Dietmar,
möchtest Du nicht mal Deine Werkzeuge vorstellen? Schon bei 70cm Beckentiefe wäre ich für einen guten Greifer dankbar.
Dietmar,
möchtest Du nicht mal Deine Werkzeuge vorstellen? Schon bei 70cm Beckentiefe wäre ich für einen guten Greifer dankbar.
Ich würde das etwas differenzieren nach dem Standort des Beckens:
- für einen Raumteiler ist 200 x 120 x 70 für mich die ideale Größe, da kommt man noch mit etwas Mühe und langen Armen an fast alle Teile des Beckens heran.
Bei einem Wandbecken würde ich maximal auf 200 x 80 x 70 gehen, dann kommt man hinten schon nur noch mit Mühe und einem Greifer dran.
Ein paar Garnelen sollten ein größeres Aquarium nicht über Ammoniak ins Wanken bringen können, von daher würde ich der Ammoniak-Messung vertrauen. Nitrit ist nicht so kritisch wie im Süßwasser, das würde ich bei 0,05 nicht weiter beachten.
Aber der Unterschied eingewöhnte zu frisch zugesetzten Garnelen könnte auch auf geringen Sauerstoff-Gehalt hindeuten, da sind Garnelen ja sehr empfindlich, wenn sie nicht das Milieu gewohnt sind.
Ist das Becken abgedeckt oder offen?
Ist der Unterschrank offen oder geschlossen?
Wenn geschlossen, zieht der Abschäumer sich seine Luft von außerhalb des Schrankes?
Wenn nicht würde das meine erste Empfehlung zur Änderung sein: einfach einen Schlauch nehmen und den Einzug beim Schalldämpfer nach außen leiten.
Hallo Sandra,
ganz großes Lob, dass Du dies hast prüfen lassen!
Hast Du den Arzt vielleich auf auf den Arsengehalt angesprochen, ob er etwas über die Dosis sagen kann?
Wenn es daran nicht liegt kann ich mir eigentlich nur noch ein Gift wie Ammoniak oder Schwefelwasserstoff vorstellen. Ersteres wäre der Fall, wenn etwa ein großer Fisch verschwindet und im Riff vor sich hingammelt, das sollte ein Test auf Ammoniak aber gut zeigen können.
Das zweite kann passieren, wenn unter Sauerstoffmangel die Bakterian anfangen, Schwefel zu atmen und sich dabei der Schwefelwasserstoff bildet. Typischerweise passiert dies in Pelletfiltern, die gestoppt wurden und genügend Futter und anderen Schmodder als organische Nahrung eingespült haben. Ohne Durchfluß wird der vorhandene Sauerstoff verbraucht und dann eben umgeschaltet.
Das riecht man eigentlich aber, da es übel nach Schwefel riecht.
Der Klassiker ist, wenn so ein Filter dann einfach arglos wieder eingeschaltet wird und es übel zu stinken beginnt.
Acrylglas und Plexiglas sind das gleiche Material, Kurzvergleich:
Acrylglas positiv:
Acrylglas negativ:
Hallo Burkhard,
wenn ich die Sonde ins Beckenwasser tauche klackert der Wert langsam hoch, bis er über 19,99 geht und den Meßbereich verlässt und dann 1 an zeigt. Wäre natürlich genial, wenn die Sonde auf bis zu 19mS fehlkalibriert wäre und so für nichts zu gebrauchen ist.
Mal sehen, was Hanna dazu sagt.
Läuft die UV noch auf hoher Leistung? Ich vermute, dass noch Reste von der Infektion besonders an den Kiemen der Fische hängen und die Infektion nur eingedämmt, aber nicht vollständig beseitigt ist.
Oft kommt es bei so einer Schwächung der Haut und der allgemeinen Verfassung auch zu Sekundärinfektionen, es ist nicht so selten, dass ein Fisch unter mehreren Parasiten leidet.
Auch die bekannten Tag- und Nachtschwankungen im pH werden durch die Adsorption des CO2 vor dem Abschäumer deutlich gemildert. Bei großen Abschäumern geht aber eine ganz hübsche Menge durch, das sollte man nicht unterschätzen.
