar sein, bitte nachfragen. In der Tat ist es nicht immer einfach zu sagen, welcher Organismus einen bestimmten Naturstoff (zu dem auch die genannten Toxine zaehlen) produziert. Saxitoxin ist ein gutes Beispiel dafuer. Du hast Recht mit der Aussage, dass Saxitoxin wohl auch von Bakterien (genauer Cyanobakterien) produziert wird, vermutlich aber auch durch manche Dinoflagellaten selbst. Das ist noch nicht abschliessend geklaert. Das Hauptproblem ist hierbei, dass Dinoflagellaten quasi noch eine "Black Box" in der Wissenschaft darstellen was Molekularbiologie und Biochemie angeht. Bakterien hingegen lassen sich diesbezueglich i.d.R hervorragend studieren und entsprechend sind viele Naturstoffe/Toxine schon erfolgreich Bakterien zugeordnet worden. Man muss aber dazu sagen, dass auch hier nicht immer alle Zweifel restlos ausgeraeumt sind, d.h. ein abschliessender Beweis gelingt selbst bei Bakterien nicht immer. En gutes Beisspiel waere hier Tetrodotoxin, von dem sehr gerne behauptet wird es sei bakteriellen Ursprungs, obwohl die Datenlage mMn vorsichtig ausgedrueckt aeusserst bescheiden ist (ich habe mich sehr lange damit beschaeftigt und quasi die ganze Literatur durchforstet). Hier wuerde mich nicht ueberraschen, wenn sich irgendwann mal herausstellt, dass z.B. Dinos und nicht Bakterien das "Kugelfisch-Gift" herstellen.

    Jetzt aber zum Palytoxin. Dieses unterscheidet sich vom chemischen Aufbau z.B. fundamental von Tetrodotoxin oder Saxitoxin. Bakterien produzieren zwar etliche Naturstoffe, aber keine welche hohe Aehnlichkeit zu Palytoxin aufweisen. Sollte es sich tatsaechlich um eine bakterielle Verbindung handeln, waeren mMn die entsprechenden Biosynthese-Gene (also der Bereich in der Erbinformation der Bakterien, welcher die Herstellung von Palytoxin ermoeglicht) mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit bereits gefunden. Da dies nicht der Fall ist, wuerde ich vermuten dass es sich eher um ein echtes Dinoflagellaten-Toxin handelt und keines welche durch Symbiose sozusagen uebernommen wird. Dafuer spricht auch, dass strukturell verwandte Naturstoffe/Toxine i.d.R. aus DInoflagellaten isoliert werden (was aber natuerlich genau genommen kein Ausschlusskriterium fuer eine Aufnahme durch eine Symbiose mit Bakterien oder anderen Organismen ist). Wie gesagt, das ist meine Einschaetzung, ich mag damit falsch liegen, das wird letztendlich die Zukunft zeigen! Ich hoffe trotzdem, dass mein Geschwafel einigermassen verstaendlich war :grinning_squinting_face:

    LG Robin

    Dem schließe ich mich an. Letztendlich ist es wohl nicht absehbar wieviel Palytoxin in einer Kolonie Palythoa vorhanden ist, vor kurzem wurde darüber ja ausführlich in der Koralle berichtet --> Besonders problematisch waren in der Vergangenheit wohl Palythoa cf. toxica. Im Zweifel besser Vorsicht walten lassen. Noch kurz zur Theorie mit den Bakterien (ich beschäftige mich beruflich mit mikrobiellen Naturstoffen): Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass Palytoxin ein Gift von Dinoflagellaten ist, die leider auf genomischer Ebene im Vergleich zu Bakterien/Pilzen sehr unzugänglich und daher schwerer zu studieren sind (riesige und seltsame organisierte Genome!)

    LG

    Robin

    Hallo Peter,

    dann geb ich halt auch noch meinen Senf dazu :ks:
    Ich glaube, du hast hier einige Kommentare in den falschen Hals bekommen. Die Leute hier im Forum üben fast ausschließlich konstruktive Kritik, und die Kommentare zu deinem Thread empfinde ich hier nicht als Ausnahme. Es ist offensichtlich, dass du noch ein absoluter Anfänger im Gebiet der Meerwasseraquaristik bist und das ist überhaupt nicht böse gemeint. Ich bin "schon" 3 Jahre dabei und fühle mich fast immer noch als blutiger Anfänger, die Lernkurve ist extrem steil!

