Beiträge von Sandy Drobic

    Der Hauptunterschied zwischen T5 und LED ist das Problem, die Spreu vom Weizen zu trennen. Bei T5 reduziert sich die Spannweite auf die Qualität des Reflektors und die Kühlung, bei LED kommen zusätzlich noch die Lichtmischung, Flächengestaltung und Controller-Abstimmung hinzu.

    Dadurch gibt es bei den T5-Lampen wenig Überraschungen, bei den LEDs kann es durchaus Flops und falsche Abstimmungen geben. Deshalb gibt es keine generelle Empfehlung von mir sondern ich würde sagen, dass eine gute LED-Lampe richtig eingesetzt eine mindestens ebenbürtige Leistung bietet.

    Ich habe genau so einen Motor zum Verstellen der Beleuchtung installiert, weil ich direkt vorhersehen konnte, dass ich das manuell sonst nur zwei mal pro Jahr maximal tun würde. Die Lampe ist wie der Sarg von Schneewittchen großflächig über dem Becken und heftig schwer. Mit 35kg ist das kein Vergnügen, diese Lampe "mal eben" zu Verstellen und dann wieder runterzusetzen.

    Deshalb habe ich eine Zwischendecke eingezogen über dem Becken, dort den Rolladenmotor installiert und ziehe damit dann die Lampe hoch und runter bei Bedarf. Die automatischen Stopp-Punkte machen das sehr komfortabel.

    Den übrigen Raum nutze ich as Stauraum, die Klappen sind so eingestellt, dass sie in auch offen bleiben können und so der Stauraum auch für Wartung und zum Suchen bedienbar ist.

    Das mit dem Licht abschalten für 2-3 Tage sehe ich nicht als völlig sinnlos, kann aber nur ein Teil in einem Gesamtpaket an Maßnahmen sein.

    Es nutzt die Kehrseite des extrem schnellen Wachstums aus, dass auch der Lebenszyklus selbst der Bakterien recht kurz ist. Von daher zeigt es durchaus etwas Wirkung, wenn man am Tagesende die Cyanos absaugt und dann die nächsten Tage verdunkelt.

    Nur darf man nicht glauben, dass danach dann alles geklärt ist und die Cyanos komplett weg wären. Sie sind nur etwas zurückgedrängt und die übrigen Maßnahmen zur Korrektur der Probleme, welche überhaupt zum Auftreten der Cyanos geführt haben, müssen richtig eingehalten werden. Konstante Werte und Nährstoffe im sinnvollen Bereich, Strömung und Licht im korallegerechten Bereich, dann wird sich das Mikroleben früher oder später richtig einpegeln.

    Das ist ein etwas längerer Prozess. Cyanos sind Primärsiedler und haben sehr hohes Vermehrungspotential. Darum sind sie flux als erste da, um eine Situation auszunutzen und den Siedlungsraum zu belegen. Da sie den Phosphat aus dem Detritus erschliessen können, haben sie einen Vorteil vor den anderen Belägen.

    Eine Korrektur der Nährstoffe, insbesondere der Phosphatwert, ist eine Voraussetzung, dass die normalen gewünschten Beläge eine Chance haben, sich gegen die Cyanos durchzusetzen.

    Der Weg dahin ist allerdings ein etwas längerer, wo Du den Regulator spielst und die Cyanos immer wieder störst und zurecht stutzen musst mit Absaugen. Helfen kann hier auch, mit einer kleinen Strömungspumpe den Detritus von der Deko abzupusten, um so die Cyanos gerade auf den Steinen etwas im Schach zu halten, da die Cyanos so nahe bei den Korallen sind.
    Wenn die Korallen noch nicht fest angeklebt sind macht dies die Sache deutlich einfacher.

    Ohne Chemie führt nur Geduld, Werte konstant und im gewünschten Bereich halten, Cyanos immer wieder stören und absaugen und wieder etwas Gedult haben. Solange die Korallen nicht von den Cyanos überwuchert werden würde ich es so ohne Chemie machen.

    Es dürfte sich zum guten Teil um grüne Cyanobakterien handeln. Das passt dann auch mit dem niedrigen Phosphatwert zusammen.

    Die grünen Cyanos werden auch als Niedrignährstoff-Cyanos bezeichnet, da sie oft in sehr nährstoffarmen Umgebungen auftreten. Dabei holen sie sich den im Wasser fehlenden Phosphat aus dem Detritus und Ablagerungen.

