Beiträge von Sandy Drobic

    Ich hatte mal das gleiche Problem und habe es einfach durch ein Stück Rohr gelöst: Das Rohr geht bis ins Wasser des Technikbeckens, wobei das obere Ende höher als das Becken mit dem Osmosevorrat ist. Der Schlauch wird oben ins Rohr reingesteckt, schließt aber nicht bündig, so dass Luft dazwischen ist.
    So läuft das Wasser das Rohr herunter und spritzt nicht ins Becken, läuft aber auch nicht ohne Pumpenwirkung weiter, da das Rohr oberhalb des Osmosevorrats endet und Luft zieht, wenn die Pumpe aufhört zu arbeiten.

    Ich habe auch genau diesen Double Cone 250 mit RD3 Speedy und hatte mit Klaus Jansen über den Wasserstand gesprochen, da war überhaupt keine Rede von einem Dogma "muss so und nicht anders". Es ist einfach eine Minimax-Aufgabe, wo Optimierung gefragt ist. Je höher der Wasserstand desto geringer die Zeit in der Schaumsäule und etwas geringer auch die nötige Leistung der Pumpe, je niedriger, desto mehr Zeit für die Anlagerung bis zum Punkt, wo die Schaumsäule sich mangels genügender Leistung nicht stabil bilden kann.
    Bei mir ist der Wasserstand etwa 18cm und absolut stabil.

    Hallo Andreas,

    das hört sich eigentlich ganz gut an. Aber offenbar arbeitet die Grundel den Sand nicht systematisch durch, sonst würde dort nicht der schwarze Mulm sichtbar sein.

    Ist das ein feiner Sand?
    Wie stark ist die Strömung?
    Hast Du ein Pumpenprogramm, welches den Detritus aufwirbelt?

    Im Bodengrund hat sich Detritus eingelagert, der jetzt unter Sauerstoffausschluß reduziert wird. Bei Dir im Boden laufen anaerobe Prozesse ab, die zur Bildung von Schwefelwasserstoff führen. Dieser ist ziemlich giftig und stinkt eben nach Schwefel, deshalb kann ich Dir nur den guten Rat geben, den Bodengrund möglichst wenig aufzuwühlen.

    Ich würde sehr vorsichtig mit einem Schlauch den Sand mitsamt dem schwarzen Schmodder absaugen und entsorgen. Das ganze nicht alles auf einmal sondern Ecke für Ecke im Laufe von ein paar Wochen.

    Ich glaube nicht, dass in Deinem Becken ein Räuber sitzt, der sie auf die Speisekarte gesetzt hat. Oder hast Du einen großen Schnurrwurm drin, der den Bestand dezimiert?

    Bei mir sind die Garnelen bisher gut durchgekommen trotz Korallenwächter, großem Lippfisch und etwas Mangel bei der Beckenpflege. Habe sie wegen den Fischen aber auch immer etwas größer gekauft, ab ca. 5cm Länge.

    Bei mir haben sich die Regenbogenlippfische gut um die Turbellarien gekümmert. Bei Deiner Beckengröße sollte das kein Problem sein. Hatte bei meinen aber ein paar Monate gedauert bevor sie anfingen, die Turbellarien als Futter zu erkennen. Geduld ist also gefragt wie so häufig in der Meerwasseraquaristik.

    Hallo Tim,

    Du kommst mit einem 32er Ablauf und Notablauf locker hin, wenn Du den Ablauf richtig gestaltest (keine Escherbilder als Vorbild, keine Winkel). Zum Vergleich: ich habe mit 32mm Zulauf, Ablauf und Notablauf (der nur für die Niveauhaltung genutzt wird) mit einer 7000l Red Dragon betrieben, nach meinen Berechnungen kommen da über 5000l noch real heraus, und selbst das passt dann durch den 32er Ablauf (nur 2 x 90° Bogen).

    Ob der Zulauf 25 oder 32 ist hängt von der Pumpe ab, die Du verwenden möchtest.

    Mein Problem war viel mehr, dass der Kamm des Ablaufschachtes zu kleine Zwischenräume hatte und deshalb vollständig überspült wurde. Heute abend teste ich mal den neuen Kamm, den ich gestern eingesetzt habe.Ein Spülvorgang muss ohnehin noch bei meinem Becken gemacht werden.

