Beiträge von Sandy Drobic

    Dankie für den Bericht. Da ich auch zur faulen Fraktion gehöre und die ignorierte Mail von mir an GHL zum KH-Director mich abgeschreckt hat freue ich mich über Berichte zu Alternativen. Wenn dies über mehrere Wochen stabil läuft wäre das eine gute Nachricht.

    Das meinte ich auch mit der mäßigen Bedienung, man muss bei der Umkonfiguration immer sämtliche Einstellungen bestätigen für jeden einzelnen Dosierzeitpunkt, da sitzt man einige Zeit dran bei einer Änderung. Änderungen dann mit Pfeiltaste hoch/runter, nicht direkte numerische Eingabe, das erhöht die Zahl der nötigen Klicks doch beträchtlich.

    Ich habe einige Zeit eine Jebao-Dosierpumpe verwendet. Sie ist von der Bedienung her mäßig, aber brauchbar. Größter Kritikpunkt für mich war die mangelnde Genauigkeit, auch mit mehreren Kalibriervorgängen war eine gleichmäßige Dosierung der Flüssigkeiten schwierig zu erreichen.

    Hallo Markus,

    das Technikbecken hat hauptsächlich eine Aufgabe: es nimmt die technischen Geräte auf, welche nicht störend im Haupbecken unterggebracht werden sollen, deshalb richtet sich die Dimensionierung nach den Geräten, die dort untergebracht werden müssen. Im Normalfall ist dies:
    - Abschäumer
    - Rückförderpumpe
    - Medienfilter (bei Bedarf, etwa für Aktivkohle und/oder Phosphatadsorber)
    - eventuell auch ein Filter wie Filtersocke, Vliesfilter oder eine Watteschicht
    - Heizstab, wenn die Zimmertemperatur absackt
    - Einleitung Dosierflüssigkeiten über Dosierpumpe

    Ansonsten kann gerade bei kleineren Becken auch ein Technikabteil verwendet werden wie beim Aqua Medic Blenny etwa.

    Es ist einfacher, wenn man mit einem Technikschacht und Bohrungen arbeitet, aber es gibt auch separate Überlaufsysteme, welche ohne Umbau eines Süsswasserbeckens dieses mit einem Technikbecken verbinden. Meist lohnt sich aber wegen der Kosten dafür nicht ein Umbau, da ist der Gebrauchtkauf eines Beckens sinnvoller für den kostengünstigen Start. Die Abbrecherrate für Anfänger ist hoch, dann lieber ein gebrauchtes Becken fertig dimensioniert kaufen.

    Technikschacht im Hauptbecken mit Überlauf, im Technikschacht Bohrungen im Boden, welche mit PVC-Verrohrung zum Technikbecken geleitet werden. Ratenswert sind zwei Abflässe (normaler Ablauf mit Regelhahn zur Regulierung und ein Notablauf, wenn der normale Ablauf nicht funktioniert) und ein Rücklauf, über den eine Rückförderpumpe das Wasser aus dem Technikbecken wieder zurückfördert.
    Das Technikbecken muss genügend Volumen haben, um das abfliessende Wasser aufzufangen, wenn der Strom einmal ausfallen sollte.

    Für den Anfang kannst Du durchaus eine China-LED nehmen, eventuell ist es sinnvoll z.B. den Lüfter gegen einen leiseren auszutauschen, aber die Lampen sind gar nicht so schlecht.

    Becken, Schrank, Technikbecken gibt es meist als passendes Set gebraucht gekauft, da lohnt der Selbstbau einfach nicht für.

    Hallo Fabian,

    ist das als normales Paket gekommen oder in der Styrobox mit Heatpack? Sollte eigentlich letzteres sein, wenn es als lebendes Gestein bezeichnet ist.

    Den meisten Bakterien und Mikroplankton solle es nicht viel ausmachen und die werden sich erholen. Phytoplankton etwa wird oft im Kühlschrank gelagert, um längere Zeit verfügbar zu sein.
    Je höher die Lebewesen sind, desto weniger werden sie sich mit der Temperatur anfreunden können. Aber auch die meisten Krabben, Schnecken und Kleinkrebse verkraften eine zeitweise Abkühlung ohne große Probleme.

