Beiträge von Sandy Drobic

    Hallo Paderküste,

    mangels irgendwelcher Fotos kann ich zu den erwähnten Mängeln keine Stellung nehmen, vermute aber, dass die augenblickliche Hitze auf beiden Seiten die Gemüter schon gut auf Temperatur gebracht hat, und dann führt schnell ein Wort zum anderen. Wie es eben in den Walt hineinschallt kommt es auch oft wieder heraus.

    Ich versuche gar nicht erst, in dieser Hitze mit Silikon zu arbeiten, obwohl ich wirklich mein Becken auch fertig stellen möchte.

    Ich würde vorschlagen, Du regst Dich erst einmal etwas ab und denkst dann noch einmal darüber nach. Wenn Du wegen einer gar nicht mit der eigentlichen Aquaristik zusammenhängenden Sache schon die Flinte ins Korn werfen möchtest brauchst Du für die Meerwasseraquaristik ein dickeres Fell. Da kommen schnell ein paar Enttäuschungen zusammen, die auch teils sehr viel Geld und Tierleben kosten können. Mit 50 Prozent Verlust bist Du da noch halbwegs gut weggekommen.

    Also gönne Dir ein kaltes Bier, fluche über schlechte Menschen und hoffe, dass keine "bösen" Tiere demnächst in Deinem zukünftigen Traumbecken leben werden, das von einem besseren Beckenbauer dann gefertigt wird.

    Und vielleicht wirst Du dann auch nicht in den Thread eines anderen hineinplatzen und dafür einen eigenen Thread aufmachen. :smiling_face:

    Hallo Cris,

    eröffne am besten einen eigene Beckenvorstellung, sonst gibt es ein großes Gemuddel mit den Beiträgen von Thomas.

    Wenn keine hohen Ammoniakwerte messbar sind, Temperatur und Dichte stimmen, dann rein mit den ersten robusten Korallen. Bei den RRR erwarte ich keine messbaren Ammoniakwerte, aber messen ist immer besser.
    Einfahren findet nicht vor dem Einsetzen der Korallen statt, sondern dauert, bis das Mikroleben sich im Gleichgewicht befindet. Dies kann teils mehrere Monate dauern.

    Hallo Thomas,

    an Steinen ist eigentlich genügend Material drin, auch von der Höhe ist das völlig ausreichend, da die später hinkommenden Korallen das Bild noch deutlich verändern werden. Für Korallen gibt es auch genügend Stellplätze, von daher ist alles gut.

    Wo ich jedoch etwas ein Manko sehe sind Unterkünfte für Fische. Die großen Klötze bieten keine Rückzugsräume für die Fische, und das kann zu richtig Ärger führen, wenn die Fische um die wenigen Unterkünfte sich streiten. Da Dein Becken oben offen ist kann dies zu vermehrten Sprüngen aus dem Becken führen.
    Eine kleine Platte in der Mitte würde z.B. eine Höhle schaffen, Fische lieben solche Höhlen. Oder eine kleine Platte seitlich angelehnt an den Stein.

    Der Knackpunkt dürfte der Temperaturunterschied sein. Je größer dieser ist, desto mehr Aufwand (=Energie) ist notwendig für diesen Wärmetransport. Desto schlechter wird dann auch der Wirkungsgrad.

    Von daher ist die schöne Effektivität im Laufe des Jahres schnell dahin und von den Zahlen bleibt nicht viel mehr als ein Traum.

    Über den Wirkungsgrad bin ich schon gestolpert, als ich nach einer Gefriertruhe suchte, die zumindest -30°C erreicht, um das Frostfutter etwas längerfristig lagern zu können. Das einzige, was ich in der Region gefunden habe, war eine Gefriertruhe für wissenschaftliche Zwecke, die heftig Strom gefressen hatte. Ich hatte die Kosten für eine relativ kleine Truhe auf über einen Euro pro Tag hochgerechnet nur für Strom.

