Bei mir war einer gute 7 Jahre im Becken und starb nur durch einen Unfall.
Beiträge von Sandy Drobic
-
-
In den Ecken befindet sich ja der Schnellverbinder, deshalb habe ich dort die Nut abgefräst.
-
Allein in den Werten hast Du bereits einen Phosphatwert von 1,7 ml/l drin, das ist etwa das 10-20fache der wünschenswerten Menge für ein Meerwasseraquarium. Wenn Du dies auch für das Verdunstungswasser noch verwendest bekommst Du einen PHosphatwert, den Du nicht mehr unter Kontrolle bekommen kannst.
Empfohlen ist ein Wert von 0,05-0,1 mg/l, viel mehr sollte es nicht sein.Das bezahlst Du dann später mit teurem Phosphatadsorber und der Notwendigkeit eines Filters, wo der Adsorber eingefüllt wird. Wie gesagt, es war das Minimum, was ich aufgezählt hatte, nicht die Vollaustattung, wo man auch berücksichtigt, was man noch alles oft braucht wie Phosphatadsorber und Aktivkohle, Wattefilter für Trübungen usw.
-
Lebende Steine sind erst mal nur Transportmedium für Biologie. Sie bringen den Grundstock an Algen, Bakterien, Kleinkrebsen und Würmern ins Becken. Becken mit gutem Bestand an lebenden Steinen sind meist schneller im Gleichgewicht und vertragen schneller biologische Last für das Becken.
Erst, wenn Leben ins Becken kommt beginnt die Einfahrphase, in der sich die Algen- und Bakterienpopulation einregelt. Teilweise verzichten die Leute auch auf lebende Steine und rechnen damit, dass dies schon mit den Korallen und deren Ablegersteinen bereits mitgebracht wird.
Die Osmoseanlage hat nichts mit dem Becken zu tun! Du brauchst einen Anschluss für den Wasserhahn oder wie die Waschmaschine an der Wasserleitung, um die Osmose anzuschließen. Das Wasser wird dann durch die Membran gepresst und aufgeteilt in Reinstwasser (geht dann in Kanister) und Abwasser, angereichert mit ausgefilterten Ionen.
Am einfachsten ist es, wenn Du sie im Bad in die Badewanne setzen kannst zusammen mit dem Wasserkanister, wo das Reinstwasser eingefüllt wird. Schliesse sie einmal pro Woche an den Hahn, lasse sie ein paar Stunden laufen und Wasser produzieren, das Abwasser kann in der Badewanne direkt ablaufen.
Wenn Du sie vergisst gibt es keine Überschwemmung und alles ist gut.
Praktisch sind 10-20l Kanister, die es für wenig Geld gibt und reichen, um ein bis zwei Wochen damit auszukommen. -
Hallo Nicole,
wenn Du die Frage etwas umformulierst kommst Du auf eine praktischere Antwort:
- Was musst Du am Anfang alles machen können, um das Becken sinnvoll zu starten?Du fängst damit an, dass Du Wasser aufbereitest, weil die meisten Gebiete nicht geeignet sind, direkt das Trinkwasser aufzusalzen. Das fängt schon damit an, dass die Wasserwerke oft sogar Phosphat und Silikat zusetzen, um die Rohre zu schützen. Ein guter Hinweis ist immer die jeweilige Analyse des zuständigen Wasserwerks, die oft die entsprechenden Analysen veröffentlichen.
- Osmoseanlage mit Harzfilter dahinter
- Thermometer
- Dichtemesser (Spindel mit Messzylinder, Refraktometer)Dann wird die notwendige Menge Salz abgewogen (Waage!) und ins Mischgefäß gegeben, am Anfang direkt ins Becken mit Osmosewasser zur Einfachkeit. Wenn das Wasser dann nicht eiskalt aus der Leitung kommt, dann löst sich das Salz auch vernünftig. Ob Du nun einen Heizstab nimmst oder einen Tag wartest, bis das Wasser aufgewärmt ist durch die Raumluft bleibt Dir überlassen.
