Beiträge von Sandy Drobic

    Manchmal passiert es, dass am Anfang der Inbetriebnahme der Abschäumer ständig überkocht. Wenn man jetzt jeden Tag einen Topf voll Beckenwasser entsorgt, weil auch teilweise schon das Wasser etwas Dreck enthält, dann kann man im Laufe einer Woche den Salzgehalt schon um einiges senken, denn es wird ja immer durch die automatische Nachfüllung mit Osmosewasser ersetzt.

    Um das auszuschließen sollte man eben ohne Topf arbeiten, damit die Oberfläche des Abschäumers sich mit dem Beckenmilieu sich angleichen kann.

    Das ist eine Empfehlung als Vorsichtsmaßnahme, keine Pflicht, wenn der Abschäumer schon direkt normal läuft.

    Hallo Rüdiger,

    da habe ich mit der MP40 aber andere Erfahrungen gemacht. Der Strahl ist eher weich und fächert relativ schnell auf. Für so ein schmales Becken definitiv nicht die richtige Pumpe. Was hier benötigt wird ist eine Pumpe mit einem gebündeltem Strahl, der nur eine Seite des Beckens entlang wandert. Nur dann bekommt man einigermaßen eine Ringströmung heraus. Die bereits genannte Pantha Rei ECM 42 ist so eine Pumpe.

    Jetzt werfe ich mal einen ganz anderen Ansatz in die Runde: gäbe es nicht die Möglichkeit, einen erhöhten Boden zu nehmen und darin eine Closed Loop Lösung zu verwirklichen? Mit zwei Closed-Loop-Pumpen könnte man das ganze Kabelgewusel und die Problematik der Ringströmung elegant lösen.
    Eine CL-Lösung für ein 100l-Becken ist natürlich ziemlich heftig, aber für so ein Schlauchbecken sehe ich eine Lösung mit Pumpen im falschen Boden als eine Möglichkeit an. Eine CL-Pumpe mit zwei Ausgängen und einer Einsaugung wäre wahrscheinlich schon ausreichend.

    Hallo Rüdiger,

    ich fürchte die Standzeit der USV ist deutlich kürzer. Eventuell kann es auch sein, dass die USV bei zu geringer Last nicht anspringt, das hatten wir bei uns in der Firma auch schon gehabt.

    Die Pumpe sieht wie eine umgelabelte Jebao aus. Wenn Du zufällig eine Jebao DC Pumpe hast kannst Du es ja mal versuchen mit einem anderen Controller/Netzteil. Sollte auch das nicht helfen kann es nur der Motorblock der Pumpe sein.

    Da in der Beschreibung des Abschäumers eine Teileliste enthalten ist, sollte es schon eine Möglichkeit geben, Ersatzteile zu bekommen. Wende Dich doch mal an den Händler Deines Vertrauens, wo Du den Abschäumer gekauft hast, ob er entweder an Ersatzteile kommen oder Dich zumindest an einen Service verweisen kann, um an Ersatzteile zu kommen.

    Kann es sein, dass Du Kalkablagerungen in der Luftzufuhrdüse hast oder der Schalldämpfer verstopft ist? Bei meinem Bubble King bekomme ich dann immer F8 angezeigt.

    Ist das nicht der Fall nimm die Pumpe einmal raus aus dem Abschäumer und lasse sie einfach in einem dicken Eimer laufen. Sollte die Pumpe immer noch abschalten nach einer Minute ist wahrscheinlich die Elektronik im Controller hinüber.

    Becken ist nicht gleich Becken, wie schon erwähnt. Ein stark besetztes Becken mit großen dicht wachsenden Korallen hat einen ganz anderen Sauerstoffbedarf als ein nur leicht besetztes Becken kurz nach dem Start. Denkt einfach mal an die Pakete mit Korallen und Fischen, die euch erst nach einem Tag erreichen.

    Wie lange das gut geht hängt auch von Deinen Gegebenheiten in der Wohnung ab. Sprich: wie lange ohne Strom die Wasserbedingungen im für Korallen notwendigen Bereich gehalten werden.
    Bei mir etwa heizt sich ohne Strom das Becken ganz schön auf, das kann bei 35°C draußen in einigen Stunden kritisch werden. Ansonsten gibt es noch Sauerstoffmangel bei gut gefüllten Becken zu berücksichtigen.

    Ist das nicht gegeben kann die Ausfallzeit durchaus 12 Stunden und länge sein, ohne dem Becken nennenswert zu schaden.

