Beiträge von Sandy Drobic

    Hallo Stefan,

    das ist immer klasse, wenn die relevanten Informationen tröpfchenweise reinkullern. :grinning_squinting_face:

    Wenn Du für einen Ammoniumgehalt von 0,05 mg/l per Dosierpumpe sorgst, dann darf der Phosphatwert auch Null sein und die Korallen sind weiterhin glücklich, da sie lieber Ammonium als Phosphat aufnehmen.

    Nur solltest Du bedenken, dass Ammonium eben abhängig vom pH-Wert sich mehr oder weniger in das sehr giftige Ammoniak umwandelt. Die Frage, ob Du mehr reinkippen solltest ist würde ich deshalb mit "Nein" beantworten. Ammoniumdosierung ist eine Sache, die mit viel Gefühl geschehen sollte und dem Bewusstsein, dass eine Anreicherung des Ammoniumgehalts oder die Steigerung des pH-Wertes das Becken schnell kippen kann, wenn man nicht sehr aufpasst mit der Konzentration.

    Die 6105 waren bei mir zwiespältig. Zuerst extrem laut und haben sich dann nach einiger Zeit eingeschliffen und in der Lautstärke besser geworden. Richtig still waren sie aber nie.
    Die Tunze 3 ist sofort ruhig und auch ruhig geblieben. Von der Laufruhe eindeutig viel besser, aber leider auch ein echter Klotz im Becken. Selbst in einem großen 2m-Becken macht sich das schon heftig bemerkbar, wenn Du sie nicht verkleiden kannst.

    Du hast ein überwiegendes Steinkorallenbecken, überlege Dir das Risiko gut, eine Anemone mit der hohen Nesselkraft dort einzusetzen. Wie schon im Nebenthread erwähnt: eine Anemone kann durchaus wandern, wenn ihr die Strömungs- oder Lichtverhältnisse nicht gefallen. Und wenn sie dabei quer über die Steinkorallen wandern und sie vernesselt ist ihr das auch völlig egal.

    Im Augenblick sind die Wasserwerte in Ordnung, da würde ich jetzt keinen großen Rabatz machen. Mit vier Jahren dürfte die Palette in der Größe nicht mehr viel zulegen in diesem Becken. Hat der Vorbesitzer erwähnt, in welchem Bereich die Nährstoffe Nitrat und Phosphat bei ihm normalerweise gelegen haben?

    Sollte der kleine Palettendoktor jedoch nicht das passende Geschlecht haben wird es unweigerlich Hackfleisch geben bei der Geschlechtsreife, deshalb würde ich ihn allein deshalb recht schnell wieder herausnehmen, abgesehen von der Futtermenge, wenn eine zweite Wuchtbrumme heranwächst.

    Abgesehen davon dürfte das aber mit den Fischen klappen, da eine gute Menge Korallen bereits vorhanden ist. Wichtig ist nur, dass die Korallen weiterhin wachsen, um die Nährstoffe aufzunehmen.

    Mache Dir regelmäßig Fotos von den Korallen, damit Du vergleichen kannst im Laufe der Zeit, ob die Korallen weiter wachsen oder stagnieren.

    Sehr hübsches Becken! Vor allem ein guter und großer Korallenbestand, der kann etwas an Nährstoffen aufnehmen. Probleme kommen dann, wenn die Korallen ihr Wachstum einstellen, weil ihnen etwas an der Wasserwerten nicht behagt. Sei es, weil die Nährstoffe zu hoch ansteigen, weil kH oder pH oder Ca nicht im Wohlfühlbereich für die Korallen sind oder was auch immer.

    Die eine Palette scheint ja schon etwas größer zu sein, die andere noch recht klein. Hast Du Informationen, wie alt die Fische sind?

