Beiträge von Sandy Drobic

    Heute ist mein Atemkalk gekommen und läuft seit ca. einer Stunde. Dann bin ich mal gespannt gespannt. Dann hätte ich gleich nochmal eine Frage. Soll ich die Ansaugluft vom Atemkalk auch von draußen nehmen ( das Loch in der Wand ist ja nun mal da) oder besser vom Raumluft? Luftfeuchtigkeit im Raum habe ich ca. 30

    Wenn Du es einrichten kannst ist es durchaus sinnvoll, die Außenluft zu nehmen. Dann wird der Atemkalk nicht so schnell verbraucht als wenn er Raumluft nimmt.

    Alternativ kannst Du es auch so sehen, dass die Raumluft mit durch den Atemkalk für DICH gefiltert wird, denn Dir tut es ebenso wenig gut, wenn hohe CO2-Werte für Konzentrationslosigkeit oder sogar Kopfschmerzen führen.

    Ich habe bei mir z.B. einen Bubbleking Doublecone Abschäumer, und der zieht bis zu 1500-2000 Liter Luft pro Stunde durch auf maximaler Leistung. In einem Raum mit 70 Kubikmeter wird der CO2-Gehalt deutlich reduziert. Aber eben auf Kosten der Standzeit des Atemkalks.

    Bei normalem Abschäumergebrauch (ca. 30-40 Watt Leistung) reicht so eine 5l-Füllung für 4-7 Wochen. Grob kann ich einen 5l-Kanister Atemkalk alle anderthalb Monate wechseln. Im Winter ist der Atemkalk bei mir absolute Pflicht, im Prinzip für die Dauer der Heizperiode.

    Daniel meint den Gehalt von CO2 in der Luft nach dem Atemkalkreaktor. Wenn Du gute Werte hast, dann hat die Frischluft etwa 440 mg/l (ppm), nach dem Atemkalk ist das reduziert auf max. 15 mg/l CO2.

    Von daher ist es deutlich effektiver, den Atemkalk zu nehmen. Es ist auch ein Unterschied, ob Du einen Bubbleking mit 2000 l/h Lufteinzug nimmst oder einen schwachen Abschäumer, der nur 600l/h Lufteinzug hat.

    Zusätzlich kannst Du auch ruhig ein CO2-Messgerät für die Luft im Raum aufstellen, dann wirst Du staunen, wie schnell der Wert über 800mg/l in der Luft geht. Dieses arbeitet dann im Luftaustausch über die Oberfläche gegen den Abschäumer und beeinflusst dies dann eher negativ. Dagegen hilft dann nur Lüften, Lüften, Lüften.

    Deshalb ist Atemkalk deutlich effektiver als nur eine Ansaugung über die Aussenluft. Im großen Pack gekauft ist der Atemkalk auch erträglich günstig.

    Günstig ist das Angebot nicht, aber es kommt eben auf die Details an. 19mm Weissglas ist schon heftig teuer. Dafür sollte aber auch eine Poolversion des Beckens möglich sein bei 75cm Höhe. Ich würde überlegen, ob am oberen Rand eine Seitenleiste zur Sicherheit nicht eine gute Idee ist. Auf die Querstreben würde ich verzichten.

    Du wirst das Becken wahrscheinlich vor Ort kleben lassen, ein Aquarium von fast 300kg ist ein Monster im Stück zu bewegen.

    Möchtest Du die Technik in den Keller verlegen oder findet diese unter dem Becken Platz? Soll das Becken freistehend platziert werden oder in einer Sitzecke, wo das Becken sowohl im Sitzen als auch im Stehen betrachtet werden soll?

    Wie planst Du den fischigen und Korallenbesatz?

    Ich würde den Rowaphos erst mal reduzieren und langsam den Phosphatwert steigen lassen bis etwa 0,05 mg/l.

    Um zu überprüfen, wie es mit der Lichtstärke steht würde ich ein PAR-Meter (bitte kein Luxmeter) ausleihen und die Lichtstärke am Standort der Korallen überprüfen. Dann kannst Du besser einschätzen, wie es mit dem Licht und der Beleuchtungsdauer steht.