    Hallo Daniel,

    ich schließe mich Burkhard an. Meist ist das Kupfer ohnehin nicht frei als Ion verfügbar, sondern in Komplexen gebunden und nicht kritisch. Dies kann eine ICP-Analyse jedoch nicht feststellen. Der Aluminiumwert ist noch harmlos. Aktivkohle wäre hierfür auch nicht das richtige Mittel, diese ist mehr für organische Belastungen.

    Die Daumenregel ist, nicht mehr als 100g pro 100l Wasser. Am Anfang solltest Du aber nicht mehr als 50g pro 100l Beckenvolumen nehmen, eher noch etwas weniger.
    Bei Aktivkohle nehmen die meisten dies auch nur für wenige Tage, um die Gelb- oder Nesselstoffe aus dem Wasser zu filtern. Danach macht es auch Sinn, Jod zu dosieren, da die Aktivkohle viel Jod herauszieht.

    In Fließrichtung: zuerst die Aktivkohle, danach im zweiten Abteil der Phosphatadsorber. Grund ist, dass Aktivkohle immer mehr oder weniger Phosphat abgibt, welches dann direkt vom dahinter geschaltetem Phosphatadsorber herausgeholt wird.

    Taste Dich bitte an die notwendige Menge heran, denn ein ruckartiges Senken des Phosphatwerts kann die Korallen so schocken, dass sie sterben. Lieber etwas zu wenig Adsorber/Kohle als zu viel.

    Rechne nicht zu sehr damit. Lippfische sind bekannt dafür, dass sie ihren gewohnten Tagesrhythmus noch Wochen nach dem Umsetzen stur beibehalten. Wenn der Rhythmus beim Händler also von morgens bis nachmittags ging wird er das wohl noch einige Zeit beibehalten.

    Wichtig ist erst einmal, dass er normal Futter annimmt, keine Krankheiten mit einschleppt und es keinen Rabatz mit anderen Fischen gibt. Alles andere kommt später.

    Hallo Helga,

    nach nur zwei Stunden schon in Ungeduld fallen und nach Antworten schreien könnte schon rekordverdächtig sein!
    :respekt:

    Jedenfalls hat die kH-Lösung mit dem Ca im frisch angesetzten Meerwasser reagiert und Kalk ist ausgefällt worden, das dürfte die Trübung im Wasser sein. Ob die Lösung noch brauchbar ist nach dem genialen Geistesblitz hängt von mehreren Faktoren ab. Einmal der Konzentration der kH-Lösung und zum anderen die Menge an angesetztem Salzwasser und wie viel Prozent vom Beckenvolumen Du jetzt damit tauschen möchtest. Wenn der kH noch stark erhöht ist im angesetzten Wasser würde ich es nicht einfach verwenden.

    Hallo hajo,

    ich fürchte, da fehlen uns zu viele Daten, um das eindeutig beurteilen zu können. Die einzige Information ist das, was Torben uns aus seinen Beobachtungen sagen konnte. Was in der Zeit passierte, wo Torben nicht vor dem Becken war, ist unbekannt.
    Denke bitte auch daran, dass jedes Tier seine Eigenheiten hat und ein Individuum ist. Von daher können wir nur Mutmaßungen anstellen, was der wahrscheinlichste Grund sein könnte.

    Hallo hajo,

    ich denke, es gibt eine viel einfachere Erklärung: wenn ein Seeigel Algen am Mampfen ist, verbreitet sich der Geruch der zerkauten Algen ziemlich gut. Das dürfte eine sehr gut wahrnehmbare Folge des Algenfressens sein. Von daher braucht der Sohal nicht die einzelnen Seeigel unterscheiden, er wird sie anhand der Taten (der Algenmampferei) als Fressfeind oder eben nicht einordnen können. Die nachtaktiven Seeigel haben da Vorteile, die verrichten ihr Werk wenn der Sohal schläft.

    Hallo Daniel,

    Silikat gehört wie Joe schon geschrieben hat nicht zu den Schadstoffen, sondern zu den Nährstoffen. Und hier gilt wie immer bei den Nährstoffen: alles in Maßen, nicht zu viel und nicht zu wenig.
    Silikat kann Kieselalgen als Nahrungsgrundlage zur Massenvermehrung dienen, tut es im eingefahrenen Becken aber nicht, das passiert meist nur in der Einfahrphase.

    Das Reinwasser-/Abwasser-Verhältnis der Osmose ist mehr eine Frage des Wassersparens, nicht der Ergebnisgüte. Da sind die Anlagen mit mehr Abwasser besser, wie Burkhard schon gezeigt hat.