Im Becken brauchst Du als absolutes Minimum eine Strömungspumpe und Licht, weil Korallen darauf angewiesen sind, dass das Wasser zu ihnen kommt und Nährstoffe, Sauerstoff und Möglichkeit zum Stoffwechsel gibt. (Strömungspumpe, Beleuchtung)
Du freust Dich am schönen Anblick der Korallen und merkst dann sehr schnell, dass da eine Art Schmierfilm auf der Wasseroberfläche ist: Strömung, Wasser und viel Licht sorgen für ein gutes Wachstum von Mikroalgen und Bakterien und es bildet sich eine Schicht auf der Wasseroberfläche, die erstaunlich viel Licht schluckt und den Gasaustausch zwischen Wasser und Luft stark behindert. Du brauchst einen Oberflächenabzug, damit diese sogenannte Kahmhaut beseitigt wird.
Entweder Du hast einen Abschäumer, der beim Wassereinzug dies mit erledigt wie die Tunze Comline oder einen dedizierten Oberflächenabzug wie den Eheim Skim 350, wenn Du keinen Abschäumer verwenden möchtest, da keine Fische im Becken sind. (Oberflächenabzug). Bei etwas größeren Becken mit Technikabteil/Ablaufschacht geht dies über den Ablauf.Wenn Du jetzt doch ein paar kleine Fische einsetzen möchtest, dann sollte ein Abschäumer mit verwendet werden, weil Fische einen hohen Sauerstoffbedarf haben. (Abschäumer)
Aus dem Becken verdunstet jeden Tag Wasser, welches mit Osmosewasser wieder nachgefüllt werden muss. Das kannst Du per Hand machen oder Du holst eine automatische Nachfüllanlage, welches dies aus einem Kanister automatisch machst. (automatische Nachfüllanlage)
Solltest Du nicht jede Woche riesige Wasserwechsel machen brauchst Du eine Möglichkeit, die wichtigsten Wasserparameter zu messen, um eventuelle Mängel auszugleichen.
Dies sind die Nährstoffe und Verbrauchsstoffe. Nitrat und Phosphat als Tests im sinnvollen Bereich, Süßwassertests sind ungeeignet, da die relevanten Bereiche viel niedriger sind.
kH-Wert als wichtigster Indikator der biologischen Aktivität ist Pflicht, dieser muss möglichst konstant bleiben und fortwährend angeglichen werden. Wenn Du ständig zuhause bist, dann kannst Du dies auch mehrmal pro Tag manuell per Hand erledigen.
Die meisten geben auf und lassen das von einer Dosierpumpe mit Nachfüllflaschen machen. (Dosierpumpe)
(Wassertests Nitrat NO3, Phosphat PO4, kH Alkalinität, Ca Kalzium, wenn Steinkorallen im Becken sind) Mache dies regelmäßig mindestens einmal pro Woche, sonst ist die Änderung zu groß und die Korallen leiden oft schon bereits. Ohne Fische und ohne viel lebende Steine hast Du meist eher mit Nährstoffarmut zu kämpfen als mit zu viel Nährstoffen.Wenn Du merkst, dass die blöden Einsiedlerkrebse echte Machomänner sind und ständige ihre Muskeln spielen lassen und die Korallen in den Sand werfen, dann wirst Du früher oder später die Wut bekommen und die Korallen ankleben. (Korallenkleber)
Jetzt solltest Du eine Liste von dem haben, was absolut notwendig ist und warum. Dies bedeutet natürlich nicht, dass Du dann für alle Fälle gerüstet bist.
-
Du kannst einfach etwas Margarine, Öl oder Butter nehmen, ein ganz leichter Film reicht völlig. Aber bitte nicht ins Steigrohr schmieren, dann schäumt gar nichts mehr ab.
Ich mache das am Rand des Deckels, wo der Schaum sonst über die Löcher nach außen geht.Wenn Du mal einen Abschäumer richtig überquellen siehst und die Schweinerei aufwischen und Dich am Geruch erfreuen darfst, dann siehst Du schnell den Sinn der Sache ein.

-
Dann musst Du nur mit den verschiedenen Durchmessern der Anschlüsse etwa der Pumpen hantieren.