    Hallo Sebastian,

    ein wirklich herrliches Projekt, so ein großes Becken zu planen. Wie hoch soll denn der Unterschrank unter dem Schaubecken sein und was möchtest Du alles dort unterbringen? Wenn das Technikbecken im Nebenraum schön hoch für das bequeme Arbeiten sein soll dürfte dort eigentlich fast keine Technik unter dem Becken sein, wenn dort nicht gerade CL-Verrohrung für Strömung drunter ist.
    Dann findet dort praktisch keine Wartung statt und die Verkleidung kann auch einfach mit Magneten an Platten geschehen. Sie werden selten abgenommen. Auf der Wohnzimmerseite würde ich wahrscheinlich sogar eine feste Wand hinsetzen, um die Geräusche aus dem Technikraum gut zu dämmen.

    Interessanter wird es über dem Becken, da hier auch viel Luftfeuchtigkeit entsteht und die Wärme der Lampen abgeht. Das starke Gestell über dem Becken würde mich sehr stören, da die Handhabung im Becken doch sehr erschwert wird durch die vielen Querstreben. Wann immer Du von einem Viertel des Beckens zu einem anderen gehst, must Du Hände, Geräte und Beckendeko/Korallen ausserhalb des Beckens befördern (und dabei tropft Salzwasser herunter). Das alles muss immer wieder aufgewischt werden und es darf nichts darunter stehen, was nicht rosten soll. Deshalb würde ich mir genau noch einmal die Konstruktion über dem Becken überlegen, ob es nicht bessere Alternativen dafür gibt.

    Über dem Becken würde ich jedenfalls Klappen bevorzugen, da hier öfter zur Wartung/Korallenpflege die Öffnung benötigt wird, um an das Becken zu kommen. Hier wirst Du auch von beiden Seiten an das Becken kommen müssen bei 120cm Tiefe. Also Klappen oder Schiebetüren von beiden Seiten. Bei größeren Arbeiten sollten die Klappen auch ohne Probleme abnehmbar sein.
    Wenn der Raum über dem Becken praktisch geschlossen ist brauchst Du hier eine vernünftige Entlüftung, sonst wird die Wärme der Lampen zu einem Hitzestau führen.

    Kann ich davon ausgehen, dass Du eine Klimatisierung der Räume hast/planst? Das wäre die eleganteste Methode, die Luftfeuchtigkeit zu regeln. Dann würde es auch nicht notwendig sein, den Technikraum mit Fliesen auszukleiden. Der Boden natürlich schon.

    Beim Wasserwechsel liebäuge ich mit dem AWC von reeffloat. Ein Behälter, wo eine Pumpe zum Salzmischen drin ist und ein Arduino, welcher die Steuerung übernimmt. Schläuche an einem Behälter, welcher mit dem Technikbecken verbunden ist und langsam das Wasser austauscht, bis alles komplett durchgetauscht ist. Effektiv hat man zwar nicht 100 Prozent getauscht, aber es ist sehr schonend durch die langsame Mischung und sauber mit wenig Platzbedarf (nur ein Behälter).

    Hallo Fabian,

    ich hatte den SK5000 MkII einige Zeit bei mir im Einsatz, war allerdings ziemlich genervt von den vielen Mikroblasen bei etwas höherem Durchsatz. Diese Mikroblasen entsanden innerhalb des Vliesers durch starke Verwirbelungen innerhalb des Vliesers. Auch der Durchsatz selbst war sehr mangelhaft.

    Dies war zumindest die Situation beim Einsatz mit dem Orginialvlies, beim Einsatz des Vlieses von Genesis sah das ganz anders aus, der Durchsatz war erheblich höher und es entstanden auch keine Verwirbelungen mehr. Mit anderen Worden das Vlies war deutlich poröser und brachte dadurch mehr Durchsatz.

    Leider war es nicht möglich, die riesige 100m-Rolle zu verwenden, der kleine Motor hat es einfach nicht geschafft, das große Flies weiterzubefördern. Trocken war es noch so eben möglich, aber nass war der Widerstand einfach zu hoch.

    Leider ist genau dieses Thema gar nicht so einfach, deshalb ist es nicht getan mit ein paar Sätzen, und wie immer müssen alle Rahmenbedingungen stimmen, damit die Rechnung aufgeht.