    Die Osmose lässt meist einen guten Teil des Silikats durch, aber das Harz dahinter sollte eigentlich das verbliebene Silikat restlos schlucken. Wenn es das nicht tut ist entweder das Harz erschöpft (schlecht aufbereitet) oder die Harzkartusche funktioniert nicht richtig und das Wasser geht zum guten Teil am Harz ungefiltert vorbei.

    Mit den üblichen 10 Zoll Töpfen war ich immer ziemlich unglücklich und undicht und hatte auch Probleme mit schlechten Rückhalteraten. Da ich ohnehin mehr Wasser brauche habe ich mir eine lange 3l-Säule geholt. Seitdem ist alles gut.

    Bei mir habe ich einen billigen Inline-TDS-Meter für die Überwachung der Qualität reingesetzt, das genügt mir völlig, auch wenn es keine realistische Aussage in den niedrigen Bereichen gibt. Aber es zeigt mir vor allem, wie das Ergebnis hinter der Osmose und hinter der Harzsäule ist.

    Ich habe dann nur noch ein paar Abzweige gesetzt, um das Wasser erst durch die Harzsäule zu leiten, wenn die Osmose freigespült ist. Ebenso schließe ich den Hahn, nach der Reinwassergewinnung. Das verlängert die Lebensdauer des Harzes um einiges. So eine kleine Ergänzung zur Osmose ist nicht teuer und recht einfach zu machen.

    Ich denke schon, dass die grabenden Seesterne über ihre Sinne merken können, wie gehaltvoll der Boden ist. Da macht es dann Sinn, dass sie schnell die "Durststrecke" des sauberen Bodens überwinden möchten und deshalb darüber laufen anstant sich mühsam durchzugraben.
    Auf der anderen Seite ist dann das Schutzbedürfnis, weshalb sie sich dann irgendwann wieder eingraben.

    Sollten sie versuchen, die Scheiben hochzuklettern könnte dies ebenfalls ein Versuch sein, aus dem Mangelbereich zu flüchten.

    Wenn sie schrumpfen oder sich Arme zurückbilden ist das dann ein klares Zeichen von Raubbau am eigenen Körper, weil sie nicht genügend zu fressen bekommen.

    Hört sich doch ganz gut an! Dann hattest Du zuerst wohl Bakterienbeläge und bekommst jetzt Algenbeläge.

    Weissen Sand bekommst Du nur, wenn er bewegt wird, sei es durch Grundel, grabenden Seestern, Seegurke oder was auch immer. Statische Oberflächen werden nun mal durch Algen besiedelt und werden grün.

    Hallo Johns,

    wenn kein Abschäumer, kein Technikbecken eingesetzt wird sollte auf jeden Fall irgendwo ein Oberflächenabzug stattfinden, denn die sich sonst bildende Kahmhaut kann innerhalb von kürzesster Zeit einen Großteil des Lichts und des Gasaustauschs schlucken. Oder ist die 300l "Strömungspumpe" vielleicht ein Eheim Skim 350 oder ähnliches?

    Zu Deinem Thema: es gibt sicher Indikatoren, die auf Probleme hinweisen können, aber meist sind dies Anzeichen für ein Problem, welches mit regelmäßigen Messen von Wasserwerten gar nicht auftreten würde. Sie sind nämlich oft ein Zeichen dafür, dass die Ka*** schon am Dampfen und das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

    Wenn die Kalkalgen an den Wänden anfangen auszubleichen weiss ich, dass der kH-Wert zu niedrig ist. Dann ist der kH aber schon mindestens eine Woche zu niedrig und empfindliche Korallen sind bereits abgenippelt. Beides könnte man als "Indikator" ansehen, allerdings wäre das regelmäßige Messen der Wasserwerte deutlich besser und vor allem rechtzeitiger.

    Fazit: wenn Du hoffst, dass das Beobachten der Korallen das Messen von Wasserwerten überflüssig macht muss ich Dich enttäuschen. Selbst langjährige Profis raten davon mit gutem Grund und vielen schlechten Erfahrungen im Hintergrund ab.

    Die beste Empfehlung, die man hier geben kann ist, welche Wasserwerte wirklich sinnvoll zu messen sind und welche man nur ab und zu überprüfen sollte.