Ich habe ein 200x70x60 Becken genau und da passt auch schon gut etwas rein. Allerdings deutlich weniger Fisch als in einem Süßwasserbecken gleicher Größe.
Sich Zeit zu nehmen ist am Anfang wirklich das beste, einfach erst mal Eindrücke aufschnappen, wo die Reise eigentlich hingehen soll.
Anstelle oder ergänzend zu den Solarpaneln würde ich auch eine Klimaanlage in Erwägung ziehen. Gerade im Sommer wird das Becken oft gefährlich heiß und dann verdunstet eine Menge Wasser heraus, mehr als aus dem Süßwasser gleicher Größe und dann kann es mit etwas Pech zu feucht werden mit Schimmelpilz und allem, was dazu gehört.
Was ihr braucht ist typischerweise:
- ein Abschäumer
- eventuell bei vielen Fischen ein Fließfilter, der den Abschäumer entlastet
- Strömungspumpen
- Heizstab und Lüftereinheit zum Kühlen in einer Hitzewelle
- automatische Regelung Heizung/Kühlung (kostet nicht viel)
- automatische Nachfüllung von Verdunstungswasser
- Osmoseanlage am besten mit nachgeschaltetem Harzfilter
- Beleuchtung, je nach Geschmack und Korallen LED, T5 oder Kombination
- Förderpumpe zum Rückpumpen des Wassers aus dem Technikbecken
- Ein Versorgungssystem für die Korallen (Balling, Ati Essentials, Triton, Sangokai, Kalkreaktor mit Spurenelementen)
Der Preis eines Fisches in einem Meerwasserbecken ist nur zum kleinsten Teil der Anschaffungspreis, die wahren Kosten stecken in den Korallen, die nötig sind, um die biologische Last seiner Fütterung aufzunehmen. Alternativ kann man mit Phosphatadsorber oder einen großen Algenrefugium oder Pelletfilter zahlen. Dieser Preis ist meist ein Vielfaches des Anschaffungspreises des Fisches selbst.
Aber erst mal würde ich schauen, was für Tiere euer Interesse wecken und dann, was an Becken und Technik notwendig ist, sie zu halten.
Hallo Johannes,
herzlich willkommen hier, mein Neid ist Dir schon sicher, wenn Du es Dir leisten kannst, ein Häuschen hinzusetzen und dann auch noch ein großes Meerwasserbecken aufzustellen.
Die Dimensionen sind eher für ein Süßwasserbecken als ein Meerwasserbecken geeignet, denn der große Unterschied im Meerwasser ist, dass die Strömung hier bedacht werden muss. Es ist sehr schwierig, in einem langen und schmalen Becken eine befriedigende Strömung herzustellen. Dies ist mit ein Grund, warum im Meerwasser die Becken meist deutlich tiefer sind als im Süßwasser.
Wenn Du etwas handwerklich begabt bist würde ich einen Unterschrank aus Aluminiumprofil und einer gedichteten Verkleidung empfehlen, diese ist einfach und flexibel aufbaubar nach genau den eigenen Bedürfnissen und sehr stabil.
Es gibt aber auch Bausätze von einigen Firmen, die das aus vorgefertigten Teilen konzipieren und versenden.
Ob Glas oder Acryl kommt auch viel auf die Tiere und die eigene Art der Beckenpflege an. Wenn man nicht alle ein bis zwei Tage die Algen geduldig runterschabt kann sich ein Kalkalgenbelag bilden, der nur mit viel Geduld und Mühe auf einem Acrylglasbecken wieder zu entfernen ist, sonst kommen schnell Kratzer herein. Da kann die Zeit nach einem zweiwöchigen Urlaub schon ein echter Nervenkitzel werden, wenn es an das Entfernen der Kalkalgen geht.
Auch einige Tiere wie Seeigel oder Papageifische oder Drücker können tatsächlich üble Macken ins Acryl fräsen.
Auf der anderen Seite ist die Optik unschlagbar und perfekt für Fotos.
Meine Empfehlung ist, erst einmal herauszuarbeiten, für welche Tiere Du Dich interessierst, sowohl Korallen als auch Fische und andere Wirbellose und danach zu überlegen, was für ein Becken dafür angemessen ist.