    Bei den Lippis kann ich nur drei einigermaßen zuordnen, der gelbe dürfte ein Kanarienlippfisch sein, der gepunktete ein Gelbschwanz-Perllippfisch. Gerade letzterer ist ein Vielschwimmer und ungestümer Becken-auf-Linksdreher. Zähle besser deine Korallen zwei mal, wenn der noch etwas größer wird. Die Korallen landen schneller im Sand vergraben als man hinschauen kann. Der Kanarienlippfisch ist dagegen harmlos. Oben rechts könnte ein Putzerlippfisch sein, aber richtig erkennen kann ich ihn nicht.

    Insgesamt ist die Fischlast schon recht hoch. Wie sehen denn die Wasserwerte aus, insbesondere Nitrat und Phosphat?

    Hallo Adrian,

    wenn mit Pallettis Palettendoktoren gemeint sind, dann gib sie am besten direkt jetzt ab, wo sie noch klein sind. Sie wachsen schnell und brauchen viel Futter. In einem 400l-Becken wird so viel Futter schnell die Nährstoffe hochtreiben.

    Der Zwergkaiser wird wahrscheinlich immer an der einen oder anderen Koralle nippen, das Polypenbild ist nie so schön wie ohne den Zwergkaiser. Wenn Du damit leben kannst ist es gut.

    Bei den LIppfischen kommt es auf die Arten an, einige können recht groß werden und graben dann das Becken auf Links, wenn sie auf Futtersuche sind oder einfach neugierig.

    Insgesamt ist das schon einiges an Fisch, vor allem, wenn sie noch meist Jungtiere sind. Sie wachsen schnell und brauchen dann entsprechend Futter. Um das zu verkraften kannst Du dann schnell ein Vermögen an Phosphatadsorber einsetzen und viele Korallen nehmen so ein Steigen der Nährstoffe auch übel.

    Mache mal ein Foto (bei normaler Beleuchtung) mit einer Gesamtaufnahme des Beckens, dann kann man besser sehen, wie das Verhältnis von Korallen zu Fischen ist.

    Ja, das Problem ist mehr als theoretischer Natur. Ich hatte während einiger Umbaumaßnahmen im laufenden Betrieb das Technikbecken abgekoppelt und die Abdeckung noch draufgelassen, da es teilweise recht kalt wurde.

    Am nächsten Morgen war mein Chelmon tot und die anden Fische sehr träge. Mit dem Entfernen der Abdeckung hat sich das schnell gegeben, da eine Pumpe gegen die Wasseroberfläche gerichtet war und diese gut in Bewegung hielt.

    Nur hatte die Abdeckung eben den Gasaustausch mit der Umgebung so stark behindert, dass es nicht mehr reichte für die Fische im Becken. Dabei war die Abdeckung nicht unbedingt absolut dicht. Aber der Austausch ist deutlich geringer, wenn ein Lüfter dies forciert als ich angenommen hatte.

    Seitdem weiss ich, dass Abdeckung ohne laufenden Abschäumer ein absolutes No-Go ist.

    Bei der Menge kannst Du nur im Umkreis die Händler fragen, ob diese Nachzuchttiere zum Verkauf annehmen, sonst bleibst Du tatsächlich auf einigen der Tiere sitzen.
    Die Chancen dafür dürften nicht schlecht stehen, da Nachzuchttiere generell inzwischen einen sehr guten Ruf geniessen und diese auch für Kunden immer attraktiver geworden sind.

    Frage am besten frühzeitig an, dann kannst Du besser planen.

    Für mich ist es leider noch etwas zu früh, sonst hätte ich gerne den einen oder anderen genommen.

    Wenn es mit etwas moderneren PAR auch sein darf, dann kommen viele SPS mit 150 bis 450 PAR hervorragend aus, genauer gesagt ist das dann schon die Sättigungsgrenze, bei Fütterung kann sich das etwas steigern, aber generell reichen 200-300 PAR, um die Korallen gut wachsen zu lassen. Es kann aber gut sein, dass sie so eher unansehnlich braun sind, aber gut wachsen.

    Wenn es aber um Farbausprägung geht, dann darf es auch etwas mehr sein.

    Einige Korallenzüchter setzen deshalb auch auf eine Wachstumsphase bei etwas schwächerem Licht und eine Farbausprägungsphase, um die Korallen für den Verkauf bereit zu machen.