    Was mich daran erinnert, dass ich unbedingt meinen Gefrierschrank enteisen muss.

    Hallo Hans-Werner,

    ich hatte ja schon vorher geschrieben, dass beim Kühlen, die Energie nicht gewandelt, sondern nur wegtransportiert wird. Wenn die Wärme nicht nach draußen abgegeben werden kann wirst Du den Raum nicht kühlen können. Dann hast Du nämlich den Entfeuchter-Effekt.
    Beim Heizen kannst Du den Raum als System nehmen und Energie in Form von Elektrischer Leistung einbringen. Beim Kühlen darfst Du den Raum nicht als einzelnes sehen, sondern musst die Umgebung, wohin die Wärme abgegeben wird, ebenfalls als Teil des Systems sehen, dann wird schnell klar, dass keine Wärmeenergie vernichtet, sondern nur umverteilt wird. Deshalb auch kein Perpetuum mobile.

    An elektrischen Heizern stört mich auch enorm die hohen Kosten. Ob ich den Raum mit einem elektrischen Heizer aufwärme oder mit Gas/Öl über den Heizkörper ist ein enormer Unterschied später auf der Rechnung.

    Das ist auch der Grund, warum in mein Bastelraum im Winter die Heizung läuft und nicht nur das Becken dort mit den Heizstäben auf Minimaltemperatur gehalten wird.

    Insgesamt ist es eigentlich fast immer besser und sinnvoller den Raum zu temperieren und nicht nur das Becken, gerade wenn es etwas größere Becken sind.

    Ich habe leider nicht die Möglichkeit, eine Split-Anlage fest zu verbauen, da ich nur zur Miete wohne. Deshalb behelfe ich mir mit einem alten Monoblock, der auf einem Stuhl steht, den Abwärme-Schlauch aus dem Fenster hängen hat und so das Kondenswasser in einen 20l-Kanister ablassen kann.
    Damit kann ich zumindest erreichen, dass die Luft nicht gesättigt ist und so mit einem Lüfter weiter das Aquarium runtergekühlt werden kann. Bisher bin ich sogar ohne Lüfter ausgekommen, einfach über die Kühlung des Raumes.

    Während der normalen Hitze bis 30° hat es sogar gereicht, nachts zu Lüften, was jetzt mit den tropischen Nächten deutlich über 20°C natürlich nicht mehr geht.

    Sollte ich noch einmal umziehen wird eine vernünftige Klimaanlage definitiv zu den Punkten gehören, die abgeklopft werden. :pouting_face:

    Es ist halt ein großer Unterschied zwischen einem Heizstab, der elektrische Energie umwandelt in Wärmeenergie und einer Wärmepumpe, welche die Wärmeenergie nicht umwandelt, sondern nur an einen anderen Ort transportiert.

    Bei mir brauche ich etwas mehr, da mein H. marginatus nun einmal im Sand schlafen möchte. Dann ist die Durchströmung auch vorbei und der grobe Sand kann leider einiges an Detritus aufnehmen.

    Gibt es hier Leute, die z.B. alle ein bis zwei Jahre den Sand gegen neuen durchtauschen, um den Detritus loszuwerden?

    Seufz, dafür habe ich groben Sand mit reichlich Detritus drin, so groben Sand werde ich nicht noch einmal einbringen. Bin froh, wenn das große Becken denmächst wieder startet, dann kann der H. marginatus rüberwandern und der grobe Sand fliegt raus. Dann kommt, wenn überhaupt, nur noch eine dünne Schicht von dem feinen Ati Sand rein. Oder ich versuche es auch einmal mit bodendeckenden Korallen wie Montis.

    Hallo hajo,

    ich füttere sehr viel, allein schon, um die Kaiser nicht auf blöde Gedanken kommen zu lassen. Da ist einiges abgefallen für grabende Bedenbewohner.
    In der Zeit, wo keiner Jagd auf die grabenden Seesterne machte, haben die sich bei mir gut gehalten, dank meiner Fütterei.