Eine grobe Daumenregel sagt, die Kosten für die technische Einrichtung eines Beckens sind etwa 10 Euro pro Liter Beckenvolumen. Für ein 500l-Becken sollste man also etwa 5000 Euro als Anfangsinvestition veranschlagen, und dann kommt noch der eigentliche Besatz dazu, der im Laufe der Zeit gerne noch ein paar Tausend Euro verschlingt. Auch die laufenden Kosten sind nicht ganz ohne.
Eine ganz wichtige Sache sollte man auch noch überlegen: die eigene Schmerzschwelle, wieviel Radau im Wohnzimmer akzeptabel ist. Durch die vielen Pumpen und Geräte gibt es reichlich Vibrationen, die Krawall machen können. Das hat schon so manchem das Becken später sehr vermiest bis zur Aufgabe.
Leise Komponenten sind aber oft recht teuer. Da muss man auch überlegen, wo da die Prioritäten sind.
SPS bedeutet viel Strömung und dies kannst Du am einfachsten durch eine Kreisströmung erreichen. Die Strömung muss also an den Außenrändern vernünftig entlangströmen, deshalb würde ich keinen Aufbau machen, der bis ans Glas geht. Lasse ca. 10 cm auf der Wandseite frei, das ist für die Rückströmung entlang der Rückwand, gleichzeitig auch der Rückzugsort für die Fische, wenn sie aufgeschreckt werden.
Die Hauptblickrichtung ist von vorne, deshalb bietet es sich an, die Deko von vorne nach hinten ansteigen zu lassen, auch wenn dies nicht so hoch werden sollte wie man anfangs meint. Bei einer Beckenhöhe von 60cm wird noch die Bodenscheibe abgerechnet und der Freiraum oben bis zurm Rand, dann hast Du nur 54-55cm Wasserstand, mehr nicht. Um den Korallen genügend Raum zum Wachsen zu geben, sollte die Gesteinsdeko nicht höher werden als etwa 25-30cm, damit die Korallen zumindest noch 25cm nach oben Platz haben. Das ist nicht so viel wie man vielleicht meinen würde.
Damit hast Du also schon die grobe Stellfläche, wo die Gesteinsdeko stehen kann und wie hoch sie werden kann. Vorne natürlich deutlich niedriger. Jetzt kannst Du nach Deinem Geschmack überlegen, ob dies Säulen sind, oder ein durchgehendes Riff mit vielen Spalten und Höhlen oder 2-3 einzelne Komplexe, welche später Reviergrenzen für die Fische bilden und Durchbrüche zwischen den Riffstrukturen bieten.
Lasse an den Scheiben immer genügend freien Wasserraum, damit die Strömung fließen kann.
Ich hoffe, es hilft Dir bei den Überlegungen.
Ein guter Aufbau hängt von vielen Faktoren ab. Sehr wichtig ist z.B., ob das Becken ein Raumteiler ist oder an der Wand steht.
Außerdem ist wichtig, welche Korallen den Hauptbestandteil des Besatzes ausmachen sollen. LPS mögen meist nicht so viel Strömung, SPS vertragen eine Menge Strömung und brauchen diese auch.
Dann nagele Dir aus Spanplatten eine große Kiste zusammen, die gut mit Schaumstoff ausgekleidet ist und transportiere das Becken darin. Das könnte klappen, aber eine Garantie, dass es nicht doch undicht wird würde ich nicht übernehmen.
Ich kann Dir den Plan B nur dringend empfehlen und natürlich: verhafte ein paar Aquarianer, welche Dir beim Schleppen und Fluchen helfen, nachher beim Grillen kann man wieder darüber lachen. ![]()
Hallo Alexander,
der Hauptgrund, warum ich zu einem neuen Becken rate ist das Alter der Silikonverklebung und die Gefahr, dass die spröde gealterte Silikonverbindung während des Transports durch die Ruckeleien leidet und am neuen Standort dann undicht ist.
