Beiträge von Sandy Drobic

    Seufz,

    früher hatte mein marginatus auch Strudelwürmer von LPS runtergepickt, aber heute hat er das nicht mehr nötig und frisst sich nur die Wampe voll mit meinem Futter. Bis er aus dem Becken gesprungen war hatte ich parallel auch noch einen H. melanurus, der ebenfalls Turbellarien gefressen hatte. Die beiden haben sich sehr gut vertragen und nicht im geringsten füreinander interessiert. Ebenso ein H. chrysus.
    Stinkstiefel war da eher der Eibli-Zwergkaiser, was auch beim Nachsetzen eines C. multifasciata wieder auftrat.

    Halichoeres fressen meistens Strudelwürmer, gerade wenn sie noch etwas jünger sind. Mir sind jetzt auch aus dem Kopf keine Berichte bekannt, wo es Konflikte zwischen Cirrhilabrus und Halichoeres gegeben hat.

    Für den rechten dürfte Percula richtig sein, aber ich vermute stark, dass der untere eine künstliche Zuchtform ist. Da gibt es inzwischen sehr viele Varianten, wo man nicht mehr sehen kann, womit sie ursprünglich gestartet haben. Vermutlich haben sie mit percula gestartet, wenn ich die dicken schwarzen Flecken sehe, aber sicher sagen kann man es nicht mehr. Ähnlich wie bei Zoas sind hier eine Unmenge von Fantasienamen emporgekommen, die wenig hilfreich sind.

    Im Laufe der letzten Monate ist mir aufgefallen, dass eine meiner Okinawagrundeln deutlich heller geworden ist. Wie alt meine Grundeln sind kann ich leider nicht genau sagen. Ein Bekannter hatte sie gekauft und einige Zeit bei sich im Aquarium gehalten. Dort haben sie bereits fröhlich gelaicht, waren also schon erwachsen.

    Bei mir sind sie jetzt schon seit mehr als 4 Jahren im Refugium, zusammen mit der Zeit bei meinem Bekannten insgesamt gut 5 Jahre als erwachsene Tiere. Ich schätze die beiden deshalb auf mindestens fünfeinhalb bis sechs Jahre, wahrscheinlich noch etwas älter.

    Hat jemand beobachtet, ob sich die Okinawagrundeln im Alter entfärben? Bisher geht es ihr noch ganz gut und ich habe sie sogar noch vor kuzem beim Paarungspiel gesehen.

    Aus dem Grund habe ich auch direkt ein paar Brocken zusätzlich eingesetzt und passende Verstecke gebaut, als ich neue Fische eingesetzt hatte. Der Blenny hat dann prompt diese nicht besetzten neuen Stellen als Rückzugsort angenommen. Ich hoffe, dass er so auch in Zukunft nicht springt, denn die anderen Zwergkaiser und Rauchkaiser können ihm dort in die kleinen Lücken nicht folgen.

    Fische springen, wenn sie keine bessere Möglichkeit sehen. Also gut füttern, um Futterneid und daraus entstehende Aggressionen möglichst zu reduzieren und Verstecke, um passende Rückzugsorte anzubieten.

    Das "destillierte" Wasser, was man in den Baumärkten bekommen kann ist meist nur grob entsalzt und hat immer noch einen selbst mit billigen Geräten messbaren Leitwert. Da dürfte noch einiges an Silikat drinstecken.

    Es ist eher gedacht für das Bügeln oder das Auffüllen der Batterieflüssigkeit, aber nicht für die hohen Anforderungen in einem Meerwasseraquarium. Auch das Fisch-Symbol, welches die Aquarientauglichkeit darstellen soll ist eher auf Süßwasser bezogen.

    Du bist komplett falsch unterwegs. :face_with_tongue:

    Der Durchsatz durch das Technikbecken orientiert sich wie schon mehrmals hier erwähnt an dem Abschäumer. Dieser soll immer schön konstant frisches Wasser bekommen. Wenn der Abschäumer also sein abgehendes Wasser direkt zurück ins Becken gibt, dann ist das praktisch nicht mehr zu verbessern! Er bekommt so garantiert 100 Prozent frisches Wasser aus dem Becken nachgezogen.

