Beiträge von Sandy Drobic

    Beim Zusammenspiel mit RFP, Durchsatz durch das Technikbecken, Abschäumer und Nähstoffbelastung muss alles zusammenpassen, sonst funktioniert es nicht richtig, das hat Ralf schon sehr richtig bemerkt.

    Im Regelbetrieb (Nähstoffe sind im gewünschten Bereich) sollte der Durchsatz durch das Technikbecken etwa im Bereich des Wasserdurchsatzes des Abschäumers liegen. Der Hintergedanke ist, dass der Durchsatz dafür sorgt, dass der Abschäumer immer schön genügend frisches Wasser bekommt und nicht das Wasser, was er schon einmal durchgezogen hat, "wiederkäut". Das führt schnell dazu, dass die Konzentration an Nährstoffen im Abschäumer schwankt und die Schaumsäule immer wieder zusammenbricht.

    Also ist das erste Gebot, die Wasserwege im Technikbecken so zu regeln, dass die Zufuhr/Abfuhr an Wasser aus dem Abschäumerabteil geregelt erfolgt und so eine konstante Zufuhr mit frischem, bzw noch nicht geschäumten, also belastetem Wasser zum Abschäumer erfolgt.

    Meine Daumenregel ist, dass das Luftvolumen pro Stunde des Abschäumers bei normaler Fischlast etwa dem Beckenvolumen entspricht, bei starker Fischlast etwa das doppelte des Beckenvolumens.

    Die Fütterung ist der Haupteintrag von Nährstoffen ins Becken. Prüfe zuerst mal, wie die Menge wirklich ist, ob die Fütterung vielleicht nicht viel zuviel für den Besatz ist und die angemessene Menge nicht bereis automatisch dafür sorgt, dass die Nährstoffe sich einpegeln.
    Ich merke eine zu geringe Fütterung schnell an dem Verhalten der Fische. Eine zu starke Fütterung ist weniger einfach festzustellen. Deshalb würde ich erst die Futtermenge kritisch begutachten, danach die Art des Futters, ob dieses vielleicht für unverhältnis hohe Nährstoffe die Ursache sind.

    Erst wenn klar ist, dass die eingesetzte Futtermenge korrekt, aber trotzdem die Nährstoffe sehr hoch sind, würde ich über eine technische Lösung wie Vliesfilter weiter nachdenken.
    Wie bereits erwähnt, wenn ich mit dem Abschäumer im allgemeinen zufrieden bin, würde ich eher über einen Vliesfilter nachdenken als einen größeren Abschäumer. Als Test kannst Du für ein paar Wochen auch mal über Filtersocken oder Watte filtern, auch wenn der Aufwand für täglichen Wechsel vielleicht etwas hoch ist. Aber zumindest würde das klären, ob ein Vliesfilter, der auch nichts als eine kontinuierliche Wattefilterung ist, eine Besserung bringen würde vor einer Anschaffung/Technikbecken-Umbau.

    Wenn Du mit dem Deltec insgesamt zufrieden bist würde ich den belassen und einen Vliesfilter dazunehmen. Das bringt die Nährstoffe besser runter als einen anderen Abschäumer reinzustellen und bringt mehr Kosten/Nutzen rein.

    Unabhängig davon verwende ich auch Abschäumer von RE.

    Wohl wahr, wenn man sie denn in´s W-Lan eingebunden kriegt. Habs nach Stunden aufgegeben und zurück zum Service geschickt. Ist jetzt 4 Wochen hier, noch keinerlei Rückmeldungen erhalten. Bin eher enttäuscht.

    Jetzt habe ich die 3er von ReefFactory. Sehr präzise und zuverlässig, außer dass er mehrfach am Tag seine Verbindung in´s W-Lan verliert und wiederfindet.

    Ich hätte am liebsten einen Doser den man noch händisch programmieren kann, direkt am Gerät ohne diesen ganzen W-Lan Mist !

    Grüße ... Klaus

    Ich habe nach den Erfahrungen mit D-D H2Ocean es gar nicht mehr versucht, den GHL Doser in das WLAN einzubinden, da ich auch gehört habe, dass er die Verbindung über WLAN öfter abbricht. Deshalb habe ich meine Doser über LAN-Kabel mit festen IP-Adressen (nicht DHCP) angeschlossen. Damit klappt die Verbindung meistens, aber immer wieder muss ich drei oder vier mal die Verbindung initiieren, bevor ich eine Verbindung bekomme. Insbesondere kommt die Verbindung über das GHL-Center nicht direkt zustande, wenn ich immer wieder andere Doser ansteuere.