    Hallo Thorsten,

    an den hohen Nährstoffen liegt es nicht, meine Cladiella ist gut am Wachsen und ich wage kaum noch, die Nährstoffe zu messen. :smiling_face:

    Da würde ich eher annehmen, dass Du nicht alle Würmer erwischt hast und diese die Koralle weiter zerlegen. Mache lieber ein paar kleine Ableger von der Koralle und schau Dir die Schnittstellen genau an. Sollte sie es nicht schaffen, kann ich Dir gerne einen großen Ableger für wenig Geld schicken. Ich muss meine nämlich ohnehin bald verkleinern.

    Hallo hajo,

    vielen Dank für die kleine Zusammenfassung. Die zusätzlichen 300 Euro für zwei Pumpen sind natürlich nicht so willkommen, aber ich hoffe, dass die Pumpe neben der Beseitigung von Anfangsfehlern wie dem etwas schwachen Magneten auch etwas an technischem Mehrwert bietet mit dem neuen Impeller. Dann kommt sie jedenfalls zur richtigen Zeit für den Neustart meines Beckens.

    Ich wünschte nur, dass die Treffen nicht zu einer unzugänglichen Zeit stattfinden würden. :frowning_face:
    Von Düsseldorf dauert es drei Stunden bis ich ankomme, da ist das Treffen schon längst vorbei, wenn ich Feierabend habe.

    Ha ha! Der ist zwar wunderschön, aber für ein 800l Becken einfach nicht tragbar. Ich habe jetzt schon mit den Rauchkaisern zu viel Besatz und genügend Korallenverbiss. :face_with_tongue:
    Dafür vertragen sich die Rauchkaiser sehr gut mit dem übrigen Besatz, der Ciliaris würde mit Beginn des Auswachsens wohl das Becken von anderen Kaisern "befreien", allein von daher schon bei mir nicht möglich.

    Wenn ich ein Becken mit mehreren Tausend Litern hätte könnte man darüber sprechen, ob ich so einen Rüpel wage ins Becken zu setzen. :smiling_face:

    Bei Muränen bleibt keine andere Wahl als geschlossen betreiben, nehme ich an. Dann bin ich später gespannt auf die Fische, die Du dort haben wirst. Meine Rauchkaiser testen meine Geduld schon genügend, was das "Korallentesten" angeht, da werden auch Weichkorallen nicht verschont bleiben. An meine Keniabäumchen gehen übrigens alle Zwergkaiser und die Rauchkaiser, was man immer sehr gut sieht, wenn die Koralle zusammenschrumpelt.

    Ich bin bei den Becken immer sehr pingelig, weil von denen der größte Schaden verursacht werden kann. Wenn das Becken eine Flut verursacht hängt oft der Haussegen schief, egal, ob Hausratsversicherung existiert oder nicht.

    Erzähle doch mal ein wenig mehr über Dein Projekt: soll es ein Raumteiler sein, darf es auch etwas höher sein, wie sieht es mit Extras wie zusätzlichen Glasstreifen auf den Silikonkanten aus und wie soll das Becken betrieben werden?

    Ich habe mehrere Becken von Lerbs bekommen. Er ist nicht billig, aber gut. Vor allem ist er sehr schnell und bereit, individuell die Becken zu gestalten und kleine sinnvolle Extras einzuplanen. Er baut gerne Becken mit Wulstverklebung, welche Schwingungen wirklich gut dämpfen. Das ist gerade für Technikbecken mit starken Pumpen von unschätzbarem Wert.

    Bezüglich Weissglas sehe ich deutlich den Unterschied. Wenn es ein Raumteiler ist, wo man durch beide Seiten schauen kann, sieht man das sehr deutlich. Bei einem Becken, welches vor einer Wand steht, kann man das auch noch mit Floatglas machen, solange man nicht durch das Becken auf eine weiße Wand schaut.

    Bei meiner RD ist eine 50mm Ansaugung und ein 32mm Abgang. Wie die 80 Watt RD3, nur eben als 70 Watt Ausführung. War mal ein Sondermodell, was es jetzt nicht mehr gibt.
    Schade eigentlich, denn die Pumpe ist wirklich absolut lautlos. Ich hatte sie als einzige Pumpe am Becken laufen und konnte sie nur andeutungsweise wahrnehmen, wenn ich den Kopf über das Technikbecken gehangen habe.

    Egal, bei Gelegenheit kommt da noch ein 50mm Ansaugschutz vor. Dafür habe ich die Abläufe aus dem Becken geschützt, damit dort nicht noch einmal ein Fisch durchkommen kann und das Refugium hat einen 15cm hohen Ablaufkamm bekommen.