    Wenn Burkhards Schätzung hinkommt, dann sind es einige Quadratmeter aktive Oberfläche im Abschäumer, allerdings hat ein größeres Becken auch einiges an Oberfläche. Vernachlässigen würde ich den Einfluß deshalb nicht.
    Mindestens genauso wichtig ist aber bei der Oberfläche das Beseitigen der Kahmhaut, da diese nicht nur den Gasaustausch behindert, sondern auch das Licht enorm schluckt.

    Solltest Du das Becken abdecken wollen, um die Verdunstung einzudämmen, dann geht es mit dem Abschäumer für den Gasaustausch durchaus, aber ohne Abschäumer verarmt das Becken dann sehr schnell an Sauerstoff. Dass der Abschäumer läuft ist also absolute Pflicht.

    Hallo Burkhard,

    das war nicht auf meinem Mist gewachsen, der Magnetic Filter, den ich einsetze verwendet jetzt eine aktive Luftpumpe mit Sprudelstein zum Lockern des Granulats. Das funktioniert sehr gut und das Prinzip kann natürlich auch bei anderen Filtern verwendet werden.

    Wenn Du gesetzestreu bleiben möchtest, dann macht es wenig Sinn. Du kannst die Mehrwertsteuer unterschlagen und hoffen, dass es dem Finanzamt nicht auffällt.
    Ab und zu kannst Du Händlerpreise für Großabnahmen bekommen oder z.B. direkt bei DeJong einkaufen, aber wirklich lohnen tut sich das nicht als Privater.

    Auf der anderen Seite verlierst Du den Schutz, den ein privater Käufer gegenüber einem anderen Händler hat. Etwas, was man erst schätzen lernt, wenn man den Schutz nicht mehr hat.

    Gerade bei Fischen zahle ich lieber etwas mehr und überlasse Joe und Konsorten das Problem der Eingewöhnung und ans Futter bringen. Wenn der Fisch dann ruhig und zufrieden zwischen Korallen schwimmt, ich damit sehe, dass er bei normalen Aquarienbedingungen ohne Medikamente gehältert wird ist das deutlich billiger als wenn ich eine eigene Quarantäne und Eingewöhnung vornehmen muss.

    Von daher würde ich das zurückstellen, bis ich zu viel mit Korallenhandel von Ablegern verdiene und ohnehin zum Anmelden eines Gewerbes gezwungen bin.

    Ich habe vor ein paar Jahren den gewerblichen Sachkundenachweis für den Meerwasser-Handel gemacht, da ich daran dachte, dass es eventuell sinnvoll ist wegen der sich laufend verschärfenden Bestimmungen im Aquarienumfeld, aber ein Gewerbe habe ich nicht angemeldet.

    In einem normalen Riffaquarium pflegst Du Korallen und Fische und achtest nicht so scharf auf die Bakterien, diese sollen eher möglichst wenig stören, also marginalisiert man den Einfluß der Bakterien über die Verringerung der verfügbaren Fläche für Bakterien.

    Die Wasserfilterung wird in modernen Systemen ohnehin mehr mechanisch über Abschäumer und Vliesfilter gemacht als über Bakterien in Nitratfiltern oder Deep Sand Bed abgewickelt.

    Warum also Bakterienzucht mit großen Mengen Siedlungsfläche fördern?

    Hallo Bernd,

    einem alten Hasen wie Dir brauche ich nicht zu erzählen, dass man nie auslernt. Wenn man die Augen offen hält sieht man auch nach Jahrzehnten immer wieder neue Sachen. :face_with_tongue:

    Wenn Du die Dosierungen jetzt etwas mehr zeitversetzt hineingibst und damit weniger ausgefällt wird prüfe das ruhig mit etwas mehr kH und Ca-Messung. Schließlich wird so auch die Effizienz der Dosierungen gesteigert und der Verbrauch verringert.

    Hallo Bernd,

    ich bezweifle, dass es an den Ballingflüssigkeiten an sich liegt, sondern es wird viel mehr am Zusammenspiel mit dem Wasser im Becken liegen oder weil die Abstände zwischen der Dosierung der einzelnen Flüssigkeiten zu gering ist.