Es ist natürlich ein großer Preissprung, wenn man Becken, Filterbecken und Unterschrank nicht übernimmt. Aber das Risiko ist eben wirklich recht hoch bei so einem alten Becken. Wenn Du es tatsächlich mit dem Becken versuchen möchtest, dann würde ich Dir zur Planung eines Falls B raten:
- ein temporäres Becken, das groß genug ist, um die Fische, Korallen und das LS aufzunehmen und per Schläuchen mit dem Technikbecken verbunden wird, wo ABschäumer, Heizer, RFP und Co drin sind. Das muss kein Glasbecken sein, es kann auch eine richtig großer Baubottich oder ähnliches sein, er darf nur nicht giftige Stoffe abgeben.
Ohne Spaß: im Notfall ein Planschbecken für Kinder, das wäre ziemlich gut mit der großen Fläche. Wenn es 50cm hoch ist und robust genug, dass es 40cm Wasser drin verträgt wäre das keine schlechte Lösung als Plan B.
- Ein Glaser, der sich bereit erklärt, das Becken auseinander zu nehmen und die Scheiben neu zu verkleben. Das sollte natürlich vorher abgeklopft werden, ob ein Glaser genügend Zeit und Spaß an der Freud hat, so einen Fall anzunehmen.
Das dürfte dann 2-3 Wochen dauern, in der die Fische und Korallen dann im Planschebecken spielen und die Frau nicht gut auf Dich zu sprechen ist, weil sie ständig um das Planschebecken herumlavieren muss, denn das steht natürlich im Haus und nicht im Garten. ![]()
Ganz wichtig auch: Du brauchst eine Transportschale für das Becken, welches die Stöße des Transports möglichst gut abfedert. Also eine Holzumschalung mit Polsterung innen, wo das Becken eingesetzt wird. Dann hast Du eine gute Chance, dass das Becken auch bei Ankunft noch dicht ist.
Hast Du einen kleinen LKW oder einen Wagen mit größerem Anhänger zur Verfügung? Die wirst Du für den Transport benötigen, da das Becken ja eine Seitenlänge von je 1,20m hat.
Hallo Christian,
dann "oute" ich meine Anlage mal auch:
Die eigentliche Osmose ist nur das weiße Zeugs auf der linken Seite, da siehst Du oben Osmosemembran und Vorfilter, eine Boosterpumpe (unbedingt empfehlenswert!!) und die drei Topffilter, die nur mit viel Fluchen und etwas Silikonfett dicht zu bekommen sind. Daneben dann die 3l-Harzsäule, die mit in dem Gestell steht und mit einer Halterung fest mit der Rückwand verbunden ist. Kann vorne ohne Werkzeug einfach gelöst werden, wenn ich z.B. das Harz austauschen möchte.
Unten in dem Gestell habe ich noch Teichfolie verbaut, damit ein undichte Verbindung oder ein Filter nicht auf den Boden Tropfen. Vor und hinter dem Harz sind die Sonden für den billigen TDS-Meter (ähnlich wie der Tunze).
Die zusätzlichen Kabel mit den blauen Hähnen sind das Spülventil und etwas Zusatzbau, mit dem ich erst das Wasser in die Harzsäule leite, wenn die Osmose schön sauberes Wasser liefert. Davor geht es in das Abwasser mit hinein.
So ein Gestell muss nicht sein, aber ich habe es schon richtig schätzen gelernt, dass die Säule nicht mehr umfallen kann und ein einem Stück mit der Osmose jetzt zusammen gehandhabt werden kann.
Das mit der EC-Pronto-Sonde von dem Hanna Leitwertmesser hat heute abend leider nicht geklappt. Vielleicht nächste Woche mal.
Komponentenliste:
Osmoseanlage Vista 400GPD (ca. 40l pro Stunde)
Gralla 3l Harzsäule lang (mit Anschlüssen für Osmoseschlauch)
Inline TDS Meter (2 Sensoren)
Das Gestell ist Eigenbau aus 20mm Aluprofil und wasserfesten Kunststoffplatten.
Hallo Burkhard,
Punkt 1 fällt aus, ich habe einfach eine Tasse Wasser genommen und den Fühler fast bis zum Kabel oben eingetaucht.
Punkt 2 ist deshalb deutlich wahrscheinlicher. ARGH!!!
Hallo Burkhard,
die mir gelieferte Sonde scheint im Arsch zu sein:
bei meinem Osmosewasser zeigt sie 0.00 an,
bei meinem harten Leitungswasser 0.81µS.