    Bitte versuch doch einfach den Rat der sehr erfahrenen Aquarianern anzunehmen oder zumindest in Betracht zu ziehen. Ich schließe mich den Vorredner insofern an, dass du tatsächlich nochmal dein Konzept überdenken solltest. Wenn du ein reines Fischaquarium machst, wird es dir vermutlich schnell mit Algen zuwachsen etc. und du verlierst den Spaß daran. Leder/Weichkorallenableger gibt es für wenig Geld, sie bringen Leben ins Becken und sind wichtige Konkurrenz zu Algen etc. Strömung ist, wie bereits erwähnt wurde, ein weiterer wichtiger Punkt, etwas weniger Steine würden da sicherlich auch helfen. Anemonen und Anemonenfischen beim sterben zuzuschauen macht dann niemand Spaß. Natürlich kann ein reines Fischaquarium auch toll werden und funktionieren, aber auch das ist kein Selbstläufer
    -->Je besser die Planung, desto mehr Freude wirst du später daran haben!

    Wie gesagt, niemand meint es hier böse, das sind nur auf reichlich Erfahrung beruhende, ehrliche Meinungen, die ich mir auch so zu Herzen nehmen würde.

    LG Robin

    schwierige Frage, generell sollten Werte bis ca. 0.1 mg/ml noch ok sein, höhere Werte begünstigen dann sicher wieder Fadenalgen etc. Das wichtigste wäre mMn erstmal, dass du dir einen sehr genauen und daher leider etwas teureren PO4 Test besorgst falls noch nicht vorhanden (z.B. Rowa, TropicMarin Professional etc.), welcher auch den unteren Bereich sicher erfasst. Die meissten Standardtests taugen meiner Meinung nach nicht viel. Falls dein Wert wirklich 0.075 beträgt wäre das ja ok!

    Beste Grüße

    Robin

    ja, vielleicht ist tatsächlich der Adsorber das (oder Teil des) Problems! Langfristig würde ich bei deinen extrem hohen NO3 Werten aber eher weiter Wodka dosieren, nur eben ohne PO4 Adsorber (und eventuell mit stärkerer Fütterung oder PO4-Dosierung) und schauen, ob die NO3 Werte langsam nach unten gehen.

    LG Robin

    Hallo Stefan,

    also dass du bei einem sehr niedrigen PO4-Wert den NO3-Wert nicht mit Wodka etc drücken kannst ist klar. Bakterien benötigen wie auch Korallen PO4 zum wachsen, ohne Bakterienwachstum aber auch kein NO3 Verbrauch. Stattdessen werden wohl deine Korallen verhungern wenn die Bakkis+Adsorber alles PO4 klauen. Was für einen PO4-Test benutzt du? Referenz getestet? Sicher, dass dein Wert nicht noch näher bei 0 liegt? Wenn du NO3 senken willst, wirst du vermutlich PO4 anheben müssen durch Entfernung des Adsorbers. Wenn das nicht hilft, kannst du zusätzlich noch stärker füttern und als letzte Option PO4 dosieren.

    LG Robin

    PS: Ich persönlich habe sehr schlechte Erfahrungen mit dem Dauereinsatz von PO4 Adsorbern (Alu oder Eisen egal) gemacht, meine Caulastrea z.B. zeigen dann innerhalb von 2-3 Tagen verschrumpelnde Polypen und sterben langfristig ab (leider unfreiwillig getestet bis ich feststellte was die Ursache war). Selbst bei empfohlener Dosierung.

    Hallo Stefan,

    dem schließ ich mich an. Eindeutig Brown Jelly auf der Eupyllia. Das ist bitter.

    Als Soforthilfe:
    Alle befallenen Korallen müssen aus dem Becken heraus und behandelt oder entsorgt werden. Dazu unbedingt vorher die Strömungspumpen ausschalten um eine Verbreitung des braunen Schleims und damit der Erreger zu verhindern. Befallenen Tiere kann man meines Wissens nur durch Amputation des befallenen Gewebes retten (z.B eine Euphyllia in 2 Teile sägen, der befallene kommt in den Müll und den Rest nach kurzem Jodbad wieder ins Becken). Großzügig um den befallenen Bereich abschneiden! Sehen die Tier so aus wie deine Euphyllia auf dem obigen Bild ist nichts mehr zu retten! Hatte den Mist auch schon mal, echt nicht schön :frowning_face:

    Bitte Handschuhe tragen beim behandeln der Korallen und bei Schnittverletzungen etc. desinfizieren (als Vorsichtsmaßnahme, da ich mal las, dass bei den befallenen Korallen Vibrio vulnificus verstärkt auftritt. Das Bakterium kann die übelsten Infektionen auslösen, obwohl ich nicht weiß, ob das schonmal jemandem tatsächlich passiert ist durch Brown Jelly)

    Viel Erfolg und LG

    Robin

    Hallo zusammen,

    ich mache nochmal einen Extra Thread auf zwecks meines baldigen Umzugs , da ich dann vorhabe meine alten Kies mit Sand zu ersetzen. Hab leider mit Sand noch keinerlei Erfahrungen. Die Frage ist, ob es hier klare Empfehlungen gibt?

