Unterschiedlich. Wenn möglich versuche ich bei einem Import zusätzlich für mich ganz frisches Gestein mitzubestellen.
Beiträge von Sandy Drobic
-
-
Hallo Andre,
anstelle des Stream-Kits TS18-USB würde ich lieber zwei von Tunze Stream 3 6150 nehmen. Die sind nur wenig teurer aber deutlich leiser als die 6095. Später kannst Du noch einen Controller dazunehmen, wenn Dir die Möglichkeiten mit dem mitgelieferten Controller nicht reichen, aber für die meisten Fälle reicht der Controller, der mitgeliefert wird.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Stream 3 ein ziemlicher Klotz ist.Bei den Steinen wirst Du wie gesagt Probleme haben, frisches LS zu finden. Markus hat schon darauf hingewiesen: typischer Anfängerfehler beim Bau der Deko aus den Steinen ist, dass zu viel und zu hoch gebaut wird und der Platz für die Korallen dann sehr schnell knapp wird.
Meine Empfehlung: die Deko sollte nicht höher als die Hälfte des Wasserstands sein, gerne auch etwas niedriger. Wichtig ist nur, dass die Steine Schlaf- und Rückzugsplätze für die Fische bieten. Unterstände, Höhlen und Durchschwimm-Möglichkeiten angepasst auf die Größe der Fische.Wenn die Deko also zusammengesetzt wird denke deshalb an den Besatz, der später dort drin leben soll. Sowohl Korallen als auch Fische.
Oft ist es am einfachsten, wenn Du das Grundgerüst der Deko mit Totgestein im Voraus zusammenmörtelst und später etwas LS hinzusetzt. -
Ja, die RFP ist natürlich auf den Wasserdurchsatz des Abschäumers passend zu dimensionieren. Wobei die Wassermenge wirklich das Minimum ist. Der Curve 7 ist für das Becken in Ordnung, leider steht dort nicht der Wasserdurchsatz des Abschäumers. Ich vermute, dass der Wasserdurchsatz bei etwa 1000l pro Stunde liegt, dann sollte die RFP bei etwa 2000-3000 Liter pro Stunde sein, da davon noch einiges an Leistung durch die Förderhöhe und Verrohrung verloren gehen.
Eine leise Pumpe wäre die EcoTech Vectra S1, deutlich günstiger aber dafür mehr oder weniger hörbar ist die Jebao DCP-2500 oder die DCP-5000. Die Pumpen machen meist den Lärm, da muss jeder selbst testen, wie empfindlich man ist.
Bezüglich des Lebendgesteins, welches Du verwenden möchtest: im Augenblick ist ein Exportstop in Indonesien wegen eines Streits für die Zuständigkeit bei den Ministerien dort und fast alles LS kommt aus Indonesien. Deshalb ist es sehr schwierig, im Augenblick an LS zu kommen.
-
Ich würde erst dann anfangen, etwas umzubauen oder zu kaufen, wenn Du wirklich verstanden hast, wie das alles zusammenhängt und wie es funktioniert. Die Gefahr, dass man etwas Unpassendes kauft, mit dem man nicht zufrieden ist, ist am Anfang sehr hoch. Lasse Dir Zeit, bis Du eine komplette Liste mit den Anschaffungen hast, die aufeinander abgestimmt sind.
Grobe Richtlinien für die Dimensionierung von Abschäumer und RFP:
- der Abschäumer sollte ungefähr die Luftleistung pro Stunde haben wie das Becken Liter hat, bei normal leichtem Fischbesatz
- die RFP sollte mindestens die Fördermenge haben, welche der Abschäumer maximal benötigt. Dabei sind natürlich die Verluste durch Förderhöhe und Rohr etc zu berücksichtigen.
Beim Technikbecken ist eine wichtige Anforderung, dass es die Wassermenge fassen muss, die beim Abschalten des Stroms ins Technikbecken zurückfließt. Die Wassermenge ist hier alles, was sich vor dem Ablaufkamm staut und zusätzlich das, was über das Zulaufrohr abfließt, bis über das Rohr Luft eingesaugt wird.
