Beiträge von Sandy Drobic

    Schau Dir einfach mal an, was im MeWaLex unter Haltungsbedingungen steht:
    https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/91_Chelmon_rostratus.htm

    Die hohe Sterblichkeit ist leider immer noch unverändert, deshalb noch mal mein Hinweis darauf, zeigen zu lassen, dass der Fisch wirklich an Frostfutter geht. Wenn der Chelmon frisch aus dem Import ist und noch nicht akklimatisiert und auf Frostfutter stabil umgestellt ist, dann würde ich einem weniger erfahrenen Aquarianer den Fisch nicht empfehlen.
    Nur wenn der Chelmon bereits Frostfutter annimmt ist der Kauf sinnvoll, alles andere ist nur etwas für Experten oder Leute mit großen Becken und viel Lebendgestein und viel Kleinkrebsen und Würmern.

    Der erste Chelmon, den ich kaufte, war so ein Futterverweigerer, der sich nicht umstellen lies. Er lebte zuerst von den vielen Röhrenwürmern und Kleinkrebsen im Lebendgestein, aber auch ein 800l-Becken mit 100kg gutem LS waren schlicht nicht ausreichend, um den Chelmon langfristig zu ernähren. Nach einigen Wochen konnte ich dann sehen, wie er immer dünner wurde und schließlich starb. Es wäre mir deutlich lieber gewesen, wenn er an die Korallen gegangen wäre.

    Chelmons sind empfindliche Fische, die erst mal ans Futter gebracht werden müssen. Die erste Hürde ist immer, dass der Fisch auch Frostfutter nimmt. Häufig kann man ihm leider beim Verhungern zusehen, wenn er hartnäckig Ersatzfutter verweigert.

    Solltest Du einen Chelmon mal in Betracht ziehen würde ich dringend empfehlen, VOR dem Kauf demonstrieren zu lassen, dass der Fisch auch wirklich Frostfutter nimmt. Leider passiert es zu oft, dass Chelmons als Futterverweigerer verhungern. Für diesen Fisch würde ich definitiv abraten, ihn online unbesehen zu kaufen.

    Seltsam! Was sind das für Reflektoren und LEDs? Bei mir kleben die wirklich sehr fest dran. Nur einmal hatte ich etwas alten Kleber, der einfach nicht halten wollte. Ist da vielleicht ein Film auf den LEDs oder Reflektoren, der den Kleber nicht haften lässt? Auf den LEDs kann ich mir das schwer vorstellen, eventuell die Reflektoren mit einem fettlösenden Mittel an der Klebestelle säubern.

    Wie oft die Strömungspumpen gereinigt werden müssen hängt auch viel davon ab, wieviel Licht auf die Pumpen fällt. Je weniger Licht, desto langsamer wachsen dort Algen und desto länger werden die Wartungszyklen.
    Direkt unter starkem Licht wachsen die Algen im Turbomodus und Du darfst die Pumpen jede Woche sauber machen.

    Wenn die Gyre an der Rückwand montiert sind und das Licht nicht auf die Pumpen fällt, dürfte sich dies mit geringem Algenwachstum bemerkbar machen.

    Empfindlich haben sich die Gyre auch gegen Schnecken gezeigt, gerade die kleinen Täubchenschnecken und ähnliche Euplica. Dann kann es schnell laut scheppern, bis die Schnecke entfernt ist oder die Pumpe sogar stehen bleibt weil verklemmt. Meine alte Gyre XF-150 hat sich wegen der vielen kleinen Schnecken praktisch jeden Tag verkantet. Die Reinigung war Aufwendig und fummelig, bis ich aufgegeben habe.

    Inzwischen hat sich dies wohl bei den neueren Versionen etwas gebessert, wie ich gehört habe, aber bauart-bedingt kann man es nciht ganz abstellen.

    Bei Strömung findet keine Reflektion im Eintrittswinkel statt. Sonst würde die Strömung bei einem Strahl senkrecht gegen die Seite wieder zur Pumpe zurückgehen.
    Sobald die Strömung auf ein Hindernis trifft verwirbelt sie und verteilt sich in verschiedene Richtungen, je nachdem wie sie am einfachsten ablaufen kann.