    Hallo ... seltsamer Name...

    ich könnte mir zwei Punkte vorstellen, welche zu untersuchen interessant wären. Zum einen der pH-Wert. Der CO2-Gehalt ist in den letzten Jahren beschleunigt gestiegen und hat eine Höhe erreicht, welche bei weniger Lüften zu erhöhten Werten in der Raumluft führt. Dies drückt schnell auf den pH-Wert, gerade im Winter. Das hat mir auch schon einige Probleme bereitet. Meine Lösung war, Atemkalk zum Entfernen des CO2 vor den Abschäumer zu hängen, welches das Problem des niedrigen pH-Werts gelöst hat.

    Ein anderes Problem ist die relativ schnelle Senkung des Phosphatwerts, die vielleicht etwas zu schnell stattgefunden hat und etwas zu niedrig gelandet ist. Schwankende Werte bei pH und PO4 wären eine Erklärung, dass empfindlichere Korallen leiden. Wenn Du bei 0,02 auch nur um 0,01 schwankst, dann ist das eine relativ hohe Schwankung, die schnell auch in die Nährstofflimitierung geht. Schwankst Du bei 0,04 mg/l um diese 0,01 mg/l ist die Schwankung relativ gesehen weniger wild und von einer Nährstofflimitierung besser entfernt.

    Von daher wäre meine Anregung, den PO4 eher etwas zu steigern auf 0,04-0,05 mg/l, das ist deutlich stabiler als zu nah an die Nährstofflimitierung zu gehen.

    Ich gehe jetzt davon aus, dass beim kH keine besonderen Schwankungen vorliegen.

    Hallo Klaus,

    wenn Du etwas geschickt bist kannst Du durchaus so ein Becken wieder an den Silikonfugen auseinandertrennen und später wieder zusammenkleben.

    Allerdings ist der Aufwand deutlich höher als man zuerst denken würde. Das saubere Auftrennen der Scheiben ohne Kanten oder Ecken zu zersplittern klappt durchaus mit etwas Geschick. Das Säubern von Silikonresten ist eine mehr oder weniger mühselige Arbeit, für die Du eher ehige Tage als Stunden einplanen solltest.

    Und wenn Du den Ehrgeiz hast, das Becken selbst wieder zusammenzukleben, dann würde ich Dir lieber raten, das zu lassen und einen Fachman dies machen lassen. Was so einfach aussieht ist tatsächlich sehr mühselig, alles richtig zu machen und erfordert einiges an Wissen, um die Verklebung sauber zu gestalten.

    Wenn das dann noch eines von den Becken ist mit vielen kleinen Glasstreben über den Silikonkanten zum Schutz, dann kannst Du das Becken besser neu kaufen, sonst zahlst Du mit einem sehr hohen Aufwand an Zeit und Mühe.

    Hallo Julian,

    meistens sind es Gemenge von Kieselalgen mit Dinos und teilweise Cyanos. Erster Schritt bei mir ist dann immer, die Kieselalgen zu reduzieren durch Minimierung der Silikatzufuhr, also den Harzfilter hinter der Osmose optimieren, dann sind die Kieselalgen bald Geschichte, was auch das Wachstum der Dinos behindert.

    Ob sich das bemerkbar macht hängt immer vom Einzelfall ab. Je nachdem, was diese "Zugaben" sind ist das unkritisch oder unbrauchbar.
    Wenn jemand jede Woche 10 Prozent Wassertausch macht ist das auch etwas anderes als wenn jemand nur alle halbe Jahr drei Liter wechselt. Dann kann sich schon etwas im Becken anreichern.

    Den Spherasorb ist völlig okay, den habe ich auch schon verwendet.

    Mike: Du musst Dich unbedingt um den pH kümmern, der Kohlendioxidgehalt zieht den pH-Wert vermutlich so weit runter, dass durch die Fotosynthese dies nicht ausgeglichen werden kann.

    Um zu sehen, was sich beim Einsatz des Atemkalks ändert brauchst Du natürlich einen vorher/nachher Vergleich.
    Ich hatte früher auch gedacht, dass pH nicht gemessen werden muss, wenn der kH genügend hoch ist, aber das hat sich mit dem Kohlendioxid geändert. Jedes Jahr geht der Gehalt in der Luft etwas weiter hoch. Die Kurve geht ziemlich brutal nach oben.

    https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/in…d-Konzentration

    Was den Energieaufwand betrifft ist dies meiner Meinung nach bei CL nie der treibende Grund gewesen, das ist eher, die Umsetzung der Strömungserzeugung möglichst unsichtbar zu gestalten und die Strömung über genügend Ausgänge ausreichend zu verteilen ohne das Bild eines Korallenriffs zu stören mit Technik, die sich störend in den Vordergrund schiebt.