    Wie lange das Gestein im Becken bleiben sollte hängt von der Wirkung ab, die man sich davon erhofft. Das beginnt bei Bakterien und Mikroalgen und hört bei Copepoden, Schnecken und Kleinkrebsen auf. Früher hatte man auch ab und zu Korallen und kleine Anemonen auf dem Gestein gehabt, aber das ist inzwischen selten geworden und hört meist bei den ungewünschten Plagen wie Glasrosen oder Seeastern bereits auf.
    Bei mir ist etwa fast ein Jahr nach dem Einsetzen des Lebendgesteins noch eine Montipora-Koralle aus dem Gestein gewachsen. Das hatte mich auch überrascht.

    Aber im Allgemeinen ist es eher das Mikroleben, worauf man es abgesehen hat und hier sind die Zeiten eher von wenigen Wochen bis einige Monate zu beurteilen, denn das sind die Zeiten, die Bakterien brauchen, um sich zu vermehren. Gerade die Bakterien, welche zum Stickstoffzyklus gehören, brauchen teilweise fast einen Monat, um sich zu verdoppeln, deshalb würde ich das LS nicht nach einem Monat schon entsorgen, das wäre deutlich verfrüht.

    Das Bild ist wirklich nicht sehr brauchbar, aber ich vermute, dass es eine Verpilzung ist. Oft ist eine Vorschädigung/Wunde der Angriffspunkt und die Verpilzung kommt als Sekundärproblem hinzu. Es sieht dann wie eine Art Wattebausch aus.

    Oft reicht es, wenn das Immunsystem gestärkt wird durch vitaminreiches Futter und abwechslungreiche Ernährung. Das würde ich zuerst ausprobieren.

    Ich kaufe den Atemkalk auch in der billigsten Version. Allerdings gibt es einen Riesenunterschied zwischen Atemkalk und etwa Kalziumhydroxid: Der Atemkalk bleibt aus dem Wasser raus und so ist es egal, was dort an Verunreinigungen drinsteckt, während bei Calciumhydroxid man eine Paste oder Kalkwasser erzeugt und dies dann später ins Becken kommt.

    Es gibt auch deutliche Unterschiede darin, ob die Verunreinigungen in einem Massenelement sind, welches Kiloweise wie Hydrogencarbonat ins Becken gekippt wird oder in einem Spurenelement, das nur in geringer Menge ins Becken kommt.

    Diese Schwankung reicht meist, um einige Folgen zu verursachen. Gerade bei einem System mit hohem Durchsatz wie Triton ist das schon deutlich, da sich vor dem Ablaufkamm das Wasser gerne mal 2-3cm hoch staut, selbst wenn er frisch gereinigt ist. Dieses Wasser geht dann ins Technikbecken, erhöht dort den Wasserstand ein paar Zentimeter und sorgt dafür, dass der Abschäumer sich schnell füllt. Mein Doublecone war und ist da immer recht empfindlich gegen.

    Selbst wenn die Pumpe dafür sorgt, dass die Förderung konstant ist kann sich die Wassermenge durch Aufstauen verändern. Bei mir im 500l-Becken hatte ich häufiger schnell einen Füllstand, der nahe der Beckengrenze war. Nach dem Abschatten des Ablaufkamms durch den Sprungschutz hat sich die Zeit zum Zusetzen des Ablaufkamms deutlich verlängert.

    Nur eine sauber und konstant fördernde Pumpe reicht noch nicht für einen gleichmäßigen Wasserstand ohne Gluckern.

    Aber der Klassiker, der gerne vergessen wird ist die Oberflächenspannung des Beckenwassers, wenn gefüttert wird. Dann sieht man auch häufig am Abschäumer, was diese Änderung für Folgen hat im Blasenbild. Dies macht sich auch teilweise bemerkbar durch besseres Abfliessen über den Ablaufkamm und so kommen die Unregelmäßigkeiten, welche nichts mit der Pumpe zu tun haben.

    Ganz zu schweigen von den Veränderungen durch Algenbewuchs, die gerne den Ablaufkamm verstopfen.