    Immerhin kann ich die Doser so vom PC aus steuern, ohne vor dem Becken zu knien, mit Notebook auf dem Boden und USB-Gestöpsel. Bequem vom Schreibtisch ist deutlich angenehmer.

    Aus der GHL Cloud habe ich es noch nicht versucht.

    D-D H2Ocean Pro: Sehr präzise, App gut bedienbar, aber die Verbindung über WLAN absoluter Müll. Ob es funktioniert oder nicht hängt viel von der Kombination Handy und Router ab. Nicht mit Slaves erweiterbar. Kann NUR über App gesteuert werden. Pumpen lizenziert von Kamoer, aber die Kamoer haben imho eine Steuerung über das Gerät mit eingebaut. Kamoer ziemlich teuer.

    GHL Doser 2.1 SA: Ziemlich präzise, nicht ganz so gut wie H2Ocean Pro, aber ausreichend präzise. Software gut bedienbar, Verbindung wieder ein Minuspunkt, aber nicht so kaputt wie H2Ocean. Verbindung über USB, LAN, WLAN möglich.
    Erweiterbar mit Slaves und Rührwerk.
    Verwende ich im Augenblick und bin zufrieden. Ziemlich teuer.

    Reef Factory/Red Sea:
    Scheinen ähnlich H2Ocean auch nur über App/Cloudanbindung steuerbar zu sein, aber die WLAN-Ansteuerung scheint etwas verbessert. Habe aber noch nicht selbst ausprobiert.

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du das Reefer 170 nicht weiter betreiben möchtest und dieses dann entleert und der Inhalt in das neue Reefer 350 migriert wird.

    Als Vorbereitung brauchst Du schon mal etwa 200l frisches Meerwasser, dies sollte vor dem Aufstellen direkt angesetzt und gut durchmischt sein, mindestens einen Tag vorher, damit es im geheizten Zimmer auf Temperatur kommt und sich gut löst.

    Neues Becken aufbauen mit Schrank, Verrohrung prüfen auf Dichtigkeit, Testbefüllung mit Leitungswasser und Becken spülen für ein paar Stunden mit geschlossenem Kreislauf. Alle Technik vorhanden und passt ins Becken/Technikbecken?
    Wenn ja, dann Becken leeren, putzen, zur Seite stellen. Dafür ist es manchmal hilfreich, einen Teppich oder Schmutzfangmatten drunter zu legen, um es bequem und ohne Kratzer ziehen zu können.

    Da das Becken In-Place aufgestellt wird, muss zuerst das alte Becken verschoben werden. Mit etwas Glück und Geschick und sehr ratsam mindestens eine kräftige Person als Helfer kannst Du das Becken schon etwas abbauen:
    - Wasserkreislauf stoppen
    - Geräte im Technikbecken abschalten und vom Strom trennen
    - Technikbecken leer machen
    Pumpe mit Schlauch sehr hilfreich
    Kanister für Wasser und große Behälter wie Regentonne
    - Wasser aus Schaubecken zum größten Teil ablassen in großen Behälter und Kanister, gut 10cm drinlassen für die Fische
    - Jetzt Korallen und Deko aus dem Becken holen, Deko etwas abspülen in Meerwasser und zwischenhältern im abgelassenen Wasser vom Hauptbecken. Dafür ist ein großer Behälter sehr praktisch. Eine Strömungspumpe reinhängen, um die Korallen zu versorgen.
    - Fische und Garnelen herausfangen und Wirbellose wie Einsiedler und Schnecken (Du brauchst zwei Kescher dafür, ein Treib-, ein Fangnetz) und mit in den großen Behälter geben. Je nach Füllstand muss eventuell ein Sprungschutz drübergesetzt werden, aber auch Luftaustausch achten!
    - Etwas Bodengrund zum Animpfen des neuen Becken mitnehmen, zusammen mit der Deko
    - Das restliche Wasser entsorgen, es ist beim Fangen der Fische zu aufgewühlt und belastet und kann nicht verwendet werden
    - altes Becken reinigen und zur Seite stellen.