    Dieses nachströmende Wasser wird von der Oberfläche abgezogen, indem es einfach durch den Überlaufkamm strömt. Das verhindert die Bildung einer Kahmhaut, die sonst sehr viel Licht schluckt und auch den Gasaustausch zwischen Wasser und Luft behindert. Aber auch hier ist der Abschäumer aktiv, denn die vielen kleinen Blasen schaffen insgesamt ein Vielfaches der Oberfläche im Vergleich zur Oberfläche des Beckens. Der Großteil des Gasaustausches findet also über den Abschäumer statt.

    Wenn kein Überlauf ins Technikabteil oder Technikbecken vorhanden ist, dann kann (und sollte unbedingt) mit einem kleinen Oberflächenabzug die Kahmhaut beseitigt werden. Ein kleiner Eheim Skim350 ist völlig ausreichend, um in einem 250l-Becken die Kahmhaut restlos zu beseitigen.

    Die Aufgabe der Strömungspumpen ist es, das Wasser so durchzumischen, dass überall möglichst Strömung vorhanden ist, nicht zu stark und nicht zu wenig. Bonuspunkte, wenn die Strömung es schafft, möglichst wenig Detritus-Sammelecken zu erzeugen. Auch die Oberfläche muss gut vermischt sein, sonst bekommt man strömungsarme Zonen, wo sich dann eine Kahmhaut bilden kann.
    Um diese vielfältigen Ansprüche zu erfüllen gibt es mehrere Wege: die Aufgaben auf mehrere Strömungspumpen zu verteilen oder die Strömungspumpen über eine Steuerung diese Aufgaben erledigen zu lassen. Einige Pumpen haben z.B. einen Modus zum Aufwirbeln des Detritus, damit Filter oder Abschäumer den Dreck erfassen können. Oder einen Futtermodus usw.

    Filter wie Aktivkohle oder Phosphatadsorber hingegen sollten langsam und gleichmäßig durchlaufen werden. Gut ist es, wenn sie ab und zu kurz aufgewirbelt werden, um Verbackungen durch Detritus oder organische Stoffe zu vermeiden.

    Da sollte man nicht aus der Hüfte schießen und das Becken ratzfatz zusammenschustern, sondern sich genau überlegen, wo was hinkommt und wie es sinnvoll betrieben wird.

    Lasse Dir ruhig noch etwas Zeit und frage lieber hier so lange nach, bis es wirklich klickert und Du verstehst, wie und warum etwas auf diese Art betrieben wird. Wenn es dann später so läuft wie man es sich vorstellt ist die Befriedigung um so größer.

    Wer will schon Geld mit einer Fehlkonfiguration in den Sand setzen oder geliebte Tiere verheizen, weil die Ansprüche nicht erfüllt werden können?

    Das Verhältnis ist noch schlimmer.

    Volumenstrom RD5/ECM42 = 4.000 / 11.000
    Abmessungen RD5 / ECM42 = 17 x 10 x 15,5 / 12 x 7 x 7

    Etwa ein Drittel der Leistung, dafür vier mal so viel Volumen. Dies sind alles Zahlen, die direkt bei den Herstellerangaben der Pumpen stehen.

    Die großen Speedys sind sicher nicht überdimensioniert. Setze in ein Becken zwei ECM42 und Du hast 22.000 Liter pro Stunde. Da kann man auch eine Speedy 230 Watt mit beschäftigen, die hat nur unwesentlich mehr Durchsatz. Dafür mehr als dreimal so viel Energieverbrauch.
    Jede Pumpe hat ihre Spezialisierung und Berechtigung. Wenn CL dann richtig und die Pumpen unsichtbar außerhalb des Beckens.

    Hallo Fabian,

    die Speedys solltest Du mal direkt im Vergleich zu Strömungspumpen sehen, dann würde Dir auffallen, dass sie deutlich größer sind. Zusammen mit der Ansaugung und der Aufteilung auf mehrere Ausgänge hättest Du einen riesigen Brocken im Becken, der ja auch regelmäßig gewartet werden muss. Das macht das Verbergen mit einer Riffkeramit ziemlich schwer.
    Da ist die Optik schnell hinüber.