    Hallo Daniel,

    die scheinen nicht schlecht zu sein. Ich habe das 32mm Schlitzrohr von AM genommen, um meinen Ablauf zu sichern und trotzdem konnte die gesamte Leistung der 70 Watt Speedy noch abfließen. Auf der habe ich noch kein Schlitzrohr gesetzt, das 40mm Schlitzrohr passt leider nicht, ist zu klein.

    Hm, irgend etwas stimmt da nicht. Nur, um mal den Begriff zu klären:
    Wasserstandslinie: die Grenze zwischen dem aufgeschäumten Wasser und der darüber sich bildenden Schaumsäule ohne Wasser.

    Diese sollte nicht so hoch sein wie es bei Dir zu sein scheint. Setze doch mal das Keilrohr wieder auf weiter offen und drehe die Speedy auf mehr Leistung auf. Dann wieder das Rohr langsam weiter schließen, bis die Schaumsäule kurz unter der Topfgrenze ist. Wo ist die Wasserstandslinie jetzt?
    http://royalexclusiv.net/images/content…wartung_deu.pdf
    Schau Dir mal die Erklärung mit Foto an, wo die Wasserstandslinie auf Seite 4 gezeigt wird. Die ist deutlich niedriger.

    Ich habe den BK DC 250 mit der Speedy und es kommen keine Blasen ins Technikbecken.
    Der Beschreibung nach ist die Wassergrenze viel zu hoch.

    Der Ozonschlauch sollte angebracht sein und oben durch eine Tülle geschlossen sein, wenn Du kein Ozon angeschlossen hast. Sonst ziehst Du nämlich nur Wasser durch die Öffung oben auf dem Pumpenkopf und das Verhältnis Luft zu Wasser stimmt nicht mehr. Das könnte schon der Fehler sein.

    Ich würde mich zuerst einmal hinsetzen und überlegen, was genau mich erfreut bei den Becken, salzig oder nicht einmal außen vor gelassen. Ob es Korallen, Fische, der Farbeindruck, das Lebendige des Beckens mit Strömung und Lichtspiel ist, die Korallen usw.
    Für mich ist z.B. sehr viel das Herumwuseln der Fische, der Chelmon, der ständig auf Patrouille ist und seine spitze Schnauze überall hineinsteckt, die Lippis, die in der Gegend flitzen. Dazu die Korallen, die sich in der Strömung bewegen und abends in der Blauphase am Glühen sind. Zusammen mit dem starken hellen Licht, das auch an der Decke spielt. Ein Becken lebt halt, und das fasziniert mich so am Korallenriffbecken.

    Danach kannst Du dann besser abschätzen, ob Du wirklich auf das Wesentliche reduzierst oder ob Du nur ein Placebo anschaffen würdest, und nach kurzer Entzugszeit muss dann wieder teuer ein "richtiges" Becken angeschafft werden.

    Hallo Ina,

    nochmal so eine Walze ins Becken setzen? Ich glaube nicht, dass ich noch einmal den Mut dazu haben werde. (^-^)

    So ein Seeigel ist tatsächlich ein sehr interessantes Tier, aber es braucht ein besonderes Becken, welches ihm freie Bahn gibt und genügend Algenaufwuchs hat. Solche Becken werden aber meist als gescheiterte Riffbecken gesehen, da Algenwuchs nicht gewünscht ist und der Seeigel schon gehörige Mengen davon braucht.

    Seine Farbenpracht kann ich in diesen Bildern nicht so herüberbringen, der glühte regelrecht unter dem LED-Licht, es war ein unglaublich schönes Tier.

    Eventuell einen kleinen Seeigel wie den Mespilia globulus oder ähnliche, aber nicht noch einmal einen großen Diademseeigel.

    Hallo Marc,

    danke für das Kompliment. Ich dachte, es passt ganz gut, wenn schon einige Rüpel hier vorgestellt wurden. Deshalb habe ich eine meiner "Riff-Sünden" hier auch vorgestellt. Außerdem ist es der erste Seeigel hier im Thread, und der musste einfach rein. :grinning_squinting_face:

    Ein ganz besonderer Rüpel hat sich in meinem Becken herumgetrieben und einige graue Haare und Aha-Erlebnisse produziert. Auch wenn es kein Fisch ist möchte ich ihn hier vorstellen:

    Astropyga radiata, der Rote Diademseeigel. Ich hatte ihn in einem holländischen Laden durch die Gegend staksen sehen und mich direkt in ihn verliebt. Also die typische Art, sich einen Rabauken ins Becken zu holen. Und mein lieber Mann, der fegte durch das Becken, dass kein Auge trocken blieb. Sobald ich einen Augenblick wegsah, war er auch schon verschwunden und tauchte später in einer ganz anderen Ecke wieder auf. Gerne krabbelte er auch die Scheibe hoch und hangelte sich daran behende durch die Gegend. Wenn es ihm nicht mehr passte lies er sich auch durchaus einfach fallen und schwebte seltsam schnell aber kontrolliert zu Boden. Was sich dann unter ihm befand bekam halt ein paar Stacheln ab, da war er nicht verlegen drum.