    Ästhetik vor Effizienz. Schließlich ist das Hobby und nicht Logistik. Sonst zieht man den Stecker, stellt ein paar Plastikkorallen mit Gummifischen ins trockene Becken rein und erreicht so eine 99 Prozent Effizienz. :face_with_tongue:

    Wenn Du Effizienz erreichen möchtest, dann würde ich zuerst überlegen, wo die größten Ersparnisse möglich sind und ob man mit den Anpassungen leben kann oder ob man lieber doch ein normales System mit etwas mehr Energieaufwand nehmen möchte.

    Beispiel:
    Ein Standardbecken aus Glas mit 250x100x70 wäre ein schönes Format, wo man dann so ein Reichweitenproblem schon mal bekommen kann. Da muss man schon einiges an Leistung für die Strömungspumpen rechnen.
    Du kannst aber auch zuerst das Becken für Strömung optimieren und z.B. ein Oval aus Plexiglas nehmen. Dort wird die Strömung deutlich besser durch die Rundungen geführt und Du erhälst mit viel weniger Leistung eine Ringströmung. Plexibecken sind aber recht teuer und teilweise auch empfindlich. Und ob jemand die Rundungen haben möchte und nicht doch lieber gerade ohne Verzerrungen ins Wasser schauen möchte ist halt Geschmackssache.

    Beispiel:
    Technikbecken gegen Technikabteil oder Technikbecken auf gleicher Höhe im Nebenraum. Ein Technikabteil spart fast die Rückförderpumpe ein. Da diese 24/7 läuft ist das nicht ganz ohne. Dafür können sich viele nicht mit dem Technikabteil richtig anfreunden, weil es Platz im Schaubecken frisst und die einsetzbare Technik begrenzt ist. Einen Vlieser nachzurüsten ist da nicht so einfach.

    Beispiel:
    Flächendeckende Beleuchtung gegenüber Akzenten über Säulen. Je nach Vorstellung wie das Becken aussehen soll setzen einige eine flächige Beleuchtung in hoher Intensität über das Becken, weil sie SPS flächig im Becken verteilen möchten. Andere wiederum möchten mehr LPS, setzen Riffsäulen und über die Säulen dann die Beleuchtung, während die Sandflächen deutlich weniger LIcht bekommen und kein flächendeckender Korallenbewuchs angestrebt ist.

    Was ich aber aus eigener Erfahrung gemerkt habe ist, dass es meist Probleme gibt, wenn man ein großes Becken aufsetzt mit dem Ziel, die laufenden Kosten so klein wie möglich zu halten. Da sollte man sich selbst gegenüber ehrlich sein, sich die Kosten nicht klein reden und zugeben, dass ein großes Becken eben nicht für kleines Geld unterhalten werden kann. Es kostet leider immer mehr als man penibel ausgerechnet hat.

    Die Begründung steckt in der praktischen Erfahrung, was sinnvoll ist im Einsatz zur Strömungserzeugung. Hier hat sich eine Strömung mit hoher Geschwindigkeit als nicht sinnvoll erwiesen.
    Stell Dir einfach mal vor, Dein Konzept mit dem Schneidstrahl wird in der Realität umgesetzt und Du schiesst einen Strahl mit 20m/s in einem 2m-Becken ab. Du bekommst eine Menge Verwirbelungen und wenn am Ende des Beckens noch einiges ankommt, eine Überschwemmung am anderen Ende des Beckens. Das ist im höchsten Maße unpraktisch. :grinning_squinting_face:
    Strömung mit mehr als 50cm pro Sekunde in einem Bereich mit Korallen ist schon sehr grenzwertig. Deshalb ist das Ziel der Strömungbildung eher viel Wasser mit wenig Geschwindigkeit zu bewegen.

    Effizienz schön und gut, aber mit einer Schneidstrahl-Charakteristik ist das eher "Effizienz gelungen, Bedarf bei Strömung völlig verfehlt".