Damit dies nicht zu viel wird, macht man häufig kurz unter der Wasseroberfläche ein Loch ins Rohr, damit schnell Luft angesaugt wird, sonst steht schnell die Wohnung unter Wasser.
Das Technikbecken sollte auch nicht zu hoch sein und besser etwas tiefer sein, um Platz für Technik zu bieten. Wenn es zu hoch ist, kann das Warten/Herausnehmen etwa vom Abschäumer sehr umständlich sein.
-
Hallo Andre,
mein erster Eindruck ist: weder Fisch noch Fleisch und nur Nachteile. Zwei Overflow-Boxen mit zwei Technikbecken würde ich definitiv nicht empfehlen. Sowohl von der Optik als auch von der mühsamen Regelung.
Entweder auf Technikbecken verzichten und die Technik im Becken selbst unterbringen, eventuell noch ein Technikabteil einkleben.
Oder auf Technikbecken setzen und den Unterschrank entkernen, mindestens eine Trennwand rausnehmen und dafür ein Alugestell einbauen und dann mit einem normal großen Technikbecken arbeiten.
Ersteres, wenn Du erst mal reinschnuppern möchtest, letzteres, wenn Du bereits weisst, dass Du dabei bleiben möchtest und dann auch einen etwas größeren Arbeitsaufwand nicht scheust.
-
Ist der Phosphatwert verlässlich? Phosphatmangel können die Korallen nicht ausgleichen.
-
Ha ha!! Ein Leo mit klaren Prioritäten!
-
Nö, in den ersten Wochen und teilweise auch erst Monaten kann immer etwas passieren.
Bei dem Spülen mit Trinkwasser bin ich etwas gespalten, das kommt auch viel auf das jeweilige lokale Wasser an. Unser Wasser in Düsseldorf etwa hat einiges an Nährstoffen, also Nitrat, Phosphat, Silikat.
https://www.swd-ag.de/privatkunden/t…kwasseranalyse/
Das Wasser kann auch deutliche Mengen Kupfer enthalten, die Nachweisgrenze hier ist im Bereich, wo wir Meerwasseraquarianer schon anfangen die Stirn zu runzeln vor Sorge bei 9µg/l, sollte dies im Becken vorkommen.
Wenn Du nur das Gestein wässern möchtest würde ich vorschlagen, Osmosewasser zu nehmen und das Gestein mit einer kleinen Pumpe im Technikbecken zu wässern. Das sollte kein Problem sein auch für eine kleine Osmoseanlage.
-
Hallo Toby,
die größten Unterschiede sind die Lichtstärke und das Lichtspektrum. Korallen auf dem Riffdach müssen enorme Lichtmengen vertragen und brauchen deshalb auch Möglichkeiten, Strahlung zu blockieren, wenn es zu viel wird.
Außerdem ist das volle Spektrum vom Sonnenlicht vorhanden. Nach 10m etwa gibt es kein Rot mehr, das Spektrum wird mehr grün-blau. In den unteren Bereichen wird das Licht mehr blau, auch die Stärke des Lichts hat enorm nachgelassen. Entsprechend sind lichthungrige Korallen wie Acropora unter 20m nur noch sehr spärlich oder gar nicht vorhanden. -
Hallo Till,
meine Befürchtung ist, dass die Stangen entweder nicht genügend Leistung haben oder eine zu kurze Lebensdauer, weil die Leistung ohne aktive Kühlung nicht gut genug abgeführt werden kann.
Ati hatte ein ähnliches Konzept lange angekündigt und getestet und dann einfach in der Schublade verschwinden lassen, ohne das Produkt je auf den Markt zu bringen. Der Grund dürfte die fehlende Wärmeableitung sein, die in kurzer Zeit dafür sorgt, dass die LEDs vorzeitig altern.
-
Hallo Kristian,
klasse, dass Du die Experimente durchführst und das Ergebnis hier schreibst, das erspart später hoffentlich vielen geplagten Aquarianern einiges an Trial-and-Error selbst durchzuführen.
Wäre es nicht viel einfacher, beim Absaugen anstelle des wabbeligen Schlauches ein Stück PVC-Rohr vorne auf den Schlauch zu stecken? Das ist deutlich besser steuerbar.