Was für einen Käse haben die mir da geliefert?!?
Auf die Osmose habe ich die Sonde leider noch nicht basteln können, dann wird es wohl ein Rohrstück hinter dem Osmoseschlauch werden. Aber dieser Sensor ist wohl etwas daneben.
Es gibt noch eine Chance, dass ich das Netzteil vertauscht habe, aber irgendwie glaube ich nicht daran.
Hallo Burkhard,
klicke doch einfach mal auf den Ebay-Link und lese Dir die Beschreibung durch. In der Konfiguration sind drei Membranen mit je 200 GPD verbaut. Deshalb parallel. ![]()
Hallo Christian,
die Parallelschaltung von den Osmose-Teilen ist relativ neu, ich kann mir aber vorstellen, dass es ziemlich übel ist, wenn Du herausfinden möchtest, welche der Membranen kaputt ist, wenn Du merkst, dass zu viel durch die Membran geht. Oder Du tauscht halt alle drei Membranen gleichzeitig.
Die Qualität mit dem Inline-TDS-Meter zu prüfen macht Sinn und habe ich bei mir auch eingebaut. Ich habe hier aber nicht Tunze genommen, sondern einen günstigen Anbieter von Ebay, die Technik ist dabei größtenteils die gleiche, nur ist der Chinaanbieter halb so teuer. Es reicht, um den Wert hinter der Osmose zu überprüfen, ob die Membran in Ordnung ist.
Bei den Harz-Töpfen habe ich immer pochende Stirnadern bekommen beim Versuch, sie dicht zu bekommen und letztendlich habe ich eine 3l-Filtersäule von Gralla dahintergesteckt, mit der ich jetzt jahrelang sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
Vor ein paar Tagen habe ich mir ein deutlich besseres Leitwertmeßgerät angeschafft, bastele aber noch daran, es zu integrieren. Dieses wird dann hoffentlich deutlich präziser anzeigen, wie der Leitwert im niedrigen Reinwasserbereich wirklich ist. Dies ist nämlich bei den günstigen Inline-TDS-Metern nicht wirklich messbar.
Gehe davon aus, dass Du etwa einen Liter pro Minute schaffst mit der Anlage, meine 400 GPD-Osmose schafft ungefähr 40l pro Stunde bei recht hartem Wasser.
Bei mir läuft ein DC 200 bei 25cm Wasserstand völlig problemlos (allerdings auch die regelbare Speedy). Ich habe allerdings auch eine sehr hohe Fischlast für ein 500l-Becken und entsprechend nährstoffreiches Wasser. Nach einem Wasserwechsel von 50 Prozent hat es einige Zeit gedauert, bis die Schaumsäule sich wieder normal gebildet hatte.
Hallo Alexander,
was ich an Fischen sehen kann:
2 x Amphiprion percula (Trauerband-Anemonenfisch)
1 x Zebrasoma velifer (Pazifischer Segelflossendoktor)
1 x Zebrasoma flavescens (Hawaii-Doktor)
2 x Chrysiptera hemicyanea (Arzur-Riffbarsch)
Einen Falter sehe ich nicht.
Tangit sollte etwa einen Tag trocknen, besser noch zwei Tage. Im Notfall gibt es aber auch einen Schnelltangit, der deutlich weniger Zeit braucht, der muss aber erst bestellt werden, meist bekommt man in den Geschäften nur den normalen Tangit.
Die Betriebskosten für ein großes Becken sind enorm, da sind einige Punkte gut zu überdenken und abzuklopfen, bevor man sich so einen großen Pott aufstellt. Nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die laufenden Kosten.
Wenn all das kein Problem ist dann sollte man ehrlich mit sich sein und die laufenden Kosten von 200-300 Euro pro Monat gut bedenken. Da ist dann noch keine Koralle oder Fisch gekauft, das sind dann nur die laufenden Kosten aus Strom, Wasserwechsel, Wasser, Futter, Balling, Filter usw. Denke bitte immer daran: der wahre Preis eines Fisches ist nicht in Euro an der Kasse bezahlt, sondern in Korallen, welche die Nährstoffe umsetzen und den Filtern, welche die Nährstoffe rausholen, die nicht in Biomasse umgesetzt wurden.