    Typisch für die Jahreszeit ändert sich das Lüften, und dementsprechend sammelt sich das Kohlendioxid im Raum. Das sorgt dafür, dass das Becken langsam versauert und der pH-Wert unfein sackt.

    Dies fördert die Algen im Becken. Im nächsten Schritt werden die Steinkorallen leiden und danach teilweise auch Weiche.

    Bei mit hat Atemkalk geholfen, den pH-Wert wieder auf das normale Niveau zu heben. Nach drei Wochen mit Atemkalk sind die Algen deutlich zurückgegangen.

    Im Prinzip hast du bei diesen Düsen einen Einlauf an der hinteren Seite der Düse, wo durch den Strahl noch zusätzliches Wasser mitgezogen wird. Diese Arbeit bremst den Strahl, führt aber eben mehr Wasser mit.

    Verwirbeln führt dazu, dass der Strahl seine Reichweite schnell verliert. Das sieht man bei den Vortech MP40 sehr schön, diese haben einen Strahl, der sich schnell auffächert und auf breiter Front eine verwirbelte Strömung erzeugt. Dafür ist die Reichweite sehr stark eingeschränkt. Bei einem 2m-Becken kommt am anderen Ende dann praktisch nichts mehr an. Die Panta Rhei Pumpen hingegen haben einen sehr weitreichenden Strahl, der mühelos auch über Meter geht.
    Bei einem Würfel hingegen mit Kantenlängen von 70cm oder sogar weniger erzeugen die Vortech Pumpen eine gute Strömung.

    Die rechten Winkel rechts dürften zum Ablauf/Notablauf gehören, der Rücklauf links hat nur die zwei 45°-Winkel, das sollte noch gehen.
    Aber eventuell können Kavitationen an ungenau geklebter Verrohrung auftreten, wenn etwa das Rohr nicht ganz sauber und vollständig in die Winkel reingeschoben ist.

    Mache am besten mal ein Experiment in der Praxis: Nimm eine Pumpe und setze dort ein Rohr mit Düse drauf und schaue dann mal, was im Wasser dann wirklich an bewegtem Volumen erzeugt wird. Das größte Problem wird dabei der typische Bogen/Winkel am Ende des Rohrs sein, der bei CL meist verwendet wird. Dieser sorgt nämlich für schnelle Verwirbelung des Strahls aus der Düse und frisst die Reichweite damit auf.

    Wichtig ist damit auch die Form der Düse, die dafür sorgen muss, dass der Strahl am Ausgang möglichst laminar wird und nicht sofort verwirbelt. Nur dann bekommst Du Reichweite.

    Für einige Pumpen gibt es diese Düsen, welche den Wasserfluss angeblich vervielfältigen und dafür den Strahl bremsen. Für die ECM63 wäre dies hier so eine Düse:
    https://shop.panta-rhei-aquatics.com/Eigene-Produkt…W-63::7582.html

    Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass Rückmeldungen von MeWa-Aquarianern kamen, welche die Korallen im Umfeld des Pumpenstrahls damit vernichtet haben und die Strahlgeschwindigkeit senken wollten.

    In einem Korallenbecken mit Fischen möchte man definitiv keinen Schneidstrahl mit 20m/s Düsengeschwindigkeit. (^-^)
    Selbst Panta Rhei hat seine Pumpen auf maximal 3,3m/s getrimmt, um Verletzungen bei den Fischen zu vermeiden.

    Je kleiner der Durchmesser ist, desto weniger Volumen wird bewegt und weniger höher die Verluste der Pumpe. Deshalb sind die Durchmesser bei CL ja gerade so groß, um diese Verluste zu begrenzen. Ab etwa 2m/s Geschwindigkeit nimmt die Reibung(=Verlust) im Rohr spürbar zu. Wenn Du eine größere Reichweite möchtest ist es deshalb sinnvoller den Austritt zu optimieren um die Strömung nicht direkt so stark verwirbeln zu lassen.
    Das wird nämlich bei einem Düsenaustritt bei hoher Geschwindigkeit sehr schnell eintreten, dass durch viele Verwirbelungen die Energie verloren geht und nicht zu einer Bewegung des Beckenwassers als Gesamtkörper führen wird.

    Hallo Holger,

    wenn der kH-Test nicht auf 0,1 anzeigen kann, dann werfe ihn weg! Das ist einfach zu ungenau, um damit arbeiten zu können.