    Das hättest du mir aber auch früher sagen koennen, dass das kein Schleim auf den Korallen ist, sondern Sonnencreme. :confused_face: :ylol

    Gruss
    Hajo

    Da gibt es eine tolle Szene in der berühmten BBC-Doku "The Great Barrier Reef" in der ersten Episode, wo das Riff bei Ebbe trockenfällt und die Acros schleimen, was sie nur können. Sie brauchen halt ihre Sonnencreme. :grinning_squinting_face:

    Gerade die UV-Strahlen im nicht sichtbaren Bereich sind etwas trickreich. Zum einen werden sie von vielen Abdeckscheiben geblockt (viele Sorten Glas und Plexiglas etwa haben extra Additive, welche diese energiereiche Strahlung blockieren), zum anderen ist sie auch von der direkten Einwirkung nicht ganz ohne. So verursachte die Strahlung einer 365nm LED Verfärbungen auf der Platine und oft wurde sogar die in der LED verwendete Kunststofflinse vorzeitig blind. Auch viele PAR-Meter und Spektrometer erfassen die Strahlung unter 380nm nicht mehr.

    So ganz sehe ich das Einsatzgebiet von T-Stück oder Regulationsventil nicht. Der Ozonisator wird mit dem Schlauch an den Abschäumer angeschlossen und hat normalerweise eine Regulierung direkt am Ozonisator. Da sehe ich weder den Sinn für ein T-Stück noch einen kleinen Regulierungshahn zusätzlich hier drin.

    Nö, ruhig weiter das Wechselwasser mir sauberem Osmosewasser und Harz dahinter genau wegen dem Silikat. Das ist schon richtig so.

    Kalkwasser wird hergestellt durch sauberes Kalziumhydroxid als gesättigte Lösung mit Osmosewasser. Bei Luftkontakt reichert sich die Lösung dann schnell mit Kohlendioxid an und der pH-Wert der gesättigten Lösung fällt dann schnell, deshalb immer schön frisch ansetzen, vor Luft möglichst schützen und direkt verwenden als Nachfüllwasser. Frisch angesetzt ist es mit pH-Wert über 12, deshalb bitte nicht als großen Schwung reinkippen, sondern langsam und vorzugsweise über Nacht, weil dort der pH-Wert ohnehin sinkt.

    Wenn Du den Skimbreeze Reaktor bereits bestellt hast ist Kalkwasser nicht mehr nötig, aber es ist keine schlechte Sache, wenn Du trockenes Kalziumhydroxidpulver auf Lager hast. Zum Wegätzen von Anemonen oder so ist es auch zu gebrauchen, aber bitte nicht mit blossen Händen anfassen oder auf erwünschte Korallen fallen lassen.
    Google einfach mal nach Kalkwassermethode und schau es Dir an. Das hat nichts mit kalkhaltigem Leitungswasser zu tun.

    Ich habe früher den pH auch nie beachtet und hatte dort keine Probleme, nur mit dem anderen Becken in einem schlechter lüftbarem Raum gab es dann plötzlich massive Probleme, die ich mir nicht erklären konnte, bis ich auf den pH-Wert gestossen war.

    An der Alge kann ich zumindest nichts federartiges sehen, deshalb glaube ich nicht, dass es Bryopsis ist. Bei einem großen Becken musst Du eigentlich ständig lüften, sonst bekommst Du schnell Probleme mit Luftfeuchtigkeit, aber ich habe auch gemerkt, dass dies für das Kohlendioxid gilt, es reichert sich wirklich schnell an, wenn es das Wohnzimmer ist. So schnell kannst Du kaum lüften, wie sich das anreichert.

    Ich habe mir ein Messgerät geholt zum Messen des Luftkohlendioxidgehalts, der ist richtig schnell wieder nach oben gegangen der Wert nach wenigen Minuten. Eigentlich müsstest Du jede Stunde fünf Minuten auf Durchzug schalten in einem Aufenthaltsraum und das kann man gar nicht machen manuell.

    Was Du hier machen kannst ist eben:
    - Lüften lüften lüften
    - Kalkwasser statt Osmosewasser als Nachfüllwasser
    - Atemkalk
    - Algenrefugium mit Nachtzyklus

    Eine Veralgung des Beckens zusammen mit dem Absterben der SPS kenne ich aber bei pH-Wert Problemen selbst, deshalb gehe ich schon davon aus, dass es tatsächlich am pH-Wert liegen könnte. Wie misst Du den pH-Wert? Grobe Tröpfchentests sind da meist nicht so gut. Der pH-Wert sollte schon über 8 liegen und sollte auch morgens nur knapp unter 8 liegen.