    - Neues Becken aufstellen, Wasser einfüllen, Deko und neuen Bodengrund mit alter Handvoll Boden einsetzen, Wasserkreislauf schliessen und Wasserstand anpassen.
    - Wasserwerte messen, einschließlich Temperatur und pH.Achten auf den passenden Phosphatwert, eventuell nachdosieren und Temperatur abwarten und Trübung rausfiltern (Schnellfilter, Vliesfilter?).

    Wenn Wasser passt die Korallen übersetzen und teils ankleben, wenn es zu viele sind. Viel Kleber auf einmal vermeiden, dann lieber auf mehrere Tage strecken und filtern dabei.

    Damit sollten sich die Verluste in Grenzen halten oder sogar ausbleiben.

    Gerade bei hartem Wasser lohnt es sich, die Osmose sauber zu spülen, bevor man das Osmosewasser durch die Harzkartusche schickt.

    Bei mir lasse ich das Wasser erst mal etwas durchlaufen. Der Leitwertmesser geht zuerst steil nach oben bis ca. 200 und fällt dann langsam ab bis runter auf unter 15. Erst jetzt gebe ich das Wasser frei und schalte um auf die Harzkartusche.
    Die ersten 3 Liter (Harzkartusche ist 3l) lasse ich noch etwa durchlaufen und danach kommt der Schlauch dann in den Kanister zur Abfüllung. Dann werden etwa 150-200l produziert für einen Durchgang, bevor der harzfilter wieder abgetrennt wird und die Osmose abgeschaltet ist.

    Das schont die Harzfüllung, da dies der teuerste Teil der Wasseraufbereitung ist.

    Ich habe auch eine RE Speedy, aber die läuft normal durch. Wenn der Wassertand im Schacht sinkt hängt dies eher nicht mit der Pumpe zusammen, sondern mit dem Einfluss von Futter oder anderen Mitteln oder dem allmählichen Zuwachs des Ablaufkamms.
    Gerade bei etwas fetthaltigem Futter kann man dies gut beobachten, dass das Wasser stärker abläuft und es plätschert im Ablaufschacht. Nach einiger Zeit regelt sich das meist von allein wieder ein.

    Der Wasserstand wird genauso geregelt wie in einer kleinen Kammer für die RFP. Ein Sensor füllt nach, wenn der Level zu niedrig ist. Der Unterschied ist nur, dass der Sensor relativ flink reagieren sollte, da schon kleine Änderungen eine größere Menge zum Auffüllen bedeuten.
    Das habe ich jahrelang bei mir gehabt und keine Nachteile wirklich erkennen können.

    30kg sind zu schwer, um das ganze sinnvoll mit einer manuellen Konstruktion zu bedienen, glaube es mir. Das Problem sind nicht die Dübel, die könntest Du notfalls durch größere austauschen und einen schwereren Haken/Wasauchimmer dort reinzwiebeln, aber die Realität ist eindeutig nicht mehr mit der Vorstellung von "einfach und mit einem Hepp verstellen" vereinbar, wenn mit einer manuellen Seilverstellung gearbeitet werden soll.

    Dafür würdest Du mindestens vier Seie verwenden, um das Konstrukt abhuhängen und müsstest dann immer vier Seite auf die richtige Höhe einstellen. Bei meiner kleineren Lampe geht das noch, die wiegt aber auch nur 15kg.

    Mein Vorschlag ist: mache Nägel mit Köpfen und setze die Konstruktion direkt auf die Rolladenmotorwelle. Du kannst ja problemlos alles vorbereiten, wenn der Rolladenmotor auf eine Holzplatte montiert und diese dann zum Schluss an die Decke gedübelt wird.

    Wieviel Gewicht ist der Rahmen dann insgesamt? Viele Stahlseilhalterungen haben eine einfacher Möglichkeit, sich selbst in der gewünschten Höhe zu fixieren, aber wenn das Gewicht zu hoch ist, wird das unhandlich. Dafür würde ich nicht mehr als vier Stahlseile nehmen, diese an den Rahmen befestigen, bzw. ein 4mm Nutstein in den Rahmen setzen und dort dann die Stahlseilhalterung dransetzen. Auf der Unterseite dann ebenfalls Nutsteine zur Schraubenaufnahme und dort dann die Halterung für di PCC.

    Wenn das Gewicht nicht zu groß ist würde ich den Rahmen höhenverstellbar machen, nicht die einzelnen Lampen.