    Bei einem kleinen Becken ist es am Anfang möglich, das Osmosewasser nicht selbst zu produzieren. Auf längere Sicht ist es aber praktischer und billiger, das Osmosewasser selbst zu erstellen.

    Ca bei 340 mg/l ist schon fast im Keller, das kann ich mir nicht vorstellen nach der kurzen Standzeit des Beckens.

    Mit dem Lüften, was ich erwähnt habe, war auch das Zimmer, in dem das Becken steht, gemeint. Im Winter lüftet man deutlich weniger als im Sommer, wo das Fenster und die Tür oft dauerhaft offen ist. Das führt dazu, dass im Winter sich deutlich mehr Kohlendioxid ansammelt in der Luft. Mit dieser mit CO2 angereicherten Luft führt der Abschäumer dann einen Gasaustausch durch, und so reichert sich langsam auch im Becken das Kohlendioxid an.
    So bekommst Du dann auch ganz praktisch bei Dir selbst die Ansäuerung des Wassers mit und erhälst die gleichen Folgen: eine Senkung des pH-Wertes, bis die Korallen dies mit Sterben quittieren. Ich habe mir ein Messgerät geholt und war erschrocken, wie schnell das geht mit der Anreicherung der Luft mit CO2 und wie lange und oft gelüftet werden muss, um das Kohlendioxid wirksam zu reduzieren.

    Hallo Holger,

    so ganz traue ich Deinen Messwerten nicht. Bei einem frisch aufgesetzten Becken sollten diese Werte nicht möglich sein. Insbesondere der kH-Wert kann sehr genau bestimmt werden und muss es auch, um den Verbrauch richtig zu bestimmen.
    Wenn wirklich kein Phosphat im Becken ist, hast Du eine Mangelsituation. Allerdings sehen die Korallen nicht danach aus, dass wirklich kein Phosphat vorhanden wäre.

    Gleiche die gemessen Werte am besten mit einer Meerwasserreferenz ab, um zu sehen, um wieviel die Tests daneben liegen.

    Antworten ist schwierig, aber ich hätte noch ein paar Fragen, da Du bisher nur sehr wenige Informationen mitgeteilt hast.

    Wie lange läuft das Becken und wie lange sind die Korallen im Becken?
    Gibt es andere Korallen, die Probleme zeigen?
    Welche Wasserwerte hast Du in jüngster Zeit gemessen?

    Bei der grünen Monti könnten es Wachstumsspitzen sein, aber auch ein langsam beginnendes Ausbleichen. Etwas misstrauisch macht mich die recht große helle Spitze ganz rechts, das sieht nicht mehr wirklich nach Wachstumsspitze aus.

    Die digitata hat sehr scharf umrissene Ausbleichungen, eher Fressstellen oder Ablösungen. Hast Du die Korallen in einen Dip gegeben vor dem Einsetzen? Wenn Du kannst würde ich die digitata noch einmal mit einem Korallendip baden und schauen, was da an Kleingetier runterkommt.

    Insgesamt würde ich den pH-Wert mit einem ordentlichen Test bestimmen, ob vielleicht insgesamt zu wenig gelüftet wurde und der pH-Wert durch den hohen CO2-Gehalt in der Luft das Becken übersäuert hat. Das ist jetzt so die typische Zeit dafür, wenn es kühler wird und die Heizperiode anfängt. In dem Fall würde ich Atemkalk empfehlen.

    Die Lichtmengenangaben bei der LED sind immer auf die nackte LED bezogen. Diese haben bereits eine eingebaute Linse, welche meist eine Strahlungscharakteristik mit einem Öffnungswinkel von 80-140° haben. Dies bedeutet nicht, dass das GESAMTE LIcht in diesen Öffnungsbereich fällt, sondern, dass nur der Großteil des Lichts in diesen Bereich fällt.

    Gemessen wird hierbei der Teil, wo noch 50 Prozent der maximalen Intensität anfallen. Hier etwa bei -60 bis +60 Grad. Trotzdem wird ein gewisser Anteil in noch steilerem Winkel abgestrahlt, wie man im Diagramm gut sehen kann.
    Diese Strahlungscharakteristik wird durch die Linse erzeugt, welche direkt auf den LED-Chip gegossen wird. Sonst wäre sie tatsächlich ein Punktstrahler mit annähernder Kugelcharakteristik.