    Pumpen haben einen mehr oder weniger verwirbelten Strahl und lösen sich bereits ohne ein Hindernis schon in Verwirbelungen auf, je nach Pumpe schon nach kurzer Strecke oder nachdem sie auf eine Wand oder ein Hindernis (Koralle, Dekoration) treffen.

    Wenn die Pumpen nur an der Rückwand angebracht sind, dann sind die Möglichkeiten für die Richtung sehr limitiert. Im Prinzip kannst Du die Pumpen nur in Richtung Frontscheibe lenken und dies oben und unten. Wenn die Pumpe oben ist, dann geht sie an der Oberfläche entlang, trifft auf die Frontscheibe und wird dann nach unten und zur Seite gelenkt, je nach Winkel, wie sie auftrifft.

    Auch eine Spindel kann sich durchaus ändern und solle ab und zu überprüft werden. Dem einen oder anderen ist es schon passiert, dass die Kalibrierung der Spindel sich verändert hat, wenn die Stelle, wo die Skala angeklebt wurde, sich gelöst hat. Gerade, wenn die Spindel mal einen guten Ruck erhalten hat ist eine Überprüfung keine schlechte Idee.

    Nichts ist für die Ewigkeit und auch selbstverständliche Sachen, auf die man sich fortwährend verlässt sollten ab und zu geprüft werden.

    Wie Eric schon sagte sind die Vorgaben der Zonen grob in der Richtung eingeteilt, was aber nicht heisst, dass die Korallen sich in anderen Bereichen nicht wohl fühlen würden. Eher ist es so, dass bestimmte Korallen Mindestanforderungen stellen, die erfüllt werden müssen, damit sie sich wohl fühlen. Du kannst eine SPS-Koralle etwa gut bei 400 PAR halten, aber sie sollte wenigstens 200 PAR bekommen, um nicht braun zu werden, wohingegen eine LPS-Koralle bei 200 PAR zufrieden ist, aber auch bei 400 PAR gut wächst.
    Aber wenn Du eine Euphyllia in eine starke Strömung setzt wird sie genauso unglücklich wie eine Acro, die in eine schwache Strömungszone gesetzt wird.

    Das greift etwas zu kurz. Zum einen ist es nicht nur die Lichtstärke, welche für Korallen wichtig ist, auch Strömung und Nachbarschaft sind sehr wichtig, damit Korallen sich wohl fühlen.

    Um das richtig einzuschätzen brauchst Du schon eine gute Einschätzung, wie hoch Deine Lichtstärke ist in den verschiedenen Beckenzonen und wie stark die Strömung ist. Die Lichtstärke kannst Du mit einem PAR-Meter gut bestimmen, dafür lohnt es sich durchaus, einen PAR-Meter für ein oder zwei Tage auszuleihen und das Becken auszumessen.

    Die Aquarius 60 ist relativ dünn von der Leistung, da hängt auch viel davon ab, ob die Koralle an den Rand oder direkt unter der Lampe gesetzt wird und ob das Riff als Raumteiler mit Mittelriff oder als Wandbecken mit dem höchsten Punkt an der hinteren Seite gesetzt wird.

    Blanchieren oder sogar einfach Kochen macht die Karotte schön weich. Die Eingelegten Karotten in der Dose sind bereits sehr weich.
    Das Grün der Möhre wäre auch ein sehr guter Snack für den Doc, wie bereits jetzt schon mehrfach erwähnt: das Blanchieren weicht das Grün der Möhre und anderer Gemüse auf.

    Vor kurzem hatte die Elisabeth noch einen Shop erwähnt für Algen.
    https://algamar.de/

    Über das Forum wird das schwierig. Ich finde es bereits ausreichend, wenn nicht direkt alles gelöscht wird, wenn Korallen angeboten werden.

    Sonst bräuchte man nämlich auch eine Datenbank, wo jeder angebotene Ableger eindeutig verzeichnet wäre. Und man müsste sich ein Konzept ausdenken, wie man dem Vorwurf, man würde unkontrollierten geschützten Handel fördern, begegnen könnte.
    Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen.