    Wenn z.B. Dein kH recht hoch ist und Mg relativ niedrig, dann wird sich ein guter Teil der Ca-Zufuhr als Kalkpulver niederschlagen. Das liegt nicht an den Ballingflüssigkeiten, sondern am Aquarienwasser, weil dort der optimale Bereich verlassen ist. Das meine ich mit Ursachenforschung, warum die Ausfällungen stattfinden.

    Wenn der UVC-Klärer keine Besserung bringt ist es wahrscheinlich nicht eine Bakterien- oder Algenblüte, auch wenn 36W nicht besonders viel sind für ein 1000l-Becken.

    Dann bleibt als Möglichkeit noch Detritus/Staub von Aufwirbelungen/Wühlaktivitäten wie von Lippis/Grundeln oder eine Ausfällungsreaktion, wenn z.B. Zuführungen von Ballingflüssigkeiten als feiner Kalk ausfallen. In dem Fall kannst Du mit Filterwatter oder besser noch einem Vlieserfilter dies ausfiltern.

    Allerdings würde ich bei Ausfällungen auch die Ursache der Ausfällungen angehen.

    Hallo Andreas, hast Du die Stream 3 waagerecht montiert oder senkrecht mit Umlenkwinkel. In letzterem Fall könnte ich das nachvollziehen.

    Die am weitesten reichenden Pumpen sind wohl die von Panta Rhei, die sind sehr stark gebündelt und haben eine hohe Austrittsgeschwindigkeit von bis zu 3,3m/s. Das ist schon etwas grenzwertig bei voller Leistung. Sie sind leider auch sehr teuer.

    Ich habe mich gerade etwas umgeschaut und gesehen, dass bei Mrutzek etwa Sulawesi-LS im Shop aufgeführt ist, wenn auch ziemlich teuer.
    Auch bei Whitecorals ist explizit Indonesiches LS aufgeführt.

    Es scheint, als ob es wieder tatsächlich neue Importe gibt. Das freut mich. (^-^)

    Teilweise liegt es wohl auch an dem kleinen Topf vom Abschäumer, der ziemlich grenzwertig ist mit einem 250l-Becken. Der hat ja nur 200ml als Topf.

    Aber die vielen Borstenwürmer bei fehlendem Detritus (laut OP) sind wirklich ein Zeichen von zu viel Futter.
    Vielleicht beser etwas weniger füttern und lieber nach 5 Minuten noch eine zweite kleine Portion?

    Je weniger es regnet, desto dreckiger ist das Dach, wenn der nächste Regen dann einmal kommt. Ich hatte gestern schon ziemlich ungläubig durch die Frontscheibe meines Autos geschaut, was sich in einem Tag allein alles an Dreck darauf angesammelt hatte, wenn es nur auf dem Parkplatz steht.

    Für mich ist die Osmoseanlage vor allem eines: ein Garant für ständig verfügbares, gleich gutes Wasser.

    Na ja, das Problem ist wohl eher, dass Du zu den wenigen Glücklichen gehörst, denn so etwas überhaupt möglich ist. Ich habe kein Dach, wo ich Regenwasser abgreifen kann. :face_with_tongue:

    Solange man kein Kupfer, Blei oder anderes Metall verbaut hat sollte das kein Problem sein.

    Hallo Bernd,

    natürlich geht vieles auch anders als immer nur optimal teuerstes Material einzusetzen. Grundsätzlich ist auch nichts dagegen zu sagen.

    Nur muss eben auch gerade für die Einsteiger aufgezeigt werden, was dann die Einschränkungen sind und wie man mit diesen Einschränkungen leben kann und sollte. Das ist nämlich etwas, was ein Anfänger nur in der Praxis erlebt, weil er diese nicht einschätzen kann.

    In diesem Fall haben wir hier einige Meinungen und Einschätzungen zusammengetragen, so dass der OP sich daraus seine eigene Meinung bilden kann.