    Das Mondlicht sollte wirklich sehr schwach sein, der eine oder andere lässt eine sehr schwache Birne einfach durchlaufen, da sie tagsüber ohnehin untergeht im Licht und nur bei ausgeschalteter Lampe wahrnehmbar ist.

    Korallen brauchen sauber definierte Tag/Nacht-Phasen, was gestört ist, wenn das Mondlicht zu hell ist. Besser eine weisse Birne nehmen, da man sich bei blau sonst schnell vertut, wie strahlungsintensiv das Licht ist.

    Du kannst es dafür zum Ausprobieren nehmen, aber ehrlich gesagt sind das Apothekenpreise. Da kannst Du genausogut einfach im Chemiefachhandel nach reinem Calciumhydroxid (Ca(OH)2) suchen. Wie immer sind die gleichen Produkte speziell als Aquaristikartikel ein mehrfaches teurer als wenn man es als normalen Artikel kaufen würde.
    https://www.laborladen.de/Calciumhydroxid-fein-CaOH2

    Du solltest nur darauf achten, dass es in einem luftdichten und sauber wieder verschliessbaren Behälter geliefert wird, oder es in einen solchen direkt umfüllen, da es bei Luftkontakt reagiert und seine gewünschte Eigenschaft schnell verliert. Das hergestellte Kalkwasser sollte natürlich auch nur so viel Kontakt mit Luft haben wie nötig, da es durch Bindung von Kohlendioxid neutralisiert wird.

    Bei der Handhabung bitte darauf achten, dass Hände und Augen (Schutzbrille und Handschuhe, Staub nicht einatmen!!) geschützt werden, da es ätzend ist.

    Ob Atemkalk ja oder jein würde ich allein am pH-Wert entscheiden. Schließlich ist es kein Selbstzweck, das Ziel ist immer, die Aquariumswerte in den optimalen Bereich zu halten. Beobachte den pH-Wert die nächsten Tage und vor allem die Minimum- und Maximumwerte und entscheide dann, ob es sinnvoll ist, den pH-Wert mit Atemkalk oder eventuell Kalkwasser anzuheben. Dein Ca-Wert ist ja auch etwas niedrig, vielleicht wäre es sinnvoll, Kalkwasser zur Unterstützung mit einzusetzen.

    Ich habe mir die fertigen Lösungen von Apera gekauft und werde die für die Kalibrierung verwenden. Interessant ist dabei, dass die Lösungen unterschiedliche Haltbarkeitsdaten haben, die pH7,00 bis 2023/06, die pH4,01 bis 2024/03.

    Wenn nach der Kalibrierung der pH immer noch unter 8 ist würde ich das gut beobachten und eventuell Maßnahmen wie Atemkalk oder Kalkwasser einsetzen. Inzwischen sind wir bei 415mg/l CO2-Gehalt in sauberster Gebirgsluft, diese Steigerung macht sich auch in häufigeren niedrigen pH-Werten bei uns in den Aquarien bemerkbar.

    Die Nährstoffe sehen etwas seltsam aus. Ziemlich niedriger Nitratwert zu hohem Phosphat und der pH-Wert deutlich unter 8. Wenn Du so explizit 7,71 beim pH-Wert schreibst gehe ich von einer digitalen Messung aus. Hast Du die Elektrode mal neu kalibriert? Sonst wäre der Wert nämlich etwas alarmierend.

    Die Alterung bei LEDs hängt auch sehr von der Wärme ab, mit der die LEDs leben müssen. Ich habe bei meiner selbstgebauten LED den Luftstrom etwas vernachlässigt nach dem Motto "mache ich bei Gelegenheit mal..." und habe es dann letztendlich vier lange Jahre verschleppt. In dieser Zeit hat die Lampe gut die Hälfte der Leuchtkraft verloren. Anfangs hatte sie am Boden 230-240 PAR, bei der letzten Messung hatte ich dann nur noch 100-120 Par gemessen.

    Jetzt habe ich den Luftweg verbessert und darf direkt die LEDs erneuern...

    Tja, wenn man etwas verschleppt bekommt man die Rechnung garantiert, das gilt leider für viele Sachen.