    Hallo Klaus,

    bei so manchem Händler bekomme ich nicht einmal eine Rechnung, was ich eigentlich gekauft habe, von Cites ganz zu schweigen.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass es früher oder später darauf hinausläuft, dass ohne Cites-Bescheinigung kein Weiterverkauf möglich ist. Dabei ist die Vegetative Vermehrung über Stücke noch eine zusätzliche Komplikation, welche die Buchführung dann noch erhöhen würde. Sämtliche Ableger registrieren lassen, nach dem Urlaub sind zig Korallen plötzlich gestorben, weil die Technik versagte usw.
    Das stelle ich mir nicht gerade unbürokratisch vor. Aber bei den Preisen für Korallen heutzutage sind 3 Euro bei einer Koralle auch nicht mehr die Welt.

    Seufz, das blockiert praktisch den Handel mit allen Steinkorallen. Das Grundproblem ist der Nachweis der legalen Einfuhr/Erwerb, der nicht zu erbringen ist. ich habe noch nie die zugehörigen Cites-Papiere zusammen mit der Koralle bekommen. Und was machen wir mit den Ablegern dieser legal importierten Koralle? Wie soll diese dokumentiert werden?!? Ählich wie bei Seepferdchen vielleicht?

    Einfach die Gemüse- und Salatabteilung abklappern. Teilweise reagieren Fische deutlich empfindlicher als Menschen auf Pestizide und ähnliches, deshalb würde ich dringend empfehlen, nur Biogemüse ausdrücklich ohne Pestizide zu nehmen, dieses trotzdem gut abzuwaschen und ab und zu in kleinen Portionen anzubieten. Ruhig auch in einer Klammer zusammen mit Norialgen.
    Es kann etwas länger dauern bis die Fische das Futter akzeptieren, deshalb ruhig etwas Geduld bewahren.

    Ich habe bereits neue Kalibrierlösungen bestellt, da ich die pH7 halb verschüttet habe beim Kalbrieren des pH-Meters. Von den 250ml werde ich immer etwas ins Probefläschchen geben und damit kalibrieren, weil ich mir ähnliches gedacht habe.

    Interessant ist vielleicht noch zu erwähnen, dass ich einen ziemlichen kH-Sturz hatte beim Start und nur mit Mühe das wieder stabilisiert bekam. Der kH sackte nach dem Start auf 5,6, als ich nach ein paar Tagen anfing zu messen.
    Freitag aufgesalzen, Samstag Korallen eingesetzt, Dienstag LS eingetroffen und dann gemessen. Ergebnis 5,6,, schnell anfangen zu dosieren...

    Gestern abend habe ich den Atemkalk abgestöpselt, der pH-Wert ist danach bis heute morgen auf 8,5 bereits runtergegangen.
    Der kH sollte etwa bei 7 liegen, heute morgen hatte ich leider keine Zeit zu messen.

    Eine Deko als soche gibt es eigentlich nicht, ich habe letzte Woche Dienstag 20kG LS bekommen und eingesetzt, ohne Mörtel.
    Der Besatz besteht bisher nur aus Korallen und dem LS, weder Fische noch Cleaningcrew. Das Becken ist gerade erst gestartet.

    Das Becken dient auch nur als Einlaufbecken, bis das Becken im Wohnzimmer startklar ist und sich keine Plagen bei dem LS und den Korallen gezeigt haben.

    Gemessen habe ich den pH mit dem Aqua Medic pH-Monitor, der hatte bereits zwei Kalibrierlösungen fertig mit pH4 und pH7. Sinnvoller wäre natürlich eine Kalibrierung mit pH7 und pH9 oder pH10, das würde dem Einsatzbereich deutlich besser gerecht werden. Aber die Kalibrierung ist leider für diese beiden Punkte nur angegeben.

    Hallo hajo,

    danke für die Antwort! Bisher sind nur Korallen und lebende Steine reingekommen ins Becken, von Cleaningcrew oder gar Fischen noch keine Rede. (^-^)
    Ich habe jetzt erst mal den Atemkalk abgestöpselt, dann wird der pH schon automatisch runtergehen. Wenn ich noch ein paar Stunden schwer atme und hechel vor dem Becken geht es vielleicht noch schneller. :winking_face_with_tongue:

    Weisst Du, welche Folgen der hohe pH für Korallen hat?

    Du kannst dann besetzen mit Korallen, wenn die zentralen Wasserwerte im grünen Bereich sind. Also Dichte, Temperatur, kH, pH, Ca und die Nährstoffe, insbesonder PO4.