    Im Allgemeinen ist es im Korallenbecken sinnvoll, ist, relativ zügig mit Korallen zu besetzen und dafür dann robuste Korallen zu wählen, die auch ein paar Schwankungen bei den Werten vertragen. Dazu dann eine Cleaning Crew, wenn die ersten grünen Algen spriessen. Am Anfang ist es einfacher, etwas Phosphat zu dosieren als mit Fischen direkt voll zu besetzen. Erst, wenn die Korallen wirklich wachsen und konstanter Verbrauch vorhanden ist würde ich den Fischbestand etwas aufstocken.

    Bei Meerwasser hat man meistens Jungfische beim Händler, die schnell wachsen, deshalb wird der Futterbedarf schnell ansteigen.

    Schau Dir an, welche Beckengröße für Dich sinnvoll ist, stelle dann zusammen, was an Korallen, Fischen und sonstigen Tieren Dich interessieren würde und plane dann die notwendige Technik und Besatzstrategie. Grundsätzlich ist es immer deutlich teurer als geplant, dass solltest Du bedenken. Über den Daumen kannst Du mit etwa 10€ pro Liter Beckenvolumen an Investition rechnen für den Start. Je nach Besatz kann das dann auch deutlich darüber hinaus gehen, Korallen sind inzwischen richtig teuer!

    Alles im richtigen Maß. Idealerweise sorgen die Stoffwechselprodukte der Fische dafür, dass die Korallen genügend, aber nicht zu viel an Nährstoffen haben.

    Leider ist es teilweise so, dass am Anfang beim Beckenstart viel Phosphat durch die Dekoration und den Sand gebunden werden und den tatsächlichen Verbrauch des Beckens verfälschen. Später, wenn eine Sättigung eintritt merkt man dann, dass die Nährstoffe explodieren und nicht mehr unter Kontrolle zu bringen sind ohne Phosphatadsorber und ähnliches.

    Zuerst leiden die Korallen an Nähstoffmangel und später, weil zu viel vorhanden sind. Dagegen hilft nur ein wachsamer Blick und immer wieder überprüfen, wie die Werte nun sind. Nährstoffe allgemein sind im Korallenbecken deutlich niedriger vom Niveau wie im Süßwasser.

    Absolutes Minimum für den Überlauf sind etwa 20cm Wasserstand, sonst passiert es zu schnell, dass Luft laut lärmend von der WAsseroberfläche angezogen wird. Mein Ablaufsieb verhindert auch dies neben einer Blockade von Schnecken.

    Ich habe den Ablauf auf 30cm gelegt, umd genau die unteren 30cm noch frei zu haben für die Anbringung von Pumpen. Der Wasserstand im Ablaufschacht ist dann meist 20-25cm, letzteres, wenn er ziemlich voll ist kurz vor dem Überlauf in den Notablauf.

    Anstelle von weiss würde ich eher überlegen, die Rückwand direkt in schwarz zu nehmen. Das gibt einen starken Kontrast zu den Korallen und Fischen.

    Je breiter der Überlauf ist, desto ruhiger läuft das Wasser dort rüber und plätschert weniger. Mein Überlauf ist 50cm breit und da läuft das Wasser sehr ruhig drüber. Allein deshalb würde ich nicht empfehlen, den Überlauf zu klein zu machen. Zusätzlich staut sich bei einem kleinen Überlauf schnell das Wasser hoch vor dem Kamm, was unnötig viel Wasser beim Stromausfall/Abschalten der RFP in das Technikbecken zurücklaufen lässt.
    Ich habe für mein Becken 32mm Verrohrung gewählt, wenn ich volles Tritonprogramm fahren würde mit 10facher Beckenumwälzung pro Stunde durch das Technikbecken würde ich klar 40mm Verrohrung nehmen.
    Eine 32er Verrohrung benötigt eine 42-43mm Bohrung für die Tankdurchführung, die weissen RE-Tankdurchführungen sind kleiner, die normalen meist etwas breiter, aber mit 43mm sollte alles möglich sein.

    Schau Dir die Tankdurchführung, die Du einsetzen möchtest an, dort steht dann immer dabei, welche Bohrung sie braucht.