    Auch als allgemeines Räumkommande gab er eine gute Figur ab. Korallen, die nicht festgenagelt waren wurden ohne Federlesen aus dem Weg geschafft. Da er mitsamt seinen relativ kurzen Stacheln etwa 15cm Durchmesser hatte brauchte er schon recht breite Schneisen, um weiter zu kommen. Wenn diese nicht vorhanden waren, störte ihn das nicht, er baute diese selbst und räumte halt etwas auf.

    Zum Glück existierten er und die Fische im Becken parallel ohne besondere Probleme. Ich habe aber auch keinen Drücker im Becken, sonst sähe das wohl anders aus.

    Von den Sinnen her war sein Helligkeitsgespür wohl, wenn überhaupt, nur rudimentär ausgeprägt, er reagierte jedenfalls nicht auf Helligkeitsschwankungen, wenn mal eine Hand sich zwischen ihm und dem Licht bewegte. Dafür war er sehr empfindlich, was Wasserdruckschwankungen etwa durch eine Hand, die ins Wasser tauchte, anging. Dann sah man sofort, wie die Stachel sich strategisch aufrichteten. Auch sein Geruchssinn ist wohl nur schwach ausgeprägt, denn der starke Algengeruch, wenn ich mal ein Büschel vor ihm plazierte mit einer Futterklammer hat ihn nicht sehr zielstrebig agieren lassen. Selbst dann nicht, wenn die Strömung den Geruch zu ihm getragen hat. Erst, wenn eine Algenranke ihn berührte und er sie damit schmecken konnte wurde er sehr mobil. Dann setzte er sich auf das Algenbüschel und fing an es mit beeindruckender Ausdauer niederzumampfen.

    Die Mengen, die er dabei verzehren konnte, waren wirklich enorm. Die Algenbüschel hatten dabei teilweise gute 10cm Durchmesser, waren also nicht viel kleiner als er selbst, und er hat sie innerhalb von ein bis anderthalb Tagen komplett reingespachtelt. Seeigel sind Fressmaschinen, die gehörige Portionen benötigen, um wirklich satt zu sein. Sein Speiseplan war recht vielfältig und richtete sich auch nach dem, was gerade vorhanden war: Wenn er nicht genügend Algen fand schabte er auch gerne die Kalkalgen runter und das mit einer respektgebietenden Brutalität. Der aufgeklebte Korallenbruch am Ablaufschacht wurde mitsamt dem Korallenbruch einfach runtergebissen, der Seeigel zog eine regelrechte Furche in den Ablaufschacht. Selbst eine Fungia bekam seine Zähne zu spüren, er hat auch bei ihr eine Furche hinterlassen.
    Insgesamt sollte er als Omnivore mit Bevorzugung von Algen als Nahrung gelten. Wenn er nicht genügend Algen fand hat er kurzerhand halt das gefressen, was er an tierischer Nahrung fand und erwischen konnte. Dazu gehörten Gorgonien, denen er säuberlich den einen oder anderen Ast runternagte oder auch Weichkorallen wie eine Sinularia, die er kurzerhand in mehrere Teile zerlegt hatte. Steinkorallen hat er meistens in Ruhe gelassen mit Ausnahme von einigen Bisschäden, wenn er beim Abnagen von Algenbelägen auch die angrenzende Koralle etwas mit annagte.

    Und dann habe ich ihn auf frischer Tat ertappt als er sich als Jäger herausstellte:

    Wie schon erwähnt: bei diesem Rabauken bleibt kein Auge trocken, der grabende Seestern war leider schon zu weit gefressen und hat es nicht überlebt. Im Laufe der Monate hat er den einen oder anderen Seestern leider erwischt. Letztendlich sind von den einst fünf oder sechs grabenden Seesternen nur zwei übrig geblieben. Zu seiner Ehrenrettung muss aber gesagt werden, dass er die Algen sehr eindeutig bevorzugt hatte und den Seestern nicht weiter verfolgte, sobald er die Spur von Algen wahrnahm. Mit einem schnell vor die Schnute gehaltenen Algenbüschel konnte ich die Seesterne ab und zu retten.