Ein Meerwasserbecken verträgt erheblich weniger Biomasse in Form von Fischen als ein Süßwasserbecken, deshalb muss man sich ziemlich beherrschen im Laden, wenn da ein schöner Fisch nach dem anderen schwimmt.
So eine Investition liegt oft im Bereich von 10Euro pro Liter nur für Technik, keinen Besatz. Da würde ich noch etwas mehr Zeit investieren und auch mal ein paar Besuche bei Aquarianern in der Nähe erfragen, sonst kann die Enttäuschung sehr groß sein.
Lasse Dir lieber noch etwas Zeit für die Planung und lasse Dich nicht unter Druck setzen, weil gerade ein Becken aufgelöst wird.
Erst einmal etwas Durchblick verschaffen, was für Tiere Du überhaupt pflegen möchtest und dann kannst Du drangehen zu planen, was für ein Becken dafür notwendig ist, welche Tiere zusammenpassen und wie die notwendige Technik aussieht.
Das sieht schon nach Algen aus, allerdings ist das Foto doch ziemlich unscharf, wirklich erkennen kann man nicht viel. Rote Cyanos sind auch etwas zu sehen, aber nicht unbedingt kritisch. Auch die grünen Algen betreiben Fotosynthese und haben diese Luftperlen während der Beleuchtungsphase.
Ich hatte bei mir über ein Jahr lang heftig Kugelalgen, bis ich vor kurzem erst nach den Dingern suchen musst, weil kaum noch welche da waren. Wie sieht es mit Seeigeln aus als Mähmaschinen? So ein Pfaffenhut oder Kugelseeigel kann schon einiges wegräumen. Auch größere Schnecken wie die Turbo fluctuosa sind gute Algenvernichter.
Algen haben einen langen Atem, wenn man versucht sie auszuhungern gehen erst alle Korallen kaputt, bevor die Algen eingehen. Deshalb kann man da nur Geduld und teilweise auch mal andere Fressfeinde ausprobieren und diesen dann auch Zeit geben! Nicht jeder Algenfresser geht an jede Alge ran. Es gibt einige Algen bei mir im Becken, da gehen weder die Seeigel noch die Krabben oder die Schnecken dran, auch die Fische lassen diese liegen. Bryopsis ist dafür berüchtigt, aber es sieht nicht nach Bryopsis aus.
Hallo Alexander,
Du hast Dir ein schönes, aber auch etwas kompliziertes Hobby gesucht und fängst direkt mit einer kritischen Sache an: einem Umzug, der am gleichen Tag noch abgeschlossen sein soll.
Grundsätzlich geht das, aber... nur, wenn es 1:1 wieder aufgebaut werden soll. Ist das nicht der Fall wird es immer länger als man denkt, und dann braucht man unbedingt einen Plan B. Dieser Plan B kann z.B. ein großes Gefäß wie eine Regentonne sein, in der erst einmal alles Wasser reingesetzt wird, um Korallen und Fische zwischenzulagern.
Im Allgemeinen sagt man, dass man nach 10 Jahren damit rechnen muss, dass das Silikon undicht werden kann. Dies tritt natürlich gerne auf, wenn das Becken dann mit Ächz und Uff rumpelt durch die Gegend transportiert wird. Allein deshalb würde ich schon dazu raten, ein neues Becken anzuschaffen.
Ganz ehrlich würde ich das Becken nicht übernehmen, sondern ganz in Ruhe und genau nach meinen eigenen Präferenzen selbst aufstellen. Das Filterbecken auf dem Foto ist sehr hoch, ich nehme an 50cm. Wenn dieses jetzt im Wohnzimmer unter dem Schaubecken aufgestellt wird, dann kann die Bedienung im Technikschrank unter dem Becken schon sehr eng werden.
Wenn Du jetzt schon das Schaubecken, das Technikbecken und die Verrohrung neu machen musst, dann würde ich gerade beim Besatz lieber meine eigenen Vorstellungen verwirklichen.
Der gelbe Zebrasoma ist noch so gerade mit Auge zudrücken hinnehmbar, aber der Segelflosser wird eine Wuchtbrumme und ist für eine Becken dieser Größe nicht geeignet.