-
Die Gefahr bei diesen Kürzungen ist leider, dass der Zusammenhang verloren geht. Deshalb die Zusammenhänge besser mit aufschreiben, sie haben einen Sinn.
Steine mit schwacher Pumpe mit sanftem Strahl von Staub und Detritus befreien. Währenddessen Schnellfilter mitlaufen lassen, damit der Dreck sich nicht wieder zum großen Teil erneut auf die Steine niederlässt. Wenn Wasser klar ist, Schnellfilter raus.
Cyanos am Abend absaugen, bevor das Hauptlicht abgedimmt/abgeschaltet wird, dann sind sie am meisten aus dem Sand hervorgekommen. Wenn nur gepinselt wird, bitte Schnellfilter mitlaufen lassen. Sobald das Wasser wieder klar ist, Schnellfilter wieder raus.
Anschließend dann die Dunkelphase über drei Tage.Am besten dieses Absaugen mit dem Wasserwechsel verbinden, dann wird das abgesaugte Wasser direkt noch nutzbringend eingesetzt.
-
Ich habe seit etwa anderthalb Jahren ein Pärchen Percnon im Becken. In erster Linie grasen sie weiterhin nach Algen aller Art, aber sie holen sich auch Flocken- und Frostfutter. Sie sind auch ausgewachsen Allesfresser mit Präferenz für Algen.
Dass sie versucht haben, einen Fisch zu fangen, konnte ich bisher nicht sehen.
Auch eine Putzergarnele ist seit Monaten unbehelligt wieder im Becken unterwegs.Allerdings sind zwei kleine grüne Spinnenkrabben verdächtig schnell verschwunden. Ob das allerdings tatsächlich die Percnons waren oder vielleicht auch einer der Rauchkaiser kann ich nicht sagen.
Da ich sehr viel füttere und auch regelmäßig Algen ins Becken hänge sind sie ziemlich friedlich und bisher immer noch recht scheu. Die großen Fische scheinen den Krabben doch etwas Respekt einzuflößen, so dass sie sich selten tagsüber zeigen.
Korallen scheinen da eher auf der Speisekarte zu stehen. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass eine der Percnon bei mir die Goniopora übel gerupft hatte. Zum Glück ist es eine große Goni und sie hat sich wieder regeneriert.
-
Mache Dir nichts draus! Meine Percnon hat auch gnadenlos meine schön große Goniopora abgeerntet. Zum Glück sind die Tentakel wieder nachgewachsen.
-
Ich hatte vorhin die Hummelschnecke als möglichen Fressfeind gefunden, aber verspreche Dir keine Wunder davon. Mein Falter etwa lässt auch einige Seeastern stehen, insbesondere, wenn er schlecht dort drankommt.
-
Aus dem Bild kann ich es nicht wirklich erkennen, aber Deiner Beschreibung nach handelt es sich um Wurmschnecken. Diese bauen Kalkröhren und gehen mit einem Fangnetz aus klebrigen Fäden auf Plankton- und Detritusfang. Bei Massenvermehrungen wie bei Dir können die Korallen durch die Klebefäden teils massiv irritiert werden.
Es gibt Schnecken, welche die Wurmschnecken anbohren und aussaugen, aber ich habe leider den Namen nicht parat. Ich würde auch eher versuchen, die Wurmschnecken mechanisch zu entfernen. Weglaufen können sie nicht.
-
Der Triton-Phosphatadsorber Al99 lagert auch Barium an, was hier sehr hoch ist. Das wäre eine Empfehlung.
Barium kommt normalerweise nicht über Korrosion ins Wasser, eher über belastetes Futter wie Mückenlarven oder so. Ich würde auch versuchen, das Futter wenn möglich auf gutes Markenfutter auszutauschen.
-
Was die Tröpfchentests für Silikat und Kupfer angeht bin ich etwas skeptisch, wie präzise diese funktionieren. Um den Gehalt an Schadstoffen deutlich zu senken brauchst Du schon 2 x 50 Prozent Wasserwechsel (-75 Prozent Schadstoffe) oder wenigstens 3 x 30 Prozent (-66 Prozent Schadstoffe).