    Seeigel kannst Du gut mit Noriblättern füttern. Wenn Du etwas LS mit übernimmst in das neue Becken sollten Schnecken und Einis auch etwas zu knabbern haben. Zusätzlich werden die Scheiben und sonstige Deko nach dem Einsetzen von LS sehr schnell mit einam Hauch von Algen bedeckt sein, wenn im Becken ausreichend Nitrat und Phosphat vorhanden ist.

    Ah, ich liebe/hasse diese Farbskala-Tests. Ich würde das eher als ein 8.1 sehen nach der Farbskala.

    Beim pH ohne Atemkalk ein 8.4 zu erhalten finde ich erstaunlich, hast Du die Elektrode in letzter Zeit kalibriert?

    Bei der Temperatur habe ich mir zwar auch mal ein gutes Thermometer von Tropic Marin geholt, nehme dafür aber viel lieber die Anzeige von dem Aqua Medic T-Controller Twin, sie ist auch von der Genauigkeit recht gut und selbst mit meinen trüben Augen gut ablesbar.

    Ich habe einen Beitrag gelesen, wo jemand sein Reefer 250 mit dem System des Peninsula auf einen deutlich größeren Durchsatz umgebaut hat, dann macht eine größere Pumpe auch wieder mehr Sinn. Aber mit dem Originalschlauch sehe ich das wirklich nicht ein.

    Bei meinem 500l-Becken läuft die UP5000 (electronic) jetzt auf 30 Watt.

    Am Anfang ist immer die Planung und die Zielvorgabe, danach schaut man, wie diese optimal erreicht wird.

    Für ein normales System ist ein Durchsatz durch das Technikbecken des 3-5fachen Volumens vom Schaubecken pro Stunde ausreichend. Nur einige Methoden wie Triton postulieren einen Durchsatz vom 10fachen oder sogar noch mehr.

    Bei einem Reefer 250 solltest Du also etwa einen Durchsatz von 1000-1500l pro Stunde haben. Dies ist natürlich der Nettodurchsatz, was wirklich durch die Leitung geht. Wenn also die Pumpe 3000l pro Stunde schafft, bleiben davon vielleicht nur 1200l übrig, wenn der Schlauch dünn oder in der Leitung zig Knicke sind.

    Ein Grund, warum die Aquabee UP5000 und UP8000 empfohlen werden, ist die Regelfähigkeit der Pumpe. Diese Bauart macht die Pumpe auch extrem leise. Die günstigen UP3000 etwa sind 230V-Pumpen und brummen mehr oder weniger leise vor sich hin. Der Preisunterschied ist aber auch gewaschen: die UP5000 elektronische Kreiselpumpe ist bei gut 400€, die UP3000 nicht regelbar bei gut 90€.

    Das ist eine Frage, was schmerzhafter ist: das Brummen der günstigen oder das Bezahlen der lautlosen.

    Grundsätzlich ist aber der Durchsatz durch das Technikbecken vor allem eine Frage, welcher Abschäumer dort betrieben werden soll. Dieser hat nämlich eine gewisse Durchsatzleistung, welche das Technikbecken auch mindestens liefern sollte.

    Die Pumpe ist etwas überdimensioniert, sie hat zusätzlich einen 32mm Anschluss für die Verrohrung, was beim Reefer 250 wahrscheinlich nicht der Fall ist und Adapter notwendig macht. Wenn ich das richtig sehe ist beim Reefer 250 ein 16mm Schlauch installiert. Das würde die Leistung der Pumpe heftig drosseln.

    Die Pumpe selbst ist gut, keine Frage, ich habe sie bei mir an einem 500l-Becken laufen und bin sehr zufrieden.

    Es ist zumindest nicht zu wenig an Besatz. Ob es ausreicht sollten die Nährstoffe am besten zeigen und wie die Korallen wachsen. Wenn Du am Nährstofflimit bist solltest Du noch ein klein wenig den Besatz aufstocken. Sollten die Korallen gut wachsen und die Nährstoffe sehr niedrig sein könntest Du über ein oder zwei Fische zusätzlich nachdenken.

    Die Frage ist dann, an welche Kategorie Du denkst:
    - kleine Kategorie: Schwertgrundeln oder kleiner Lippfisch
    - mittlere Kategorie: Lippfisch der Halichoeres-Gattung oder ein Zwergkaiser oder ein Pärchen Riffbarsche
    - große Kategorie: zusätzlicher Doc, ein Falter oder kleine Anthiasgruppe

    Allerdings würde ich mir das gut überlegen, wenn Du wirklich in die große Kategorie gehen möchtest. Bei einem Zwergkaiser oder Falter ist immer auch das Risiko mit dabei, wann er an Korallen geht, denn das ist meist nur eine Frage der Zeit und der Korallen.