    Meinst Du bei den Seeigeln die Herzseeigel oder Sanddollar? Die hatte ich nicht ausprobiert. Vielleicht wären die dem roten Diadem zum Opfer gefallen. Die einzigen Seeigel, die ich jetzt habe sind zwei Pfaffenhut und ein Lanzenseeigel, die seit anderthalb Jahren im Becken sind.
    Außerdem noch der sehr große Schlangenstern, den ich aus dem alten Becken noch mitgenommen habe. Grabende Schnecken habe ich nicht eingesetzt, nur ein paar sind von einer Beckenauflösung mit ins Becken gewandert und scheinen sich zu halten.

    Meine Probleme mit grabenden Seesternen hatten eher andere Natur. Zuerst hat der rote Diademseeigel eifrig Jagd auf sie gemacht und dann hat auch noch der Rauchkaiser sie attackiert. Dabei waren das keine kleinen Seesterne. :loudly_crying_face:

    Weiss bleibt der Sand nur, wenn er auch regelmäßig durchgearbeitet wird etwa von grabenden Seesternen, sonst siedeln sich wie üblich Algen und Mikroorganismen an, welche den Grund überziehen.

    Hallo Burkhard,

    ich musste gerade lachen, als ich Deinen Beitrag las. Das ist mir nämlich vor ein paar Jahren genauso passiert. Ein großes Salatblatt zwischen die Klemmen gesteckt und mit dem Saugnapf an die Scheibe geheftet. Als die Strömung dann das Blatt waagerecht legte und etwas flattern lies peitschten alle Fische auf schnelltem Wege ins Riff in Deckung, da schien ja ein kapitaler Fisch rumzuschwimmen. Besser, alles geht erst mal in Deckung!! :grinning_squinting_face:

    Seitdem sind die Fische gewachsen und nicht mehr so nervös, aber trotzdem mache ich die Form lieber gebündelter und kleiner, um genau den Killersalatblatt-Effekt zu verhindern. :face_with_tongue:

    Er lebt normalerweise räuberisch und mordet gerne Schnecken. Teilweise haben Aquarianer aber auch berichtet, dass sie jahrelang nichts von dem Wurm mitbekommen haben und ihn erst beim Ausräumen des Beckens entdeckten.

    Ich würde empfehlen, ihn zu entfernen.

    Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Leopardenstrudelwurm. Leider hast Du nicht dazugeschrieben, ob das gezeigte Bild nun 5cm oder unter dem Mikroskop tausendfach vergrößert in Realität nur 0,0005cm groß ist. :face_with_tongue:

    Da funktioniert etwas noch nicht. Der Einlauf über die Rohre geht in die Vorkammer und läuft dann auf die Scheibe mit den zwei runden Ausschnitten, in denen vermutlich Filtersocken erst einmal den Schmodder etwas entfernen sollen. So sollte es zumindest sein, aber die Vorkammer geht komplett hoch?!?

    So ganz kann ich dem Wasserfluß nicht folgen. Es soll wohl in einer S-Kurfe erst bei den Rohren einlaufen, über die Filtersocken ins Refugium gehen, danach dann zum Abschäumer überfließen und als letztes in das Pumpenabteil laufen.

    Aber die Anordnung der Scheiben spiegelt dies nicht wieder.

    Ich denke, das Auftauen während des Transports von nicht gekühlter Ware wird allgemein immer noch zu sehr utnerschätzt. Damit meine ich den Transport durch den Spediteur/Importeur, nicht den Transport durch den Frostfutterversender zum Endkunden. Qualitativ gutes Futter ist jetzt im Sommer praktisch nicht zu bekommen.