Danach würde ich noch eine Analyse machen lassen und drei Monate später noch einmal, um zu sehen, ob sich die Schadstoffe wieder erhöht haben. -
Hallo Janine,
mein Beileid, dass es so schlecht gelaufen ist. Ich würde zuerst das Dosieren der Bakterien stoppen, denn dort sind häufig kräftige Ladungen Phosphat drin als Nährstoff für die Bakterien.
Den Phosphatgehalt mit Adsorber runterholen ist eine sinnvolle Sache.Ich würde auch den Sand noch einmal erneuern, den alten bis auf einen kleinen Rest noch einmal entfernen, um die Cyanos auf dem Sand etwas zurückzudrängen.
Mit einer kleinen schwachen Strömungspumpe auch die Steine von Detritus und Staub befreien fördert die Bakterientätigkeit der Lebenden Steine und benachteiligt die Cyanos.
Gut ist es, wenn während dieser Aktion ein Schnellfilter mitläuft oder über Watte/Vliesfilter im Technikbecken gefiltert wird.Dann würde ich jedes Wochenende noch einen größeren Wasserwechsel von 30-40 Prozent machen, etwa 3 mal. Dann ist ein großer Teil des Wassers ausgetauscht und Du hast eine vernünftige Grundlage für einen Neuanfang.
Lasse die Schnecken und Einis lieber außen vor, bis zumindest die Cyanos nicht mehr als dicke Teppiche vorhanden sind. Die Cyanos können mit Dunkelphasen gut zurückgedrängt werden. Abends gut absaugen und dann das Becken verdunkeln für drei Tage. Die Weichkorallen stecken das gut weg.
Dann sind die Cyanos noch nicht verschwunden, aber deutlich schwächer.
Im Anschluß dann eine Woche mit 5 Stunden Beleuchtung, danach normale Beleuchtungsdauer.Kann sein, dass dies noch einmal wiederholt werden muss, aber normalerweise funktioniert dies sehr gut.
-
Für Wartungsmaßnahmen an den CL-Pumpen musst Du ohnehin zwei Kugelhähne pro Pumpe einbauen, damit kannst Du dann auch ohne Pumpe das CL mit den Kugelhähnen schließen. Dass in dieser Zeit das Wasser dort steht kannst Du nicht verhindern, aber wenigstens kannst Du mit einer Kappe auf dem Ausgang im Becken verhindert, dass sich Dreck und Tierchen dort niederlassen, dann kann dort auch nichts gammeln.
-
Dann würde ich trotzdem beim Hersteller anfragen, ob dies vielleicht auf Kulanz geht, wenn der Schaden nicht durch Fahrlässigkeit entstanden ist. Wenn ein Stück vom Flügelrad des Rotors abbricht, weil eine Schnecke oder Steinchen in die Pumpe gekommen ist, ist das eine Sache. Wenn jedoch Teile des Magneten sich vom Läufer lösen deutet das eher auf einen Materialfehler hin. Da sind Hersteller schon eher geneigt, Kulanz zu zeigen. Eine kleine Anfrage ist es wert.
Immer vorausgesetzt, dass der Rotor beim Einsetzen nach dem Reinigen nicht aus der Hand flutschte und ungebremst reinknallte und der Fehler so provoziert wurde.

-
Zuerst mal nachhaken, ob dies nicht von der Garantie abgedeckt ist.
Aquabee ist keine China-Billigpumpe, da würde ich erst über Händler/Hersteller gehen, je nach Alter der Pumpe. -
Doktoren und Kaiser brauchen regelmäßig Algen, da solltest Du schon jeden zweiten Tag mindestens ein Blatt reinhängen.
Wenn die Doktoren Kohldampf schieben können die auch durchaus unleidlich werden und zum Stänker mutieren. Solange sie noch recht klein sind sollte es aber kein Problem mit der biologischen Last im Becken geben geben.
-
Es hängt vor allem viel von der richtigen und ausreichenden Fütterung ab, wie er sich entwickelt. Ich habe auch schon sehr kleine Doktoren gesehen, die eben nicht so reichlich, aber "für das Becken tragbar" gefüttert wurden und deshalb klein bleiben.