    Die Bohrung sollte überallhin mindestens 4cm frei zur nächsten Kante haben, daraus ergibt sich dann auch schnell eine Minimaltiefe für den Überlauf 2x4cm + Bohrung als Minimaltiefe. Ich habe bei mir 14cm genommen und bereits geflucht, weil es so eng ist. Aber es ging noch durchaus und wie gesagt, es geht noch enger. (^-^)

    Ich bin sehr froh, dass ich das auf den Rucksackablauf umgebaut habe, würde aber definitiv empfehlen, eine schwarze Wand an der Seite zu verwenden, da sonst der Blick vor dem Becken quer durch in den Ablaufschacht möglich ist, wenn der Ablauf mit Wasser gefüllt ist. Ich werde bei mir auch noch eine Schwarze Scheibe einkleben. Die Abläufe oberhalb im Schacht sind natürlich alle nur gesteckt.

    Wenn Du keine Dreambox planst sollte das mit 80cm Höhe reichen. Ich habe bei mir eine Dreambox nachträglich eingebaut und würde mir dringend 10-15cm zusätzlich wünschen. Die Steckdosenleiste hinter der Dreambox ist sehr schlecht zugänglich und erfordert einiges an Fingerakrobatik und geht nie ohne Stöße an den Hinterkopf ab.

    Meine Dreambox hat 40cm Höhe:

    Das ist da alles richtig eng. Wenn die Beobachtungshöhe des Beckens es zulässt, dann mache den Unterschrank ruhig auf 90-95cm Höhe, Dein Rücken wird es Dir danken!

    Mir sind selbst einige Korallen kaputt gegangen, als ich Probleme mit Technik hatte, da mehrere Pumpen ausgefallen waren in kurzer Zeit. Da habe ich erst gesehen, dass die Strömungspumpe ziemlich niedrig eingestellt war und die RFP eine Menge zur Strömung beitrug. Als diese dann in einer Woche zwei mal ausfiel und jedes mal der ABschäumer überkochte haben die Korallen das ziemlich übel genommen. Abschäumer übergekocht und auf einen Schlag die ganze Suppe zurück ins Becken, Strömung verringert oder ganz weg, wenn Sicherung fliegt und dann kommt eines zum anderen.

    Das Problem ist leider oft, dass es nicht nur an einer Ecke mangelt, sondern wenn mehrere Probleme dann aufeinandertreffen und sich gegenseitig verschlimmern. Deshalb immer die grundsätzlichen Punkte wie Strömung, Licht usw. abchecken und dann erst in die Details wie Spurenelemente gehen.

    Hallo Johns,

    bevor Du jetzt in Details wie Spurenelemente gehst würde ich erst einmal die grundlegenden Parameter überprüfen, ob das wirklich gegeben ist:
    - Strömung (ausreichend oder Änderungen)
    - Licht (Änderungen?)
    - Grundparameter Temperatur, Dichte, kH, Nährstoffe (hier hast Du schon ein paar Probleme angesprochen)

    Für den Rest würde ich noch ein paar kleinere Wasserwechsel machen, um die Parameter anzupassen, aber vor allem das Augenmerk auf die wichtigen Grundaspekte richten, ob da ein Problem vorliegt.

    Und den inneren Schweinehund bekämpfen, der verhindert, dass man regelmäßig das Becken pflegt und überwacht und sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruht. Das ist in der Tat sehr wichtig.

    Cyanos sind oft ein Hinweis auf ein Ungleichgewicht bei den Nährstoffen oder schwankende Nährstoffwerte. Wenn Du sowohl Nitrat als auch Phosphat auf gleichbleibendem Niveau halten kannst, dann sollte die normale Bakterien- und Algenbesiedlung eine Chance haben, den Raum der Cyanos zu besiedeln.

    Mein Rat wäre deshalb, ein Auge auf konstante Werte zu haben, wo beide Werte gut nachweisbar sind und die Cyanos in der Zwichenzeit etwas mechanisch zu behindern durch Absaugen oder schlicht wegpinseln.

    Hallo Tina,

    ich habe die Dimensionierung eigentlich in dem Thread genau dargelegt: Rückförder pumpe

    Damit kannst Du gut festlegen, welche Leistung Du benötigt. Aber wie Reinhard schon erwähnte, bei Dir wäre es das einfachste und sinnvollste, eine Strömungspumpe zu nehmen. Wenig Leistung meist leise, wichtig ist da vor allem, dass sie elastisch eingehängt ist und so wenig Vibrationen überträgt. Eine regelbare wäre von Vorteil damit der Durchlauf über das Technikabteil gesteuert werden kann.