    Manchmal sollte man nach dem Aufsalzen noch warten, aber bei normalen Salzen kannst Du direkt schon Korallen einsetzen.

    Leben kommt nur durch Leben ins Becken. Also wenn lebende Steine oder Korallen mit Ablegersteinen ins Becken kommen. Dann bilden sich nach kurzer Zeit von selbst die Algenphasen und manchmal auch Cyanos und ähnliches.

    Inzwischen sind die meisten nicht mehr der Meinung, dass es sinnvoll ist, erst den Algen viel Zeit zu geben, sich zu etablieren und die Nährstoffe zu verbrauchen, dies sollte den Korallen zugute kommen.

    Anders ist es beim Besatz von der Cleaningcrew, welche Algen fressen sollten. Es macht keinen Sinn, Algenfresser einzusetzen, wenn keine Algen vorhanden sind zum Fressen. Diese sollten aber bald nach dem Einsetzen von lebenden Steinen oder Korallen folgen, da sie die Algen direkt kurzhalten sollen.

    Hallo Leute,

    nachdem ich in der letzten Woche erst mal am Kämpfen mit kH und PO4 war hatte ich heute den Aqua Medic pH-Monitor angeschafft und nach dem Kalibrieren mal neugierig ins Wasser gehängt. Ich traute meinen Augen kaum, als er mir fröhlich einen Wert von fast 9 pH angezeigt hatte (8,97). Ich habe zum Vergleich noch einmal die Kalibrierlösung mit pH7 herangezogen, aber er pendelte sich tatsächlich braf auf den Wert ein.

    Bei mir arbeitet der überdimensionierte Bubble King DC 200, der am Atemkalk hängt, von daher hatte ich einen Wert von 8,3-8,5 erwartet, aber ein pH von fast 9 hatte mich doch ziemlich aus den Socken gehauen.

    Für mich stellt sich die Frage, wie sinnvoll oder sogar schädlich es ist, den pH derart hochzuziehen und ob es nicht besser ist, den pH etwas absacken zu lassen und vielleicht über einen Bypass etwas ungefilterte Luft durchzulassen.

    kH ist bei 7, PO4 übrigens bei 0,06.

    Wenn die Kohle zu stark gegeneinander reibt löst sich eine Menge Feinstaub von der Kohle. Sie ist ja nicht sehr hart, deshalb möchte man nicht zu viel Reibung bei der Aktivkohle.

    Wenn sie nach einem Tag wieder entfernt wird sollte das nicht so kritisch sein, sofern Du Kohle nicht überdimensionierst. Maximal 100g pro 100l Beckenvolumen, ich würde sogar eher die Hälfte nehmen für ein erstes Mal. Schließlich zieht die Kohle nicht nur gewünschte Stoffe wie Gelbstoffe aus dem Wasser, sondern auch Spurenelemente wie Jod.
    Meist ist die Kohle auch mehr oder weniger belastet mit Phosphat.

    Die Frage ist eher was genau Du machen möchtest. Bei Triton z.B. wird der Einsatz von Kohle als Dauermedium propagiert, bei den meisten anderen ist Kohle nur ein kurzzeitiger Einsatz für wenige Tage, um z.B. das Wasser von Gelbstoffen zu befreien.
    Warum das wichtig ist? Bei einem Dauereinsatz wird gerade in nährstoffreichem Wasser mit viel Organik das Granulat miteinander verpappen und die Oberfläche verschlammt regelrecht durch die Schwebstoffe und den mitgeförderten Detritus. Dies ist besonders bei einem System mit hohem Durchsatz durch das Filterbecken zu berücksichtigen.

    Wenn Du nur für kurze Zeit die Kohle durchströmst und nach zwei Tagen das Granulat wieder entfernst, dann ist das unkritisch und die Verbackung sollte kein Problem sein.
    Bei Dauereinsatz brauchst Du besser einen Reaktor, der auch ab und zu das Granulat lockert.

    Bei Kohle ist die Bewegung dann zu stark, wenn das Granulat viel aneinanderreibt. Viel sehen konnte ich leider nicht auf dem Video.