Praktischerweise hat z.B. die zuerst genannte Speedy einen 32mm Anschluss an der Druckseite.Die ebenfalls genannte Jebao hat wohl einen ganzen Satz Adapterstücke, da sollte es dann mit einem der 20/25/32/38mm Stücke gehen...eventuell...mit einem Stück Silikonschlauch dazwischen...
-
Der helle Silikonschlauchh ist wahrscheinlich für das Ableiten des Flotats aus dem Schaumbecher, wenn man z.B. im Urlaub einen Kanister nimmt, um die Suppe aus dem Abschäumer aufzunehmen. Hat der Abschäumer vielleicht den passenden Anschluss dafür?
Der kleine rote dürfte nur eine Verlängerung sein, wenn man z.B. eine andere Pumpe nimmt. -
Nimm am besten zusammen passende Komponenten, dann ist die Passung am besten. Also Rohr, Tankdurchführung, Bögen und Muffen vom selben Anbieter und in der gleichen Druckklasse, nicht 10 bar und 16 bar wild mischen.
Ich nehme meist pvc-welt.de, die haben die Artikel ganz gut dokumentiert. Sei aber gewarnt, dass die Tankdurchführungen nicht genormt sind und teils andere Bohrungen benötigen. Das ist mir vor kurzem noch passiert, als ich Tankdurchführungen (nominell 43mm Bohrung notwendig) für ein 32er Rohr verbauen wollte und feststellte, dass nur eine von drei Bohrungen bei mir passte. Ich fluchte...
Also mit einem Bohrer etwas erweitert auf 45mm und alles passte. Dann habe ich mich entschlossen, Verrohrung von RE zu verbauen und fluchte erneut: diese brauchen etwas weniger Durchmesser und waren bei 45 fast zu groß.Schau Dir deshalb die Dokumentation an und mache die Bohrung nach der Tankdurchführung fest, die Du geholt hast. Diese hier für eine 32mm Durchführung z.B. hat einen Durchmesser von knapp 42mm, mit einer Bohrung von 43mm sollte es also passen.https://www.pvc-welt.de/PVC-U-Tankdurc…e-Aussengewinde
-
Hallo Tobi,
wenn das Technikbecken unter dem Aquarium im Zimmer stehen soll und Du es nicht mit dem Tritonsystem betreiben willst, wo ein extremer Durchsatz durch das Technikbecken propagiert wird, dann bist Du mit einem 40er Ablauf wahrscheinlich reichlich bedient. Es ist einfacher, den Ablauf luftfrei und damit ohne lautes Gluckern zu betreiben, wenn Durchsatz und Durchmesser des Ablaufes in einem vernünftigen Verhältnis sind.
Ablauf 40mm, Notablauf 40mm, Rücklauf 32mm, dann hast Du gute Reserven und eine ordentliche Dimensionierung.
Wenn Du wie viele das Wasser im Ablaufschacht aufstauen möchtest, um Gluckern und Fließgeräusche wie auf einer Toilette zu vermeiden würde ich außerdem ein Membranventil oder Schrägsitzventil zur Regulierung des Ablaufs nehmen. Diese lassen sich nämlich deutlich besser regulieren als die üblichen Kugelhähe, wo innerhalb eines Viertelkreises der komplette Regelbereich von dicht bis voll offen gesetzt ist.Eine 80W-Speedy habe ich zum Vergleich an einer 32er Leitung (Ablauf und Rückförder) mit voller Leistung betrieben und noch etwas zudrehen müssen, um das Wasser anzustauen.
-
Ich nehme einen Silikonpinsel (zum Backen) und verrühre das ganze gut mit Wasser, damit es als Emulsion sich gut löst und nicht als Klumpen später den Ablaufkamm runtergeht.
-
Hallo Frank,
in dem Fall würde ich der Klebestelle nicht mehr trauen und direkt ein neues Becken dort hinsetzen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Sonst bist Du ständig am Basteln und siehst irgendwann kein Ende dieser Bastelei. Niemand gibt Dir eine Garantie, dass nach der Verklebung die Naht wieder hält und nicht nach einigen Wochen oder Monaten eine Unverträglichkeit mit dem Klaber und ursprünglichen Slikon zu Problemen führen.