    Parallel betreiben hört sich nicht ganz richtig an, denn das Becken ist normalerweise ohne Bewohner und leer, hat also keinen Verbrauch ausser Verdunstung.
    Verbrauch kommt erst dann, wenn z.B. Korallen dort zwischengehältert werden, um zu sehen, ob sich unerwünschte Gäste wie Turbellarien zeigen. Und den Verbrauch des kleinen Quarantäne-Beckens kannst Du bei Wasserwechseln des großen Schaubeckens am besten mit erledigen. Wenn Du das Quarantänebecken nicht gerade voll zustellst sollte auch eine Dosierpumpe zum ständigen Ausgleich nicht nötig sein.

    Deshalb passt es auch überschlagsmäßig recht gut, wenn man Bruttovolumen minus 20 Prozent rechnet bei den normaler Abstimmung mit Wasserstand und Größe Technikbecken.

    Aber um mal zum Thema des Threaderstellers zurückzukehren: Sinn der Volumenberechnung ist, dass dieses Volumen durch das Technikbecken geschleust wird zur Filterung, um die Dimensionierung der Rückförderpumpe festlegen zu können. Im allgemeinen sollte die Menge etwa 3-5 mal pro Stunde durch das Technikbecken gehen. Diese etwa 380l dann 3-5 mal wäre pro Stunde, die RFP muss also etwa 1100-1900l pro Stunde netto durch den Kreislauf schieben können.

    Wenn die Pumpe regelbar ist (ratsam, sie sind meist auch leiser, wenn es Niedervoltpumpen sind), dann darf sie auch etwas stärker sein, sollte aber mindestens diese 5x Leistung schaffen.

    Wenn die Verrohrung richtig dimensioniert ist, dann sollte sie den Fluss nicht bremsen und die Arbeit der Pumpe wird hauptsächlich durch das Heben zum Hauptbecken gebremst. Bei einem Höhenunterschied von 1,4m spuckt mir meine Tabelle aus, dass die Pumpe eine Förderleistung von 2000l bei 1,7m Förderhöhe haben sollte. Dabei ist dann berücksichtigt, dass noch ein Bogen mit zwei kleinen 45°Bögen in der Leitung sind bei 25mm Rohr. Die Verrohrung bremst das also so aus, als wäre das Becken noch 30cm höher.

    Und jetzt kommt die Schwierigkeit alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Günstige Pumpen geizen oft mit Angaben, wieviel Leistung sie bei welcher Einstellung und Förderhöhe bringen. Dafür deshalb lieber ein oder zwei Nummern größer nehmen und runterregeln als am Anschlag zu betreiben und zu wenig Leistung zu haben.

    Eine Jebao MDC 5000 etwa sollte genügend Leistung für Dein Becken haben aber ich sehe weder Angaben welche Förderhöhe sie bei welcher Leistung erbringt noch welche Verrohrung man anschrauben kann. Ob sie leise ist muss man selbst feststellen, das hängt auch stark davon ab, ob man z.B. ein superleises Zimmer hat ohne laufendes Radio oder offenes Fenster. Wenn man eine leichte Geräuschkulisse durch Fernseher, Radio oder offenes Fenster hat merkt man ohnehin deutlich weniger.

    Eine Ecotech Vectra VS2 wäre mit über 300€ deutlich teurer, ist aber auch bekannt dafür, dass sie leise ist. Darüber geht es immer weiter teurer, aber das dürfte dann den Rahmen sprengen.

    "Aus dem Hauptbecken befüllen" bedeutet aber noch nicht, dass es ein Kreislauf ist, denn das ist für ein Quarantänebecken nicht sinnvoll. Die Gefahr, dass man es einmal vergisst, den Kreislauf abzukoppeln bei medikamentöser Behandlung oder einem Verdachtsfall ist recht hoch.
    Da es dann ohnehin auch einzeln laufen muss ist es sinnvoller es direkt getrennt laufen zu lassen. Auch Sachen wie UVC etwa müssen dann anders dimensioniert werden.

