Aus leidvollen Erfahrungen im Laufe der Jahre habe ich bei mir ein paar Details verbessern und bin im Augenblick recht zufrieden mit meinem Ablauf im 500l-Becken. Der Durchsatz durch das Technikbecken ist relativ hoch mit starkem RE DC200 Abschäumer und deshalb ist die Gefahr für lautes Gurgeln nicht zu unterschätzen.
Der Ablauf bei mir hat kein Rohr, sondern ich habe ein Ablaufsieb direkt in die Tankdurchführung gesteckt. Das verhindert, dass der Ablauf durch einen übergesprungenen Fisch oder eine Schnecke verstopft wird.
Nachteil ist, dass er regelmäßig gereinigt werden muss, denn das Sieb setzt sich im Laufe der Zeit sonst zu. Im Prinzip etwa alle 2-3 Wochen muss das Sieb rausgenommen werden zur Reinigung.
Auf dem Notablauf habe ich ein Krönchen gesetzt für das Abwehren von Schnecken. Vor kurzem hatte eine große und wirklich kräftige Turbo fluctuosa meinen Zulauf ins Becken fast aufgestaut, das Wasser sprudelte in einer kleinen 15cm Fontäne nach oben weg statt lautlos unter Wasser ins Becken. Die RFP, eine RE Speedy 80W lief dabei wie immer mit 50 Watt.
Beim Ablaufkamm gibt es tatsächlich große Unterschiede, die sich auch bei der Wartung bemerkbar machen. Je höher der Durchfluß und desto kleiner die Ablaufkämme desto empfindlicher macht sich dies bemerkbar.
Algen lieben diese Stellen mit hoher Strömung und setzen diese schnell zu. Deshalb kann es schnell dazu kommen, dass das Wasser vor dem Ablauf sich 1-2cm höher anstaut, weil der Durchfluß durch den Kamm/Ablaufsieb behindert wird.
Einige Herstelle wie Aqua Medic etwa bieten einen Kamm mit gerundeten Zinken und größeren Abständen zwischend en Zinken an, diese sind deutlich unempfindlicher gegen Veralgung, sowohl durch Grün- als auch Kalkalgen.
Mein Notablauf endet etwa auf gleicher Höhe wie die Ablaufkante, so dass fast kein Gefälle ist zwischen Becken und Ablauf, dann gurgelt es auch nicht.
Was man da genau braucht ist auch eine Frage, welche Tiere man pflegt und wie das Verhältnis Beckenhöhe Ablaufhöhe ist. Generell wird oft Ablaufhöhe = Beckenhöhe -5cm gemacht. Wenn sich das Wasser 2cm vor dem Ablauf staut, was schnell passiert gibt es nicht mehr viel Reserve nach oben. Schließlich möchte man nicht bei jedem Platscher oder Flossenschlag das Wasser über die Beckenkante fliegen sehen, von einem Wellenmodus mal ganz zu schweigen.
Die Verrohrung sollte wenn möglich mit Bögen statt Winkeln ausgeführt werden, da dies den Durchfluß doch ziemlich stört. Ich habe nur 32mm für alle Rohre verwendet, was völlig ausreichend ist, wenn es keinen Bremser gibt. Hatte das ganze auch schon mit der 80W Speedy auf voller Leistung getestet ohne Probleme bei einer Förderhöhe von 1,20m.
Wie genau die Details aussehen hängt dabei aber von der Art des Betriebs ab und was man sich bei der Pflege verspricht. Allgemein das perfekte Zusammenspiel gibt es nicht, nur das für genau das eigene Becken in der vorliegenden Konfiguration.