    Kurz: es gibt gute Gründe, die Pumpen extern zu lassen, die schlanken Rohre lassen sich deutlich besser verbergen und sind nicht so wartungsintensiv.

    Da stimmt alles nicht dran! :face_with_tongue:

    Das Foto hat nur eine Größe von 350x263 Pixel, auch Briefmarken-Format genannt. Da ist schon was beim Anhängen des Fotos nicht richtig gelaufen.

    Meistens setzt man den Kamm auf eine Höhe von 5-7cm unter der Glasoberkante des Beckens. Bei mir ist der Kamm 5cm unter der Glaskante und das Wasser staut sich gute 2cm vor dem Kamm, da ich die Tritonmethode verwende. Da bleibt nicht mehr viel Spielraum nach oben. Würde ich das Becken noch einmal planen wäre der Kamm 1cm tiefer.

    Im normalen Balling wirst Du nicht so einen hohen Umsatz durch das Technikabteil haben, da sollten 5cm reichen, bei Triton würde ich Beckenhöhe - 6cm nehmen.

    Hier kannst Du das sehen, wie es in der Praxis aussieht. Der Wasserstand ist nur etwa 1cm weniger als im Schaubecken. Sobald Du etwas mehr Gefälle hast kann das schon zu Geräuschen führen, vor allem bei hohem Durchsatz wie bei mir. Da siehst Du auch, dass etwa 2,5cm hoch vor dem Kamm das Wasser angestaut ist.

    Hallo Thomas,

    die Trennscheiben sorgen in erster Linie für eine definierte Wasserflußrichtung und damit für konstanten Wasserdurchsatz am Abschäumer und am Filter. Die hintere Trennscheibe gibt zusätzlich den Wasserstand im Abschäumerabteil vor.
    Als letzter Effekt sorgt die hintere Trennscheibe dafür, dass der nur im hinteren RFP-Abteil der Wassserstand durch Verdunstung sinkt. Hier gehört also auch der Sensor der Wassernachfüllung hin.

    Am schnellsten macht das Wasserplätschern unschönen Lärm, wenn es durch den Ablaufkamm geht. Je nach Art und Durchsatz kann es da ganz gut Radau machen. Deshalb ist es wichtig, dass der Wasserstand hinter dem Ablaufkamm fast auf gleicher Höhe ist wie der Wasserstand im Schaubecken.
    Denke bitte daran, dass sich vor dem Ablaufkamm das Wasser je nach Durchsatz und Ablaufkamm auch schnell zwei bis drei Zentimeter stauen kann (hoher Durchsatz Triton). Dies sollte die Höhe der hinteren Trennscheibe auch berücksichtigen.

    Es geht auch ohne Trennscheiben, aber dann ist der Wasserfluß nicht so sauber definiert, im schlimmsten Fall sind genau vor dem Abschäumer Algen am Ablaufkamm und verstopfen den Kamm, weswegen ein großer Teil des Wassers nicht am Abschäumer vorbei fließt, sondern dann direkt zur RFP geht. Dies verhindert die Wasserführung mit den Trennscheiben sehr schön.
    Von der Nachfüllung ist das bei einer ordentlichen Anlage egal, das Niveau schwankt nur um etwa 1-2mm oder so.

    Die Antwort ist wie vorher auch Licht. Das Licht war vorher offenbar nicht ausreichend vorhanden, um die Algen wachsen zu lassen, nach der Änderung aber reicht die Lichtstärke.

    Dann klaue den Algen am besten das Licht. Etwa, indem Du eine Platte auf Füßen unter die Ableger setzt, so dass die Algen kein Licht bekommen. Ansonsten kann man da nur manuell mit dem Scheibenkratzer dran und warten, ob sich ein neues Gleichgewicht einstellt nach einer Zeit.

    Oder Du musst am Licht drehen, was aber nur über eine andere Beleuchtung geht. Algen lieben rot und blau bei Licht. Die Wasserwerte dürften ja gleich sein.

    Puh, da fehlen aber einige Informationen:

    • welcher Adsorber (eventuell Körnung)?
    • vorher ausgewaschen?
    • welcher Hanna-Checker? Der 736?
    • 19 ppb von was? Phosphat oder Phosphor?