    Das Problem ist, dass es viele Ursachen geben kann, die Korallen dazu veranlassen, die Polypen einzuziehen. Deshalb ist eine Korallenreaktion immer im Kontext des laufenden Beckens und dessen "normaler" Werte zu sehen. Der Phosphatwert, der bei mir "normal" ist, würde bei anderen Becken zu einem Crash führen und umgekehrt.

    Von daher ist ein Foto allein wenig aussagekräftig ohne eine Beschreibung, wie das Becken betrieben wird (Licht, Strömung, Wasserwerte) und wie der Werdegang der Koralle ist (lange im Becken, frisch eingesetzt, welche Bedingungen im Ursprungsbecken).

    Teilweise auch, welche Nachbarn sie hat und ob die sie nicht vernesseln.

    Es gibt ein paar Daumenregeln, aber auch diese sind immer zu hinterfragen, ob die Annahmen, die für diese Regeln ungenannt gelten, auch erfüllt sind.

    Korallen sind nicht blöd, sie fahren keine Polypen aus, wenn diese Anstrengung größer ist als der Gewinn, den sie erzielen. Dies ist z.B. der Fall bei einer Nährstofflimitierung oder einem länger anhaltendem Mangel an Spurenelementen wie Jod. Es kann aber auch ein Verunreinigung im Wasser sein, mit der sie nichts zu tun haben wollen (die schlecht gereinigten Seifehände oder Schwermetalle) oder schlicht der nippende Zwergkaiser.
    Gleiches gilt für die Licht abgewandte Seite. Warum sollen dort Polypen ausgefahren werden, wenn es nichts zu fangen gibt und kein Licht dort hinkommt?

    Hallo Burkhard,

    zu hohe Befüllung war bei mir definitiv der Fall. Nur 2cm frei oben und der Ansaugstutzen auf dem 12mm Anschluss. Jetzt sind bei mir tatsächlich etwa 6cm oben frei, da kann der Abschäumer nichts mehr ansaugen.

    Mit der schnellen Zusetzung der Düse werde ich wohl oder übel leben müssen, denn den pH-Wert hoch zu halten ist wichtiger als etwas erhöhter Reinigungsaufwand.

    Nachdem mein Abschäumer mal wieder den Fehler "F8" angezeigt hatte (Probleme beim Lufteinzug) habe ich die Düse am Abschäumer wieder entkalken dürfen, sie war fast komplett zugesetzt, da passte nur noch eine Nadel durch. Entsprechend hat der Abschäumer geröchelt. :grinning_squinting_face:

    Die Düse zu entkalken ist kein großes Problem, ich grübele nur darüber, warum sie sich so schnell zusetzt. Wo ich früher vielleicht einmal pro Jahr die Düse freikratzen musste darf ich das jetzt alle ein bis zwei Monate spätestens. Kann sich jemand einen Reim darauf machen?
    Wenn ich die Düse das nächste mal reinige werde ich mal testen, ob es wirklich Kalk oder vielleicht auch Salzreste sind, es war nämlich relativ locker und nicht so hart wie purer Kalk.

    Inzwischen habe ich auch gelernt, mehr Luft zwischen Atemkalk und der Schlauchzuführung zum Abschäumer zu lassen, sonst spielt der Bubbleking nämlich Staubsauger. Das Granulat vom Atemkalk hatte ich teilweise dann im Schalldämpfer gefunden. :kissing_face:

    Bitte auch nicht ungeduldig werden, wenn keine Besserung zu sehen ist. Bei mir hat es Monate gedauert, bis der Lippi sich langsam an die Arbeit machte.

    Bei der Goniopora habe ich zufällig einen netten kleinen Trick entdeckt: wenn man sie etwas ärgert zieht sie die Tentakel ein, bis sie sich ganz in das Kalkskelett zurückgezogen hat. Ein Großteil der Waminoa wird dabei regelrecht abgestreift und lungert dann auf dem Kalkskelett rum. Dort lassen sich die lästigen Biester schnell und einfach absaugen.
    Auf diese Weise konnte ich den größten Teil der Viecher erwischen.

    Ehrlich gesagt klingt das noch etwas unausgegoren und nicht ganz stimmig. Ein fast würfelförmiges Becken ist eine Steilvorlage für Schmerzensschreie, wenn die Anemone anfängt zu wandern und dabei ungerührt über ein dutzend teure SPS-Korallen walzt. Es ist auch erstaunlich, wie weit die Tentakel reichen können und alles um sich freinesselt. So eine Anemone braucht leider ihren Platz.