    Diese Anzeichen kenne ich ebenfalls, ähnliche Symptome hatten meine Fische vor ein paar Jahren gezeigt, als der Befall am Abklingen war. Einige Fische zeigten dieses kurze Schütteln und Zucken, andere dagegen gar nicht. Dafür hatte es aber zusätzlich auch Verhaltensstörungen wie Hospitalismus mit Scheibe hoch- und runterschwimmen und den Tunze-Kreisel beim Lippfisch gegeben, der ständig um die Pumpe gekreist war. Meine Palette hatte als Sekundärinfektion am Schwanzwurzelbereich noch eine Verpilzung bekommen, die sich auch später nicht mehr zurückgebildet hatte. Das war die einzige dauerhafte Veränderung.

    Bei den anderen Fischen hatten sich Symptome noch Monate nach dem akuten Befall gezeigt, sind im Laufe der Monate aber immer weiter zurückgegangen.

    Ein Zwergkaiser war gestorben, die übrigen Fische sind durchgekommen.

    Habe ich lange gemacht, im Augenblick brauche ich aber noch die Ati Essentials auf. Triton ist eine Methode für nährstoffarme SPS-Becken, die auch viele Vorgaben bei der Technik macht, etwa den hohen Durchsatz (8-10fache des Beckenvolumens) durch das Technikbecken, starke Abschäumung und großes Algenrefugium.
    Ohne Wasserwechsel geht es auch bei Triton nur, wenn die SPS gut wachsen und das Verhältnis Ca, kH stabil bleibt.

    Bei der Tritonmethode gehört es dazu, fordert aber auch seinen Platz im schon knappen Technikschrank. Auch dieses muss gepflegt werden, kann aber auch als Notquartier für Bewohner dienen. Seit über vier Jahren etwa leben dort ein Pärchen Okinawagrundeln, die durch ihr Laichen sonst die SPS zernagen würden und ich deshalb von einem Freund aufgenommen habe.

    Hallo hajo,

    ich denke, das größte Problem ist, dass es ein sehr langwieriger Weg ist und die meisten vorher die Flinte ins Korn werfen. Zeige mir den, der sich teilweise Jahre lang mit einem Problem beschäftigt. Diese Langmut und Hartnäckigkeit ist heute sehr selten.

    Hallo hajo,

    ich habe inzwischen leider einige Becken gesehen, wo der Einsatz von fischigen Fressfeinden zusammen mit "beckengerechter" Fütterung zu zwergwüchsigen und stinkigen Fischen geführt hat.

    Leierfische gehen anscheinend auch nicht an die Waminoa ran, die auch viel auf Korallen sitzen, da bleiben dann z.B. meist nur die Lippis der Halichoeres-Gruppe übrig, die nicht in kleine Becken gehören.

    Häufig ist allerdings auch das Problem vor dem Becken und nicht im Becken. Nämlich die mangelnde Geduld des Besitzers, der SOFORT sein Becken schön sauber sehen möchte. Meine Kugelalgen etwa habe ich über ein Jahr lang einfach ausgesessen, bis sie vor kurzem dann zum größten Teil einfach verschwanden. Vielleicht hat mein Paar Percnonkrabben ja endlich aufgeräumt. :face_with_tongue: Sind ja auch keine Maschinen, die per Knopfdruck anfangen zu arbeiten.
    Ebenso wie die Glasrosen, die einfach verschwanden und von den Rauchkaisern niedergemampft wurden. Das hat auch viele Monate gedauert, bis die Kaiser sich dazu bequemt hatten.

    Diese Geduld haben heute einfach zu wenig Leute.

    Das andere Problem ist, dass man nicht beliebig Problemlösungen in Form von Tieren "durchprobieren" kann, da der Platz und die bestehende Gesellschaft weiteren Besatz limitieren. Mein kleiner Stinkstiefel von Eiblizwergkaiser hat z.B. einen zugesetzten H. chrysus so unter Druck gesetzt und gehetzt, dass er aus dem Becken gesprungen ist.
    Dazu kommt, dass man erst einmal aus den Vorschlägen zur Bekämpfung sieben muss, um realistische Mögichkeiten von den sich abzuzeichnenden Katastrophen zu trennen.
    Gegen die Seeaster wurde mir z.B. auch der Einsatz eines Fledermausfisches (Platax batavianus) empfohlen, den ich auch im 800l-Becken mit nur 60cm Höhe nicht einsetzen möchte, ganz zu schweigen von der enormen biologischen Last, wenn so ein Fisch seine Endgröße annähernd erreicht.