    Hallo,

    ein pH von 7,7 ist schon ziemlich unterirdisch und würde auf ein Problem mit dem Lüften hindeuten, das Becken versauert durch zu viel Kohlendioxid in der Luft. Am besten Du überprüfst diesen Wert mal und wenn es sich bestätigt brauchst Du nicht weiter zu suchen.

    Häufig gut Lüften wäre ein erster Schritt. Abhilfe schaffen Atemkalk zur Filterung des CO2 aus der Luft und/oder Kalkwasser-Zugabe. Beides erhöht den pH-Wert und wirkt auch gegen Algen. Algen sind auch ein gutes Indiz, dass es wirklich ein Problem mit dem pH-Wert gibt. So erlebst Du die Versauerung der Meere life vor der Scheibe.
    Allerdings sind die Fotos wenig hilfreich, da man keine Details bei den Algen sehen kann. Bryopsis würde man am ehesten durch die federartige Struktur erkennen, wahrscheinlich hast Du eher Fadenalgen wie Derbesia.

    Ca 490 und Mg 1500 sind beide deutlich erhöht, wie sind diese Werte so hoch gekommen? Machst Du Wasserwechsel? Wenn nicht würde ich auch mehrere Wasserwechsel durchführen in den nächsten Wochen, um die Wasserwerte wieder etwas zu normalisieren. Einzig kH und Dichte sehen normal aus.

    Und gerade in so einem Fall sollte man vorsichtig sein und nicht im Hauruckverfahren den Phosphatwert in den Keller ziehen. So einige Korallen nehmen das ziemlich übel, wenn der Phosphatwert sich so ruckartig ändert. Deshalb bitte vorsichtig sein und zuerst die eigene Korallenlandschaft begutachten, wie empfindlich diese ist.
    Das Elimiphos Rapid macht genau, was der Name sagt, Phosphat wird sehr schnell reduziert und sehr tief, wenn man eine gute Dosis ins Becken haut.

    Kieselalgen ernähren sich vor allem von Silikat im Wasser, deshalb ist die erste Massnahme bei Kieselalgen den Silikatgehalt zu reduzieren. Ist Dein Harz vielleicht erschöpft oder verwendest Du nur eine reine Osmoseanlage? In dem Fall würde ich empfehlen, die Wasseranalyse des zuständigen Wasserwerks zu suchen, die sind meist im Internt veröffentlicht. Oft sieht man da hohe Werte bei Phosphat und Silikat.

    Bevor Du aber jetzt eine große Aktion startest wäre es sinnvoll, die Diagnose "Kieselalgen" auch zu überprüfen, nicht dass es Dinoflagellaten, Goldalgen oder etwas ganz anderes ist.

    Hast Du jemanden, der eine Mikroskopaufnahme von den Belägen machen kann?

    Wehre den Anfängen, sonst bekommst Du die Plage nicht in den Griff. Bei mir waren in der Endphase regelrechte Teppiche komplett über dem Lebendgestein und dem Sand und den Scheiben.

    Ein einzelner LSD-Mandarin war nicht in der Lage, diese enorme Vermehrung unter Kontrolle zu halten und der Halichoeres marginatus hatte kein Interesse mehr an den Turbellarien, nachdem er erwachsen war.

    Hallo Rüdiger,

    was Du im Hinterkopf hast ist wahrscheinlich die Charakteristik primär von Chlorophyll A, B und C, diese sind tatsächlich fast ausschließlich aktiv unter blauem und Rotem Licht. Aber die Zooxanthellen der Korallen sind eine bunte Mischung die deutlich mehr Absorptionsspektren bieten als nur die Chlorophyll-Bestandteile.

    Schau Dir mal diesen Beitrag aus dem Nachbarforum an:
    https://ig-meeresaquaristik.de/index.php/Thre…ng-in-Korallen/

    Beitrag 2 in diesem Thread zeigt auch die Absorptionsspektren einzelner Korallen aus Messungen. Diese gehen ziemlich über das ganze sichtbare Spektrum.
    Daher kommen ja auch die Empfehlungen für breitbandige Strahlungsquellen, welche ähnlich wie die Sonne eine weite Verteilung bieten.