    Wenn Du den Phosphatwert wirklich auf nicht nachweisbar heruntergezogen hast mit einem Ruck, dann ist das wie schon geschrieben ein schlagartiger Wechsel der Bedingungen, der besonders schnelle und anpassungsfähige Primärsiedler bevorzugt. Mit etwas Pech sind das dann Dinos oder Cyanos, welche die Fähigkeit haben, aus Depots (im Sand und Staub auf der Deko) noch Phosphat aufzuschließen, auch wenn es im Wasser nicht mehr vorhanden ist und so trotz Phosphatmangel in der Wassersäule noch wachsen können.

    Nimm besser die Hälfte wieder raus und stelle den Abschäumer etwas trockener, damit der Phosphatwert sich langsam erholen kann. Schlagartige Veränderungen von Wasserwerten sind meistens eher schädlich als sinnvoll.

    Ich bevorzuge Variante 1 mit einer kleinen Abänderung: ziehe die zweite hintere Trennscheibe zur Pumpe etwas höher, so dass sie nur etwas niedriger ist als der Übergang zum Filterabteil, damit sollten die meisten Plätschergeräusche verschwinden. Außerdem bekommt der Abschäumer einen schön konstanten Wasserstand mit wenig Änderungen.

    Wenn der Abschäumer kein Hangon-Abschäumer ist benötigt er ein Podest auf dem er steht. Das kannst Du sehr einfach mit ein paar Rohrstücken und etwas Lichtrasterplatte bauen. Oder halt Plexiglas, wenn es etwas hübscher ausschauen soll.

    In einem normalen Technikbecken setzt man vor und hinter dem Abschäumer zwei Scheiben bis auf den Boden, damit die Höhe den Wasserstand dadurch praktisch festnagelt.
    Wenn Du nicht so viel Überflächenbewegung hast, dann kannst Du aber auch auf die Trennscheiben verzichten. Bei mir habe ich aus Platzgründen keine Scheiben vor und hinter dem Abschäumer und es funktioniert problemlos mit der Nachfüllung.

    Das mit den Tröpfchentests und den Analysen ist so eine Sache. Grundsätzlich sollte man etwas Gelassenheit und eine gute Portion Skepsis zu den Tests mitbringen. Auf der anderen Seite aber bringen die Analysen auch eine gute Portion Sicherheit, was die Salzzusammensetzung betrifft. Nur sollte man wirklich nicht jeder Stelle hinter dem Komma trauen. Ein Punkt, den ich immer wieder predige ist, was uns an der Uni in der experimentellen Praxis zur Fehleranalyse begebracht wurde und das Ergebnis nur so genau angeben, wie die Fehlerbetrachtung dies zulässt. Welen Sinn hat es, das Ergebnis des Taschenrechners mit zehn Stellen hinter dem Komma abzutippen, wenn die Fehlerbetrachtung eine Genauigkeit von maximal +-10 Prozent ergibt.
    Für die ICP können wir dies leider nicht machen, da uns die relevanten Daten dazu fehlen (wie sauber wurde die Kalibrierung der ICP für welche Werte vorgenommen usw.).

    Wer jede Woche 10 Prozent Wasserwechsel macht kann sich guten Gewissens die Analysen sparen. Aber die Faulenzer unter uns, die möglichst nie einen Wasserwechsel machen sollten schon testen, ob sich unerwünschte Stoffe etwa durch Verunreinigungen bei Adsorber, Futter oder durch rostende Geräte anreichern.

    Ich habe durch eine ICP auch mein Osmosewasser durchchecken lassen, als ich auf eine neue Osmose mit Harz umgestiegen bin, um zu sehen, wie gut das damit erzeugte Wasser ist, da ich die Ergebnisse der üblichen Silikattests genauer mit Würfeln bestimmen kann.

    Egal, wie man es macht, es sollte schon ein System dahinterstecken, dass sicher stellt, dass die wichtigen Wasserwerte passen.