Wenn Du bei der IBC-Tonne das oben abschneidest ist sie nicht mehr stabil und kann die Wassermenge nicht mehr sicher halten. Versuche einfach mal einen 20l-Kanister oben abzuschneiden und diesen zu befüllen. So ähnlich würde das enden.
Dann lieber einen Plantschepool mit schön großer Fläche wie diesen hier: https://www.amazon.de/Intex-Easy-Set…s_id=4375685031Billig und lässt sich später platzsparend verstauen und für die Kinder wieder verwenden oder für einen späteren Notfall/Umzug.
-
Ich habe Reef Roids auch schon eingesetzt. Nur sollte man die Dosierungsempfehlung nicht so ernst nehmen, die ist völlig überzogen. Bei mir hat die Dosierung von Reef Roids auch zu einer leichten Bakterienblüte geführt, deshalb empfehle ich lieber etwas zurückhaltend zu sein bei der Dosierung.
-
-
Hallo Nicole,
ohne etwas konkretere Fragen wird es schwierig zu antworten. (^-^)
Meerwasseraquaristik ist definitiv recht teuer, und am Anfang werden viele Lehrgeld zahlen müssen, weil meist nicht alles so läuft, wie es soll. Eine grobe Daumenregel sagt: etwa 10 Euro pro Liter Beckeninhalt für die Anfangsinvestition der Technik, den Besatz nicht gerechnet. Die Ausgaben sammeln sich häufig gerade bei den Komplettsets, mit denen viele anfangen, weil diese eben nicht sehr zufriedenstellend sind. Und so wird alles schnell ersetzt, damit es besser läuft.
Nimm Dir Zeit und lese Dich erst mal etwas in die Materie ein. Erst wenn Du wirklich meinst, dass dies ein schönes Hobby für Dich sein könnte, würde ich konkrete Planungen ins Auge fassen. Vor allem, wenn Du besser sehen kannst, was genau Dich an der MeWa-Aquaristik interessiert und was Du pflegen möchtest.
-
Hallo Frank,
das ist leider der Normalfall: die Leute melden sich nur, wenn sie selbst ein Anliegen haben und nicht weiter wissen.

Der erste Schritt sollte zuersts sein: handfeste Daten erhalten. Um sicher zu gehen, dass es wirklich nur aus einer Silikonnaht heraussickern kann lege etwas leichtes Papier an der Außenseite des Aquariums entlang, so dass man sehen kann, ob eventuell Wasser durch Spritzer oben drüberkommt. Teilweise können Fische eine gehörige Portion rüberschippen bei plötzlichen Bewegungen.
Wenn Du nicht präzise feststellen kann, wo genau die undichte Stelle ist, dann hast Du ohnehin keine Wahl: das Becken muss vor einer Reparatur erst komplett geleert werden. Mit anderen Worten, du brauchst eine Ausweichmöglichkeit. Nur wenn Du wirklich feststellen kannst, dass eine kleine Bohrung das Problem ist könntest Du mit Unterwasserkleber wie dem Orca Unterwasserkleber eine Reparatur wagen.
Ich würde aber auch direkt anklopfen, ob nicht die dünne Schaumstoffmatte vielleicht das Problem ist. Gerade wenn Du ein Becken über 1000l hast, mit 70cm oder mehr Beckenhöhe lastet ein sehr hoher Druck auf dem Becken und dem darunter befindlichen Untergrund. Dieser kann durchaus dazu führen, dass der Untergrund etwas nachgibt und sich, teils ungleichmäßig etwas senkt. Dies führt dann über die Länge des Beckens zu Spannungen, welche eine dünne Matte nicht mehr ausgleichen kann.
Schon bei meinem 60cm hohen Becken sehe ich während einer Befüllung, wie sich das Styropor bei mir mehrere Millimeter senkt durch die Last. Bei einem Becken mit über 2m Länge könnte eine winzige Senkung von 2mm auf einer Seite schon starke Spannungen auf das Silikon zur Folge haben.
Mein Vorschlag wäre, mit einem Plan B direkt anzufangen und zu überlegen, wie und wo ein Auffangbecken besorgt werden kann. Im Notfall wäre auch ein Badebecken oder aufblasbarer Pool möglich, wenn man ihn vor der Verwendung gut reinigt. Wenn alle Stricke reissen wäre eine große Regentonne als Notersatz möglich.