    Mit 50cm Wasserstand hast Du ja schon Bodenscheibe und etwas Freiraum abgezogen, das sollte auch schon mindestens so sein, ich würde sogar noch einen Zentimeter abrechnen. Dann musst Du natürlich noch den Füllstand des Technikbeckens mit hinzunehmen um das Umlaufvolumen einigermaßen berechnet zu haben.Wenn Du ein Technikbecken mit 80x40x40 halb voll rechnest kommst Du dann auf knapp 400l Umlaufvolumen. Feinabstimmung dann mit der Stauhöhe vor dem Ablaufkamm und der Menge an Deko und Sand. Sollte insgesamt aber doch deutlich mehr als 300l sein.

    Und genau hier bin ich skeptisch, ob Deine Einschätzung wirklich realistisch ist, den weitläufigen Bewegungsdrang als Selbstzweck zu stilisieren. Grundsätzlich ist der Sinn der evolutionären Entwicklung die Erhaltung/Anpassung der Art und in zweiter Linie des Individuums.
    Ein Bewegungsdrang, der nicht dem Überleben dient, wäre teilweise eher kontraproduktiv. Auch die Rudelbildung der Docs im Fresschwarm dient dem besseren Schutz im Schwarm und nicht, um Formationsschwimmen zu üben.
    Welchen Sinn hätte ein unbändiges in der Gegend Schwimmen, wenn der Fisch keinen Hunger hat.

    Die höchsten Prioritäten des Doktors sind erst einmal Überleben: genug und das richtige zu Fressen, Schutz vor Feinden, Sicherheit in der Umgebung. Danach kommt Wohlfühlen in der Umgebung/Gesellschaft und erst danach dann "Freizeit und Hobby", Spiel- und Erkundungsdrang. Von daher ist in meiner Einschätzung dieser Bewegungsdrang und das weiträumige Herumstreifen im ausgedehnten Revier etwas, wozu ihn die Umstände zwingen, aber nicht etwas, was er freiwillig macht, weil es im Spaß bereitet und ohne das er sich nicht wohlfühlt.

    Es gibt mit Sicherheit auch Beobachtungen, welche meine Einschätzung relativieren, einige fallen mir sogar selbst ein wie der kleine Sechsstreifenlippfisch, der mein 2m-Becken winzig aussehen lies, weil er unermüdlich im gesamten Riff am Stöbern war.

    Hallo Thomas,

    ich glaube, Du setzt die Notwendigkeit in der Natur nach weitgestreckter Futtersuche mit einem Selbstzweck gleich. ich sehe das deutlich weniger verklärt. In der Natur machen die Doktoren dies vor allem, weil sie dazu gezwungen sind, denn sie müssen das Risiko, sich zu exponieren immer mit dem Gewinn durch die Futtersuche abgleichen. Aus der vertrauten Deckung zu gehen macht kein Futterfisch gerne.

    Dessen ungeachtet denke ich auch, dass zu einem zufriedenen Fischdasein mehrere Komponenten gehören: neben einem ausreichenden Raum für Bewegung auch eine passende Gesellschaft und eine Ernährung, die alle Bedürfnisse abdeckt.

    Bei dem GHL-Rührwerk darf der Boden ruhig etwas dicker sein, ich habe beim Bohnenglas sogar Puffer druntergesetzt zur Dämpfung und es lies sich noch rühren. Auch das Plexigefäß für die Spindel war brauchbar.
    Je dicker die Wandung und Boden desto weniger scheppert es beim Rühren. Selbst auf Stufe 1 ist das Werk mächtig flink. Anscheinend kennt das Rührwerk nur die Stufe "Pürieren" und ist unwillig, weniger zu machen.

    Hallo Tina,

    danke für den Tipp, werde ich gerne mal probieren. Jetzt habe ich aber bereits alles ausser dem Dosierbehälter. (^-^)
    Das elegante beim GHL-Doser ist, dass dieser mit etwas Vorlauf vor dem Dosieren das Rühren übernimmt. Wenn sich der Dosierplan ändert muss ich dies nicht wie bei einer unabhängigen Zeitschaltuhr berücksichtigen.

    ich hoffe, dass ich irgendwann auch Frostfutter automatisiert füttern kann.