Möchtest Du es dennoch mit dem Becken probieren brauchst Du ein paar kräftige Helfer, die Dir beim Abbau und Aufbau mit etwas Fachverstand und Material helfen.
In groben Zügen würde es so ablaufen:
- Wasser wird so weit wie möglich in Kanister abgefüllt für den Transport, bis nur noch gerade so viel Wasser drin ist, dass die Fische einigemaßen schwimmen können.
- Korallen von den Steinen lösen oder wenn es nur kleine Steine sind mit den Steinen in Transportbehälter verpacken, natürlich mit genügend Wasser
- Lebendgestein ohne Wasser, nur feucht in Styroporkisten für den Transport setzen
- Fische fangen und in Transportbeutel/Eimer mit Deckel setzen.
- Ein oder zwei Handvoll Sand mitnehmen, den Rest nach Bodentieren wie dem grabenden Seestern und Schnecken oder Lippfischen durchsieben, der Rest vom Wasser und Sand wird verworfen. Im Sand steckt eine Menge Modder, der die Wasserwerte durcheinander bringt, wenn man ihn in das neue Becken mitnimmt.
Becken von Dreck befreien und die Verrohrung und Technik lösen und zum Abtransport bereit stellen.
Am neuen Standort muss die Verrohrung schon vorgeklebt sein, damit sie nur noch in der Länge angepasst werden muss und direkt montiert werden kann.
Steine wieder im Becken aufbauen und Wasser rein
wegen des verworfenen Wassers brauchst Du zusätzlich angesetztes frisches Wasser.
Technik, vor allem Strömungspumpen und Rückförderpumpe in Betrieb nehmen und den Abschäumer und Heizstab laufen lassen, damit Sauerstoff ins Wasser kommt.
Wasserwerte messen, genau gesagt Temperatur, Dichte Ammoniak/Ammonium und pH.
Korallen reinsetzen und befestigen. Genügend Kanülen und Gummibänder dafür besorgen.
Wenn es nicht länger als etwa 4-5 Stunden gedauert hat jetzt die Fische wieder ins Wasser setzen mit ewas anpassen.
Jetzt kann der Rest der Technik folgen wie automatische Wassernachfüllung, Dosierpumpen, und Filter.
Im Allgemeinen ist das eine Sache, die bis spät abends läuft, wenn alles gut geht.
Lasse Dir ruhig von einigen erfahrenen Helfern mit Rat und Tat helfen, die haben dann auch genügend Sachen wie Styroboxen und Kanister und Eimer und können die Technik schnell aufsetzen.
Das sieht definitiv nicht richtig aus. Die Einleitung des Luft-/Wassergemisches muss in das innere Rohr komplett durchgeführt werden, hier sieht es so aus, als ob der Stopfen von der Pumpe VOR das innere Rohr geht.
Hier habe ich ein Bild von meinem DC ohne die äußere Hülle:
Ich hatte ein ähnliches Phänomen, als ich das innere Rohr, was hier zu sehen ist, etwas rotiert aufgesetzt habe, so dass das rote Zuleitrohr vor dem inneren Rohr endete.
Unten das äußere Rohr sollte frei von Blasen sein, diese werden nur ins innere Rohr geleitet.
Kann sein, dass dies ein Foto vom DC250 ist, der ist aber genau gleich aufgebaut wie der DC200.
Ist jetzt leider nicht so gut sichtbar, aber hier habe ich noch ein Foto, wo man den Abschäumer laufen sieht:
Der weiße äußere Ring ist klar sichtbar und der Schaum ist nur im inneren Rohr.
Das ist jetzt unabhängig davon, ob es eine Speedy ist wie bei mir oder eine RD1 als Pumpe.
Der Aufbau sieht am Anfang ohnehin nicht so besonders aus, denn schließlich wird er durch die auf ihm wachsenden Korallen erst vollständig, deshalb sieht er anfangs ohnehin etwas karg und klein aus.
Wenn das nicht der Fall ist kannst Du davon ausgehen, dass der Aufbau zu groß ist. ![]()
Das kommt auf das LS selbst an. Wenn es massive Klötze sind kann es auch 50kg sein, bei leichten luftigen Platten und Ästen reichen eventuell auch 15-20 kg aus.