    Zur Auswahl stünden:

    1. Live Sand
    2. Aragonit Sand
    3. "normaler" Sand (z.B Aqua Medic Bali Sand)

    Desweiteren stellt sich mir die Frage ob die Körnung wichtig ist? Oder ist das eher kosmetischer Natur? Schichtdicke soll ca. 2-3 cm betragen. Hat jemand konkrete gute/schlechte Erfahrungen mit bestimmten Sandarten bzw Marken gemacht?

    Danke schonmal und LG

    Robin

    hehe, ja, Murphy der alte Plagegeist darf gerne woanders zuschlagen an dem Tag... Korallenverluste würde ich verkraften, aber bei meinen Fischen hört der Spaß auf....

    Hallo Sandy,

    dir auch vielen Dank, da sind ein paar gute Denkanstöße dabei, leider werde ich am Sonntag umziehen müssen, habe keine Wahl....Easy life steht auch schon bereit...

    LG Robin

    Hallo zusammen,

    demnächst steht leider ein Umzug mit meinem 300L Becken an. Geplant ist, alles abzubauen, verfrachten (inc. allem Wasser) und so rasch es geht wieder aufzubauen. Fahrtzeit mit dem Auto ca. 45 min. Ausreichend Fässer für die 300 L sind vorhanden. Dazu hätte ich ein paar Fragen:

    1) Ich wollte schon seit langem meinen Kies (ca. 2- 3 cm Schichtdicke) gegen Sand wechseln. Spricht etwas dagegen, dies beim Umzug zu machen bzw. gefährdet das die Beckenbiologie stark (ich habe eigentlich recht viel (Lebend)Gestein im Becken)? Wenn nein, hat jemand eine Empfehlung für den Sand? Wieviel brauche ich ca. für eine dünne Schicht Sand bei einer Grundfläche von 50x100 cm?

    2) Ist es bei dieser relativ kurzen Fahrtzeit nötig das Wasser warmzuhalten? Wenn ja, dann mit Heatpacks an bzw. zwischen den Fässern?

    3) An meinem Ablaufschacht sind Briareum und Clavularia festgewachsen. Haben die eine Chance ca. 2-3 h ohne Wasser zu überleben wenn man sie mit einem in Meerwasser getränkten Tuch abdeckt? Oder besser gleich entfernen um Verwesung später zu verhindern?

    4) Kann man die Fische, Krebse, Garnelen, Schnecken zusammen in ein Fass machen oder sollten die einzeln in Tüten gepackt werden bzw. auf mehrere Fässer verteilt werden?

    5) Gib es wichtige Punkte die man sonst beachten sollte bzw. Dinge die man unbedingt vermeiden sollte? (Ein Link zu einem guten Thread/Erfahrungsbericht wäre eventuell auch hilfreich)

    Ich wäre sehr dankbar für eure Ratschläge (gerne auch nur zu einzelnen Punkten), bin schon recht angespannt deswegen....

    LG Robin

    zu den Krabben und Einsiedlern: Kann man pauschal nicht sagen, bei den Krabben aber auch bei den Einsiedlern gibts ganz schöne Halunken. Ich würde dir dringenst kleinbleibende Einsiedler (z.B.Clibanarius tricolor) empfehlen (Ersatzhäuser sollten trotzdem bereit stehen). Als Krabbe wie gesagt die Porzellankrabbe mit Anemone, friedlich und schön anzusehen!

    LG Robin

    Hi Tick,

    also statt großer Anemone kann ich dir wärmstens Phymanthus crucifer empfehlen, kann man auf den Boden oder auf nen Stein setzen, wandert kaum, und gibts in den verrücktesten Farben (nicht ganz billig). Eignen sich zudem super für die Vergesellschaftung mit Porzellankrabben, eine tolle Symbiose!

    Desweiteren würde ich dir dringend raten nicht nur Korallen/Anemonen einzusetzen sondern auch 2-3 kleine Fische, paar Krebse, Schnecken etc. Ansonsten werden deine Korallen hungern! Sie benötigen PO4 und NH3, welches vor allem durch die Ausscheidungen der Tiere zur Verfügung gestellt wird. Ohne Fische musst du langfristig diese Nährstoffe dosieren, macht weit weniger Spaß als den Fischen zuzuschauen :winking_face:

    (alternativ könntest du deine Korallen füttern, ist oftmals aber aufwendiger)

    LG Robin

    Hallo zusammen,

    ich platz einfach mal in den Thread rein, den ich sehr interessiert gelesen habe. Kann mir jemand kurz erklären (oder Link o.Ä. posten) inwiefern hohe KH und niedriger PO4 in Kombination besonders problematisch sind? Verstehe den Zusammenhang nicht ganz....