    Am einfachsten wäre es, wenn Du einen quantitativen Lichtmesser hättest, der zeigt, wieviel Lichtmenge in welchem Spektrum Deine Lampe erzeugt. Mit anderen Worten: ein Spektrometer wäre perfekt dafür. Der Pferdefuss dabei ist, so ein Gerätchen hat ein vierstelliges Preisschild, was man nicht so einfach aus der Portokasse bezahlen kann.

    Wie stark die einzelnen Kanäle nun sind kann man mit einem PAR-meter nur annähernd feststellen, wenn die Farben einzeln auf einem Kanal liegen. Deshalb sind Empfehlungen rot auf x Prozent, violett auf y Prozent nur sehr vage und brauchen eigentlich eine Ergänzung: wenn rot, violett x Prozent der Lichtmenge der Lampe erzeugen können und die Lichtmenge ausreichend ist für SPS, dann bitte auf y Prozent einstellen.

    Anders würde eine Empfehlung keinen Sinn ergeben. Was wir brauchen ist eine Ergänzung zum Angebot, einen PAR-Meter zu verwenden, und ein Spektrometer zum Ausleihen wäre wirklich genial. Ich habe etwas gestöbert und tatsächlich ein Angebot gefunden.
    https://www.ledclusive.de/spektrometer-l…-leihgeraet-459

    Der Preis ist aber ziemlich happig mit etwa 90 Euro pro Tag, die Auflösung auch nicht so fein mit 10nm, aber immerhin ist der Messbereich mit 380-700nm gut geeignet dafür. Gerade für die Beurteilung von DIY-LED-Lampen wäre es eine Überlegung wert, sich zusammenzutun und mehrere Lampen an einem Tag dann durchzumessen.

    Seufz, ich suche immer wieder nach einem brauchbaren und vor allem preiswertem Gerät, aber alles bisher ist deutlich im vierstelligen Bereich und so behelfe ich mir bisher mit einem PAR-Meter von Apogee und Berechnungen aus Leistungsdatenblättern der LEDs.

    Ich habe gerade noch eine mögliche Nebenwirkung ins Auge gefasst: wenn Red X den Stoffwechsel der Mikroorganismen wie Bakterien und Algen hemmt, und dann in dieser Zeit genau das Licht geändert wird, dann wird es für die Koralle schwierig, sich darauf einzustellen, denn sie passt sich an veränderte Lichtbedingungen an über das Einlagern von entsprechenden Dinoflagellaten/Algen, welche die entsprechenden Wellenlängen absorbieren und verwerten können.

    Von daher würde ich auf jeden Fall davon absehen, im Zusammenhang mit Red X dann auch noch das Licht zu verändern wie T5-Röhren zu tauschen oder die LED-Einstellungen zu ändern.

    Wie immer gibt es mehrere Aspekte, aber Marketing ist definitiv dabei. :winking_face:

    Einer der wichtigen Aspekte ist natürlich, dass die Optik auch stimmen muss. Gerade wenn ich die Becken in dicker blauer Suppe sehe, wo man ausser den fluoreszierenden Teilen der Koralle kaum noch etwas anderes erkennen kann kommt dieser Aspekt deutlich heraus.
    Die grünen/cyan LEDs sorgen dafür, dass man rote Korallen besser sehen kann. Die Fluoreszenz bei UV/violett ist teilweise anders als bei den blauen Bereichen.

    Natürlich sollte man nicht vergessen, dass die für die Korallen wichtigen Bereiche möglichst gut abgedeckt werden ollen, und der Bereich ist deutlich breiter als oft angenommen. Die Anteile des Lichts, welche absorbiert werden von den Korallen gehen über das gesamte Spektrum, deshalb sollte man sich nicht zu sehr auf einige wichtige Wellenlängen für Chlorophyll fixieren und den Korallen eben ein breites Spektrum anbieten wie sie es von der Sonne gewöhnt sind.

    Das ist eben das, was bei LEDs sich unterscheidet von anderen Strahlungsquellen und warum die farbigen LEDs teilweise zur Ergänzung interessant sind.

    Wenn die SPS wachsen, dann ist es zumindest kein Gesamtproblem für alle Korallen und der Atemkalk sollte für dafür sorgen, dass der pH-Wert im grünen Bereich ist. Normalerweise sollte es kein Problem für die LPS sein, wenn das Licht für die SPS in Ordnung ist.