    Darauf setzen viele Hersteller aber noch eine zusätzliche LInse, welche das Licht der LED stärker bündelt. Diese wiederum erzeugt weitere Medienübergänge und reduziert das Licht deshalb weiter.

    Nur wenige Hersteller verwenden Reflektoren, welche dieses seitwärts austretende Licht wieder in das Wasser lenken, ohne das bereits im richtigen Winkel austretende LIcht durch zusätzliche Medienübergänge zu schwächen. Das ist in erster LInie eine Preisfrage.

    Die Entwicklung der LEDs geht ja immer weiter und entsprechend werden die LEDs auch effizienter, aber bisher ist der Vorteil der LEDs bezüglich LIchtausbeute im Vergleich zu eingesetzter Strommenge nicht so überwältigend wie es oft dargestellt wird.

    Grob würde ich sagen, eine LED-Lampe schafft etwa ein Viertel bis ein Drittel mehr an Lichtleistung verglichen mit einer T5-Lampe. Das ist im Bereich, wo eine gut geputzt Abdeckscheibe fast noch mehr an Unterschied bringt.

    Hallo Thomas,

    dass eine LED 100 Prozent des Lichts ins Aquarium bringt ist eine Illusion. Grundsätzlich braucht eine LED-Lampe immer eine Schutzabdeckung wie etwa Plexiglas, und diese sorgt schon dafür, dass etwa 10 Prozent von der Abdeckung geschluckt werden.

    Ein weiterer Teil wird wegen der Strahlungscharakteristik der LED zur Seite gelenkt und kommt wegen Totalreflektion nicht ins Wasser. Dies dürften ebenfalls etwa 10 Prozent sein. Selbst eine Linse, welche das Licht bündelt schluckt wieder wegen der Medienübergänge 10 Prozent, es kommt also auf das gleiche heraus.

    Bei einer T5 mit gutem Reflektor dürften ebenfalls etwa 80 Prozent ins Becken kommen. So groß ist der Unterschied von der Lichtausbeute nicht zwischen LED und T5 in der Realität. Ich würde eher den Unterschied sehen in der Wärme, die eine Lampe ins Becken strahlt, da ist die LED deutlich im Vorteil.

    Das ist ähnlich wie die Frage, warum man einen Porsche mit roter Metalic-Lackierung bestellt und elegant geschwungener Kontur baut und nicht in Beton-Farbton und Käfergehäuse.

    Funktion allein reicht nicht, es muss auch das Auge befriedigt werden.

    Aber tröste Dich, nichts hindert Dich daran, Deinen Abschäumer mit Schmiergelpapier zu säubern und mit einem Spachtel die Reste zu beseitigen, dann sieht man wenigstens, dass es sich um ein Gerät handelt, dass auch kräftig gebraucht wird. :grinning_squinting_face:

    Das Berliner System ist immer noch aktuell, aber das monatelange Einfahren ist tatsächlich passe.
    Augenblicklicher Stand ist, dass die Wasserwerte für den Besatz von Korallen/Fischen stimmen müssen und keine Belastungen enthalten dürfen.
    Dann kann direkt mit den ersten robusten Korallen besetzt werden, bevor die Algen wuchern und sämtliche Nährstoffe verbrauchen.

    Schade, dass so ein großes Becken stillgelegt wird, aber so ist leider der Lauf der Dinge. Alles hat mal ein Ende.

    Die Scheiben haben ein heftiges Gewicht bei der Stärke, insbesondere die langen Seitenscheiben. Zerschneide die Scheiben ruhig am Silikon mit dem Cuttermesser oder mit Schneidedraht. Zum Halten sind ein paar Glasheber sehr nützlich, um sie nicht unkontrolliert plumpsen zu lassen.

    Wenn der Platz da ist lege die Scheiben flach in, das ist am sichersten. Ritze dann mit einem Glasschneider handliche Stücke von 50cm oder so ab und bringe sie mit einem beherztem Klopfer mit einem kleinen Hammer zum Sprung. Dann sollte die Entsorgung ohne Splitter und Kreuzbruch abgehen. Ich würde das mit ein paar Abfallstücken Glas üben.