    Diese Vorschläge wirklich zu recherchieren, zu vergleichen und mit den eigenen Gegebenheiten realistisch gegenzuhalten scheint für viele Aquarianer eine sehr hohe Hürde zu sein. Es ist nicht einfach, das muss ich zugeben.

    Hallo hajo,

    generell stimme ich Dir zu, nur haben viele das Problem, dass sie keine Becken haben, die groß genug für die einschlägig bekannten Fressfeinde sind. Ich habe mit viel Erfolg einen hübschen kleinen Falter gegen die Seeaster eingesetzt. Es hat ein paar Monate gedauert, aber jetzt sind die Seeastern so stark reduziert, dass ich daran denken kann, die letzten Exemplare manuell zu vernichten, was bei den Teppichen vorher gar nicht möglich war.

    Der vorher so kleine Falter ist jetzt aber nach fast einem halben Jahr gar nicht mehr so klein, weil er natürlich auch gut Frostfutter von mir bekommt und fröhlich wächst. Der Halichoeres marginatus frisst zwar keine Strudelwürmer mehr, aber schwimmt mit schöner Größe weiterhin seine Bahnen in dem für ihn doch schon sehr kleinen 500l-Becken.

    Von daher muss man auch hier mit den Empfehlungen immer auch hinterfragen, ob denn die Voraussetzungen gegeben sind, so ein Tier auch über längere Zeit zu halten.

    Was ich persönlich auch nicht sehr schön finde ist die typische Empfehlung, den noch kleinen Fisch nach der Beseitigung der akuten Katastrophe wieder weiterzugeben als "Problemlöser-Wanderpokal". Ganz abgesehen davon, dass die unerwünschten Gäste sich wieder vermehren werden, wenn der Fressdruck verschwindet.
    Wenn man einen Fisch kauft übernimmt man die Verantwortung für ihn, und das für meist sehr viele Jahre.

    Du kannst eine lebende Koralle nicht "reinigen" oder "desinfizieren". Das ist eine falsche Erwartungshaltung.

    Wenn die Korallen nicht durch eine längere Quarantäne gehen sollen kommt der Schmuh garantiert mit ins große Becken. Da gibt es leider keinen schnellen Waschvorgang, der die Korallen porentief reinigt und dann schön sauber und farbecht im neuen Becken strahlen lässt.

    So ein Bad vor dem Einsetzen ist tatsächlich als Minimalanforderung zu sehen. Nicht ohne Grund setzen deshalb viele auf eine Reihe von Fressfeinden, die solche Probleme einfach auf die Speisekarte setzen.
    Wenn diese Möglichkeit nicht gegeben ist kann man eigentlich nur beten oder eine längere Quarantänehaltung vornehmen.

    Das kommt auf die Gestaltung Deiner Deko an. Im Augenblick komme ich mit einer Stream3 in einem 500l-Becken locker aus, allerdings "schiebt" da auch noch eine Speedy als RFP kräftig mit.

    Wichtig ist, ob das Wasser wirklich kreisen kann oder ob Strömungshindernisse dies verhindern.

    Da hat es schon einige Berichte gegeben, unter anderem auch von professionellen Importeuren, welche berichtet haben, dass die meisten dieser Quarantänebäder bei dem einen oder anderen Schädling versagt oder auch die Koralle geschädigt/getötet haben. Da gehen die Korallen dann durch mehrere Bäder durch, wenn sie diese vertragen.