Hast Du die Möglichkeit, den Aquarienbauer zu kontaktieren und festzustellen, was für ein Silikon verwendet wurde?
-
Du hast den Durchsatz des Wasserhahns vernachlässigt. Über die Leitung hast Du deutlich mehr Wasser pro Stunde als Du mit der Pumpe durch die Osmoseanlage schicken kannst.
-
Der Vlieser ist im Prinzip die Automatisierung des Wattefilters. Der Vorteil ist, dass er automatisch sich weiterrollt, wenn er sich zusetzt und das Wasser im Vlieser ansteigt.
Theiling Rollermat war einer der ersten und immer noch gerne eingesetzt, aber es gibt auch inzwischen viele andere Vertreter. Clarisea ist nicht mein Liebling, da der Durchsatz gering war, wenn man nicht zig Mikroblasen in Kauf nehmen wollte.
Da so viele Nährstoffe aus dem System gefiltert werden, bevor sie gammeln können, ist das gerade für ein fischlastiges System empfehlenswert.
-
Dann würde ich ein Weichkorallenbecken vorschlagen mit einigen Anemonen und LPS als Akzente. Das ist stabiler als ein reines Fischbecken. Ich würde zusammen mit dem Abschäumer auf jeden Fall einen Vlieser mit einsetzen, um die Nährstoffe besser unter Kontrolle zu halten.
Als Strömungspumpen würde ich mir die Tunze Stream 3 anschauen. Die haben einen guten Preis und einen unschlagbar ruhigen Betrieb. Bei einem so großen Becken sind sie auch nicht so störend wuchtig wie in einem kleinen Becken.
Ich mag keinen Lärm im Wohnzimmer und stehe deshalb auf RE Pumpen, gerade für die Abschäumer. Bei 1500l ist ein 300er schon interessant, mit einem Vlieser zusammen reicht auch ein 250er. Eine Speedy als AS-Pumpe macht das System sehr schön leise.
-
Hallo Tobi,
ein paar Überlegungen zu einem Becken in diesen Dimensionen:
- als grobe Daumenregel rechnet man häufig 10€ pro Liter Beckenvolumen für die Technik und Erstausstattung des Beckens an, den Besatz noch nicht gerechnet. Bei gut 1500l brutto ist das 15.000€. Das wären dann Becken, Unterschrank, Technikbecken, Verrohrung, Abschäumer, Pumpen, Filter, Strömungspumpen und viele sonstige Kleinigkeiten wie Osmose, Dosierpumpen usw.
- sehr wichtig wären dann noch Angaben, ob z.B. die Technik mit Technikbecken in den Keller verlegt werden können oder ob alles im heimischen Wohnzimmer untergebracht werden muss. Gut zu wissen wäre auch, wie lärmtolerant Du bist (und natürlich auch Deine Frau). Der Unterschied bei der Technik kann einige Tausend Euro betragen, da leise Pumpen z.B. viel zu einem ruhigen Wohnzimmer beitragen.
- Luftfeuchtigkeit und Wärme: ein 3m-Becken verdunstet eine Menge Wasser, wenn das Becken offen betrieben wird und kann massive Probleme mit der Luftfeuchtigkeit verursachen, von Schimmelbildung und entsprechenden Allergien mal ganz zu schweigen. Im Sommer braucht man eine Kühlung, weil die Korallen sonst sterben, im Winter rinnt das Wasser von der Scheibe. Ideal wäre eine Klimatisierung, welche auch die Luftfeuchtigkeit regulieren kann.
- Ich gehe jetzt davon aus, dass Du bereits Erfahrung mit Aquarien hast und das Problem mit der Statik kennst? Dann brauchen wir darüber nicht zu sprechen.
- Eine Sache zur Wartung bei 70cm Beckenhöhe: wenn Du kein 2m-Hüne bist, wirst Du häufiger mal beim Hantieren eintauchen müssen, und nicht nur mit dem Arm, weil viele Sachen nicht mit einem Greifer oder Pinzette machbar sind. Ab 60cm Beckenhöhe wird das deutlich schwieriger.