-
Das wird dann aber nicht als "Plexiglas" oder "Acrylglas" angeboten, sondern als "Bastlerglas" und ähnliches.
-
Hallo Andreas,
ich habe da noch einen Artikel von einer Herstellerfirma rausgekramt, da haben sie geschrieben, bei einem Zoll (25,4mm) wäre der Verlust weniger als 0,5 Prozent.
-
Hallo Dieter,
was bist Du ungeduldig! Etwas Gelassenheit schadet nicht.
Der Transmissionsgrad ist praktisch nicht von der Dicke der Scheibe abhängig, genau gesagt fallen 3,96 Prozent pro Phasenübergang an. Einmal von Luft ins Plexiglas und dann wieder von Plexiglas zurück zur Luft. Ob die Scheibe nun eine Stärke von 2mm oder 200mm hat ist dafür egal.
Soweit die Theorie, in der Praxis kommen irgendwann dann doch Unreinheiten oder Fertigungsprobleme dazu, dass bei wirklich dicken Scheiben (mehr als die 200mm!!) dann die Durchlässigket doch mit steigender Stärke sinkt.
In der aquaristischen Praxis ist das aber völlig unbedeutend verglichen mit dem Verschmutzungsgrad, den selbst ein leichter Schmutzschleier auf die Lichtdurchlässigkeit hat.
-
Plexiglas hat THEORETISCH 92 Prozent LIchtdurchlässigkeit, wenn:
- das Licht senkrecht auf die Platte fällt
- kein Stäubchen und Kratzer die Oberfläche verunziertGerade die Kratzer, die unweigerlich kommen, wenn man trocken Salzkrusten runterwischt, spielen der Plexischeibe übel mit. Zusammen mit dem Durchbiegen durch Aufnahme von Wasser und der Wärme der Beleuchtung würde ich auch normales Glas vorziehen.
-
Magnesium wird meist auch nur wenig verbraucht, wenn Du nicht gerade die Killerkalkalge am Züchten bist. Das muss nicht jede Woche gemessen werden.
-
Hallo Andre,
ist zwar etwas übertrieben, aber leider hat es einen wahren Kern, wenn ich es auch nicht ganz so einseitig sehen würde. In der letzten Koralle etwa stand ja auch ein Artikel, wo sich jemand verzweifelt auf die Suche nach der Ursache für die Schwermetalle im Becken machte, und das nur mit viel Aufwand und Geld für Analysen möglich war. Traurig genug, dass es nötig war.
-
Einen ganz großen Dank für diese Rückmeldungen! Dass lieber mit Klage gedroht wird anstelle einer Produktverbesserung habe ich schon häufiger mitbekommen, dies ist gerade im Bereich der Meerwasseraquaristik ein sehr häufiges Phänomen.
Umso wichtiger ist es, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Deshalb frage ich einmal anders herum: Kennt jemand ein Präparat, in dem auch das drin ist, was drauf steht, oder sind bisher nur Nieten untersucht worden?
-
Hallo Burkhard,
das sind natürlilch wieder mal tolle Ergebnisse. Hoffentlich hatte dies auch Konsequenzen für die "Hersteller"?
-
Hallo Rolf,
der Nitrattest hat doch überhaupt nichts mit der Umwandlung von Nitrit nach Nitrat im Becken zu tun! Auch, ob die Korallen das brauchen oder nicht ist dabei egal. Wichtig ist doch erst mal, dass der Stickstoffkreislauf funktioniert. Den Hinweis auf die Vermehrungsgeschwindigkeit habe ich ja bereits gegeben. Dass Deine Argumentation sagt: geht alles ohne und damit basta macht dies nicht richtig.
Es ist zwar richtig, dass Cyanobakterien sich den Phosphor aus Depots aufschließen können, aber dann sollte ein eingefahrenes Becken mit Depots doch viel anfälliger für sein. Ist es aber nicht, im Gegenteil. Auch die Reduzierung auf das N-/P-Verhältnis für das Auftreten von Cyanos sehe ich nicht als DIE Ursache. Stichwort: Primärsiedler.
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass unsere Diskussion im 90°-Winkel statt findet und wenig ergiebig ist.