    Na, dann gebe ich doch auch mal zum Besten, was ich so verwende:

    Temperatur: Aqua Medic T-Controller Twin (abgeglichen mit GTH-175Pt)
    Dichte: Tropic Marin Spindel
    Phospor (Phosphat): Hanna Checker HI-736 ULR Phosphor
    kH: HI-755, HI-772
    Nitrat: Nyos Kombitest NO2/NO3 (nicht ganz glücklich damit, aber ausreichend)
    Ca, Mg: Salifert

    Abgleich der Tests mit Korrekturfaktor über Fauna Marin Meerwasserreferenz

    Hole Dir unbedingt noch eine Meerwasserreferenz und gleiche die Tests damit ab. Gerade, wenn Du sehr niedrige Werte hast ist das dringend angeraten.
    Meist hat die Meerwasserreferenz einen sehr hohen Phosphatwert, um stabil zu sein. Verdünne die zu messende Menge deshalb mit Osmosewasser (nicht Beckenwasser oder Leitungswasser!) so weit, bis ein sinnvoll niedriger Gehalt von etwa 0,05 mg/l erreicht ist.

    Wie schon gesagt, ich denke nicht, dass es viel ausmacht, ob Du nun eine Trennwand davor setzt oder nicht. Das Volumen ist einfach so viel höher, was die RFP durchzieht, dass der Austausch immer gegeben ist.

    Mein Abschäumer hat bereit mindestens einen Fisch geschreddert, einen kleinen Sechsstreifenlippfisch, und meine RFP hat eine 40mm oder 50mm Ansaugung, deshalb hat sie ein Schlitzrohr bekommen zum Schutz von sowohl Pumpe als auch Tieren. Ich habe nämlich seit über vier Jahren auch ein Pärchen Okinawagrundeln im Refugium, die könnten vielleicht sonst bei Wartungsarbeiten mal schnell rüberhuschen.

    Hallo Thomas,

    für den Fließbettfilter benötigst Du so eine Zwischenkammer nicht. In einem Fließbettfilter läuft das Wasser langsam durch mit etwa 100-300l pro Stunde, mehr nicht. Die RFP hingegen hat das Zehnfache oder mehr an Durchsatz, deshalb bekommt der Filter mehr als genug frisches Wasser.

    Der kritische Faktor ist der Wasserdurchsatz des Abschäumers. Damit dieser immer frisches Wasser bekommt muss der Durchsatz höher sein als der Wassereinzug des Abschäumers.

    Lieber RicStar,

    bitte lies Dir den Thread noch einmal AUFMERKSAM durch, dann wirst Du sehen, dass der OP die Analyse schon hat machen lassen. Bisher hat aus den Angaben noch niemand den entscheidenden Grund für die Probleme gesehen. Bitte versuche Dich daran und gib danach Deine Weisheiten zum Besten.

    Weiche kommen bestens aus mit 0,07 mg/l Phosphat. Im Gegenteil, es gibt durchaus auch einige Weiche, die höhere Phosphatwerte nicht vertragen und sterben. Beispiel wären da Pilsleder, wo mir einige von eingegangen waren bei einem erhöhten Wert bei ca. 0,3-0,35mg/l, eine berappelte sich wieder ein paar Tage nach Austausch des Adsorbers. Einige robuste Acros wie die tumida hatten damit hingegen keine Probleme und wuchsen fröhlich.

    Dein Vertrauen in den Fortschritt in Ehren, aber bitte sei Dir der Grenzen bewusst. Sämtliche organischen Stoffe z.B. werden NICHT erfasst, spielen aber eine große Rolle. Sei es Nesselstoffe, Gifte, Allelopathische Absonderungen von Algen oder parasitische Schwärmer im Wasser.
    Wenn es den Korallen schlecht geht (wohlgemerkt hatte ich genau danach gefragt!!), dann ist es deutlich billiger und effektiver, einen großen Wasserwechsel zu machen als mehrere Tage auf die Analyse zu warten, dann festzustellen, es sieht alles in Ordnung aus und dann zu rätseln, was jetzt zu machen sind, da die ersten Korallen jetzt schon gestorben sind.