    Riffbarsche sind auch immer etwas trickreich, da es teils wirklich aggressive Stickstiefel bei den Barschen gibt.

    Ich habe für so eine von langer Hand geplante Zwischenhälterung ein Planschbecken, welches genügend Volumen hat, um alles direkt aufzunehmen. Die große Oberfläche ist einfacher zu handhaben und es sind weniger Pumpen notwendig für die Strömung. Der Platz für so viele Regentonnen ist auch beachtlich.

    Wegen der dafür notwendigen Zeit und Energie werde ich meine DIY-Basteleien etwas einschränken, neben einem Vollzeitjob ist lange Bastelei nicht so oft sinnvoll.
    Das Becken umzubauen von Innen-Eckablaufschacht auf einen Rucksackablauf hat enorm viel Zeit und Nerven gekostet. Die Lampe selbst zu bauen hat ebenfalls viel Zeit gekostet und immer wieder Korrekturen und Änderungen nachgezogen. Ist natürlich auch optimiert auf die Beckenverhältnisse, aber hat auch mit sich gebracht, dass ich eine Zwischendecke über dem Aquarium basteln musste mit Stahlträger zur Stabilisierung, um die schwere Lampe überhaupt über das Becken installieren zu können, weil die leichte Trockenbaudecke das sonst nie getragen hätte und ich so direkt einen Motor eingebaut habe, damit ich es auch einfach bedienen kann für Wartungen und Beckenarbeiten.

    Als dann wieder der Punkt kam, das Technikbecken abzudecken und einen Vliesfilter einzubauen habe ich es aufgegeben und eine fertige Dreambox reingestellt. Das war eine gute Entscheidung, die mich deutlich weitergebracht hat.

    Deshalb ist für mich die Entscheidung, ob eine DIY-Lösung sinnvoll ist vor allem die Frage, ob es nicht etwas passendes bereits fertig existiert. Notfalls als 3D-Druckvorlage.

    Warum DIY? Es gibt sicher einige Bereiche, wo das interessant sein kann, aber vieles ist einfacher und sinnvoller kommerziell zu kaufen. Bei meinem jetztigen Becken habe ich wirklich unglaublich viel selbst gemacht und die Folge ist, dass die Fertigstellung sich extrem verzögert hat, natürich auch, weil ich immer wieder eine Optimierung gesehen habe und diese dann umsetze.

    In Deinem Fall musst Du damit rechnen, weil so tief über der Wasseroberfläche das gleiche ist wie ständig in das Salzwasser eingetaucht zu sein. Fünf Millimeter?`Mein Wellengang auf der Wasseroberfläche ist oft mehr als das Doppelte, da würde die Strebe immer wieder in das Wasser getaucht werden.

    Genau genommen ist es nicht, dass Aluminium nicht korrodieren würde, sondern dass die Korrosion sogar sehr schnell stattfindet, diese Korrosionsschicht selbst jedoch recht gut gegen weitergehende Korrosion schützt. Das gilt aber nicht für das agressive Salzwasser, das wird im Lauf der Zeit auch die Korrosion weitertreiben. In der Luft ist die Gefahr gering, deshalb wird es gerne im MeWa-Bereich genommen, aber nie für Teile, die direkt mit Salzwasser in Berührung sind.

    Hi Rüdiger,

    der pragmatische Ansatz wäre, über die Zeit das zu regeln und den Austausch dann mit in die Wartungstabelle zu schreiben ähnlich wie der Austausch von den Röhren bei T5. Messen ist technisch zu aufwendig und teuer, wer hat schon ein gutes Spektrometer bei sich zu Hause liegen? Lieber etwas früher tauschen als zu spät und traurige Korallen in braunem Trauergewand zu sehen.

    Hallo Ralf,

    könntest Du bei Gelegenheit ein Foto machen besonders vom oberen Teil des Aquariums und ob es einen Mittelsteg hat? Bei so einem breitem Becken muss das schon eine gehörige Dicke haben, wenn es ein Poolbecken ist. Selbst wenn ein oben umlaufender Steg verwendet wird.