-
Hallo Rolf,
ich beurteile die Einfahrphase hauptsächlich an zwei Parametern: den funktionierenden Stickstoffkreislauf und die Stabilität bei Schwankungen. Die Bakterien, welche Ammonium/Ammoniak nach Nitrit oxidieren haben eine hohe Vermehrungsrate (zum Glück), wohingegen die Bakterien, welche Nitrit nach Nitrat wandeln sich deutlich langsamer vermehren, deshalb sollte man gerade in Totgestein-Becken genau beobachten, ob diese Umwandlung auch wirklich stattfindet.
Deshalb empfehle ich auch bei Totgestein Bakterienpräparate zu verwenden wie Special Blend und Nite-Out und Konsorten.Größere Cyanobeläge etwa zeigen deutlich, dass das Becken nicht im Gleichgewicht ist und nach meiner Meinung damit auch nicht eingefahren ist.
Was ist Deine Definition von "Einfahren"?
-
Hallo Thomas,
setze doch einfach ein Thermometer in die Abdeckung, welche die Temperatur ainzeigt. Dann siehst Du ja, ob es reicht oder ob ein Lüfter fehlt.
-
Die "Mär" von der Einfahrphase ist keine, lediglich ein Fehlverständnis, was dort genau abläuft. Wenn mit einem hohen Anteil vernünftigem LS gestartet wird kann und sollte man es genau so machen wie Rolf gesagt hat.
Die lebenden Steine bringen nämlich die notwendigen Bakterien und das Mikroleben direkt mit, um dem Becken eine gesunde und funktionierende Biologie mitzugeben, insbesondere sind die Bakterien für den Stickstoffkreislauf vorhanden. Außerdem bringen sie etwas Nährstoffe durch sterbendes Material mit, so dass direkt alles vorhanden ist, um Korallen wachsen zu lassen. Da sollte man dann nicht warten, bis die Algen das Becken erobern und sämtliche Nährstoffe für sich verbrauchen.Thomas hat aber leider eine andere Ausgangsbasis: er hat Riffkeramik, da frisches LS im Augenblick praktisch nicht zu bekommen ist. Damit fehlt komplett die Biologie, und das Wasser hat praktisch keine Nährstoffe.
Deshalb mein Vorschlag: etwas Staubfutter und Phytoplankton ins Wasser, damit sich etwas Nährstoffe bilden und dann Korallen rein. Bakterienkulturen, um den Stickstoffkreislauf in Gang zu bringen und über die Ablegersteine der Korallen kommen dann auch die Algen und etwas Mikroleben herein. Wenn dann die ersten Algen sprießen kann die Cleaningcrew einziehen.
Je nach Nährstoffsituation dann auch die ersten kleineren Fische. -
Generell sollte so eine Abdeckung gut durchlüftet sein, sonst wird sowohl das Becken als auch die Lampe totgeheizt. Es wird nun einmal der größte Teil der elektrischen Leistung in Hitze umgewandelt und nur zum kleineren Teil in LIcht. Das gilt auch für LEDs.
-
Wahrscheinlich ist der Schalldämpfer verstopft/nass geworden.
Einfach mal den Schalldämpfer abmachen (Luftschlauch über Wasser lassen!!) und dann testen.Wenn das nicht hilft sage der Vertretung, sie soll den Abschäumer herausnehmen und einem Händler draufschauen lassen, der vor Ort den Zustand prüft. Ob es nun an einem verdreckten Pumpennadelrad oder dem verstopften Schalldämpfer liegt oder ob ein Elektronikfehler vorliegt sollte der Händler dann schon feststellen können.
-
Die normale Methode ist durch Futter. Das kann Staubfutter und Phytoplankton für Korallen sein, Frostfutter für LPS oder Anemonen oder eben Futter für die Fische.
Welche Korallen eingesetzt werden sollte auch von den später gewünschten abhängen. Ob der Schwerpunkt bei SPS, LPS oder Weichen/Anemonen sein soll.
-
Dann sind wahrscheinlich keine Nährstoffe im Wasser, also Nitrat, Phosphat, Silikat. Ohne dem wächst eben nichts, auch nicht die Korallen später.