    Da ich im Augenblick nur sehr wenige Nährstoffe im Becken habe und sich dies beim Start des großen Beckens nicht viel verbessern wird dosiere ich Phosphor+ von Mrutzek zu. Leider habe ich etwas verärgert festgestellt, dass die Flüssigkeit sich offenbar etwas entmischt und die Dosierung sehr ungleichmäßig verteilt ist. Also muss vor dem Dosieren die Flüssigkeit immer schön duchgeschüttelt werden, sonst kann man sich nur überraschen lassen, wo der Phosphatwert landet. Manuelle Dosierung vergesse ich leider oft, also ist eine Automatisierung gefragt.

    Als Dosierpumpe verwende ich den GHL Doser 2.1 und passend dazu gibt es ja das Magnetrührwerk, was vom Doser gesteuert werden kann. Das funktioniert auch ganz gut. Allerdings scheppert das gehörig bei mir. Das kleine Plastikkästchen des Magnetrührwerks bildet eine Art Resonanzkörper, welcher mit der Plastikflasche, die ich gerade verwende, unmöglich scheppert.

    Ich habe schon gesucht nach einem Ersatzbehälter. Das Bohnenglas mit einigermaßen flachem Boden ist schon besser, aber so wirklich zufrieden bin ich nicht. Bevor ich jetz aus eine Plexiglasröhre und ein paar Platten etwas zurechtbastle meine Frage: gibt es eine fertige Lösung, wo ein Magnetfisch nicht so wild am Scheppern ist mit einem schön flachem Boden des Dosierbehälters? Sollte schon eine runde Form haben, Durchmesser 8-10cm etwa, eine Zuführung der Dosierleitung sollte natürlich nicht genau in der Mitte sein, sondern am Rand.

    Wäre schön, wenn es etwas Fertiges gibt und ich nicht wieder basteln muss.

    Der Start wird bei solchen sachen das schwierigste sein, denn Du solltest den Kulturansatz nicht zu stark verdünnen am Anfang. Ich würde deshalb lieber mit einer Flasche anfangen und diese aufpäppeln, bis sie voll ist. Mehr als 1:2 bis 1:3 sollstest Du am Anfang nicht verdünnen und auch dies schön langsam ansetzen.
    Die 5l-Flaschen mit Wasser sind billig zu bekommen und gut zu beleuchten. Am Anfang kannst Du auch gut eine 1l oder 2l Flasche nehmen.
    Mehrere solche Flaschen sind einfacher zu verwalten und neu anzusetzen als ein großes Aquarium.

    Hallo Ralf,

    ich hatte einmal eine Verklebung neu gestalten und dafür die vorhandene Silikonnaht entfernen müssen. Es war eine mühselige und vor allem langwierige Plackerei, gerade, weil das Entfernen des Silikons wirklich gründlich erfolgen muss. Den allergrößten Teil bekommst Du einigermaßen gut ab, aber die winzigen Spuren, die verbleiben verdoppeln mindestens die Zeit für die Entfernung. Und das waren relativ kleine Scheiben, die handlich und überschaubar waren.

    Auch Aquarienbauer befassen sich wohl selten mit der Reinigung von alten Scheiben von Silikon, der Glaser selbst wird auch aus Garantiegründen wahrscheinlich eine Neuverwendung der alten Scheiben nicht akzeptieren.

    Ist leider etwas unscharf, aber die Wahrscheinlichkeit sagt, dass es eine Glasrose ist. Es können auch Hydroidpolypen sein, aber das Foto ist einfach nicht scharf genug für eine saubere Erkennung.

    Hallo Ralf,

    das ist furchbar zu hören. Nach einer Standzeit von etwa fünf Jahren glaube ich jedenfalls nicht, dass sich diese Situation durch Spannungen auf die Naht ergeben haben, das hätte wohl schneller zum Ablösen der Scheibe geführt und wäre wohl eher bei der langen Front- oder Rückscheibe aufgetreten.

    Ich drücke Euch beiden beide Daumen und die Zehen dazu, dass ihr bald einen akzeptablen Lösungweg findet. Vielleicht kommen wir wieder zu den Rahmenaquarien zumindest für den unteren Rand.

    Hallo Ralf,

    es mag unverändert aussehen, aber es hat sich etwas getan! Das vorige Bild war nur 3kb gross, während dieses jetzt tatsächlich wie gezeigt 120kB gross ist. Ich sehe auch die EXIF-Daten, deshalb würde ich jetzt schauen, ob das Bild selbst auch wirklich in Ordnung ist.
    Hast Du ein Programm, mit dem Du das Bild als JPG-DAtei abspeichern kannst?