Um etwas konkreter auf Deine Wünsche einzugehen wäre es gut, wenn die Vorstellungen, was Du pflegen möchtest und wie Deine Vorlieben aussehen, etwas detaillierter werden.
Hast Du gute Handwerkskenntnisse und möchtest und kannst Du auch etwas basteln? Dann wäre das Erstellen des Unterschranks z.B. kein Problem. Oder das Erstellen einer Kernbohrung, um das Technikbecken im Keller zu realisieren.
Möchtest Du ein SPS-Becken mit vielen Acropora einrichten oder soll es ein LPS-Becken mit Weichen und Anemoen sein, dann kann die Beleuchtung deutlich weniger Strom verbraten.
-
Über kurz oder lang wird sich das wieder einpendeln, aber wenn jemand unbedingt jetzt für viel Geld einen gelben Doktor haben muss und dann klagt, wie schlecht es ihm doch geht, ist Mitleid bei mir überflüssig.
-
Um mal ein paar Zahlen in die Runde zu werfen:
Bei einem Bubble Kind Double Cone 250 und etwa 35 Watt mit der Speedy am Laufen ist bei mir ein 5l-Atemkalkreaktor nach 6-9 Wochen verbraucht. Im Winter bei wenig Lüften eher nach 6 Wochen.Sehe es einfach so: der Mehrverbrauch im Winter kommt vor allem Dir zugute, denn es ist auch für Dich als Mensch keine gesunde Umgebung, wenn die Luft zu viel Kohlendioxid enthält.
-
Ich sehe Kalkrotalgen ebenfalls nicht als Indiz für ein gut laufendes Becken. Selbst in dicker Nährstoffbrühe wuchsen die Kalkalgen bei mir üppig und immer dort, wo ich sie auf keinen Fall haben wollte: auf den Pumpen, im Abschäumer (Refugiumslicht!!), am Ablaufkamm und natürlich den Strömungspumpen immer in dicken Schichten.
Zusätzlich belegen sie das Riffgestein mit einer Wachstumsschicht und schließen so auch die Poren des Gesteins.Schau am besten einfach auf die Korallen, ob diese schön wachsen, DAS ist ein Indiz für ein gut laufendes Becken.

-
Ich kann nur dazu raten, die Schmierbeläge unter das Mikroskop zu legen und zu überprüfen, ob es nun wirklich Dinoflagellaten, Goldalgen, Kieselalgen oder sogar braune Cyanos sind. Davon hängt nämlich das weitere Vorgehen entscheidend ab.
Eine Dunkelphase von 2-3 Tagen bringt durchaus Verbesserung, natürlich immer begleitet vom Absaugen der Beläge abends vor der Dunkelphase. Dies reduziert die Beläge ohne die Korallen zu schädigen, wenn es nicht empfindliiche Korallen sind. Aber es ist eben nur eine graduelle Besserung, die ab und zu wiederholt werden muss.
Dinos können aber sehr hartnäckig sein und teilweise dauert es lange Monate bis hin zur Chemiekeule, um der Plage Herr zu werden.
-
Laut der Analyse hast Du fast kein Silikat im Wasser, deshalb denke ich auch, dass es keine Kieselalgen sind. Die würden verhungern.
-
-
Als letztes noch ein vernünftiges Thermometer. (^-^)
-
Auf der Homepage steht nur "Öffnungszeit nach Absprache", mehr nicht. Wenn jemand mehr Informationen hat würde mich das auch interessieren.
-
Wenn Du nur alle halbes Jahr eine Analyse machst ist der Abstand definitiv zu lang. Dann kannst Du das nicht anpassen. Dann kann ich verstehen, dass Du auf dem Schlauch stehst. (^-^)
-
Hallo Torsten,
nix für ungut, aber diese Kommentare helfen echt nicht weiter und stiften eher noch mehr Verwirrung!