    Und hier ist genau das Problem: Du sagst pH 8, was ich dringend empfehlen würde ist zu bestimmen: pH ist 8,0 oder eben 8,2. Mit anderen Worten: Deine Messung ist viel zu ungenau, um eine sinnvolle Aussage über den Wert machen zu können.

    Der Unterschied zwschen 7,7 und 8,3 ist enorm und kann schon entscheiden, ob die Milka stirbt oder es ihr gut geht.

    Was Du tun musst ist eigentlich klar, aber eben nicht so einfach zu erledigen, wenn man anfängt.

    Bringe die wesentlichen Wasserwerte auf gute Werte und halte sie dort.
    Dazu zähle ich diese Werte:
    Salinität 1,023 (+-0,001)
    Temperatur 25°C (+-2°C)
    kH 7,5 (+- 0,5)
    pH 8,1 (+-0,3)
    PO4 0,1 (+- 0,05)
    Ca 430 (+-40)

    Wichtig dafür ist natürlich, dass Du diese Parameter auch sauber messen und überprüfen kannst. Für alle anderen Werte kannst Du ab und zu eine ICP-Analyse machen.
    Wenn Du diese wichtigsten Parameter im Rahmen hältst, dann sollten die Korallen auch gut leben können.

    Heute sind meine lebenden Steine eingetroffen und ich hatte schon böse Befürchtungen, dass dort nichts mehr lebt, weil sie doch ziemlich trocken ankamen, aber im Transportbeutel habe ich doch tatsächlich noch eine kleine Krabbe entdeckt, die lebte:

    Sie ist sehr unternehmungslustig und hatte sich gerade schon in Windowseile aus dem Schälchen in die weite Welt aufgemacht. Deshalb habe ich sie schnell wieder in den großen Becher gesetzt. Sie ist vielleicht gerade mal eben 5mm oder so groß.

    Leider fällt mir nicht mehr der Name ein. Kann sie jemand direkt identifizieren?

    Wie Rüdiger schon erwähnt hat: nicht nachweisbares Phosphat bedeutet ein Stillstand beim Wachstum. Deshalb steigt dann auch Nitrat an, da es nicht mehr durch Wachstum verbraucht wird. Ich würde nicht so hohe Werte beim Phosphat empfehlen wie Rüdiger, aber 0,1mg/l Phosphat ist ein Bereich, wo die meisten Korallen gut mit zurecht kommen.

    Das ist der falsche Denkansatz. :face_with_tongue:
    Wenn das Becken wunderbar läuft und es den Tieren gut geht, dann erübrigt sich die Frage: "brauche ich XYZ?"
    Bei konkreten Überlegungen, etwas einzusetzen ist immer zuerst die Frage, ob es sinnvoll ist und die Situation positiv beeinflussen kann und ob es negative Einflüsse hat und diese vielleicht eher das Problem verschlimmbessern.

    In Deinem Fall wird es nicht nur ein oder zwei Wochen dauern, bis der Dok verheilt ist. Zusätzlich braucht es allein schon einige Tage, bis der Keimdruck deutlich gemindert ist, wenn UVC nicht überdimensioniert eingesetzt wird. Es sind keine Erdstrahlen, die magisch heilen, aber sie helfen eben dabei, dass es dem Dok nicht noch schlechter geht wegen Sekundärinfektionen.

    Da der Einsatz von UVC praktisch keine negativen Nebenwirkungen hat würde ich klar empfehlen, UVC für mindestens 2-3 Monate durchlaufen zu lassen. Und wenn der Dok noch etwas mehr Zeit benötigt zur Heilung dann auch ruhig ein oder zwei Monate anhängen.

    Für den Anfang sollten die beiden Tunze reichen, später, wenn das Becken zuwächst wirst Du wahrscheinlich noch etwas mehr Strömung brauchen, aber das wirst Du sehen, wenn es soweit ist.

    Der 100W ist recht klein für ein 500l-Becken, aber Du wirst ihn ohnehin wahrscheinlich erst zum Winter hin ab und zu brauchen, wenn überhaupt in einem geheizten Raum.

    Ich würde eher aufpassen, dass man nicht an einem Detail schraubt und dafür eine ungewollte Komplexität hineinbringt. Aktives Schalten kann auch mal ausfallen und was dann? Gerade das Magnetventil ist mir beim Magnetic Filter z.B. schnell ausgefallen.