    Die andere Option wäre ein passender Lippfisch als Fressfeind, wobei diese meist ein recht großes Becken brauchen und dies auch teils nur in der Jugendzeit machen. Mein Halichoeres marginatus etwa hat vor ein paar Jahren das Becken von Waminoa befreit, interessiert sich heute aber keinen Deut mehr für die ollen Dinger.

    Das macht Sinn und sollte sogar das übliche (IMMER!!) verwendete Verfahren sein. Wenn bekannt ist, dass unerwünschte Gäste wie Turbellarien oder anderes auf den Korallen ist, dann würde ich sogar noch ein kleines drittes Becken vorschlagen mit kleiner Ausstattung, wo die Korallen ein paar Wochen zwischengeparkt werden und darauf beobachtet werden, ob die Planarien wirklich raus sind oder (weit wahrscheinlicher) doch wieder ein paar Exemplare erscheinen.

    Dann wird das Quarantänebecken halt noch einmal geleert, desinfiziert und neu gefüllt, und die Korallen gehen noch einmal durch das Bad. Notfalls eben so lange, bis keine Planarien mehr auftauchen.

    Im Prinzip kannst Du auf die Methode zurückgreifen, die auch im normalen professionellen Bereich verwendet wird:
    - USV für relativ kurzfristige Überbrückung
    - Stromaggregat mit 10l-Kanister Treibstoff für längere Ausfälle.

    Die USV sollte reichen, um ein paar Stunden zu überbrücken. Wenn dann der Strom noch nicht zurück ist kannst Du das Stromaggregat anwerfen und dann auch das Licht mit betreiben.

    Diese Kosten sind noch sehr überschaubar. Wenn die Technik robust ist und Stromausfälle einfach wegfedern kann ist schon viel gewonnen. Einzige, was ich da noch abchecken würde wäre eine Anlaufverzögerung für den Abschäumer, damit der nicht direkt überläuft, wenn im vollen Technikbecken der Strom wiederkommt.

    Hallo Mario,

    das erste, was Du prüfen solltest ist, ob die USV eine Minimallast benötigt, um überhaupt umzuschalten auf Batteriebetrieb. Diesen Fall hatten wir nämlich bei uns gehalbt, dass eine USV nicht umschaltete, weil die Last zu gering war.

    Die USV hat wahrscheinlich einen Kalibrierungsmodus, wo die Laufzeit anhand eines kurzen Tests ermitteln werden kann und so das Alter der Akkus berücksichtigt.

    Wenn möglich würde ich nur zwei Geräte anschließen:
    - 1-2 Strömungspumpen
    - wenn nur eine Strömungspumpe, dann noch einen Oberflächenabzug wie den Eheim Skim 350, um sicherzustellen, dass sich keine Kahmhaut bildet, welche den Gasaustausch behindert.
    Damit sollte die USV die 8 Stunden durchhalten. Wenn die Akkus schon zu stark gealtert sind, dann kann es deutlich weniger sein.

    Wenn Du die RFP, den Abschäumer und die Strömungspumpe verwendest wird die USV wahrscheinlich nur ein paar Stunden durchhalten. Schließlich ist sie nicht dafür gedacht, einen Ausfall längere Zeit zu überbrücken, sondern nur, damit die Geräte kontrolliert abgeschaltet werden können ohne Absturz. Auch zum Filtern von Überspannungen, kurzen Unterbrechungen und ähnlichem sind sie gut.

    Allerdings sind bei uns Stromausfälle von mehr als 2-3 Stunden sehr selten und das überstehen die Tiere eigentlich ohne weitere Maßnahmen ohne Probleme.

    Ich hatte dort auch teilgenommen und konnte mir schon denken, dass die Bedingungen verschärft werden. Gespannt bin ich allerdings auf die Form, wie genau diese Verschärfung aussehen soll. Ob es in erster Linie eine bürokratische Verschärfung ist wie etwa eine Sachkundeprüfung nach §11 für das Halten oder Handeln auch durch prival von Fischen geht oder ob die Bedingungen zur Haltung verschärft werden und der Handel dies abklopfen muss.