Grundsätzlich: Möglichkeiten und Grenzen der ICP-Analyse sollte man immer bedenken, wenn man eine Analyse machen lässt und diese dann begutachtet. Im Augenblick ist die ICP-Analyse die einzige Möglichkeit, die Spurenelemente einigemaßen zu erfassen und zu sehen, wo Mängel sind. Es ist aber nicht möglich, alle relevanten Parameter zu erfassen und diese Lücken sollte man im Hinterkopf beachten. pH-Wert und kH-Wert, Dichte und alle Moleküle sind nicht über die ICP-Analyse messbar.
Genauso kann die Analyse nicht unterscheiden, ob ein Element verfügbar ist oder gebunden in einem Komplex. Phosphat etwa kann nicht gemessen werden, nur die Menge an elementarem Phosphor. Phosphat wird dann als berechnete Größe angegeben und so getan, als ob alles Phosphor als Phosphat vorliegt.
Ob Kohlenstoff als Kohlendioxid im Wasser gelöst ist oder als organisches Material in der Probe ist kann nach dem Verdampfen nicht mehr festgestellt werden. Die ICP-Analyse misst nur die chemischen Elemente, welche nach dem Zerfall aller Moleküle zu Atomen vorliegt.
Innerhalb dieser Grenzen ist die Bestimmung aber recht genau und geht in Bereiche, welche ein Tröpfchentest nicht erfassen kann.Dabei ist es nicht entscheidend, ob die Probe ein oder zwei Tage mehr unterwegs ist. Der Inhalt der Probe wird zu Plasma verdampft, die Moleküle zerfallen und solange das Probengefäß nicht etwas abgibt in die Probe macht es also nichts aus, ob vielleicht einige Stoffe sich zu Komplexen vereinen.
Nur sollte derjenige, welcher die Probe abschickt, dafür sorgen, dass keine Trübstoffe in der Probe sind, welche die Werte des Beckenwassers verfälschen können und etwa bei Phosphat wissen, dass die angegebene Menge berechnet ist und das Maximum darstellt, was im Wasser verhanden war.Ziel der ICP-Analyse ist es, das Wasser zu analysieren, so dass man kleine Korrekturen vornehmen kann, bevor ein Mangel oder ein Problem ensteht. Gerade bei großen Becken, wo ein großer Wasserwechsel schwierig ist oder bei empfindlichen Tieren, die einen großen Wasserwechsel durch Probleme quittieren, ist es immer das Ziel, möglichst konstante Bedingungen zu schaffen.
Die ICP-Betreiber sind nicht blöd, und sie kennen die Zusammensetzung ihrer jeweiligen Versorgungslösungen, wissen also wieviel von den Elementen mit den Versorgungsflüssigkeiten zugegeben wird. Darum macht es auch Sinn, MIT dem System zu arbeiten und nicht gegen das System.
Du gibst z.B. bei Triton an, wieviel Du dosierst und wie groß das Becken ist (Wasservolumen). Damit ist die Zufuhr an Elementen bekannt. Die Zusammensetzung der Versorgungsflüssigkeiten ist für ein SPS-Becken x berechnet, was nicht Deinem Becken entspricht. Also ist Dein Verbrauch auch etwas abweichend und in Deinem Becken sind weniger Jod, Mangan und Strontium drin.
Die Analyse sagt dann x ml von Jod, Mangan und Strontium zum Ausgleich zufügen und y ml täglich als Ausgleich vom Mehrverbrauch. Dieser Mehrverbrauch wird berechnet aus der Menge an Dosierung, Beckenvolumen und dem ICP-Ergebnis. Meist ist diese Angabe sehr konservativ, aber man tastet sich an die richtige Dosis heran.Ähnlich natürlich auch bei ATI und den Essentials oder Fauna Marin mit den Ballingflüssigkeiten.
Was aber, wenn Du z.B. die Ballingflüssigkeiten selbst zusammenstellst und nebenbei noch einen Kalkreaktor tuckern lässt? Dann haben die Dosierhinweise keinen Wert und Du kannst nur die Ergebnisse als Augenblicks-Analyse auswerten, weil Du etwa Hinweise auf Schwermetalle untersuchen willst oder eine Ionenverschiebung vermutest oder testen willst, wie gut die Osmoseanlage arbeitet.