    Ab robustesten wäre eine Lösung, die als Standard die Aussenluft verwendet und nachts dann den Atemkalkreaktor zuschaltet. Wenn diese Zuschaltung fehlschlägt wird weiter die Aussenluft verwendet.

    Ich würde eher auf Prävention setzen als auch Plagenbekämpfung im Vorhinein. Deshalb habe ich direkt eingeplant, dass alle Korallen und Fische eine Zeit in einem Beobachtungsbecken verbringen müssen, um zu zeigen, dass sie keine unerwünschten Gäste ins Schaubecken mitschleppen.

    Tatsächlich hängt es stark von der Art der Plage ab, welcher Fisch als Bekämpfung effektiv ist. Der Regenbogenlippfisch hat bei den Waminoa bei mir gut geholfen, allerdings machen die das auch oft nur im jungen Alter. Später hat den Prachtregenbogenlippfisch das z.B. nicht interessiert, was da an Strudelwürmern durch die Gegend kreuzte. Da ist eher der Mandarin für interessant. Für große Waminoa interessiert sich z.B. der Sechsstreifenlippfisch nicht, war zumindest nicht bei mir der Fall.

    Insgesamt muss man sich damit anfreunden, dass Fische als biologische Waffe oft unzuverlässig sind und man sich auch teilweise lange Monate Zeit nehmen muss, bis Ergebnisse kommen oder auch nicht. Es sind eben keine Maschinen, die auf Knopfdruck ihre zugewiesene Arbeit machen.

    Deshalb konzentriere Dich am Anfang eher auf Korallen und sieh zu, dass zuerst die Konsumenten (Korallen) im Becken sich etablieren, bevor Du große Erzeuger von Nährstoffen wie Doktoren oder große Lippfische einsetzt.

    Der Unterschied zwischen einem Sechsstreifenlippfisch und einem Regenbogenlippfisch ist schon ganz ordentlich.
    Der Regenbogenlippfisch ist ein Sandschläfer, sollte also genügend hohen Sand im Becken haben, um dort einzutauchen. Der Sechsstreifenlippfisch benötigt keinen Sand. Von der Größe her ist der Unterschied auch einiges.

    Die Anschaffung der Mandarins sollte eine Futterfrage sein. Wenn sie Frostfutter nehmen kannst Du sie gut durchbekommen, sonst müssen sie sich vom Becken ernähren und dies ist häufig eine Frage des Lebendgesteins.
    Du brauchst halt eine ordentliche Copepodenpopulation, sonst sind es Hungerkandidaten.

    So ähnlich sollt es gehen. Ich habe es genau umgekehrt gemacht: eine Scheibe über die Bohrungen, da ich den Ablaufschacht in einen Rucksackschacht umgewandelt habe:


    Am Rand hinten kann man noch etwas sehen, wo das Silikon vom vorigen Schacht gewesen war. Die Scheibe ist in den Rahmen der Randverstärkung eingepasst und an allen Seiten mit Silikon glatt eingepasst. Deshalb sieht sie auch komplett schwarz aus, obwohl sie eigentlich durchsichtig ist.

    So eine Flächenklebung mit Silikon dauert Wochen, bevor sie durchgetrocknet ist. Sinnvoll ist es natürlich, die Scheibe von oben auf den Schacht draufzukleben, weil dann der Wasserdruck dafür sorgt, dass die Scheibe von oben auf Druck belastet wird.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Silikon löst, ist dann sehr gering.

    Hallo Bernd,

    bist Du sicher, dass der Code "88" war und nicht "F8"? F8 wäre nämlich Probleme beim Lufteinzug, was meist durch eine verstopfte Lufteinzugsdüse verursacht wird. Dort sammelt sich nämlich schnell Salz und Kalk als Mischung und muss regelmäßig gesäubert werden. Als Test kann man auch den Schlauch vom Schalldämpfer abziehen und frei ansaugen lassen.

    Wenn Du im laufenden Betrieb einfach die Stecker ziehst kann es sein, dass Du über einen Induktionsspannungsstoff dem Controller den Rest gegeben hast, dann hilft nur noch die Reparatur des Controllers.