    Der Eimer Salz ist billiger als die Analyse und die toten Korallen, ganz zu schweigen von den Mittelchen, die Du jetzt noch kaufst, weil X oder Y festgestellt wird und sich später bei einer weiteren Analyse herausstellt, dass die ICP einfach falsch kalibriert war, denn die zweite Analyse zeigt dann weder X noch Y mehr an. Und ja, auch das ist mir schon passiert. Suche einfach mal nach Berichten, wo jemand die gleiche Wasserprobe an zwei Labors mit ICP geschickt hat, die Spanne bei den Ergebnissen ist teils sehr erstaunlich.
    Der größte Vorteil ist aber die Zeit: die 500l mache ich in 12 Stunden fertig, und ja, ich habe schon Wasserwechsel über 500l gemacht. Ich berichte hier also von eigenen Erfahrungen und nicht Sekundärwissen, was ich ohne Zusammenhang in die Welt setze.

    Diese Zeitspanne kann den Unterschied von 500 Euro an toten Korallen ein instabiles Becken bedeuten.

    Deshalb meine dringende Bitte an Dich: betrachte das Ganze im Zusammenhang und überlege, ob der andere nicht doch vielleicht einen guten Grund für die Empfehlung hat, bevor Du das einfach ohne Begründung einfach als "veraltet" abservierst.

    Und wenn Du den Grund nicht sehen kannst, frage doch einfach nach dem Grund. Dann wird sich das schnell herausstellen, ob der Rat fundiert ist oder nicht. :face_with_tongue:

    Machen wir doch etwas Praxis! Ich kann es nämlich aus der Praxis berichten, da ich sowohl als Technikbecken als auch als Schaubecken eine Wulstverklebung gewählt.

    Hauptgrund bei mir war nicht die Optik, sondern die Akustik. Insbesondere bei einem Technikbecken kommt mir nichts anderes mehr ins Haus, denn bei der Wulstverklebung ist die Scheibe deutlich elastischer verklebt als bei einer Stoßverklebung. Der Abstand der Scheiben bei einer Wulstverklebung ist nämlich deutlich größer als bei einer Stoßverklebung und dieser Abstand ist mit elastischem Silikon gefüllt.
    Mein Becken mit der Wulstverklebung ist nur 50cm hoch und hat, wie hajo und ich schon gesagt haben, sowohl Längsstrebe als auch eine Mittelstrebe über dem Becken.

    Das habe ich bis heute nicht bereut, da ich Lärm wirklich verabscheue. Eine Pumpe, die an dem 500l-Becken arbeitet ist deutlich ruhiger als eine, die im 800l-Becken werkelt.

    Der kleine Glassteg über der Naht hat noch weitere Vorteile: wenn man einmal etwas grobmotorisch mit dem Algenschaber etwas schwunghaft ins Silikon haut stoppt der Glassteg den Algenschaber und verhindert, dass er tief ins Silikon geht. Diese Glasstege sind auch bei mir drauf.

    Eher umgekehrt: eine Wulstverklebung braucht deutlich mehr Silikon und auf jeden Fall eine Querstrebe über dem Becken. Poolbecken mit Wulstverklebung ist nicht gestattet.
    Ich muss gestehen, dass mich diese schwarze Klebenaht auch nicht juckt.

    Wenn es unbedingt so klar und nahtlos wie mögich sein soll, dann gleich ein Plexiglasbecken.

    In dem Foto sahen einige andere Korallen auch nicht sehr glücklich aus, etwa die Krusten und die Weichkoralle. Wenn noch mehr Korallen schlecht stehen würde ich ein bis zwei große Wasserwechsel (30-50 Prozent) machen und dann eine zweitägige Dunkelphase anschließen nach einem abendlichen Absaugen der Cyanos.

    Woran die Alveopora gestorben ist lässt sich jetzt nicht mehr sagen, da Du die letzten Tage nicht beobachten konntest. Es kann durchaus sein, dass die Cyanos zu sehr gedrängt haben und sie einfach überwucherten und erstickten.

    Bei den Schnecken irrst Du Dich: es gibt sehr wohl parasitische Schnecken, die das Aquarium im Nu überrennen können. Montischnecken etwa können sich hervorragend im Aquarium vermehren und sehr schnell ganze Korallen kahlfressen.

    Was sich bei Dir herumtreibt dürfte aber deutlich harmloser sein und eher Täubchenschnecken (Euplica) und Ohrschnecken (Stomatella) sein.