Wie gesagt, die Mittel muss man innerhalb der Möglichkeiten und Grenzen richtig einschätzen und einsetzen. Nur dann sind sie effektiv und wirksam. Sie sollten auch nie als Argument für eine Hauruck-Methode verwendet werden, wenn die Wasserwerte nicht genau dem angestrebten Ideal entsprechen. Immer schön ruhig und langsam anpassen.
Ich hoffe, dieser Beitrag hat die Grenzen und Möglichkeiten etwas deutlicher dargestellt.
-
Dabrowski Aquaria in Nijmegen. Die hatten immer eine gute Auswahl vor allem an Fischen vor Ort. Allerdings sollte das im Augenblick eine theoretische Frage sein, da die Niederlande Deutschland zum Risikogebiet erklärt haben und eine Einreise deshalb nicht ratsam ist.
-
Auch Chemikalien altern und verändern sich, insbesondere, wenn sie öfter geöffnet wurden. Deshalb ist es keine gute Idee, alte Lösungen zu den neuen hinzuzumischen.
-
NL ist weiterhin Mitglied der EU. GB ist jetzt futsch...
Also keine Probleme mit Zoll innerhalb der EU bei Einkäufen in den Niederlanden. -
Die Milka kannst Du ruhig schon von Anfang an einsetzen, ebenso robuste Montipora wie M. digitata und ähnliche. Setze auch ruhig ein paar Acanthastrea oder Blastomussa ein, die sind auch recht robust.
Wenn sich diese gut halten und anfangen zu wachsen kannst Du auch einfache Acropora mit hinzusetzen, etwa Acropora enzmann, Acropora millepora oder Acropora valida. Diese sind recht hübsch, es gibt sie in verschiedenen Farben und sie sind recht robust unter den Acropora.
Setze bitte nicht zu viele Weichkorallen oder Röhrenkorallen hinein, diese haben ein enormes Wachstumspotential und sie verändern das Beckenmilieu zu ihren Gunsten und können dadurch das Gedeihen von SPS erschweren.
Die Anemone sollte erst dann reinkommen, wenn das Becken gut und stabil läuft, denn Anemonen sind schnell verschnupft, wenn die Werte springen und man ständig an der einen oder anderen Stellschraube am Werkeln ist, weil die Dosierung der Ballingmittel einfach nicht richtig passt.
Gerade am Anfang solltest Du nicht nur einmal pro Woche kH, Nitrat und Phosphat messen, besonders, wenn die Nährstoffwerte niedrig sind, weil dies dann schnell in die Nährstofflimitierung abrutschen kann.
-
In der Tendenz ist das mein Rat. Du kannst immer einen Fisch als Nährstofferzeuger schnell einsetzen, aber Korallen gut zum Wachstum bringen braucht Zeit und Planung.
-
Ozongeneratoren sind in feuchter Luft nicht so effektiv, im Technikschrank mit sehr feuchter Luft (offenes Technikbecken) ist das nicht ideal, eventuell dann eine Zuleitung von außen, welche trockenere Luft hat.
Da bei den meisten aber die Ozonmenge ohnehin sehr niedrig sein dürfte, macht es letztendlich in der Praxis keine Probleme, wenn der Ozongenerator im Unterschrank ist.
-
Im Allgemeinen sollte das durchaus passen von der Anzahl und der Art der Fische, aber...vorausgesetzt ist immer, dass die Korallen im Becken auch vernünftig wachsen, denn der Verbrauch der Korallen an Nährstoffen muss im Gleichgewicht stehen mit dem Füttern der Fische.
Der eigentliche Preis für die Fische ist also die Anschaffung der Korallen, welche die Nährstoffe verwerten können und der Strom/Versorgungssystem für die Korallen, welche sie zum Gedeihen brauchen.
Setze also gut Korallen ein, damit das Becken die biologische Last der Fische tragen kann. (^-^)
-
Dann ist es wahrscheinlich zu wenig
Das ist zumindest unkritisch. Viel wichtiger ist, dass es NICHT zu viel ist!!
-
Das Licht ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber den Korallen gefällt es. Keine schlechte Lampe!
-
Ich habe mich da schon vor Monaten ausgeklinkt aus dem Thread, da zu viel gestritten und zu wenig diskutiert wurde.