    Ob das Red X eine Auswirkung hat kann ich schlecht beurteilen, ich habe Red X nie selbst verwendet, sehe aber die beschriebene Auswirkung sowohl gegen Cyanos als auch Dinos doch als recht breite Wirkungsskala. Wo etwas gegen viele wirkt bleiben Auswirkungen an anderen Lebewesen meist nicht aus.

    Eventuell sind auch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren/Änderungen hier entscheidend, ob eine Koralle dies verkraftet oder nicht. Gerade wenn die Bedingungen sich in kurzer Zeit hin und herverändern stresst dies die Korallen heftig. Korallen mögen konstante Bedingungen und passen sich auf diese dann an. Eine Änderung diese Bedingungen sollte deshalb sehr langsam erfolgen, wenn überhaupt.

    Deshalb mag meine Empfehlung etwas seltsam wirken, aber ändere bitte nicht ständig die Lichtparameter um es den Korallen möglichst recht zu machen, denn es hilft den Korallen am meisten, wenn nicht mehr am Licht gespielt wird.

    Wenn Du wirklich den Verdacht hast, dass es zu viel an Licht ist, leihe Dir den PAR-Meter von Meerwasser-Hardware.de aus für eine Woche und messe nach, wieviel Licht tatsächlich bei den Korallen ankommt.
    Solltest Du dann die Lichtmenge reduzieren bitte die Kanäle insgesamt gleichmässig reduzieren, damit die Lichtzusammensetzung sich möglichst wenig ändert und die Korallen sich nicht wieder an das veränderte Licht anpassen müssen.
    Teilweise kann es auch helfen, wenn die Lampe einfach etwas höher gesetzt wird, um die Lichtintensität etwas zu reduzieren. Das ändert dann zumindest nichts an der Lichtzusammensetzung.

    Eine ständige "Optimierung" führt dann eher dazu, dass die Korallen gar nicht mehr einen Normalzustand kennen und sich darauf einstellen können.

    Ich bin etwas skeptisch, ob es wirklich am Licht liegt. Die Ati Hybrid hat schon ein starkes Licht, bei LPS würde ich auch die T5 ruhig etwas senken. Gibt es denn Korallen, die gut stehen? Hast Du Acros oder Weichkorallen im Becken, wie steht es mit denen?

    Aber ich denke, die eigentliche Ursache für die Probleme der Korallen liegt woanders. Wie sieht denn die Analyse aus?

    Im Winter ist durch mangelndes Lüften auch der pH-Wort oft zu niedrig, da sich Kohlendioxid ansammelt im Raum. Die Probleme bei zu niedrigem pH machen sich auch erst nach längerer Zeit bemerkbar.

    Wie war das Licht zuerst eingestellt und wie lange lief diese Einstellung?
    Was hast Du dann eingestellt und wie lange lief diese Einstellung?
    Wann traten nach der letzten Einstellung die Probleme auf?
    Wie lange läuft das Becken?
    Wann kamen die Euphyllia in das Becken?
    Wie standen sie im ursprünglichen Licht?

    Wie sind die Wasserwerte im Augenblick, insbesondere Nitrat, Phosphat, pH, kH, Ca?
    Hast Du sonst noch etwas an Maßnahmen ergriffen ausser der Lichtänderung?

    Was genau sind diese lauten Geräusche denn? Ist es das typische 50Hz-Brummen eine nicht ganz rund laufenden Pumpe oder ein anderes Geräusch?

    Wenn es das 50Hz-Brummen ist, dann bitte einmal die Pumpe zerlegen und prüfen, ob der Rotor sich leicht, aber ohne Unwucht dreht oder ob er schlägt mit viel Spiel.

    Schau doch bitte mal, ob die Pumpe vielleicht falsch zusammengesetzt ist. Manchmal sind Schrauben nicht gleichmäßig angezogen oder zu hart oder zu locker.
    Bitte auch schauen, ob das Kabel irgendwo anlehnt und so die Schwingungen überträgt.
    Eventuell hilft auch eine Gummimatte unter der Pumpe, um die Schwingungen nicht auf das Technikbecken zu übertragen.