    Für den Putztrupp würde ich eher auf Schnecken wie die Turbo fluctuosa zugreifen, meist haben Händler auch kleinere Turbo-Schnecken im Angebot.

    Auch bei den Fischen ist es nicht so einfach in einem (Fast-)Würfelbecken, da die Entfernungen zwischen Revieren sehr klein sind. Da kann man sich nicht so gut aus dem Weg gehen. Die Clownsfische haben ein relativ kleines Revier rund um die Anemone, aber wenn ein Gelege da ist können die wirklich zum Tier werden und scheuchen absolut alles in Deckung.

    Wenn möglich würde ich daher eher zum etwas größeren Xenia 100 greifen, das bietet etwas mehr Spielraum für Reviere und Primadonnen wie die Kupferanemone.

    Sieht nach einer Waminoa-Art aus. Lippfische aus der Halichoeres-Gattung fressen diese meistens. Bei mir haben Regenbogenlippfische diese gefressen. Die brauchen natürlich auch ein recht großes Becken mit Sandboden, in dem sie schlafen. Sechsstreifenlippfische haben die Waminoa ignoriert.

    kH 6 ist schon ziemlich niedrig, den würde ich eher in die Gegend von 7,5 heben, natürlich langsam im Laufe von mehreren Tagen.

    Stickstoff-Verbindungen sind nicht messbar, wenn Du jetzt noch einen nicht nachweisbaren Phosphatwert hast brauchst Du kaum noch weiter zu suchen, dann hast Du eine handfeste Nährstofflimitierung. Füttere Deine Anemone doch mal mit etwas Frostfutter.

    Silikat ist nicht so wild, messe lieber Phosphat, Dichte und Temperatur.

    Die Wasser-/Schaumgrenze sollte einiges niedriger sein, also mehr Luft in das Gemisch bekommen. Im Abschäumer sind drei Abschnitte: Wasser, Wasser/weißer Schaum, weißer Schaum/braun-gelber Schaum. Die letzte Grenze sollte ein paar Zentimeter unter dem Überlaum in den Becher sein.

    Die Leistung des Abschäumers bricht nach ein paar Tagen zusammen, weil sich auf der Innenseite des Abschäumers oben im Reaktionsrohr Schmutz anlagert, welcher die Schaumbildung behindert. Das ist ein feines Abstimmen, wieviel Luft, Wasser optimal ist und wo die richtige Schmutzschaumgrenze ist, so dass der Abschäumer einigermaßen gleichmäßig abschäumt.

    Die Firma Aquadriver bietet z.B. Deckel an, in die ein Abstreifer eingebaut ist, der regelmäßig das Innere des Reaktionsrohrs reinigt, um die Abschäumung gleichmäßiger zu machen. Dies gibt es auch von einigen anderen Firmen. Wenn man in Urlaub fahren möchte kann das sehr interessant sein.

    Ich würde den Gedanken an eine Kettenschaltung direkt vergessen und schlicht einen größeren Kanister oder Behälter verwenden. Nimm eine kleine Regentonne aus dem Baumarkt, die gibt es günstig und sie funktioniert ohne Probleme mit komplexer Verkettung von Kanistern.

    Für die Lagerung von Osmosewasser verwende ich auch 20l-Kanister, aber als Vorratsbehälter für Verdunstungswasser verwende ich größere Behälter/Kanister. Mein 500l-Becken etwa hat einen 60l-Kanister, der knapp 3 Wochen fasst.

    Wichtig ist nur, dass der hohe Wasserstand im Vorratsbehälter berücksichtigt wird, sonst tropft es unentwegt ins Technickbecken, auch wenn die Pumpe nicht läuft, wenn das Schlauchende niedriger ist als der Wasserstand im Kanister.

    Hallo Peter,

    bei mir hat es gut anderthalb Jahre gedauert, bis die Krabben zuversichtlich wurden und nicht nur nachts aus dem Gestein kamen. Inzwischen sind sie manchmal regelrecht lästig geworden und grabschen nach der Pinzette, wenn ich etwas am Boden arbeiten will in der Hoffnung, dass dort Futter zu finden ist.

    Das rote Licht mag etwas helfen, wichtiger ist aber das blaue Licht, dass auch für die Algen der Hauptenergielieferant ist.

    Den Krabben dürfte kaum etwas aus dem Lebendgestein schaden können, die Wahrscheinlichkeit für Plagen wie Glasrosen und ähnliche Plage-Anemonen oder Strudelwürmer ist deutlich höher. Die Gefahren sind mehr für Korallen als für die Krabben.