    Die Algenbüschel kamen übrigens aus meinem Algenrefugium, das war zu der Zeit Caulerpa racemosa, wenn ich mich richtig erinnere. Wie sich später herausstellte war das keine gute Idee, diese zu verfüttern: der Seeigel war leider nicht ganz penibel mit seinen Tischmanieren und so löste sich die eine oder andere Ranke schon mal aus dem Futterbüschel und so konnte sich die Alge dann auch an einigen Stellen im Becken etablieren. Da es die gleiche Alge wie im Refugium war würde sie auch nicht von den allelopathischen Aussonderungen unterdrückt, und so habe ich nach eine nahezu algenfreien Zeit dann doch an einigen Stellen wieder Algen ins Becken bekommen, die er Seeigel leider nicht überall entfernt hatte.
    Bis heute habe ich noch die Alge an der einen oder anderen Stelle im Becken.

    Unter LED-Licht konnte man ihn regelrecht glühen sehen, insbesondere, wenn man rote und tiefrote LEDs dabei hatte. Mit dem Ein- und Ausschalten der roten LEDs konnte man den Seeigel förmlich ein- und ausschalten.

    Trotz der grauen Haar, die bei manchen Aktionen des Seeigels nicht zu vermeiden waren, habe ich ihn im Becken gelassen und schön weiter durchgefüttert. Bis er sich wohl leider das falsche zum Zerbeissen gesucht hatte. Beim Aufräumen auf dem Sonnendeck, wo ich Rhodactis und kleine Crassa-Anemonen am Wegräumen war, habe ich eine Breedingbox mit einem Nylonnetz als Auffangbehälter verwendet. Wie ich später bemerkte hat der Seeigel sie rabiat zerfressen. Da sie direkt unter der Lampe war haben sich dort wohl schnell Aufwuchsalgen am Netz gebildet, die der Seeigel abweiden wollte und dabei wohl das Plastiknetz mit gefressen hat.


    Im Nachhinein vermute ich, dass es ihm schlecht bekommen war, denn kurz darauf war er plötzlich verschwunden und ist nie wieder aufgetaucht. Nicht einmal einen losen Stachel hatte ich von ihm wiedergesehen. Ich denke auch nicht, dass er schon das Ende seiner Lebenszeit erreicht hat, denn ich hatte ihn nur etwa anderthalb Jahre im Becken, obwohl ich nicht weiss, wie alt er schon war, als ich ihn gekauft habe. In der Zeite, wo ich ihn im Becken hatte war er jedenfalls nicht viel gewachsen. Trotzdem ist meine Vermutzung, dass er sich an dem Plastiknetz verstopft hatte und nicht mehr fressen konnte.

    Insgesamt kann man nicht wirklich sagen, dass er "reefsafe" war, einige Korallen und meine armen grabenden Seesterne sind ihm zum Opfer gefallen. Dies liegt jedoch auch viel daran, dass in einem normalen Korallenaquarium schlicht nicht genügend Algen wachsen, um so einen großen Seeigel satt zu bekommen. Trotz aller seiner Missetaten habe ich ihn heiss und innig geliebt und alle seine Rüpeltaten verziehen. Ihn im Becken zu haben war schon ein Erlebnis. Trotzdem habe ich keinen neuen Seeigel ins Becken gesetzt, weil sich die Einsicht bei mir durchgesetzt hat, dass in einem Korallenaquarium schlicht nicht die notwendige üppige Algen-Nahrungsgrundlage vorhanden ist.

    Hallo Markus,

    den Fehler haben wohl viele schon gemacht, ich auch. Meine Monti ist bis zur Oberfläche gewachsen, wo sich dann durch die vielen Spitzen verbunden mit etwas Kalkalgen dann eine Fläche entwickelt hat. Endergebnis war, dass die Koralle im Innern sich komplett abgeschattet hatte und auch strömungsmäßig ins Aus gestellt hatte, so dass der größte Teil dann gestorben ist. Einfach an die Oberfläche wachsen zu lassen ist also keine gute Idee.

    Deshalb würde ich jetzt beherzt eingreifen und die komplette Koralle etwas tiefer setzen. Sonst fängst Du alle paar Wochen an, wieder den einen oder anderen Ast zu stutzen. Notfalls einen Stumpf sitzen lassen und den Rest versetzen.