Dein größeres Problem wird eher sein, dass es im Augenblick praktisch kein frisches LS gibt, da der Import von Indonesien wegen eines Export-Verbots zum Erliegen gekommen ist. Wann dieser Bann gehoben wird wissen nicht einmal die Bürokraten dort, die den Grabenkrieg eröffnet haben.
Deshalb gibt es im Augenblick leider kein gutes LS.
Sehr schön! Freut mich, dass der Neustart jetzt besser geglückt ist.
Wenn Du dann über die Lautstärke der Pumpe etwas berichten würdest wäre das klasse.
Danke für die Erklärung. Ohne diese Erläuterung konnte ich die beiden Links leider nicht zuordnen. Mein Hauptproblem war, dass das Stichwort "Empfehlung: Tunze 1073.060" dort fehlte und ich dann nicht wusste, was ich mit den Links anfangen sollte.
Der einzige andere Hinweis auf die Tunze kam von Andreas6789, der die Tunze 1073.050 ins Spiel brachte, deshalb dachte ich, dass Du Dich auf diese Pumpe beziehst.
Kannst Du etwas bezüglich der Lautstärke sagen, wie die sich im Vergleich zur Jebao verhält?
Danke! Irgendwie kann ich leider eine Gebrauchsanleitung nicht als Antwort einordnen zu dieser Frage. Die erste Pumpe, die dort steht, ist die 1073.008, die bringt laut Diagramm Seite 6 eine Leistung von 0 Liter bei 1,5m Förderhöhe, die 1072.02 schafft dann immerhin 600 Liter, die 1073.04 macht dann bereits 1500l, die 1073.05 soll 1800l machen, die 1073.06 soll dann 3000l schaffen.
Ich habe den ganzen Thread jetzt noch einmal drei mal durchgelesen und vermute, dass Du eine Empfehlung für eine Tunze aussprechen möchtest. Eventuell die von Thomas angesprochene 1073.05, die dann die 1800l pro Stunde macht?
So ganz kann ich Deine etwas wortkarge Antwort noch nicht zuordnen. ![]()
Ähhh... wie war noch mal die Frage?!?
Feinschmeckerkatze: habe lebendes Sashimi entdeckt! Wann wird es aufgetischt!?!
Eh? Das muss ich jetzt aber genauso zurückfragen: welche Probleme waren bei dem Farbspektrum und wer hat das wie gemeldet?
Auf die Weise können wir ein sehr langes Ping-Pong-Spiel betreiben.
Aber wenn wäre ohnehin meine Empfehlung wie Harry ja auch schon gesagt hatte die Aurora Hybrid, weil sie eine ganz anders flächige Beleuchtung bietet, während die Vervve nur zwei Cluster hat. Das führt bei einem SPS-Becken deutlich schneller zu Selbstabschattung.
Vermutlich aus dem gleichen Grund wie viele andere auch, wenn sie etwas empfehlen: sie haben gute Erfahrungen gemacht.
Das wirst Du nicht verhindern können. Selbst bei einem Transport von einem Aquarium zum neuen Wohnort etwa sollten Pärchen zusammen in einem Beutel transportiert werden, damit sie sich nicht entfremden.
Riffmörtel gibt meist einige Stoffe ab, das kann kaum verhindert werden, deshalb würde ich raten, die getrockneten vermörtelten Steine erst ein paar Tage in einem Behälter mit Meerwasser zu wässern, damit der erste große Schwung nicht mit ins Aquarium geht. Das ist sehr wichtig, wenn Du ein System wie Triton ohne Wasserwechsel hast, bei regelmäßigen Wasserwechseln ist es nicht so kritisch.
Es sollte schon im gleichen Tagesrhythmus beleuchtet werden wie das Hauptbecken, denn wenn Du den Fisch zurücksetzen möchtest sollte er nicht auch noch mit einem verschobenen Tagesablauf zu kämpfen haben.
Kommt auf Dein Technikbecken an. Ich habe bei mir im Technikbecken auch noch ein Algenrefugium, wo seit Jahren ein Pärchen Okinawa-Grundeln lebt. Allerdings ist die Technik bei mir sehr leise (RE Speedy als Pumpen).