    Danke schonmal und LG

    Robin

    also das Jod würde mich schon alarmieren. Soweit ich weiß, dürfte da eine Überdosierung für Korallen durchaus problematisch sein. Dosierst du Jod extra? Hatte eventuell dein Kind mal die Jodflasche in der Hand oder jemand anders während einem Urlaub das Aquarium gepflegt?

    LG Robin

    Hallo Stefan,

    bin darin kein Experte, würde aber mal eine ICP-OES Analyse deines Wassers empfehlen. Schwermetallevergiftungen o.Ä erkennst du mit den normalen Tests ja nicht... Benutzt du UV oder Ozon? Könnte bei schwärmenden Bakterien o.Ä. helfen... Soviel Wasserwechsel in der kurzen Zeit könnte auch selbst wieder zum Problem werden und die Korallen stressen...

    LG Robin

    Hallo Hans-Werner,

    sehr interessant, mir drängen sich hier Fragen auf. Wie verursacht NO3 dann die Bräunung der Korallen? Ich dachte der Grund wäre ein gesteigertes Wachstum der Zooxanthellen. Wenn nun aber NO3 keine gute N-Quelle ist (und da gebe ich dir völlig Recht, NH4 ist immer besser!) sollten doch auch die Zooxanthellen nicht in dem Maße davon profitieren. Könnte es sein, dass ein hoher NO3 Wert oft gleichzeitig einhergeht mit hohem NH4 Gehalt (welcher Wachstum bzw. Bräunung verursacht) und wir daher nur missinterpretieren dass NO3 ursächlich ist?

    Wie sieht es mit Bakterienzusätzen, Wodka-Dosierung etc aus? Deiner Theorie zufolge wäre das doch dann sehr kontarproduktiv für Korallen, da Bakterien ja auch bevorzugt das "gute" NH4 klauen?

    Danke und LG

    Robin

    Hallo Uwe,

    mein Canthigaster valentini verschmäht Muschelfleich und Krabben, er geht nur an Mysis, Artemia, Pelletfutter (und Bartkorallen :base: ). Er beisst aber öfter mal am Gestein rum, anscheinend reicht das für die Zähne. Scheint ihm auf jeden Fall nicht zu schaden, er hat mittlerweile mehr als 10 Jahre auf dem Buckel....

    VG Robin

    Hallo Hans,

    ich antworte einfach mal: Ich denke, dass du Balling o.Ä. nur brauchst wenn du wirklich Steinkorallen pflegst. Anemomen haben ja kein Kalkskellett, Weich/Lederkorallen zwar Sklerite, aber den Calciumbedarf könnte man vermutlich gut über regelmäßige Wasserwechsel ausreichend hoch halten. Ich persönlich habe einige Steinkorallen und dosiere "Carbocalcium" von Tropic Marin. Das ist ein gut lösliches Pulver, welches bei Dosierung zugleich Calcium als auch Alkalinität zuführt (ohne dass dabei zwei getrennte Gefäße nötig sind wie bei normalem "Balling"). Ohne Schleichwerbung machen zu wollen, halte ich das gerade für kleinere Aquarien für eine relativ günstige und sehr praktikable Wahl. Neben Carbocalcium (+ Wasserwechsel) kommt momentan nix anderes in mein 300L Becken rein und ich fahre sehr gut damit! Bezüglich Licht: Auch ich würde dir den Umstieg auf T5, LED oder eine Kombination aus beidem empfehlen, v.a. wenn du Steinkorallen halten willst.

    LG Robin

    Hallo Christiane,

    meine 2 Mandarinfische zeigen nach wie vor absolut 0 Interesse an FroFu (obwohl es täglich einen guten Mix davon gibt) und ernähren sich (bestens) von dem Kleingetier am Gestein. Ich würde mir Mandarinfische nicht in ein frisches Becken setzen, wer weiß ob die in neuer Umgebung dann auch ans Frostfutter gehen. Vielleicht erstmal bisl warten bis genügend Kleingetier im Becken kreucht und fleucht.

    Die Chromis muss man halt mehrmals täglich füttern, mit Automat gehts sicher gut, Nährstoffbelastung dürfte dann aber entsprechend höher ausfallen. Mir sind sie eigentlich schon fast wieder zu hektisch im Becken, ist wohl Geschmacksache....Gibt ja auch Berichte über instabile Gruppen bei denen sich einige bis zum Tode bekämpfen (Paarbildungskämpfe). Marubis empfiehlt auf 400 L max. 4 (Harem bevorzugt, wobei Geschlechtsunterschiede wohl schwer zu erkennen sind).

    http://www.marubis.de/fileadmin/exte…s%20viridis.pdf

    Was ist mit einem paar Zwergkaiser?

    LG Robin